Ihr Japan Trip
Mit dem Zug, dem Fahrrad oder zu Fuß – So reisen Sie durch Japan
Japan. Ein Land, das kaum ein Maß zu kennen scheint. Es ist dieser Menschenstrom, der sich in der Rush Hour durch Tokyos Straßen bewegt. Es sind die Mauern aus leuchtenden Reklametafeln, denen man in Osaka gegenübersteht. Es sind die Hunderte von Stufen zu imposanten Tempelanlagen in Kyoto. Ob in Fußgängerzonen, im Shinkansen, auf Fahrrad- oder Wanderwegen – in Japan führen alle Wege zu einer neuen Attraktion (oder der Weg selbst ist bereits das Highlight). Wir nehmen all diese Fortbewegungsmöglichkeiten einmal genauer unter die Lupe und schauen, wie Sie im Land der aufgehenden Sonne am besten von A nach B kommen – und warum das Auto in Japan ein fast schon vergessenes Verkehrsmittel ist. On Top haben wir noch einen exklusiven DIAMIR-Tipp für Sie, wie sie sich trotz möglicher Sprachbarriere bestens in Japan zurechtfinden werden.
Öffentliche Verkehrsmittel in Japan - Die erste Wahl
In Japan ist vieles anders als in anderen Ländern. Dazu zählt insbesondere der Umgang mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Während wir hierzulande schnell die Augen verdrehen, wenn es um das Thema Bahnfahren geht, gibt es in Japan kaum eine Alternative zu Bus, Bahn und Zug.
Warum wird der Öffentliche Nahverkehr in Japan so gerne genutzt?
Hier kommen mehrere Faktoren zusammen. Da wäre zum einen der Umstand, dass Autofahren in Japan kein Vergnügen ist. Parkplätze sind Mangelware und vergleichsweise teuer. Für Autobahnfahrten wird eine Maut erhoben und innerstädtisch liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 40 km/h. Zum anderen wird einem das Bahn- und Busfahren in Japan wirklich einfach gemacht. Wie?
- Der Shinkansen, ein Hochgeschwindigkeitszug, rast mit 400 km/h über die Schienen und macht damit selbst große Distanzen zu einem Katzensprung.
- Farbliche Markierungen, digitale Anzeigetafeln und Schilder in englischer Sprache weisen Reisenden den genauen Weg.
- Der gesellschaftliche Konsens, höflich und rücksichtsvoll miteinander umzugehen, verhindert Gedränge und hitzige Wortgefechte am Bahnsteig.
- Die meisten Japaner nutzen die Möglichkeit des Gepäckversands, um Platz in den Zügen zu schaffen. Das Gepäck wird dabei einfach zu Hause abgeholt oder in der Hotelllobby aufgegeben und zur Wunschadresse befördert.
Was müssen Sie bei der Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel beachten?
Gegenseitige Rücksichtnahme
Entgegen der Annahme, dass es in Japan überstreng zugeht, wird von den Mitreisenden nicht viel mehr erwartet, als sich an gängige Verhaltensregeln zu halten. Gegenseitige Rücksichtnahme steht in Japan über allem. Beschmutzte Wände oder Sitze werden Sie in Japan daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vorfinden. Genauso wenig werden Sie auf Mitreisende stoßen, die sich laut unterhalten. Trotz eines in den Rush Hours enormen Passagieraufkommens geht es in den Zügen, Bussen und Metros sehr leise zu. Es gilt, das Gegenüber in keiner Form zu stören. Unangenehme Situationen, wie beispielsweise zu enges Aufrücken in einem vollen Abteil, werden nicht angesprochen, sondern erduldet. Dieses Verhalten gehört vor Ort zum gesellschaftlichen Konsens und ist nicht durch hohe Strafen erzwungen. Nicht einmal, wenn Sie versehentlich ein Stück zu weit fahren und die Gültigkeit Ihres Tickets damit hinfällig ist, wird dies geahndet. Sie können das Ticket am Bahnhof zum Normaltarif einfach nachlösen. In Japan setzt man auf die Disziplin und ein ordnungsgemäßes Verhalten aller Menschen. Schwarzfahren wird damit niemandem per se unterstellt.
Tickets für Bus, Bahn und Metro
Für welchen Verbundraum ist mein Ticket gültig? Diese Frage müssen Sie sich in Japan nicht stellen. Denn: Die sogenannte IC-Karte (Integrated Circuit Card) ist eine wiederaufladbare Prepaid-Karte, die sehr häufig zum Bezahlen in Bus, Bahn, Zug, aber auch in vielen Lebensmittelgeschäften und Restaurants genutzt wird.
Wie funktioniert die IC-Card bei den Öffentlichen Verkehrsmitteln? Die aufgeladene Karte wird beim Betreten des Bahnhofs oder Transportmittels einfach auf einen Schalter gelegt. Damit sind Sie zur Fahrt berechtigt. Verlassen Sie den Zielbahnhof, machen Sie genau dasselbe noch einmal. Damit endet ihr Ticket und es wird genau der Betrag von der Karte abgezogen, den Sie verfahren haben. Mehr ist nicht zu tun.Die IC-Karte wird von verschiedenen Anbietern zur Verfügung gestellt. Gängig sind ICOCA, Pasmo und Suica. An jedem größeren Bahnhof gibt es entsprechende Automaten, an denen Sie die Karte für 2.000 Yen inklusive 500 Yen Pfand erwerben können. Die 1.500 Yen Startguthaben können sofort verwendet werden.
Manko: Leider ist die IC-Karte nicht für den Shinkansen gültig. Haben Sie vor, während Ihres Japan-Aufenthaltes öfter den Shinkansen zu nutzen, empfehlen wir den Japan Rail (JR) Pass. Dieser ist für ein, zwei oder drei Wochen gültig und wird mit der ersten Fahrt aktiviert. Wichtig: Der JR Pass muss bereits vor Ihrer Abreise nach Japan gekauft werden. Außerdem müssen Sie für die Nutzung Ihren Reisepass immer dabeihaben.
Verpflegung unterwegs
Essen und Trinken ist in den Öffentlichen Verkehrsmitteln in Japan gestattet. Es ist sogar erwünscht. An jedem Bahnhof, sei er noch so klein, werden Sie frisch gemachte Bentos vorfinden. Die japanischen Snackboxen sind ein beliebter Reiseproviant. Wörtlich übersetzt bedeutet Bento “Essen zum Mitnehmen” und stärkt Sie während Ihrer Reise durch Japan.
Gibt es eine Alternative zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln?
Ja, die Öffentlichen Verkehrsmittel sind in Japan beliebt und wichtig. Dennoch gibt es auch hier Gegenden, in denen das Streckennetz der Bahn nicht flächendeckend ausgebaut ist. Dies ist zum Beispiel auf den Hauptinseln Kyushu und Hokkaido im Süden und Norden Japans der Fall. Das liegt zum einem am fehlenden Bedarf in einigen Regionen und zum anderen an der Topografie. Ebenso lassen sich viele Täler der japanischen Alpen und entlegenere Regionen auf der Hauptinsel Honshu nur mit dem PKW erreichen. Hier kommt der Mietwagen ins Spiel, mit dem Sie, wo immer es Sie hin verschlägt, einen spontanen Halt einlegen können.
Ihr Interesse ist geweckt? Schauen Sie sich gern unsere Mietwagenrundreisen an:
Fahrradfahren in Japan – Outdoorvergnügen im Linksverkehr
Das Fahrrad gehört weltweit zu den beliebtesten Verkehrsmitteln. Der Tritt in die Pedale löst bei den meisten Menschen Endorphine aus und die positiven gesundheitlichen Auswirkungen sind wissenschaftlich belegt. Möchten Sie in Japan auf den Sattel steigen, könnte es allerdings einen Moment dauern, bis Sie die Fahrt genießen können: In Japan herrscht Linksverkehr. Eine kurze Umgewöhnungsphase sollten Sie dafür einplanen. Ist Ihr Fahrrad mit einer Klingel sowie einer Vorderleuchte ausgestattet und tragen Sie einen passenden Helm, steht einer Fahrradtour aber nichts im Weg – nicht einmal andere Fahrräder. Denn das Abstellen von Fahrrädern auf Fußwegen ist in Japan verboten. Um die Ordnung zu wahren, gibt es spezielle Fahrradgaragen und -parkplätze. Wer sein Rad nur kurz vor einem Supermarkt abstellen möchte, um die nötigsten Einkäufe zu machen, muss jedoch keine Strafe fürchten. Ebenso gnädig geht man vor Ort meist mit dem unerlaubten Fahrradfahren auf Fußwegen um. Dies ist zwar nur Kindern bis 13 Jahren gestattet, sollte es die Verkehrssituation aber nicht anders zulassen, darf der Gehweg auch von Erwachsenen benutzt werden.
Deutlich weniger Spielraum gibt es beim Thema Abbiegen: Möchten Sie als Fahrradfahrer rechts abbiegen, dürfen Sie nicht die rechte Abbiegespur der Autofahrer benutzen. Stattdessen müssen Sie erst über die Kreuzung fahren und dann abbiegen.
Sportives Biken geht in Japan natürlich auch. Wir haben zwei Tipps für Sie:
Der Shimanami Kaido
Wer als Fahrradfahrer nicht auf den hektischen Nebenverkehr achten, sondern die Tour mit einem Augenschmaus verbinden möchte, dem sei der Shimanami Kaido ans Herz gelegt. Der Radwanderweg führt auf 70 Kilometern über sieben Inseln. Folgen Sie der durchgängig blauen Linie auf dem Asphalt, gelangen Sie auf direktem Weg von Honshu nach Shikoku. Mit sportlicher Motivation kann die Brücke mit einmaligem Ausblick binnen eines Tages abgefahren werden. Möchten Sie die Schönheit der Seto Inland Sea ohne Zeitdruck auskosten, planen Sie ganz einfach eine Übernachtung mit ein. Etliche Cafés, Restaurants und Hotels spicken den Weg. Servicepoints mit Luftpumpen, Toiletten und Fahrradparkplätzen sind durch ein blaues Schild gekennzeichnet.
Downhill in den Yamabushi Trails
80 Prozent der japanischen Landfläche bestehen aus Bergland. Halfpipes aus dem 17. Jahrhundert suchen ihresgleichen. Auf der Halbinsel Izu heizen breite Mountainbike-Reifen über den Waldboden, der erst seit etwa zehn Jahren Raum für adrenalingeladene Abfahren bietet. Die Yamabushi Trails sind 40 Kilometer purer Spaß, der Biker aus der ganzen Welt begeistert.
Wandern in Japan – Der Schrei der Stille
Wird der Stadttrubel Japans zu viel, folgen Sie dem Schrei der Stille. Wanderungen sind in Japan eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Topografie und Historie des Landes geben die Vorlage. Tausende Wanderschuhe hinterlassen jährlich ihre Abdrücke auf den Pilger- und Handelswegen und begleiten ihre Träger bei Wanderungen durch Vulkanlandschaften. Trotz der Freiheit in den Bergen sind die Japaner auch in diesem Terrain sehr perfektionistisch und tragen oft selbst für eine leichte Wanderung Profiequipment in ihren Rucksäcken. Man weiß schließlich nie, was passieren könnte. Vorschriften, an die Sie sich halten müssen, gibt es nicht. Festes Schuhwerk sollte jedoch zum Standard gehören.
Wandern in Japan ist in vielen Fällen mit einem hervorragenden Oberschenkeltraining gleichzusetzen. 25 Gipfel sind höher als die Zugspitze (2962 Meter). Unzählige Wanderwege gibt es von Nord bis Süd zu erkunden, die je nach persönlichem Ziel variieren.
Pilgerwanderung in Japan – Reise zu sich selbst
Das Pilgerwandern hat in Japan eine lange Tradition, die sich bis heute hält. Raus aus dem Alltag und allein mit den eigenen Gedanken in atemberaubender Kulisse – das macht den Reiz aus. Haben Sie nur einen Tag Zeit, können Sie den “Pfad der Steinmarkierung” testen. Er führt vom Jison-in Tempel in Kudoyama zum Heiligen Berg Koyasan.
Zu einem der bedeutendsten Pilgerwanderwege gehört der Kumono Kodo (UNESCO) auf der Halbinsel Kii. Der heilige Nachi-no-Taki, der höchste Wasserfall Japans, bringt Gedanken zum Fließen und jeder Schritt durch die mystische Landschaft führt Sie mehr und mehr zu sich selbst.
Eine Pilgerreise durch Japan schafft auf Schritt und Tritt Begegnungen mit alten Traditionen. Torii beispielsweise, die beeindruckenden Tore aus Holz oder Stein, die den Weg zu einem Schrein weisen. Wer durch ein Torii schreitet, betritt die göttliche Welt. Aus Respekt an der Religion sollten Sie als Besucher auf folgendes achten:
- Betreten und Verlassen Sie den Schrein immer durch dasselbe Tor.
- Berühren Sie das Torii nicht.
- Unter und hinter dem Torii sind Fotos nicht erwünscht.
- Sprechen Sie ruhig und bedächtig.
Wanderreise durch Japan – Wenn die Muskeln brennen und die Begeisterung entflammt
Japan ist für seine phänomenale Landschaft bekannt. Sie möchten diese in all Ihren Facetten kennenlernen? Dann sollte eine Wanderreise durch Japan unbedingt auf Ihrer Bucket List stehen. Beobachten Sie Mandschurenkraniche bei Kushiro, betreten Sie heilige Tempelanlagen und platzen Sie voller Stolz, nachdem Sie den Fuji-san (3776m), den höchsten Berg Japans, bezwungen haben.
Fun Fact: In Japan weiß man um die Bedürfnisse der Menschen. Daher sind entlang der Wanderwege in regelmäßigen Abständen kostenlose und sehr saubere Toiletten aufzufinden.
Der DIAMIR-Insidertipp: Sie lieben die Berge, wünschen sich aber etwas mehr Action? Dann wartet in Japan Ihr Wintersportabenteuer! 500 Skigebiete und damit doppelt so viele wie in Kanada locken mit wunderschönem Pulverschnee, dem sogenannten “Japow”. Ortsansässige Guides unterstützen Sie bei den ersten Abfahrten dabei, sich im Gebiet zurechtzufinden.
Japan outdoor – Dank DIAMIR Selfguide File kein Problem
Anderes Land, andere Sprache, andere Sitten. Reisende stoßen in Japan auf verschiedene Herausforderungen. Um Ihnen schon vor Reisebeginn ein gutes Gefühl zu geben, erhalten Sie bei Buchungsabschluss einer Japan Reise exklusiv den Zugang zu Ihrem individuellen Selfguide File. Diesem können Sie bereits vor dem Abflug sowie unterwegs bequem vom Smartphone aus alle relevanten Reiseinformationen entnehmen. Darunter:
- Wann ist welche Station während Ihrer Reise geplant?
- Worauf müssen Sie vor Ort achten?
- Welche Bahnverbindungen sind für Sie geplant und strategisch sinnvoll?
- Was gibt es an den jeweiligen Orten noch zu entdecken?
- Welche Etikette wird in Japan gepflegt?
- Was gehört in Ihren Koffer für eine Japanreise?
Mit dem Selfguide File haben Sie Ihren persönlichen Reiseleiter für die Hosentasche immer dabei.
Das könnte Sie interessieren
Neugierig auf Japan?
Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie die neuesten Inspirationen und Reiseangebote weltweit!