Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Nepal • Tibet – Wir kommen wieder!

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Vom Kailash ins Königreich Guge. 04.06.2011 – 26.06.2011

Samstag 04.06.11

Endlich geht es los! Von München aus fliegen wir mit der Quatar Airlines, über Doha, nach Kathmandu.

Sonntag 05.06.11

Nach dem insgesamt 10 Stündigen Flug kommen wir am frühen Vormittag am Internationalen Flughafen an. Wir werden schon von unseren Reiseleitern Steffen, seiner Frau Daniela, unserem Nepali-Guide Dawa und dem Stützpunktleiter Mingmar erwartet. Mit dem Bus geht es durch die Stadt zu unserem wunderschönen Kathmandu View Hotel, in den Ortsteil Thamel. Nach den Formalitäten um das Tibetische Visum und anderen organisatorischen Dingen brechen wir zum Durbar Square auf. Am Abend trifft sich die ganze Gruppe zum Begrüßungsessen im Hotel, danach gönnen wir uns noch ein Everest Bier auf der gemütlichen Dachterasse.

Montag 06.06.11

Nach einer erholsamen Nacht, begeben wir uns zum Frühstück. Der Großteil der Gruppe besichtigt heute die Sehenswürdigkeiten von Katmandu. Wir haben schon von zu Hause aus eine Tour nach Patan gebucht. Zuerst besuchen wir die Ortschaften Khokana und Bungamati, hier glaubt man sich fast ins Mittelalter zurückversetzt. Auf der Straße wird Weizen getrocknet und auf einem Stein gedroschen. Hier wird auch viel Reis angebaut. Die Farben der Setzlinge sind gigantisch, so ein sattes, helles grün sieht man selten. Danach fahren wir zum Durbar Square von Patan. Die Bauten im Bagodenstil sind wunderschön. Im Shivatempel treffen wir auf viele Frauen in roten Saris die Opfergaben und 100000 Lichter Fackeln darbringen. Montag ist der Tag der Shiva, da wird besonders gefeiert. Zurück von unserem Ausflug, beschliessen wir uns ein Taxi nach Bauddha zu nehmen, dort drehen zum Feierabend hunderte Einheimische Ihre Runde um die Stupa. Durch Zufall treffen wir auf den Rest der Gruppe und wir essen gemeinsam zu Abend. Dani und Steffen bestellen etliche Spezialitäten und wir kosten uns durch viele verschiedene Köstlichkeiten. Zurück im Hotel begeben wir uns wieder einmal auf die nette Dachterrasse.Von dort oben hat man einen schönen Blick auf die beleuchtete Stupa von Swoyambhunat.

Dienstag 07.06.11

In der Nacht wütet ein heftiges Gewitter. Nach dem Frühstück bummeln wir noch einmal durch Thamel, trinken Kaffee in der Pumpernickel Bakery und kaufen eine Landkarte vom Gebiet um den Kailash. Um 14.30 werden unsere Packsäcke auf den Bus geladen und los geht die Fahrt zum Nationalen Flughafen von Katmandu. Wir fliegen von hier aus, ca. 1 Stunde, nach Napalgunj. Der Flug ist sehr ruhig, wir sehen Annapurna und Dhaulagiri. In Nepalgunj ist es schwül und heiß, hier merkt man die nähe zu Indien nicht nur am Klima. Die Stadt ist extrem schmutzig!! Vor dem Abendessen trifft sich die halbe Gruppe zum „Gefährte“ schauen auf der Straße. Von Rikscha´s, über Pferdekutschen, Wasserbüffel Gespanne, alte Lkw´s, bis hin zu neuen Jeep´s der UN, kann man hier einiges bestaunen.

Mittwoch 08.06.11

Tagwache 4.30! Frühstück um 5 Uhr. Danach geht es in winzigen Bussen zum Flughafen zurück. Geduldig warten wir auf den Flug nach Simikot. Leider wird das heute aber nichts mehr, das Wetter ist zu schlecht. Zurück ins schon bekannte Hotel. Um unseren Bewegungsdrang zu bändigen, gehen wir 4 Kilometer weit zur Indischen Grenze. Am Nachmittag fährt die ganze Gruppe mit Rikscha´s erst zur Grenze, danach in das Zentrum von Nepalgunj. Wir besichtigen dort den Shiva Tempel. Nach dem Abendessen erzählt uns Steffen, unser Reiseleiter, einiges über Höhenkrankheit.

Donnerstag 09.06.11

Heute heisst es um 3.50 aufstehen. Nach einem schnellen Frühstück geht es wieder zum Flughafen. Es geht alles ganz schnell und schon sitzen wir in der Maschine der Tara Airlines. Der Flug ist ruhig, aber sehr wolkig. Schon das Ziel vor Augen, drehen wir eine Schleife, danach noch eine. Leider ist die Sicht auf das Flugfeld nicht frei, so drehen wir ab und fliegen zurück nach Nepalgunj. Enttäuscht treten wir den Rückweg zum Hotel an, diesmal auch ohne Gepäck, damit wir morgen sicher die ersten sind. Nach dem Mittagessen bricht wieder die ganze Gruppe auf. Wir fahren in ein Hotel das Dani und Steffen bereits kennen, da gibt es tolles Eis, leckeren Kuchen und guten Kaffee. Nach dem Abendessen hält Dani Nepalesische Süßigkeiten für uns bereit. Wir spielen Stadt, Land , Fluß auf der Terrasse. Es gibt auch für alle Zahnbürsten, kleine Duschgel´s, einen Gemeinschaftskamm, eine Gemeinschafts Zahnpaste und ein Gemeinschafts Deo. Die zwei schaffen es wirklich uns bei Laune zu halten!

Freitag10.06.11

3.50 Tagwache. Die gleiche Prozetur wie schon seit 2 Tagen und dann heißt es wieder warten, warten ,warten. Die 2 möglichen Maschinen starten zuerst nach Dolpo und keiner kann mehr so richtig glauben dass das heute noch etwas wird, es regnet auch noch.Plötzlich große Aufregung, es geht los. Der Flug ist wieder ruhig, alle beten, dass wir diesmal landen können. Dann, große Erleichterung, man sieht die Landebahn. Beim Aufsetzen Jubel und Geschrei, wir sind glücklich! Unsere Küchencrew erwartet uns schon mit Tee und Keksen. Anschließend haben wir noch etwas Zeit, wir spazieren durch Simikot (2950m). Hier sehen die Menschen schon etwas anders aus als in Katmandu. Endlich dürfen wir GEHEN! Vom Zeltplatz weg geht es erst mal etwas steiler los, auf ca. 3300m, danach gemächlich auf und ab. Der Letzte Abschnitt ist steil bergab, bis wir unseren Zeltplatz, idyllisch an einem Fluß, sehen. Tagesetappe: Simikot – Sellikhola Gehzeit 4.41 Std 418 Hm Aufstieg, 971 Hm Abstieg

Samstag 11.06.11

Um 6 Uhr werden wir mit „Guten Morgen Tee“ geweckt. Wir waschen uns im Fluss, packen unsere Sachen und los geht es. Da wir 2 Tage später starten als geplant müssen wir jetzt etwas aufholen. Leider Regnet es ein bisschen. In stetigem auf und ab geht es entlang dem Karnali in Richtung Kermi(2670m). Hier wäre unser eigentlicher Übernachtungsplatz gewesen, aufgrund unserer Verspätung müssen wir aber Zeit gutmachen und somit gibt es hier nur Mittagessen.Vorbei an Bergreisterrassen, grünen Getreidefeldern und Hanfbüschen geht es über unseren ersten kleinen Paß 3120m, zu unserem Camp. Heute gibt es das erste mal ein Toilettenzelt! Wir sitzen Vor den Zelten und genießen Tee, Wasser und heiße Schokolade. Dani und Steffen informieren uns genauer über die Lebensweise der Nepali im Karnali-Humla Gebiet. Tagesetappe: Sellikhola(2390m) – kurz vor Yalbang (3020m) Gehzeit Ca. 9 Std 1100 Hm Aufstieg 490Hm Abstieg

Sonntag 12.06.11

Wieder um 6 Uhr Tagwache. Heute geht es durch Kiefer-, Tannen-, und Fichtenwälder, schon auf einem Teil der neu errichteten Straße, in Richtung Yalbang, wo wir unser erstes Buddhistisches Kloster besuchen. 1985 wurden diese Klosteranlagen neu errichtet und auch einige Kunst- schätze aus Tibet hergebracht. Zu Mittag Picknicken wir.Jetzt wird es wirklich anstrengend. Wir steigen noch einmal zum Fluss ab, danach geht es steil Bergauf. Wir passieren einen Nationalparkposten und nach 9.40 Std erreichen wir unseren Zeltplatz. Es gibt einen Fluß in der nähe wo wir uns waschen können. Einheimische kommen mit einer Schüssel mit Bier und Cola an. Wir fallen müde ins Zelt.

Tagesetappe: Kurz vor Yalbang(3020m) – unter Tumkot (3130m) Gehzeit 9.40 Std 920 Hm Aufstieg 800 Hm Abstieg

Montag 13.06.11

Um 6 Uhr werden wir geweckt. Zum Start geht es gleich einmal 480Hm steil Bergauf. Heute ist es etwas anstrengend. Die Landschaft ist atemberaubend. Die Sonne scheint und es ist super warm. Auf einem kleinen Pass, Jela Laptse 3467m, machen wir Rast. Immer wieder treffen wir auf Ziegen-, Kühe-, und Yakkaravanen, die Waren aus Tibet transportieren.Weiter geht es wieder Bergauf, Bergab. Ich kann mich kaum an den Schneebedeckten Bergen und er üppig grünen Landschaft sattsehen. Beim Mittagspicknick ist es sehr heiß, Dani, Steffen und die übrigen unversehrten bauen aus einer Plane ein Zelt, damit unsere Patienten etwas Schatten bekommen. Ab der Mittagsrast geht der Weg auf der neu gebauten Staße Richtung Tibet weiter. Es ist zwar nicht steil, der Weg zieht sich aber ganz schön. Entschädigend für die Anstrengung ist der Blick ins Tal. Hellgrüne Felder, einzelne Mittelalterlich anmutende Dörfchen und alles umrahmt von Schneebedeckten Bergen! In der Ortschaft Yari (3670m) sehen wir das erste Fahrzeug, einen kleinen Traktor. Hier probiere ich meinen ersten Buttertee, der wider erwarten ganz gut schmeckt. 200 Hm Noch! Wir sehen schon die roten Zelte von der Anhöhe leuchten. Geschafft, es ist ziehmlich windig und auch schon etwas kälter.Die Sicht ist aber spektakulär. Tagesetappe: Tumkot (3130m) – Thado Dhunga ( 4000m) Gehzeit 9 Std 1400 Hm Aufstieg 420 Abstieg

Dienstag 14.06.11

Heute heißt es früh raus! 4.15 geht es los zum Nara La Paß 4620m. Leider ist es bedeckt, es nieselt sogar ein bisschen. Vielleicht gar nicht schlecht, so sieht man den extrem steilen Aufschwung zum Pass nicht schon von weitem. Nach 1.30 Std haben wir es geschafft. Wir bringen unsere Gebetsfahnen an und machen uns an den Abstieg Richtung Nepalesischer Granzstadt Hilsa. Kurz unter dem Pass können wir den ersten Blick auf die Tibetische Hochebene erhaschen! In Hilsa stärken wir uns mit Nudelsuppe, Cola und Buttertee. Danach geht es über eine Hängebrücke zur Tibetischen Grenze. Hier heißt es dann warten. Das Gepäck wird durchsucht, das Handgepäck desinfiziert und Fieber gemessen wird uns auch. In Purang kaufen unsere Küchenleute frische Lebensmittel, wir besuchen eine öffentliche Dusche. Nach langem warten fahren wir dann doch noch zum Manasarovasee. Auf der Fahrt dorthin sehen wir die Gurla Mandhata und das erste mal den Kailash. Wir schlagen unsere Zelte unter der Giu Gompa auf, der Vollmond spiegelt sich im See, der Wind bläst uns fast weg, es ist ziehmlich frisch. Als wir nach dem Essen vor das Zelt treten ist der Kailash total frei es ist fast Taghell, Atemberaubend schön!! Tagesetappe: Thado Dunga(4000m) – Manasarovasee (4550m) Gehzeit Ca. 4 Std ( sonst Jeep) 750m Aufstieg 970m Abstieg

Mittwoch 15.06.11

Um 7 Uhr Pekingzeit, Noch einmal 2.15 std nach vorne, ist die kurze Nacht zu ende. Nach dem Frühstück fahren wir nach Darchen zum Saga-Dawa-Fest. Gott sei Dank kommen wir gerade noch rechtzeitig zum Aufstellen des Tarboche an. Die Tibeter werfen Asche in die Luft, es riecht überall nach Wacholder und Sandelholz, das hier geräuchert wird. Wir lassen uns mit dem Strom der Pilger, im Uhrzeigersinn, um den Tarboche treiben.

Man sieht hier Gesichter die scheinen schon über 100 jahre alt zu sein. Wir genießen die Zeremonie der Mönche, die Klänge der Trompeten, Trommeln und Zimbeln sind einfach schön. Der Kailash zeigt sich in voller Pracht! Wir sitzen gemeinsam mit einheimischen Familien auf dem Boden und lassen uns von der Stimmung verzaubern. Wir besuchen auch den Luftbestattungsplatz oberhalb des Festplatzes, hierveranstalten die Einheimischen ihre Zeremonien, sie wälzen sich auf dem Boden und spielen mit Messern und Beilen die Zerstückelung der Leichen nach. Davor hebt jeder noch einen schweren Stein hoch. Dass ist doch sehr befremdlich für uns. Oberhalb des Festplatzes verspeisen wir unser Lunchpaket Schön langsam werden immer weniger Menschen, nur die Chinesische Armee demonstriert noch durch Aufmärsche ihre Macht. Wir packen uns noch einige alte Gebetsfahnen vom Tarboche ein, soll Glück bringen. Danach treibt uns einSandsturm zurück zum Auto.Nach ca. 2 Stündiger Fahrt kommen wir in Tirtapuri, einem heiligen Pilgerort mit heißen Quellen an. Wir beschreiten heute noch die Kora um das Kloster, denn die soll bei Vollmond noch heiliger sein als sonst. An unserem malerischen Zeltplatz fließt der Sutlej vorbei. Um halb 11 fallen wir müde und voller neuer Eindrücke in unser Zelt. Tagesetappe: Manasarovasee – Tirtapuri

Ca. 3 Autostunden

Donnerstag 16.06.11

Heute geht es erst um 10 Uhr los. Wir setzten uns in unsere Jeep´s und fahren nach Tholing. Die Landschaft wechselt von total karg bis hin zu Schneebergen. Nach den ersten Kilometern bleiben wir an einem Nomadenzelt stehen. Wir dürfen Käse probieren und sogar ins Zelt kommen. Weiter geht es über eine asphaltierte Passstraße. Beim Fotostopp sind wir das erste mal auf dieser Reise über 5000m. Schön langsam kommen wir dem Sutlejtal mit seinem Canyon näher. Wir stehen vor dem Panorama das Nanda Devi. Die ganze Indische Himalaya-Kette und im Westen schon das Karakorum sind von hier aus zu sehen. Wir legen 100te Fotostopps ein. Die Landschaft ist Großartig, Atemberaubend, kaum beschreiblich! Der ausgewaschene Sandstein nimmt Formen und Farben an die man sich in den kühnsten Träumen nicht ausmalen würde. In Tholing angekommen, besuchen wir eines der ältesten Klöster dieser Gegend. Die Wandbilder sind Wahre Meisterwerke eines Indischen Künstlers. Leider sind auch hier einige Statuen der „Kulturrevolution“, zum Opfer gefallen. Am Abend beziehen wir unser Gästehaus, direkt im Ort. Jeweils zu 4t Teilen wir uns ein Zimmer. Es gibt warme Duschen!!!! Vor dem essen spazieren wir zum ursprünglichen, Tibetischen Teil des Ortes. Schade das die Chinesen hier alles neu bauen. Auch hier wird ständig Macht demonstriert, indem die Polizei alle paar Minuten, mit Blaulicht, durch die Straße fährt und junge Soltaten die Hauptstraße auf und ab patrollieren. Tagesetappe: Tirtapuri – Tholing Ca. 6 Autostunden

Freitag 17.06.11

Heute ist es wieder gemütlich, um 9 Uhr gibt es Frühstück im Tibetischen Restaurant. Danach sollte es losgehen, leider geht es aber Lothar ziemlich schlecht, er muss zum Arzt, und wir, weil Gruppenvisum, alle mit. Das Wetter ist traumhaft ,irgendwann ist es dann doch soweit und wir können nach Guge aufbrechen. Schon von weitem sehen wir den Königspalast auf einem Sandsteinfelsen thronen. Zuerst besichtigen wir den weißen und dann den roten Tempel. Leider sind hier auch viele Spuren der Chinesen zu sehen. Teilweise sind alle Statuen zerstört und man sieht auch Einschusslöcher in den Wänden. Danach steigen wir 250Hm hoch und besichtigen den Sommerpalast des Königs. Wunderbare Einblicke in den Canyon begleiten uns nach unten, wo wir das erste Mal Chinesische Fertigsuppe aus Pappbechern kosten. Garnicht mal so schlecht. Wir besuchen auch noch eine Höhle die als Begräbnisstätte dient, leider komme ich nicht hoch, aber Steffen zeigt uns einen Oberarmknochen aus der Öffnung. Zurück in Tholing, besuchen wir die Post und ein Internet kaffee. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang, die Abendstimmung ist genial. Dani und ich drehen alle Gebetsmühlen am alten Kloster, wenn dass mal kein Glück für die Kora bringt! Tagesetappe: Tholing – Guge – Tholing

ca. 1 std Fahrzeit

Samstag, 18.06.11

Nach dem Frühstück um 8 Uhr geht es wieder zurück zum schon bekannten Zeltplatz in Tirtapuri. Nach ca 5 Stunden Fahrt und etlichen Fotostopps, treffen wir gegen 14 Uhr im Camp ein. Rupa, unser Koch, hat sich schon wieder voll ins Zeug gelegt und leckere Sachen zubereitet. Das Wetter ist durchwachsen, der Wind bläst ziehmlich stark. Wir machen ein Nickerchen und besuchen dann das Kloster von Tirtapuri. Ich zünde eine Butterlampe für den Weg um den Kailash an. Nach dem Abendessen besuchen Micha, Claudia, Heli und ich noch die heißen Quellen. Tagesetappe: Tholing – Tirtapuri Ca. 5 Autostunden

Sonntag, 19.06.11

Um 7 Uhr Tagwache, Frühstück und danach fahren wir nach Tarchen. Auf dem Weg sehen wir noch 2 Schwarzhalskraniche, gleich neben der Straße. In Tarchen kaufen wir noch Tholings. Dann geht die Kora los. Gemächlich flach geht es zum Tarboche, etwas dahinter liegt die Yak-Verlade-Stelle. Unsere Guides besorgen 9 Yaks. Ich bin total aufgeregt, ist ja schon etwas besonderes mit Yak´s zu gehen. Nach ca einer Stunde bleibt das Yak bockig im Fluss stehen. Langwierig, mit einem Stopp an einem Teezelt, geht es 20 Kilometer zum Kloster von Drira Phuk. Ein Teil unserer Gruppe hat dort die Gelegenheit den Headlama des Klosters zu treffen. Er bittet uns platz zu nehmen, schenkt uns Süßigkeiten, ein Stück Apfel, ein oranges Band und geheime Gewürze. Er beantwortet einige unserer Fragen und ist scheinbar auch genau so froh wie wir, dass wir uns treffen. Die Kailsh- Nordseite zeigt sich leider nur halb, es ist windig und kalt. Nachts muss ich mal aus dem Zelt, der Himmel ist Sternenklar und der Kailash fast Wolkenfrei. Tagesetappe: Tirtapuri – Tarchen 4520

ca 2 Autostunden Tarchen 4520 – Drira Phuk 5000 ca 7 Stunden Gehzeit 660 Hm Aufstieg 260 Hm Abstieg

Montag, 20.06.11

Am Morgen werden wir durch Graupel auf die Zeltplane geweckt. Es schneit auch ein bisschen. Nach dem Frühstück geht es, in weiß gezuckerter Landschaft, allmählich höher. Es Graupelt immer wieder. Leider haben wir fast gar keine Sicht. Am Shivasthal 5320 Legen wir unsere mitgebrachten Sachen ab. Immer wieder stockt die Karavane die sich aufwärts zieht. Es sind viele Inder hier die sich auf Pferden hochreiten lassen. 100 m vor dem Paß werden sie dann abgeladen und von 2 Einheimischen hochgeschleppt. Wir kommen nach 3 Stunden Aufstieg auf dem 5620m hohen Drölma La Pass an. Während wir auf den Rest der Gruppe warten, beobachten wir die ankommenden Einheimischen. Die bringen Gebetsfahnen an, diese werden vorher über Räucherkohle gereinigt. Auch wir werden ein – geladen unsere Fahnen über den Rauch zu halten. Als alle da sind, werfen wir unsere Tholing´s und bringen unsere Gebetsfahnen an. Der Abstieg ist zuerst sehr steil. Es liegt noch etwas Schnee, es ist aber nicht rutschig. Nach dem Steileren Stück trinken wir in einem Teezelt Tee, danach geht es auf einer Art Straße noch 3 Stunden zum Camp. Auf der Wiese haben wir Pfeifhasen und Murmeltiere alsNachbarn. Heute sind alle froh die Füße von sich zu strecken!! Tagesetappe: Drira Phuk 5000 – kurz vor Zutrul Phur Kloster 5000 ca 7 Stunden Gehzeit 595Hm Aufstieg – 831Hm Abstieg

Dienstag, 21.06.11

Heute stehen wir nicht all zu früh auf. Unsere erste Etappe führt uns eine halbe Stunde zum Kloster Zutrul Phuk. Am Wegrand beobachten wir Murmeltiere und Vögel die aussehen wie Enten. Das Kloster entstand über einer Medidationshöhle Milarepa´s. Man sieht dort die Hand und Fußabdrücke von Ihm. Von dort aus geht der Weg 4 Stunden nach Tarchen zurück. Wir überhohlen Einheimische die die Kora in Niederwerfungen begehen. In Tarchen angekommen, wird die vollendete Kora mit einem Bier begossen. Wir kaufen noch eineige Souveniers und fahren zurück zur Giu Gompa am Manasarovasee. Wir besuchen die klosteranlage und genießen den Weitblick, sogar der Kailash zeigt sich noch ein bisschen. Zurück am schon bekannten Campplatz, liegen wir in der Sonne. Leider sind hier heute viele Fliegen. Wir beobachten Haubentaucher und Streifengänse. Andreas hat heute Geburtstag und lädt uns zu einem Bier im Mannschaftszelt ein. Es gibt sogar Geburtstagstorte vom Küchenteam. Der Abend ist kalt und windig, die Stimmung aber wunderschön. Tagesetappe: Vor Zutrul Phuk 5000 – Tarchen 4520 5 Stunden Gehzeit Tarchen 4520 – Manasarovasee 4550 ca 1 Stunde Fahrzeit

Mittwoch, 22.06.11

Heute gibt es spät Frühstück. Es geht ab zur Grenze. Nach einigen Kilometern Fahrt, verabschieden wir uns mit einem letzten Blick über den Manasarovasee. Wir fahren durch weite Landschaft, am Weg- rand stehen riesige Yak- und Schafherden. Sogar Kiangs(Wildesel) sehen wir und kaum zu glauben, aus diesem so kargen Boden sprießen pinke und lila Blumen. Es gibt hier Wanderdünen. Die Farben sind surreal und Prachtvoll. An unserem vorgesehene Zeltplatz angekommen ist es noch sehr früh, daher beschliessen wir noch etwas weiter zu fahren. Wir sehen wieder einen Kranich. Der zweite Zeltplatz geht leider wegen der vorhergegangenen Regenfälle nicht, so fahren wir dann doch bis Saga weiter. Leider kommen wir an einem Unfall vorbei, ein toter Mann liegt mitten auf der Straße, seine Arbeitskollegen halten schon Puja (Gebet) am Wegrand. Ein Stimmungsvoller Blick bietet sich, schwarzer Gewitterhimmel vor uns, Sanddünen Sonnenbeschienen und ein Regenbogen davor! In Saga quartieren wir uns im Saga- Yak-Hotel ein. Die Zimmer Sind 20m²m groß und haben Betten im Kreis gestellt. Die Toilette ist spannend. 3 Halb- hoch gemauerte Abteile, in die man von oben hineinsehen kann, eine Rinne durch alle 3 „Kabinen“ und kein fliessendes Wasser. Tagesetappe: Manasarovasee – Saga ca. 10 Autostunden

Donnerstag, 23.06.11

Heute wachen wir um halb 8 auf. Wir betreiben Katzenwäsche und begeben uns in den wirklich schönen Frühstücksraum des Hotels. Gleich nach dem Frühstück fahren wir los. Es geht über eine Schotterpiste in Richtung Grenze. Der erste Fotostopp lässt nicht lange auf sich warten. Das Wetter ist wirklich gut. In dieser kargen Landschaft sieht man Blumen wie Sträuße am Wegrand wachsen. Kurz darauf überschreiten wir den ersten Paß. Dort kommt uns eine Nomadenfamilie mit, Eseln, Pferden, Hunden, Kindern, Zelten und Ihrem gesamten Hab und Gut, entgegen. Wir fotografieren auch Kiangs und sehen Kraniche und Enten. Teilweise ist die Straße schon asphaltiert und teilweise nur Piste. Ein Teil der Shisha Pangma gibt sich auch frei. Am Wegrand haben wieder Nomaden ihre Zelte aufgeschlagen. Sie bürsten gerade Ihre Ziegen ,um daraus Pashminawolle zu spinnen. Die Beine der Ziegen sind zusammengebunden und sie schreien nicht wirklich begeistert. An einem wunderschönen See machen wir Mittagsrast. Nomadenkinder kommen und betteln, wir geben ihnen Kekse. Leider beginnt es jetzt zu regnen. Über den La-Lung-La-Paß verlassen wir die Tibetishe Hochebene, das Wetter ist jetzt so schlecht dass wir keine Fernsicht haben. Als wir die Fahrt nach Zangmu, über den Friendship Highway antreten, regnet es in Stömen. Durch den aufziehenden Nebel lässt sich nur erahnen wie viele Meter es hier hinunter geht. Wir übernachten in einem ganz passablen Hotel in Zangmu. Dass schönste ist die öffentlicht Dusche einige Häuser weiter. Tagesetappe: Saga – Zangmu Ca. 5 Autostunden

Freitag: 24.06.11

Nach dem Frühstück geht es zur Grenze. Wir verabschieden uns von unseren Fahrern, der Tibetische Guide bringt uns noch bis ins Gebäude.Danach verlassen wir, zu Fuß über die Brücke der Freundschaft, Tibet. Im Nepalesischen Grenzort Kodari geht es chaotisch zu. Man muss sich erst wieder an den Linksverkehr gewöhnen. Ziehrliche Frauen tragen teilweise 4 unserer Taschen zum Bus. Alles wird auf dem Dach verstaut. Den Frindship Highway geht es weiter Richtung Katmandu. Die Vegetation ist hier schon wieder extrem üppig. Die Straße ist schmal und es geht steil den Abhang zum Fluß hinunter. Kaum Vorstellbar,dass das die Hauptverkehrsroute nach Indien sein soll. In einem wunderschönen Hotel, in Dhulikel, essen wir zu Mittag. Das saubere „Sitzklo“ und ein Waschbecken lässt allseits Freude aufkommen. Vorbei an Bhaktapur kommen wir Katmandu jetzt immer näher. Es ist ziehmlich viel Verkehr. Im Katmandu View Hotel verden wir schon erwartet. Wieder sind es Frauen die unser Gepäck tragen! Vor dem Abschieds-essen, trinken wir noch Kaffee im Pumpernickel und shoppen ein wenig. Die ganze Gruppe trifft sich zum Abendessen auf der Dachterrasse. Rupa, Charma und Sange, unsere Küchencrew, sind auch dabei. Der Abschied von unseren „guten Geistern“ ist schon etwas traurig, wir verbringen aber einen gemütlichen Abend. Tagesetappe: Zangmu – Katmandu Ca. 6 Fahrstunden mit dem Bus

Samstag 25.06.11

Heute geht es nach Hause. Zum Abschied erleben wir noch einmal einen richtigen Monsunregen. Es schüttet aus Kübeln und die Straße verwandelt sich in ein Swimmingpool. Dani und Steffen haben uns als Abschiedsgeschenk all Ihre Fotos auf Cd gebrannt. Die beiden und Dawa bringen uns noch zum Flughafen. Der Abschied ist traurig, aber WIR KOMMEN WIEDER!!!!!

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