La Réunion - Naturparadies im Indischen Ozean

von Annette und Ulrich Zalucky, eingestellt am 09.10.2015






 
 
 

Um die Insel Réunion kennen zu lernen, sollte man sie zu Fuß erkunden, denn die atemberaubende Bergwelt und die ungeheure Vielfalt der Vegetation der Insel lässt sich so am ehesten erschließen. Die in der DIAMIR-Wandertour REUWAN gewählte Route ist eine technisch leichte Wanderung. Was die zu überwindenden Höhenmeter angeht, sind diese dem Profil der Insel geschuldet, aber die einzelnen Etappen sind kurz genug, die Wanderungen einfach genießen zu können.

Das Bergdorf Hell-Bourg im Cirque Salazi, Ausgangspunkt der Tour, besticht durch die Farbenpracht der Pflanzen. Nach dem Aufstieg in den Belouve-Wald kommt man in den Regenwald. Hier führt ein wunderschöner Pfad zu den imposanten Wasserfällen „Trou de Fer“.

Der Weg bis zur Berghütte am Fuß des Piton de Neiges führt entlang des Berggrates weiter durch den Regenwald. Am Ende der Tagestour befindet man sich dann schon auf alpinem Terrain. Die Besteigung des Piton de Neiges, dem höchsten Punkt im Indischen Ozean (3.070 m), ist ein absolutes Muss, egal ob vor Sonnenaufgang oder später, wie bei uns, zum Berggottesdienst zu Himmelfahrt.

Nach dem langen Abstieg ins Tal empfängt das Städtchen Cilaos den Wanderer mit regem Treiben und großartigen Aussichten auf den umliegenden steil aufragenden Kraterrand des Cirquit Cilaos. Der Ruhetag hier in einem der netten Hotels ist in Anbetracht des gestrigen Abstiegs wohlverdient, eh es am nächsten Tag weiter geht in den Vulkankessel Mafate. Da der Cirque Mafate keine Anbindung ans Straßen- und ans Stromnetz hat, begegnet man hier einer sehr ursprünglichen Natur mit kleinen weit verstreuten Siedlungen. Die Wanderung quer durch das Mafate am kommenden Tag zeigt die Urgewalten des vulkanischen Ursprungs der Insel sehr anschaulich. Aschekegel und tief eingegrabene Flussbetten sind deutliche Zeichen dafür. Weiter führt die Tour durch einen mystisch anmutenden Tamarindenwald über den Pass Col de Boef aus dem Mafate hinaus. Mit einem Kleinbus geht es zum nächsten Highlight, dem Vulkan de la Fournaise.

Nachdem wir erfahren hatten, dass sich der Vulkan derzeit in einer aktiven Phase befindet, entschlossen wir uns am späten Nachmittag zu einer ausgedehnten Nachtwanderung. Wir wollten uns unbedingt das seltene Spektakel des Feuerwerks anzusehen, … und wir waren nicht allein. Hunderte Insulaner mit Stirnlampen strömten zum Aussichtspunkt oder kamen uns später auf dem Rückweg noch immer entgegen. Die Tour am nächsten Tag ist dann etwas kürzer ausgefallen und anschließend brachte uns der Kleinbus ans Meer. Unser Hotel Le Nautile in La Salines Les Bain lag direkt am Strand und davor eine Lagune, die die Brandung des Indischen Ozeans und auch die Haie zurück hält. Und bis zur Lagune erstreckte sich ein traumhaftes Korallenriff zum Schnorcheln und Schwimmen. Jetzt gab es statt der mit der Zeit etwas einfachen kreolischen Küche auf den Hütten eine ausgezeichnete französische Küche und natürlich guten Wein, beinahe paradiesisch. Zum Glück hatten wir eine Badeverlängerung gebucht, so dass wir den wunderschönen Urlaub so richtig ausklingen lassen konnten.

La Réunion – immer eine Reiseempfehlung wert!

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