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Kleines ABC des Auswärtigen Amtes

In jüngster Zeit hat das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise für zahlreiche Staaten des Nahen und Mittleren Ostens aktualisiert. Die Behörde verwendet dabei immer die gleichen Formulierungen, um damit auf die Gefährlichkeit aufmerksam zu machen. Aus diesem Anlass möchten wir in einem kleinen ABC der Reisehinweise eine kurze Übersicht über die Formulierungen erstellen:

Reisewarnung:
Diese Warnungen gelten für ein ganzes Land und werden ausschließlich bei Kriegen ausgesprochen. Dies betrifft nur wenige Staaten auf der Welt, die von DIAMIR allesamt nicht bereist werden. Hierbei gibt es einige Abstufungen. Für den Irak (Stand November 2014) schreibt das Amt: „Vor Reisen nach Irak wird gewarnt“. In seiner verschärften Form lautet der Satz: „Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.“ Gesteigert ist dies mit einem Ausreiseaufruf verbunden. So steht für Syrien: „Das Auswärtige Amt fordert nochmals mit Nachdruck alle Deutschen…zur Ausreise aus Syrien auf“.

Teilreisewarnung:
Hierbei wird für Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt. DIAMIR organisiert grundsätzlich keine Reisen in solche Regionen. Dies betrifft vor allem begrenzte Kriegsschauplätze. So etwas gibt es für Südossetien, eine Region in Georgien, wo das Amt schreibt: „Vor Reisen nach Südossetien … wird ausdrücklich gewarnt.“ Es kann sein, dass Reisen in den Rest des Landes durchaus möglich sind, denn die Behörde urteilt: „Die Lage im übrigen Georgien ist insgesamt ruhig.“

„Von Reisen wird abgeraten“:
Solch eine Formulierung gibt es u.a. für Liberia, wo angesichts der aktuellen Ebola-Epidemie steht: „Das Auswärtige Amt rät angesichts der aktuellen Lage dringend von Reisen nach Liberia ab“. Am Beispiel Mali zeigt sich, dass eine solche Formulierung auch für einzelne Landesteile bestehen kann: „Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab.“

Regionale Sicherheitshinweise:
Diese betreffen nicht nur ein Land, sondern eine ganze Region. Nach dem 11. September 2001 bestanden solche regionalen Sicherheitshinweise für über zehn Jahre für fast alle Staaten des Nahen und Mittleren Ostens – von Indien bis Mauretanien. Solch ein Hinweis wurde Ende September 2014 für weite Teile des Nahen und Mittleren Ostens aktualisiert, wo ganz allgemein vor „Anschlägen der terroristischen Organisation ISIS, die sich selbst auch "Islamischer Staat" nennt“ gewarnt wird. Das Auswärtige Amt lässt dabei offen, ob solche Warnungen für ein bestimmtes Reiseland existieren, oder nicht: „Die Sicherheitsrisiken für Reisende sind von Land zu Land und selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten.“

Landesspezifische Sicherheitshinweise:
Solche Hinweise gibt es für jedes Land. Hier wird auf konkrete Gefahren hingewiesen. So fordert man bei Reisen mit dem Mietwagen in Jordanien zur Vorsicht bei nächtlichen Überlandfahrten vor unbeleuchteten LKWs auf. In der Türkei beispielsweise wird „bei Reisen in den Südosten des Landes zu größter Vorsicht geraten. Von Überlandfahrten sollte dort nach Möglichkeit abgesehen werden.“  In einem anderen Beispiel wird in Südafrika aufgrund der hohen Kriminalität vor der Benutzung der Vorortzüge in Johannesburg abgeraten.

Allgemeine Reiseinformationen:
Manchmal wird auch in dieser Kategorie auf Gefahren hingewiesen, wie sie sonst in den Landesspezifischen Sicherheitshinweisen geschrieben stehen. In Frankreich wird vor Übernachtungen auf Rastplätzen, insbesondere an Autobahnen, wegen Aktivitäten organisierter Banden dringend abgeraten. Ebenfalls in Frankreich wird in Korsika auf eventuelle Sprengstoffanschläge auf öffentliche Einrichtungen hingewiesen.