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Expedition im DIAMIR-Wald

REISEBERICHT: Besuch im DIAMIR-Wald

24. September 2018   Johann-Georg Cyffka

Der Weg zum DIAMIR-Wald ist lang und beschwerlich, liegt er doch an einem Gletscherfluss mitten auf dem Festland von British Columbia. Erreichen kann man ihn auf langsame Art: mit dem Wassertaxi von Vancouver Island aus und weiter mit einem kleinen Motorboot den Toba River hinauf.

Ich merke sofort, dass ich mitten in der Wildnis bin. Überall finden sich Bärenspuren und mir ist etwas mulmig zumute. Majästätisch begrüßen uns von weit oben Weißkopfadler. Der Wald an sich ist fast undurchdringlich, eben ein echter Regenwald. Die Wissenschaftler im Team erklären uns noch einmal das Besondere daran. Dass es sich um temperierten Regenwald handelt, der in einer gemäßigten Klimazone einen besonderen Wert für den Wasserhaushalt unserer Erde hat. Das kann man förmlich sehen, fühlen, riechen – überall ist es nass und feucht, Moose und Flechten in kaum vorstellbarem Formen und Größen präsentieren sich uns.

Es regnet ununterbrochen und Pflanzen führen einen echten Kampf um den besten Platz an der Sonne. Dieser Überlebenskampf bringt viele Arten hervor und ähnlich wie im tropischen Regenwald zeichnet sich der DIAMIR-Wald durch eine extrem hohe Biodiversität aus. Viele Tier- und Pflanzenarten sind hier zu Hause, unter anderem der Schwarzbär, der hier die Spitze der Nahrungskette darstellt. Mich beeindruckt die Zahl der alten Bäume. Viele sind über hundert, einige gar über tausend Jahre alt. Die Bäume sind der Schatz des Waldes. Sie bilden eigene Lebenräume für verschiedene (tw. endemische) Pflanzen und Tiere. Man kann deutlich das Zusammenspiel und das Netzwerk aus alten und jungen Pflanzen erkennen. Diese Symbiose zeichnet den besonderen Nutzen und Charakter dieses Waldes aus. Mir wird klar das dieser Wald weiter geschützt werden muss und das Schutzgebiet weiter wächst. Nur so ist der natürliche Ausgleich und die Entwicklung der Tier- & Pflanzenwelt durch die Natur gewährleistet und die Bindung des schädlichen CO₂ in diesem Umfang möglich. 

Ihr Johann-Georg Cyffka

Mein Besuch im Grizzlybären-Tal in Westkanada – eindrücklich, wild, nachhaltig!

»Gemeinsam mit unseren Freunden von #WildernessInternational starteten wir Anfang September nach Westkanada, um die von der Stiftung geschützten Wälder in British Columbia zu besuchen. Nach der abenteuerlichen Anreise ins Toba-Tal fanden wir hunderte Spuren von Grizzlys, Wölfen und Elchen am Ufer des „Little Toba“. Der Lachsaufstieg war in vollem Gange und so konnten wir zahlreiche Grizzlys aus nächster Nähe beim Fischen beobachten. Auch Fischotter und Seeadler kommen in dieser Jahreszeit leicht an sichere Beute. Die Wälder, die wir durchstreiften, sind wahnsinnig imposant. Die Baumriesen teilweise 800 Jahre alt, von Moosen und Farnen überwachsen –Idyllepur. Ein völlig intaktes Ökosystem und wir sind froh, dass wir diesen Lebensraum nachhaltig schützen können.«

Thomas Kimmel,
Geschäftsführer DIAMIR Erlebnisreisen
über seinen ersten Besuch im DIAMIR-Wald