Schwierigkeitsgrade

Die Reisen von DIAMIR sind weder für Extremsportler noch für Survivalfreunde zusammengestellt worden, sondern für ganz normale Menschen konzipiert, die gern auch einmal etwas Aktives im Urlaub unternehmen möchten. Da sich jedoch die Anforderungen und körperlichen Belastungen auf den Reisen teilweise sehr stark unterscheiden, haben wir die Touren in fünf Schwierigkeitsgrade untergliedert.

Neben der Wanderlänge, der Übernachtungshöhe und des zu Fuß zu bewältigenden Höhenunterschieds von Tagesetappen spielen dabei auch Faktoren wie die Art der Unterkunft, die Beschaffenheit von Wegen, mögliche Gefahrenquellen, Witterungsbedingungen sowie technische Anforderungen eine Rolle. Für die Schwierigkeitsgrade gibt es keine rechnerische Zuordnung. Vielmehr wurde jede unserer Reisen hinsichtlich ihrer körperlichen, mentalen, technischen und klimatischen Anforderungen eingeschätzt und im Zusammenspiel all dieser Faktoren einer der folgenden Kategorien zugeordnet:

Kategorie 0 

Leichte Touren ohne besondere körperliche Anforderungen.

Kategorie 1 

Einfache Touren, bei denen extreme Temperaturen oder geringe körperliche Anstrengungen die Reise eher selten beeinträchtigen und allenfalls bei Tagesausflügen auftreten.

Kategorie 2 

Mittelschwere Touren, Aktivurlaub. Tägliche körperliche Anstrengungen treten in moderatem Umfang auf. Extreme Temperaturen oder lange Transfers müssen ausgehalten werden.

Kategorie 3 

Anspruchsvolle Touren mit häufigen körperlichen Anstrengungen, für die eine gute Kondition und mentale Belastbarkeit erforderlich ist.

Kategorie 4 

Schwere Touren mit sportlichem Anspruch und mehrtägigen überdurchschnittlichen körperlichen Anstrengungen, denen Sie auch mental gewachsen sein müssen. Sie sollten unbedingt im Alltag regelmäßig Sport treiben.

Kategorie 5 

Extrem schwere Touren mit nahezu durchgängig überdurchschnittlichen Anforderungen und körperlichen Entbehrungen, bei denen Sie über eine hervorragende konditionelle Verfassung verfügen müssen. Sie sollten diese anstrengende Grenzerfahrung bewusst suchen und mental in der Lage sein, sie zu meistern.

 
Expeditionsreisen

Die wesentliche Besonderheit von Expeditionsreisen liegt darin, dass sich der Reiseablauf nicht vorab bis ins kleinste Detail planen lässt, sondern – in Abhängigkeit von Wetter, Schneeverhältnissen und anderen Faktoren – oft im Rahmen der zeitlichen Vorgaben vor Ort geplant, umgesetzt und mitunter auch improvisiert werden muss. Außerdem sind fast immer bestimmte technische Voraussetzungen zu erfüllen, ohne die eine Teilnahme an den Bergexpeditionen nicht möglich ist. Dazu gehören unter anderem sicheres Gehen mit Steigeisen und Eispickel oder der Umgang mit der alpinen Seilsicherung bei Klettereien. Wir haben die Expeditionen aufgrund der Anforderungen, aber auch der möglichen Risiken, der maximalen Schlafhöhen und der Gesamtdauer der einzelnen Bergtouren in drei Gruppen eingeteilt:

Kategorie  I 

Leichte Expeditionen, die grundlegende technische Fähigkeiten erfordern, teilweise auf eine Tagesetappe konzentriert sind und keine größeren Gefahren aufweisen.

Kategorie  II 

Mittelschwere Expeditionen, bei denen technische und mentale Stärke im Team gefordert ist, die über mehrere Tage hinweg große Anstrengungen und eine hohe konditionelle Leistungsfähigkeit erfordern.

Kategorie  III 

Sehr anstrengende und/oder technisch anspruchsvolle Expeditionen, bei denen neben einer ausgezeichneten körperlichen Verfassung und sehr guter Kondition auch erhebliche mentale Stärke nötig ist, um auftretende Grenzsituationen zu meistern. Umfangreiche alpine Erfahrungen und Teamfähigkeit sind absolute Grundvoraussetzungen.