• Verzierte Kuppel in Samarkand
  • Auf dem Basar in Samarkand in der „Abteilung“ der Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Erbsen, …)
  • Die Medresen Ulugbek und  Tilla-Kori auf dem Registan in Samarkand
  • Abendessen im Restaurant in Chiwa - frischer Salat sollte hier zu keiner Mahlzeit fehlen
  • Taschkent - Begegnung an der Barak Khan Moschee
  • Der wunderschöne, in unzähligen Blaus schimmernde AlaudinSee auf 2800m
  • Start des Trekkings im Artuschtal – im Hintergrund erhebt sich die Kulikalonkette
  • Menschen in Tadschikistan

Tadschikistan – Usbekistan

 

Trekking in den Fanbergen und Orient pur in Usbekistan

18 Tage Trekking- und Kulturreise

    
Dauer 18 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 3290 EUR   drucken
Tourcode TADUSB   zum Filter
Teilnehmer min. 4 – max. 12    
 
 
 
 

Die schneebedeckten Gipfel und die herrlich idyllischen Täler des Fangebirges sind Ziel des ersten Teiles dieser aufregenden Wander- und Kulturreise in Zentralasien. Erleben Sie den Kontrast zwischen der rauen und teilweise schwer zugänglichen Bergwelt Tadschikistans und den monumentalen Bauwerken in den Oasenstädten Usbekistans. Von Insidern wird das Fan als schönstes Gebirge Asiens bezeichnet. Wer einen schönen Mix aus mittelschwerer Trekkingtour und anschließendem kulturellen Ausklang sucht, für den ist diese Reise genau die richtige Wahl. Der städtische Mittelpunkt Zentralasiens, Taschkent, die Wüstenoase Buchara (UNESCO) sowie Samarkand (UNESCO) mit seinem weltberühmten Registan sind zweifelsohne die kulturellen Höhepunkte dieser Reise durch zwei sehr gegensätzliche Länder an der Seidenstraße.

Höhepunkte

Höhepunkte

  • Mittelschweres Trekking im Fan-Gebirge mit Lasttieren

  • Wunderbarer Mix aus Trekking und Kultur

  • Mittelasiatische Kultur entlang der Seidenstraße

  • Samarkand mit dem weltberühmten Registan (UNESCO)

  • UNESCO Weltkulturerbe: Buchara

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise

Flug nach Duschanbe.

2. Tag: Ankunft Duschanbe – Stadtbesichtigung (M/A)

Ankunft am frühen Morgen in Duschanbe. Sie werden von Ihrem Reiseleiter abgeholt und ins Hotel gebracht. Dann haben Sie Zeit sich von der langen Reise etwas auszuruhen. Nach dem Mittag haben Sie die Möglichkeit die Hauptstadt zu erkunden. Sie unternehmen eine Führung durch die Stadt, deren wortwörtliche Übersetzung des Namens „Montag“ bedeutet, weil früher im ehemaligen Dorfkern montags der Markt abgehalten wurde. Heutzutage können Sie den Basar an allen Wochentagen besuchen und werden bei der Stadtbesichtigung auch noch das tadschikische Nationalmuseum kennenlernen. Neben zahlreichen Artefakten aus der sogdischen und gräko-baktrischen Zeit findet sich dort die mit 14 m Höhe (seit der Zerstörung der Buddha-Figuren im afghanischen Bamian) größte erhaltene Buddha-Statue Zentralasiens aus der Kuschan-Periode. Bei aller Kultur wird die Entspannung aber nicht zu kurz kommen – und das am besten in einem der typischen zentralasiatischen Teehäuser! Willkommens-Dinner. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Pendschikent (F/M/A)

Fahrt am Morgen nach Pendschikent. Während einer Stadtbesichtigung werden Sie die Stadt näher kennenlernen. Die nahezu vollständig erhaltene sogdische Ruinenstadt von Pendschikent gilt als das „Pompeji Zentralasiens“. Besuch des Rudaki-Museums, des berühmten Dichterfürsten, sowie der Altstadt von Pendschikent. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 4-5h, 240 km).

4. Tag: Transfer Sieben Seen / Beginn des Trekkings (F/M/A)

Sie fahren von Pendschikent zu den Sieben Seen. Unterwegs genießen Sie das wunderschöne Panorama hinab in das Zarafshantal und die verschiedenen Seen. Von hier starten Sie Ihr Trekking in Richtung Fanberge. Zunächst wandern Sie vom 6. zum 7. See (Hazorchashma). Übernachtung im Zelt unweit des See. (Fahrzeit ca. 1-2 h, ca. 60 km, Gehzeit ca. 1 h, 4 km).

5. Tag: Hazorchashma-See – Pass Tavasang (3307 m) – Sarymat River (F/M (LB)/A)

Trekking vom Hazorchashma-See zum Fluß Sarymat. Diese Etappe ist sehr anspruchsvoll, da etliche Höhenmeter überwunden werden müssen.
Übernachtung im Zelt auf ca. 2190 m. (Gehzeit ca. 7 h, 17 km, 910 m↑, 1120 m↓).

6. Tag: Sarymat River – Amshut River – Siedlung Guytan (F/M (LB)/A)

Trekking vom Fluß Sarymat zur Siedlung Guytan. Übernachtung im Homestay auf ca. 1870 m. (Gehzeit ca. 7 h, 20 km, 620 m↓, 300 m↑).

7. Tag: Siedlung Guytan – Guytan Pass (2640 m) – See Chukurak (F/M (LB)/A)

Trekking von Guytan zum Chukurak-See. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit von hier aus noch zum Ziyorat See zu wandern (Strecke ca. 4 km, 380 m↑↓). Übernachtung im Zelt am Ufer des Sees auf ca. 2440 m. (Gehzeit ca. 5-6 h, 12 km, 1040 m↑, 200 m↓).

8. Tag: Chukurak See – Chukurak Pass (3160 m) – Dushoha See (F/M (LB)/A)

Unterwegs genießen Sie bei guter Sicht ein herrliches Panorama auf die majestätische Wand des Kulikalon mit seinen Gipfeln über 4000 und 5000 m (Adamtash, Mirali, Rudaki, etc.) und den gleichnamigen Seen. Insgesamt sind es 14 Seen die in Farbtönen von hellblau bis aquamarin Träumen und Entspannen einladen. Am Nachtmittag empfiehlt sich noch eine kleine Wanderung um einen der Seen. Übernachtung im Zelt am Ufer des Sees Dushoha auf ca. 2900 m. (Gehzeit ca. 5h, 9 km, 720 m↑, 260 m↓).

9. Tag: Über den Alaudin Pass (3860 m) zum Alaudin See (F/M (LB)/A)

Die Passhöhe des Alaudin-Passes (3860 m) stellt die Herausforderung dieses Tages dar: Der Weg ist technisch einfach, jedoch lang. Der Blick zum schneebedeckten Tschapdara (5137 m) gegenüber entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. Tagesziel ist der wunderschön in die Bergwelt des Tschapdara-Tales eingebettete Alaudin-See (2800 m). Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6-7h, 960 m↑, 1060 m↓, 13 km).

10. Tag: „Der trübe See“ (3600 m) (F/M (LB)/A)

Heute führt Sie die Wanderung entlang des Tschapdara-Tales aufwärts zum „Mutnoye“ (trüben) See (3600 m). Die Bergriesen Tschimtarga (5487 m), Samok (5070 m), Pik Energie (5113 m) und Miraly (5120 m) umschließen spektakulär das Schwemm- und Schotterbett des trüben Sees. Übernachtung im traumhaften Camp am Ufer des trüben Sees. (Gehzeit ca. 5h, 800 m↑, 6 km).

11. Tag: Letzte Etappe zum Alpinisten Camp „Vertical“ (F/M (LB)/A)

Vom Trüben See kehren Sie auf dem gleichen Pfad zurück zum Alaudin-See. Anschließend steigen Sie weiter ab bis zum Alpinisten Basecamp „Vertical“. Übernachtung im Zelt auf ca. 2635 m. (Gehzeit ca. 3 h, 8 km, 965 m↓).

12. Tag: Transfer Basecamp „Vertical“ – Khujand – Grenze Oybek – Taschkent (F/M)

Ein Transfer bringt Sie zum Ort Oybek an der tadschikisch-usbekischen Grenze. Am Grenzübergang verabschieden Sie sich von dem tadschikischen Fahrer und überqueren zu Fuß die Grenze. Auf der anderen Seite werden Sie von den usbekischen Begleitern herzlich begrüßt. Fahrt nach Taschkent. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 6-7h, ca. 390 km).

13. Tag: Taschkent (F)

Nach dem gestrigen langen Transfertag können Sie heute in aller Ruhe ausschlafen und frühstücken. Gegen Mittag unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt. Sie besuchen den Theaterplatz, die Medrese (Koranschule) Barak-Khan, das Mausoleum von Kaffal-Schaschi, Werkstätten verschiedener Handwerker und den großen Basar. Später sehen Sie sich die thematisch-mittelasiatisch gestalteten Metrostationen bei einer Fahrt mit der U-Bahn an. Zum Sonnenuntergang sollten Sie Position im Fernsehturm eingenommen haben. Übernachtung im Hotel.

14. Tag: Taschkent – Buchara (F)

Nach dem frühen Frühstück Transfer zum Flughafen und Flug nach Buchara. Kurzer Transfer ins Hotel. Heute unternehmen Sie eine erste Stadtführung durch die mehr als 2300 Jahre alte Stadt (UNESCO-Weltkulturerbe). Besichtigung der Festung Ark, der Moschee Bolo Hauz, des Mausoleums Tschaschma-Ajub und des ältesten Denkmals von Buchara, des Mausoleums der Samaniden. Nachmittags Fortsetzung der Führung: Sie besichtigen den architektonischen Komplex Poi-Kaljan mit dem Minarett und der Moschee Kaljan und der Medrese Miri-Arab. Es bleibt Zeit, in einer der Teestuben einzukehren und auf zentralasiatische Art Tee zu genießen. Übernachtung im Hotel.

15. Tag: Buchara (F)

Sie besuchen die überkuppelten Gewölbe und Handelsgassen der Goldschmiede Toki-Sargaron, das architektonische Ensemble der Kosch-Medrese mit den Medresen Ulugbek und Abdulasis-Khan, den Basar der Seidenstoffe Tim Abdulla-Khan sowie die überkuppelten Gewölbe der Mützenmacher Toki Telpak-Furuschon. Im historischen Stadtzentrum des 17. und 18. Jh. entspannen Sie bei einer Tasse Tee am kühlenden Wasserbecken am Labi Hauz mit den Medresen Nadir Divan-begi und Kukeldasch und der Herberge für Dervische Chanako Nadir Diwan-begi. Besichtigung des wundervoll kleinen Bauwerks Tschor Minor. Übernachtung wie am Vortag.

16. Tag: Buchara – Samarkand (F)

Fahrt ins 270 Kilometer entfernte Samarkand mit Ankunft nach dem Mittag. Heute unternehmen Sie noch einen ersten Stadtrundgang in Samarkand. Am Abend erleben Sie mit etwas Glück einen fotogenen Sonnenuntergang hinter dem weltberühmten Registan, dem bekanntesten Platz Usbekistans. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 3-4h, 270 km).

17. Tag: Samarkand – Taschkent (F)

Nach dem Frühstück Besichtigung des wohl berühmtesten Platzes der Welt: dem Registan-Platz mit den Medresen Ulugbek, Tilla-Kori, Scher-Dor, desweiteren besuchen Sie die Moschee Bibi-Khanym, den alten Basar und die Sternwarte von Ulugbek. Nach dem Mittag Besichtigung des Mausoleenkomplexes Schachi-Sinda und des Mausoleums Gur-Emir. Am Nachmittag werden Sie zum Bahnhof gebracht, von wo Sie mit dem Schnellzug „Afrosiab“ nach Taschkent fahren. Ankunft am Abend in Taschkent. Transfer zum Hotel und Übernachtung.

18. Tag: Heimreise

Transfer zum Flughafen und Rückflug.

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
01.09.2017 18.09.2017 3290 EUR Anfragen
08.06.2018 25.06.2018 3390 EUR Anfragen
29.06.2018 16.07.2018 3390 EUR Anfragen
20.07.2018 06.08.2018 3490 EUR Anfragen
10.08.2018 27.08.2018 3490 EUR Anfragen
31.08.2018 17.09.2018 3390 EUR Anfragen

Zusatzkosten

EZ-/Einzelzeltzuschlag 290 EUR
Zubringerflug ab D/A/CH auf Anfrage
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (andere Abflughäfen auf Anfrage) mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.17)
  • Deutschsprachige Tourenleitung
  • Alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Alle Transfers und Eintrittsgelder laut Programm
  • Träger/Packtiere für max. 12 kg Trekkinggepäck
  • Campingausrüstung (Zelte, Mannschaftszelt, Kochutensilien)
  • Alle erforderlichen Permits für das Trekking
  • Fahrt mit dem Schnellzug „Afrosiab“
  • 7 Ü: Zelt
  • 7 Ü: Hotel im DZ
  • 2 Ü: Gästehaus im MBZ
  • Mahlzeiten: 15×F, 4×M, 7×M (LB), 10×A

Nicht in den Leistungen enthalten

Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke;; Visum Tadschikistan + Usbekistan (ca. 50 € / 70 €, abweichend für Österreicher und Schweizer); evtl. zusätzliche Unterwegsverpflegung (z.B. Schokolade u. Energieriegel); Optionale Ausflüge; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.17; Trinkgelder; Persönliches

Infos

Anforderungen

Für diese Trekkingtour sind Trittsicherheit und sicheres Gehen in manchmal unwegsamem Gelände sowie gute Kondition für bis zu 8-stündige Wanderetappen mit max. 900 m Aufstieg erforderlich. Ebenso unabdingbar für das Reisen und Wandern in den Fanbergen ist eine gute Portion Abenteuergeist, die Bereitschaft zur Mithilfe beim Lageraufbau, Kochen und sonstigen anfallenden Arbeiten im Lager. Flexibilität, Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen sowie Teamgeist sind unbedingt Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise! Auf längere Fahrtrecken sollten Sie sich ebenfalls einstellen.

Homestays (private Gästehäuser) sind teilweise recht einfach, bestehend aus einem oder mehreren Schlafräumen und einem Aufenthaltsraum. Die Unterbringung erfolgt oft direkt im Haus oder im Anbau der gastgebenden Familie. Zudem gibt es oft nur einfachste Außentoiletten und nur eingeschränkte Wasch- bzw. Duschmöglichkeiten.

Hinweise

Wer beim Gepäcktransport die Gewichtsgrenze überschreitet muss mit einer Zuzahlung rechnen. Diese wird vor Ort bezahlt. Die Kosten dafür betragen ca. 15-20 USD für die gesamte Trekkingtour.

Service

Usbekistan

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Usbekistan hat eine Fläche von 447.400 km² und liegt im mittleren Zentralasien. Usbekistan und Liechtenstein sind die einzigen Binnenstaaten der Erde, die ihrerseits nur von Binnenstaaten umgeben sind. Man muss also zwei Staatsgrenzen überqueren, um in einen Staat mit Zugang zum offenen Meer zu gelangen.

Usbekistan erstreckt sich von den Wüsten am Aralsee im Westen über ca. 1.200 km bis zum fruchtbaren Ferganatal im Osten. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Anbauflächen befinden sich in den großen Oasen um Samarkand, Buchara und Taschkent sowie im Ferganatal.

Im Osten Usbekistans liegen die Turkestankette und die vorgebirgige Landschaft des Tienschan. Der höchste Berg Usbekistans liegt im Hissargebirge und erreicht eine Höhe von 4.643 Metern. Dieser trug einst den Namen Berg des 22. Kongresses der Kommunistischen Partei,  trägt aber heute den Namen Hazrat Sulton. Die tiefste Stelle im Land liegt 12 m unter dem Meeresspiegel im Kysylkum.

Durch Usbekistan fließen die zwei ehemals wichtigsten Zuflüsse des Aralsees und größten Ströme Zentralasiens, der Amudarja (usbek. Amudaryo, in der Antike Oxus genannt), welcher 2.743 Kilometer lang ist, aber als Amudarja nur 1.414 Kilometer fließt und der Syrdarja (usbek. Sirdaryo) welcher 2.212 km lang ist. Beide Flüsse liegen jedoch nur mit einem Teil ihres Laufes in Usbekistan. Ihre Quellflüsse entspringen außerhalb Usbekistans im zu Tadschikistan und Afghanistan gehörenden Pamir (für den Amudarja) bzw. im zu Kirgisistan gehörenden Tienschan (für den Syrdarja). Der Syrdarja durchquert in seinem Mittellauf den zu Usbekistan gehörenden Teil des Ferganatals, fließt dann über das Territorium Tadschikistans, südwestlich von Taschkent erneut eine kurze Strecke durch Usbekistan, während sein Unterlauf zu Kasachstan gehört. Der Amudarja bildet in seinem Mittellauf zunächst die usbekisch-afghanische Grenze und verläuft sodann parallel zur Grenze Usbekistans zu Turkmenistan, die jedoch nur in einem Teilstück dem Fluss direkt folgt.

Der von vollständiger Austrocknung bedrohte Aralsee ist mittlerweile in mehrere Teile zerfallen. Dieser seit etwa 1960 zunehmende Prozess stellt weltweit eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen dar. Mit ursprünglich rund 68.000 Quadratkilometern Ausdehnung war der Aralsee früher der viertgrößte Binnensee der Erde. Die Verlandung und Versalzung stellen eine irreversible Umweltverschmutzung dar. Südwestlich des Sees befindet sich das flachwellige, wüstenhafte Ustjurt-Plateau, dessen Westhälfte zu Kasachstan gehört und ein großes Naturreservat bildet.

Der größte Teil der Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen. Südöstlich des Aralsees im Tiefland von Turan erstreckt sich die Kysylkum (usbek. Qizilqum), die vier Zehntel der Staatsfläche Usbekistans umfasst und sich auf dem angrenzenden Territorium Kasachstans fortsetzt. Sie wird nur durch einige Restmassive unterbrochen, die im Gora Aktau 920 m Höhe erreichen.

Weitere wichtige Flüsse sind der Surchundarja (usbek. Surxondaryo), der Kaschkadarja (usbek. Qashqadaryo), der die Oase von Qarshi erreicht und der Zarafshon, der die Oasen von Samarkand und Buchara bewässert und schließlich in der Wüste südwestlich von Buchara endet, ohne den Amudarja erreicht zu haben.

Politik und Gesellschaft
Usbekistan ist eine Republik. Usbekisch ist die offizielle Amtsprache, jedoch ist Russisch weit verbreitet. Etwa 80% der Bevölkerung bekennt sich zum Islam. Ansonsten sind Glaubensrichtungen wie russisch-orthodox, christlich und auch eine Minderheit an jüdisch Gläubigen vertreten. Die Präsidialrepublik wurde am 1. September 1991 gegründet. Nach der Proklamation der Unabhängigkeit Usbekistans wurden in einer kurzen Zeit die Rechtsgrundlagen des neuen Staates geschaffen, die auf eine umfassende Entwicklung der Demokratie ausgerichtet sind und den Übergang zur Marktwirtschaft sowie die Rechtstaatlichkeit und die Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative sichern sollen.

Politische Beziehungen

Usbekistan sieht in Deutschland einen wichtigen Partner in Westeuropa. Es bezeichnet das deutsche politische und wirtschaftliche System als Vorbild, betrachtet Deutschland als einen bevorzugten Partner und erklärt, in Menschenrechtsfragen und bezüglich der Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen dialogbereit zu sein. Usbekistan sieht sich – auch nach den Ereignissen von Andijan im Mai 2005 – als Teil der weltweiten Anti-Terror-Koalition. Dies wird u.a. durch die weitere Kooperation bei der Nutzung des Lufttransportstützpunktes Termes durch ein Einsatzgeschwader der Bundeswehr deutlich. Durch die dortige Stationierung von ca. 300 Bundeswehrsoldaten zur logistischen Unterstützung der ISAF-Kontingente in Afghanistan hat die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan eine wahrnehmbare sicherheitspolitische Komponente erhalten.

Im Rahmen eines hochrangigen bilateralen Besuchsaustauschs und kritischen Dialogs werden von deutscher Seite die Fortsetzung demokratischer Reformen und die Verbesserung der Menschenrechtslage gefordert.

Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist nach Russland, China, Südkorea und den USA fünftwichtigstes Lieferland Usbekistans. Das Handelsvo­lumen hat sich seit 1999 jedoch halbiert. Nach dem Tiefstand von 214 Mio. Euro 2001 ist es wieder stetig gestiegen und nach 270 Mio. Euro im Jahr 2005 nochmals um 10% in den ersten sechs Monaten 2006 gewach­sen. Die Zunahme ist vor allem auf die Lieferung von Maschinen und Ersatzteilen in der Textilbranche und der Landwirtschaft zurückzuführen. Zudem nutzen deutsche Unternehmen verstärkt den Weg über Russland und China auf den usbekischen Markt.

In der zentralen Frage der Währungskonvertibilität hat Usbekistan einen wichtigen Schritt nach vorn unternommen. Seit dem 15. Oktober 2003 gilt volle Konvertibilität. Ob sich damit der Devisenzugang für Importeure entspannt, kann erst die längerfristige Praxis zeigen. Gleichzeitig versucht die Regierung Usbekistans, makroökonomische Stabilität über eine stark reglementierte Geldpolitik zu erreichen. Mit der außergewöhnlich starken Kontingentierung der Bargeldmenge sollen Wirtschaft und Handel kontrolliert und Währung und Inflation stabil gehalten werden. Dies behindert das Wirtschaftsleben. Allerdings sind 2005 ein Wachstum von 7%, ein solider Haushalt und ein positives Außenhandelssaldo erreicht worden. Doch makroökonomische Stabilität bringt noch kein wirkliches Wachstum im Handel und Privatsektor sowie Wohlstand mit sich.

Es gibt ca. 55 deutsche Firmenvertretungen in Usbekistan (ca. 15 mit entsandten Deutschen), darunter Siemens und drei deutsche Banken, die sowohl Baumwollhandel als auch Liefergeschäfte mit Usbekistan finanzieren.

Sicherheit
Usbekistan ist ein sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Auf Grund der leider weit verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles ist vor allem Diebstahl bedauerlicherweise an der Tagesordnung. Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Grossteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich, egal ob dies nach unseren Maßstäben tatsächlich der Fall ist oder nicht. Daher gilt die weitverbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geübten und geschickten Taschendieben welche den Diebstahl, besonders von Touristen, zu Ihrer Erwerbsgrundlage gemacht haben oder welchen auf Grund Ihrer persönlichen Situation nichts anderes übrig bleibt. Oft arbeiten diese in Gruppen zusammen und gehen dabei mit äußerster Geschicklichkeit vor. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z.B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die große Gefahr einiger Dinge entledigt zu werden. Um eine solche Situation möglichst zu vermeiden wird sich Ihr Tourenleiter am ersten Tag der Reise mit ihnen zusammensetzen und dieses Problem besprechen. In Ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie, die dabei gegebenen Hinweise zu beachten.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir werden Ihre Fragen gern beantworten. Unterwegs wird Ihnen Ihr Tourenleiter darüber hinaus mit vielen Tipps und Tricks zu diesen Problemen zur Seite stehen.

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Reise bedeuten kann.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Klima
In Usbekistan überwiegt ein kontinentales Halbwüstenklima mit kurzen Wintern und starken Frösten in den Gebirgen sowie langen und heißen Sommern. Niederschläge fallen meist nur im Osten des Landes. Der Jahresniederschlag beträgt - je nach Region - nur 50–200 mm, steigt jedoch in den Gebirgen teilweise auf 1.000 mm jährlich an. Die Temperaturen schwanken sowohl jahres- als auch tageszeitlich stark. Die Sommer sind meist heiß und wolkenlos, die Winter unbeständig und kalt.

Zeitverschiebung
Es gilt mitteleuropäische Zeit (MEZ) plus vier Stunden. Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied plus drei Stunden.

 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Usbekistan benötigen deutsche Staatsangehörige einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, sowie ein Visum, welches vor Einreise bei der zuständigen Botschaft oder durch einen anderen Visumdienst beantragt werden muss. Für ein Touristenvisum bis zu drei Monaten benötigen Sie Ihren Pass, eine Passkopie, ein ausgefülltes Antragsformular (online auszufüllen) und zwei Passbilder. Bei Antragstellung per Post sollte ein adressierter Rückumschlag per Einschreiben, welcher unbedingt ausreichend frankiert sein muss, beigefügt werden. 

Die derzeitigen Visumgebühren für ein 15-Tage-Visum betragen 70 € die per Verrechnungsscheck oder Postanweisung bzw. in bar entrichtet werden können. Bitte geben Sie während der Reise stets auf Ihren Reisepass acht, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie inkl. Visum anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel deponieren und nur die Kopie mit sich führen. Eine solche Vorgehensweise wird auch von der Touristenpolizei empfohlen. 

Für die Einreise gelten außerdem strikte Regeln, was die Mitnahme von Arzneimitteln betrifft. Bitte lesen Sie daher die Hinweise des Auswärtigen Amtes am Ende des Dokumentes genau. 

Visum
Bitte beantragen Sie das Visum online ca. vier Wochen vor Abreise, also nach Erhalt der ausführlichen Visainfos von DIAMIR, wenn sicher ist, dass Ihre Reise wie geplant stattfindet. Die Unterlagen versenden wir i.d.R. per Email, da der Visumantrag sowieso online ausgefüllt werden MUSS! Sollten Sie dennoch die Unterlagen per Post benötigen, geben Sie bitte Bescheid. Die Bearbeitungszeit kann durchaus bis zu zwanzig Tage in Anspruch nehmen. 

Für die Beantragung bieten sich zwei Möglichkeiten: 

1.) die direkte Beantragung bei der usbekischen Botschaft in Berlin 

2.) die Zuhilfenahme eines Visadienstes, welches die sicherste u. komfortabelste Möglichkeit ist. Wir empfehlen dazu für deutsche Staatsbürger den Visadienst Bonn GmbH, Außenstelle Berlin (Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, E-Mail: info@visum.de). 

Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter: www.visum.de/partner/diamir

Für Österreicher bietet sich der VISUM.AT in Wien an (www.visum.at) und Schweizern empfehlen wir den all visum service in Kloten (www.allvisumservice.ch). 

Sollte die Erteilung der Visa aus irgendwelchen Gründen verweigert werden oder Sie Probleme damit haben, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt. Etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das Letzte ist, was man sich wünscht. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Während der Reise

Gesundheit
Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ („Koch es, schäl es oder vergiss es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder vollständig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis, Eis in Getränken, frisch gepresste Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Gästehäusern einer Reise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer sehr ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch verschiedene einheimische Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Speisen wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 5 bis 12 EUR rechnen.

Die Herkunft usbekischer Rezepte lässt sich teilweise über hunderte von Jahren zurückverfolgen. Traditionelle Rituale beim Zubereiten der Speisen sind nach wie vor üblich. Grundnahrungsmittel ist das usbekische Brot, das früher als heilig galt und um das sich zahlreiche Legenden ranken. Es wird immer noch traditionell an den Innenwänden eines großen Tonofens gebacken, ist sehr knusprig, duftet angenehm und schmeckt hervorragend. Dazu trinkt man grünen oder schwarzen Tee oder Fruchtsaft - eine komplette Mahlzeit.

Daneben wird viel Reis gegessen. Das Nationalgericht, Plow, wird aus Reis zubereitet, und man isst es zu allen Gelegenheiten - in der einfachen Hütte ebenso wie beim prunkvollsten Fest. Plow schmeckt durch verschiedene Zutaten immer wieder anders. Das machen die Beigaben von Hammelfleisch oder Fisch, von vielerlei Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch, natürlich auch von den unterschiedlichen Gewürzen oder aber von Obst (vor allem Quitten oder Rosinen). Was in solcher Vielfalt auf den Tisch kommt verrät die ganze gastronomische Phantasie der Usbeken. (Keineswegs nur der Usbekinnen! Denn die besten Plows werden - so jedenfalls behaupten die Usbeken selbst - von Männern zubereitet.)

Zum Nachtisch gibt es Obst (die Melonen aus Usbekistan sind legendär!) oder getrocknete Früchte - und vor allem Halwa. Dies besteht aus Nüssen, Mehl und viel, viel Zucker.

Alkoholika

Alkoholische Getränke und Speisen sind in Usbekistan weder verboten noch geächtet. Noch aus der sowjetischen Ära erfreut sich der Wodka ausgesprochener Beliebtheit und in jeder Hotelbar ist eine breite Palette alkoholischer Getränke erhältlich.

Trinkwasser

Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Während unserer Touren wird abgepacktes Wasser während der langen Fahrten zwischen den Städten unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Vegetarier/Veganer

Vegetarier und Veganer müssen im Restaurant speziell auf ihre Wünsche hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es jedoch ein reichhaltiges Angebot an frischem Obst und Gemüse.

Kaffee

Usbekistan ist kein Kaffeeland. Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee in Usbekistan nicht sehr populär. An manchen Orten gibt es gar keinen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instant-Kaffee ist eher verbreitet. Hier bestimmen der grüne und schwarze Tee die Getränkekarte. Nehmen Sie sich evtl. etwas Kaffeepulver oder auch löslichen Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen.

Brot

In Usbekistan ist das traditionelle Fladenbrot sehr verbreitet. Dieses wird auf traditionelle Weise im Lehmofen gebacken und häufig auf der Straße verkauft. Dieses Brot ist immer frisch, meist sogar noch warm und Usbeken, die außerhalb ihres Landes leben vermissen dieses Lebensmittel am meisten!

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw.

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strenge Kleiderordnung, besonders nicht in Taschkent oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man auf Frauen, die Kopftücher tragen, doch das geschieht freiwillig ist keinesfalls eine Vorschrift. 

Trotzdem gibt es ländliche Provinzen, wie etwa das Ferganatal, wo man das Tragen von Shorts besser unterlassen sollte. Dasselbe gilt für den Besuch von religiösen Stätten wie Moscheen oder Mausoleen. An diesen Orten sollten Frauen ihre Schultern und den Ausschnitt bedeckt halten und am besten einen Hut oder ein Kopftuch tragen. Letzteres ist gerade im Sommer sehr leicht zu befolgen, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel brennt…

 

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die offizielle usbekische Währung ist der Som (UZS). Es gibt Banknoten zu 50, 100, 200, 500 und 1.000 Som. Obwohl es Münzen gibt, werden diese selten benutzt, so zum Beispiel  zum Bus- und Metrofahren.

Getauscht werden kann recht unkompliziert in Banken und Hotels. Bei beiden gibt es keinen schlechteren Kurs als bei Geldtauschern auf der Straße, also gehen Sie gar nicht erst das Risiko ein. Geldautomaten gibt es recht selten, auch nicht ganz so oft in Taschkent. Der Gebrauch von Kreditkarten ist somit bei weitem nicht normal. Verlassen Sie sich also bitte nicht auf Karten als Zahlungsmittel. Als Reserve ist eine Kreditkarte allerdings zu empfehlen. Reiseschecks sind nicht zu empfehlen. Daher empfiehlt es sich EURO, CHF oder US$ in bar mitzunehmen.

Rücktausch von Som in EUR ist auch mit der letzten Umtauschquittung problematisch. Kalkulieren Sie gegen Ende der Reise lieber genau. Heben Sie Ihre Umtauschquittungen auf. Es kann sein, dass Sie bei der Ausreise danach gefragt werden. Nur in großen Hotels und Geschäften werden Master Card und Visa Card akzeptiert. Ihr Tourenleiter wird Ihnen beim Geldwechsel selbstverständlich behilflich sein. Außerdem sollte man eine gewisse Geldreserve einplanen.

Die Einfuhr von Devisen nach Usbekistan ist in unbeschränkter Höhe möglich. Über die Deviseneinfuhr muss bei der Einreise eine Zollerklärung in zweifacher Ausfertigung ausgefüllt werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, in der Zollerklärung die mitgeführten Devisen anzugeben. Eine Überschreitung der Summe der seinerzeit eingeführten ausländischen Devisen ist nur unter Vorlage einer Bestätigung der Zentralbank der Republik Usbekistan oder einer bevollmächtigten Bank möglich. Falsche Angaben werden in der Regel mit Geldstrafe geahndet. Bei Unstimmigkeiten kann es in Einzelfällen zu einer Verzögerung der Ausreise auch um mehrere Tage kommen.

Wechselkurse
1 EUR ca. 2.760 UZS
1 CHF ca. 2.632 UZS
1 USD ca. 2.440 UZS        (Stand Februar 2015)

Stromversorgung   
Die Spannung in Usbekistan beträgt 220 Volt. Die Stecker sind zweipolig, meistens ohne Schutzkontakt. Trotzdem passen deutsche Stecker fast immer in usbekische Steckdosen. 

Telefonieren
Die Vorwahl für Usbekistan ist + 998. Danach schließt sich die Vorwahl der jeweiligen Stadt an, für Taschkent ist das die 71. Ist die Nummer des Teilnehmers dann sechsstellig (alte Telefonnummern), müssen Sie noch eine 2 vor der sechsstelligen Nummer des Teilnehmers wählen. Bei den modernen, siebenstelligen Nummern entfällt diese 2. Dann können Sie nach der Stadtvorwahl sofort die Nummer des Teilnehmers wählen. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Usbekistan von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

 

 

Literatur über Usbekistan

Literatur über Usbekistan

Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Egon Erwin Kisch: Zaren, Popen, Bolschewiken. Asien gründlich verändert. China geheim. 1932

· Hans Werner Richter: Karl Marx in Samarkand. Luchterhand, 1967.

· Bernhard Chiari und Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte: Usbekistan. Paderborn, 2009.

· James Critchlow: Nationalism in Uzbekistan: A Soviet republic’s road to sovereignty. Westview Press, 1991.

· Julia M. Eckert: Das unabhängige Usbekistan auf dem Weg von Marx zu Timur. Politische Strategien der Konfliktregelung in einem Vielvölkerstaat. Berliner Studien zur Internationalen Politik. Münster, 1996.

· Jürgen Nowak: Die ethnopolitische Situation Usbekistans. Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien. Köln, 1995.

· Resul Yalcin: The rebirth of Uzbekistan: Politics, economy and society in the post-Soviet era., 2002.

· Judith Peltz: Usbekistan entdecken. Entlang der Seidenstraße nach Samarkand, Buchara und Chiwa. Berlin, 2005.

· Britta Wollenweber, Peter Franke: Usbekistan – Land zwischen Orient und Okzident. Der Reiseführer für den Hintergrund. Wostok Verlag, Juli 2007.

 

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Tadschikistan

Allgemeines

Allgemeines

Geographie
Mehr als 70% der Fläche des Landes besteht aus Hochgebirge. Fast 50% des Staatsgebietes liegen auf einer Höhe von 3.000 m über NN oder höher. Der Osten des Landes wird vom Gebirge Pamir und dem größten Teil des Pamirhochlandes geprägt. Dort befindet sich auch der höchste Berg des Landes, der 7.495 m hohe Pik Ismoil Somoni (früher Pik Kommunismus). Im Norden des Landes erstreckt sich die Gebirgskette des Alai. Nur im äußersten Norden besitzt Tadschikistan mit dem Ferganatal, das durch den größten Fluss des Landes, den Syrdarja, bewässert wird, Tiefland, das intensiv ackerbaulich genutzt wird. Der größte Teil des Landes kann wegen der Höhenlagen nur extensiv viehwirtschaftlich genutzt werden. Der größte See ist der Kara-Kul mit 380 Quadratkilometern und liegt im Osten des Landes. Weitere große Seen sind der Saressee (~ 80 km²) und der Zorkulsee (39 km²). Der größte Stausee ist der Kairakkum-Stausee (520 km²) am eben genannten Syrdarja.

Politik und Gesellschaft
Die Tadschiken sind ein iranisches Volk in Zentralasien. Sie bilden 80% der Bevölkerung. Die Tadschiken sind sprachlich, kulturell und ethnisch sehr eng mit den Persern verwandt und stellen auch im Nachbarland Afghanistan einen bedeutenden Bevölkerungsanteil. Im Ferganatal leben verschiedene Minderheiten von Usbeken (15,3% der Bevölkerung) und Kirgisen, ebenso im Osten des Landes. Weitere Minderheiten sind Russen (1,1%), Tataren (0,3%), Ukrainer, Deutsche und andere.

Viele Nicht-Tadschiken, insbesondere ethnische Russen, haben das Land inzwischen ver-lassen. Lebten 1989 noch fast 400.000 Russen in Tadschikistan, 2005 noch knapp 140.000. Der Anteil der Tadschiken stieg von 62% im Jahr 1989 auf fast 80% im Jahr 2000. In Tad-schikistan lebt auch heute noch eine kleine Minderheit von Deutschstämmigen. Ihre Zahl ist jedoch stark zurückgegangen, insbesondere nach dem Zerfall der Sowjetunion. Größtenteils lebten die Deutschen in eigenen Dörfern, die im ganzen Land verstreut waren, oder auch in der Hauptstadt Duschanbe. Inzwischen werden ehemalige deutsche Siedlungen von Tadschiken bewohnt. Eine deutsch-tadschikische Stiftung, die sich „Wiedergeburt“ nennt, kümmert sich um den Erhalt von deutschen Gotteshäusern und Friedhöfen, die teilweise von den Tadschiken nicht gepflegt werden und in miserablem Zustand sind. Selten werden auch Veranstaltungen der Deutschen Botschaft in Duschanbe für die deutsche Bevölkerung veranstaltet. Die Deutschen gehören heute zur ärmsten Bevölkerungsschicht Tadschikistans.

Religionen
Tadschiken sind zu über 90% Anhänger des Islams, vorwiegend in sunnitischer Ausprägung. Lediglich im Osten gibt es wenige Anhänger des schiitischen Islams. Es gibt jedoch auch ca. 230.000 Christen im Land. Außerdem leben in Tadschikistan noch Bahais, Anhänger von Hare Krishna, Zoroastrier, Juden und Siebenten-Tags-Adventisten. Baptisten zeichnen sich durch zum Teil hartnäckige Missionierung aber auch Katastrophenhilfe aus. Trotz Religionsfreiheit und Trennung von Staat und Kirche, die in Tadschikistan gesetzlich gewährleistet sind strebt die islamistische Opposition die Errichtung eines islamischen Gottesstaates an.

Sprache
Die Tadschiken sind, wie bereits erwähnt, ein iranisches Volk in Zentralasien und gehören damit der indoeuropäischen Sprachfamilie an. Die Amtssprache ist Tadschikisch, eine dem Persischen ähnliche bis identische Sprache. Weitere wichtige Umgangssprachen sind Russisch, als Sprache der internationalen Politik und Wirtschaft und Usbekisch. Im Pamir existieren noch viele untergehende iranische Sprachen, wie z. B. Jagnobisch.

Geschichte
Das Gebiet Tadschikistans war abwechselnd unter der Herrschaft der Perser, Hunnen und gehörte auch zum Reich Alexanders des Großen. Im 8. Jh. erreichte der Islam die Region. Während des Mittelalters gehörte Tadschikistan zum Kaiserreich Persien. 1868 wurde Tad-schikistan eine Kolonie Russlands, später Sowjetrepublik. 1991 erklärte sich Tadschikistan unabhängig und versank sofort in einem Bürgerkrieg zwischen islamischen Fundamenta-listen und der Regierung von Emomalij Rahmonow. 1989 verließen ca. 15.000 Menschen, bucharische Juden und Aschkenasen, das Land aufgrund von Verfolgungen, so dass sich die Juden Tadschikistans auf rund 1000 reduzierten. Der Bürgerkrieg endete mit einer Regierungsbeteiligung der Fundamentalisten. Nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 in New York wurden US-Truppen in Khorog und Duschanbe sowie Soldaten Frank-reichs in Duschanbe stationiert. Trotzdem spielt Russland nach wie vor durch seine Truppenpräsenz die Rolle einer wichtigen Ordnungsmacht der Region, so erfolgt die Grenzsicherung nach Afghanistan bis zum Sommer 2005 durch russische Truppen.

Politik
Tadschikistan ist laut Verfassung eine demokratische Präsidialrepublik. Nationalfeiertag ist der 9. September, der Tag der Unabhängigkeit. Zu Tadschikistan gehört die Autonome Provinz Berg-Badachschan im Osten des Landes, die 44,5% der Fläche des Landes umfasst. Präsident Tadschikistans ist der 2006 wiedergewählte Emomalij Rahmonow, der bei der Wahl im November 79,3% alle Stimmen erhielt. Es ist zu bezweifeln, dass dieses Ergebnis wirklich demokratisch zustande gekommen ist, da drei ernsthafte Gegenkandidaten ihre Kandidatur zurückzogen, was nicht zuletzt daran liegt, dass Rachmonow rigoros gegen die Opposition vorgeht.

Landwirtschaft
Nach wie vor ist die Bedeutung der Landwirtschaft sehr groß. Sie trug 2001 mit 29 % zum BIP bei, während 67,2 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiteten. Nur etwa 7 % des Landes sind landwirtschaftlich intensiv nutzbar. Einen Schwerpunkt der Landwirtschaft bildet der Anbau von Baumwolle. Die Anpflanzung von Getreide, Gemüse, Obst und Tabak ist sekundär. Die extensive Bewässerung trägt dabei massiv zur Bodenversalzung und zum Austrocknen des Flusses Panj bei. Daneben werden Rinder, Schafe und Ziegen gehalten sowie Seidenraupen gezüchtet.

Bodenschätze
Das Land verfügt über Reserven an Erdöl, Erdgas und Braunkohle. Wichtigstes Exportgut mit einem Anteil von 50% an den Exporterlösen ist Aluminium; 23% werden durch den Export von Elektrizität, die durch Wasserkraft erzeugt wird, erzielt. Derzeit sind weitere Wasserkraftwerke u. a. mit russischer und chinesischer Unterstützung in Bau oder in Planung. Zusätzlich kommen in Tadschikistan weitere Erze einschließlich Zinn, Blei, Antimon, Seltene Erden, Quecksilber, Silber, Gold und Uran vor, die zum Teil abgebaut und verhüttet werden.

Infrastruktur
Die Verkehrserschließung Tadschikistans ist aufgrund der Oberflächengestalt des Landes sehr schwierig. Der Verkehr stützt sich v. a. auf das nur mangelhaft ausgebaute Straßen-netz. Das Land verfügt über einzelne Eisenbahnstrecken von insgesamt 470 km Länge. Die Hauptstadt Duschanbe ist durch die Transkaspische Eisenbahn an das internationale Eisenbahnnetz angeschlossen. Verbindungen bestehen über Taschkent bis nach Moskau. Seit 2007 gibt es bei Nischnij Pjandsch an der Grenze zu Afghanistan eine weitere Brücke über den Grenzfluss Pjandsch. Die 670 m lange Konstruktion wurde von den USA unter Beteiligung Norwegens finanziert. Sie verkürzt die Transportwege in der Region erheblich.

Sicherheit
Tadschikistan ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme von denen im Internet oder in Zeitungen berichtet wird. Oftmals geht es dabei um die Region Berg Badachschan/Pamir. 

Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:
·         Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen vermeiden.
·         Niemals die Wertsachen offen zeigen. Geldscheine nur in kleinen Mengen mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.
·         Teure Uhren, wertvollen Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, kann man am besten zu Hause lassen.
·         Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z. B. Brustbeutel, Beintasche, Gürteltasche, Geldgürtel aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Situation in Berg Badachschan – Region Pamir – speziell Khorog
Nach den Ereignissen in Khorog, Autonomer Oblast Gorno Badakhshan (GBAO) im Mai 2014 hat sich die Lage dort wieder normalisiert. Alle unsere Fahrten auf dem Pamir Highway im Sommer 2014 haben wie geplant stattgefunden und wurden auch von lokalen Kontrollposten nicht behindert. Unsere Partner sowie unsere Gäste beschreiben die Situation als sehr ruhig und aufgeräumt. 

Klima
Tadschikistan befindet sich in der trockenen subtropischen Klimazone. Das Klima ist ein extrem kontinentales mit kalten Wintern und heißen Sommern. Außer in den Tal- und Beckenländern, wo ein subtropisches feuchtes Klima herrscht, so werden in den Sommer-monaten Temperaturen von bis zu 45° C erreicht. Es bestehen große Temperaturunterschiede zwischen den tiefer und den höher gelegenen Regionen des Landes. Die

Jahresniederschlagsmengen sind relativ niedrig, so dass Steppenvegetation vorherrscht. Im Ferganabecken beträgt die Niederschlagsmenge gerade einmal 140 mm Niederschlag im Jahr. Nur die Südhänge des Hissargebirges sind mit 1700 mm im Jahr sehr niederschlagsreich.

In den Gebirgen ist man tagsüber einer enormen Sonneneinstrahlung ausgesetzt (sunlotion und guter Sonnenhut notwendig!). Sobald allerdings die Sonne untergeht, kann es empfindlich kühl werden. Durch das „Aufladen“ von der Sonne tagsüber, empfindet man die Kühle und den Wechsel als besonders streng. 

Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied zu Tadschikistan beträgt +5 Stunden. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Tadschikistan 17 Uhr am Abend. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Duschanbe daher um 5 Stunden vorstellen. Wenn Sie in die Region Murghab gelangen, müssen Sie die Uhr nochmals eine Stunde vorstellen, denn hier herrscht bereits kirgisische Zeit. 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Tadschikistan benötigen deutsche Staatsangehörige einen bei Ausreise noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, sowie ein Visum, welches vor Einreise bei der zuständigen Botschaft oder mit Hilfe eines Visadienstes beantragt werden muss. Die für die Einreise nach Tadschikistan nötige Visumerteilung erfolgt durch die Botschaft von Tadschikistan in Berlin oder in Verbindung mit dem beauftragten Visadienst.

Geht die Reise in Tadschikistan zusätzlich in die Region Berg Badachschan (GBAO) bedarf es einem Extrastempel im Pass. Entsprechende Einladungsschreiben (falls überhaupt notwendig) erhalten Sie von uns. 

Visum
Bitte beantragen Sie das Visum ca. 4 – 5 Wochen vor Abreise, wenn sicher ist, dass Ihre Reise wie geplant stattfindet. Die Beantragung kann ca. 12-14 Tage in Anspruch nehmen. Details zum Visaantrag und einen Leitfaden zur Beantragung erhalten Sie ca. 5-6 Wochen vor Abreise von uns.

Zur Beantragung bieten sich zwei Möglichkeiten: Die direkte Beantragung bei der tadschikischen Botschaft (Adresse siehe Visaformular) oder die Zuhilfenahme eines Visadienstes, welches die sicherste und komfortabelste Möglichkeit ist. Wir empfehlen dazu den Visadienst Bonn GmbH à Außenstelle Berlin (Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, Fax: (030) 31011659, E-Mail: info@visum.de). Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter www.visum.de/partner/diamir/. Sollte die Erteilung der Visa aus irgendwelchen Gründen verweigert werden oder Sie Probleme damit haben, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das Letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage des Pamirgebirges und des damit verbundenen geringen Sauerstoffgehaltes der Luft, sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht von ca. 20 °C, unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:
·         CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de
·         Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)
·         Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp
·         Robert Koch Institut: http://www.rki.de/

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Gästehäusern Ihrer Reise durch Tadschikistan können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit
Durch die unterschiedlichen Landesregionen Tadschikistans und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut man die Höhe vertragen wird. Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungs-schwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Höhenkrankheit, die sogenannte “Acute Mountain Sickness” oder kurz AMS genannt, kann in ihrer schwersten Form zum Tod führen. Ursache der Höhenkrankheit ist eine ungenügende Anpassung (Adaption) des Körpers an große Höhen, meist bedingt durch zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3000m. Am häufigsten und gefährlichsten ist ein Auftreten in Höhen zwischen 3000 und 5000m.

Der Körper stellt sich auf die entsprechende Höhe dadurch ein, dass er die Frequenz und die Intensität der Atmung steigert. Untersuchungen haben gezeigt, dass diejenigen, die sich schnell an die neue Höhe anpassen können, ihre Atemfrequenz und -stärke schnell den veränderten Umständen anpassen, wohingegen diejenigen, die relativ schnell von dieser Krankheit erfasst werden können, ihre Atemfrequenz langsamer anpassen. Der Grund der schnellen oder langsameren Anpassung ist nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse höchstwahrscheinlich genetisch bedingt. Weitere Symptome für eine gute Höhenanpassung sind eine gesteigerte Herzfrequenz und ein Anstieg der roten Blutkörperchen (Hämatokritwert). Innerhalb weniger Tage passt sich der gesunde Körper an eine neue (größere) Höhe an, so dass dann Höhenkrankheit normalerweise nicht mehr auftritt. Diese Anpassung des Körpers gibt aber keine Garantie dafür, dass im Falle eines weiteren Aufstiegs nicht doch noch eine Höhenkrankheit auftreten kann.

Unsere Trekkingtouren sind normalerweise so ausgelegt, dass das Risiko, an einer Höhenkrankheit zu erkranken, möglichst gering ist. Langsamer Aufstieg, vernünftige Tagesetappen sowie schrittweise Erhöhung der Schlafhöhe sind die Kernpunkte einer Strategie zur Vermeidung von Höhenproblemen. Völlig ausgeschlossen kann das Risiko jedoch nie hundertprozentig werden.

Der niedrigere Luftdruck in der Höhe sowie das damit verbundene geringere Sauerstoffangebot führen bereits ohne körperliche Anstrengungen, also auch im Ruhezustand, zu einer Erhöhung von Herzfrequenz, Atemzeitvolumen sowie Herzzeitvolumen. Außerdem vergrößert sich durch die zusätzliche Bildung von roten Blutkörperchen die Blutdichte. Dies kann fatale Folgen haben, so dass eine der wichtigsten Regeln beim Aufstieg in die Höhe lautet, viel zu trinken! Um der Bluteindickung entgegenzuwirken und auch die gesamte körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unabdingbar. Dies bedeutet, täglich (!) mindestens 4-5 Liter zu trinken, bei großer körperlicher Anstrengung sogar noch mehr!

Erste Anzeichen der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen, Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen. Je nach Schwere und Symptomen unterscheidet man vier Formen der Höhenkrankheit:
-       Milde Höhenkrankheit („Mild Acute Mountain Sickness“ – MAMS)
ist die leichteste Form, von der bis zu drei Viertel aller Bergsteiger, die den Aconcagua besteigen, betroffen sind. Meist klingen die Symptome nach Abstieg, Ruhepause oder reichlich Flüssigkeitszufuhr schnell wieder ab.
-       Akute Höhenkrankheit („Severe Acute Mountain Sickness“ – SAMS)
ist die schwerere und unter Umständen lebensbedrohliche Form der Höhenkrankheit. Schnellstmöglicher Abstieg und bestenfalls umgehende medizinische Betreuung können lebenswichtig sein! Die physische und psychische Leistungsfähigkeit sind bereits deutlich reduziert und solcherart Erkrankte sollten auf keinen Fall mehr allein unterwegs sein bzw. allein gelassen werden!
-       Das Höhenlungenödem („High Altitude Pulmonary Edema” – HAPE)
gehört bereits zu den akut lebensbedrohlichen Zuständen und wird gekennzeichnet durch die Ansammlung von Wasser bzw. Gewebsflüssigkeit in der Lunge. Die ersten Anzeichen sind Husten, erst trocken, dann mit pinkfarbenem und schaumigem Speichel. Rasselnde Atmung und blasig-schaumiger Auswurf sind deutliche Alarmzeichen, die nur eine Konsequenz haben dürfen: Der/die Betroffene muss unter allen Umständen so schnell wie möglich auf eine geringere Höhe gebracht werden!

Das Höhenhirnödem („High Altitude Cerebral Edema” – HACE) ist die schwerste und gefährlichste Form der Höhenkrankheit, die mit Flüssigkeitsansammlung im Gehirn einhergeht. Der/die Betroffene fühlt sich äußerst erschöpft und entwickelt ein starkes Ruhebedürfnis, bekommt zunehmend Gleichgewichtsprobleme, Schwindelgefühl, Übelkeit und allgemeine Mattigkeit zu spüren. Sicherstes und alarmierendes Alarmzeichen ist der Verlust des klaren Denkens, der sich bei Betroffenen in wirren und unsinnigen Antworten auf gestellte Fragen äußert. Letztendlich fällt der Kranke ins Koma und im Falle eines Nichtabstiegs auf geringere Höhen tritt der Tod ein. Einsofortiger Abstieg/Abtransport in tiefere Lagen kann deshalb bereits bei ersten Anzeichen lebensrettend sein!

Für alle vier Formen der Höhenkrankheit gilt, dass sie vollständig unabhängig von Alter und körperlicher Fitness sind! Und auch ein vorheriges (problemloses) Erreichen einer größeren Höhe auf einer früheren Tour gibt keine Garantie für die Reaktion des Körpers bei erneuter Beanspruchung.

Allgemeine Hinweise beim Auftreten von Höhenkrankheit:
Unsere nachfolgenden Ratschläge erteilen wir zunächst mit dem Ziel, dass niemand eine Höhenkrankheit erleiden wird (was sich leider nie 100%ig ausschließen lässt), vor allem aber mit dem Ziel, dass niemand daran sterben soll!

1. „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.“ Dies gilt umso mehr unter körperlicher Belastung, wie bei einer Trekkingtour und erst recht in großer Höhe! Trinken Sie täglich mindestens 4-5 Liter, in großer Höhe, bei starker Sonneneinstrahlung und unter Anstrengung bis zu 6-7 Liter!
2. Es ist wichtig, die Anzeichen einer Höhenkrankheit zu kennen und sie sich vor allem auch einzugestehen! Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen deuten auf Höhenkrankheit hin. Trekkingtouristen und Bergsteiger sind oft sehr zielorientiert und ehrgeizig und tendieren dazu, diese Anzeichen nicht wahrnehmen zu wollen.
3. Sollten Anzeichen auftreten und das geplante Nachtlager noch höher als der momentane Aufenthaltsort liegen, sollte man auf keinen Fall weiter aufsteigen. Beim Auftreten der ersten Symptome ist es nicht unbedingt notwendig, sofort auf niedrigere Höhen abzusteigen, aber sehr wichtig, zunächst einmal nicht weiter aufzusteigen! Mehr oder weniger alle schweren bis tödlichren Fälle von Höhenkrankheit passieren bei denen, die trotz der erwähnten Anzeichen unbeirrt weitergestiegen sind. In manchen Fällen kann es notwendig sein, erst einen Aufstieg in Kauf zu nehmen, bevor ein Abstieg möglich ist. Vorrang sollte dann stets der sicherste und schnellste Weg in Richtung Tal haben.
4. Wenn die Symptome sich trotz Befolgung all dieser Regeln verschlechtern, ist ein sofortiger Abstieg oder Transport in niedrigere Lagen unabdinglich. Ein weiterer (auch längerer) Aufenthalt in der Höhe, in der die Höhenkrankheit verstärkt aufgetreten ist, wird nicht zu einer Verbesserung führen! Sie müssen sich deshalb unverzüglich unterhalb der Höhe begeben, in der die Symptome begannen. Ist Ihnen die Höhe, in der die ersten Anzeichen aufgetreten sind, nicht bekannt, müssen sie solange absteigen, bis eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes auftritt. Sobald sie sich besser fühlen, können Sie sich unbedenklich auf dieser Höhe erholen und akklimatisieren.
5. Medikamentöse Behandlung kann niemals einen Abstieg oder zumindest eine Ruhepause auf der gleichen Höhe ersetzen! Nehmen Sie Medikamente im Zusammenhang mit der Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Beratung oder genauester persönlicher Sachkenntnis ein! Die prophylaktische Medikamenteneinnahme sowie Doping jeglicher Art sind keinesfalls ein sinnvolles Mittel zur besseren Höhenverträglichkeit und bergen nicht unerhebliche Gefahren und Risiken für Leib und Leben! Auf unseren Touren ist eine derartige Medikation ohne ausdrückliche Zustimmung von Arzt und Expeditionsleiter verboten und führt den sofortigen Ausschluss aus der Expeditionsmannschaft nach sich.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Die tadschikische Küche ist kräftig und beginnt meist mit einer Süßspeise und Tee, gefolgt von einer Suppe. Der grüne Tee wird eigentlich zu jeder Mahlzeit gereicht.

Beliebt sind Gerichte aus Schaf- oder Hammelfleisch. Typische Gerichte sind Hammelfleisch mit Reis, Schaschlik, gekochtes Hammelfleisch mit dünnen Teigfladen und gedämpfte Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse. Manty sind kleine Teigtaschen mit Fleisch und/oder Gemüse, Samsa sind scharf gewürzte Teigtaschen mit Fleisch und/oder Gemüse. Allgegenwärtig ist der Plov, ein Gericht aus gebratenem Reis mit Hammel-stückchen und Steckrüben. Je nach Region wird der Plov auch mit Hühner- oder Rindfleisch zubereitet. Das wichtigste Getränk in Tadschikistan ist Tee, gefolgt von Kefir.

Auch Suppen und Eintöpfe (Laghman, Borschtsch, etc.) sind äußerst beliebt und bei großer Hitze sehr bekömmlich.

In Restaurants in den Städten von Tadschikistan findet man Bier, Wein, Wodka, russischen Sekt und verschiedene Erfrischungsgetränke. An den Straßenständen am Wegesrand finden sich meist nur alkoholfreie Getränke. Bier und andere Alkoholika gibt es fast nur in Restaurants. Das tadschikische Bier sollte unbedingt probiert werden – sehr schmackhaft und würzig.  

Trinkwasser
Leitungswasser zu trinken, ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen.

Vegetarier
Vegetarier müssen im Restaurant speziell und ausdrücklich auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an sehr gutem frischem Obst und Gemüse.

Kaffee
Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee in Tadschikistan nicht sehr populär. Hier bestimmt der grüne und auch schwarze Tee die Getränkekarte. Nehmen Sie sich evtl. etwas (löslichen) Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen. An manchen Orten gibt es gar keinen Kaffee zu kaufen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instantkaffee ist eher verbreitet.

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw. 

Foto & Film
Nur in den großen Städten kann man die gängigsten Speicherkarten kaufen. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Filmmaterial und /oder Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé oder mit dem Suchen von Fotoläden verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strenge Kleiderordnung, besonders nicht in Duschanbe oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute großzügige Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man Frauen, die Kopftücher tragen, doch das geschieht freiwillig und ist keinesfalls Vorschrift. Trotzdem gibt es einige ländliche Provinzen, wo man das Tragen von Shorts besser unterlassen sollte. Dasselbe gilt für den Besuch von religiösen Stätten wie Moscheen oder Mausoleen. An diesen Orten sollten Frauen ihre Schultern und den Ausschnitt bedeckt halten und am besten einen Hut oder ein Kopftuch tragen. Letzteres ist gerade im Sommer sehr leicht zu befolgen, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel sticht… Leichte Baumwollkleidung ist für Reisen in den Sommermonaten empfehlenswert. Sonnenbrille nicht vergessen! Lange Hosen und langärmelige Hemden und Pullover verhindern Sonnenbrand und respektieren die moslemische Weltanschauung. Festes Schuhwerk kommt mit Hitze, Staub und Unebenheiten besser klar als leichte Schuhe. In Moscheen und vielen privaten Restaurants müssen die Schuhe ausgezogen werden - das bedeutet, dass man saubere Füße und/oder heile Socken haben muss. Generell gilt auch in Tadschikistan, dass man als Reisender eher zweckmäßig als aufsehenerregend angezogen sein sollte. Teuren Schmuck sollte man zu Hause lassen, da die Hotels nur selten über einen Safe verfügen und es wenig Gelegenheit gibt, ihn effektvoll in Szene zu setzen. 

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die Landeswährung von Tadschikistan ist seit dem 30. Oktober 2000 der Somoni (TJS). Der Name ist von den Samaniden abgeleitet, die eine persische Dynastie Zentralasiens waren. Die Währung wurde nach dem tadschikischen Vater der Nation, dem Samanidenherrscher Ismail I. benannt. Die Banknoten sind auf einer Seite in tadschikischer, auf der anderen in englischer Sprache bedruckt.

Wechselkurse
1 EUR             =   ca. 8,9 TJS
1 CHF             =   ca. 8,1 TJS
1 US$             =   ca. 7,9 TJS        (Stand Mai 2016) 

Zur Mitnahme aus Deutschland empfehlen wir unbedingt US$ oder EUR in Form von Bargeld, verschiedener Stückelung, neuerem Druckdatums und in unbeschädigtem Zustand! Mittlerweile setzt sich in den größeren Städten wie Duschanbe immer mehr die Nutzung von Geldautomaten durch, an welchen mit jeder Geldkarte des Maestro-Verbundes (praktisch alle deutschen Bankarten) Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Bitte erfragen Sie im Voraus bei Ihrer Bank die evtl. anfallenden Gebühren. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet. Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Bank- oder Kredit-karten! Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Karten zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 20% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Außerdem sollte man eine gewisse, nicht gar zu knapp bemessene Geldreserve einplanen. Als weitere Reserve ist eine Bank-/Kreditkarte zu empfehlen.

Tauschen Sie Geld unbedingt in Duschanbe. Bitte fragen Sie Ihren Reiseleiter nach geeigneten Tauschstellen. In den Provinzen wird es nur schwer möglich sein auf offiziellem Wege zu tauschen. 

Stromversorgung 
Wie in allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion erfolgt die Stromversorgung in Tadschikistan mit 220 V/50 Hz. Wechselstrom. Allerdings unterscheiden sich die Steckdosen von den deutschen zweipoligen Rundsteckern, deswegen sollte ein Adapter für dreipolige Stecker oder sogar ein Weltadapter im Gepäck sein und für alle batteriebetriebenen Geräte genügend Batterien.
Eine ausführliche Übersicht über die verschiedenen Steckerarten und in welchem Land Sie welche Adapter benötigen finden Sie hier: http://www.marcopolo.de/magazin/reportagen/reisetipps/reise-adapter.html#.VR0Yc_msVlw

Telefonieren
Die Vorwahl für Tadschikistan ist 00 992. Deutsche Mobiltelefone funktionieren in aller Regel ebenfalls, decken aber nicht alle Regionen ab. Daher sollten Sie sich im Falle, dass Sie Ihr Telefon täglich nutzen müssen eine einheimische SIM-Karte kaufen. Zum Telefonieren nach Europa empfiehlt sich der Kauf einer dieser Karten an einem der vielen Kioske. Ihr Reiseleiter wird Sie dabei gern beraten. Vorwahl nach Deutschland: 0049/+49. 

Literatur über Tadschikistan

Literatur über Tadschikistan

Es gibt nur eine überschaubare Anzahl von Büchern über Tadschikistan. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Sonja Bill: Tadschikistan: Zwischen Duschanbe und dem Dach der Welt. Trescher Verlag

· Sonja Bill: Unterwegs in Tadschikistan. Reiseimpressionen

· Peter Franke & Britta Wollenweber: Tadschikistan: Politik, Gesellschaft, Kultur Verlag

· Christian Funk und Aglaya Sintschenko: Usbekistan und Kirgisistan mit Tadschikistan. Reise Know-How

· Robert Middleton, Huw Thomas and Monica Whitlock: Tajikistan and the High Pamirs: A Companion and Guide (Odyssey Tajikistan & the High Pamirs), Taschenbuch Verlag

· Michail Korotkow: Tadschikisch Wort für Wort. Kauderwelsch. Reise Know-How

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Karte

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Ihr Ansprechpartner 

Dirk Dannecker

Dirk Dannecker

Verkauf und Beratung Zentralasien

 
+49 (0)351 31 20 7 - 333

E-Mail:
d.dannecker@diamir.de

Telefon:
+49 (0)351 31 20 7 - 333

 
 

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