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| Dauer | 22 Tage | ||
| Schwierigkeit |
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| Kosten p.P. | ab 3990 EUR | ||
| Tourcode | EXPACO | ||
| Teilnehmer | min. 8 – max. 12 | ||
Besteigen Sie auf einer 3-wöchigen Bergexpedition den höchsten Berg Amerikas! Zur Akklimatisation für den fast 7000 m hohen, aber technisch einfachen Aconcagua unternehmen Sie einen Ausflug unter dessen spektakuläre, knapp 3000 m hohe Südwand zur Plaza Francia (4100 m), bevor Sie sich im komfortablen Basislager am Plaza de Mulas einquartieren. Von da aus besteigen Sie in einer Tagestour den Aussichts- und Akklimatisationsgipfel Cerro Bonete (5013 m) und errichten Ihr Hochlager im Nido de Condores (5555 m). Von dort aus starten Sie je nach Taktik und Wetter direkt zum Gipfel oder errichten ggf. ein weiteres Hochlager. Nach dem Bergabenteuer bleibt Zeit, die chilenische Hauptstadt zu erkunden und das Flair und pulsierende Leben dieser südamerikanischen Metropole zu genießen…
Mendoza – Weinhauptstadt Argentiniens
Naturmonument Puente del Inca
Plaza Francia (4100 m) und Plaza de Mulas (4330 m)
Akklimatisationsgipfel Cerro Bonete (5013 m) mit Panoramablick auf den Aconcagua
Besteigung des Aconcagua (6962 m) über die Normalroute via Nido de Condores (5555 m)
Betreuung durch DIAMIR-Expeditionsleiter und lokales Begleitteam
Komplette Hochlagerausrüstung und Verpflegung inklusive
Gepäcktransport ins Basislager mit Mulis (Trekkingsack inkl.)
Ausklang und Stadtführung in Santiago de Chile
Flug ab/an Frankfurt mit zusätzlichem Freigepäck
Flug nach Mendoza. (-/-/-)
Am Nachmittag erreichen Sie die Provinzhauptstadt Mendoza. Am Abend gemeinsames Begrüßungsessen in einem argentinischen Steakrestaurant. Übernachtung im Hotel. (-/-/A)
Im Nationalparkbüro besorgen Sie Ihr Aconcagua-Gipfelpermit. Anschließend fahren Sie in die Anden, deren schneebedeckte Berggipfel bereits am Horizont zu sehen sind. Im kleinen Ort Penitentes beziehen Sie Ihre Unterkunft und haben am Nachmittag/Abend noch Gelegenheit zu einer kleinen Akklimatisationswanderung. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)
Zunächst geht es noch einige Kilometer per Auto bis zum Nationalparkeingang in Horcones. Unterwegs legen Sie zwei Zwischenstopps ein, um die Andinisten-Gedenkstätte und die natürliche Brücke Puente del Inca über den Rio Mendoza zu besichtigen. Nach der Registrierung Ihrer Permits am Nationalparkeingang beginnt die Trekkingtour ins Basislager. In etwa 3-5 Stunden erreichen Sie das Zwischenlager Confluencia. Übernachtung im Zelt. (F/-/A)
Heute steht eine gemütliche Akklimatisations-Wanderung zum Plaza Francia am Fuße der Aconcagua-Südwand auf dem Programm. Jeder geht dabei so schnell oder langsam und so weit wie er möchte – aktive Höhenanpassung ohne zu große Anstrengung ist das wichtigste Ziel des Tages. Wer bis auf etwa 4000 m Höhe aufsteigt, dem eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf die gigantische, fast 3000 m hohe Südwand des Aconcagua. Den Abend verbringen Sie nochmals im Lager Confluencia. Übernachtung im Zelt. (F/-/A)
Sie wandern zunächst einige Stunden relativ flach das endlos scheinende Horcones-Tal entlang, bevor zum Abschluss ein steiler Schlussanstieg bis ins Basislager Plaza de Mulas (4330 m) führt. Hier angekommen, richten Sie sich für die kommenden Tage häuslich in den komfortablen Doppelzelten ein. Übernachtung im Zelt. (F/-/A)
Nach den Anstrengungen des Vortages tut ein Ruhetag gut. Die nächsten Tage dienen zur Akklimatisation. Die umliegenden Berge und bizarren Büßerschneefelder laden zu kleinen Wanderungen ein. Frühstück und Abendessen sowie an Ruhetagen auch ein leichtes Mittagessen gibt es jeweils im Mannschaftszelt im Basislager. Für ausreichende Flüssigkeitszufuhr stehen außerdem den ganzen Tag lang Tee und Kaltgetränke zur Verfügung. Übernachtung im Zelt. (F/M/A)
Sie nehmen sich 11 ganze Tage Zeit für die Besteigung des Aconcagua. Als „Akklimatisationstest“ wird als Tagestour gemeinsam der 5013 m hohe Cerro Bonete bestiegen. Auch ein Besuch des Lagerarztes, der Fitness und Akklimatisationszustand überprüft, ist obligatorisch. Erst wenn dieser grünes Licht gibt, geht es am Berg weiter nach oben und Sie nehmen die Errichtung der Hochlager in Angriff. Die Gipfelbesteigung erfolgt in der Regel direkt vom sehr gut ausgebauten Hochlager Nido de Condores (5555 m). Für konditionell gut trainierte Bergsteiger bietet diese Variante die komfortabelste und sicherste Möglichkeit mit den größtmöglichen Erfolgschancen. Wer sich die lange Gipfeletappe an einem Tag nicht zutraut, kann alternativ von einem zweiten Hochlager (entweder Lager Berlin auf ca. 5800 m oder Lager Cholera auf ca. 6000 m Höhe) aus starten. Die Entscheidung darüber fällt der Expeditionsleiter im Laufe der Expedition aufgrund der Wetter- und Schneelage sowie der konditionellen Verfassung des gesamten Teams. Wenn das Wetter einen Gipfelaufstieg erlaubt hat, haben in der Vergangenheit mit der Taktik mit nur einem Hochlager stets überdurchschnittlich viele Teilnehmer den Gipfel erreicht – angesichts der von den Nationalpark-Rangern ermittelten wesentlich niedrigeren allgemeinen Erfolgsquote spricht das eindeutig für diese Taktik!
Im Laufe der 11 zur Verfügung stehenden Tage werden Sie das Lager Nido de Condores selbst aufbauen und mit Kochern, Lebensmitteln und Ausrüstung ausstatten sowie zur besseren Höhenanpassung bereits vor dem Gipfelgang in diesem Lager übernachten. Erst nach erneutem Erholungsaufenthalt im Basislager nehmen Sie dann den Gipfelaufstieg in Angriff. Dabei muß jeder sein eigenes Tempo und einen guten Rhythmus finden, denn nur Ausdauer und eine gute Einteilung der Kräfte führen zum ersehnten Erfolg. Je nach Schnelligkeit dauert der Gipfelaufstieg ca. 6-10 Stunden. Im oberen Teil ist fast immer das Gehen mit Steigeisen erforderlich. Vom höchsten Punkt Amerikas belohnt ein fantastischer Rundum-Blick für alle Mühen, ehe es in ca. 3-5 Stunden wieder hinab ins Lager geht. Nach dem Gipfelgang werden alle Zelte wieder abgebaut und ins Basislager hinunter getragen. Sollten für die Besteigung des Aconcagua nicht alle zur Verfügung stehenden Tage benötigt werden, kann u.U. das Basislager bereits eher als vorgesehen verlassen und vorzeitig nach Santiago de Chile gefahren werden. Ein vorzeitiges Verlassen des Basislagers kann ggf. mit weiteren Kosten verbunden sein (z.B. Zusatz-Übernachtungen in Santiago de Chile) und erfolgt nur nach Absprache und Zustimmung der gesamten Gruppe.
Zur Orientierung hier noch einige Richtwerte für die allgemein üblichen Gehzeiten: 4-6 h vom Basislager „Plaza de Mulas“ bis zum Lager 1 „Nido de Condores“ in 5555 m Höhe. Von da bis zum Camp Berlin (5800 m) sind es 1,5-3h. Von dort bis zum Gipfel kann mit 5-8h gerechnet werden. Während der gesamten Zeit im Basis- bzw. Hochlager steht Halbpension zur Verfügung. Unterwegsverpflegung für die Etappen am Berg und beim Trekking ist selbst mitzubringen. Übernachtung im Zelt. (F/-/A)
Heute verlassen Sie das Basislager und marschieren die gesamte, fast 40 km lange Strecke bis zum Nationalparkeingang an einem Tag zurück. Nach den Anstrengungen am Berg ist die heiße Dusche im Hotel eine Wohltat für den Körper! Am Abend stoßen in Penitentes hoffentlich alle zur gemeinsamen Gipfelparty auf den Erfolg an. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)
Am Vormittag verlassen Sie Penitentes mit dem Bus in Richtung Chile. Nach dem Grenzübertritt und der Fahrt über eine spektakuläre Gebirgsstraße erreichen Sie am Nachmittag Santiago de Chile. Abends haben Sie Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und das Nachtleben zu genießen. Sollten Sie aufgrund eines schnelleren Gipfelerfolges bereits eher in Santiago de Chile angekommen sein, so sind ein Abstecher zur Hafenstadt Valparaiso oder nach Viña del Mar lohnende Unternehmungen. Bei dieser Variante besteht Möglichkeit, die Expedition mit einem Bad im Pazifik ausklingen zu lassen. Übernachtung in Santiago im Hotel. (F/-/-)
Am Vormittag steht eine Stadtbesichtigung in Santiago auf dem Programm. Am Nachmittag geht die Fahrt zum Flughafen, von wo aus der Rückflug nach Deutschland erfolgt. (F/-/-)
Ankunft in Deutschland. (-/-/-)
Änderungen der Reiseroute und Fluggesellschaften bleiben vorbehalten.
Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Gipfelpermit Aconcagua (ca. 1700-4200 ARS, Stand 1.11.12); persönliche Bergsteigerausrüstung; Ausgaben für Unterwegsverpflegung (z.B. Schokolade oder Energieriegel) für die Bergetappen; evtl. Flughafen- und Ausreisegebühren in den Reiseländern; optionale Ausflüge und Aktivitäten; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.12; Trinkgelder; Persönliches
Komfortverzicht, Teamfähigkeit, Kondition für bis zu 14-stündige Tagesetappen, gute Kenntnisse der Hochlagerlogistik (Materialtransport bis zu 15 kg, Zeltaufbau, Essen zubereiten), Trittsicherheit in Geröll, Schnee und Eis bis zu 40°Grad Steilheit, Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Steigeisen, gute Kenntnisse alpiner Seil- und Sicherungstechnik (persönlicher Tourenbericht erforderlich), Schalenbergstiefel obligatorisch
Geografie
Argentiniens Geografie wird vor allen geprägt durch die Anden, welche sich wie ein Band von Nord nach Süd des über 4000 km langen Landes ziehen. Die Anden, welche im Norden Höhen bis knapp 7000 Meter erreichen, bilden die natürliche und politische östliche Grenze zum Nachbarstaat Chile. Nacht Osten läuft das Land Flach aus. Während im Süden größtenteils ungenutzte Steppe vorzufinden ist, wird die sogenannte Pampa im Norden und in der Mitte größtenteils für die Viehzucht genutzt. An der Grenze zu Paraguay befindet sich mit dem Chaco eine große flache Ebene.
Klima
Argentinien hat von tropischen Gebieten im äußersten Nordosten über subtropische im restlichen Norden und eine ausgedehnte gemäßigte Klimazone bis hin zu kalten Klimaregionen im Süden und in den Anden nahezu alle Klimazonen in einem Land vereint.
Der Nordwesten Argentiniens ist im Bereich der Anden trocken mit einer kurzen Regenzeit im Sommer. In ihr findet man die Hochwüste Puna, deren Westen zu den regenärmsten Gebieten der Welt zählt, sowie den steppenhaften, unfruchtbaren Monte am Fuß der Anden. Die Osthänge der Voranden beherbergen subtropische Nebelwälder, die im Sommer wegen des Abregnens der feuchten Ostwinde sehr niederschlagsreich, im Winter aber relativ trocken sind. Nach Osten hin schließt sich der Gran Chaco im zentralen Norden an, seine Niederschläge konzentrieren sich auf den Sommer, das gleiche gilt für die Region der Sierras Pampeanas in Zentralargentinien. In beiden Regionen nehmen die Niederschläge nach Westen hin ab.
Der Nordosten sowie die Pampa-Region sind das ganze Jahr über feucht, wobei die höchsten Niederschlagsmengen im subtropischen Regenwald der Provinz Misiones auftreten.
Der Süden (Patagonien) liegt in der Westwindzone, weshalb hier der westliche Teil mehr Niederschläge als der Osten erhält. Die Anden sind ständig feucht und von der Temperatur kühl gemäßigt. Sie wirken als Barriere für die feuchten Pazifikwinde, so dass das östlich anschließende patagonische Schichtstufenland sehr trocken und halbwüstenhaft ist. In dieser Region bestimmt der regelmäßig alle ein bis zwei Wochen vom Südwesten her blasende Pampero-Wind das Klima. Ein Sonderfall ist das Klima im südlichen Teil Feuerlands mit kühlem ozeanischem Klima, wo wegen der dort fehlenden Klimascheide der Anden sowohl pazifische als auch atlantische Einflüsse das Wetter bestimmen. Dort sind die Niederschlagsmengen relativ hoch und die Temperaturen weisen eine relativ geringe Abweichung zwischen Sommer und Winter auf.
Zeitverschiebung
Die Zeitverschiebung zu Mitteleuropa (MEZ) beträgt normalerweise -4 Stunden. „Normalerweise“ deshalb, weil sie während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) -5 Stunden ausmacht und während der argentinischen Sommerzeit (Mitte Oktober bis Mitte März) nur -3 Stunden.
Politik und Gesellschaft
Nach der Verfassung von 1994 ist Argentinien eine föderalistische, republikanische Präsidialdemokratie. Der Präsident der Nation („Presidente de la Nación Argentina“) ist Staatsoberhaupt und Regierungschef in Person und hat eine starke Stellung, unter anderem die Möglichkeit per Dekret zu regieren. Er wird gemeinsam mit dem Vizepräsidenten, der ihn bei Abwesenheit vertritt, alle vier Jahre in zwei Wahlgängen direkt gewählt. Die Legislative (Kongress, bestehend aus Abgeordnetenkammer und Senat) wird meist in allen Provinzen zu anderen Zeitpunkten gewählt.
Alleinige Amtssprache ist in Argentinien Spanisch. Daneben existiert eine Reihe von Minderheitensprachen, die von der indianischen Bevölkerung gesprochen werden. Die argentinische Aussprache des Spanischen unterscheidet sich deutlich von der in Spanien und auch von der in anderen lateinamerikanischen Ländern üblichen.
Sicherheit
Argentinien ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Auf Grund der leider weit verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles ist vor allem Diebstahl in den Großstädten bedauerlicherweise an der Tagesordnung.
Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Bevölkerung unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich, egal ob dies nach unseren Maßstäben tatsächlich der Fall ist oder nicht. Daher gilt die weit verbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geübten und geschickten Taschendieben, die oft in Gruppen arbeiten. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z.B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die Gefahr, einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt naturgemäß besonders in den Touristenzentren.
Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Argentinien benötigen deutsche Staatsangehörige einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Ein Visum ist für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Bei der Ankunft muss lediglich eine Touristenkarte vorgelegt werden, welche in der Regel schon im Flugzeug ausgehändigt wird. Die Durchschrift dieser Karte muss während des gesamten Aufenthaltes mitgeführt, und bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Bitte achten Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Nach argentinischem Recht muss jeder Tourist seinen Reisepass ständig mit sich führen. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel lassen und nur die Kopie mit sich führen.
Sollten Sie irgendwelche Esswaren mit sich führen empfehlen wir Ihnen, auf der Zollerklärung „Si“ (Ja) anzukreuzen und den Beamten alles zu zeigen, was Sie dabei haben. Dagegen dürfen zollfrei bis zu 3 Liter Alkohol, 500 g Tabak oder 500 Stück Zigaretten und 100 Zigarren eingeführt werden.
Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.
Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de
Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Problemen und Risiken während der Reise beruhen auf der langjährigen Erfahrung unserer Reisespezialisten und sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser ist in der Lage, Sie umfassend und kompetent zu beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre volle Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.
Im Großen und Ganzen ist Argentinien in Sachen Gesundheit kein problematisches Land. Tropenkrankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten normalerweise nicht anzutreffen. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären. Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen, zugezogen durch verschmutztes Wasser und/oder ungewohntes Essen. Vor allem der Genuß von rohen oder nicht richtig durchgegarten Nahrungsmitteln, von ungewaschenem Obst und Gemüse, dass Trinken von offener Milch, von frischen Fruchtsäften und vor allem das Essen von Eis, sind die größten Risikofaktoren. Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen. Dasselbe gilt auch für das Zähneputzen!
Als kleine Eselsbrücke sollte Ihnen dabei die alte Globetrotterregel Cook it, peel it or forget it (koch es, schäl es oder vergiss es) gelten. Also auch wenn es schwerfällt, Salate oder unschälbares Obst sollte während der Reise nicht auf dem Speiseplan stehen.
Vor der Reise
- bitte besuchen sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen und es gibt einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.
- bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.
Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob Sie die üblichen, in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Tollwut, Hepatitis A, Typhus und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.
Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:
- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de
- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)
- Liste der Gelbfieberimpfstellen:
www.fit-for-travel.de/reisemedizin/empfehlungen/ginst0.htm
Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um Ihrem Arzt die Gelegenheit zu geben, einen Impfplan aufzu-stellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.
Sollte der äußerte Norden Argentinien, also die Regionen des Chaco oder auch Iguazu auf Ihrer Reiseroute stehen empfiehlt sich unter Umständen eine Gelbfieberimpfung.
Höhenprobleme und Höhenkrankheit
Durch die unterschiedlichen Landesregionen Argentiniens und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.
Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird. Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.
Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. In Argentinien ist die Anwendung von Coca-Blättern gegen leichte Höhenprobleme sehr weit verbreitet. Im gemäßigten Fall werden die Blätter mit heißem Wasser zum sogenannten Mate de Coca aufgegossen, welcher dann unter Zusatz von Zucker Literweise getrunken werden kann. Als sozusagen verschärfte Form dieser Anwendung kann man es aber auch der einheimischen Landbevölkerung gleichtun und sich einige Coca-Blätter zusammen mit einer Art natürlichem Katalysator in den Mund stecken und diese stundenlang kauen. Dies ergibt eine wesentlich stärkere Wirkung und hilft tatsächlich gegen Kopfschmerzen und Unwohlsein, ist allerdings geschmacklich sehr gewöhnungsbedürftig. Darüber hinaus sollten beim gesunden Menschen keine weiteren Probleme entstehen. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass der Konsum von Coca-Blättern absolut ungefährlich und im nördlichen Hochland Argentiniens völlig legal ist. Die Einfuhr der Blätter nach Deutschland ist allerdings verboten.
Malaria
Argentinien ist bis auf den äußersten Norden (Chaco und Iguazu) kein Malariagebiet.
Eine Malariaprophylaxe auf Standby Basis ist beim bereisen dieser Gebiete ratsam. Bitte lassen Sie sich hierzu in Ihrem Tropeninstitut beraten.
Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 10 bis 25 USD rechnen.
Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.
Gesundheit
Man muss die Vorsichtsmaßnahmen nicht unnötig übertreiben, aber besonders zur Vorbeugung von Magen- und Darminfektionen und Sonnenbrand sollten Sie folgende Hinweise beachten:
- nur vorbehandeltes, abgekochtes oder in Flaschen gekauftes Wasser trinken und zum Zähneputzen verwenden, zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis,
- nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen essen, auf das Steak medium sollte während der Reise verzichtet werden.
- keine Salate oder unschälbares Obst essen
- kein Eis essen und keine offenen Fruchtsäfte oder offene Milch trinken
- Schutz vor Sonnenbrand durch das Tragen eines Hutes und einer Sonnenbrille, außerdem empfiehlt sich besonders im Hochgebirge die Benutzung von Sonnenschutzcremes oder –lotions mit einem Sonnenschutzfaktor von mind. 30, bei empfindlicher Haut sogar von 50 und mehr.
Geld
Offizielles Zahlungsmittel ist seit 1992 der Argentinische Peso (ARG). 1 Peso entspricht 100 Centavos.
Es ist nicht unbedingt notwendig vorher USD einzutauschen, da Euros inzwischen genauso weitläufig akzeptiert werden. In jeder größeren Stadt als auch an den internationalen Flughäfen gibt es Geldautomaten an denen man Bargeld mit der Eurocard oder aber auch mit allen gängigen Kreditkarten abheben kann. Dies ist in der Regel günstiger als der Geldtausch in der Wechselstube.
Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich bitte nicht ausschließlich auf Bank- oder Kreditkarten! Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Geld-Karten zusammensetzen.
1 USD = 5,2 arg. Peso, 1 Euro = 6,6 arg Peso (Stand 05/2013)
Telefonieren
Argentinien verfügt über ein relativ modernes Telefonnetz. Man kann von allen öffentlichen Telefonläden problemlos auch nach Hause telefonieren. In allen Städten gibt es oft mehrere solcher „Telefonläden“. Auch gibt es zahlreiche Telefonzellen, welche ebenso genutzt werden können. Für Inlandsgespräche sind diese ausreichend, für Gespräche ins Ausland bietet es sich aber an in den Telefonladen zu gehen.
Für die Nutzung Ihres Handys müssen Sie ein Triband Handy besitzen und Ihr Mobilfunkanbieter in Argentinien Roaming anbieten. Die Kosten sind allerdings recht hoch, da nicht nur aus-, sondern auch eingehende Anrufe und SMS zu hohen Roaming Tarifen bezahlt werden müssen.
Außerhalb der Städte besteht oft eingeschränkter bis gar kein Handyempfang.
Sollten Sie lange in Argentinien bleiben wollen, bzw. auf eigene Faust unterwegs sein kann sich der Kauf eines argentinischen Prepaid Handys lohnen. Auf diese Art und Weise sind kostengünstige Anrufe innerhalb des Landes möglich.
Stromversorgung
Die Spannung ist 220 Volt und es wird mancherorts ein Adapter für amerikanische Flachkontakte benötigt. Bei neu gebauten Einrichtungen und Hotels gibt es Schukostecker. Deutsche Gerätestecker wie sie an den meisten Rasierern oder Ladegeräten etc. zu finden sind passen meistens auch ohne Adapter.
Natürlich gibt es eine große Anzahl von Büchern über Argentinien. Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung unserer Reisespezialisten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
KulturSchock Argentinien von Carl D. Goerdeler, Reise Know-How Verlag
Lonely Planet Reiseführer Argentinien von Danny Palmerlee, MAIRDUMONT
Kauderwelsch, Spanisch für Argentinien Wort für Wort, Reise Know-How Verlag
Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben.
Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.
Chile ist ein landschaftlich und kulturell faszinierendes Land. Gelegen an der Westküste Südamerikas bietet es seinem Besucher eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und eine große Mannigfaltigkeit der Natur. Das kulturelle Erbe dieses Landes ist immens und noch längst nicht vollständig erforscht. Jahr für Jahr werden neue Entdeckungen gemacht und es besteht immer die Möglichkeit, dass die Geschichte danach wieder ein wenig umgeschrieben werden muss. Chile ist ein erdbebengefährdetes Land. Das letzte schwere Erdbeben ereignete sich südlich von Santiago im Jahr 2010.
Geografie
Chiles Geografie wird vor allen geprägt durch die Anden, welche sich wie ein Band von Nord nach Süd des über 4000 km langen Landes ziehen. Die Anden, welche im Norden Höhen bis knapp 7000 Meter erreichen, bilden die natürliche und politische östliche Grenze zu den Nachbarstaaten Argentinien und Bolivien. Im Westen wir das Land auf seiner gesamten Länge durch den pazifischen Ozean begrenzt. Im Norden existiert mit der Atacamawüste einer der trockensten Orte auf der Welt, während weiter im Süden im fruchtbaren Zentraltal sowie in der Seenregion intensiv Landwirtschaft betrieben werden kann. In Patagonien findet man eher eine raue Landschaft geprägt von riesigen Eisfeldern und Gletscherseen vor.
Klima
Chile weißt aufgrund der immensen Nord-Süd-Ausdehnung sowie der unterschiedlichen Höhenlagen eine Fülle von Klimata auf. Die Temperaturen nehmen von Norden nach Süden ab.
Chile lässt sich im Groben in drei Klimazonen einteilen. Der Norden wird durch ein tropisch-subtropisches Wüstenklima geprägt, Mittelchile hat ein warm gemäßigtes Winterregenklima und der Süden ist dagegen kühl und niederschlagsreich.
Zeitverschiebung
Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) zwischen Ende März und Oktober beträgt der Zeitunterschied zu Chile -6 Stunden. Wenn es also in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Chile erst 6 Uhr am Morgen. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Santiago de Chile daher um 6 Stunden zurückstellen. Während der sogenannten Winterzeit (MEZ) zwischen Ende Oktober und Mitte März beträgt die Zeitverschiebung zu Chile -4 Stunden.
Politik und Gesellschaft
Chile ist eine Republik und Präsidialdemokratie mit Zweikammerparlament. Der chilenische Staatspräsident hat eine vierjährige Amtszeit, nach der er nicht sofort wieder kandidieren darf. Chile hatte – wie auch Argentinien – in den letzten Jahren einen schweren Übergang von einer Militärdiktatur zu der jetzigen Demokratie.
In Chile leben knapp 17 Mio. Menschen (Schätzung 2008), wovon ca. ein Drittel den Großraum Santiago bevölkert.
Ein Großteil der chilenischen Bevölkerung sind Mestizen mit europäischen Vorfahren. Knapp 5% der Chilenen gehören der indigenen Bevölkerung an, davon sind mehr als 90% Mapuche.
Spanisch ist die offizielle Landessprache.
Sicherheit
Chile ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie fast überall auf der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Auf Grund der doch hier und da verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles, wie wir es in Deutschland nicht kennen, ist vor allem Diebstahl bedauerlicherweise an der Tagesordnung.
In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist reich, egal ob dies nach unseren Maßstäben tatsächlich der Fall ist oder nicht. Daher gilt die weitverbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist.
Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geübten und geschickten Taschendieben, welche das Bestehlen von Touristen zu Ihrer Erwerbsgrundlage gemacht haben oder welchen auf Grund Ihrer persönlichen Situation nichts anderes übrig bleibt. Oft arbeiten diese in Gruppen zusammen und gehen dabei mit äußerster Geschicklichkeit vor. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z.B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug, besteht die große Gefahr einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt naturgemäß besonders in den Touristenzentren. In Ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie, die dabei gegebenen Hinweise zu beachten.
Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir werden Ihre Fragen gern beantworten. Unterwegs wird Ihnen Ihr Tourenleiter darüber hinaus mit vielen Tipps und Tricks zu diesen Problemen zur Seite stehen.
Einreisebestimmungen
Bei Einreise deutscher Staatangehöriger nach Chile für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist kein Visum erforderlich. Nur Ihr Reisepass muss bei Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Bei der Ankunft muss lediglich eine Touristenkarte vorgelegt werden, welche in der Regel schon im Flugzeug ausgehändigt wird. Die Durchschrift dieser Karte muss während des gesamten Aufenthaltes mitgeführt und bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Bitte achten Sie während der Reise stets auf Ihren Reisepass, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Nach chilenischem Recht muss jeder Tourist seinen Reisepass ständig mit sich führen. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel lassen und nur die Kopie mit sich führen.
Ein striktes Einfuhrverbot besteht für frische Nahrungsmittel (Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren) sowie Pflanzen, Waffen, Drogen und pornographisches Material. Schokolade, Müsliriegel oder ähnliches stellen dagegen kein Problem dar. Verstöße (auch der versehentlich nicht deklarierte Apfel im Handgepäck) werden mit Bußgeldern und in schwerwiegenden Fällen auch mit Inhaftierung geahndet.
Sollten Sie irgendwelche Esswaren mit sich führen empfehlen wir Ihnen, auf der Zollerklärung „Si“ (Ja) anzukreuzen und den Beamten alles zu zeigen, was Sie dabei haben. Dagegen dürfen zollfrei bis zu 3 Liter Alkohol, 500 g Tabak oder 500 Stück Zigaretten und 100 Zigarren eingeführt werden.
Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.
Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de
Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Tipps zu gesundheitlichen Problemen und Risiken während Ihrer Reise durch Chile geben. Diese Informationen beruhen auf der langjährigen Erfahrung unserer Reisespezialisten und sollen nur als erster Überblick gelten. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Da sich die gesundheitliche Situation im Land sehr schnell ändern kann, und die persönliche Gesundheit des Einzelnen mitentscheidend ist, ist nur ein Arzt in der Lage Sie umfassend und kompetent zu beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit von Nöten ist bis die Immunisierung ihre volle Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.
Im Großen und Ganzen ist Chile in Sachen Gesundheit kein problematisches Land. Tropenkrankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten normalerweise nicht anzutreffen. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären. Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen, zugezogen durch verschmutztes Wasser und/oder ungewohntes Essen. Vor allem der Genuß von rohen oder nicht richtig durchgegarten Nahrungsmitteln, von ungewaschenem Obst und Gemüse, dass Trinken von offener Milch, von frischen Fruchtsäften und vor allem das Essen von Eis, sind die größten Risikofaktoren. Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen. Dasselbe gilt auch für das Zähneputzen!
Als kleine Eselsbrücke sollte Ihnen dabei die alte Globetrotterregel Cook it, peel it or forget it (koch es, schäl es oder vergiss es) gelten. Also auch wenn es schwerfällt, Salate oder unschälbares Obst sollte während der Reise nicht auf dem Speiseplan stehen.
Vor der Reise
- bitte besuchen sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen und es gibt einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.
- bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.
Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.
Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:
CRM Centrum für Reisemedizin – www.crm.de
Weltgesundheitsorganisation - www.who.int/countries/en (in Englisch)
Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um Ihrem Arzt die Gelegenheit zu geben, einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mitzunehmen.
Höhenprobleme und Höhenkrankheit
Durch die unterschiedlichen Landesregionen Chiles und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.
Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird. Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.
Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. In Argentinien ist die Anwendung von Coca-Blättern gegen leichte Höhenprobleme sehr weit verbreitet. Im gemäßigten Fall werden die Blätter mit heißem Wasser zum sogenannten Mate de Coca aufgegossen, welcher dann unter Zusatz von Zucker Literweise getrunken werden kann. Als sozusagen verschärfte Form dieser Anwendung kann man es aber auch der einheimischen Landbevölkerung gleichtun und sich einige Coca-Blätter zusammen mit einer Art natürlichem Katalysator in den Mund stecken und diese stundenlang kauen. Dies ergibt eine wesentlich stärkere Wirkung und hilft tatsächlich gegen Kopfschmerzen und Unwohlsein, ist allerdings geschmacklich sehr gewöhnungsbedürftig. Darüber hinaus sollten beim gesunden Menschen keine weiteren Probleme entstehen. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass der Konsum von Coca-Blättern absolut ungefährlich und im Norden Chiles legal ist. Die Einfuhr der Blätter nach Deutschland ist allerdings verboten.
Malaria
Chile ist kein Malariagebiet.
Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 10 bis 25 USD rechnen.
Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.
Gesundheit
Man muss die Vorsichtsmaßnahmen nicht unnötig übertreiben, aber besonders zur Vorbeugung von Magen- und Darminfektionen und Sonnenbrand sollten Sie folgende Hinweise beachten:
- nur vorbehandeltes, abgekochtes oder in Flaschen gekauftes Wasser trinken und zum Zähneputzen verwenden, zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis,
- nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen essen, auf das Steak medium sollte während der Reise verzichtet werden.
- keine Salate oder unschälbares Obst essen
- kein Eis essen und keine offenen Fruchtsäfte oder offene Milch trinken
- Schutz vor Sonnenbrand durch das Tragen eines Hutes und einer Sonnenbrille, außerdem empfiehlt sich besonders im Hochgebirge die Benutzung von Sonnenschutzcremes oder –lotions mit einem Sonnenschutzfaktor von mind. 30, bei empfindlicher Haut sogar von 50 und mehr.
Geld
Offizielles Zahlungsmittel in Chile ist der Chilenische Peso, jeweils unterteilt in 100 Centimos. Chile ist mittlerweile gleichermaßen auf den Euro als auch den USD eingestellt.
Wir empfehlen Ihnen die Mitnahme von USD als auch Euro. Bitte achten Sie darauf, dass die Geldscheine neu bzw. unbeschädigt sind. Diese können Sie vor Ort in Bargeld umtauschen.
Darüber hinaus setzt sich in den größeren Städten immer mehr die Nutzung von Geldautomaten durch, an welchen mit jeder Geldkarte des Maestro- und/oder Cirrus-Verbundes (praktisch alle deutschen Bankarten) Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet. Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich bitte nicht ausschließlich auf Bank- oder Kreditkarten! Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Geld-Karten zusammensetzen.
1 USD = 480 chil. Peso, 1 Euro = 610 chil. Peso (Stand 05/2013)
Telefonieren
Chile verfügt über ein relativ modernes Telefon(fest)netz, man kann von allen öffentlichen Telefonzellen problemlos auch nach Hause telefonieren. In jeder größeren Ortschaft gibt es mind. eine dieser Telefonzellen. Zu deren Nutzung benötigt man eine Telefonkarte, welche meist an Zeitungs- und Tabakkiosken verkauft werden.
Für die Nutzung Ihres Handys müssen Sie ein Triband Handy besitzen und Ihr Mobilfunkanbieter in Chile Roaming anbieten. Die Kosten sind allerdings recht hoch, da nicht nur aus-, sondern auch eingehende Anrufe und SMS zu hohen Roaming Tarifen bezahlt werden müssen. Im Torres del Paine – Nationalpark und auf der Isla Navarino ist kein Netz vorhanden!
Achtung: Der Empfang ist nur auf der Panamericana und in größeren Städten gewährleistet!
Für die einfachere Kommunikation bei Mietwagentouren und Individualreisen bieten wir unseren Kunden für ein geringes Entgeld das Leihen eines chilenisches Mobiltelefons an. Dies vereinfacht die Kommunikation vor Ort erheblich.
Stromversorgung
Die Spannung ist 220 Volt und es wird ein Adapter für amerikanische Flachkontakte benötigt. Deutsche Gerätestecker, wie sie an den meisten Rasierern oder Ladegeräten etc. zu finden sind, passen meistens auch ohne Adapter.
Natürlich gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von Büchern über Chile. Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften und Bildbänden. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung unserer Reisespezialisten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Dirk Heckmann: Chile & Antarktis & Osterinsel. OPS, München 1998 (ISBN 3-930487-58-6)
Günter Wessel: Die Allendes. Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 2004 (ISBN 3-404-61537-9)
Isabell Allende: Aphrodite. Eine Feier für die Sinne. Suhrkamp, 2002 (ISBN 978-3518409688)
Klaus Bednarz: Feuerland und Patagonien. Rowohlt, Berlin (ISBN 3871345369)
Von Kunden für unsere Patagonien Touren empfohlen
Bruce Chatwin – Patagonien Reise in ein fernes Land. (ISBN 3499128365)
Klaus Bednarz – Eine Reise durch Feuerland und Patagonien (ISBN 3499619423)
Bildbände
Ralf Gantzhorn: Patagonien und Feuerland. Bergverlag Rother (ISBN 9783763370351)
Enno Witfeld: Kauderwelsch, Spanisch für Chile Wort für Wort. Reise Know-How Verlag, Bielefeld (ISBN 3894162962)
Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise nach Chile beantwortet zu haben.
Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.
Mario Wedler
Produktmanager Zentral- und Südasien, Expeditionen
E-Mail:
m.wedler@diamir.de
Telefon:
+49 (0) 351 31 20 736