• Oldtimer in Cienfuegos, Kuba
  • Viva Kuba
  • Gut erhaltener Oldtimer auf Kuba
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  • Straßenzug in Havanna
  • Capitol in Havanna
  • Cienfuegos im Süden Kubas
  • Auf der Uferstraße
  • Das berühmte Capitolio in Havanna, Kuba
  • Bunter Straßenzug Kuba
  • Der Glockenturm von Trinidad

Kuba

 

Exklusive Fotoreise – Kubanisches Lebensgefühl im Fokus

15 Tage Fotoreise mit Uwe Wasserthal

    
Dauer 15 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 2990 EUR   drucken
Tourcode KUBFO3   zum Filter
Teilnehmer min. 6 – max. 12    
 
 
 
 

Erleben Sie den Mythos Kuba mit seinen Oldtimern, seinem sozialistisch-morbiden Charme, seinen kolonialen Städte-Perlen und den überaus fröhlichen und erfindungsreichen Bewohnern! Das Land, welches sich zur Zeit in einem spannenden Umbruch zwischen Sozialismus, wirtschaftlichem Aufschwung und „Verwestlichung“ befindet wird sich in den nächsten Jahren nach und nach verändern – halten Sie deshalb das Gesicht Kubas noch einmal in einzigartigen Fotos fest: Bilder und Geschichten der lebensfrohen Menschen, spannende Architektur-Fotografie und Alltagsszenen mit den bunten Oldtimern in den Straßen der Revolution, des Rums und der Salsa erwarten Sie.

Ihr sympathischer Fotoreiseleiter Uwe Wasserthal veranstaltet seit 1989 Fotoworkshops in der ganzen Welt und hält Vorträge über die Frühgeschichte der Fotografie. Kuba liegt ihm besonders am Herzen und so besucht er seit 1985 regelmäßig die Insel mit ihren sympathischen Bewohnern. Er hat verschiedene Lehraufträge für Fotografie und gibt mit seiner Werbeagentur seit mehr als 10 Jahren ein Reisemagazin heraus, für das er als Fotograf bereits über 70 Länder der Erde bereist hat.

Höhepunkte

Höhepunkte

  • DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Uwe Wasserthal

  • Street-Fotografie in Havanna

  • Valle de Viñales, UNESCO-Kulturlandschaft der Menschheit

  • Vielfältige Porträtfotografie

  • Architektur-Fotografie in Trinidad (UNESCO) und Cienfuegos

Tourenverlauf

1. Tag: Ankunft in Havanna

1. Tag: Ankunft in Havanna 1

Nach Ankunft in Havanna erfolgt der Transfer zum Hotel in der Altstadt von Havanna. Übernachtung im Hotel.

2. Tag: Havanna (F/M)

2. Tag: Havanna (F/M) 1

Dieser Tag steht ganz im Namen der vor Leben nur so sprühenden Hauptstadt Kubas: Havanna! Während einer ausführlichen Altstadtbesichtigung erlernen Sie Street-Fotografie, Available Light Fotografie (mit vorhandenem Licht) und das „Mitziehen“ vorbeifahrender Straßenkreuzer auf dem Malecon. Der Malecon, Havanna’s berühmte Küstenpromenade, ist am Abend ein beliebter Treffpunkt der Cubanos. Nach dem Mittagessen steht ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm: der Besuch des Rummuseums. Hier haben Sie die Möglichkeit eine Foto-Dokumentation zu üben. Anschließend haben Sie Gelegenheit mit einer Flasche Rum und Gläsern Produktfotografie zu praktizieren. Übernachtung wie am Vortag.

3. Tag: Havanna (F)

3. Tag: Havanna (F) 1

Nach dem Frühstück Besichtigungsfahrt durch die modernen Viertel Havannas Miramar und Vedado sowie Besuch einer Zigarrenfabrik. Am Nachmittag bleibt genügend Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Übernachtung wie am Vortag.

4. Tag: Havanna (F)

4. Tag: Havanna (F) 1

Der Tag in Havanna steht Ihnen zur freien Verfügung. Sie können sich noch einmal den Gesichtern und Geschichten Havannas widmen und sie in einzigartigen Fotos festhalten. Übernachtung wie am Vortag.

5. Tag: Havanna – Viñales (F)

5. Tag: Havanna – Viñales (F) 1

Sie verlassen Havanna und fahren Richtung Westen nach Viñales, dem landschaftlich spektakulären Tabakanbaugebiet Kubas, wo Cohiba und Co. ihren Ursprung feiern. Auf dem Weg machen Sie einen kurzen Stopp am Aussichtspunkt Los Jazmines, um ein eindrucksvolles Panoramafoto des gesamten Tals zu „schießen“. Im fruchtbaren Westen Kubas besuchen Sie außerdem die Casa del Veguero und unternehmen eine Wanderung durch die Tabakplantagen. Dabei lernen Sie die kubanische Bevölkerung kennen und können ausdrucksstarke Portraits sammeln. Außerdem besichtigen Sie die Cueva del Indio mit Ihrem unterirdischen See und unternehmen eine kurze Bootsfahrt in der Höhle. Übernachtung in einer Casa Particular in Viñales.

6. Tag: Viñales – Sierra del Rosario – Soroa (F/M/A)

6. Tag: Viñales – Sierra del Rosario – Soroa (F/M/A) 1

Weiter geht die Reise nach Soroa. Unterwegs machen Sie einen Abstecher in das Biosphären Reservat Sierra del Rosario und besuchen die Dorfkooperative Las Terrazas, wo Sie in einem Ökorestaurant zu Mittag essen. Genießen Sie die Zeit am Rio San Juan, der zu einem Bad einlädt. Danach geht es nach Soroa, wo Sie den hiesigen Wasserfall und den berühmten Orchideengarten bestaunen. Am Nachmittag bleibt genügend Zeit zum Wandern und um sich der Natur- und Landschaftsfotografie zu widmen. Übernachtung im Hotel.

7. Tag: Soroa (F/A)

7. Tag: Soroa (F/A) 1

Der Tag in Soroa steht Ihnen zur freien Verfügung. Sie können eine Wanderung durch Palmenhaine und tropisch-dichte Vegetation oder einen Ausflug zum Río San Juan unternehmen. Am Abend erfolgt eine erste Bildbesprechung im Hotel. Übernachtung wie am Vortag.

8. Tag: Soroa – Cienfuegos (F)

8. Tag: Soroa – Cienfuegos (F) 1

Heute haben Sie eine längere Fahrt in Richtung Zentralkuba vor sich. Auf dem Weg dorthin werden Sie einen Stopp in der Lagune der Cueva de los Peces einlegen, wo Sie etwas Zeit zum Baden haben werden, bevor Sie der charmanten Stadt Cienfuegos erreichen. Übernachtung im Hotel.

9. Tag: Cienfuegos (F)

9. Tag: Cienfuegos (F) 1

Heute unternehmen Sie einen Spaziergang durch die Innenstadt von Cienfuegos. Der Nachmittag steht Ihnen für individuelle Erkundungen zur freien Verfügung. Übernachtung wie am Vortag.

10. Tag: Cienfuegos – Trinidad (F)

10. Tag: Cienfuegos – Trinidad (F) 1

Heute geht die Fahrt weiter nach Trinidad. Sie erleben die Innenstadt mit seinem kubanischen Charme: Kopfsteinpflaster, Kolonialhäuschen und viele Zigarren rauchende Männer in Schaukelstühlen auf der Veranda. In Trinidad erproben Sie die Architektur-Fotografie sowie Farbenlehre und die grafische Einteilung eines Bildes. Übernachtung in einer Casa Particular.

11. Tag: Trinidad (F)

11. Tag: Trinidad (F) 1

Der Tag in Trinidad steht Ihnen zur freien Verfügung. Sie können eine Wanderung durch den National Park Topes de Collantes oder einen Ausflug zum Strand Ancon unternehmen. Unser Fotograf steht Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite! Übernachtung in einer Casa Particular.

12. Tag: Trinidad – Varadero (F/A)

12. Tag: Trinidad – Varadero (F/A) 1

Nach dem Frühstück fahren Sie nach Varadero, wo Sie die Seele in Ihrem Badehotel baumeln lassen können. Übernachtung im Hotel Iberostar Bella Vista.

13.–14. Tag: Varadero (F/2×M/2×A)

Sonne, Palmen und ein traumhafter Sandstrand. Übernachtung im All Inklusive Hotel Iberostar Bella Vista.

15. Tag: Varadero (F)

Transfer zum Flughafen. Rückflug.

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
10.11.2017 24.11.2017 Erste Anmeldungen liegen vor! 2990 EUR Anfragen
23.02.2018 09.03.2018 2990 EUR Anfragen

Zusatzkosten

Internationale Flüge ab 1100 EUR
EZ-Zuschlag 620 EUR
Touristenkarte 30 EUR
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen ab/an Havanna

  • Deutschsprachige Tourenleitung
  • Fotografische Tourenleitung durch Uwe Wasserthal
  • Alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Gruppenflughafentransfers
  • Alle Eintrittsgelder laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 11 Ü: Hotel im DZ
  • 3 Ü: Privatunterkunft im DZ
  • Mahlzeiten: 13×F, 4×M, 5×A

Nicht in den Leistungen enthalten

An-/Abreise; Separate Flughafentransfers; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Touristenkarte (30 €); Ausreisegebühr (derzeit im Flugticket enthalten); optionale Ausflüge; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.16; Trinkgelder; Persönliches

Infos

Anforderungen

Seit 01.05.2010 ist jeder Tourist verpflichtet, bei der Einreise einen für Kuba gültigen Krankenversicherungsschutz für die vorgesehene Aufenthaltsdauer nachzuweisen. Ihr Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Die Touristenkarte ist für die Einreise nach Kuba zwingend erforderlich und kann über DIAMIR für 30 € erworben werden.

EIN WORT ZU KUBA

Kuba erlebt im Moment einen extrem starken Andrang, der die touristische Infrastruktur vor große Herausforderungen stellt. Schon immer waren bei Reisen auf Kuba Geduld und Flexibilität hilfreiche Begleiter, im aktuellen Jahr ist dies notwendiger denn je.

Bitte beachten Sie, dass Kuba noch immer ein sehr ursprüngliches, vom Sozialismus geprägtes Reiseland ist und gerade deshalb einen besonderen Reiz ausübt. Die touristische Infrastruktur ist in einigen Fällen noch weit vom europäischen Standard entfernt, ähnlich verhält es sich u.U. mit der Servicebereitschaft – auch wenn die Kubaner ein sehr gastfreundliches Volk sind. Engpässe bei der Warmwasser- oder Stromversorgung sind möglich. Ebenso können die Gegebenheiten vor Ort zu kleineren Programmänderungen führen, und auch Änderungen der Unterkünfte können nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Wir legen höchsten Wert auf eine sehr gute Qualifikation unserer Reiseleiter. Diesen hohen Anspruch versuchen wir auch in den Zeiten des derzeitigen Booms aufrecht zu erhalten, aber in Einzelfällen kommen auch Tourenleiter zum Einsatz, die noch am Anfang Ihrer Karriere stehen.

Dank akribischer Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit unseren Partneragenturen sind wir in der Lage, auch bei der derzeit extrem hohen Nachfrage die hohe Qualität unserer Reisen überwiegend zu halten. Sollte uns dies in Ausnahmefällen einmal nicht gelingen, bitten wir um Ihr Verständnis.
​Sie werden Kuba in einer sehr spannenden Phase des Umbruchs und Wandels erleben. Eine gewisse Nachsicht und das „Einlassen“ auf Land und Leute sind in Kuba der Schlüssel zu einer erlebnisreichen und schönen Reise – genießen Sie das einmalige kubanische Flair!

Hinweise

Dieser Tourenverlauf ist ein Beispiel. Das tägliche Programm kann mehrmals vom Reiseleiter hinsichtlich der Licht- und Witterungsbedingungen angepasst werden.

Service

Kuba

Allgemeines

Allgemeines

Allgemeines 

Kuba ist ein Inselstaat in der Karibik. Im Nordwesten hat die Insel einen Küstenstreifen zum Golf von Mexiko, die gesamte Nordküste liegt jedoch am Atlantischen Ozean. Im Südosten der Insel befindet sich der Marinestützpunkt der US-Navy Guantanamo Bay. Diese Exklave ist von einer früheren vorrevolutionären kubanischen Regierung de facto auf unbegrenzte Zeit an die USA verpachtet worden. Als eines der einzigen sozialistischen Länder der Welt hat Kubas Wirtschaft mit Mangel an vielen Sachen im Alltag zu kämpfen, sodass das Leben für die Einheimischen alles anderes als einfach ist. Doch die Gastfreundlichkeit und Warmherzigkeit der Kubaner lassen einem wenig von ihren alltäglichen Sorgen erfahren. Das Land befindet sich gerade in einer langfristigen Umwandlungsphase, in der neue politische und wirtschaftliche Maßnahmen getroffen und die in der Vergangenheit begangenen Fehler behoben werden. Dies macht aus Ihrer Reise ein absolutes spannendes Erlebnis in einem der, politisch gesehen, interessantesten Ländern Lateinamerikas.  

Geografie

Kuba ist die größte Insel in der Karibik. In der Rangfolge der größten Inseln der Welt liegt sie auf Platz 16. Das Nachbarland im Norden sind die USA mit ihrem Bundesstaat Florida. Im Nordwesten liegt der Golf von Mexiko, im Westen die mexikanische Halbinsel Yucatán. Kuba ist größtenteils eben, mit Hügellandschaft und Bergen hauptsächlich im Südosten. Der höchste Punkt ist der Pico Turquino (1.974 m ü. NN) in der Sierra Maestra. Havanna ist mit ca. 2 Mio. Einwohner die größte Stadt Kubas und Hauptstadt der Insel. Die nächstkleineren Städte sind Santiago de Kuba, Holguín und Camagüey.

Zeitverschiebung

Die Zeitveraschiebung zwischen Kuba und Deutschland beträgt 6 Stunden. Das heißt, wenn in Kuba z.B. 08:00 Uhr ist, ist es in Deutschland 14:00 Uhr. Bitte beachten Sie bei der Buchung Ihres Fluges, dass die Uhrzeit Ihrer Ankunft in Kuba bzw. in Deutschland aufgrund der Zeitverschiebung um einen Tag variieren kann.

Klima

Das Klima ist tropisch. Die Temperaturen schwanken im ganzen Jahr zwischen 20 und 35 Grad, wobei in den Ostregionen die höchsten Temperaturen zu erwarten sind. Es gibt zwei Jahreszeiten, eine trockenere Jahreszeit von November bis April, wo es weniger feucht und kühler ist und wo die Tiefsttemperaturen bei 18-20 Grad liegen. Die regnerische Jahreszeit ist von Mai bis Oktober mit einer Durchschnittstemperatur von 32 Grad. Die Luftfeuchtigkeit in Kuba liegt bei 90 Prozent. Die Hurrikansaison ist von Juni bis November, wobei die meisten Stürme im September bzw. Oktober auftreten. Die durchschnittliche Wassertemperatur beträgt 25 Grad. Die beliebteste Reisezeit für Europäer, die an die tropische Hitze nicht gewöhnt sind, ist daher zwischen November und April.

Bevölkerung

Auf Kuba leben etwa 11 Millionen Menschen. Schätzungen zufolge ist die Bevölkerung etwa zu je einem Drittel europäischer, afroamerikanischer und gemischter (Mulatten) Abstammung. Daneben existiert noch eine chinesische Minderheit. Von der indigenen Bevölkerung der Arawak gibt es keine Nachkommen. Kuba hat mit 1,6 Kindern pro Frau die niedrigste Geburtenrate der lateinamerikanischen Staaten und der westlichen Hemisphäre nach Kanada. 

Wirtschaft

Kuba zählt zu den letzten bestehenden sozialistischen Volkswirtschaften. Nach dem Ende der UdSSR kam es mit dem Wegfall des wichtigsten Handelspartners Kubas 1991 zu einer ökonomischen Krise (genannt período especial en época de paz = besondere Periode in Friedenszeiten; kurz: período especial/Sonderperiode), die bis heute andauert. Der Ostblock hatte Kubas landwirtschaftliche Produkte über dem Marktpreis gekauft und Finanzhilfen geleistet, allein die UDSSR zahlte zuletzt 5 Milliarden Dollar jährlich (zum Vergleich: das heutige Bruttosozialprodukt Kubas liegt in einer Größenordnung von etwa 30 Milliarden Dollar jährlich). Wegen der großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten war der US-Dollar ab 1993 offizielles Zahlungsmittel neben dem Peso, doch seit dem 8. November 2004 ist der US-Dollar durch den Peso Convertible ersetzt.

In der Landwirtschaft ist der Zucker, immer noch Cash crop und Devisenbringer Nummer eins, gefolgt vom Tabakanbau. Die Zuckerproduktion sank jedoch von 9 Millionen Tonnen vor der Revolution auf den heutigen Tiefststand von 2,5 Millionen Tonnen. Inzwischen gewinnt die Nickelproduktion an Bedeutung, hier wirken sich die aktuell hohen Stahlpreise günstig aus. Noch immer müssen Lebensmittel importiert werden. Kuba besitzt eine hochentwickelte Biotechnologie und hat als erstes Land der Welt Impfstoffe gegen Meningitis B, Meningitis C und Hepatitis B entwickelt (Länderinformationen). Die Biotechnologie hat in der Landwirtschaft aus Mangel an Energie sowie synthetischen Düngern und Pflanzenbehandlungsmitteln biologische Anbaumethoden gefördert. Eine ebenfalls hoch entwickelte Pharmaindustrie vermarktet weltweit relativ zahlreiche kubanische Patente auf Medikamente. Eine weitere Stütze der Volkswirtschaft sind die umfangreichen Geldsendungen der exilkubanischen Gemeinden in den USA an ihre Familienangehörigen (etwa 900 Millionen Dollar pro Jahr). Die Einnahmen daraus sind ungefähr so groß wie die aus dem Tourismussektor.

Tourismus

Wie viele andere Entwicklungsländer versucht Kuba über den Tourismus an Devisen und höhere Staatseinnahmen zu kommen. Um ausländische Investoren für Kuba zu gewinnen, bemüht sich der Staat, die bürokratischen Hürden für das Anlegen im Tourismusbereich, aber auch in anderen Sektoren abzubauen, sowie Vergünstigungen bei den Krediten zu gewährleisten. Gegenwärtig werden sogar Verhandlungen mit US-amerikanischen Reiseveranstaltern und Hotelketten durchgeführt, sodass sich diese Branche langfristig viel mehr entwickeln wird und die dadurch zu erwartenden Einnahmen deutlich steigen werden. Doch ist nicht nur der Pauschaltourismus für die steigenden Einnahmen im Tourismussektor verantwortlich, sondern auch der Ökotourismus. Kuba bietet neben die wunderschönen Weißsandstrände auch sensationelle Landschaften, die mit dem UNESCO-Siegel ausgezeichnet sind. Für Naturfreunde hat das Land eine große Vielfalt an Aktivitäten zu bieten, wie zum Beispiel Radfahren, Tauchen, Wandern, Reiten und Tierbeobachtungen u.a. 

Sicherheit

Kuba zählt zu den sichersten Ländern Lateinamerikas. Man kann bedenkenlos durch die Straßen gehen. Bitte seien Sie dennoch wachsam und halten Sie Ihre Kameras und Wertsachen bedeckt. Diebstahl oder Ähnliches ist vor Ort bei der Polizei anzumelden, wobei man sich auf Englisch verständigen kann. Alleinreisende und Frauen sind in Kuba sehr gut aufgehoben, sie können sich jederzeit an die Einheimische wenden, wenn sie Informationen oder Hilfe brauchen. Es gibt keine Waffenkriminalität, Entführungen oder Überfälle, weder unter den Einheimischen noch mit den Touristen. Die sichere Lage in Kuba macht das Land so beliebt, auch wenn man mit Kindern verreist.

Praktische Tipps

- In Kuba sind alle Kosmetikprodukte sehr teuer und sind oft vergriffen. Dinge, wie Sonnenspray, Rasierschaum und Parfüms sollten Sie lieber mitnehmen.

- Es ist zu empfehlen, dass Sie während der ganzen Reise kein Leitungswasser zu sich nehmen, da es zu Durchfällen führen kann. Kaufen Sie lieber das Wasser in den CUC-Geschäften.

-  Lassen Sie nie Ihre Sachen am Strand oder in der Stadt unbeaufsichtigt.

Wechseln Sie nie Geld auf der Straße, sondern in den Wechselstuben.

Geschichte

Kuba und die dort lebenden Arawak gerieten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter spanische Kontrolle. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die indigenen Völker durch Gewalt und Krankheit praktisch ausgerottet. Für den sehr arbeitsintensiven Zuckerrohranbau besorgten die spanischen Pflanzer sich im 17. und 18. Jahrhundert zehntausende afrikanischer Sklaven.

Die Kämpfe der Kolonie um Unabhängigkeit begannen 1868 und dauerten mit Unterbrechungen bis zum Abzug der Spanier im Jahr 1898 an, als die USA intervenierten (Spanisch-Amerikanischer Krieg). Die USA besetzten die Insel, bis sie schließlich 1902 endgültig die Unabhängigkeit erlangte. Diese war allerdings bis 1934 durch das Platt Amendement eingeschränkt, das den USA bei Beeinträchtigung US-amerikanischer Interessen ein jederzeitiges Interventions-Recht in Kuba gab. Ein Überrest dieser US-amerikanischen Sonderrechte ist der gegen den erklärten kubanischen Willen noch heute von den USA aufrechterhaltene Marinestützpunkt Bahía de Guantánamo (Guantanamo Bay). 1959 beendete die Revolution unter der Führung von Fidel und Raúl Castro, Camilo Cienfuegos und dem Argentinier Ernesto Che Guevara die langjährige Diktatur von Fulgencio Batista. Seit 1961 (Deklaration von Havanna) ist Kuba ein sozialistisches Land.

Nach dem politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch von Kubas wichtigsten Handelspartnern und Geldgebern (Sowjetunion und COMECON) zu Beginn der 1990er Jahre erlebte Kuba eine schwere Wirtschaftskrise, die 1993 ihren Tiefpunkt fand. Unter der Führung von Carlos Lage Dávila wurde die Wirtschaft dezentralisiert und an die Erfordernisse des Weltmarktes angepasst, Marktwirtschaft und Devisenhandel in einigen Nischen zugelassen. Seitdem gehört Kuba laut Weltbank zu den Staaten der Dritten Welt mit wirtschaftlichen Zuwachsraten. Joint-Venture-Geschäfte im Tourismus-Bereich, die Zusammenarbeit mit neuen Außenwirtschaftspartnern (u.a. Spanien, Italien, Kanada, Brasilien, Volksrepublik China, Venezuela), die Entdeckung von neuen Ölvorkommen und die Vermarktung der bedeutenden Nickelvorkommen trugen zur Stabilisierung der kubanischen Wirtschaft bei. Allerdings entstanden auch soziale Disparitäten.

Politik 

Die Staatsorganisation entspricht dem klassischen sozialistischen Modell: Formal ranghöchstes und gesetzgebendes Organ ist das Parlament (asamblea nacional del poder popular), welches den Staatsrat (consejo de estado) und den Ministerrat, welcher als Regierung fungiert, wählt. Tatsächlich ist das nur zweimal im Jahr zusammentretende Parlament relativ einflusslos und hat vor allem die Aufgabe, Entscheidungen abzusegnen. Die Abgeordneten sind an der Staatsführung oder gar an der Kontrolle der Exekutive nicht beteiligt und nur nebenberuflich tätig, sie erhalten keine Diäten. Gemäß der Verfassung ist die führende Rolle im Staate der Kommunistischen Partei Kubas (Partido Comunista de Cuba) zugewiesen, welche sie gemeinsam mit den von ihr kontrollierten Massenorganisationen (Gewerkschaften, Komitees zur Verteidigung der Revolution, Frauen- und Jugendverbände etc.), die als Transmissionsriemen dienen, ausübt. Staatspartei wie Massenorganisationen sind hierarchisch von oben nach unten aufgebaut. Andere Parteien sind nicht zugelassen.

Einen ähnlichen Monopolstatus genießen auch die Massenorganisationen, Arbeitnehmerorganisationen außerhalb des staatlichen Gewerkschaftsbundes sind verboten. Innovativ ist die Tatsache, dass in allen Wahlkreisen mindestens zwei Bewerber aufgestellt werden müssen, welche nicht immer Mitglied der Partei sind. Allerdings werden alle Bewerber von einem Ausschuss der PCC und der Massenorganisationen ausgewählt und dürfen keinen Wahlkampf betreiben, also keine eigenen politischen Programme vorstellen. Auf diese Weise führt die Parteispitze den Staat, ein ähnlicher Aufbau ist auf den unteren administrativen Ebenen gegeben. Als gleichzeitiger Generalsekretär der PCC, Vorsitzender des Staats- und des Ministerrates sowie Oberbefehlshaber der Streitkräfte vereinigt Raúl Castro Ruz alle Macht im Staate in seiner Person. Die Staatsverfassung Kubas lässt sich somit als totalitär-autokratisch kennzeichnen. 

Menschenrechte

Die kubanische Regierung überprüft das politische und soziale Verhalten ihrer Bürger systematisch. Wesentliche Menschenrechte, insbesondere Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit, freie Meinungsäußerung, Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Medien- und Informationsfreiheit, Ausbildungs- und Berufsfreiheit sind laut der Verfassung erlaubt. Allerdings sind regierungsfeindliche Demonstrationen in großer Menge nicht vorgesehen. Die Medien dienen als staatliches und politisches Organ und die Meinungsfreiheit ist sehr eingeschränkt. Freizügigkeit innerhalb und außerhalb des Landes, Versammlungs-, Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit. Rechtsstaatlichkeit, faire Verfahren und eine unabhängige Anwaltschaft sind nicht gewährleistet. Die Verfassung erwähnt zwar die Grundrechte, ordnet ihre Ausübung aber den staatlichen Zielen unter. Es gibt keine unabhängige richterliche Gewalt, welche die Einhaltung der Menschenrechte sicherstellt. Menschenrechtsvereinigungen sind nicht zugelassen.

Emigration

 

Prinzipiell dürfen alle Kubaner seit Januar 2013 verreisen. Während sie früher eine Reisegenehmigung von den kubanischen Behörden benötigten, brauchen sie jetzt nur ein Visum für das Zielland und einen gültigen Reisepass. Bevorzugtes Auswanderungsziel sind die USA, aufgrund ihres Wohlstandes, der familiären Beziehungen zu den zahlreichen Exilkubanern und der Hilfe der US-Regierung für kubanische Emigranten (insbesondere dem sofortigen Erwerb der Staatsbürgerschaft).

 

Mit den Vereinigten Staaten besteht ein von der Clinton-Regierung ausgehandeltes Migrationsabkommen: die USA stellen jedes Jahr 20.000 in der Bevölkerung sehr begehrte Visa aus, die eine legale Auswanderung ermöglichen. Im Gegenzug verpflichteten sich die USA, alle illegalen Flüchtlinge, welche sie auf See aufgreifen, unverzüglich wieder nach Kuba abzuschieben. Dies wird jedoch seit der der Amtsübernahme von Präsident Bush nicht mehr praktiziert. In den Jahren nach der Revolution verließen große Teile der ehemaligen Staatsführung, der Oberschicht, des Mittelstandes und des Klerus Kuba.

Heute ist es neben der allgegenwärtigen staatlichen Kontrolle vor allem die desolate Wirtschafts- und Versorgungslage die viele Leute außer Landes treibt. Wer das Land verlässt, muss häufig seine Familie und sein soziales Umfeld zurücklassen und sich in einem fremden Land eine neue Existenzgrundlage schaffen, wobei die Regierung jede Mitnahme von Besitz untersagt und das Eigentum von Emigranten sofort verstaatlicht. Die Grenze zum US-Stützpunkt hat die kubanische Regierung mit Zäunen umgeben und verminen lassen, um eine erfolgreiche Flucht dorthin zu verhindern. Insgesamt verließen über eine Million Kubaner seit der Revolution ihre Heimat, über 2 Millionen Kubaner leben außerhalb der Insel. 

Bildungswesen

Bildung ist in Kuba kostenlos und es besteht eine 9-jährige Schulpflicht. Kuba hat ein dreigeteiltes Bildungssystem, das aus Grund-, Mittel-, und Oberschule besteht. Das Schulwesen steht für Jungen auch im Dienst vormilitärischer Ausbildung. Die Lehrer müssen jährlich jeden Schüler und auch dessen Eltern nach der politischen Ausrichtung und den politischen Aktivitäten schriftlich beurteilen.

Kubas Bildungssystem gehört zu den besten in Lateinamerika. 2001 lagen die kubanischen Schüler der vierten und fünften Klasse bei einem Test der UNESCO weit vor den anderen lateinamerikanischen Ländern. Weltbankpräsident James Wolfensohn sagte Ende 2002, dass es Kuba gelungen sei, die Einschulungsquote auf 100 % zu steigern. Die Analphabetenquote liegt bei 0,2 %. Nach dem UNESCO-Education For All Development Index (2004) gehört Kuba zu den am höchsten entwickelten Ländern der Welt im Bildungsbereich (neben Kanada, Finnland und Südkorea). Als Folge davon hat Kuba eine hervorragend ausgebildete Bevölkerung. Doch fällt es schwer, dieses Potenzial angemessen zu nutzen. Viele Ärzte und Facharbeiter erledigen im Tourismussektor Arbeiten völlig unterhalb ihrer Qualifikation, weil teilweise schon das Dollartrinkgeld eines Tages ihrem Monatsverdienst entspricht. Aus denselben Gründen gibt es auch viele Schulabbrecher.

 

 

 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen

Für eine Reise nach Kuba ist ein Visum in Form einer Touristenkarte erforderlich. Ab Einreisedatum ist damit ein Aufenthalt in Kuba von 30 Tagen gestattet. Der Aufenthalt kann vor Ort in einer „Inmigracion“ um 30 Tage verlängert werden. Die Touristenkarte wird von den Vertretungen Kubas (Botschaften und Konsulate) bei Vorlage eines noch mindestens 6 Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepasses ausgestellt (Kinderausweise für Kinder bis zum 16. Lebensjahr werden anerkannt, wenn sie mit einem Lichtbild versehen sind). Die weitaus einfachste Möglichkeit, ist der Erwerb der Touristenkarte direkt bei uns im Büro. Die Gebühr für ein 30 Tage gültiges Touristenvisum beträgt 30 Euro. Kuba erhebt zudem eine Ausreisegebühr von derzeit 25 CUC. Sie ist normalerweise im Flugpreis enthalten und muss nicht separat am Flughafen gezahlt werden.

Bitte achten Sie während der Reise stets auf Ihren Reisepass, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, mehrere Fotokopien anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen.

Seit 01.05.2010 ist jeder Tourist verpflichtet, bei der Einreise einen für Kuba gültigen Krankenversicherungsschutz für die vorgesehene Aufenthaltsdauer nachzuweisen. 

Reiseversicherung

Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Problemen und Risiken während der Reise beruhen auf der langjährigen Erfahrung unserer Reisespezialisten und sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser ist in der Lage, Sie umfassend und kompetent zu beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre volle Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise

Impfschutz

Es wird empfohlen, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Cholera (s. u.) empfohlen

Malaria

Die Insel Kuba ist malariafrei.

Denguefieber

Dengue wird durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen und tritt landesweit auf. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).

Chikungunya

Aktuell werden, ausgehend von der Antillen-Insel St. Martin, bislang nur importierte Fälle von Chikungunya-Virusinfektionen in Kuba gemeldet. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen. 

Doch nicht nur Dengue und Chikungunya, sondern auch der derzeit in der Presse stehende Zika-Virus können durch Mückenstiche übertragen werden.

Persönlicher Mückenschutz

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

- tagsüber Insektenschutzmittel, sog. Repellents, auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,

- ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Seit Mitte 2012 werden v.a. aus den Provinzen Havanna, Guantanamo, Santiago de cuba, Granma, Camaguey sowie Cienfuegos Choleraausbrüche, auch bei Touristen, gemeldet. Cholera kann über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen werden. Daher sind Standard-Hygienemaßnahmen besonders zu beachten. 

Eine Cholera-Impfung steht zwar zur Verfügung. Sie erfordert jedoch eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel bei besonderen Expositionen (z.B. Arbeit im Krankenhaus) gegeben. Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land inklusive der Hauptstadt Havanna sinnvoll sein. Das hängt auch von persönlichen Dispositionen und Risiken der Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner wird empfohlen.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen auch erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl einen vergleichsweise milden klinischen Verlauf nehmen.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.

Tollwut

In Kuba kann Tollwut zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit aufbereitetem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, selbst schälen oder desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Während der Reise

Während der Reise

Geld

In Kuba sind zwei amtliche Währungen im Umlauf: kubanische Pesos und Convertible Pesos. Theoretisch sollen Touristen ausschließlich Convertibles benutzen, aber in der Praxis hält einen nichts davon ab, eine cadeca (Wechselstube) zu betreten und die Convertibles in moneda nacional (kubanische Pesos) umzutauschen. Bei einem Wechselkurs von 25 Pesos proConvertible bieten sich mit Pesos Sparmöglichkeiten. Heute ist der Dollar-Kurs bei 1,- CUC = 0,98 Cent und  bei 1 CUC = 1, 04 € (Juni 2015)

Gesundheit und medizinische Versorgung

Es gibt in Kuba definitiv kein verlässliches Rettungssystem, d.h. es kann weder davon ausgegangen werden, dass eine wie in Deutschland übliche maximale Alarmierungszeit, d.h. zwischen Notruf und Eintreffen des Ambulanzfahrzeuges von ca. 15 Min., eingehalten wird, noch dass sich an Bord des Rettungsfahrzeuges immer ausreichend qualifizierte Rettungsassistenten bzw. Ärzte befinden. Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern vorgesehen. Bei akuten Notfällen wird prinzipiell auch in anderen Krankhäusern eine (kostenpflichtige) Erstbehandlung vorgenommen. Die Kosten können die in Deutschland üblichen übersteigen. Das Angebot zur Gesundheits- und Notfallversorgung ist insbesondere in vielen ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar.

Nicht nur deshalb sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Lassen Sie sich unbedingt vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle oder einen Tropen- bzw. Reisemediziner beraten. 

Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen, zugezogen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Globetrotterregel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Auch wenn es schwer fällt, Salate und unschälbares Obst sollten während der Reise nicht auf dem Speiseplan stehen. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und offene Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate und Obst ohne Bedenken essen und Fruchtsäfte trinken. Schließlich sind dies ja die Köstlichkeiten des Landes!

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Kubanische Musik

In Kuba sind zahlreiche Musikstile und Tänze entstanden, die z. T. international Verbreitung fanden. Zu ihnen gehören der Son, der Mambo, die Salsa, der Danzón, die Rumba, der Cha Cha Cha und die alte und neue Trova (Nueva Trova). Durch die Übersiedlung vieler Süd- und Mittelamerikaner in die USA während des Zweiten Weltkrieges kam es sehr schnell zu einer leichten Vermischung aus kubanischen Rhythmen und dem Jazz. Nach 1945 wurde kubanische Musik auch in Westafrika sehr beliebt und beeinflusste den Highlife.

Film

Vor der Revolution von 1959 gab es auf Kuba keine eigenständige Filmproduktion. Die wenigen Filme, die auf Kuba produziert wurden, ahmten den Stil US-amerikanischer Produktionen nach. Es gab allerdings in Havanna zahlreiche große "Filmpaläste", in denen alle international bekannten Filme vorgeführt wurden. Andererseits hatten viele Kubaner in den ländlichen Regionen der Insel niemals einen Film gesehen. Erst in den 1960er Jahren entstand eine eigenständige kubanische Filmproduktion. Am 24. März 1959 wurde aufgrund eines Gesetzes, das mit den Worten "Film ist Kunst" beginnt, das Kubanische Filminstitut ICAIC gegründet. Bis 1970 bestand die Filmproduktion allerdings hauptsächlich aus Dokumentar-, Zeichentrick- und Lehrfilmen. Der 1964 in Kuba gedrehte Film Soy Cuba war zwar eine sowjetisch-kubanische Koproduktion mit Micheil Kalatosow als Regisseur, die ausschließlich kubanischen Filmschauspieler und Mitarbeiter des Films gehören jedoch im weiteren Verlauf zu den Begründern eines eher vom französischen und italienischen Avantgarde-Film beeinflussten, dann aber sehr eigenständigen kubanischen Filmstils. 

Medien

Durch die Wirtschaftskrise von 1993 bedingt ist das umfangreiche Angebot, das es an Printmedien (Zeitungen und Bücher) und Kinos auf Kuba gab, sehr stark zurückgefahren worden, während andere Medien wie Fernsehen und Internet, wenn auch nicht in gleichem Maße, zugenommen haben. Die kubanischen Medien (medios de difusión masiva) sind Staatseigentum nach Kapitel VI Art. 52. der Verfassung von 1976. Das gesamte Medienwesen dient entsprechend auch der Propaganda des Staates.

Presse

Die kubanische Presse steht unter Kontrolle der Regierung, der Kommunistischen Partei Kubas und der Massenorganisationen (Gewerkschaften, Frauenföderation etc.). Den größten Verbreitungsgrad haben folgende kubanische Zeitungen, die alle auch über eine teilweise mehrsprachige Internet-Version verfügen. Die Zeitungen und Zeitschriften haben trotz ihrer nur allmählich wieder steigenden Auflagen sehr viele Leser, da sie in der Regel in der Nachbarschaft systematisch untereinander ausgetauscht werden. Unabhängiger Journalismus wird konsequent verfolgt. Insbesondere Berichte über die Lage auf Kuba oder deren Weitergabe an ausländische Medien ist strengstens untersagt. Auf der anderen Seite bemüht sich das Regime auch zu verhindern, dass sich Bürger aus unabhängigen Quellen über die Lage in ihrem eigenen Land informieren können; so dürfen keine ausländischen Publikationen empfangen werden, unbequeme ausländische Sender werden gestört und Internetsites gefiltert.

Fernsehen

Es gibt auf Kuba drei staatliche Fernsehsender, die von der gesamten Bevölkerung empfangen werden können. Einer davon ist ein reiner Kultur- und Bildungssender. Nahezu alle kubanischen Haushalte verfügen über, allerdings mitunter sehr alte, Fernsehgeräte. Seit Mai 2005 ist die Auslandsversion des kubanischen Fernsehens Cubavisión über Astra (Satellit) auch in Deutschland zu empfangen. Seit Juli 2005 strahlt der Satellitensender teleSUR sein Programm für Lateinamerika aus, an dem Kuba mit 19% Einlage beteiligt ist.

Radio

Neben zahlreichen Radiosendern mit gemischten Programmen und reinen Musiksendern gibt es den viel gehörten Kanal Radio Reloj (Radio Uhr) mit ständiger Zeitansage und mehr oder weniger gefilterten 24-stündigen Tickermeldungen aller internationaler und nationaler Nachrichtenagenturen. Ausländische Sender können frei empfangen werden (mit Ausnahme des zeitweise gestörten US-Propagandasenders Radio Marti).

Internet

Seit der Wirtschaftskrise von 1993 setzt die kubanische Regierung verstärkt auf das Internet als Kommunikationsmittel. Mit Hilfe der UNESCO wurde bereits 1994 ein Backbone für die ganze Insel installiert, der zunächst einmal speziell für die Anbindung der Ärzte an aktuelle nationale und internationale medizinische Datenbanken gedacht war. Jeder kubanische Arzt hat, soweit er über einen Computer verfügt, Zugangsmöglichkeiten zu diesem System, das über Gateways auch den beschränkten Zugang zu internationalen Informationsquellen und die freie Verwendung von E-Mail-Diensten ermöglicht. Des weiteren gibt es Internetzugänge in Schulen, Betrieben, Post und auch in privaten Haushalten. Privatzugänge müssen beantragt werden und sind so teuer, dass die breite Masse der Bevölkerung von ihnen ausgeschlossen bleibt. Praktisch kommt er nur für die Bestverdiener der Gesellschaft, also Parteifunktionäre, in Frage.

Die Ausstattung aller Schulen mit Computern und die Internet-Nutzung in vielen kubanischen Betrieben führen seit dem Jahr 2000 zu einem stetig ansteigenden internationalen Kommunikationsverkehr besonders über E-Mail. Der Emaildatenverkehr wird allerdings überwacht. Zur besseren Kontrolle dürfen sich Bürger nur mit ihrer registrierten Telefonnummer ins Internet einwählen.

Für einen Touristen kostet eine Stunde im Internetcafé meistens 6 Convertible Pesos (Dollar).

Verkehrsmittel

In Kuba können Sie als Tourist mit dem Bus „Via Azul“ fahren, der über ein sehr gutes Liniennetz verfügt. Die Fahrkarten sind in CUC je nach Strecke relativ günstig zu erwerben. Auch die normalen Stadtbusse können von Touristen für Stadtfahrten für knapp 40 Cent (kubanische Pesos) benutzt werden. Allerdings sind diese nicht unbedingt in Großstädten wie Havanna und Santiago de Cuba zu empfehlen, da es dort häufig zu Taschendiebstählen kommt und sie meistens übervoll sind. Sie können sich vor Ort ebenso mit dem Taxi bewegen, doch ist es empfehlenswert, vor der Fahrt immer den Preis mit dem Taxifahrer zu verhandeln.

Literatur über Kuba

Literatur über Kuba

Über Kuba

- Herbst, Frank- Peter (2015): Cuba. Handbuch für individuelles Entdecken. Bielefeld: Reise Know-How Verlag.

- Sobisch, Jens (2012): Kulturschok Cuba. 5. aktualisierte Auflage. Bielefeld: Reise Know-How Verlag.

- Weiss, Sandra: (2013): Kuba verstehen. Mehr Wissen, mehr Durchblick. Studienkreis für Tourismus und Entwicklung (Hrsg). Seefeld: Sympathie- Magazine.                                                                                                                                                                                                                    

Aus Kuba 

Auswahl bekannter kubanischer Schriftsteller

Cirilo Villaverde *1812 - †1894: “Cecilia Valdéz”

Nicolás Guillén *1902 - †1989: “Poemas de amor, tengo”

José Lezama Lima *1910 - †1976: “Paradiso”

Alejo Carpentier *1904 - †1980: “El reino de este mundo”

José Martí *1853 - †1895: La Edad de Oro”

Onelio Jorge Cardoso *1914 - †1986: “Negrita”

Miguel Barnet *1940: “ Biografía de un cimarrón”

 

 

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

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