• Kloster Thiksey in Ladakh
  • Goldener Tempel in Amritsar
  • Ein kleiner Sikh
  • Hausboote in Srinagar Kashmir
  • Stupas am Lamayuru Kloster
  • Mönche blasen das Muschelhorn
  • Butterkerzen
  • Nubra Valley mit Shyok-Fluss ins Bild fliessend
  • Nubra Valley, Diskit Gompa
  • Nubra Valley bei Panamik in der Nachmittagssonne

Indien Punjab • Kaschmir • Ladakh

 

Auf dem Weg nach „Klein Tibet“

17 Tage Kultur- und Naturrundreise

    
Dauer 17 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 2850 EUR   drucken
Tourcode INDLAK   zum Filter
Teilnehmer min. 6 – max. 12    
 
 
 
 

Oftmals ist der Weg das Ziel und bei dieser Tour sind beide gleichermaßen interessant und reizvoll! Von Delhi fahren Sie über die Regionen Punjab und Kaschmir bis hinauf zu den Bergriesen von Ladakh. Unterwegs besuchen Sie die Höhepunkte und passen sich ganz nebenbei an die langsam steigende Höhe an. Mit Fortschreiten der Reise werden schließlich die Berggipfel entlang des Route immer imposanter, ebenso wie sich Kultur und Lebensweise der Menschen ändern, je weiter Sie nach Norden vordringen. Dabei erleben Sie hautnah die verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Religionen und Landschaften: Amritsar mit dem atemberaubenden Goldenen Tempel entführt Sie in die Religion der Sikhs; Srinagar, im Herzen von Kaschmir, begeistert mit seiner landschaftlichen Schönheit, der Lebensweise der Kaschmiris und einer wunderbaren Seenlandschaft zwischen hohen Berggipfeln. In und um Leh besuchen Sie jahrhundertealte Klöster, die ähnlich Schwalbennestern an den kargen Berghängen zu kleben scheinen, und wandern durch urige Siedlungen in den Bergen. Das hinter dem mächtigen Pass des Khardung La liegende Nubra Valley bezaubert in seiner Abgeschiedenheit, aber auch mit bunten Blumengärten, Hainen von Apfelbäumen, hohen Sanddünen und einem lebendigen buddhistischem Klosterleben. Begleiten Sie uns auf dieser vielseitigen Kultur- und Landschaftsreise in das Herz des indischen Himalaya!

Höhepunkte

Höhepunkte

  • Einsteigerreise nach Kaschmir und Ladakh

  • Goldener Tempel der Sikhs in Amritsar

  • Shikara-Bootsfahrt auf dem Dal-See in Srinagar

  • Ladakhische Dörfer und ländliche Lebensart auf dem einfachen Sham-Trek

  • Bergklöster Lamayuru, Thiksey & Hemis in Ladakh

  • Gipfel bis zum Horizont im weiten Nubra-Tal

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise

Flug nach Delhi.

2. Tag: Delhi (F)

2. Tag: Delhi (F) 1

Um Mitternacht landen Sie in Delhi. Transfer zum Hotel, wo Sie sofort nach Ankunft Ihr Zimmer erhalten. Nach dem Frühstück Stadtbesichtigung in Delhi. Sie besuchen das Qutab-Minarett, das India Gate, den Lakshmi-Narayan-Tempel und sehen auch das Parlamentsgebäude sowie den Amtssitz des indischen Staatspräsidenten. In Old Delhi besichtigen Sie das mächtige Rote Fort und die Freitagsmoschee Jama Masjid. Mit einer Fahrrad-Rikscha geht es gemütlich durch die urigen Gassen von Chandni Chowk. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Zugfahrt Delhi – Amritsar (F/A)

3. Tag: Zugfahrt Delhi – Amritsar (F/A) 1

Am Morgen fahren sie mit dem Schnellzug nach Amritsar. Wie zu Gandhis Zeiten ist die Bahn das wichtigste Verkehrsmittel in Indien mit Millionen täglicher Fahrgäste. Während der Zugfahrt entstehen oft nette Gespräche mit einheimischen Familien. Ein Mittagessen wird im Zug serviert.
Am Nachmittag fahren Sie nach Wagah an die Indisch-Pakistanische Grenze und erleben die skurrile Grenzzeremonie anlässlich des täglichen Schließens der Grenztore. Am Abend können Sie sich von der faszinierenden Stimmung im herrlich erleuchteten Goldenen Tempel faszieren lassen. Übernachtung im Hotel. (Zugfahrt ca. 6,5h).

4. Tag: Amritsar (F/M/A)

4. Tag: Amritsar (F/M/A) 1

Amritsar, die Hauptstadt des Punjab, ist Standort des heiligsten Ortes der Sikh-Religion, des Goldenen Tempels. Die vollständig vergoldete Pilgerstätte spiegelt sich im umgebenden quadratischen Wasserbecken, dem Amrit Sagar – ein unvergleichlicher Anblick! Später besuchen Sie das Denkmal von Jallianwala Bagh, einem historischen Schauplatz des indischen Unabhängigkeitskampfes, und das Ram Bagh Museum. Übernachtung im Hotel.

5. Tag: Amritsar – Srinagar (1585 m) (F/M/A)

5. Tag: Amritsar – Srinagar (1585 m) (F/M/A) 1

Am Vormittag besichtigen Sie den Mata-Tempel, in dem Sie Zeuge der modernen Heiligenverehrung werden, die beinahe einem Erlebnispark gleichkommt und die enorme Bandbreite des Hinduismus in Indien veranschaulicht. Transfer zum Flughafen und Flug (ca. 1h) nach Srinagar (1800 m) im Herzen von Kaschmir. Nachdem Sie auf dem Dal-See Ihr Hausboot bezogen haben, spazieren Sie am Nachmittag über den lokalen Markt. Auch hier erleben Sie wieder eine ganz andere kulturelle Facette Indiens, denn die freundlichen und meist sehr gebildeten Kaschmiris sind ein ganz eigenes Völkchen. Übernachtung auf dem Hausboot.

6. Tag: Srinagar (F/M/A)

6. Tag: Srinagar (F/M/A) 1

Heute haben Sie Zeit, die Schönheit Srinagars zu entdecken. Sie besuchen die Mogul-Gärten Shalimar Bagh und Nishat Bagh. Am Nachmittag Fahrt zum Shankar-Acharya-Tempel, von wo Sie eine wunderschöne Aussicht auf Srinagar mit seinen Seen haben. Den Sonnenuntergang genießen Sie bei einer Bootsfahrt auf dem Dal-See. Übernachtung wie am Vortag.

7. Tag: Srinagar – Kargil (2680 m) (F/M/A)

Nach dem Frühstück machen Sie sich auf den Weg nach Kargil (2700 m). Die Fahrt führt Sie durch die schöne Landschaft des Sonmarg-Tales und über die wichtigste Verbindung zwischen Kaschmir und Ladakh, den Zoji-Pass (3528 m). Am Abend erreichen Sie das am Fluss Sulu gelegene Kargil. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 8h, 220 km).

8. Tag: Kargil – Lamayuru (3500 m) (F/M/A)

8. Tag: Kargil – Lamayuru (3500 m) (F/M/A) 1

Nach dem Frühstück fahren Sie nach „Klein-Tibet“, in das Land der Bergklöster. Unterwegs besichtigen Sie die Buddha-Statue in Mulbek, bevor Sie über den Fotu La (4108 m), den höchsten Pass auf dem Weg nach Leh, fahren. Einen weiteren Höhepunkt bildet die Besichtigung des buddhistischen Klosters in Lamayuru. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 7h, 210 km)

9. Tag: Lamayuru – Alchi (F/M/A)

Zeitig am Morgen können Sie die Puja-Zeremonie (buddhistischer Gottesdienst) im Kloster Lamayuru erleben. Eine leichte Wanderung durch die faszinierend karge Bergwelt bringt Sie dem ladakhischen Leben in den Dörfern näher. Der höchste Punkt, den Sie zu Fuß erreichen, ist der Mebtak La (3751 m). Auf dem Weg nach Alchi besichtigen Sie weiterhin das Kloster Rizong. Übernachtung im Gästehaus. (Gehzeit 3-4h, Fahrzeit ca. 3h, 70 km)

10. Tag: Alchi – Likir – Leh (F/M/A)

10. Tag: Alchi – Likir – Leh (F/M/A) 1

Die Klosteranlage von Alchi gehört zu den ältesten von Ladakh und in den verschiedenen Tempeln sind die ältesten Wandmalereien ladakhischer Klöster mit kaschmirischen Elementen zu bestaunen. Dabei liegt Alchi völlig untypisch für Ladakh nicht auf einem Hügel, sondern im Tal am Hochufer des Indus. Vom Kloster Likir mit seiner großen Buddha-Maitreya-Statue haben Sie einen weiten Blick auf die Zanskar-Berge. Weiterfahrt nach Leh mit Stop am Kloster Basgo sowie am Zusammenfluss von Indus und Zanskar. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 3h, 80 km).

11. Tag: Leh – Nubra (F/M/A)

11. Tag: Leh – Nubra (F/M/A) 1

Das heutige Ziel ist Hundar im Nubra-Tal (3100 m). Auf dem Weg dorthin überqueren Sie einen der höchsten befahrbaren Pässe der Erde, den Khardung La (5360 m). Von hier haben Sie bei gutem Wetter eine spektakuläre Aussicht auf das Karakorum-Gebirge. Vom Pass fahren Sie hinab ins Shyok- und Nubra-Tal. Sie besichtigen das Kloster Diskit mit seiner großen Buddha-Maitreya-Statue und den Tempel von Hundar. In einem Nebental lässt sich eine weitere kleine Gompa durch einen kurzen Aufstieg erreichen. Fahrt zum Camp inmitten von Feldern und üppigem Grün unweit des Nubra-Flusses und Übernachtung im komfortablen Hauszelt. (Fahrzeit ca. 6h, 150 km).

12. Tag: Nubra Valley (F/M/A)

12. Tag: Nubra Valley (F/M/A) 1

Im Kloster von Samstanling haben Sie morgens eine weitere Gelegenheit, eine Puja-Zeremonie zu erleben. Anschließend fahren Sie nach Panamik, eine der letzten größeren Siedlungen im Nubra Valley. Bei einem Rundgang im Ort fühlen Sie sich um Jahrhunderte zurückversetzt und begegnen den fröhlichen Bewohnern. Die heißen Quellen des Ortes, ein einfaches Badehaus mit kleinem Pool, wird von einer Fraueninitiative unterhalten, die auch eine kleine Teestube nebenan betreibt. Übernachtung wie am Vortag.

13. Tag: Nubra Valley – Sakti (F/M/A)

13. Tag: Nubra Valley – Sakti (F/M/A) 1

Bei passenden Straßenverhältnissen fahren Sie über einen wenig befahrenen Pass nach Sakti. Unterwegs können Sie Yaks, Murmeltiere und Pfeifhasen beobachten, während am wolkenlosen Himmel oft Lämmergeier kreisen. Auf der Passhöhe flattern Gebetsfahnen und Sie können einen traumhaften Blick genießen. In Sakti erfolgt die Besichtigung des kleinen Höhlenklosters Takthok und im selten besuchten Bergkloster Chemrey blicken Sie ins Antlitz des Padmasambhava, welcher im Höhlenkloster von Takthok meditiert haben soll. Übernachtung im einfachen Gästehaus. (Fahrzeit ca. 5h, 110 km).

14. Tag: Sakti – Hemis – Thiksey – Leh (F/M/A)

14. Tag: Sakti – Hemis – Thiksey – Leh (F/M/A) 1

Hemis ist das berühmteste Kloster Ladakhs, das Sie auf einem Rundgang kennenlernen. Sehenswert ist das kleine Museum mit seinen historischen Zeugnissen und ebenfalls lohnt sich ein Blick vom Klosterdach über den großen Komplex. Ein wirkliches Schmuckstück ist Thiksey, das eines der größten Klöster des „Gelbmützen-Ordens“ ist. Den ehemaligen Königspalast von Shey erreichen Sie mit einer kleinen Wanderung von Thiksey aus. Zurück in Leh können Sie den Nachmittag mit einem Bummel über den Basar verbringen oder steigen hinauf zum alten Palast sowie der Tsemo Gompa und erfreuen sich am Blick auf Leh und die Berge der Ladakh-Kette. Übernachtung im Hotel.

15. Tag: Leh – Delhi (F)

Sie nehmen Abschied von Ladakh. Nach dem zeitigen Frühstück erfolgt der Transfer zum Flughafen. Panoramaflug über den Himalaya nach Delhi und Transfer zum Hotel. Der weitere Tag steht zur freien Verfügung. Unsere Empfehlung: Buchen Sie optional einen zweitägigen Ausflug nach Agra (Übernachtung in Agra) mit der Besichtigung des Taj Mahals und Agra Forts sowie weiterer Sehenswürdigkeiten. Übernachtung im Hotel.

16. Tag: Delhi oder Agra (F)

In Delhi haben Sie Freizeit und genießen die Annehmlichkeiten des Hotels oder erkunden die Stadt auf eigene Faust oder optional mit einer geführten halbtägigen Besichtigung. Optional besichtigen Sie in Agra das berühmte Taj Mahal (bitte Hinweis beachten) und das Rote Fort. Rückkehr nach Delhi ins Hotel, wo Sie sich erfrischen können. Spät am Abend erfolgt Ihr Transfer zum Flughafen.

17. Tag: Rückreise

Rückflug nach Deutschland zeitig am Morgen.

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
11.08.2017 27.08.2017 2850 EUR Anfragen
29.06.2018 15.07.2018 2990 EUR Anfragen
10.08.2018 26.08.2018 2890 EUR Anfragen

Zusatzkosten

EZ-Zuschlag 480 EUR
Zubringerflug ab D/A/CH auf Anfrage
2 tägiger Ausflug nach Agra (bei 2-3 Personen) 220 EUR
Rail & Fly 40 EUR
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (andere Abflughäfen auf Anfrage) mit Lufthansa oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • Deutschsprachige Tourenleitung
  • Inlandsflug Amritsar – Srinagar in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • Inlandsflug Leh – Delhi in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • Alle Fahrten und Transfers laut Programm
  • Zugfahrt Delhi – Amritsar
  • Alle Eintrittsgelder und Gebühren laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 8 Ü: Hotel im DZ
  • 2 Ü: Tented Camp (geräumiges Hauszelt mit eigenem Bad)
  • 3 Ü: Gästehaus im DZ
  • 2 Ü: Hausboot
  • Mahlzeiten: 15×F, 11×M, 12×A

Nicht in den Leistungen enthalten

Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Visum (ca. 80 €); evtl. Flughafengebühren im Reiseland; Foto- und Videogenehmigungen in Museen und Monumenten; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.16; Trinkgelder; Persönliches

Infos

Anforderungen

Für diese Reise sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich. Sie sollten gesund sein (ggf. vorher Hausarzt konsultieren), über eine gute Grundkondition verfügen und sich auf lange Fahrstrecken sowie leichte Wanderungen einstellen. Die Wanderungen sind alle optional. An die Höhenlage in Ladakh akklimatisieren Sie sich ausreichend in den ersten Tagen der Reise in Leh.

Hinweise

Auf der Strecke Leh – Delhi kann es bei ungünstigem Wetter zu Flugausfällen kommen. Die Einhaltung des Programms ist von der Durchführbarkeit der Flüge abhängig. Aus diesem Grund ist ein Extratag am Ende der Reise fest eingeplant. DIAMIR übernimmt keine Verantwortung für Wetterprobleme und dadurch eventuell entstehende Zusatzkosten.

Taj Mahal – WICHTIG: Bitte beachten Sie, dass der Taj Mahal voraussichtlich ab April 2017 umfangreichen Renovierungsarbeiten unterzogen wird. Geplant ist u.a. eine Reinigung der Marmorfassade mittels einer Schlammpackung, welche bis zum Sommer 2018 abgeschlossen sein soll.

Service

Indien

Allgemeines

Allgemeines

Indien beeindruckt schon durch seine enorme Landfläche. Nicht selten wird es als Kontinent oder Subkontinent bezeichnet. Sowie die Landschaft als auch die Kultur wartet mit einer unvergleichlichen Vielfalt auf.    

Das kulturelle Erbe des Landes ist immens und noch längst nicht vollständig erforscht. Jahr für Jahr werden neue Entdeckungen gemacht und es besteht immer die Möglichkeit, dass die Geschichte danach wieder ein wenig umgeschrieben werden muss.

Die Inder sind ein sehr gastfreundliches und offenherziges Volk. Viele Sitten und Gesten des sozialen Miteinanders wirken für Reisende aus dem Westen erst einmal ungewohnt. Reisen Sie nach Indien mit Interesse und Toleranz für diese fremde Kultur!

„Wer einmal nicht nur mit den Augen, sondern mit der Seele in Indien gewesen ist, dem bleibt es ein Heimwehland.“ - Hermann Hesse-

Die Bundesrepublik Indien gliedert sich administrativ in 28 Bundesstaaten und sieben bundesunmittelbare Gebiete. Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. Indien grenzt an Pakistan, die chinesische autonome Region Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar (Birma) und Bangladesch. Weitere Nachbarstaaten im Indischen Ozean sind Sri Lanka und die Malediven. Indien ist ein multiethnischer Staat und mit über 1,2 Milliarden Einwohnern (2013) das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde. 

Geografie                                                                                                       

Indien ist mit einer Fläche von 3.287.590 Quadratkilometern der siebtgrößte Staat der Erde und erstreckt sich in West-Ost-Richtung über rund 3000 km. Von Nord nach Süd beträgt die Ausdehnung rund 3200 km. Indien grenzt an sechs Staaten: Pakistan, China (Tibet), Nepal, Bhutan, Myanmar und Bangladesch. Da der nördliche Teil des umstrittenen Kaschmir seit 1949 unter pakistanischer Kontrolle steht (Waffenstillstand nach dem Kaschmir-Konflikt), hat Indien keine gemeinsame Grenze mit Afghanistan mehr. 

Die natürliche Grenze im Norden und Nordosten bildet der Himalaya, das höchste Gebirge der Welt, das im äußersten Nordwesten durch das Hochtal des Indus vom Karakorum getrennt wird. Südlich an den Himalaya schließen sich die breiten, fruchtbaren Stromebenen der Flüsse Ganges und Brahmaputra an. Im Westen geht das Stromland des Ganges in die Wüste Thar über, die im Osten und Süden vom Aravalligebirge begrenzt wird. Südlich davon liegen die Sümpfe des Rann von Kachchh sowie die Halbinsel Kathiawar. Den Nordosten Indiens, einschließlich der Brahmaputra-Ebene, verbindet nur ein schmaler Korridor zwischen Bangladesch und Nepal bzw. Bhutan mit dem übrigen Land. Die Nordostregion wird durch das bis zu 3800 m hohe Patkai- oder Purvachalgebirge von Myanmar sowie das knapp 2000 m hohe Khasigebirge von Bangladesch abgeschirmt.

Das Hochland von Dekkan nimmt den größten Teil der keilförmig in den Indischen Ozean vorragenden indischen Halbinsel ein. Das Vindhya- und das Satpuragebirge schirmen den Dekkan von der Gangesebene im Norden ab. Im Westen wird er von den bis zu 2700 m hohen Westghats, im Osten von den flacheren Ostghatsbegrenzt. Beide Gebirgszüge treffen im Süden, wo die Halbinsel spitz zum Kap Komorin zuläuft, zusammen. Die Westghats fallen steil zur Konkan- und Malabarküste entlang des Arabischen Meeres ab. Die Ostghats gehen in die breiteren östlichen Küstenebenen am Golf von Bengalen über.

Zu Indien gehören außerdem drei dem Indischen Subkontinent vorgelagerte Inselgruppen. Rund 300 Kilometer westlich der Malabarküste liegen die Korallenatolle von Lakshadweep, das die Inselgruppen der Lakkadiven und Amindiven sowie die Insel Minicoy umfasst. Südöstlich der Halbinsel, zwischen 1000 und 1600 km vom indischen Festland entfernt, erstrecken sich die Andamanen und Nikobaren.

Höchster Punkt Indiens ist der Berg Kangchendzönga mit 8598m Höhe. Er liegt im äußersten Westen Sikkims; über ihn verläuft die die Grenze zu Nepal. Der höchste vollständig auf indischem Gebiet liegende Berg ist die Nanda Devi mit 7822m. Der tiefste Punkt ist die zwei Meter unter dem Meeresspiegel gelegene Kuttanad-Senke an der Malabarküste. 

Bevölkerung

Nach der Volkszählung 2011 beträgt die Einwohnerzahl Indiens 1.210.193.422. Damit ist Indien nach der Volksrepublik China der zweitbevölkerungsreichste Staat der Erde. Die Bevölkerungsdichte beträgt 382 Einwohner je km² (Deutschland: 231 je km²). Gleichwohl sind nicht alle Landesteile derart dicht besiedelt. Sie ballt sich vor allem in fruchtbaren Landstrichen wie der Stromebene des Ganges, Westbengalen und Kerala, während der Himalaya, die Berggegenden des Nordostens sowie trockenere Regionen in Rajasthan und auf dem Dekkan nur eine geringe Besiedlungsdichte aufweisen. So leben in Bihar durchschnittlich 1102 Menschen auf einem Quadratkilometer, während es in Arunachal Pradesh nur 17 sind.

Am 11. Mai 2000 überschritt Indiens Bevölkerungszahl offiziell die Milliardengrenze. Während es von 1920 – damals hatte Indien 250 Millionen Einwohner – 47 Jahre bis zu einer Verdoppelung der Bevölkerung dauerte, waren es von 1967 bis 2000 nur noch 33 Jahre. Das Wachstum der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahrzehnten nur wenig abgeschwächt und liegt im Moment bei 1,4 Prozent pro Jahr, was einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von 15 Millionen Menschen entspricht. Damit verzeichnet Indien im Moment den größten absoluten Zuwachs aller Staaten der Erde. Der relative Zuwachs liegt jedoch nur wenig über dem Weltdurchschnitt.

Schätzungen zufolge wird sich das Bevölkerungswachstum in Indien kaum abschwächen und China bis zum Jahre 2025 als bevölkerungsreichstes Land der Erde abgelöst haben. Das Bevölkerungswachstum erklärt sich nicht aus einer gestiegenen Geburtenrate, sondern aus der in den letzten Jahrzehnten gestiegenen Lebensdauer aufgrund einer Verbesserung der Gesundheitsfürsorge. Die Fruchtbarkeitsrate ging von 5,2 Kindern je Frau (1971) auf 3,6 (1991) zurück, für 2006 wird sie auf 2,73 geschätzt.

Das durchschnittliche Alter der indischen Bevölkerung lag 2006 bei 24,9 Jahren, während die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer 63,9 Jahre (1971 waren es nur 44 Jahre) und für Frauen 65,6 Jahre (1971: 46 Jahre) betrug. Ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Indien gehört auch zu den Ländern, in denen es deutlich mehr Männer gibt: Laut der Volkszählung 2001 kommen auf 1000 Männer 940 Frauen. 

Religion                                                                                                          

In Indien entstanden vier der großen Religionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Der Islam kam infolge von Eroberungen, das Christentum durch frühe Missionierungen im ersten Jahrhundert und dann durch den Kolonialismus, der Parsismus (Zoroastrismus) aufgrund von Einwanderungen ins Land. Indien bietet also eine außerordentlich reichhaltige Religionslandschaft. Die Religionen verteilen sich wie folgt: 80,5 Prozent Hindus, 13,4 Prozent Moslems (hauptsächlich Sunniten), 2,3 Prozent Christen, 1,9 Prozent Sikhs, 0,8 Prozent Buddhisten, 0,4 Prozent Jainas und 0,6 Prozent andere: (zum Beispiel Adivasi, Bahai, Parsen).

Die Wurzeln des Hinduismus liegen im Veda (wörtl.: Wissen), mehreren religiösen Texten. Die Bezeichnung „Hinduismus“ wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert allgemein üblich. Er verbindet viele Strömungen mit ähnlicher Glaubensgrundlage und Geschichte, die besonders bei den Lehren von Karma, dem Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) und dem Streben nach Erlösung übereinstimmen. Er kennt keinen einzelnen Religionsstifter, kein einheitliches Glaubensbekenntnis und keine religiöse Zentralbehörde. Die wichtigsten populären Richtungen sind der Shivaismus, der Vishnuismus und der Shaktismus. Religiöse Lehrer (Gurus) und Priester haben einen großen Stellenwert für den persönlichen Glauben.

Die Adivasi (Ureinwohner) widersetzten sich oft den Missionsversuchen der großen Religionen und behielten teilweise ihre eigene Religion. Die indigenen Völker Indiens haben einiges mit dem Hinduismus gemeinsam, so etwa den Glauben an die Reinkarnation, eine äußere Vielfalt von Göttern und eine Art von Kastenwesen. Nicht selten werden lokale Gottheiten oder Stammesgottheiten einfach in das hinduistische Pantheon integriert – eine Herangehensweise, die historisch zur Ausbreitung des Hinduismus beigetragen hat. 

Der Buddhismus ist heute vor allem als „Neobuddhismus“ bei den unberührbaren Kasten, die auf diese Art und Weise versuchen, den Diskriminierungen des Kastensystems zu entkommen. Hinzu kommen kleinere Gruppen tibetischer Buddhisten in den Himalaya-Gebieten von Ladakh, Sikkim und Arunachal Pradesh sowie die tibetische Exilgemeinde in Dharamsala, dem Sitz des amtierenden Dalai Lama sowie der tibetischen Exilregierung. 

Die Parsen, die heute hauptsächlich in Mumbai leben, bilden eine kleine, überwiegend wohlhabende und einflussreiche Gemeinschaft (etwa 70.000 Menschen). Nicht zuletzt auch durch ihr ausgeprägtes soziales Engagement spielen sie trotz geringer Bevölkerungsanzahl in der indischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. In Europa sind sie durch ihre Bestattungsgepflogenheiten („Türme des Schweigens“) bekannt. 

Auch die Jainas sind oft wohlhabend, da sie aufgrund ihres Glaubens, der das Töten von Lebewesen verbietet, überwiegend Kaufleute und Händler sind. Parsen und Jainas gehören meist der Mittel- und Oberschicht an.

Die Mehrheit der indischen Muslime gehört der sunnitischen Richtung an, außerdem leben mehr als 20 Millionen Schiiten in Indien. Die Situation der Muslime in Indien ist schwierig. Sie sind ärmer und weniger gebildet als der Durchschnitt. In Politik und Staatsdienst sind sie unterrepräsentiert. 

Die Sikhs sind hauptsächlich im Nordwesten Indiens (Punjab) beheimatet. Ihre Stellung in der Gesellschaft ist geprägt durch den Erfolg vor allem im militärischen Bereich, aber auch im politischen Leben. 

53 n. Chr. soll ein Apostel Jesu, Thomas, nach Indien gekommen sein und dort entlang der südlichen Malabarküste mehrere christliche Gemeinden gegründet haben. Portugiesische Missionare führten im späten 15. Jahrhundert den römischen Katholizismus ein und verbreiteten ihn entlang der Westküste, etwa in Goa. Die Briten zeigten zwar wenig Interesse an der Missionierung, dennoch konvertierten viele Stammesvölker im Nordosten zur Anglikanischen Kirche oder anderen evangelischen Konfessionen. 

Als Indien seine Unabhängigkeit erlangte, lebten auch noch rund 25.000 Juden in Indien. Nach 1948 verließen jedoch die meisten von ihnen ihre Heimat gen Israel. Heute wird die Zahl der in Indien verbliebenen Juden auf 5000 bis 6000 geschätzt, wovon die Mehrheit in Mumbai lebt.

Politik und Gesellschaft

Gemäß der Verfassung von 1950 ist Indien eine parlamentarische Demokratie. Indien ist nach der Zahl der Bürger die größte Demokratie der Erde. Das indische Parlament ist die gesetzgebende Gewalt und besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus (Lok Sabha) und dem Oberhaus (Rajya Sabha). Das Unterhaus wird auf fünf Jahre nach dem Prinzip des Mehrheitswahlrechtes gewählt. Wahlberechtigt ist jeder Staatsbürger, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Das Oberhaus ist die Vertretung der Bundesstaaten auf nationaler Ebene. Seine Mitglieder werden von den Parlamenten der Staaten gewählt.

Die Parteienlandschaft des Landes ist äußerst vielfältig. Viele Parteien sind zwar auf bestimmte Bundesstaaten beschränkt, dennoch ergibt sich immer wieder die Notwendigkeit, Koalitionen zu bilden.

Der Präsident als Staatsoberhaupt wird von einem Gremium der Abgeordneten des Bundes und der Länder auf fünf Jahre gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass Bundesstaaten unter President’s rule gestellt werden können, wenn das Land als „unregierbar“ gilt. Das Präsidentenamt ist jedoch überwiegend von zeremoniellen oder repräsentativen Aufgaben geprägt, die politische Macht liegt beim Premierminister. Üblicherweise erteilt der Premierminister dem Präsidenten einen entsprechenden „Rat“, der in der Regel befolgt wird. Der Präsident ist auch oberster Befehlshaber der Streitkräfte.

 

Der Regierungschef in den 28 Bundesstaaten sowie in zwei von sieben Unionsterritorien ist der Chief Minister, der vom Parlament des jeweiligen Gebiets gewählt wird.

Klima und Reisezeit

Das Klima in Indien ist sehr unterschiedlich, von der dürren Wüste von Rajasthan bis zum kühlen Hochland von Assam, dem angeblich feuchtesten Ort auf der Erde. Außerhalb der Gebirgsregionen dominiert im nördlichen und zentralen Indien subtropisches Kontinentalklima, in den Küstenregionen und im Süden herrscht dagegen maritimes, tropisches Klima. Im Norden schwanken die Temperaturen im Jahresverlauf erheblich: in den Tiefebenen des Nordens liegen die Temperaturen im Dezember und Januar zwischen 10 und 15 °C, zwischen April und Juni dagegen zwischen 40 und 50 °C. In südlichen Regionen ist es im ganzen Jahr konstant heiß.

Der Indische Monsun bestimmt die saisonalen Niederschlagsmengen in ganz Indien. Der Südwest- (oder Sommer-)monsun beginnt in den meisten Regionen im Juni, je nach Region fallen bis September oder Oktober starke Niederschläge. Durch die sehr unterschiedliche Topographie ist die Verteilung der Niederschläge sehr ungleichmäßig, die höchsten Werte werden an der Westküste, in den Westghats, an den Himalayahängen sowie in Nordostindien erreicht. Die wenigsten Niederschläge fallen in der Wüste Thar. Die aus Zentralasien wehenden Nordost- oder Wintermonsunwinde gewinnen von Oktober bis Juni an Einfluss, bringen aber kaum Regen. In den meisten Regionen fallen daher 80 bis mehr als 90 % der gesamten Niederschläge im Sommer. Eine Ausnahme bildet der Südosten Indiens, wo es auch während des Nordostmonsuns regnet, da der Monsun über dem Golf von Bengalen Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Das Klima spielt eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung, wann Indien besucht werden sollte. Denken Sie daran, dass die klimatischen Bedingungen im Norden deutlich anders sind als im äußersten Süden.

Vereinfacht gesagt kann das Klima durch drei Jahreszeiten definiert werden - die heiße Saison, die nasse Saison (Monsun) und die kühle, von denen die Dauer von Norden nach Süden variiert. Die angenehmste Zeit für einen Besuch in den meisten Orten ist die kühlere Zeit: November bis etwa Mitte Februar.

In den nördlichen Tiefebenen beginnen die Temperaturen ab Februar zu steigen, im April und Mai ist es heiß, der Höhepunkt liegt im Juni. In Zentral-Indien sind Temperaturen von 45°C und mehr nicht ungewöhnlich. Südindien wird während dieser Zeit unangenehm heiß.

Ende Mai kommt es in einigen Regionen zu ersten Anzeichen des Monsuns - hohe Luftfeuchtigkeit, Gewitter, kurze Regenfälle und Staubstürme, die den Tag verdunkeln. In der heißen Jahreszeit sollte man die Ebenen verlassen und die kühleren Hügeln besuchen, wo jetzt die Hillstations besonders angenehm (und belebt) sind.

Wenn der Monsun beginnt, fällt stetiger Regen, in der Regel ab etwa Anfang Juni im äußersten Süden, bis Anfang Juli hat der Monsun auch den Norden erreicht. Der Hauptmonsun kommt aus südwestlicher Richtung, die Südostküste (und das südliche Kerala), ist allerdings durch den kurzen und feuchten Nordostmonsun beeinflusst, der von Oktober bis Anfang Dezember Regen bringt.

Die Temperaturen fallen im Monsun kaum: das heiße, trockene und staubige Wetter wird nur durch heiße, feuchte und schlammige Bedingungen ersetzt. Es fällt normalerweise jeden Tag Regen, aber nicht am ganzen Tag. Im Zusammenspiel mit Sonnenschein ergibt dies fast eine Dampfbadatmosphäre.

Um den Oktober endet für die meisten Regionen des Landes der Monsun. Dies ist die Haupttourismussaison für Indien - für einen Besuch in Ladakh ist es dann aber zu spät, Mai bis Oktober ist hier die optimale Zeit. Im Oktober und November ist es im Allgemeinen nicht zu heiß und nicht zu kühl (obwohl es in einigen Regionen im Oktober noch sehr heiß und/oder feucht sein kann). Im Winter (etwa ab Mitte Dezember bis Mitte Januar), kann es in Delhi und anderen nördlichen Städten überraschend kalt sein, vor allem bei Nacht - im äußersten Norden sogar sehr kalt. Im Süden sind die Temperaturen in diesem Zeitraum angenehm.

Es lohnt sich, Festivals in Indien zu besuchen. Sie sind bunt und fesselnd wie das Land selbst. Die Hochzeits-Saison fällt zwischen November und März, in dieser Zeit ist es nicht unwahrscheinlich, dass Sie bunte, lebhafte Prozessionen in den Straßen sehen. In den Sommermonaten finden meist im Süden Feste statt. 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmung und Visa

Visaanträge werden nicht mehr von den indischen Botschaften und Konsulaten bearbeitet. Die Beantragung eines Visums für Indien kann nur noch online erfolgen. Detaillierte Informationen senden wir Ihnen mit Ihren Reiseunterlagen etwa 5-6 Wochen vor Abreise zu. Dieser Zeitraum ist zur Beantragung absolut ausreichend.

Seit Anfang des Jahres 2015 gibt es eine weitere Möglichkeit das Visum für Indien bei Ankunft mit der "Electronic Travel Authorization" (ETA) zu erhalten. Die Reisenden beantragen und bezahlen ihre Einreiseerlaubnis per Internet. Anschließend erhalten sie eine Bestätigung per E-Mail, die sie als Ausdruck bei der Einreise am Flughafen vorlegen. Dort wird ihnen dann das Visum in den Pass gestempelt. Es ist 30 Tage gültig und wird an den Flughäfen von Delhi, Mumbai, Chennai, Kolkata, Hyderabad, Bengaluru, Thiruvananthapuram, Kochi und Goa ausgestellt. Das Visum kostet 60 US-Dollar und wird maximal zweimal pro Kalenderjahr erteilt. (Stand 

Für eine Reise nach Indien ist ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich. Zur Beantragung des Visums muss das Antragsformular von Ihnen online ausgefüllt werden. Dafür benötigen Sie 1 Ausdruck des ausgefüllten Online-Antragsformular (keine Kopie, kein Fax); zwei identische Original-Passfotos im Format 5x5 cm, randlos, in Farbe und mit weißem Hintergrund und Original-Reisepass, der  mindestens noch 6 Monate über die beantragte Visagültigkeit hinaus gültig ist. 

Reguläre Touristenvisa werden grundsätzlich mit einer Gültigkeitsdauer von 6 Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei mehrmalige Einreisen möglich sind (multiple entry visa). Die bisherige Regelung, die nach erfolgter Ausreise aus Indien eine erneute Einreise grundsätzlich erst wieder nach zwei Monaten vorsah, ist nach offizieller Verlautbarung des indischen Innenministeriums seit Anfang Dezember 2012 aufgehoben. Die Änderung gilt gemäß Auskunft der indischen Behörden auch für bereits ausgestellte Visa, die noch einen Hinweis auf die alte Regelung erhalten.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Adressen der Botschaft und der Konsulate in Deutschland

Deutschland Berlin
Indische Botschaft
Tiergartenstr. 17
10785 Berlin
Tel: (0 30) 25 79 50
e-Mail: consular@inidanembassy.de

Deutschland München
Widenmayerstr. 15
80538 München
Tel: (0 89) 21 02 390
Fax: (0 89) 21 02 39 80
Email: congendmun@t-online.de

Deutschland Frankfurt, Konsulat
Friedrich-Ebert-Anlage 26
60325 Frankfurt
Tel:(0 69) 1 53 00 50/510
Fax:(0 69) 55 41 2
Email: consular@cgifrankfurt.de

Deutschland Hamburg, Konsulat
Graumannsweg 57
22087 Hamburg
Tel:(0 40) 33 80 36 / 324744 / 330557
Fax:(0 40) 32 37 57
Email: cgihh@aol.com

Österreich
Indische Botschaft, Österreich
Kaerntnerring 2
A-1015 Vienna
Tel.: +43-1-5058666
Fax: +43-1-5059219
Email: indemb@eoivien.vienna.at
Web: www.indianembassy.at

Schweiz
Indische Botschaft Schweiz
Kirchenfeldstr. 28
CH-3005 Bern
Tel: +41-31-350113
Fax: +41-31-3511557
Email:india@indembassybern.ch

Italien
Indische Botschaft Italien
Via XX Settembre, 5
00184 Roma, Italy
Tel: +39-064884642-3-4-5
Fax: +39-064819539
Email: gen.email@indianembassy.it
Web: www.indianembassyrome.in

Reiseversicherung
Wir empfehlen unseren Reisegästen dringend den Abschluss einer Krankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit dessen ist zwar sehr gering, es können dabei jedoch Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch eine Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Um einen optimalen Versicherungsschutz für Gepäck, Reiserücktritt, Abbruch, Krankheit und Unfall sowie Notfall zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen dringend den DIAMIR Premium-Schutz. Gerne beraten wir Sie dazu.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. 

Impfungen

Bitte überprüfen Sie, ob Sie die üblichen Standard-Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio, Tetanus, Pertussis usw. wieder auffrischen müssen (gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes). Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und ggf. auch gegen Hepatitis B und Tollwut zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Bei Direktflug aus Europa ist keine Impfung vorgeschrieben. Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus allen Ländern mit endemischen Gebieten - sowie aus Trinidad und Tobago - vorgeschrieben. Eine Gelbfieberimpfung kann gelegentlich auch bei Einreise aus südafrikanischen Ländern (z.B. Sambia) verlangt werden, die laut WHO nicht zu den endemischen Gebieten gehören, siehe auch www.who.int. Bei der Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung erforderlich.

Ab dem 01.03.2014 müssen Reisende bei Einreise aus Ländern in denen ein Infektionsrisiko besteht (Afghanistan, Äthiopien, Kenia, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) eine orale Polio-Impfung nachweisen. Die Impfung muss spätestens 6 Wochen vor Einreise erfolgen und ist für ein Jahr gültig. Die Regelung gilt nicht für Ausländer aus Regionen ohne Poliorisiko, die in den o.g. Ländern leben und von dort nach Indien reisen. Transitreisende sind ebenfalls von der Regelung ausgenommen.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: http://www.rki.de/

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Die Übertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- Mücken. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer ähnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverlässig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Schäden oder Beschwerden kommt.

Außer in Höhenlagen über ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzjährig ein mittleres Übertragungsrisiko für Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten während und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am höchsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach Süden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in über der Hälfte der Fälle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.  

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechmücken (Expositionsprophylaxe), insbesondere während der Dämmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung. 

· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,

· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder

· Der Aufenthalt in Mückengeschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

vermindern das Risiko einer Übertragung deutlich und schützen auch vor anderen stechmückenübertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmefällen zu erwägen. Aufgrund des Risikos in Indien, gefälschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitführen eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und mögliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten, müssen entsprechend dem Reiseverlauf und persönlichen Umständen mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken

Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner, einheimischer, guter Restaurants an. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 6 bis 18 Euro rechnen. Leckere Sachen wie masala dosas sind für wenige Cent zu haben. Eine Flasche Mineralwasser kostet ca. 70 INR. Alkohol dagegen kann etwas teurer sein. Ein einheimisches Bier wie Kingfisher kostet ab ca. 250 INR, in größeren Hotels auch das Zwei- bis Dreifache. Importierter Alkohol ist wesentlich teurer. 

Die indische Küche spiegelt sowohl die regionale Vielfalt als auch die unterschiedlichen historischen und religiösen Prägungen des Landes wider. Von einer einheitlichen Kochkultur kann daher nicht die Rede sein. Allgemein nimmt Fleisch einen geringeren Stellenwert als in den westlichen Küchen ein. Die meistverzehrte Fleischsorte ist Huhn. Am beliebtesten sind Fleischgerichte noch bei Muslimen, die aber kein Schweinefleisch zu sich nehmen, während viele Hindus ganz vegetarisch leben. Rindfleisch lehnen die meisten von ihnen – ebenso wie die Sikhs – strikt ab. Jains ist sogar der Genuss jeglicher tierischer Nahrungsmittel strengstens untersagt. 

Als Grundnahrungsmittel dienen in Nord- und Westindien neben Reis verschiedene Weißbrotsorten (Roti), deren verbreitete Variante Chapati, ein ungesäuertes Fladenbrot aus Weizenvollkornmehl, ist. Im Gegensatz dazu wird das im Nordwesten verbreitete Naanbrot mit Hefe gebacken. In Süd- und Ostindien ist Reis das wichtigste Nahrungsmittel schlechthin. Als Beilagen sind Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Straucherbsen und Mungobohnen üblich. Das in der westlichen Welt als Gewürzmischung bekannte und als Sinnbild der indischen Küche angesehene Wort „Curry“ ist in Indien ein Begriff für die Zubereitungsart einer Vielzahl vegetarischer oder fleischhaltiger Gerichte in einer oft stark gewürzten Soße. Tatsächlich sind die „Masala“ genannten Gewürzmischungen in der indischen Küche unentbehrlich, ihre Rezeptur und Verwendung variiert jedoch je nach Region beträchtlich. Milchprodukte, beispielsweise Ghee (Butterschmalz) und Joghurt, sind ebenfalls gängige Zutaten vieler Speisen und Soßen.

Beliebte Getränke sind Kaffee, Tee, Masala Chai (Milchtee mit Gewürzen), Fruchtsäfte und Getränke auf Milchgrundlage wie Lassi (ein Joghurtgetränk). Alkoholische Getränke werden von vielen Indern aus religiösen Gründen abgelehnt. In einigen Orten, wie z. B. in Pushkar  ist Alkohol sogar generell nicht erhältlich.

Alu Ghobhi: Gemüsegericht aus Kartoffeln (Alu) und Blumenkohl (Gobhi). 

Barfi: Süßspeise aus Milch, viel Zucker und diversen anderen Zutaten. 

Biryani: Reisgericht mit Gemüse (Vegetable Biryani) oder mit Huhn (Chicken Biryani). Manchmal mit Nüssen und Trockenfrüchten gemischt. 

Channa Masalla: Gericht aus großen Kichererbsen.

Chapati: Dünnes, knuspriges Fladenbrot.

Dal Bhat: Ein herzhaftes Gericht aus Linsenbrei (Dal) und Reis.

Gulab Jamum: Süße Teigbälle, eingelegt in Zuckersirup.

Mattar Paneer: Gemüsegericht mit Erbsen (Mattar) und Käsestückchen (Paneer).

Nan: Großes, dreieckiges Fladenbrot, manchmal gefüllt mit Käse (Cheese Nan) oder Zwiebel (Onion Nan).

Puri: in Fett gebackener Teigfladen, der dabei wie ein Ballon aufgeht.

Tandoori: Zubereitung erfolgt im Lehmofen (tandur). Das Fleisch wird vorher in Joghurt und Gewürzen mariniert, ein sehr würziges und nicht scharfes Gericht. 

Korma: Curry-Gericht aus geschmortem Fleisch. 

Kofta: Hackfleischspieß, meist in Curry zubereitet. 

Sizzler: kurz gebratenes Fleisch serviert auf einer glühend heißen Steinplatte. 

Tikka: geschnetzeltes Fleisch ohne Knochen.

Fotografie

Indien bietet eine Vielfalt an wunderschönen Motiven an. Wir möchten Sie bitten, Menschen nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z. B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw. 

Bekleidung

Die Auswahl der richtigen Kleidungsstücke hängt von der Reiseart und Reisezeit ab. Generell sollte man bedenken, dass es abends auch recht kühl werden kann. In der Regel haben indische Hotels keine Zentralheizungen, sodass es sich anbietet auch warme Wäsche für die Nacht einzupacken. Sollte es Ihnen zu kalt während der Nacht sein, können Sie um im Hotel um eine zusätzliche Decke bitten. Für längere Fahrten wie z. B. mit dem Zug sollte ein warmer Pullover griffbereit sein. Ein paar feste Schuhe sind bei den staubigen Straßen empfehlenswert. Gegen die starken Sonnenstrahlen hilft eine Kopfbedeckung. 

Für den Besuch von Tempeln und anderen heiligen Stätten sind lange Hosen und langärmlige Oberbekleidung vorgeschrieben. Beim Betreten eines Tempels, einer Moschee oder eines Privathauses zieht man die Schuhe aus und lässt sie vor dem Eingang stehen. Wem das Barfußlaufen unangenehm ist, sollte ein Paar Socken im Handgepäck haben.

Gesundheit

Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen. Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis. Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Äquatornähe wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr. Vergessen Sie nicht, sich besonders in den Dschungelregionen ganztägig und auch nachts gegen Mücken zu schützen.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

 

Geld

Die Landeswährung ist die Indische Rupie (INR). Die kleinere Einheit ist die Paisa, wobei 100 Paisa einer Rupie entsprechen.

Kurs: 1 € = 75 INR (Stand September 2016)

Die indische Währung darf weder ein- noch ausgeführt werden. Fremde Währung darf in beliebiger Höhe eingeführt werden, muss aber bei einem Wert über 2.500 US-Dollar Bargeld oder bei gemischte Währung im Wert von über 5.000 US-Dollar bei der Einreise auf einem besonderen Formular (Currency Declaration Form) deklariert werden. Es gibt Scheine im Wert von 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Rupien. Gelegentlich findet man auch Scheine im Wert von 1, 2 und 5 Rupien. Münzen beginnen im Wert von 5 Paisa, dann 10, 20, 25, und 50 Paisa. 

Der Euro ist überall in Indien genauso akzeptiert wie US-Dollar. Wegen der Umtausch-differenzen ist es praktischer, den Hauptanteil des Reisebudgets in Euro zu bestreiten. 

Umtauschmöglichkeiten findet man bei der Einreise in den internationalen Flughäfen, aber auch Hotels tauschen für ihre Gäste Geld um. Die großen Banken bieten ebenfalls Umtauschmöglichkeiten. Die Banken sind meist von Mo-Fr 10-14 Uhr geöffnet. Nur autorisierte Geldwechselstuben dürfen fremde Währung in Rupien umtauschen. Umtauschquittungen sollten aufgehoben werden. Ein Rücktausch nicht verbrauchter Rupien ist bei der Ausreise nur mit einer solchen Quittung möglich. Viele Stellen, vor allem große Geschäfte und Hotels akzeptieren die gängigen Kreditkarten (MasterCard, Visa, u.a.).

Geldautomaten gibt es in Indien in größeren Städten, werden als ATM bezeichnet und funktionieren erstaunlich gut. EC-Karten werden akzeptiert - die Karte muss das "Maestro" Symbol tragen. Die Kosten für eine Abhebung hängt natürlich von Ihrem Geldinstitut ab.

Tauschen Sie größere Beträge, achten Sie bitte darauf, dass Sie das Geld hauptsächlich in 1000-, 500- und kleineren Rupien-Scheinen ausgezahlt bekommen. In Indien ist es eine beliebte Ausrede, kein Wechselgeld zu haben. Besonders auf dem Lande und in kleineren Dörfern sollte man deshalb genug Kleingeld dabei haben. Oftmals ist es schon unmöglich, einen 50-Rupien-Schein gewechselt zu bekommen. Bitte checken Sie ebenfalls beim Geldwechsel den Zustand der Geldscheine. Angerissene oder alte Geldscheine werden selten akzeptiert. 

Über den aktuellen Wechselkurs können Sie sich unter http://www.finanzen.net/waehrungsrechner/ informieren. 

Stromversorgung   
Wie in Europa wird in Indien Wechselstrom von 230-240 Volt benutzt. Hauptsächlich gibt es dreipolige Steckdosen, mit denen nicht alle europäischen Zweipolstecker kompatibel sind. Die Mitnahme eines internationalen Adapters empfiehlt sich. Da Stromausfälle in Indien häufig sind, gehört eine Taschenlampe zur Standardausrüstung.

Telefonieren
Möchten Sie nach Indien telefonieren, dann wählen Sie die internationale Vorwahl für Indien 0091, gefolgt von der Ortsvorwahl ohne führende Null. Beispiel: +91 - (0) 11 - 24 61 5148 wird dann zu 00 91 11 24615148. Beachten Sie auch die Zeitverschiebung, wenn Sie anrufen! 

Möchten Sie von Indien nach Deutschland telefonieren, wählen Sie die internationale Rufnummer für Deutschland +49. 

"Telefonzellen" sind in Indien meist kleine Shops, die durch die Lettern STD, ISD gekennzeichnet sind. STD steht für nationale und ISD für internationale Gespräche. Die Abrechnung erfolgt über ein kleines Gerät, welches den zu zahlenden Preis entweder anzeigt oder ausdruckt. Eine Minute nach Mitteleuropa kostet ab ca. 15 Rupies.

Sollten Sie länger in Indien verweilen, dann empfiehlt es sich, ein Mobiltelefon zu kaufen bzw. mitzubringen. Europäische Handys funktionieren auch in Indien und können preisgünstig mit der SIM-Karte eines indischen Netzbetreibers ausgestattet werden. Eine "Pre-Paid-Card" kostet ca. 200 Rupies. In jeder großen Stadt gibt es Internetcafés. Eine Stunde surfen kostet ca. 80 Rupies.

In Ladakh funktionieren europäische Mobiltelefone nicht!

Empfehlenswert und preiswert telefonieren Sie per Skype. Viele Hotels bieten WiFi kostenlos bzw. gegen eine Gebühr an. 

Literatur über Indien

Literatur über Indien

Krack, Rainer: Kulturschock Indien - Über die Begegnung mit fremden Menschen und ihrer Kultur.

Hermann Kulke, Dietmar Rothermund; Geschichte Indiens - Sehr umfassende Darstellung des heutigen Indien und seiner Geschichte.

Trojanow, Ilija: Der Sadhu an der Teufelswand. Reportagen aus einem anderen Indien. - Spannende Berichte aus dem täglichen Kampf zwischen Tradition und Moderne - von den Festen der Götter bis zur Philosophie des Straßenverkehrs.

Rushdie, Salman: Die Mitternachtskinder - Teils historischer, teils fiktiver Roman über die Unabhängigkeit Indiens.

Sidwha, Babsi: Ice Candy Man - Erzählt die Geschichte der Trennung Indiens und Pakistans im Lahore der vierziger Jahre. Sehr interessanter Roman von der besten Autorin Pakistans in englischer Sprache, wurde verfilmt.

Roy, Arundhati: Der Gott der kleinen Dinge - Geschichte einer Familie, die in Kerala lebt. Bestseller!

Sutcliffe, William: Are you experienced? (in engl.) - Die Erfahrungen eines Rucksacktouristen in Indien. Sehr amüsant!

Mistry, Rohinton: Das Gleichgewicht der Welt - Lässt den Subkontinent vor den Augen des Lesers entstehen... Spielt in Bombay zur Regierungszeit Indhira Gandhis.

Riemenschneider, Dieter: Shiva tanzt - Lesebuch, in dem indische Autoren einen in die Tiefe gehenden Einblick in die Kultur, Geschichte und Philosophie Indiens, aber auch in die Realitäten ihres eigenen Lebens geben.

Seth, Vikram: A suitable boy (in engl.) - Dicker Schmöker (ca. 1500 Seiten), der nahezu alle Facetten des indischen Lebens aufzeigt. Spielt im postkolonialen Indien der 50er Jahre und erzählt die Geschichte von vier Familien. 

Praktische Tipps

Praktische Tipps

Noch ein paar praktische Tipps

- Es wird empfohlen auf seine Garderobe zu achten. Damit ist nicht gemeint das Sie im Anzug und Kostüm auf die Reise gehen sollen, aber zivile und bequeme Kleidung wählen, die den Körper weitgehend bedeckt. Kurze, knappe Kleidung, Shorts, Sonnentops, unbedeckte Schultern und freier Rücken sind außer an den Stränden nicht angemessen.

- Fühlen Sie sich nicht beleidigt, wenn eine indische Frau zögert, Ihnen die Hand zu geben. Normalerweise gibt man in Indien nicht die Hand, besonders nicht Frauen, sondern grüßt mit “Namaste”, einer Geste, die an eine Gebetshaltung erinnert, bei der die beiden Handflächen zusammengelegt werden.

- Öffentliche Gesten der Zuneigung zwischen Mann und Frau sind in Indien nicht üblich und werden besonders von der älteren Generation missbilligend gesehen. Vermeiden Sie daher bitte derartige Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit.

- Drogenmissbrauch und Drogenhandel werden strengstens verfolgt. Der Besitz von Drogen ist in Indien ein ernsthaftes Vergehen und wird streng bestraft!

- Almosen erzeugen noch mehr Bettler, lösen aber die zugrunde liegenden Probleme keineswegs! Aus diesen Gründen sollten Sie die Bettelei nicht noch mit Ihrer Großzügigkeit weiter fördern. Wenn Sie wirklich Gutes tun wollen, fragen Sie Ihren Tourenleiter/Guide danach und spenden Sie Geld an eine Schule, ein Waisenhaus oder eine andere Einrichtung, aber nicht an Straßenbettler (auch wenn diese noch so rührige Geschichten auftischen!)

- Nehmen Sie sich vor Kundenwerbern in Acht, die angeben, Sie auf der Einkaufstour zu beraten und billige Preise für Sie auszuhandeln! In solchen Fällen werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erst recht abgezockt.

- Benutzen Sie die Safes der Hotels für Wertsachen. Lassen Sie Geld oder Wertsachen nicht offen im Zimmer liegen.
 
- Tischsitten in Indien unterscheiden sich deutlich von den europäischen Bräuchen. In einem typischen indischen Haushalt mag es weder Teller, Messer, Gabeln oder Löffel zu Tisch geben. Die Inder benutzen die rechte Hand zum Essen. Das heißt jedoch nicht, dass Gäste keine Gabeln oder Löffel benutzen dürfen.

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen, steht Ihnen unser verantwortlicher Bearbeiter während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Indien.de

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Länderinformationen und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Indien und Ihrer vielleicht sogar bevorstehenden Reise beantwortet zu haben. Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können.

Weitere noch ausführlichere Informationen finden Sie zudem auf dem Informationsportal indien.de. Sie erfahren hier einige Details über die Regionen des Landes. Untermalt mit stimmungsvollen Bildern gibt die Website Indien.eu einen ausführlichen Ein- und Ausblick auf dieses wundervolle Land. Im Rahmen einer exklusiven Internet-Partnerschaft hat DIAMIR-Erlebnisreisen die inhaltlichen Punkte für das Portal ausgearbeitet und das Bildmaterial zusammengestellt.

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+49 (0)351 31 20 7 - 356

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