Botswana Reisen: Wo ein Flussdelta im Wüstensand endet
Es geht schnell. Angekommen in Botswana und schon ist alles andere vergessen. Man ist mittendrin in der Natur und hin- und hergerissen – irgendwo zwischen aufwühlender Faszination, absoluter Entspannung, demütigem Respekt und angespannter Vorsicht. Die afrikanische Natur kann einen ganz schön kirre machen. Es ist dieses besondere Licht, um das selbst die einfachste Kamera nicht herumkommt. Es sind diese Gerüche und Geräusche, die man nie mehr vergisst. Es ist diese Anspannung vor dem Unbekannten, die man spürt, wenn man bedächtig durch die Natur geht, egal ob auf Safari oder auf dem Weg in die Buschdusche. Jede Tat wird zum Erlebnis!
Botswana ist eines der schönsten afrikanischen Binnenländer. Den größten Teil des Landes macht die Kalahari-Wüste aus – es herrscht eine bewegende Ruhe. Im weltweit größten Binnendelta, dem Okavango-Delta, erfährt man fernab bewohnter Ortschaften die absolute Entschleunigung. Im tierreichen Chobe-Nationalpark kommt man an den zahlreichen Elefanten und Flusspferden auf kleinstem Raum nicht vorbei. Und in den Schutzgebieten und Wildreservaten des Landes ist jegliches Bedürfnis nach Tierbeobachtungen am Ende des Tages ganz sicher gesättigt. Am nächsten Morgen verspürt man es aber wahrscheinlich schon wieder…
Safari im Okavango-Delta: Ganz besondere Tierbegegnungen
Es ist diese spezielle Stimmung, die man nur hier erleben kann. Dieses einzigartige gedämpfte Licht, der leichte Morgennebel, geheimnisvolle Tiergeräusche, dazu ein frischer, dampfender Kaffee – bereits der Tagesanbruch im Okavango-Delta ist spektakulär.
Und dann kann es direkt losgehen: Egal ob zu Fuß oder im Mokoro – die Möglichkeiten, hier auf Safari zu gehen, sind vielfältig. Auf einer Fußpirsch, stets begleitet von kundigen Einheimischen, wartet hinter jeder Biegung eine Überraschung: Ist man gerade noch vom riesigen Termitenhügel beeindruckt, erblickt man schon eine grasende Herde Zebras oder eine Giraffe, die in aller Seelenruhe hoch oben im Baum nach Nahrung sucht. Den frischen stempelartigen Spuren des Elefanten folgend, flattert vielleicht ein Bienenfresser vorbei – eine der zahlreichen in Botswana vertretenen Vogelarten, die vor allem im Okavango-Delta anzutreffen sind.
Auf Safari geht es zu Wasser meist im Mokoro, dem in Botswana typischen Einbaum. Seicht gleitet man durch die vielfältigen Wasserläufe des Okavango-Deltas, vorbei an weißen Wasserlilien, durch Gräser und Schilf – direkt in den Sonnenuntergang. Dabei kann man immer wieder dem Grunzen der badenden Flusspferde lauschen oder einem Elefanten beim Abendessen zusehen, während hinter ihm die Sonne über der niemals endenden Flusslandschaft untergeht.
Und da ist man nun: abends am Lagerfeuer der Lodge oder des Camps, restlos beeindruckt, über einem funkeln Tausende Sterne. Vielleicht gibt es einen duftenden Eintopf aus Gemüse, Bohnen und Rindfleisch, dazu einen landestypischen Maisbrei. Natürlich darf ein kühles Getränk nicht fehlen. Was könnte schöner sein, als auf diese Weise einen Urlaubstag in Botswana zu beenden.
Botswana Safari: Tierarten auf kleinstem Raum im Chobe-Nationalpark
Wer hier keinen Elefanten sieht, hat definitiv etwas falsch gemacht! Bei einer Tour in unterschiedlich großen Booten bis hin zum luxuriösen Hausboot auf dem Fluss Chobe kann man Elefantenherden, Flusspferde, Krokodile, Antilopen, Büffel und allerhand bunte Vögel aus nächster, aber sicherer Nähe beobachten. Die Dichte an Tieren auf kleinstem Raum ist überwältigend – und so muss man auf dem Urlaubsfoto schon zählen, wieviel unterschiedliche Tierarten man geknipst hat. Beim Sonnenuntergang auf dem Fluss mit einem kühlen Getränk in der Hand lassen sich die Eindrücke der letzten Stunden am besten Revue passieren.
Kalahari-Wüste: Auf Spurensuche in Botswana
Wenn man sich in der trockenen Kalahari befindet, mag man kaum glauben, dass sich nur wenig nördlich die wasserreichen ‚Oasen‘ des Okavango-Deltas und des Chobe-Flusses erstrecken. Hier in der Kalahari versickert das Okavango-Delta. Am besten erkundet man den Busch der größten zusammenhängenden Sandfläche der Erde mit einem erfahrenen Spurenleser der San – einer der ersten indigenen Ethnien im südlichen Afrika. Von ihnen kann man lernen, welche Pflanzen das Volk gegen diverse Krankheiten nutzt, wie nützlich Zebra-Dung zum Feuermachen ist und was die Spuren der Tiere über ihr Verhalten aussagen.