Anreise und Vilnius erleben
Individuelle Anreise nach Vilnius und Übernahme des Mietwagens am Flughafen. Je nach Ankunftszeit bleibt heute genug Zeit, die spannende Hauptstadt Litauens zu entdecken. Vilnius ist eine moderne Stadt mit einer sehr vielseitigen Geschichte. Der einfachste Weg, sich diese näher anzusehen, ist ein Spaziergang durch die Stadt. Eine Straße erinnert an die dort lebenden Juden, eine andere an das Mittelalter, die dritte an die Zeit, als Litauen seine Freiheit von der Sowjetunion zurückeroberte. Dieselben Straßen sind heute mit jungen Menschen gefüllt, die hier ein pulsierendes Leben führen. Kunstgalerien, zeitgenössische Restaurants, grüne Parks, Boutiquen mit handgefertigten Waren der besten lokalen Künstler – hier wird die Geschichte der Stadt geschrieben. Übernachtung im Hotel.
Schloss Trakai, Wanderung Varnikai-Moor und Kochkurs
Heute erkunden Sie die historische Mittelalterstadt Trakai und die malerische Umgebung mit ihren Seen und Wäldern. Trakai war früher eine mittelalterliche Residenz der litauischen Großherzöge. An diesem Tag stehen zwei Wanderungen zur Auswahl – eine kürzere rund um die Stadt Trakai und die Halbinsel (ca. 2h, 7 km) und eine längere mit einer Verlängerung zum Varnikai-Reservat (5h, 15 km). Die kleine Stadt ist auch berühmt für ihre „Kibinai“ – das beste regionale Gebäck der Region. Am Nachmittag erhalten Sie die Möglichkeit, an dieser besonderen Tradition der Herstellung teilzuhaben: Sie machen einen Kochkurs, bei denen Ihnen Einheimische zeigen, wie Sie die Teigtaschen formen, bevor Sie sie natürlich auch selbst kosten können. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 1h, 55 km).
Aukštaitija Nationalpark
Sie machen sich auf den Weg gen Norden zu dem kleinen Ort Palūšė, der der perfekte Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Aukštaitija Nationalpark ist. Nach einem Besuch am Glockenturm Palūšės, einem architektonischen Meisterwerk, bleibt genug Zeit, den Nationalpark zu Fuß zu erkunden (3h, 10 km). Auf Ihrer Wanderung passieren Sie einen Holzskulpturenpfad am See Lūšiai, bewundern die wunderschöne Natur der Kiefernwälder und die gemütlichen ethnografischen Dörfer Meironai und Gaveikėnai. Übernachtung im Gästehaus in Palūšė. (Fahrzeit ca. 1,5-2h, 225 km) (Gehzeit ca. 3h, 10 km).
Geführte Kanutour im Nationalpark
Heute steht ein unvergesslicher Ausflug auf dem Programm: Gemeinsam mit Ihrem erfahrenen englischsprachigem Guide paddeln Sie entlang malerischer, wilder Flussufern und genießen die Ruhe des Sommermittags. Durch grüne Tunnel gelangen Sie zum See Baluosas. Unterwegs machen Sie ein Picknick mit Lagerfeuer und haben sogar die Möglichkeit, in dem unberührten See schwimmen zu gehen. Sie beenden Ihre Kajaktour an der Wassermühle von Ginuciai, einem der einprägsamsten Symbole des Aukštaitija-Nationalparks. (Dauer der Kajak-Tour: 7-8hn mit Pausen). Übernachtung wie am Vortag.
Baumwipfelpfad und Berg der Kreuze
In gelungener Abwechslung können Sie heute Natur und Kultur genießen: zunächst statten Sie dem hiesigen Imkermusem einen Besuch ab. Die Tiere spielen nicht nur hier eine wichtige Rolle und so erfahren Sie mehr über die Vielfalt an Bienenstöcken, Bienenwachsherstellung und die Arbeit der Bienen. Auch eine Honigverkostung darf hier nicht fehlen.
Anschließend genießen Sie die grandiose Aussicht von einem Baumwipfelpfad, bevor Sie am Nachmittag den beeindruckenden Kreuzhügel besuchen – eines der bedeutenden Sehenswürdigkeiten Litauens: über 100.000 Kreuze aller Größen bilden eine bedeutenden Wallfahrtsort für Pilger aus aller Welt. Hier lernen Sie die schwierige Vergangenheit der Einwohner kennen, ihren unerschütterlichen Glauben und die Hoffnung für die Zukunft. Übernachtung im Gästehaus in Plateliai. (Fahrzeit ca. 4h, 340 km).
Žemaitija-Nationalpark
Der Žemaitija-Nationalpark ist als der mystischste Nationalpark Litauens bekannt. Das Parkgebiet ist mit Tannenwäldern bedeckt, die von einer großen Anzahl geschützter Pflanzen- und Tierarten bevölkert werden. Im Park brüten nicht nur vom Aussterben bedrohte Vögel, sondern auch in Europa geschützte Vögel wie das Haselhuhn, der Wachtelkönig und der Singschwan, der einen trompetenähnlichen Klang erzeugt. Das Juwel des Parks ist der größte und tiefste See in Žemaitija, der legendenumwobenen Plateliai-See mit seinen sieben Inseln. Diesen umrunden Sie heute auf einer 24 km langen Fahrrad-Tour (Upgrade zum E-Bike möglich). Danach werden Sie in Plokstine, einem weiteren Teil des Zemaitija-Nationalparks ein streng geheimes Militärobjekt aus der Sowjetzeit besuchen. (Eintritt zum Militär-Museum nicht inklusive, ca. 8-10 €. Übernachtung wie am Vortag.
Mit dem Bernsteinfischer auf Tour – Klaipeda
Heute steht ein weiteres Highlight an: Nach der Fahrt nach Karkle machen Sie sich gemeinsam mit einem Experten auf die Suche nach Bernstein, der sich an der litauischen Küste am Meeresufer finden lässt. Wenn sie möchten, können Sie sich auch selbst mit an der Bernstein-Jagd versuchen! Anschließend machen Sie sich auf den Weg zum Duchman’s Kap. In dem Naturschutzgebiet können Sie an wunderschönen Sandstränden und über Dünen eine kleine Wanderung machen. Ein Highlight ist auch die Festungsanlage Memel Nord, ein Überbleibsel des 2. Weltkrieges. Als Abschluss machen Sie sich auf den Weg nach Klaipeda, einer kleinen Stadt, in der deutsche Wurzeln auf litauische Tradition treffen. Bei einem Spaziergang über die Kopfsteinpflaster gibt es viel Geschichte zu entdecken. Übernachtung im Hotel in Klapeida. (Fahrzeit ca. 1,5h, 90 km).
Rückfahrt nach Vilnius und Abreise oder Verlängerung
Sie machen sich auf den Rückweg nach Vilnius, wo Sie Ihren Mietwagen am Flughafen abgeben und Ihre individuelle Rück- oder Weiterreise antreten. (Fahrzeit ca. 3h, 300 km).
Optionale Verlängerungsmöglichkeit: Kurische Nehrung – Nida
Von Klaipeda aus können Sie Ihre Reiseroute ausbauen und weiter auf die Kurische Nehrung bis nach Nida fahren. Wir empfehlen Ihnen die Kurzwanderung auf den mystischen Hexenhügel in Juodkrante. Es handelt sich um ein einzigartiges Freilichtmuseum mit Holzskulpturen, in dem Teufel, Hexen und andere Helden der Folklore regieren und den Besuchern den natürlich-mystischen Geist dieses Ortes eröffnen.
Ein weiterer Höhepunkt der Nerung ist das Naturschutzgebiet Nagliai, mit seinem Erlebnispfad durch die „Grauen Dünen“. Ein kurzer Weg (ca. 1,2 km) führt durch die Sanddünen zum Kurischen Haff.
Am Ende der Straße Neringas, nahe der russischen Grenze,liegt Nida, eine gemütliche Stadt am Ufer des Kurischen Haffs. Hier lohnt ein Spaziergang entlang der Küste sowie ein Besuch der Parnidis-Düne, welche einen atemberaubenden 360-Grad-Blick bietet: soweit das Auge reicht – nur Wasser, Sand und Kiefernwälder – zweifellos einer der spektakulärsten Anblicke. In Nida kann man auch das Thomas Mann Museum oder auch das Bernsteinmuseum besuchen.
Sie können entweder in Nida übernachten oder noch am gleichen Tag zurück nach Klaipeda fahren.