• Aladağlar-Gebirge
  • Plateau der Sieben Seen im Aladağlar
  • Kappadokien - Ballons in der Ferne
  • Emil-Tal im Aladağlar
  • Kappadokien - Fehnkamine und Wanderer

Türkei

 

Von Kappadokien ins Aladaglar-Gebirge

12 Tage Natur-, Kultur- und Trekkingreise

    
Dauer 12 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 1330 EUR   drucken
Tourcode TURKAL   zum Filter
Teilnehmer min. 6 – max. 12    
 
 
 
 

Vor Millionen von Jahren haben Wind, Regen und Frost die großartige und sagenhafte Landschaft Kappadokiens geformt. Bekannt ist diese einzigartige Tufflandschaft durch die unzähligen Feenkamine, die eine fantastische und bizarre Landschaft bilden. Früher boten sie ganzen Völkern Lebensraum und Schutz.
Die Höhlen, in denen sich Wohnungen und sogar ganze Kirchen mit herrlichen Fresken befinden und die geologischen Formationen der Umgebung zählen zu den skurrilsten Naturwundern der Welt.
Das Taurus-Gebirge (türkisch: Toros Dagları) ist ein über 1000 Kilometer langes System von Gebirgsketten in Vorderasien. Es beginnt im Süden der Türkei, wo es größtenteils der Mittelmeerküste folgt und schlängelt sich über der Stadt Adana (Bolkar-Region) Richtung Norden. Der nördliche Teil des Gebirges besitzt/bildet zugleich die höchsten Erhebungen/Ausläufer des gesamten Taurus – das Aladaglar, dessen Gipfel fast alle im 3000er Bereich liegen und teilweise sogar an die 4000 m heranreichen. Das Aladaglar wurde im Jahre 1995 wegen seiner vielfältigen Flora und Fauna zum Nationalpark erklärt.

Höhepunkte

Höhepunkte

  • Günstig und ideal als Zweitreise im Jahr

  • Standortwanderungen in Kappadokien

  • Zelttrekking in den Aladaglar-Bergen

  • Gepäcktransport in die komfortablen Camps

  • Trekkinggipfel Mt. Embler (3517 m)

  • Optional: Stopp im pulsierenden Istanbul oder Verlängerung an der Türkischen Riviera

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise – Kayseri – Kappadokien (A)

Flug nach Kayseri. Am Flughafen werden Sie bereits von ihrem Reiseleiter erwartet und in Empfang genommen. Anschließend fahren Sie ins nahegelegene Kappadokien, besser bekannt als „Land der Feenkamine“. Übernachtung im Hotel. (Fahrtzeit ca. 1h, 75 km).

2. Tag: Weißes Tal – Uchisar-Zitadelle – Tauben-Tal (F/M/A)

Das Akvadi-Tal (weiße Tal) besticht vor allem durch seine hohen und schlanken Feenkamine und seine zahlreichen Weingärten. Wanderung bis in den Ort Uchisar. Die Burg des Ortes ist durchzogen von zahlreichen unterirdischen Gängen und Räumen. Die Anlage bietet die wohl schönste Aussicht über Kappadokien. Nach dem Mittag Wanderung durch das Tauben-Tal, welche Sie direkt in den berühmten Ort Goreme führt. Übernachtung im Hotel. (Wanderung 1.Teil ca. 2-3h, ca. 6-7 km; 280 m↑, 2.Teil ca. 1h, ca. 3 km; 200 m↓).

3. Tag: Unterirdische Stadt Derinkuyu – Ihlara Canyon & Selime-Kathedrale (F/M/A)

Fahrt nach Ihlara. Besuch der unterirdischen Stadt Derinkuyu. Sie ist eine der berühmtesten der über 150 bis 200 vermuteten unterschiedlich großen und unterirdischen Siedlungen in Kappadokien. Das Ihlara-Tal verläuft parallel entlang des Flusses Melendiz und besticht vor allem durch seine steilen Wände (100-150 m) und seine reiche Flora und Fauna. Der Canyon gehört ebenfalls zu den absoluten Höhepunkten einer Kappadokienreise. Anschließend Transfer (ca. 15 min.) zur Selime-Kathedrale, einem Labyrinth aus Höhlen und Gängen in einem riesigen Felskomplex. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 3-4h, ca. 8 km 115 m↓, Fahrtzeit ca. 2h, ca. 110 km).

4. Tag: Freilichtmuseum Göreme – Meskendir-Tal – das Rote Tal & Tal der Rosen – Cavusin (F/M/A)

Bevor der Tag so richtig beginnt, besteht am frühen Morgen die Möglichkeit, Kappadokien bei Sonnenaufgang mit einem Heißluftballon zu erkunden. Besuch des Göreme-Freilichtmuseum, das zusammen mit anderen Felsendenkmalen zum UNESCO-Welterbe gehört. Anschließend Wanderung im Meskendir-Tal. Von hier aus kreuzen Sie hinüber ins Red Valley. Sie setzen die Wanderung nach Cavusin fort, einem der ersten christlichen Dörfer Kappadokiens. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 4-5h, ca. 9 km, 85 m↑, 135 m↓).

5. Tag: Aladaglar-Nationalpark – Demirkazik – Pinarbasi – Maden-Schlucht – Karagol (F/M/A)

Sie verlassen die sagenhafte Landschaft Kappadokiens und fahren zu den Taurus-Gebirgen, genauer in den Aladaglar-Nationalpark. Hier befindet sich die dichteste Ansammlung von über 3000 m hohen Bergen des Zentraltaurus. Darüber hinaus ist das Aladaglar-Gebirge seit 1995 Nationalpark, der einzige im gesamten Taurus-Gebirge. Von der Maden-Schlucht ausgehend beginnt der erste Aufstieg bis nach ca. 4h das Camp am Schwarzen See erreicht ist. Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 2-3h, 125 km, Gehzeit ca. 3-4h, 900 m↑).

6. Tag: Karagol – Teke Kalesi (3517 m) – Yedigöller-Plateau (Sieben Seen) (F/M/A)

Entlang der Seen Karagol und Yildizgöl wandern Sie über die grünen und wasserreichen Weideflachen der Nomaden, die mit ihren Herden den Sommer hier verbringen. Nach ca. 1-2h gelangen Sie zum Fuß des Teke Kalesi. Aufstieg zum höchsten Punkt des Berges auf ca. 3517 m. Die spektakuläre Aussicht über die Yedigoller, die Sieben Seen und die umliegenden Gipfel des Aladaglar ist fantastisch. Nach dem Mittagspicknick beginnen Sie den Abstieg zum Yedigoller Plato (3100 m). Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 7-8h, 917 m↑, 417 m↓).

7. Tag: Tagestour zum Mt. Emler (3723 m) (F/M/A)

Tagesausflug auf den Gipfel des Mt. Emler. Der Aufstieg ist technisch nicht schwierig und in ca. 3-4h zu bewältigen. Der Gipfel belohnt mit einem wunderschönen Panorama auf das Yedigöller-Plateau. Bei klarer Sicht sind sogar die Vulkanberge Mt. Hasan (3268 m) und der Mt. Erciyes (3916 m) zu sehen. Picknick auf dem Gipfel. Rückmarsch über die gleiche Route zurück ins Camp. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit: ca. 5-6h, 623 m↑↓).

8. Tag: Yedigöller – Celikbuyduran-Pass (3500 m) – Sokulupinar (F/M/A)

Trekking zum Celikbuyduran-Pass (3500 m). Im rasanten Abstieg mitten durch massive Felsformationen geht es bis zum Sokulupinar-Camp. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 7-8h, 400 m↑, 1450 m↓).

9. Tag: Sokulupinar – Arpalik Yaylasi – Cimbar Canyon – Demirkazik – Sokulupinar (F/M (LB)/A)

Heute unternehmen Sie eine Rundwanderung vom Camp im Sokulupinar und steigen auf bis zum Arpalik Yaylasi mit einem wunderschönen Blick auf die Nordseite des 3756 m hohen Demirkazik. Sie durchlaufen die schmalen Passagen des Cimbar-Canyon und sind dabei umgeben von steilen und beeindruckenden Felswänden. Halbzeit der Wanderung ist im Dorf Demirkazik. Von dort aus wandern Sie über Schotterwege zurück zum Camp im Sokulupinar. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 5-6h; 500 m↑, 200 m↓).

10. Tag: Sokulupinar – Eznevit Plato – Siyirmalik-Tal – Emli-Tal (F/M (LB)/A)

Nach einem kurzen Aufstieg zum Sakartasi (2300 m) wandern Sie über die Eznevit Yaylasi, wo sich im Sommer Halbnomaden mit ihren Herden niederlassen, bis zu einer schönen Picknickstelle (2530 m) die über dem Siyirmalik-Tal liegt. Nach einer ausgiebigen Mittagspause Abstieg ins Siyirmalik-Tal. Weiter geht es durch Nadelwälder bis Sie Ihr Camp im Emli-Tal (1850 m) erreichen. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 5-6h, 538 m↑, 688 m↓).

11. Tag: Emli-Tal – Alaca Plato – Emli-Tal (F/M (LB)/A)

Heute steht wieder eine Rundwanderung auf dem Programm. Über die Mangirci-Schlucht steigen Sie hinauf auf das Alaca-Plateau (2400 m). Im Frühjahr kann man hier ebenfalls Nomaden und ihre Herden sehen, die sich auf den hohen Weideflachen niederlassen. Nach dem Mittagspicknick steigen Sie ins Camp ins Emli-Tal hinab. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 5h, 550 m↑↓).

12. Tag: Emli-Tal – Kayseri – Heimflug (F)

Transfer nach Kayseri zum Flughafen und Rückflug. (Fahrzeit: 2-3h, 145 km).

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
28.08.2017 08.09.2017 Tour mit Kleingruppenzuschlag 250,00 € für 3. Teilnehmer / 100,00 € ab 4 Teilnehmern. 1350 EUR Anfragen
04.06.2018 15.06.2018 1330 EUR Anfragen
25.06.2018 06.07.2018 1330 EUR Anfragen
23.07.2018 03.08.2018 1330 EUR Anfragen
06.08.2018 17.08.2018 1330 EUR Anfragen
20.08.2018 31.08.2018 1330 EUR Anfragen
tt.mm.jjjj tt.mm.jjjj Ihr individueller Gruppentermin Termin vorschlagen

Zusatzkosten

EZ-/Einzelzeltzuschlag 150 EUR
Zubringerflug ab D/A/CH auf Anfrage auf Anfrage
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.17)
  • Deutschsprachige Tourenleitung
  • Alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Nationalparkgebühren
  • Komplette Campingausrüstung
  • Alle Eintrittsgelder laut Programm
  • 7 Ü: Zelt
  • 4 Ü: Hotel im DZ
  • Mahlzeiten: 11×F, 7×M, 3×M (LB), 11×A

Nicht in den Leistungen enthalten

Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Ballonfahrt in Kappadokien (ca.160-180€); Flughafengebühren im Reiseland; optionale Ausflüge; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.17; Trinkgelder; Persönliches

Infos

Anforderungen

Für die Tour sind Trittsicherheit und ausreichend Kondition für die Tagesetappen notwendig, zudem Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Mentalitäten, Sitten und Gebräuchen. Das Hauptgepäck wird auf den Trekkingetappen mit Fahrzeugen bzw. Packpferden oder Mulis transportiert und jeder Teilnehmer trägt nur seinen persönlichen Tagesrucksack. Die Verwendung von Teleskopstöcken ist unbedingt empfehlenswert.

Zusatzinformationen

Auf dem Hin- oder Rückweg kann optional ein Zwischenstopp (ohne Flugaufpreis) in Istanbul eingelegt werden.

Service

Türkei

Allgemeines

Allgemeines

Geographie
Die Türkei erstreckt sich geografisch über zwei Kontinente. Anatolien, der asiatische Teil des türkischen Staatsgebiets, nimmt etwa 97 % der Fläche ein (ca. 760.000 km²). Den europäischen Teil bildet das östliche Thrakien, er umfasst etwa 3 % der Landesfläche (23.623 km²).

Die Landesgrenzen der Türkei haben eine Gesamtlänge von ca. 9.850 km, davon sind 7.200 km vom Meer umgrenzt. Im Westen der Türkei liegt das Ägäische Meer, im Süden das Mittelmeer und im Norden das Schwarze Meer. Daneben teilt die Türkei mit acht Nachbarländern eine Grenze mit einer Gesamtlänge von 2.648 km. Im Nordwesten grenzt sie an Griechenland (206 km Grenze) und Bulgarien (240 km), im Nordosten an Georgien (252 km), Armenien (268 km), Aserbaidschan (Exklave und autonome Republik Nachitschevan, 9 km), im Osten an den Iran (499 km) und im Süden an den Irak (352 km) und Syrien (822 km). Die politisch geteilte Insel Zypern mit der Republik Zypern und der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern befinden sich ebenfalls nicht weit von der türkischen Küste entfernt.

Die Türkei liegt größtenteils auf der Anatolischen Platte, die im Norden und Osten an die Eurasische Platte, im Süden an die Arabische Platte und im Südwesten an die Afrikanische Platte grenzt. Durch die Nordanatolische Verwerfung, eine Transformstörung, gehört vor allem der Norden der Türkei zu den am stärksten erdbebengefährdeten Regionen der Welt und wurde in den letzten Jahren immer wieder von Erdbeben erschüttert. Da eine gewisse chronologische Ost-West-Abfolge der Erdbeben in der Nordtürkei festzustellen ist, gehen Experten davon aus, dass in absehbarer Zeit auch ?stanbul von einem großen Beben erschüttert werden könnte. Die letzten großen Beben in der Provinz Kocaeli, wie das Erdbeben von Gölcük, waren weniger als 100 km von Istanbul entfernt.

Die Türkei wird in sieben geographische Gebiete oder Regionen unterteilt: Marmararegion, Ägäisregion, Schwarzmeerregion, Zentralanatolien, Mittelmeerregion, Ost- und Südostanatolien. Diese Regionen unterscheiden sich stark bezüglich Vegetation und Wetterbedingungen.

Thrakien liegt westlich vom Bosporus auf der europäischen Seite. Auf der thrakischen Hochebene bildet der Fluss Meriç die Grenze zu Griechenland. Östlich vom Bosporus liegt die Marmara-Region. Das Marmarameer trennt Europa von Asien und das Ägäische Meer vom Schwarzen Meer. Zum Mittelmeer hin erstrecken sich die Dardanellen auf einer Länge von 60 km. Die beiden Landzungen sind bei Çanakkale mit bis zu 4 km am breitesten. Am Bosporus liegt die Millionen-Metropole ?stanbul. Die Landschaft in dieser Region ist hügelig und von Büschen und Wäldern bedeckt. Der fruchtbare Ackerboden weicht im Osten einer Steppenlandschaft. Die Region bildet das wirtschaftliche Zentrum der Türkei. Die Millionenstadt Bursa ist Kurort und berühmt für ihre Schwefel- und Thermalquellen. Sie liegt zu Füßen des Uluda-Gebirges. Der Berg ist ganzjährig ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Ägäis-Region wird ebenfalls landwirtschaftlich intensiv genutzt. Die stark hügelige Landschaft erstreckt sich entlang der Westküste zwischen Çanakkale und Bodrum. Die Küstenregion gehört zu den am besten touristisch erschlossenen Regionen der Türkei. Neben Zypressen und Ölbäumen prägen Weinreben die Landschaft. In dieser Region finden sich viele antike Bauten aus der Zeit der griechischen Besiedlung, z. B. Troja, Assos (Behramkale), Pergamon (Bergama), Ephesus (Efes), Priene, Milet, Didyma und Euromos.

Die Schwarzmeer-Region umfasst den nördlichen Küstenstreifen der Türkei. Sie ist geprägt durch ein mildes, feuchtes Klima, und auf ihrer bergigen Landschaft erstrecken sich große Wälder. Auf dem sehr fruchtbaren Boden werden Tee, Tabak, Mais und Haselnüsse angebaut.

Die zentralanatolische Region umfasst die inneranatolischen Hochebenen. Hier liegen der Salzsee Tuz Gölü und Gebirgsketten, die stellenweise bis zu 3.900 m hochragen. Im Osten liegt Kappadokien, das wegen seiner in Tuffstein getriebenen Wohnhöhlen und Felsenkirchen in bis zu 2.000 m hohen Bergkegeln berühmt ist. Inneranatolien ist überwiegend durch eine Steppenlandschaft geprägt und gehört zu den trockensten Gebieten Anatoliens; in der Region um den Tuz Gölü nimmt die Landschaft wüstenähnliche Gestalt an. Deshalb ist die landwirtschaftliche Nutzung in dieser Region nicht so stark ausgebildet wie in den zuvor genannten Regionen. Vor allem Weizen, Gerste und Obst werden hier angebaut. Das Klima dieser Region ist geprägt durch heiße, trockene Sommer mit kalten Abenden. Die Winter sind mit Temperaturen bis unter ?20 Grad Celsius sehr kalt.

Die Mittelmeerregion wird im Norden vom Taurus- und im Osten vom Amanosgebirge begrenzt. In dieser Region werden überwiegend Zitrusfrüchte, Bananen, Tomaten, Erdnüsse und Baumwolle angebaut.

Südostanatolien ist die älteste Kulturregion der Türkei. Sie wird vom Taurus-Gebirge umschlossen. Hier verlaufen die beiden Flüsse Euphrat und Tigris. Landwirtschaftlich wird diese Region durch Weizen-, Gersten-, Wein-, Oliven- und Pistazienanbau genutzt. Neben Gebirgsverläufen ist die Region östlich des Euphrat durch ein Hochplateau geprägt. Zur weiteren landwirtschaftlichen Kultivierung werden im Rahmen des Südostanatolien-Projekts entlang des Euphrat und Tigris über 22 Staudämme errichtet.

Politik und Gesellschaft
In der Türkei herrscht eine Gewaltenteilung zwischen der Legislative, Exekutive und der Judikative. Nach der Verfassung aus dem Jahr 1982 ist die Türkei eine parlamentarische Demokratie mit einem relativ mächtigen Präsidenten und einer unabhängigen Justiz. Im September 2010 wurde in einem Referendum über die umfassendste Verfassungsänderung seit 1982 entschieden.

Staatsoberhaupt ist der vom Volk für fünf Jahre gewählte Staatspräsident. Eine Wiederwahl des Staatspräsidenten ist für eine weitere Amtszeit möglich (5+5). Der Staatspräsident beauftragt den Parteivorsitzenden der Mehrheitspartei mit der Bildung der Regierung. Regierungschef ist der Ministerpräsident, der die Mehrheitspartei oder die Regierungskoalition repräsentiert. Der Staatspräsident segnet die Minister der Regierung ab.

Das Verfassungsgericht ist einer der obersten Gerichtshöfe der Türkei. Es entscheidet über die Verfassungsmäßigkeit der vom Parlament verabschiedeten Gesetze. Erstmals wurde 2005 mit Tülay Tugcu eine Frau zur Vorsitzenden des Verfassungsgerichts gewählt, die das Amt bis zum 12. Juni 2007 bekleidete.

Die genaue ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in der Türkei ist nicht exakt feststellbar. Bei offiziellen Volkszählungen wird die ethnische Zugehörigkeit nicht erfasst. Ermittelt wird hingegen Muttersprache und Zweitsprache, wobei die Zahlen bei vielen Minderheiten aufgrund der türkischen Assimilationspolitik stark rückläufig sind. Hinzu kommt, dass sich in der Türkei seit Jahrhunderten die verschiedensten Volksgruppen mischen, so dass die Zurechnung eines Menschen zu einer Volksgruppe vielfach schwerfällt.

Besonders umstritten ist die genaue Zahl der Kurden und Zaza, der größten und sich der Assimilation am stärksten entziehenden Volksgruppen. Die Angaben zu den Ethnien differieren je nachdem, welche Quellen herangezogen werden, stark.

Die Bevölkerungsgruppe der Türken wird unterschiedlich definiert. Die türkische Regierung zählt seit 1965 Bevölkerungsgruppen dazu, die von anderen Quellen zum Teil als Angehörige anderer Turkvölker angesehen werden. Dies betrifft etwa 600.000 Aserbaidschaner, jeweils bis zu 200.000 Mescheten und Turkmenen, etwa 15.000 Gagausen, jeweils etwa 1.000 Kasachen, Kirgisen, Kumyken, Usbeken und 500 Uiguren.

Die Türkei ist gleichzeitig ein Auswanderungs- und Einwanderungsland. Aus dem Balkan, Nahen Osten, Griechenland, Iran, Zentralasien, Krim usw. kamen nach dem Fall der eisernen Mauer Aussiedler in die Republik. Auf der anderen Seite verließen viele Minderheiten die Türkei, etwa Kurden, Assyrer, Griechen, Juden, Jesiden, Zaza usw. sowie Millionen von eigentlichen Türken.

Sicherheit
Die Türkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen herzlich und offen empfängt. Die Sicherheitsstandards sind landesweit auf hohem Niveau. Wie auch in anderen Urlaubsländern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu können.

Die Türkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprägter Gewaltkriminalität aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von Straßendiebstählen, besonders in belebten Zonen, ist in Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen überall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyo?lu wurden vermehrt Betrugsfälle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem überhöhten Rechnung eine größere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

In Istanbul kommt es immer wieder zu zahlreichen Passdiebstählen. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, Pässe und Ausweispapiere an sicherer Stelle zu verwahren (etwa im Hotel-Safe) und lediglich Kopien mitzuführen.

Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor Betrügern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspähen, um dann mit gefälschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.

Informationen der deutschen Botschaft Ankara zufolge sind deutsche Türkei-Urlauber nach ihrer Rückkehr in das Bundesgebiet in letzter Zeit Opfer von Betrugsfällen geworden. Unter dem Vorwand einer fälligen Steuerrückzahlung oder einer Gebühr für einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer Geldüberweisung per Western Union Transfer in die Türkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich in solchen Fällen vorab an die zuständen Polizeibehörden in Deutschland zu wenden.

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

- Auf Grund der angespannten Situation hinsichtlich der Flüchtlingsströme aus Syrien und Irak (2014) kann es vor allem in den Großstädten Istanbul, Ankara und Izmir zu Demonstrationen kommen. Es wird dringend geraten, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten und Vorsicht walten zu lassen. 

- Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden, vermeiden.

- Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

-Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

- Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

- Dringend wird davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den türkischen Staat zu machen oder Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Klima

Die Türkei zeichnet sich durch mehrere Klimazonen aus, weist aber weitgehend ein freundliches, im Süden eher heißes und trockenes Mittelmeerklima aus. In der Region rund um das Schwarze Meer herrscht ganzjährig ein mildes, angenehmes Klima. Allerdings ist es auch das regenreichste klimatische Gebiet der Türkei mit Niederschlagsmengen von knapp 1.200 mm im Jahr. Die Temperaturen im Sommer liegen durchschnittlich um die 20° Celsius und im Winter bei 6°.

Diese Region könnte somit eine gute Alternative zu den im Sommer sehr heißen Küstenregionen im Süden des Landes sein.

Hier sind vor allem die Türkische Rivieira mit den beliebten Urlaubsorten Alanya und Side zu nennen. Im Sommer sind kaum Niederschläge zu erwarten. Temperaturen um die 30° Celsius bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit erweisen sich während der Mittagszeit allerdings für Mitteleuropäer als sehr unangenehm. Auch im Winter fallen die Temperaturen im Schnitt nur knapp unter 10° Celsius. In dieser Jahreszeit ist aber verstärkt mit Regenschauern zu rechnen. Als Reisezeit sollte der Zeitraum von November bis Februar gemieden werden. In den Sommermonaten erweist sich das Klima in der Türkei im Gebiet der Ägäis als erheblich angenehmer. Zwar sind auch hier hohe Temperaturen zu erwarten, allerdings bei verhältnismäßig nicht so hoher Luftfeuchtigkeit.

Im Schnitt liegen die Temperaturen auch knapp zwei Grad niedriger als in der Region rund um Alanya. In der Zentraltürkei im Inneren des Landes liegt eher ein kontinentales Klima vor. Es zeichnet sich durch höhere Temperaturschwankungen und höheren Niederschlägen aus. Im anatolischen Hochland zeigt sich die Türkei zum Teil von seinem weniger schönen Wetter. Vor allem im Winter ist diese Gegend geprägt von heftigen Schauern und kühlem Klima. Gerade in den türkischen Gebirgen müssen Urlauber mit starken Wetterwechseln rechnen. Insofern sollten sich Wanderer zum Beispiel bei Touren durch das Taurusgebirge gerade in den Übergangszeiten über das aktuelle Wetter genauestens informieren. Generell lässt sich aber sagen, dass die Türkei gerade im Sommer ideal für einen Badeurlaub im Süden des Landes ist.

Sollte der Reiseschwerpunkt bei Besichtigungen und Wanderungen liegen, wäre der Mai bzw. der September als Reisemonat ideal.

Zeitverschiebung
Zwischen Deutschland und der Türkei besteht 1h Zeitverschiebung. Die Uhr stellt man dort im Vergleich zur mitteleuropäischen Zeit eine Stunde vor. Da die Türkei im Sommer ebenfalls auf Sommerzeit umstellt, gilt die Zeitverschiebung das ganze Jahr hindurch.

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Als deutscher Staatsbürger kann man sich für touristische Zwecke bis zu 90 Tage visumfrei im Land aufhalten. Es werden für die Einreise in die Türkei ein gültiger Reisepass oder ein gültiger Personalausweis anerkannt. 

Für österreichische Staatsbürger besteht Visapflicht. Die Beantragung erfolgt online über das „Electronic Visa Application System“. Weitere Informationen zum e-Visum finden Sie auf der Homepage des türkischen Generalkonsulats in Wien. 

http://vienna.emb.mfa.gov.tr/

Ein Touristenvisum erlaubt grundsätzlich einen Aufenthalt von 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen bei mehrmals möglicher Einreise. Eine Verlängerung im Land ist grundsätzlich möglich. 

Staatsangehörige der Schweiz (d. h. Schweizer Staatsbürger) benötigen für die Einreise in die Türkei kein Visum. Schweizer können sowohl mit einem gültigen Reisepass, aber auch mit einem gültigen Personalausweis einreisen.

Achtung! Gilt für alle Ararat-Besteigungen
Die Anmeldungen samt Passdaten und Passkopie für die Ararat-Besteigungen müssen mind. 2 Monate vor Abreise vorliegen, da die Genehmigungen für den Ararat beim hiesigen Militär eingeholten werden müssen.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: http://www.rki.de/

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen. 

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in der Türkei wesentlich höher als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Landesweit ist eine ärztliche Versorgung abgesichert. Allerdings muss man zum Teil erhebliche Abstriche machen, was die Hygiene, medizinische Geräte und den Ausbildungsstand angeht. Hier sollte man, wenn möglich, auf einer Behandlung in einem privaten Krankenhaus drängen, da diese einen besseren Standard garantieren.

Bitten Sie im Falle eines Falles Ihren Reiseleiter um Hilfe. Oftmals gibt es in den Communities vor Ort Informationen über deutsch- oder englischsprechende Ärzte, welche zum größten Teil im Ausland ausgebildet wurden.

Es wird dringend dazu geraten, eine private Reisekrankenversicherung abzuschließen und besonders darauf zu achten, dass eine zuverlässige Reiserückholversicherung im Versicherungspaket enthalten ist. Rechnen Sie damit, dass Sie zunächst die Behandlung bezahlen müssen, bevor der Arzt mit der Behandlung beginnt. 

Viele Medikamente, unter anderem auch Antibiotika, sind rezeptfrei und in der „Eczane“ (Apotheke) zu erhalten.


Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit
Durch die unterschiedlichen Landesregionen der Türkei und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird. Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Ihr Tourenleiter wird diese Probleme zu Beginn Ihrer Reise noch einmal mit Ihnen durchsprechen und Ihnen während der gesamten Tour behilflich sein.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennen lernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 8 bis 15 EUR rechnen.

Die gegenwärtige türkische Küche ist das Resultat einer Vermischung der ursprünglichen einfachen nomadischen Kochtradition der türkischen Stämme mit der indischen, persischen, kurdischen und arabischen Küche. Sie bezieht seit ihrer Völkerwanderschaft darüber hinaus Einflüsse aus dem Mittelmeerraum ein. Diese Vielfalt der Einflüsse entwickelte sich durch die Jahrhunderte besonders unter der Prägung der osmanischen Kultur und Lebensweise zur heutigen charakteristischen türkischen Küche.

Die türkische Küche hat auch die griechische und die Balkanküche geprägt. So stammt zum Beispiel der „Zaziki“ aus dem türkischen „Cacik“ und „Cevapcici“ kommt von „Kebap Sisi“ (Kebap-Spieß; Spießbraten). Auch der „Jogurt“ kommt vom türkischen „Yogurt“. Döner Kebap wird aus Rind-, Kalb- oder Geflügelfleisch hergestellt. In der Türkei, aber auch in anderen (europäischen) Ländern, wird der Döner auch auf dem Teller serviert.

Vegetarier müssen im Restaurant speziell auf ihren Wunsch hinweisen.

Man bekommt in der Türkei überall vegetarische Küche gereicht – das ist überhaupt kein Problem. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an frischem Obst und Gemüse. Für die Reisevorbereitung wäre es hilfreich, wenn Sie uns über spezielle Essgewohnheiten im Voraus informieren. Man kann sich dann besser darauf einstellen. Schmackhaft sind die Oliven aus den Holzfässern und auch der Ziegen- bzw. Schafskäse. Dies zusammen mit frischen Tomaten und Fladenbrot – ein Traum!

Alkoholika
Beliebt sind Raki und auch das schmackhafte Efes-Bier, was man fast überall bekommt. Alkoholische Getränke sind recht teuer. Manchmal gibt es spezielle Läden wo man z. B. Bier bekommt.

Trinkwasser
Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es überall zu kaufen.

Kaffee
Kaffee oder Tee – man bekommt alles. Darin sind die Türken wahre Meister!

Brot
Fladenbrotland!

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.

In Museen ist das Filmen und Fotografieren oft nur gegen eine Gebühr erlaubt. Für das professionelle Fotografieren in Moscheen ist eine spezielle Genehmigung einzuholen. In Sonderfällen kann man sich mit dem zuständigen Priester (Imam) in Verbindung setzen.

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strengen Kleiderordnungen, besonders nicht in den großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man Frauen, die Kopftücher oder lange schwarze Kleider tragen, doch das geschieht freiwillig ist keinesfalls eine Vorschrift oder hat irgendwas mit der Religion zu tun. Kurze, sommerliche Kleidung ist bei Männern und Frauen gleichermaßen akzeptiert – es gibt jedoch regionale Unterschiede. Anatolien ist konservativer als beispielsweise der Westen der Türkei.

Bitte achten Sie auf eine angemessene Kleiderordnung in Moscheen oder anderen heiligen Plätzen.  

Gesundheit
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in der Türkei wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Landesweit ist eine ärztliche Versorgung abgesichert. Allerdings muss man zum Teil erhebliche Abstriche machen, was die Hygiene, medizinische Geräte und den Ausbildungsstand angeht. Hier sollte man, wenn möglich, auf einer Behandlung in einem privaten Krankenhaus drängen, da diese einen besseren Standard garantieren.

Bitten Sie im Falle eines Falles Ihren Reiseleiter um Hilfe. Oftmals gibt es in den Communities vor Ort Informationen über deutsch- oder englischsprechende Ärzte, welche zum größten Teil im Ausland ausgebildet wurden.

Es wird dringend dazu geraten, eine private Reisekrankenversicherung abzuschließen und besonders darauf zu achten, dass eine zuverlässige Reiserückholversicherung im Versicherungspaket enthalten ist. Rechnen Sie damit, dass Sie zunächst die Behandlung bezahlen müssen, bevor der Arzt mit der Behandlung beginnt. 

Viele Medikamente, unter anderem auch Antibiotika, sind rezeptfrei und in der „Eczane“ (Apotheke) zu erhalten.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Offizielles Zahlungsmittel in der Türkei ist die Türkische Lira. Währungskürzel: YTL, TRL (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20, 10 und 5 YTL, Münzen in den Nennbeträgen 1 YTL und 50, 25, 10, 5 und 1 Yeni Kuru.

Zur Mitnahme aus Deutschland ist der Euro zu empfehlen. Mit EC-Karten kann man aber auch fast überall problemlos Geld von Maestro-Bankautomaten ziehen. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet. Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Bank- oder Kreditkarten! Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Karten zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 20% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Bargeld wird dann vor Ort in die Landeswährung umgetauscht. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Außerdem sollte man eine gewisse, nicht gar zu knapp bemessene, Geldreserve einplanen. Als Reserve ist eine Bank-/Kreditkarte zu empfehlen.

Alle Umtausch- und Einkaufsbelege müssen als Nachweis für legalen Umtausch aufbewahrt werden. Die Kurse können in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Geld und Reiseschecks können an allen PTT-Ämtern getauscht werden. Flughäfen, Hotels und Banken verlangen hohe Provisionen. Besser sucht man eine der zahlreichen freien Wechselstuben (Döviz Bürosu) auf. Wechselstuben haben meist auch am Wochenende und während der Hochsaison oft bis Mitternacht geöffnet. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. American Express, MasterCard, Visa, Diners Club und Eurocard werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Euro- und Travellerschecks werden von Banken in den Urlaubsregionen akzeptiert.

Unbeschränkte Ein- und Ausfuhr der Landeswährung, es besteht jedoch Deklarationspflicht. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis zu einem Betrag im Gegenwert von 5.000 US$ erlaubt.

Wechselkurs Stand September 2014

1 EUR = 2,28 YTL

Stromversorgung   
Die Spannung in der Türkei beträgt 220 Volt (50Hz). Um ein Gerät zu benutzen, das auf eine Spannung von 110/120 Volt ausgerichtet ist (z.B. aus den USA), brauchen Sie einen Spannungswandler. Die Stromstärke dieses Geräts bestimmt die Art des Spannungswandlers. Die europäischen Stecker sind zweipolig. Keine Adapter notwendig.

Telefonieren
Die Türkei verfügt über ein relativ modernes Telefon(fest)netz, man kann von allen öffentlichen Telefonzellen problemlos auch nach Hause telefonieren. In jeder größeren Ortschaft gibt es mind. eine dieser Telefonzellen. Zu deren Nutzung benötigt man eine Telefonkarte, welche meist an Zeitungs- und Tabakkiosken verkauft werden. Ihr Tourenleiter ist Ihnen beim Kauf gern behilflich.

Da die Telefongebühren im Hotel ziemlich teuer sind, telefoniert man besser von den öffentlichen Telefonzellen. Diese funktionieren inzwischen mit Telefonkarten. Man erhält die Telefonfonkarten an vielen Zeitungsständen oder bei der Post (PTT).

Für Auslandsgespräche wählt man die internationale Vorwahl des jeweiligen Landes: Deutschland +49, Österreich +43, Schweiz +41. Für Gespräche in die Türkei lautet die Vorwahl 0090.

Handys sind in der Türkei sehr gebräuchlich, das Land ist flächendeckend für den Handyempfang ausgerüstet. Deutsche Handys funktionieren, es ist aber kostspielig, sie zu benutzen.

Notrufnummern:
Polizei: 155
Krankenwagen: 112
Feuerwehr: 110

Internet
DSL ist in den großen Städten problemlos möglich. In der Peripherie und auf dem Land ist die Verbindung  eher langsam und nicht immer stabil.

 

Internet-Cafes sind überall zu finden und ermöglichen den Zugang zum Netz ohne eigenen Anschluss.

Literatur über Türkei

Literatur über Türkei

Natürlich gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von Büchern über die Türkei Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Populärwissenschaftliche Abhandlungen

KulturSchock Türkei: Andere Länder - andere Sitten: Alltagskultur, Tradition, Verhaltensregeln, Religion, Tabus, Mann und Frau, Stadt- und Landleben – Manfred Ferner (ISBN 3831713162)

Türkei: Wiege der Zivilisation – Michael Zick (ISBN 3806221103)

Biographien

Atatürk Eine Biographie - Prof. Dr. Klaus Kreiser  (ISBN 978-3-406-57671-3)

Romane

Das Geheimnis meiner Türkischen Großmutter – Dilek Güngör (ISBN3492252664)

Zwischen zwei Träumen – Selim Özdogan – (ISBN 10 3785716249)

Das Haus am Bosporus – Irfan Orga – (ISBN 10 3716026042)

Sprachführer

Kauderwelsch, Türkisch Wort für Wort (Taschenbuch) (ISBN 3-89416-4883 )

 

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben.

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

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Ihr Ansprechpartner 

Marianne Nimsch

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Teamleiter Verkauf Vorderasien

 
+49 (0)351 31 20 7 - 393

E-Mail:
m.nimsch@diamir.de

Telefon:
+49 (0)351 31 20 7 - 393

 
 

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