• Trekking in Tuschetien
  • Pferdetrekking in Tuschetien
  • Wanderer gelangen ins Dorf Dartlo
  • Nationalpark Tuschetien
  • Kasbek-Blick
  • Bergziegen
  • Wegweiser zum Atsunta-Pass
  • Blick von der Ananuri-Kirche auf den Zhinvali-See.
  • Gergeti Dreifaltigkeitskirche vor Bergpanorama
  • Die Festung von Schatili
  • Auf dem Weg zum Borbalo-Pass
  • Aufsteigende Nebelschwaden

Georgien – Kaukasus

 

Zu den Bergfestungen des Kaukasus

15 Tage Trekking in Chewsuretien und Tuschetien

    
Dauer 15 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 2290 EUR   drucken
Tourcode GEOCHE   zum Filter
Teilnehmer min. 6 – max. 12    
 
 
 
 

Unsere beliebte Trekkingtour entwickelte sich in den letzten Jahren berechtigterweise zur bestgebuchten Aktivreise im Kaukasus. Nur knapp zwei Monate im Jahr ist es möglich, diesen ansonsten von der Außenwelt abgeschnittenen Teil des Kaukasus zu besuchen. Versteckt inmitten grandioser Berge befinden sich Zeugnisse aus frühchristlicher Zeit. Vor ca. 1700 Jahren flohen nicht-christliche Georgier vor der Zwangschristianisierung in die hohen Berge des heutigen Tuschetiens und Chewsuretiens und errichteten dort Trutzburgen und Wehranlagen. Auf selten begangenen Pfaden führt Sie diese anspruchsvolle Trekkingtour durch herrliche Gebirgslandschaften und einsame Täler zu fast vergessenen Dörfern, deren einzigartige Kultur und Baukunst die Zeit überdauert hat. Nur wenige Touristen verirren sich „hier hoch“! Diese Reise ist an Ursprünglichkeit und Abenteuergeist kaum zu übertreffen. Für diejenigen, die gern allein und ohne jegliche touristische Infrastruktur unterwegs sein wollen, denen lange Etappen in teils unwegsamen Gelände und Übernachtungen in Zelten nichts ausmachen, ist dies genau die richtige Reise.

Höhepunkte

Höhepunkte

  • Ideal für Liebhaber und Entdeckerseelen

  • 9 volle Tage Trekking zwischen 1500 m und 3000 m

  • Teils völlig einsame Routenführung

  • Gepäcktransport mit Packpferden oder Jeeps

  • Bergdorf Kasbegi mit Kasbekblick

  • Kasbek-Besteigung auf Anfrage

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise

Flug nach Tiflis. Ankunft gegen Abend und Transfer in die Stadt. Übernachtung im Hotel. (Gegebenenfalls Ankunft am frühen Morgen des Folgetages – je nach Flugverbindung).

2. Tag: Tiflis (F/M/A)

2. Tag: Tiflis (F/M/A) 1

Nach dem späten Frühstück starten Sie zum Stadtrundgang in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens seit dem 5. Jh. Zunächst Besichtigung der Altstadt mit der Metechi-Kirche (13. Jh.) und dem Reiterstandbild des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Von hier hat man einen schönen Blick auf den Fluß Mtkwari, die Altstadt und die umliegenden Hügel. Vorbei geht es an den Schwefelbädern zur Nariqala-Festung (4. Jh.), zur Synagoge und zur der Sioni-Kathedrale, in der das Weinrebenkreuz der heiligen Nino – sie christianisierte Georgien – aufbewahrt wird. Die Antschischati-Kirche aus dem 6. Jh. ist die älteste Kirche der Stadt. Besuch der Schatzkammer des Historischen Museums (Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlieses). Abends Begrüßungsessen in einem typisch georgischen Restaurant. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Tiflis – Kasbegi – Gergeti – Kasbegi (F/M/A)

3. Tag: Tiflis – Kasbegi – Gergeti – Kasbegi (F/M/A) 1

Fahrt entlang der Georgischen Heerstraße. Unterwegs Besuch der Wehrkirche Ananuri (17. Jh). Die Fahrt führt durch ein landschaftlich sehr reizvolles Gebiet in höhere Lagen des Großen Kaukasus. Über den Kreuz-Pass geht es weiter zur Ortschaft Kasbegi (Stepantsminda). Wanderung hinauf zur Dreifaltigkeitskirche „Zminda Zameba“ aus dem 14.Jh. Von der Kirche auf immerhin 2180 m hat man den vielleicht besten Blick hinüber zum Prometheusberg Kasbek (5047 m). Abendessen und Übernachtung im Gästehaus (mehrere Zimmer teilen sich Dusche/WC). (Fahrzeit: 2-3h, 160 km / Gehzeit: ca. 3h, 470 m↓↑).

4. Tag: Kasbegi – Sno-Tal – Berg Tschauchebi – Thetu Spitze (3210 m) (F/M (LB)/A)

4. Tag: Kasbegi – Sno-Tal – Berg Tschauchebi – Thetu Spitze (3210 m) (F/M (LB)/A) 1

Ein kurzer Autotransfer bringt Sie das Sno-Tal hinauf bis zum einsam gelegenen Dorf Dschuta, das bis zu sieben Monate im Jahr von der gesamten Welt abgeschnitten ist. Von hier aus starten Sie die Wanderung zum Fuße des Bergs Tschauchebi (2550 m) und dann weiter vom Lagerplatz bis Thetus Spitze (3210 m). Sie wandern vorbei an riesigen Rhododendronfeldern, die im Juli weiß-gelb blühen und die Landschaft wie mit Schnee überzogen erscheinen lassen. Von der Thetu-Spitze bietet sich eine großartige Aussicht, die durch den Kasbek (5047 m) und den Tschauchebi (3842 m) beherrscht wird. Rückkehr zum Dorf Dschuta. Übernachtung im Zelt.
Vom Dorf Dschuta bis zum Lagerplatz am Tschauchebi: Gehzeit ca. 3h, ca. 400 m↑↓.
Vom Lagerplatz zur Thetu-Spitze: Gehzeit ca. 4h, ca. 660 m↑↓ (etwas ausgesetzt im Gipfelbereich).

5. Tag: Dorf Dschuta – Sadzele-Pass (3056 m) – Roschka (2000 m) (F/M (LB)/A)

5. Tag: Dorf Dschuta – Sadzele-Pass (3056 m) – Roschka (2000 m) (F/M (LB)/A) 1

Sie verlassen die Region Chevi und wandern in die Bergregion Chewsuretiens. Die Überquerung des Sadzele-Passes ist der Anspruch des Tages. Übernachtung im Zelt bei Roschka. (Gehzeit ca. 6-7h, 750 m↑, 1050 m↓).

6. Tag: Roschka – Gudani (F/M (LB)/A)

6. Tag: Roschka – Gudani (F/M (LB)/A) 1

Eine Wanderung über Blumenwiesen bringt Sie herunter zum Fluss Aragvi und dann im leichten Aufstieg zum Dorf Gudani. Übernachtung im Zelt in der Nähe des Dorfes. (Gehzeit ca. 6-7h, 700 m↓).

7. Tag: Gudani – Borbalo Pass (2996 m) – Kistani (2000 m) (F/M (LB)/A)

7. Tag: Gudani – Borbalo Pass (2996 m) – Kistani (2000 m) (F/M (LB)/A) 1

Heute geht es weiter über den Borbalo-Pass zum Dorf Kistani beim Fluss Arghuni. Ein langer Aufstieg bringt Sie zur Passhöhe auf knapp 3000 m. Bei einem Mittagspicknick genießen Sie die Aussicht über Chewsuretien. Übernachtung im Zelt bei Kistani. (Gehzeit ca. 8-10h, 1100 m↑, 950 m↓).

8. Tag: Kistani – Schatili – Mutso – Ardoti (F/M (LB)/A)

8. Tag: Kistani – Schatili – Mutso – Ardoti (F/M (LB)/A) 1

Geländewagen bringen Sie heute nach Schatili, in eine der entlegensten Ecken des Kaukasus` – im Winter nicht zu erreichen, aber zeitweise noch bewohnt von einem Dutzend tapferer Familien. Dieses historische Hochgebirgsdorf mit seinen festungsartigen Wehrturmanlagen ist ein kulturelles Highlight auf Ihrer Tour. Es befindet sich nahe der tschetschenischen Grenze am steilen Nordanstieg des Gebirges. Der Festungskomplex in der tief eingeschnittenen Arghuni-Schlucht auf 1400 m Höhe bewachte mit seinen 60 Türmen die nordöstlichste Ecke des Landes. Über Mutso geht es dann weiter zu Fuß entlang des Ardoti-Tals bis zur gleichnamigen Siedlung. Übernachtung im Zelt bei Ardoti. (Gehzeit ca. 2h, 100 m↑).

9. Tag: Ardoti – Lager am Atsunta-Pass (F/M (LB)/A)

9. Tag: Ardoti – Lager am Atsunta-Pass (F/M (LB)/A) 1

Heute geht es zunächst entlang eines Flusstales. Später steigen Sie durch die Waldzone in alpine Gefilde, wo Sie den Lagerplatz am Fuße des Atsunta-Passes erreichen. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 7h, 1200 m↑).

10. Tag: Atsunta Pass (3450 m) – Kvachida (Tuschetien) (F/M (LB)/A)

10. Tag: Atsunta Pass (3450 m) – Kvachida (Tuschetien) (F/M (LB)/A) 1

Der Tag beginnt mit dem Aufstieg zum Atsunta-Pass (3550 m), dem höchsten Punkt Ihrer Reise! Nach 2-3h erreichen Sie die Passhöhe auf ca. 3550 m und stehen quasi über den Dingen. Hier verläuft auch die Grenze zwischen Chewsuretien und der Region Tuschetien, die Sie jetzt willkommen heißt. Ein genüsslicher Abstieg über Blumenwiesen bringt Sie zum Lagerplatz nahe der verlassenen Ortschaft Kvachida. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6-7h, 600 m↑, 950 m↓).

11. Tag: Kvachida – Girevi (F/M (LB)/A)

11. Tag: Kvachida – Girevi (F/M (LB)/A) 1

Eine 6-stündige Wanderung über alpine Wiesen gilt heute eher als Regenarationswanderung nach der Passüberquerung. Mit etwas Glück werden Sie von Hirten zu frischem Brot mit Käse eingeladen. Lagerplatz bei Girevi. Am Nachmittag haben Sie noch etwas Zeit die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Vorsicht allerdings bei Schafherden – die kaukasischen Schäferhunde nehmen ihren Job sehr ernst. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6h, 500 m↓).

12. Tag: Girevi – Parsma – Tschescho – Dartlo (F/M (LB)/A)

12. Tag: Girevi – Parsma – Tschescho – Dartlo (F/M (LB)/A) 1

Während der heutigen letzten Wanderetappe können mittelalterliche Wehr- und Wohntürme in den Dörfern Parsma, Tschescho und Dartlo besichtigt werden. Der gesamte Weg wird von Türmen und ehemaligen Wehrposten gesäumt. Eine geheimnisvolle Aura und das Gefühl in der Zeit zurückversetzt zu sein, umgibt einen jeden, der hier unterwegs ist. Ihr Lager errichten Sie in traumhafter Kulisse in einem herrlichen Flusstal beim Weiler Dartlo, dem wohl schönsten Gebirgsdorf in Tuschetien. Wer noch Lust hat und bei Kräften ist, kann Kvavlo, das Oberdorf in einer kurzen Etappe aufsuchen. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 7h, 100 m↑, 300 m↓).

13. Tag: Dartlo – Omalo – Telavi (F/M (LB)/A)

13. Tag: Dartlo – Omalo – Telavi (F/M (LB)/A) 1

Abholung durch Geländewagen und Fahrt nach Omalo, dem Hauptort in Tuschetien. Jetzt steht Ihnen eine der weltweit spektakulärsten Hochgebirgsfahrten bevor, die Sie hinunter nach Kachetien bringt. Per Geländewagen fahren Sie auf teils ausgesetzten Pisten hinauf zum Abano-Pass (2926 m) und dann in vielen waghalsigen Kehren und Windungen hinunter nach Kachetien. Die Aussicht ist fantastisch und beängstigend zugleich. Ein letzter Blick zurück zum großen Kaukasus und nun befinden Sie sich in der fruchtbaren Ebene des Flusses Alasani. Beim einem reichhaltigen Abendessen mit viel Wein auf der Terrasse Ihres Gästehauses kann man wunderbar die Tour Revue passieren lassen. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit: 4-5h, 75 km).

14. Tag: Rückfahrt nach Tiflis (F/M/A)

14. Tag: Rückfahrt nach Tiflis (F/M/A) 1

Landschaftlich reizvolle Rückfahrt nach Tiflis über den Gombori-Pass. In Tiflis haben Sie noch Zeit für Souvenirkäufe oder einen individuellen Stadtgang. Abends Abschiedsessen. Übernachtung im Hotel.

15. Tag: Heimreise oder Verlängerung

Transfer zum Flughafen und Heimflug oder Anschlussprogramm.

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
03.08.2017 17.08.2017 Nur noch 1 freier Platz!! 2290 EUR Anfragen
17.08.2017 31.08.2017 2290 EUR Anfragen
31.08.2017 14.09.2017 2290 EUR Anfragen
tt.mm.jjjj tt.mm.jjjj Ihr individueller Gruppentermin Termin vorschlagen

Zusatzkosten

EZ-/Einzelzeltzuschlag 200 EUR
Zubringerflug ab D/A/CH auf Anfrage
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen

  • Flug ab/an Frankfurt mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • Deutschsprachige Tourenleitung
  • Wander-/Bergführer
  • Alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Pferde und Geländewagen für das Hauptgepäck
  • Komplette Campingausrüstung inkl. Gemeinschafts- und Toilettenzelt sowie Tische und Stühle
  • 2 Ü: Hotel im DZ
  • 9 Ü: Zelt
  • 1 Ü: Gästehaus im DZ
  • 1 Ü: Gästehaus im DZ (Gemeinschaftsbad)
  • Mahlzeiten: 13×F, 3×M, 10×M (LB), 13×A

Nicht in den Leistungen enthalten

Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Flughafengebühren im Reiseland; optionale Ausflüge und Besichtigungen; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.16; Trinkgelder; Persönliches

Infos

Anforderungen

Für die Tour sind Trittsicherheit und ausreichend Kondition für lange Tagesetappen notwendig, zudem Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen, Mentalitäten, Sitten und Gebräuchen. Ebenso unabdingbar für das Reisen und Wandern im Kaukasus sind eine gute Portion Abenteuergeist und die Bereitschaft zur Mithilfe bei anfallenden Arbeiten im Lager. Das Hauptgepäck wird auf den Trekkingetappen mit Fahrzeugen bzw. Tragtieren transportiert und jeder Teilnehmer trägt nur seinen persönlichen Tagesrucksack.

Service

Georgien

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Georgien erstreckt sich auf einer Landbrücke, die im Osten und im Westen von zwei Binnenmeeren – dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer – begrenzt wird. Zu dieser Landbrücke gehören außerdem Aserbaidschan und Armenien. In seiner Ausdehnung misst Georgien 70.000 km², von denen mehr als die Hälfte von Bergen bedeckt sind, die an einigen Stellen über 5000 m ansteigen. Gebirge bestimmen das Landschaftsbild Georgiens – über die Hälfte des Landes liegt höher als 1000 m. Der Große Kaukasus mit dem Kasbek (5047 m) bedeckt die nördlichen Landesteile, während der Kleine Kaukasus mit Höhen bis 3300 m im Süden eine natürliche Grenze bildet. Die sich von Nordwest nach Südost erstreckenden zwei Gebirgszüge sind durch das Surami-Gebirge miteinander verbunden. Diese knapp 2000 m erreichende Gebirgsschwelle formt eine Wasser- und Klimascheide zwischen den westlichen Flachlandgebieten und den stärker gegliederten Senkungszonen der östlichen Landesteile.

Klima
Die Schwarzmeerküste und die sich anschließende Kolchis (Kolchische Niederung) weisen subtropisches Klima auf. Hier werden atlantisch-mediterrane Luftmassen wirksam, die für milde Winter, mäßig warme Sommer, reiche Niederschläge (bis zu 2.500 mm!) und eine üppige Vegetation sorgen. Östlich des Surami-Gebirges nimmt das Klima kontinentale Züge an. Die Winter sind deutlich kälter, die Sommer trocken-heiß, die Niederschlagsmenge sinkt bis auf 200-300 mm. Die Region nimmt den Charakter eines von Trockenwäldern durchsetzten Steppenlandes an. In den Gebirgszonen herrscht alpines Klima. Die Durchschnittstemperaturen für ganz Georgien schwanken im Januar zwischen minus 2 und plus 3 Grad Celsius und im August zwischen 23 und 26 Grad Celsius. So kann man den Tag über in den Hochgebirgsregionen über Gletscher wandern und die Abende am warmen Meer verbringen – oder umgekehrt. In Bakuriani und Gudauri währt die Wintersportsaison von November bis April, die Badesaison am Schwarzen Meer dauert von April bis Oktober/November. Zwischen April/Mai und September/Oktober ist das Reisen angenehm. In einigen östlichen Landesteilen kann es von etwa Mitte Juni bis Mitte August recht heiß werden.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden. Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) +2 Stunden.

Politik und Gesellschaft
Eigenbezeichnung: Sakartvelo. Georgien erlebte im Mittelalter seine Blütezeit. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts stand das Land unter der Kuratel Russlands, erlebte später wenige Jahre der Unabhängigkeit, wurde dann Unionsrepublik der UdSSR. 1991 Proklamation der Unabhängigkeit. 1992 wurde der frühere sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse georgisches Staatsoberhaupt. Militärische Konflikte zwischen 1989 und 1993 mit der Autonomen Republik Abchasien und dem Autonomen Gebiet Südossetien, die sich von Georgien lossagten und Russland annäherten, verlangten auf beiden Seiten einen hohen Blutzoll, richteten enormen materiellen Schaden an, lösten Flüchtlingsströme aus, warfen das Land in seiner Entwicklung dramatisch zurück. Etwas anders lag der Konflikt mit der Autonomen Republik Adscharien, die jahrelang von einer „quasimafiosen Familiendynastie“ regiert wurde, ohne freilich den Austritt aus dem georgischen Staat zu erklären.

Die Nach-Schewardnadse-Ära sieht sich vor gewaltigen Aufgaben, hat sie sich doch zum Ziel gesetzt, die territoriale Einheit des Landes wiederherzustellen. Im Falle der Provinz Adscharien ist schon ein erster Erfolg zu verzeichnen, nachdem Adscharien unter die Herrschaft der Zentralregierung zurückkehrte. Ungleich schwieriger gestaltet sich das Ringen um die beiden anderen abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien auch deshalb, weil Moskau die Hände im Spiel hat und nach Kräften die georgischen Konfliktszenarien schürt, um seine Interessen in der Schwarzmeer- und Kaukasusregion zu unterstreichen. 

Das aktuelle Staatsoberhaupt des Landes ist seit November 2013 Georgij Margwelaschwili. Die Politik kontrolliert allerdings der milliardenschwere Großunternehmer und Premierminister Bidsina Iwanischwili mit seiner Partei „Georgischer Traum“. Damit wurde der Ära Saakaschwili und seiner spannungsgeladenen Beziehung zu Russland ein Ende gesetzt. Man erhofft sich nun für die Zukunft eine Politik der „guten Nachbarschaft“ und die Fortsetzung des westlich orientierten Kurses in Politik und Wirtschaft.

Bevölkerung

Die georgische Bevölkerung teilt sich in vier größere georgische Kulturgruppen:
Ein Zusammenschluss verschiedener autochthoner Kaukasusstämme, die Karvelebi, bildet die größte Kulturgruppe, der etwa 71 % der Gesamtbevölkerung von 4,5 Mio. (Stand Januar 2012) angehören. Die christlichen Mingrelier sind im Nordwesten, in Odischi und Gurien sowie in der Region Mingrelien zu finden. Anhänger des sunnitischen Islam sind die Lasen, welche sich an der südöstlichen Schwarzmeerküste in Teilen der Provinzen Artvin und Rize angesiedelt haben. Die letzte größere Kulturgruppe wird von den Svans/Swanen gebildet.

Obwohl jede Kulturgruppe ihre eigene Sprache spricht, vermitteln sich Literatur und Bildung über die gemeinsame Sprache und das Alphabet „des Georgischen“. Seine Ursprünge hat es im 5. Jahrhundert und ist seit der Staatsgründung offizielle Amtssprache.

Religion

65 % der Einwohner des Landes sind Mitglieder der Georgischen Orthodoxen Kirche, 10 % bezeichnen sich als Anhänger der Russischen Orthodoxen Kirche, 8 % gehören zur Armenischen Apostolischen Kirche. 11 % der georgischen Bevölkerung sind Muslime: Die Aserbaidschaner hängen mehrheitlich der schiitischen Glaubensrichtung an, die Adscharen der sunnitischen, auch die Abchasen sind überwiegend sunnitische Muslime, zu einem geringen Teil orthodoxe Christen.

Sprache/Schrift

Die georgische und die adscharische Sprache gehören zum südwestlichen Zweig der Kaukasussprachen (Kartveli-Sprachgruppe), dagegen zählt Abchasisch wie auch das verwandte Tscherkessisch zur nordwestkaukasischen Sprachgruppe. Das Idiom der ossetischen Minderheit gehört zur nordöstlichen Gruppe der iranischen Sprachen. Andere wichtige Minderheitensprachen sind Russisch, Armenisch und Aserbaidschanisch.

Georgisch ist Amtssprache, Russisch (mit rasch abnehmender Bedeutung) gilt als „interethnische Kommunikationssprache“. Nach der Überlieferung wurde die georgische Schrift im 3. Jh. eingeführt, Schriftzeugnisse existieren seit dem 5. Jh. Als Schrift dient das seit dem 5. Jh. gebräuchliche Mchedruli-Alphabet. Neben dem Armenischen ist Georgisch die einzige Sprache des Kaukasus mit einer alten Literatur. Abchasen und Osseten benutzen das kyrillische Alphabet.

Wirtschaft

Seit dem Zerfall der Sowjet-Union liegen die mit den einstigen Sowjetrepubliken verzahnten Industriesektoren brach, doch einige Branchen beginnen sich zu regenerieren. Auch die seinerzeit florierende, exportorientierte Landwirtschaft, das zweite Standbein, verlor an Bedeutung, vermag aber heute das Land weitgehend selbst zu versorgen. Der Strukturwandel im Lande war mithin enorm. Allein der Dienstleistungssektor (hier: Handel, Transport, Kommunikation) zeigt eine konstante Aufwärtsbewegung. Auf dem Weltmarkt hat Georgien wegen der geringen Qualität und hoher Produktionskosten seiner Erzeugnisse einen schweren Stand. Etwas optimistischer wird eine verstärkte Entwicklung des Tourismussektors eingeschätzt und groß sind die Hoffnungen, die man auf ausländische Investoren setzt: hier geht es zum einen um die Ausbeutung der reichen Vorkommen georgischer Bodenschätze, vor allem aber um die international stark geförderten Infrastrukturprojekte Erdöl- und Erdgaspipelines, die Georgien als internationalen Transportkorridor zwischen den Lagerstätten am Kaspischen Meer (Baku, Aserbaidschan) und Schwarzmeer- bzw. Levantehäfen (Supsa in Georgien und Ceyhan sowie Erzurum in der Türkei) nutzen werden oder schon zur Weiterbeförderung auf europäische Märkte nutzen.

Tourismus

Fremdenverkehr in großem Maßstab ist bis auf weiteres nicht zu erwarten. Nach dem Wegfall der besonders unter Russen beliebten abchasischen Küste („Sowjet-Riviera“) mit den Badeorten Suchumi, Pizunda und Gagra, bemüht man sich verstärkt um die touristische Entwicklung von Batumi und anderer alternativer Küstenbäder. Auch die Erschließung der Bergwelt des Kaukasus für den Wander- und Skitourismus sowie die Verbesserung der touristischen Infrastruktur von Tiflis und diversen Kurbädern stehen auf dem Programm.

Sicherheit

Georgien ist außerhalb der Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität, angefangen von kleineren Taschendiebstählen über organisierte Banden auf Märkten und in Fußgängerzonen bis hin zu bewaffneten Überfällen nachts in dunklen Seitenstraßen oder fragwürdigen Vierteln. 

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise zu den Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden, vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind!

· Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Georgien
z.Zt. Sheraton Metechi Palace Hotel, Telawi Str. 20, 0103 Tiflis
Tel.: +995 - 32 - 44 73 00, Fax: +995 - 32 - 44 73 64

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Verantwortung
Bitte bedenken Sie immer, dass Sie Gast in diesem wunderschönen Land sind und dass dessen Einwohner Sie immer gebührend und respektvoll behandeln werden. Insofern ist es eines Jeden Pflicht, diesen Respekt auch gegenüber den Einheimischen zu erwidern.

 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für einen Aufenthalt in Georgien ist für Deutsche, Österreicher und Schweizer kein Visum notwendig! Deutsche und Schweizer Staatsbürger dürfen sich bis zu 90 Tage visumfrei in Georgien aufhalten. Als Reisedokument benötigen Sie einen Reisepass, der vom Zeitpunkt der Einreise bis zum Zeitpunkt der Ausreise gültig sein muss.
Österreichische Staatsbürger dürfen sich bis zu 90 Tage visumfrei in Georgien aufhalten. Als Reisedokument benötigen sie einen Reisepass, der über das Ausreisedatum hinaus noch 3 Monate gültig sein muss.

Bitte achten Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Nach georgischem Recht muss jeder Tourist seinen Reisepass ständig mit sich führen. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Schwerwiegende Krankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten normalerweise nicht zu befürchten. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. In den letzten Jahren traten zunehmend Fälle von TBC und Hepatitis C auf. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

· CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

· Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

· Liste der Gelbfieberimpfstellen: www.fit-for-travel.de/index.jsp

· Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Gefrühstückt wird kräftig mit Eierspeisen, Brot, Käse und verschiedenen Gemüsebeilagen. Auch Honig und andere Fruchtmarmeladen erfreuen sich großer Beliebtheit. Über die Mittagszeit werden gern Suppen mit Brot oder Fleischspeisen (Schaschlik) gegessen – je nachdem wie viel Zeit man hat. Wodka wird stets in Verbindung mit kleinen Häppchen (Brot, Speck, Wurst, Eingesalzenem, sauren Gurken) getrunken. Auch so sind die Georgier wahre Helden, wenn es um Eingekochtes/Eingelegtes geht. Im Sommer ist die Aubergine eine der dominierenden Gemüsesorten, die in allen Varianten verarbeitet wird. Und auch abends wird gekochtes Fleisch zu Tische gebracht, nicht selten mit verschiedenen Breien aus Hirse, Grieß oder Reise (russ. Kascha), Eierkuchen oder gebratenen Eiern, gebratenen Würstchen oder Buletten, dazu gebackene Kartoffeln, Gemüse und Brot.

Ob das jetzt auch immer 100% auf Ihre Reise zutrifft, sei dahingestellt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Reiseleiter ab, wenn Sie den Grad an Authentizität erhöhen möchten.  

Alkoholika

Alkoholische Getränke sind in Georgien  nicht verboten. Aus sowjetischer Zeit erfreut sich der Wodka ausgesprochener Beliebtheit und in jeder Hotelbar ist eine breite Palette alkoholischer Getränke erhältlich. Das Trinken hat eine lange Tradition und ist mit vielen Ritualen verbunden. Jeder sollte mindesten einmal auf dieser Reise einen einheimischen Wodka probiert haben. Der einheimische Wodka ist qualitativ und geschmacklich um ein vielfaches besser als die uns bekannten Produkte à la „Wodka Gorbatschow“! Der einheimische Obstler heißt Tscha-Tscha und wird ebenso zu Speisen gereicht. Auch die Biere sind sehr schmackhaft und gekühlt bei hochsommerlichen Temperaturen ein großartiges Erfrischungserlebnis. Unbedingt sollten Sie den vollmundigen Wein Georgiens probieren. Die Weinherstellung hat hierzulande große Tradition und während der Reise werden Sie öfter, vor allem mit roten Tropfen, anstoßen. Auch Cognac erfreut sich bei Georgiern immer größerer Beliebtheit. Die besten Tropfen werden aus der früheren Sowjetrepublik Armenien (Jerewan) importiert.

Trinkwasser

Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Bei Tee und angebotenen Getränken können Sie bedenkenlos zugreifen.

Vegetarier

Vegetarier müssen im Restaurant speziell auf ihren Wunsch hinweisen. Das Angebot an Gemüse und Obst ist vielfältig. Vor allem Käseliebhaber kommen in Georgien voll auf ihre Kosten. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an frischem Obst und Gemüse. Bitte sagen Sie uns schon vor der Reise, wenn Sie spezielle Mahlzeiten wünschen – wir können uns so im Vorfeld darauf einstellen.

Kaffee

Der deutsche Bohnenkaffee ist so nicht bekannt. Was es gibt, sind der typische „Türkische“ oder eine Nachahmung des Espresso.

Achtung! Cafés sind nicht mit unseren Tee- oder Kaffeestuben gleichzusetzen, denn in Georgien sind diese kleinen Restaurants oder Imbissstuben mit einer Auswahl an herzhaften Speisen (Schaschlik) oder Gebäck ausgestattet.

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Bequeme und robuste Kleidung bietet sich für solch eine Reise am ehesten an. Man wird zwar als Tourist auffallen, weil die Kleiderordnung der Einheimischen doch etwas anders ist als in Mitteleuropa – doch ist es kein Problem – auch das Tragen von kurzen Hosen bei Männern ist längst nicht verpönt, wie es oft beschrieben wurde. Georgier legen selbst in ihrer Freizeit auf korrekt sitzende und saubere Kleidung viel Wert. Wanderschuhe, Sandalen und lockere Bekleidung sieht man selten auf der Straße. Zur speziellen Ausrüstung siehe bitte die Mitnahmeempfehlung.

Gesundheit
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or leave it“

(„Koch es, schäl es oder lass es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Gästehäusern einer Rundreise können Sie jedoch Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Die Standards in den Krankenhäusern entsprechen oftmals nicht mitteleuropäischen Standards, die Fachkenntnisse der Ärzte und Schwestern sind jedoch in der Regel sehr gut. In den letzten Jahren sind mit internationaler Hilfe neue Kliniken eröffnet worden, um die medizinische Versorgung im Land zu verbessern. Die Verständigung ist nahezu überall in Englisch und teilweise sogar in Deutsch möglich. Besonders empfehlenswert ist das für Notfälle uneingeschränkt nutzbare Militärkrankenhaus in Gori.

ACHTUNG: Eine Verpflegung während eines Krankenhausaufenthaltes gibt es in Georgien nicht! Dies ist die Aufgabe der Angehörigen. Als Ausländer kann man dann nur Vereinbarungen mit Restaurants treffen.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die Landeswährung ist der Lari (GEL). Ein Lari sind 100 Tetri. Die gängigsten Währungen sind US-Dollar und die EURO, die man problemlos umtauschen kann. Andere Währungen werden nur von den Banken akzeptiert. Für die Fahrten ins Landesinnere, besonders in die Bergregionen, sollte man ausreichend Lari mitnehmen, weil dort die anderen Währungen nicht gefragt sind. 

Wir empfehlen, lieber in einer Bank als in der Wechselstube zu tauschen. Wenn Sie doch eine Wechselstube benutzen, tauschen Sie nur bis zu Beträgen von maximal 200 € auf einmal. Tragen Sie Geld und Wertsachen gut verteilt und geschützt am Körper.

Geld- und Kreditkarten werden bisher in den großen Hotels akzeptiert und teilweise gibt es in Tiflis auch schon Automaten in der Stadt. Am beliebtesten sind VISA und Mastercard, Traveller Schecks sind nicht mehr empfehlenswert. Einige Banken sind seit kurzem an das internationale Geldkartensystem angeschlossen und verfügen über Bankautomaten; unter ihnen die Absolutbank, die Intellectbank, die Tbilcredditbank und die Tbilcombank. Geldüberweisungen sind über Western Union und einige Banken möglich.

Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Geldkarten zusammenstellen. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Außerdem sollte man eine gewisse Geldreserve einplanen. 

Der aktuelle Wechselkurs liegt derzeit bei:

1 EUR  = ca. 2,30 GEL
1 CHF  = ca. 2,19 GEL
1 US$  = ca. 2,03 GEL (Stand Februar 2015)

Stromversorgung
Die Spannung in den einzelnen Gebieten in Georgien beträgt 220 Volt (Wechselspannung) wie in Europa. Um ein Gerät zu benutzen, das auf eine Spannung von 110/120 Volt ausgerichtet ist (z.B. aus den USA), brauchen Sie einen Spannungswandler.

Stromausfälle und Spannungsschwankungen sind in ländlichen Gebieten (Swanetien) keine Seltenheit. Die Stecker sind zweipolig, meistens ohne Schutzkontakt, ohne einheitliches Format. Es empfiehlt sich ein Adapter. Trotzdem passen deutsche Stecker fast immer in georgische Steckdosen.

Telefonieren
Die Vorwahl aus dem Ausland nach Georgien ist 00995. Die Vorwahl für Tiflis ist 32. Münz-/Kartensprecher gibt es vorwiegend in den Großstädten. Man geht gewöhnlich auf  die Post oder telefoniert im Hotel. Unsere Handys (beispielsweise mit D2-Vertrag) funktionieren problemlos. In den Bergregionen ist der Empfang phasenweise stark eingeschränkt.

Internet
Preiswerte Internetcafés sind in fast allen größeren Orten zu finden. Viele Hotels in der Hauptstadt bieten ihren Gästen kostenfreies WLAN.

Literatur über Georgien

Literatur über Georgien

Natürlich gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von Büchern über Georgien (Grusinien). Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Thea Kvastiani, Vadim Spolanski, Andreas Sternfeld: Georgien entdecken. Unterwegs zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer. Trescher

· Gumppenberg, Marie-Carin von. Steinbach, Udo (Hrsg.): Der Kaukasus. Geschichte-Kultur-Politik. Verlag C.H. Beck

· Bock, Ulrich: Georgien und Armenien. DuMont Reise

· Fähnrich, Heinz: Kulturland Georgien. Kurzführer für Touristen. Reichert

· Hoffmann, Tessa. Woskanjan, Margarita: Armenien und Georgien. Zwischen Ararat und Kaukasus. Ein EXpress Reisehandbuch. Mundo

· Laub, Joachim (Hrsg.): Georgien. Geschichte, Geographie, Politik, Kultur, Alltag, Reiserouten, Küche, praktische Tips. Geschichtsverlag Silke Brück

· Gink, Károly. Tompos, Erzsébet: Georgien. Werner Dausien

· Reisser, Ilma: Georgien. Herder

· Metreveli, Roin: Georgien. Ein Überblick. Tbilisis Univ. Gamomcemloba, Tbilisi 1996.

· Reissner, Ilma: Georgien: Goldenes Vlies und Weinrebenkreuz. Verlagsbuchhandlung "Der Christliche Osten"

· Rohrbacher, Heinrich: Materialien zur georgischen Bibliographie. Deutsches Schrifttum. Habelt

· Rosen, Roger. Foxx, Jeffrey Jay: Georgia. Sovereign Country of the Caucasus (Odyssey Georgia). Odyssey Publications

· Nasmyth, Peter: Georgia. In the Mountains of Poetry. Cruzon Press

· Natrochvili, Nathalie. Meliava, Vakhtang: Le Guide de la Géorgie. Nouvelles Editions de l'Université

· Wagner, Horst-Günter: Erdöl und Erdgas in der Kaukasus-Kaspi-Region. in: Geographische Rundschau. Westermann-Verlag, Braunschweig Bd 49.1997

· Mühlfried, Florian: Postsowjetische Feiern. Das Georgische Bankett im Wandel. Mit einem Vorwort von Kevin Tuite. Ibidem-Verlag

· Kriegenherdt, Marlies: Georgien. Handbuch für individuelles Entdecken. 1. Auflage. Reise Know-How Verlag

· Fritz Pleitgen: Durch den wilden Kaukasus (Taschenbuch): Der Kaukasus - eine der geheimnisvollsten, und abenteuerlichsten Regionen der Welt. Fritz Pleitgens Buch ist ein literarischpolitischer Reisebericht über den Kaukasus und sein Geschichte, über seine grandiosen Landschaften und Kulturen, über Kriegsgebiete und Handelsstraßen, über faszinierende Menschen und ihre uralten Traditionen, über grenzenlose Gast-freundschaft, aber auch über unausrottbare Blutrache und Völkerfeindschaft.

Sprachführer

· Kauderwelsch Georgisch: Verlag: Reise Know-How Verlag

· Kauderwelsch Russisch: Verlag: Reise Know-How Verlag

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Wir empfehlen für diese Reise die folgenden Vor- bzw. Nachprogramme

Georgien

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Constanze Hauf

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