• Ishkashim mit Hindukush
  • Schafherde in Kirgistan
  • Pamir Highway
  • Akbaital-Pass (4655 m)
  • TAD_2013_1SHI_8262.JPG
  • Murghab mit Blick zum Muztagh Ata
  • Garm Shashma

Tadschikistan • Kirgistan

 

Natur pur entlang des Pamir Highway

19 Tage Naturrundreise

    
Dauer 19 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 3390 EUR   drucken
Tourcode TADPAM   zum Filter
Teilnehmer min. 4 – max. 12    
 
 
 
 

Reisen Sie auf den Spuren Alexander des Großen und bestaunen Sie einen der 7000er des bei herausragenden Bergsteigern so beliebten Schneeleopard-Orden-Quintetts an der kirgisisch-tadschikischen Grenze! Ausgehend von Duschanbe unternehmen Sie zunächst einen Abstecher ins sagenhaft schöne Fangebirge und nach Pendschikent. Anschließend begeben Sie sich tief hinein ins Hochgebirge auf den noch immer abenteuerlichen Pamir-Highway. Durch gewaltige Gebirgszüge hindurch wenden Sie sich nach Süden, hinein in den geschichtsträchtigen Wakhan-Korridor. Eine märchenhaft schöne Gebirgslandschaft mit Blick auf schneebedeckte Gipfel und türkisblaue Seen umgibt Sie! Auf einsamen Routen, teils der Seidenstraße folgend, durchqueren Sie den östlichen Pamir und erleben sowohl Natur als auch die überwältigende Gastfreundschaft der Pamiri! Bevor Sie Tadschikistan verlassen, passieren Sie Murghab und können von dort den nur ca. 100 km entfernten Muztagh Ata erblicken. Krönender Abschluss ist eine Übernachtung im Basislager des Pik Lenin. Die überwältigenden Ausblicke auf die umliegenden Gebirgszüge, deren schneegekrönte Häupter den Himmel zu berühren scheinen, werden Sie nie vergessen!

Höhepunkte

Höhepunkte

  • Zentralasiatisches Roadmovie

  • Großer Bogen durch ganz Tadschikistan bis nach Bishkek

  • Exkursion ins Fangebirge und nach Pendschikent

  • Sagenhafter Wakhan-Korridor

  • Zwei Passüberfahrten über 4000 m

  • Basislager des Pik Lenin

  • Osch (UNESCO) an der Seidenstraße

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise

Flug nach Duschanbe.

2. Tag: Duschanbe (F/M/A)

Ankunft am frühen Morgen in Duschanbe. Transfer ins Hotel und Zeit zum Ausruhen. Gegen Mittag Rundgang durch die Stadt, deren wortwörtliche Übersetzung des Namens „Montag“ bedeutet, weil früher im ehemaligen Dorfkern montags der Markt abgehalten wurde. Besichtigt wird u.a. der Basar und das tadschikische Nationalmuseum. Bei aller Kultur wird die Entspannung aber nicht zu kurz kommen – und das am besten in einem der zentralasiatischen Teehäuser! Begrüßungsessen. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Fahrt nach Pendschikent (F/M/A)

Fahrt am Morgen nach Pendschikent. Während einer Stadtbesichtigung werden Sie die Stadt näher kennenlernen. Die nahezu vollständig erhaltene sogdische Ruinenstadt von Pendschikent gilt als das „Pompeji Zentralasiens“. Besuch des Rudaki-Museums, des berühmten Dichterfürsten, sowie der Altstadt von Pendschikent. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4-5h, 240 km).

4. Tag: Pendschikent – Die Sieben Seen (F/M/A)

Heute unternehmen Sie einen Ausflug zu den Sieben Seen. Sie alle bestechen durch ihre unterschiedliche Form und Farbe, die von türkisblau bis schwarz reicht. Sie liegen eingebettet in herrlicher Landschaft, im Schingtal, was so viel wie „grüner Garten“ bedeutet. Am Nachmittag bleibt noch etwas Zeit für individuelle Erkundungen der Umgebung. Die Nacht verbringen Sie in einem schön gelegenen Gästehaus in der Siedlung Nofin. (Fahrzeit ca. 2h, 60 km, Gehzeit ca. 2-3h).

5. Tag: Tagesausflug Sieben Seen (F/M (LB)/A)

Ausgehend von Ihrem Gästehaus in Novin unternehmen Sie heute eine schöne Tageswanderung zum Hazorchashma-See. Optional kann die Wanderung verlängert, aber auch verkürzt werden. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 6h, 13 km).

6. Tag: Iskanderkul (F/M/A)

Fahrt zum legendären Iskanderkul. Wenn nachmittags noch Zeit ist, machen Sie eine erste Exkursion am Iskanderkul (Alexandersee). Die Legende erzählt, dass Alexander hier sein geliebtes Pferd Bukephalos zurücklassen musste. In Vollmondnächten steigt es aus dem Wasser auf und weidet auf den Wiesen oder man sieht, wie die Mähne des Streitrosses über das Wasser jagt… Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 4h, 140 km).

7. Tag: Iskanderkul – Duschanbe (F/M)

Am Vormittag unternehmen Sie noch einen Ausflug in die nähere Umgebung des Iskanderkul. Für Wanderer und Trekker stellt das komfortable Lager den Start bzw. Endpunkt für Exkursionen ins Fangebirge dar. Nachmittags Fahrt nach Duschanbe. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 3h, 130 km).

8. Tag: Fahrt nach Kalaikum (F/M/A)

Abfahrt nach Kalaikum nach dem Frühstück. Erster wichtiger Stopp am Nurek-Stausee. In Kuljab, bereits 160 km von Duschanbe entfernt ist Mittagspause. Auf einer Passhöhe vor Schurobod werden dann erstmals der GBAO-Stempel – die Sondergenehmigung zur Reise in das Pamir-Gebiet – kontrolliert. Gegen Abend erreichen Sie (je nach Straßenbedingung und Verkehr) den wichtigen Knotenpunkt Kalaikum. Heute sind Sie das erste Mal bei einer Pamiri-Familie zu Gast. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 8h, 360 km).

9. Tag: Fahrt nach Khorog (F/M/A)

Auf spektakulärer Piste und durch ein enges Tal windend geht die Reise entlang der tadschikisch-afghanischen Grenze. Mittags erreichen Sie Khorog. Nach dem Mittagessen besuchen Sie zunächst das Museum und erfahren vieles über Region, Natur sowie Land & Leute. Am Nachmittag fahren Sie zum Stolz der Pamiris – einer der höchsten Botanischen Gärten der Welt (2320 m) thront über der Stadt. Nicht nur der Artenreichtum in dieser Höhe, auch der wundervolle Blick über Khorog wird Sie begeistern! Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 6h, ca. 220 km).

10. Tag: Fahrt in den Wakhan-Korridor (F/M/A)

Sie starten zeitig, denn heute wartet wieder ein Tag voller Ausflüge und Besichtigungen auf Sie. Sie verlassen Khorog und fahren zunächst hinauf zu den berühmten Quellterrassen von Garm Chashma. Diese ca. 50-60 Grad heißen Quellen laden zu einem entspannten Bad ein. Kurz vor Ishkashim, wird der Blick frei auf den Hindukusch. Der Wakhan-Korridor ist eine der interessantesten und schönsten Regionen des Pamir. Am Wegesrand besuchen Sie die Festung von Kachkacha, die heißen Quellen von Bibi Fatima sowie die Festung Jamchun. Von hier oben (3200 m) haben Sie einen fantastischen Blick über das weite Tal und hinüber zu den weißen Gipfeln des Hindukusch. Abends Rückkehr ins Tal und Fahrt nach Jamg. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 6-7h, 200 km).

11. Tag: Wakhan-Korridor (F/M/A)

Zunächst Rundgang durch Jamg. Sie besuchen das Museum und den berühmten Sonnenkalender von Surfi Muborak Kadam, dem Mystiker, Astronomen und Musiker. Danach Fahrt ins nahe Vrang. Sie unternehmen eine Wanderung zur Steinpyramide (Stupa), wo der Fußabdruck Buddhas verewigt ist. Nach dem Mittag geht es nach Langar (2850 m), dem letzten Ort des Korridors auf tadschikischer Seite. Gegen Abend unternehmen Sie einen Ausflug zum Petroglyphenfelsen und/oder zum örtlichen Museum. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 1-2h, 75 km, Gehzeit ca. 2-3h, 5-10 km).

12. Tag: Bulunkul und Yashikul (F/M/A)

Am Morgen brechen Sie auf, um das Hochplateau der Region Murghab zu erreichen. Nach dem Grenzpunkt von Khargusch folgt die Passüberquerung des gleichnamigen Passes (4344 m). In Bulunkul machen Sie Mittagspause. Die Seen Bulunkul und Yashikul liegen in einer Art Mondlandschaft – gleichermaßen beeindruckend und schauderhaft. Nach einem stärkenden Mittagessen bietet es sich an, wenigstens eine Strecke zum großen Yashikul-See (3719 m) zu Fuß zurückzulegen, was eine schöne Abwechslung zu den langen Autofahrten darstellt. Der Weg bereitet keinerlei Schwierigkeiten und kann jederzeit verlängert oder verkürzt werden. Auf dem Rückweg werden Sie von den Geländewagen abgeholt. Kurzer Transfer nach Alichur zum Homestay. (Fahrzeit ca. 5-6h, 180 km, Gehzeit ca. 3-4h, 10-12 km).

13. Tag: Jarty Gumbez (F/M/A)

Heute werden Sie die Region um Alichur erkunden. Nahe Bash Gumbez besichtigen Sie eine alte Karawanserei. In diesem Gebiet wurden schon manchmal Marco-Polo-Schafe beobachtet. Mit den geländegängigen Fahrzeugen fahren Sie weiter zum Jagdcamp Jarty-Gumbez. Auf dem Rückweg nach Murghab besichtigen Sie noch den alten Einschlagskrater eines Meteoriten. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 6-7h, 200 km).

14. Tag: Murghab und Karakul (F/M/A)

Am Morgen haben Sie Zeit für einen Rundgang durch Murghab. Die Stadt auf 3630 m ist das administrative Zentrum im Ostpamir. Highlight des Ortes ist der Blick zum ca. 100 km entfernten Muztagh Ata (7546 m). Die Einwohner (mehrheitlich Kirgisen) betreiben einen überschaubaren Basar. Fahrt gegen Mittag zum 130 km entfernten Karakul. Mit dem Akbaital-Pass (4655 m) überfahren Sie zugleich den höchsten Punkt dieser Reise. An den Ufern des Sees weiden Yakherden und geben mit der Alaikette im Hintergrund schöne Fotomotive. Übernachtung im Homestay in Karakul. (Fahrzeit ca. 2-3h, 140 km).

15. Tag: Fahrt zum Pik Lenin Basislager (3600 m) (F/M/A)

So langsam verabschieden Sie sich von Tadschikistan. Die tadschikische Grenze liegt hoch oben in den Bergen. Danach geht es über den Kysil-Art-Pass (4336 m) nach Sary Tasch in Kirgistan, von wo es nicht mehr weit ist bis zum Basislager des Pik Lenin (3600 m). Sie bewegen sich im großen Pamiro-Alai-Tal, in dem sich auch das Alpinistenlager Atschik Tasch befindet. Sie quartieren sich in eines der dortigen Basecamps ein und übernachten in komfortablen Großraumzelten. Verpflegt werden Sie vom Basecampteam in einem ebenso komfortablen Küchenzelt. Das Lager verfügt über geräumige Doppelzelte, Aufenthalts-Jurten, Sauna, Generatorstrom, Telefon etc. Übernachtung in Zelten. (Fahrzeit ca. 3-4h, 160 km).

16. Tag: Der Pass der Reisenden (4000 m) (F/M/A)

Heute unternehmen Sie eine schöne Wandertour zum „Pass der Reisenden“ (4000 m), von wo aus sich ein schöner Blick auf den Gipfel des Pik Lenin bietet. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 6-8h, 400 m↑↓, 10 km).

17. Tag: Fahrt nach Osch (F/M/A)

Sie nehmen Abschied von den ganz hohen Bergen und fahren über Sary-Tash nach Osch.
Am Nachmittag besuchen Sie noch den Tacht-i-Suleyman (Salomonfelsen), der das Stadtbild beherrscht. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 6h, 250 km).

18. Tag: Osch – Bishkek (F/M)

Heute unternehmen Sie einen halbtägigen Stadtrundgang ins quirlige Osch. Das Museum für Geschichte und Kultur wird besucht und auch der Dschauma-Basar. Sie besichtigen ebenso den 1110 m hohen Suleiman Too, das Wahrzeichen der 3000-jährigen Stadt Osch und seit 2009 erstes UNESCO-Weltkulturerbe Kirgistans. Das Abschiedsessen erfolgt bereits am Mittag in einem der schattigen Restaurants im Stadtpark. Später am Nachmittag fliegen Sie nach Bishkek. Transfer zum Gästehaus und Übernachtung.

19. Tag: Abreise

Transfer zum Flughafen und Rückflug.

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
30.08.2017 17.09.2017 mit Exkursion zum Zorkul-See (Pik Lenin hier nicht möglich)
// Tour gesichert! - mit Kleingruppenzuschlag 50 €/p.P.
3390 EUR Anfragen
16.05.2018 03.06.2018 mit Exkursion zum Zorkul-See 3450 EUR Anfragen
06.06.2018 24.06.2018 3590 EUR Anfragen
27.06.2018 15.07.2018 3590 EUR Anfragen
18.07.2018 05.08.2018 3650 EUR Anfragen
08.08.2018 26.08.2018 3650 EUR Anfragen
29.08.2018 16.09.2018 mit Exkursion zum Zorkul-See 3590 EUR Anfragen
tt.mm.jjjj tt.mm.jjjj Ihr individueller Gruppentermin Termin vorschlagen

Zusatzkosten

EZ-Zuschlag (nur Duschanbe) 130 EUR
Zubringerflug ab D/A/CH auf Anfrage
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (andere Abflughäfen auf Anfrage) mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.17)
  • Deutschsprachige Tourenleitung
  • Lokale Berg- und Wanderführer
  • Inlandsflug Osch – Bishkek in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.17)
  • Alle Fahrten in privaten und geländegängigen Fahrzeugen
  • Alle Genehmigungen laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 3 Ü: Zelt Gemeinschafts-WC/Dusche
  • 3 Ü: Hotel im DZ
  • 10 Ü: Gästehaus im MBZ
  • 1 Ü: Pension im MBZ
  • Mahlzeiten: 17×F, 16×M, 1×M (LB), 15×A

Nicht in den Leistungen enthalten

Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Visum (ca. 50 €); Eintrittsgelder (ca. 30 €); optionale Ausflüge; evtl. Unterwegsverpflegung (z.B. Schokolade und Energieriegel) für die Wanderetappen; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.7; Trinkgelder; Persönliches

Infos

Anforderungen

Für diese Tour sind mäßig gute körperliche Voraussetzungen erforderlich um die einfachen Wandertouren zu meistern. Sie müssen sich auf sehr warmes Klima und längere Fahrtstrecken einstellen. Für die Wandertouren sind Trittsicherheit, sicheres Gehen im Gelände und ausreichende Kondition für bis zu max. 8-stündige Wanderetappen mit max. 400 m Auf-/Abstieg (Pass der Reisenden am Pik Lenin ist optional) erforderlich. Flexibilität, Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen sowie Teamgeist sind unbedingt Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise!

Hinweise

Homestays (private Gästehäuser) sind teilweise recht einfach, bestehend aus einem oder mehreren Schlafräumen und einem Aufenthaltsraum. Die Unterbringung erfolgt oft direkt im Haus oder im Anbau der gastgebenden Familie. Zudem gibt es oft nur einfachste Außentoiletten und nur eingeschränkte Wasch- bzw. Duschmöglichkeiten.

Die Lager am Iskanderkul und am Pik Lenin sind sehr komfortabel eingerichtet: große Mannschaftszelte (4-Personen), Küchenzelte und eigenes Küchenteam für die Bewirtung. Teilweise sogar mit Sauna und kleinem Magazin (Shop).

Der Inlandflug von Osch nach Bischkek wird überwiegend durch Air Manas bedient. Als Ihr Reiseveranstalter sind wir verpflichtet, Ihnen mitzuteilen, dass alle Luftfahrtunternehmen Kirgistans auf der Liste derjenigen Fluggesellschaften stehen, die keine Betriebserlaubnis für Langstreckenflüge in die EU haben. Die kirgisischen Behörden arbeiten intensiv an der Verbesserung und haben große Summen zur Verfügung gestellt, um von dieser Liste gestrichen zu werden. Air Manas ist eine sehr gute Airline, die zu 95 % die Strecke Bischkek – Osch – Bischkek bedient. Sie zählt nach einheimischen Vorgaben zu einer sicheren Airline.

Service

Tadschikistan

Allgemeines

Allgemeines

Geographie
Mehr als 70% der Fläche des Landes besteht aus Hochgebirge. Fast 50% des Staatsgebietes liegen auf einer Höhe von 3.000 m über NN oder höher. Der Osten des Landes wird vom Gebirge Pamir und dem größten Teil des Pamirhochlandes geprägt. Dort befindet sich auch der höchste Berg des Landes, der 7.495 m hohe Pik Ismoil Somoni (früher Pik Kommunismus). Im Norden des Landes erstreckt sich die Gebirgskette des Alai. Nur im äußersten Norden besitzt Tadschikistan mit dem Ferganatal, das durch den größten Fluss des Landes, den Syrdarja, bewässert wird, Tiefland, das intensiv ackerbaulich genutzt wird. Der größte Teil des Landes kann wegen der Höhenlagen nur extensiv viehwirtschaftlich genutzt werden. Der größte See ist der Kara-Kul mit 380 Quadratkilometern und liegt im Osten des Landes. Weitere große Seen sind der Saressee (~ 80 km²) und der Zorkulsee (39 km²). Der größte Stausee ist der Kairakkum-Stausee (520 km²) am eben genannten Syrdarja.

Politik und Gesellschaft
Die Tadschiken sind ein iranisches Volk in Zentralasien. Sie bilden 80% der Bevölkerung. Die Tadschiken sind sprachlich, kulturell und ethnisch sehr eng mit den Persern verwandt und stellen auch im Nachbarland Afghanistan einen bedeutenden Bevölkerungsanteil. Im Ferganatal leben verschiedene Minderheiten von Usbeken (15,3% der Bevölkerung) und Kirgisen, ebenso im Osten des Landes. Weitere Minderheiten sind Russen (1,1%), Tataren (0,3%), Ukrainer, Deutsche und andere.

Viele Nicht-Tadschiken, insbesondere ethnische Russen, haben das Land inzwischen ver-lassen. Lebten 1989 noch fast 400.000 Russen in Tadschikistan, 2005 noch knapp 140.000. Der Anteil der Tadschiken stieg von 62% im Jahr 1989 auf fast 80% im Jahr 2000. In Tad-schikistan lebt auch heute noch eine kleine Minderheit von Deutschstämmigen. Ihre Zahl ist jedoch stark zurückgegangen, insbesondere nach dem Zerfall der Sowjetunion. Größtenteils lebten die Deutschen in eigenen Dörfern, die im ganzen Land verstreut waren, oder auch in der Hauptstadt Duschanbe. Inzwischen werden ehemalige deutsche Siedlungen von Tadschiken bewohnt. Eine deutsch-tadschikische Stiftung, die sich „Wiedergeburt“ nennt, kümmert sich um den Erhalt von deutschen Gotteshäusern und Friedhöfen, die teilweise von den Tadschiken nicht gepflegt werden und in miserablem Zustand sind. Selten werden auch Veranstaltungen der Deutschen Botschaft in Duschanbe für die deutsche Bevölkerung veranstaltet. Die Deutschen gehören heute zur ärmsten Bevölkerungsschicht Tadschikistans.

Religionen
Tadschiken sind zu über 90% Anhänger des Islams, vorwiegend in sunnitischer Ausprägung. Lediglich im Osten gibt es wenige Anhänger des schiitischen Islams. Es gibt jedoch auch ca. 230.000 Christen im Land. Außerdem leben in Tadschikistan noch Bahais, Anhänger von Hare Krishna, Zoroastrier, Juden und Siebenten-Tags-Adventisten. Baptisten zeichnen sich durch zum Teil hartnäckige Missionierung aber auch Katastrophenhilfe aus. Trotz Religionsfreiheit und Trennung von Staat und Kirche, die in Tadschikistan gesetzlich gewährleistet sind strebt die islamistische Opposition die Errichtung eines islamischen Gottesstaates an.

Sprache
Die Tadschiken sind, wie bereits erwähnt, ein iranisches Volk in Zentralasien und gehören damit der indoeuropäischen Sprachfamilie an. Die Amtssprache ist Tadschikisch, eine dem Persischen ähnliche bis identische Sprache. Weitere wichtige Umgangssprachen sind Russisch, als Sprache der internationalen Politik und Wirtschaft und Usbekisch. Im Pamir existieren noch viele untergehende iranische Sprachen, wie z. B. Jagnobisch.

Geschichte
Das Gebiet Tadschikistans war abwechselnd unter der Herrschaft der Perser, Hunnen und gehörte auch zum Reich Alexanders des Großen. Im 8. Jh. erreichte der Islam die Region. Während des Mittelalters gehörte Tadschikistan zum Kaiserreich Persien. 1868 wurde Tad-schikistan eine Kolonie Russlands, später Sowjetrepublik. 1991 erklärte sich Tadschikistan unabhängig und versank sofort in einem Bürgerkrieg zwischen islamischen Fundamenta-listen und der Regierung von Emomalij Rahmonow. 1989 verließen ca. 15.000 Menschen, bucharische Juden und Aschkenasen, das Land aufgrund von Verfolgungen, so dass sich die Juden Tadschikistans auf rund 1000 reduzierten. Der Bürgerkrieg endete mit einer Regierungsbeteiligung der Fundamentalisten. Nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 in New York wurden US-Truppen in Khorog und Duschanbe sowie Soldaten Frank-reichs in Duschanbe stationiert. Trotzdem spielt Russland nach wie vor durch seine Truppenpräsenz die Rolle einer wichtigen Ordnungsmacht der Region, so erfolgt die Grenzsicherung nach Afghanistan bis zum Sommer 2005 durch russische Truppen.

Politik
Tadschikistan ist laut Verfassung eine demokratische Präsidialrepublik. Nationalfeiertag ist der 9. September, der Tag der Unabhängigkeit. Zu Tadschikistan gehört die Autonome Provinz Berg-Badachschan im Osten des Landes, die 44,5% der Fläche des Landes umfasst. Präsident Tadschikistans ist der 2006 wiedergewählte Emomalij Rahmonow, der bei der Wahl im November 79,3% alle Stimmen erhielt. Es ist zu bezweifeln, dass dieses Ergebnis wirklich demokratisch zustande gekommen ist, da drei ernsthafte Gegenkandidaten ihre Kandidatur zurückzogen, was nicht zuletzt daran liegt, dass Rachmonow rigoros gegen die Opposition vorgeht.

Landwirtschaft
Nach wie vor ist die Bedeutung der Landwirtschaft sehr groß. Sie trug 2001 mit 29 % zum BIP bei, während 67,2 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiteten. Nur etwa 7 % des Landes sind landwirtschaftlich intensiv nutzbar. Einen Schwerpunkt der Landwirtschaft bildet der Anbau von Baumwolle. Die Anpflanzung von Getreide, Gemüse, Obst und Tabak ist sekundär. Die extensive Bewässerung trägt dabei massiv zur Bodenversalzung und zum Austrocknen des Flusses Panj bei. Daneben werden Rinder, Schafe und Ziegen gehalten sowie Seidenraupen gezüchtet.

Bodenschätze
Das Land verfügt über Reserven an Erdöl, Erdgas und Braunkohle. Wichtigstes Exportgut mit einem Anteil von 50% an den Exporterlösen ist Aluminium; 23% werden durch den Export von Elektrizität, die durch Wasserkraft erzeugt wird, erzielt. Derzeit sind weitere Wasserkraftwerke u. a. mit russischer und chinesischer Unterstützung in Bau oder in Planung. Zusätzlich kommen in Tadschikistan weitere Erze einschließlich Zinn, Blei, Antimon, Seltene Erden, Quecksilber, Silber, Gold und Uran vor, die zum Teil abgebaut und verhüttet werden.

Infrastruktur
Die Verkehrserschließung Tadschikistans ist aufgrund der Oberflächengestalt des Landes sehr schwierig. Der Verkehr stützt sich v. a. auf das nur mangelhaft ausgebaute Straßen-netz. Das Land verfügt über einzelne Eisenbahnstrecken von insgesamt 470 km Länge. Die Hauptstadt Duschanbe ist durch die Transkaspische Eisenbahn an das internationale Eisenbahnnetz angeschlossen. Verbindungen bestehen über Taschkent bis nach Moskau. Seit 2007 gibt es bei Nischnij Pjandsch an der Grenze zu Afghanistan eine weitere Brücke über den Grenzfluss Pjandsch. Die 670 m lange Konstruktion wurde von den USA unter Beteiligung Norwegens finanziert. Sie verkürzt die Transportwege in der Region erheblich.

Sicherheit
Tadschikistan ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme von denen im Internet oder in Zeitungen berichtet wird. Oftmals geht es dabei um die Region Berg Badachschan/Pamir. 

Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:
·         Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen vermeiden.
·         Niemals die Wertsachen offen zeigen. Geldscheine nur in kleinen Mengen mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.
·         Teure Uhren, wertvollen Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, kann man am besten zu Hause lassen.
·         Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z. B. Brustbeutel, Beintasche, Gürteltasche, Geldgürtel aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Situation in Berg Badachschan – Region Pamir – speziell Khorog
Nach den Ereignissen in Khorog, Autonomer Oblast Gorno Badakhshan (GBAO) im Mai 2014 hat sich die Lage dort wieder normalisiert. Alle unsere Fahrten auf dem Pamir Highway im Sommer 2014 haben wie geplant stattgefunden und wurden auch von lokalen Kontrollposten nicht behindert. Unsere Partner sowie unsere Gäste beschreiben die Situation als sehr ruhig und aufgeräumt. 

Klima
Tadschikistan befindet sich in der trockenen subtropischen Klimazone. Das Klima ist ein extrem kontinentales mit kalten Wintern und heißen Sommern. Außer in den Tal- und Beckenländern, wo ein subtropisches feuchtes Klima herrscht, so werden in den Sommer-monaten Temperaturen von bis zu 45° C erreicht. Es bestehen große Temperaturunterschiede zwischen den tiefer und den höher gelegenen Regionen des Landes. Die

Jahresniederschlagsmengen sind relativ niedrig, so dass Steppenvegetation vorherrscht. Im Ferganabecken beträgt die Niederschlagsmenge gerade einmal 140 mm Niederschlag im Jahr. Nur die Südhänge des Hissargebirges sind mit 1700 mm im Jahr sehr niederschlagsreich.

In den Gebirgen ist man tagsüber einer enormen Sonneneinstrahlung ausgesetzt (sunlotion und guter Sonnenhut notwendig!). Sobald allerdings die Sonne untergeht, kann es empfindlich kühl werden. Durch das „Aufladen“ von der Sonne tagsüber, empfindet man die Kühle und den Wechsel als besonders streng. 

Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied zu Tadschikistan beträgt +5 Stunden. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Tadschikistan 17 Uhr am Abend. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Duschanbe daher um 5 Stunden vorstellen. Wenn Sie in die Region Murghab gelangen, müssen Sie die Uhr nochmals eine Stunde vorstellen, denn hier herrscht bereits kirgisische Zeit. 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Tadschikistan benötigen deutsche Staatsangehörige einen bei Ausreise noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, sowie ein Visum, welches vor Einreise bei der zuständigen Botschaft oder mit Hilfe eines Visadienstes beantragt werden muss. Die für die Einreise nach Tadschikistan nötige Visumerteilung erfolgt durch die Botschaft von Tadschikistan in Berlin oder in Verbindung mit dem beauftragten Visadienst.

Geht die Reise in Tadschikistan zusätzlich in die Region Berg Badachschan (GBAO) bedarf es einem Extrastempel im Pass. Entsprechende Einladungsschreiben (falls überhaupt notwendig) erhalten Sie von uns. 

Visum
Bitte beantragen Sie das Visum ca. 4 – 5 Wochen vor Abreise, wenn sicher ist, dass Ihre Reise wie geplant stattfindet. Die Beantragung kann ca. 12-14 Tage in Anspruch nehmen. Details zum Visaantrag und einen Leitfaden zur Beantragung erhalten Sie ca. 5-6 Wochen vor Abreise von uns.

Zur Beantragung bieten sich zwei Möglichkeiten: Die direkte Beantragung bei der tadschikischen Botschaft (Adresse siehe Visaformular) oder die Zuhilfenahme eines Visadienstes, welches die sicherste und komfortabelste Möglichkeit ist. Wir empfehlen dazu den Visadienst Bonn GmbH à Außenstelle Berlin (Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, Fax: (030) 31011659, E-Mail: info@visum.de). Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter www.visum.de/partner/diamir/. Sollte die Erteilung der Visa aus irgendwelchen Gründen verweigert werden oder Sie Probleme damit haben, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das Letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage des Pamirgebirges und des damit verbundenen geringen Sauerstoffgehaltes der Luft, sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht von ca. 20 °C, unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:
·         CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de
·         Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)
·         Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp
·         Robert Koch Institut: http://www.rki.de/

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Gästehäusern Ihrer Reise durch Tadschikistan können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit
Durch die unterschiedlichen Landesregionen Tadschikistans und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut man die Höhe vertragen wird. Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungs-schwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Höhenkrankheit, die sogenannte “Acute Mountain Sickness” oder kurz AMS genannt, kann in ihrer schwersten Form zum Tod führen. Ursache der Höhenkrankheit ist eine ungenügende Anpassung (Adaption) des Körpers an große Höhen, meist bedingt durch zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3000m. Am häufigsten und gefährlichsten ist ein Auftreten in Höhen zwischen 3000 und 5000m.

Der Körper stellt sich auf die entsprechende Höhe dadurch ein, dass er die Frequenz und die Intensität der Atmung steigert. Untersuchungen haben gezeigt, dass diejenigen, die sich schnell an die neue Höhe anpassen können, ihre Atemfrequenz und -stärke schnell den veränderten Umständen anpassen, wohingegen diejenigen, die relativ schnell von dieser Krankheit erfasst werden können, ihre Atemfrequenz langsamer anpassen. Der Grund der schnellen oder langsameren Anpassung ist nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse höchstwahrscheinlich genetisch bedingt. Weitere Symptome für eine gute Höhenanpassung sind eine gesteigerte Herzfrequenz und ein Anstieg der roten Blutkörperchen (Hämatokritwert). Innerhalb weniger Tage passt sich der gesunde Körper an eine neue (größere) Höhe an, so dass dann Höhenkrankheit normalerweise nicht mehr auftritt. Diese Anpassung des Körpers gibt aber keine Garantie dafür, dass im Falle eines weiteren Aufstiegs nicht doch noch eine Höhenkrankheit auftreten kann.

Unsere Trekkingtouren sind normalerweise so ausgelegt, dass das Risiko, an einer Höhenkrankheit zu erkranken, möglichst gering ist. Langsamer Aufstieg, vernünftige Tagesetappen sowie schrittweise Erhöhung der Schlafhöhe sind die Kernpunkte einer Strategie zur Vermeidung von Höhenproblemen. Völlig ausgeschlossen kann das Risiko jedoch nie hundertprozentig werden.

Der niedrigere Luftdruck in der Höhe sowie das damit verbundene geringere Sauerstoffangebot führen bereits ohne körperliche Anstrengungen, also auch im Ruhezustand, zu einer Erhöhung von Herzfrequenz, Atemzeitvolumen sowie Herzzeitvolumen. Außerdem vergrößert sich durch die zusätzliche Bildung von roten Blutkörperchen die Blutdichte. Dies kann fatale Folgen haben, so dass eine der wichtigsten Regeln beim Aufstieg in die Höhe lautet, viel zu trinken! Um der Bluteindickung entgegenzuwirken und auch die gesamte körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unabdingbar. Dies bedeutet, täglich (!) mindestens 4-5 Liter zu trinken, bei großer körperlicher Anstrengung sogar noch mehr!

Erste Anzeichen der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen, Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen. Je nach Schwere und Symptomen unterscheidet man vier Formen der Höhenkrankheit:
-       Milde Höhenkrankheit („Mild Acute Mountain Sickness“ – MAMS)
ist die leichteste Form, von der bis zu drei Viertel aller Bergsteiger, die den Aconcagua besteigen, betroffen sind. Meist klingen die Symptome nach Abstieg, Ruhepause oder reichlich Flüssigkeitszufuhr schnell wieder ab.
-       Akute Höhenkrankheit („Severe Acute Mountain Sickness“ – SAMS)
ist die schwerere und unter Umständen lebensbedrohliche Form der Höhenkrankheit. Schnellstmöglicher Abstieg und bestenfalls umgehende medizinische Betreuung können lebenswichtig sein! Die physische und psychische Leistungsfähigkeit sind bereits deutlich reduziert und solcherart Erkrankte sollten auf keinen Fall mehr allein unterwegs sein bzw. allein gelassen werden!
-       Das Höhenlungenödem („High Altitude Pulmonary Edema” – HAPE)
gehört bereits zu den akut lebensbedrohlichen Zuständen und wird gekennzeichnet durch die Ansammlung von Wasser bzw. Gewebsflüssigkeit in der Lunge. Die ersten Anzeichen sind Husten, erst trocken, dann mit pinkfarbenem und schaumigem Speichel. Rasselnde Atmung und blasig-schaumiger Auswurf sind deutliche Alarmzeichen, die nur eine Konsequenz haben dürfen: Der/die Betroffene muss unter allen Umständen so schnell wie möglich auf eine geringere Höhe gebracht werden!

Das Höhenhirnödem („High Altitude Cerebral Edema” – HACE) ist die schwerste und gefährlichste Form der Höhenkrankheit, die mit Flüssigkeitsansammlung im Gehirn einhergeht. Der/die Betroffene fühlt sich äußerst erschöpft und entwickelt ein starkes Ruhebedürfnis, bekommt zunehmend Gleichgewichtsprobleme, Schwindelgefühl, Übelkeit und allgemeine Mattigkeit zu spüren. Sicherstes und alarmierendes Alarmzeichen ist der Verlust des klaren Denkens, der sich bei Betroffenen in wirren und unsinnigen Antworten auf gestellte Fragen äußert. Letztendlich fällt der Kranke ins Koma und im Falle eines Nichtabstiegs auf geringere Höhen tritt der Tod ein. Einsofortiger Abstieg/Abtransport in tiefere Lagen kann deshalb bereits bei ersten Anzeichen lebensrettend sein!

Für alle vier Formen der Höhenkrankheit gilt, dass sie vollständig unabhängig von Alter und körperlicher Fitness sind! Und auch ein vorheriges (problemloses) Erreichen einer größeren Höhe auf einer früheren Tour gibt keine Garantie für die Reaktion des Körpers bei erneuter Beanspruchung.

Allgemeine Hinweise beim Auftreten von Höhenkrankheit:
Unsere nachfolgenden Ratschläge erteilen wir zunächst mit dem Ziel, dass niemand eine Höhenkrankheit erleiden wird (was sich leider nie 100%ig ausschließen lässt), vor allem aber mit dem Ziel, dass niemand daran sterben soll!

1. „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.“ Dies gilt umso mehr unter körperlicher Belastung, wie bei einer Trekkingtour und erst recht in großer Höhe! Trinken Sie täglich mindestens 4-5 Liter, in großer Höhe, bei starker Sonneneinstrahlung und unter Anstrengung bis zu 6-7 Liter!
2. Es ist wichtig, die Anzeichen einer Höhenkrankheit zu kennen und sie sich vor allem auch einzugestehen! Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen deuten auf Höhenkrankheit hin. Trekkingtouristen und Bergsteiger sind oft sehr zielorientiert und ehrgeizig und tendieren dazu, diese Anzeichen nicht wahrnehmen zu wollen.
3. Sollten Anzeichen auftreten und das geplante Nachtlager noch höher als der momentane Aufenthaltsort liegen, sollte man auf keinen Fall weiter aufsteigen. Beim Auftreten der ersten Symptome ist es nicht unbedingt notwendig, sofort auf niedrigere Höhen abzusteigen, aber sehr wichtig, zunächst einmal nicht weiter aufzusteigen! Mehr oder weniger alle schweren bis tödlichren Fälle von Höhenkrankheit passieren bei denen, die trotz der erwähnten Anzeichen unbeirrt weitergestiegen sind. In manchen Fällen kann es notwendig sein, erst einen Aufstieg in Kauf zu nehmen, bevor ein Abstieg möglich ist. Vorrang sollte dann stets der sicherste und schnellste Weg in Richtung Tal haben.
4. Wenn die Symptome sich trotz Befolgung all dieser Regeln verschlechtern, ist ein sofortiger Abstieg oder Transport in niedrigere Lagen unabdinglich. Ein weiterer (auch längerer) Aufenthalt in der Höhe, in der die Höhenkrankheit verstärkt aufgetreten ist, wird nicht zu einer Verbesserung führen! Sie müssen sich deshalb unverzüglich unterhalb der Höhe begeben, in der die Symptome begannen. Ist Ihnen die Höhe, in der die ersten Anzeichen aufgetreten sind, nicht bekannt, müssen sie solange absteigen, bis eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes auftritt. Sobald sie sich besser fühlen, können Sie sich unbedenklich auf dieser Höhe erholen und akklimatisieren.
5. Medikamentöse Behandlung kann niemals einen Abstieg oder zumindest eine Ruhepause auf der gleichen Höhe ersetzen! Nehmen Sie Medikamente im Zusammenhang mit der Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Beratung oder genauester persönlicher Sachkenntnis ein! Die prophylaktische Medikamenteneinnahme sowie Doping jeglicher Art sind keinesfalls ein sinnvolles Mittel zur besseren Höhenverträglichkeit und bergen nicht unerhebliche Gefahren und Risiken für Leib und Leben! Auf unseren Touren ist eine derartige Medikation ohne ausdrückliche Zustimmung von Arzt und Expeditionsleiter verboten und führt den sofortigen Ausschluss aus der Expeditionsmannschaft nach sich.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Die tadschikische Küche ist kräftig und beginnt meist mit einer Süßspeise und Tee, gefolgt von einer Suppe. Der grüne Tee wird eigentlich zu jeder Mahlzeit gereicht.

Beliebt sind Gerichte aus Schaf- oder Hammelfleisch. Typische Gerichte sind Hammelfleisch mit Reis, Schaschlik, gekochtes Hammelfleisch mit dünnen Teigfladen und gedämpfte Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse. Manty sind kleine Teigtaschen mit Fleisch und/oder Gemüse, Samsa sind scharf gewürzte Teigtaschen mit Fleisch und/oder Gemüse. Allgegenwärtig ist der Plov, ein Gericht aus gebratenem Reis mit Hammel-stückchen und Steckrüben. Je nach Region wird der Plov auch mit Hühner- oder Rindfleisch zubereitet. Das wichtigste Getränk in Tadschikistan ist Tee, gefolgt von Kefir.

Auch Suppen und Eintöpfe (Laghman, Borschtsch, etc.) sind äußerst beliebt und bei großer Hitze sehr bekömmlich.

In Restaurants in den Städten von Tadschikistan findet man Bier, Wein, Wodka, russischen Sekt und verschiedene Erfrischungsgetränke. An den Straßenständen am Wegesrand finden sich meist nur alkoholfreie Getränke. Bier und andere Alkoholika gibt es fast nur in Restaurants. Das tadschikische Bier sollte unbedingt probiert werden – sehr schmackhaft und würzig.  

Trinkwasser
Leitungswasser zu trinken, ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen.

Vegetarier
Vegetarier müssen im Restaurant speziell und ausdrücklich auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an sehr gutem frischem Obst und Gemüse.

Kaffee
Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee in Tadschikistan nicht sehr populär. Hier bestimmt der grüne und auch schwarze Tee die Getränkekarte. Nehmen Sie sich evtl. etwas (löslichen) Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen. An manchen Orten gibt es gar keinen Kaffee zu kaufen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instantkaffee ist eher verbreitet.

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw. 

Foto & Film
Nur in den großen Städten kann man die gängigsten Speicherkarten kaufen. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Filmmaterial und /oder Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé oder mit dem Suchen von Fotoläden verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strenge Kleiderordnung, besonders nicht in Duschanbe oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute großzügige Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man Frauen, die Kopftücher tragen, doch das geschieht freiwillig und ist keinesfalls Vorschrift. Trotzdem gibt es einige ländliche Provinzen, wo man das Tragen von Shorts besser unterlassen sollte. Dasselbe gilt für den Besuch von religiösen Stätten wie Moscheen oder Mausoleen. An diesen Orten sollten Frauen ihre Schultern und den Ausschnitt bedeckt halten und am besten einen Hut oder ein Kopftuch tragen. Letzteres ist gerade im Sommer sehr leicht zu befolgen, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel sticht… Leichte Baumwollkleidung ist für Reisen in den Sommermonaten empfehlenswert. Sonnenbrille nicht vergessen! Lange Hosen und langärmelige Hemden und Pullover verhindern Sonnenbrand und respektieren die moslemische Weltanschauung. Festes Schuhwerk kommt mit Hitze, Staub und Unebenheiten besser klar als leichte Schuhe. In Moscheen und vielen privaten Restaurants müssen die Schuhe ausgezogen werden - das bedeutet, dass man saubere Füße und/oder heile Socken haben muss. Generell gilt auch in Tadschikistan, dass man als Reisender eher zweckmäßig als aufsehenerregend angezogen sein sollte. Teuren Schmuck sollte man zu Hause lassen, da die Hotels nur selten über einen Safe verfügen und es wenig Gelegenheit gibt, ihn effektvoll in Szene zu setzen. 

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die Landeswährung von Tadschikistan ist seit dem 30. Oktober 2000 der Somoni (TJS). Der Name ist von den Samaniden abgeleitet, die eine persische Dynastie Zentralasiens waren. Die Währung wurde nach dem tadschikischen Vater der Nation, dem Samanidenherrscher Ismail I. benannt. Die Banknoten sind auf einer Seite in tadschikischer, auf der anderen in englischer Sprache bedruckt.

Wechselkurse
1 EUR             =   ca. 8,9 TJS
1 CHF             =   ca. 8,1 TJS
1 US$             =   ca. 7,9 TJS        (Stand Mai 2016) 

Zur Mitnahme aus Deutschland empfehlen wir unbedingt US$ oder EUR in Form von Bargeld, verschiedener Stückelung, neuerem Druckdatums und in unbeschädigtem Zustand! Mittlerweile setzt sich in den größeren Städten wie Duschanbe immer mehr die Nutzung von Geldautomaten durch, an welchen mit jeder Geldkarte des Maestro-Verbundes (praktisch alle deutschen Bankarten) Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Bitte erfragen Sie im Voraus bei Ihrer Bank die evtl. anfallenden Gebühren. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet. Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Bank- oder Kredit-karten! Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Karten zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 20% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Außerdem sollte man eine gewisse, nicht gar zu knapp bemessene Geldreserve einplanen. Als weitere Reserve ist eine Bank-/Kreditkarte zu empfehlen.

Tauschen Sie Geld unbedingt in Duschanbe. Bitte fragen Sie Ihren Reiseleiter nach geeigneten Tauschstellen. In den Provinzen wird es nur schwer möglich sein auf offiziellem Wege zu tauschen. 

Stromversorgung 
Wie in allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion erfolgt die Stromversorgung in Tadschikistan mit 220 V/50 Hz. Wechselstrom. Allerdings unterscheiden sich die Steckdosen von den deutschen zweipoligen Rundsteckern, deswegen sollte ein Adapter für dreipolige Stecker oder sogar ein Weltadapter im Gepäck sein und für alle batteriebetriebenen Geräte genügend Batterien.
Eine ausführliche Übersicht über die verschiedenen Steckerarten und in welchem Land Sie welche Adapter benötigen finden Sie hier: http://www.marcopolo.de/magazin/reportagen/reisetipps/reise-adapter.html#.VR0Yc_msVlw

Telefonieren
Die Vorwahl für Tadschikistan ist 00 992. Deutsche Mobiltelefone funktionieren in aller Regel ebenfalls, decken aber nicht alle Regionen ab. Daher sollten Sie sich im Falle, dass Sie Ihr Telefon täglich nutzen müssen eine einheimische SIM-Karte kaufen. Zum Telefonieren nach Europa empfiehlt sich der Kauf einer dieser Karten an einem der vielen Kioske. Ihr Reiseleiter wird Sie dabei gern beraten. Vorwahl nach Deutschland: 0049/+49. 

Literatur über Tadschikistan

Literatur über Tadschikistan

Es gibt nur eine überschaubare Anzahl von Büchern über Tadschikistan. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Sonja Bill: Tadschikistan: Zwischen Duschanbe und dem Dach der Welt. Trescher Verlag

· Sonja Bill: Unterwegs in Tadschikistan. Reiseimpressionen

· Peter Franke & Britta Wollenweber: Tadschikistan: Politik, Gesellschaft, Kultur Verlag

· Christian Funk und Aglaya Sintschenko: Usbekistan und Kirgisistan mit Tadschikistan. Reise Know-How

· Robert Middleton, Huw Thomas and Monica Whitlock: Tajikistan and the High Pamirs: A Companion and Guide (Odyssey Tajikistan & the High Pamirs), Taschenbuch Verlag

· Michail Korotkow: Tadschikisch Wort für Wort. Kauderwelsch. Reise Know-How

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Kirgistan

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Kirgistan liegt im Hochgebirge des Tienshan; die höchsten Erhebungen erreichen über 7000 Meter. Die Grenze zu China verläuft auch über den 7439 Meter über NN hohen Pik Pobedy, den höchsten Berg des Landes und zweithöchsten Gipfel der ehemaligen UdSSR. Im Süden von Kirgistan erheben sich Alai- und Transalaigebirge sowie Ausläufer des Pamir. Insgesamt liegen mehr als 50 Prozent der Staatsfläche höher als 2500 Meter. Gletscher und ewiger Schnee bedecken über drei Prozent der Landesfläche.

Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem im Tschüital im Norden und dem Ferganatal im Süden sowie um den großen See Issyk Kul. Den südlichen Abschluss des Landes bildet die Gebirgskette des Alai. Zu den bedeutendsten Flüssen des Landes gehören der Naryn, der Tschüi und der Talas.

Bis in eine Höhe von 1500 m besteht das Land aus Steppe, die allerdings durch weitläufige Bewässerungssysteme urbar gemacht worden ist. Ab 1500 m herrschen alpine Wiesen und Weiden vor, die bis an die Schneefelder und Gletscher heranreichen. Die Wälder befinden sich in Höhenlagen von 1500 bis 4000 m ü. NN und beherbergen etwa 120 Baum- und Straucharten. Mit nur vier Prozent Waldfläche ist Kirgistan eines der waldärmsten Länder Asiens.

Über die Hälfte des Landes wird vom Naryn und anderen Nebenflüssen des Syrdarja entwässert. Zahlreiche kleinere und mittlere Flüsse entspringen im Norden des Landes, versickern aber in den Wüsten und Halbwüsten des südlichen Kasachstan. Größter See der Republik ist der Issyk Kul, er liegt auf einer Höhe von etwa 1600 Metern über dem Meeresspiegel. Im Allgemeinen herrschen in Kirgistan Steppen und alpine Vegetation vor. Es gibt viele seltene Tierarten, darunter Tienshan-Braunbär, Rotwolf und Schneeleopard. 

Klima
Das Klima Kirgistans ist von trockenen und kontinentalen heißen Sommern und von kalten Wintern geprägt. Die täglichen Temperaturschwankungen sind erheblich.

Im Süden des Landes werden im Sommer Temperaturen von 45°C gemessen, während im Winter die Temperaturen auf minus 18°C fallen können.

Typisch ist das sonnige Wetter (247 Sonnentage pro Jahr!). Die Niederschlagsmenge variiert zwischen 100 ml und 1000 ml. Starke Schneefälle gibt es besonders im Januar, der Februar jedoch ist schon wieder milder.

 

Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied zu Kirgistan beträgt +6 Stunden. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Kirgistan 18 Uhr am Abend. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Bishkek daher um 6 Stunden vorstellen. Eine spezielle Sommerzeit wie in Europa gibt es in Kirgistan nicht.

Politik und Gesellschaft
Die Kirgisen (65% der Bevölkerung) werden aufgrund ihrer Sprache den Turkvölkern zugerechnet und bekennen sich überwiegend zum sunnitischen Islam. Außerdem leben Usbeken (14%), Russen (12%), Dunganen (chinesische Muslime, 1%), Uiguren (1%), Ukrainer (1%), Tadschiken (1%), Tataren (1%), Kasachen (1%) und Angehörige weiterer Ethnien wie etwa 57.000 Mescheten im Lande. Anfang der 1990er Jahre lebten noch ca. 100.000 Deutsche (Kirgistandeutsche), meist Baptisten oder Mennoniten dort; sie sind inzwischen mehrheitlich nach Deutschland ausgewandert, aber es gibt noch kleine deutsche Gemeinden in Dörfern wie Luxemburg und Rot-Front. 1999 gab es nur noch etwa 20.000 Deutsche (Bevölkerungsanteil 0,4 %) in Kirgistan. Im Jahre 2007 wurde ihre Zahl auf ca. 12.000 geschätzt. Die Staatssprache ist Kirgisisch und seit Mai 2000 auch Russisch.

Religion

Die Kirgisische Republik ist seit ihrer Unabhängigkeit 1991 ein säkularer Staat. Das Land ist seit der Islamisierung im 10. bis 12. Jahrhundert vorwiegend muslimisch geprägt. 75% der Einwohner sind heute sunnitische Muslime. Kirgistan sieht sich in letzter Zeit zunehmend mit dem Wirken von muslimischen Fundamentalisten konfrontiert. Zweitstärkste Gruppe ist das Christentum, 20 Prozent der Bevölkerung sind russisch-orthodox. Daneben existieren auch evangelische und katholische Christen im Land.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Kirgistan wurde im 8. Jahrhundert von turkstämmigen Kirgisen bevölkert. Den nächsten Eckpunkt der Geschichte markiert das Jahr 1219, als das Land von Dschingis Khan erobert wurde. Mit dem Zerfall der Mongolenreiche im 14. Jh. bildete sich in der Region das Khanat Mongolistan, später zum Reich Kaschgarien gehörend. Das Gebiet blieb mongolisch, bis es im 18. Jahrhundert von den Chinesen unterworfen wurde. Ein gutes Jahrhundert später, zwischen 1865 und 1875, eroberte Russland schrittweise das Land und gliederte es ins Zarenreich ein. 1917 gab die Alasch-Orda-Bewegung ein kurzes Gastspiel in Kirgistan, das allerdings 1919 wieder zu Ende ging. Nach 1919 wurde das Land schrittweise in die Sowjetunion eingegliedert (als Kirgisische SSR) und errang erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 seine Unabhängigkeit.

Politik

Der Nationalfeiertag ist der 31. August, der Tag der Unabhängigkeit am 31.08.1991. Es gibt eine Präsidialdemokratie. Die Verfassung von 1993 war an westlichen Vorbildern orientiert und sah ein gewaltenteilendes Regierungssystem mit einer starken Stellung des Staatspräsidenten sowie einer weiten Palette an Grundrechten vor. Nach den Parlamentswahlen 2005, die nach Angaben von OSZE-Beobachtern nicht demokratischen Standards entsprachen, kam es zu Unruhen, die zur so genannten Tulpenrevolution führten. Präsident Akajew und seine Regierung traten unter dem Druck der Demonstrationen am 23. März 2005 zurück. Oppositionsführer Kurmanbek Bakijew wurde zum Übergangspräsidenten bestimmt und bei den Präsidentschaftswahlen am 10. Juli im Amt bestätigt. Sein Partner Felix Kulow wurde Regierungschef. Am 27. Juni 2010 stimmte die Bevölkerung Kirgistans über eine neue Verfassung ab. Das von der Übergangsregierung ausgearbeitete Grund-gesetz sieht eine Parlamentarische Republik nach deutschem Vorbild vor. Almasbek Scharschenowitsch Atambajew ist seit dem 30. Juni 1999 der Vorsitzende der Sozial-demokratischen Partei Kirgistans und ist seit dem 17. Dezember 2010 Regierungschef seines Landes.

Wirtschaft

Das 1991 unabhängig gewordene Land übernahm eine vollkommen auf den Markt der Sowjetunion ausgerichtete Wirtschaftsstruktur. Die Restrukturierung derselben und die Privatisierung der Betriebe wurden zwar in Angriff genommen, auch mit Hilfe internationaler Organisationen wie des IWF und der Weltbank, gerieten aber immer wieder wegen Korruption, politischer Opposition und mangelndem Investoreninteresse ins Stocken. Dennoch bekam die Regierung ein ökonomisches Grundproblem postsowjetischer Staaten, hohe öffentliche Ausgaben bei gleichzeitigem Einbruch der Staatseinnahmen, relativ gut in den Griff. Das Haushaltsdefizit nahm im Laufe der 1990er Jahre stetig ab, sodass 2001 sogar ein kleiner Überschuss vermeldet werden konnte. Die Haushaltsplanung aber blieb problematisch. Naturkatastrophen in den darauffolgenden Jahren erhöhten die öffentlichen Ausgaben und sorgten für ein Haushaltsdefizit 2002 und 2003. Ein großer Schwarzmarkt (geschätzte 40–50% des Bruttoinlandsproduktes), korrupte und inkonsequente Steuerein-treibung und niedrige Steuersätze sorgen für sehr beschränkte Haushaltsmittel; Maßnahmen wie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 20% im Jahre 2004 wurden ergriffen.

Eine strenge Währungspolitik konnte die Inflation von über 700% (1993) und 200% (1994) auf Werte um vier Prozent im Jahre 2006 drücken. Dennoch ist die Armut nicht zurück-gegangen. Laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen leben 41% der Bevöl-kerung unter der Armutsgrenze. Im Jahr 2008 ist die Inflation wieder auf 25% gestiegen.

Ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor sind auch die im Ausland – vor allem in Russland, aber auch in Kasachstan – arbeitenden Kirgisen. Laut Schätzungen haben (vor der globalen Wirtschaftskrise ab 2008) zwischen 500.000 und 800.000 Gastarbeiter Zahlungen nach Kirgistan überwiesen, die rund 25% des BIP ausmachten.

Sicherheit
Kirgistan ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität, angefangen von kleineren Taschendiebstählen über organisierte Banden auf Märkten und in Fußgängerzonen bis hin zu bewaffneten Überfällen nachts in dunklen Seitenstraßen oder fragwürdigen Vierteln. Reisenden wird empfohlen, auf Spaziergänge bei Dunkelheit grundsätzlich zu verzichten, sowie in der Nähe von Hotels, Restaurants, Bars und an anderen typischerweise von Ausländern frequentierten Orten besonders vorsichtig zu sein. Achtung auch vor Taschen- und Trickdiebstählen, zum Beispiel auf den zahlreichen Basaren. Bei Überfällen wird von Widerstand abgeraten, da die Gewaltschwelle sehr niedrig liegt.

Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich. Daher gilt die weit verbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geschickten Taschendieben, die oft in Gruppen arbeiten. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen sowie während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die Gefahr, einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt besonders in den Touristenzentren.

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Reise bedeuten kann. 

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.


Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Deutsche, Österreicher und Schweizer können visumfrei nach Kirgistan einreisen, solange die Aufenthaltsdauer nicht 60 Tage pro Kalenderjahr überschreitet. Es ist jedoch ein gültiger Reisepass notwendig – der Personalausweis allein ist nicht ausreichend.

Für die Weiterreise nach oder durch Usbekistan ist stets ein gültiges usbekisches Einreisevisum erforderlich. Gleichfalls benötigen Reisende ein gültiges kasachisches Visum (auch Transitvisum), wenn sie über Kasachstan nach Kirgistan ein- oder von Kirgistan über Kasachstan ausreisen wollen.


Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage im Tienshan und des damit verbundenen geringen Sauerstoffgehaltes der Luft, sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht (ca. 20 °C), unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob Sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: http://www.rki.de 

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit

Durch die unterschiedlichen Landesregionen Kirgistans und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird. Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Höhenkrankheit, die sogenannte “Acute Mountain Sickness” oder kurz AMS genannt, kann in ihrer schwersten Form zum Tod führen. Ursache der Höhenkrankheit ist eine ungenügende Anpassung (Adaption) des Körpers an große Höhen, meist bedingt durch zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3000m. Am häufigsten und gefährlichsten ist ein Auftreten in Höhen zwischen 3000 und 5000m.

Der Körper stellt sich auf die entsprechende Höhe dadurch ein, dass er die Frequenz und die Intensität der Atmung steigert. Untersuchungen haben gezeigt, dass diejenigen, die sich schnell an die neue Höhe anpassen können, ihre Atemfrequenz und -stärke schnell den veränderten Umständen anpassen, wohingegen diejenigen, die relativ schnell von dieser Krankheit erfasst werden können, ihre Atemfrequenz langsamer anpassen.

Der Grund der schnellen oder langsameren Anpassung ist nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse höchstwahrscheinlich genetisch bedingt. Weitere Symptome für eine gute Höhenanpassung sind eine gesteigerte Herzfrequenz und ein Anstieg der roten Blutkörperchen (Hämatokritwert). Innerhalb weniger Tage passt sich der gesunde Körper an eine neue (größere) Höhe an, so dass dann Höhenkrankheit normalerweise nicht mehr auftritt. Diese Anpassung des Körpers gibt aber keine Garantie dafür, dass im Falle eines weiteren Aufstiegs nicht doch noch eine Höhenkrankheit auftreten kann.

Unsere Trekkingtouren sind normalerweise so ausgelegt, dass das Risiko, an einer Höhenkrankheit zu erkranken, möglichst gering ist. Langsamer Aufstieg, vernünftige Tagesetappen sowie schrittweise Erhöhung der Schlafhöhe sind die Kernpunkte einer Strategie zur Vermeidung von Höhenproblemen. Völlig ausgeschlossen kann das Risiko jedoch nie hundertprozentig werden.

Der niedrigere Luftdruck in der Höhe sowie das damit verbundene geringere Sauerstoffangebot führen bereits ohne körperliche Anstrengungen, also auch im Ruhezustand, zu einer Erhöhung von Herzfrequenz, Atemzeitvolumen sowie Herzzeitvolumen. Außerdem vergrößert sich durch die zusätzliche Bildung von roten Blutkörperchen die Blutdichte. Dies kann fatale Folgen haben, so dass eine der wichtigsten Regeln beim Aufstieg in die Höhe lautet, viel zu trinken! Um der Bluteindickung entgegenzuwirken und auch die gesamte körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unabdingbar. Dies bedeutet, täglich (!) mindestens 4-5 Liter zu trinken, bei großer körperlicher Anstrengung sogar noch mehr!

Erste Anzeichen der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen, Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen. Je nach Schwere und Symptomen unterscheidet man vier Formen der Höhenkrankheit:

Milde Höhenkrankheit („Mild Acute Mountain Sickness“ – MAMS) ist die leichteste Form, von der bis zu drei Viertel aller Bergsteiger betroffen sind. Meist klingen die Symptome nach Abstieg, Ruhepause oder reichlich Flüssigkeitszufuhr schnell wieder ab.

Akute Höhenkrankheit („Severe Acute Mountain Sickness“ – SAMS) ist die schwerere und unter Umständen lebensbedrohliche Form der Höhenkrankheit. Schnellstmöglicher Abstieg und bestenfalls umgehende medizinische Betreuung können lebenswichtig sein! Die physische und psychische Leistungsfähigkeit sind bereits deutlich reduziert und solcherart Erkrankte sollten auf keinen Fall mehr allein unterwegs sein bzw. allein gelassen werden!

Das Höhenlungenödem („High Altitude Pulmonary Edema” – HAPE) gehört bereits zu den akut lebensbedrohlichen Zuständen und wird gekennzeichnet durch die Ansammlung von Wasser bzw. Gewebsflüssigkeit in der Lunge. Die ersten Anzeichen sind Husten, erst trocken, dann mit pinkfarbenem und schaumigem Speichel. Rasselnde Atmung und blasig-schaumiger Auswurf sind deutliche Alarmzeichen, die nur eine Konsequenz haben dürfen: Der/die Betroffene muß unter allen Umständen so schnell wie möglich auf eine geringere Höhe gebracht werden!

Das Höhenhirnödem („High Altitude Cerebral Edema” – HACE) ist die schwerste und gefährlichste Form der Höhenkrankheit, die mit Flüssigkeitsansammlung im Gehirn einhergeht. Der/die Betroffene fühlt sich äußerst erschöpft und entwickelt ein starkes Ruhebedürfnis, bekommt zunehmend Gleichgewichtsprobleme, Schwindelgefühl, Übelkeit und allgemeine Mattigkeit zu spüren. Sicherstes und alarmierendes Alarmzeichen ist der

Verlust des klaren Denkens, der sich bei Betroffenen in wirren und unsinnigen Antworten auf gestellte Fragen äußert. Letztendlich fällt der Kranke ins Koma und im Falle eines Nichtabstiegs auf geringere Höhen tritt der Tod ein. Einsofortiger Abstieg/Abtransport in tiefere Lagen kann deshalb bereits bei ersten Anzeichen lebensrettend sein!

Für alle vier Formen der Höhenkrankheit gilt, dass sie vollständig unabhängig von Alter und körperlicher Fitness sind! Und auch ein vorheriges (problemloses) Erreichen einer größeren Höhe auf einer früheren Tour gibt keine Garantie für die Reaktion des Körpers bei erneuter Beanspruchung.

Allgemeine Hinweise beim Auftreten von Höhenkrankheit:

Unsere nachfolgenden Ratschläge erteilen wir zunächst mit dem Ziel, dass niemand eine Höhenkrankheit erleiden wird (was sich leider nie 100%ig ausschließen lässt), vor allem aber mit dem Ziel, dass niemand daran sterben soll!

1. „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.“ Dies gilt um so mehr unter körperlicher Belastung, wie bei einer Trekkingtour und erst recht in großer Höhe! Trinken Sie täglich mindestens 4-5 Liter, in großer Höhe, bei starker Sonneneinstrahlung und unter Anstrengung bis zu 6-7 Liter!

2. Es ist wichtig, die Anzeichen einer Höhenkrankheit zu kennen und sie sich vor allem auch einzugestehen! Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen deuten auf Höhenkrankheit hin. Trekkingtouristen und Bergsteiger sind oft sehr zielorientiert und ehrgeizig und tendieren dazu, diese Anzeichen nicht wahrnehmen zu wollen.

3. Sollten Anzeichen auftreten und das geplante Nachtlager noch höher als der momentane Aufenthaltsort liegen, sollte man auf keinen Fall weiter aufsteigen. Beim Auftreten der ersten Symptome ist es nicht unbedingt notwendig, sofort auf niedrigere Höhen abzusteigen, aber sehr wichtig, zunächst einmal nicht weiter aufzusteigen! Mehr oder weniger alle schweren bis tödlichren Fälle von Höhenkrankheit passieren bei denen, die trotz der erwähnten Anzeichen unbeirrt weitergestiegen sind.

In manchen Fällen kann es notwendig sein, erst einen Aufstieg in Kauf zu nehmen, bevor ein Abstieg möglich ist. Vorrang sollte dann stets der sicherste und schnellste Weg in Richtung Tal haben.

4. Wenn die Symptome sich trotz Befolgung all dieser Regeln verschlechtern, ist ein sofortiger Abstieg oder Transport in niedrigere Lagen unabdinglich. Ein weiterer (auch längerer) Aufenthalt in der Höhe, in der die Höhenkrankheit verstärkt aufgetreten ist, wird nicht zu einer Verbesserung führen! Sie müssen sich deshalb unverzüglich unterhalb der Höhe begeben, in der die Symptome begannen.

Ist ihnen die Höhe, in der die ersten Anzeichen aufgetreten sind, nicht bekannnt, müssen sie solange absteigen, bis eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes auftritt.

Sobald sie sich besser fühlen, können Sie sich unbedenklich auf dieser Höhe erholen und akklimatisieren.

5. Medikamentöse Behandlung kann niemals einen Abstieg oder zumindest eine Ruhepause auf der gleichen Höhe ersetzen! Nehmen Sie Medikamente im Zusammenhang mit der Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Beratung oder genauester persönlicher Sachkenntnis ein! Die prophylaktische Medikamenteneinnahme sowie Doping jeglicher Art sind keinesfalls

ein sinnvolles Mittel zur besseren Höhenverträglichkeit und bergen nicht unerhebliche Gefahren und Risiken für Leib und Leben! Auf unseren Touren ist eine derartige Medikation ohne ausdrückliche Zustimmung von Arzt und Expeditionsleiter verboten und führt den sofortigen Ausschluss aus der Expeditionsmannschaft nach sich.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 5 bis 10 EUR rechnen.

Die kirgisische Küche ist kräftig und fett. Es wird viel mit Fleisch, Knoblauch und Zwiebeln gekocht. Ein Essen beginnt meist mit einer Suppe: Laghman ist Nudelsuppe mit Hammelfleisch und Gemüse, Beschbarmak ist klare Brühe mit Nudeln und gekochten Fleischstückchen, Schorpo ist Fleischsuppe mit Kartoffeln und Gemüse. Beliebt sind Gerichte aus Schaf- oder Hammelfleisch. Typische Gerichte sind Hammelfleisch mit Reis, Schaschlik, gekochtes Hammelfleisch mit dünnen Teigfladen und gedämpfte Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse.

Zu jeder Mahlzeit gibt es normalerweise sehr gutes frisches Brot und Rahm. Manty sind kleine Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse, Samsa sind scharf gewürzte Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse. Allgegenwärtig ist der Plov, ein Gericht aus gebratenem Reis mit Hammelstückchen und Steckrüben. Je nach Region wird der Plov auch mit Hühner- oder Rindfleisch zubereitet.

Getränke

Die einheimischen trinken gerne schwarzen oder grünen Tee, gegorene Stutenmilch (Koumis), Dsharma (aus gegorenem Gerstenmehl) und Boso (Getränk aus gegorener Hirse, das ein wenig wie Bier schmeckt).

Trinkwasser

Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Während unserer Touren wird abgepacktes Wasser während der langen Fahrten zwischen den Städten unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Kaffee

Kirgistan ist kein Kaffeeland. Hier bestimmen der grüne und schwarze Tee die Getränkekarte. An manchen Orten gibt es gar keinen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instant-Kaffee ist eher verbreitet. Nehmen Sie sich evtl. etwas Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen.

Alkoholika

Alkoholische Getränke und Speisen sind in Kirgistan weder verboten noch geächtet. Aus sowjetischer Zeit erfreut sich der Wodka ausgesprochener Beliebtheit und in jeder Hotelbar ist eine breite Palette alkoholischer Getränke erhältlich.

Vegetarier/Veganer

Vegetarier müssen im Restaurant speziell auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an sehr gutem frischem Obst und Gemüse und tollen Salaten bei den koreanischen Händlern auf den Basaren.

Brot

In Kirgistan ist das traditionelle Fladenbrot sehr verbreitet. Dieses wird auf traditionelle Weise im Lehmofen gebacken und häufig auf der Straße verkauft. Dieses Brot ist immer frisch, manchmal noch warm…

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw.

Foto & Film
In allen größeren Städten kann man mittlerweile die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strengen Kleiderordnungen, besonders nicht in Bishkek oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man Frauen, die Kopftücher tragen, doch das geschieht freiwillig und ist keinesfalls eine Vorschrift. Trotzdem gibt es einige ländliche Provinzen, wo man das Tragen von Shorts besser vermeiden sollte. Dasselbe gilt für den Besuch von religiösen Stätten wie Moscheen oder Mausoleen. An diesen Orten sollten Frauen ihre Schultern und den Ausschnitt bedeckt halten und am besten einen Hut oder ein Kopftuch tragen. Letzteres ist gerade im Sommer sehr leicht zu befolgen, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel sticht…

Gesundheit
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen.

Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or leave it“ (koch es, schäl es oder lass es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne- putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

 

 

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Der Som ist die Währung Kirgistans. Die Währung wurde 1993 eingeführt und löste den Rubel aus der Sowjetzeit ab. Kirgistan war damit das erste Land Zentralasiens, das sich aus der Rubelzone löste.

1 Som ist in 100 Tyjyn unterteilt. Anfänglich war der Tyjyn in kleinformatigen Banknoten zu 1, 10 und 50 Tyjyn in Umlauf. Aufgrund des Kursverfalls des Som in den ersten Jahren nach dessen Einführung ist diese kleinere Einheit jedoch heute nur noch selten in Gebrauch, so dass die Unterteilung in der Praxis keine Rolle spielt. Kleinste Einheit ist in der Praxis die Banknote zu 1 Som. Münzen sind in Kirgistan erst seit 2008 im Umlauf. Es gibt Werte zu 1, 10 und 50 Tyjyn sowie 1, 3, 5 und 10 Som.

Der SOM ist frei konvertierbar. Wechselstuben und Banken sind im Innenstadtbereich von Bischkek und Osch vorhanden.

Zur Mitnahme aus Deutschland empfehlen wir sowohl Euro als auch US-Dollar. Darüber hinaus setzt sich in den größeren Städten immer mehr die Nutzung von Geldautomaten durch, an welchen mit jeder Geldkarte des Maestro-Verbundes (praktisch alle deutschen Bankarten) Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet.

Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Bank- oder Kreditkarten!

Die Reisekasse sollte sich aus einer vernünftigen Mischung aus Bargeld und Karten zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 20% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Bargeld wird dann vor Ort in die Landeswährung umgetauscht. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sein. Außerdem sollte man eine gewisse, nicht gar zu knapp bemessene, Geldreserve einplanen. Als Reserve ist eine Bank-/Kreditkarte zu empfehlen.

Wechselkurse:
1 EUR ca. 69 KGS Som
1 CHF ca. 66 KGS Som
1 US$ ca. 61 KGS Som        (Stand Februar 2015)

Stromversorgung
Die Spannung in Kirgistan beträgt 220 Volt. Die Stecker sind zweipolig, meistens ohne Schutzkontakt. Trotzdem passen deutsche Stecker fast immer in einheimische Steckdosen.

Telefonieren
Vorwahl nach Deutschland: 0049. Die Vorwahl für Kirgistan ist 00 996. Unsere Mobiltelefone funktionieren in aller Regel ebenfalls, decken aber nur die nördlichen Gebiete ab. Falls Sie viel oder regelmäßig telefonieren, sollten Sie eine einheimische SIM-Karte kaufen.

Notrufnummern: Feuerwehr: 101, Polizei: 102, Ärztlicher Notdienst: 103

Literatur über Kirgistan

Literatur über Kirgistan

Natürlich gibt es eine große Anzahl von Büchern über Kirgistan. Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reiseberichte bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Judith Beyer, Roman Knee: Kirgistan: Ein ethnografischer Bildband über Talas / Kirgistan: A photoethnography of Talas. Hirmer-Verlag, München 2007.

· Wassilios Klein: Das nestorianische Christentum an den Handelswegen durch Kyrgyzstan bis zum 14. Jh. Brepols, Turnhout 2000 (Silk Road Studies, 3).

· Thomas Scholl: Kirgistan entdecken, Trescher Verlag

Tschingis Aitmatow

Der kirgisische Schriftsteller ist im Jahr 2008 verstorben. Seine Erzählungen und Romane sind poetische Plädoyers für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur: Kirgistan hat 2008 zum Tschingis-Aitmatow-Jahr ausgerufen.

Zweimal in seinem Leben ist Tschingis Aitmatow Aug in Aug einem Wolf gegenüber gestanden. In „Kindheit in Kirgisien“ (1998) erinnert er sich an diese Begegnungen, die wohl für sein literarisches Schaffen große Bedeutung hatten. In dem Roman „Die Richtstatt“ (1987) beispielsweise beschreibt er das Leben der Wölfin Akbari und ihres Lebenspartners Taschtschainar. Ja, Lebenspartner; bei Aitmatow haben Tiere menschliche Wesenszüge. In der Steppe haben sie ihr Zuhause, ein Zuhause, das von Menschen bedroht wird.

Bedroht ist auch das Leben des Schneeleoparden Dschaa-Bars, dessen Dasein in Aitmatows jüngstem Roman „Der Schneeleopard“ (2006) erstaunliche Parallelen zu dem eines Journalisten aufweist. Fast ausnahmslos spielen Aitmatows Geschichten in den Landschaften seiner Heimat, in den kirgisischen und chinesischen Bergen, in der kasachischen Steppe, in den kleinen Dörfern rund um seinen Geburtsort Scheker oder in Frunse, heute Bischkek genannt und Hauptstadt der Republik Kirgisien.

Mit Dschamilija zu Weltruhm: Um international als Autor erfolgreich zu werden, musste Aitmatow seine Heimat jedoch zwischenzeitlich verlassen. Nachdem er bereits im Alter von 14 Jahren Aufgaben in der Verwaltung seines Dorfes übernommen hatte, begann Aitmatow vier Jahre darauf eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich. Mit Unterbrechungen arbeitete er bis 1959 als Tierzüchter auf einer kirgisischen Versuchsfarm. Schon damals zog es ihn, stark beeinflusst von den größtenteils mündlich überlieferten Mythen und Epen seines Volkes, zur Literatur hin. Als Abschlussarbeit eines zweijährigen Autorenkurses am Moskauer Gorki-Institut legte er 1958 die Erzählung „Dschamilja“ vor. Die darin geschilderte Beziehung zwischen Dschamilja, einer jung verheirateten Frau, deren ungeliebter Mann an der Front kämpft und Danijar, einem Kriegsversehrten, gilt vielen als eine der schönsten Liebesgeschichten der zeitgenössischen Prosa.

Aitmatows schriftstellerischen Vorbilder waren allesamt Russen: Anton Tschechow, Fjodor Dostojewski und Lew Tolstoi. Ihre Schreib-Traditionen machte Aitmatow sich zu Eigen und reicherte sie mit kirgisischem Nationalkolorit an. Die beim kirgisischen Nomadenvolk seit Jahrhunderten tradierten Märchen und Erzählungen flossen ein in seine Werke.

Aitmatows Kunst bestand darin, diese in allgemein-menschliche Zusammenhänge einzubetten und eroberte sich so ein Millionenpublikum. Außerhalb der UdSSR wurden seine Bücher erstmals in der DDR und danach in Westdeutschland übersetzt. Vielleicht deshalb sind die Deutschen noch heute seine treuesten Leser.

Erzählungen und Novellen

Dshamilja (auch: Djamila, 1958)

Aug in Auge (1958)

Das Kamelauge (1961)

Der Weg des Schnitters/Goldspur der Garben (1963)

Abschied von Gülsary/Wirf die Fesseln ab, Gülsary (1967)

Der weiße Dampfer (1970)

Du meine Pappel im roten Kopftuch (1970)

Frühe Kraniche (1975)

Die Klage des Zugvogels, Erzählungen (1990)

Die weiße Wolke des Tschingis Khan (1990)

Die Träume der Wölfin (1996)

Romane

Der erste Lehrer (1966)

Der Junge und das Meer (auch: Scheckiger Hund, der am Meer entlangläuft,1977)

Ein Tag länger als das Leben (1981, in der DDR 1982 unter dem Titel „Der Tag zieht den Jahrhundertweg“ erschienen. Erst später wurde der Roman um ein Kapitel erweitert und unter „Ein Tag länger als ein Leben herausgegeben“.)

Der Richtplatz (auch: Die Richtstatt, 1986)

Das Kassandramal (1994)

Der Schneeleopard (auch: Die ewige Braut, 2006) 

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 


Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Kirgistan.de

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Länderinformationen und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Kirgistan und Ihrer vielleicht sogar bevorstehenden Reise beantwortet zu haben. Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können.

Weitere noch ausführlichere Informationen finden Sie zudem auf dem Informationsportal Kirgistan.de. Sie erfahren hier einige Details über die Regionen des Landes. Untermalt mit stimmungsvollen Bildern gibt die Website Kirgistan.eu einen ausführlichen Ein- und Ausblick auf dieses wundervolle Land. Im Rahmen einer exklusiven Internet-Partnerschaft hat DIAMIR-Erlebnisreisen die inhaltlichen Punkte für das Portal ausgearbeitet und das Bildmaterial zusammengestellt.

Karte

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Ihr Ansprechpartner 

Dirk Dannecker

Dirk Dannecker

Verkauf und Beratung Zentralasien

 
+49 (0)351 31 20 7 - 333

E-Mail:
d.dannecker@diamir.de

Telefon:
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