Anreise
Flug von Frankfurt nach Bischkek.
Ankunft in Bischkek – Stadtbesichtigung
Ankunft und Transfer zum Hotel. Nach kurzer Erholung brechen Sie auf zur Besichtigung einiger wichtiger Sehenswürdigkeiten rund um den zentralen Ala-Too-Platz. Bei einem gemeinsamen Begrüßungsessen lernen Sie alle Expeditionsteilnehmer kennen. Übernachtung im Hotel.
Bischkek – Karkara-Basislager (2200 m)
Die heutige Fahrt führt Sie immer in Richtung Osten entlang des gewaltigen Issyk-Kul-See ins idyllisch gelegene Karkara-Basislager auf 2200m Höhe an der Grenze zu Kasachstan. Übernachtung im komfortablen Basislager in fest ausgestellten Zelten. (Fahrzeit ca. 7-8h, 450 km).
Akklimatisationstag
Der heutige Tag dient der Akklimatisation in der landschaftlich großartigen Umgebung des Karkara-Basislagers. Bei gutem Wetter kann man bereits einen ersten Akklimatisationsgipfel erwandern und wird mit einem großartigen Panoramablick belohnt. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 5-6h, 1080 m↑↓).
Hubschrauberflug ins Nord-Inyltschek-Basislager (4000 m)
Wenn das Wetter mitspielt, erfolgt heute der spektakuläre Hubschrauberflug ins Nord-Inyltschek-Basislager. Entlang des nördlichen Inyltschek-Gletscheers, eines der größten außerpolaren Gletscherströme, sowie mit Blick auf die schier unendlichen Gipfelketten des zentralen Tienschan erfolgt der Flug ins komfortabel eingerichtete Basislager, welches für die kommenden Wochen Ausgangspunkt für zahlreiche Gipfelbesteigungen ist. Im Lager, welches direkt am Rand des gigantischen nördlichen Inyltschek-Gletschers und mit traumhaftem Blick auf den Khan Tengri gelegen ist, stehen fest errichtete, geräumige Doppelzelte auf hölzernen Plattformen, eingerichtet mit dicken, bequemen Matratzen für maximalen Komfort an diesem exponierten Ort mitten im Hochgebirge. Es gibt zudem Küchen- und Mannschaftszelte, Toiletten und sogar eine Dusche/Sauna sowie 220V-Stromversorgung per Solarstrom/Dieselgenerator und Internet (5USD/h). Das Basislager-Team sorgt für 3 frisch zubereitete Mahlzeiten am Tag sowie optimale Voraussetzungen für erfolgreiche Gipfelbesteigungen! Übernachtung im Zelt.
Akklimatisationstag im Basislager (4000 m)
Der ganze Tag steht zur Akklimatisation im Basislager sowie erste Erkundungen in der Umgebung zur Verfügung. Der gigantische Eisstrom des Gletschers und die umliegenden Berggipfel bieten fantastische Fotomotive. Außerdem gilt es, die Verpflegung und Ausrüstung zu sortieren und für die erste Gipfeltour zusammenzustellen. Übernachtung wie am Vortag.
Pik Odinadzati (5437 m) – Pik Bayankol (5791 m)
4 Tage stehen zur Verfügung, um die ersten beiden Akklimatisations-5000er zu bezwingen, die zugleich auch für sich genommen attraktive Gipfelziele sind. Am ersten Tag erfolgt in der Regel eine Akklimatisationswanderung bis in ca. 4600 m Höhe, bei der ggf. schon etwas Ausrüstung mitgenommen und deponiert werden kann. Am darauffolgenden Tag steht die Errichtung eines Hochlagers auf ca. 4800 m Höhe auf dem Plan. Von dort aus kann ggf. noch am selben Tag und in nur ca. 3 Stunden der ca. 600m höher gelegene Pik Odinadzati („Summit of 11“, 5437 m) bestiegen werden. Am nächsten Tag steht der Pik Bayankol (5791 m) auf dem Programm. Beide Aufstiege führen weitgehend über Gletschergelände und verlangen Trittsicherheit mit Steigeisen und routiniertes Gehen in Seilschaft. Schließlich sollte am 9. Reisetag das komfortable Basislager unten auf dem Gletscher wieder erreicht sein – im Idealfall mit bereits zwei erfolgreichen 5000er-Besteigungen im Tourenbuch! Übernachtungen im Zelt.
Pik Karly Tau (5420 m) – Pik Kasachstan (5671 m)
Erneut steht eine viertägige Rundtour zu zwei 5000ern auf dem Programm, um sich weiter an die Höhe zu gewöhnen und zugleich zwei weitere attraktive Gipfelziele zu versuchen. Zunächst wird erneut ein Hochlager auf ca. 4700 m Höhe errichtet. Von dort aus können dann bei guten Bedingungen an aufeinanderfolgenden Tagen die Gipfel des Karly Tau (5420 m) und des Pik Kasachstan (5671 m) bestiegen werden – beides Gletscheraufstiege mit mäßiger technischer Schwierigkeit, aber in großartiger Hochgebirgslandschaft und mit tollen Ausblicken auf den gegenüber aufragenden Khan Tengri. Am 13. Reisetag erfolgt planmäßig der Abstieg zurück ins komfortable Basislager.
Reserve- bzw. Ruhetag im Basislager
Reservetag für Verzögerungen bei schlechtem Wetter bzw. Ruhetag vor dem großen Ziel dieser Expedition. Im komfortablen Basislager kann man sich tatsächlich erholen und Energie und Kalorien auftanken für die bevorstehende Herausforderung. Auch die „Banja“, eine Art Zwischending aus Heißer Dusche und Sauna, ist an Ruhetagen ausgesprochen beliebt. Übernachtung im Basislager.
Pik Chapayev Nord (6110 m) – Khan Tengri (7010 m)
8 Tage stehen nun zur Verfügung, um bestens akklimatisiert das Hauptziel der Expedition in Angriff zu nehmen. Ausgehend vom komfortablen Basislager erfolgt entlang der mit Fixseilen und Lagerplätzen gut präparierten Route der Aufstieg unter Nutzung von 3 Hochlagern: Lager 1 (4520 m) ist in nur 3-4 Stunden vom Basecamp aus ohne große Schwierigkeiten zu erreichen und liegt auf einem felsigen Sporn am Rande der Nordflanke des Pik Chapayew. Der Weiterweg ins Lager 2 (5500 m) erfordert weitere ca. 5-7h Aufstieg am komplett fixseilversicherten Firngrat mit normalerweise nur wenigen eisigen bzw. felsigen Steilstufen, die aber alle gut überwindbar sind. Vom großartig gelegenen Lagerplatz auf einer Gratschulter führt die weiterhin durchgehend fixseilversicherte Route über den Gratrücken zunächst auf den Nordgipfel des Pik Chapayev (6110 m) und schließlich ca. 150 Höhenmeter absteigend dem flachen Grat folgend bis in die tiefste Stelle des Sattels zwischen Pik Chapayev und Khan Tengri, wo Lager 3 errichtet wird (ca. 5950 m, Gehzeit ca. 6-8h, 650 m↑ 150↓). Je nach Wettersituation und körperlicher Verfassung ist zwar auch die Errichtung eines vierten Hochlagers (ca. 6400 m) unmittelbar vor dem Gipfelaufstieg theoretisch möglich, über 95% der Gipfelaspiranten besteigen den Gipfel jedoch in einer langen Etappe direkt vom Lager 3 aus (Gehzeit ca. 9-15h, 1060 m↑↓), was bei guter Akklimatisation kein Problem darstellt, denn die Route ist fast vollständig mit Fixseilen versichert und weist oft durchgehend gute Verhältnisse auf. Die Entscheidung über die Lager- und Aufstiegstaktik trifft der Expeditionsleiter im Laufe der Expedition in Absprache mit der Gruppe. Sind Sie in unterschiedlichen Gruppen unterwegs, werden Absprachen und Taktik per Funk zwischen den einzelnen Seilschaften festgelegt – gestützt auch auf stets aktuelle Wetterdaten, die tagesaktuell per Satelliten-Internet zur Verfügung stehen. Nach dem Gipfel geht es in 2 Tagen und erneut über den Nordgipfel des Pik Chapayev (6110 m) entlang der Lagerkette wieder hinunter ins Basislager. Die gesamte Aufstiegsroute ist technisch durchaus anspruchsvoll, jedoch nicht extrem. Zudem gewinnt man sehr kontinuierlich an Höhe und hat in allen steileren Passagen stets Fixseilsicherung zur Verfügung. Im Abstieg kann oft bequem und zeitsparend an den Fixseilen abgeseilt werden. Natürlich verlangt auch dies volle Konzentration und geübten Umgang mit dem Abseilgerät. Zwei Reservetage kann entweder zwischendurch als Ruhetag genutzt werden oder aber steht am Ende nochmals im Basislager zur Verfügung.
Spätestens am Abend des 22. Reisetages müssen jedoch alle Teilnehmer wieder das Basislager erreicht haben. Alle Übernachtungen im Zelt. (Verpflegung und Kochausrüstung in den Hochlagern wird komplett gestellt, zusätzliche individuelle Unterwegsverpflegung erforderlich).
Hubschrauberflug nach Karkara und Fahrt zum Issyk Kul
Erneut führt ein überaus spektakulärer Hubschrauberflug vom Basislager zurück bis zum Landeplatz in Karkara. Viele Leute sagen, allein dieser Panoramaflug sei die lange Reise bis Zentralasien wert – und da ist durchaus etwas dran! Schon kurz nach der Landung inmitten der grünen Wiesen von Karkara wartet der Transfer zum nahe gelegenen Issyk Kul – der „Perle Zentralasiens“ und mit 180km Länge und 60km Breite zugleich zweitgrößtem Hochgebirgssee der Welt. Trotz seiner Höhenlage auf 1600 m erreicht das tiefblaue Wasser im Sommer angenehme Badetemperaturen von 18-20°C – was für ein Kontrast zur Hochgebirgswelt aus Steinen, Eis und Schnee! Übernachtung im Hotel.
Issyk Kul – Bischkek
Nachdem am Morgen nochmal letzte Gelegenheit zu einem Sprung in die Wellen des Issyk Kul besteht, erfolgt dann die Fahrt in die Kirgisische Hauptstadt Bischkek (Fahrzeit ca. 3-4h, 260 km). In Bischkek bleibt Zeit für eine kleine individuelle Besichtigungsrunde durch das Stadtzentrum. Am Abend laden wir Sie zu einem Abschiedsessen in einem traditionellen Restaurant ein. Übernachtung im Hotel.
Abreise
Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.