Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Laos • Vietnam • Kambodscha – Magie und Mythos Indochinas erleben

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Eine perfekt organisierte Rundreise! So lautet das einstimmige Urteil der Reisegruppe der dreiwöchigen Rundreise durch Indochina. Die Reise führte uns vom entspannten Laos über das turbulente Vietnam ins faszinierende Kambodscha.

In Laos scheinen die Uhren still zu stehen. Hektik, Stress und Zeitdruck kennen die freundlichen Einwohner dieses sympathischen Landes kaum. Dafür verstehen sie ganz viel von zurückhaltender Freundlichkeit, tiefer Ehrlichkeit und aufrichtiger Gastfreundschaft. Die Stadt Luang Prabang – die Stadt ohne Verkehrsampeln – ist mein persönliches Highlight in Laos. Sie ist klein, überschaubar und liegt ganz romantisch am Mekong. Ich genoss es sehr, am frühen Morgen durch die kleinen Gassen spazieren zu gehen. Die orangefarbenen Mönchsgewänder, die erste Morgenröte, die auf die Dächer der Wats scheint, die Nebelfetzen, die auf dem Mekong tänzeln und die gelassene Ruhe, die die Stadt und Menschen ausstrahlen, sind bleibende Erinnerungen, die ich sicherlich nicht so schnell vergessen werde.

Während der gesamten Reise hatten wir viele Möglichkeiten, Nachtmärkte zu besuchen u.a. in Hoi An, Saigon, Phnom Penh und Siem Reap. Für mich ist der Nachtmarkt von Luang Prabang am lohnenswertesten, denn er ist im Vergleich zu den anderen noch am ursprünglichsten. Was mir besonders gefiel ist, dass hier noch (!) keine Massenware aus China angeboten wird, sondern wirklich traditionelle Handwerkskunst (bunte Schals, gedruckte Bilder mit traditionellen Motiven, Lampenschirme aus Maulbeerenbaum etc). Einen ganz besonderen Tipp habe ich für Sie: Wenn Sie versuchen, ganz früh am Markt zu sein und als erster Käufer an einem Verkaufsstand ein Geschäft zu machen, erleben Sie Besonderes. Sie werden mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit einen sehr guten Preis erzielen, denn der ersten Kunde soll bleiben, einen Verkauf tätigen und so Glück für den gesamten weiteren Markttag bringen.

Weiter geht es ins turbulente Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. Überall wuselt es: Autos, Motorräder, Fahrradfahrer sowie Fußgänger versuchen sich im scheinbar chaotischen Verkehr kreuz und quer ihren Weg zu bahnen. Am spannendsten stellt sich diese Szene an einem Kreisverkehr dar. Mehr Ruhe und einen deutlich geringeren Lärmpegel werden Sie erleben, wenn Sie die Stadt verlassen und in Richtung Halongbucht, Hue und Hoi An aufbrechen. Innerhalb der letzten 17 Jahre war ich sechs Mal in Hoi An. Zugegebenermaßen hat die ehemalige Hafenstadt etwas ihres ursprünglichen Charmes verloren und ist mittlerweile ein Touristenspot jeder Vietnamreise, aber das zu recht – denn die Symbiose aus chinesischen, japanischen, kolonialen Bauten, schmalen Gassen, bunten Laternen, tollen Möglichkeiten für Fahrradtouren entlang der Reisfelder laden immer noch zum Verweilen ein.

Meine wärmste Empfehlung für eine einzigartige Stadterkundung: Nehmen Sie Ihre Kamera und durchstreifen Sie die Stadt am frühen Morgen zwischen 6 – 7:30Uhr. In diesen Morgenstunden herrscht auf den Straßen gähnende Leere und so können Sie noch der schlummernden Ursprünglichkeit der Stadt nachspüren. In den Abendstunden sollten Sie dann auf einem der vielen Bar-Boote (am Ufer in der Nähe der Japanischen Brücke) einkehren. Bei einem kühlen Cocktail lauschen Sie der Musik und können von hier aus das emsige Treiben der Touristen und Anwohner beobachten.

Weiter geht es über Saigon und das Mekongdelta sowie Phnom Penh endlich nach Siem Reap und der weltberühmten archäologischen Stätte von Angkor. Hier haben Sie ausreichend Zeit, an 4 Tagen die weitläufige Anlage ausgiebig zu bestaunen. Reisen in der Nebensaison birgt viele Vorteile: so sind weniger andere Gäste unterwegs, der Regen wäscht alles sauber und die Luft ist klar. Mich hat der Tempel von Bayon am meisten fasziniert: Das geheimnisvolle Lächeln, die verwinkelten Wege der kompakten Anlage haben es mir am meisten angetan.

Während der gesamten Reise sind Sie mit unterschiedlichsten Transportmitteln unterwegs: Tuk-Tuk, Cyclo, Bus, Zug, Flugzeug und Boote mit unterschiedlicher Motorstärke und Länge. Für mich bildete die motorlose (!) Fahrt mit einem traditionellen Kong-Kear-Boot auf dem Wassergraben von Angkor den perfekten Abschluss dieser eindrucksvollen Reise. Tempelmüde genossen wir die entspannte Fahrt und ließen unsere vielen Eindrücke der Reise Revue passieren.

Herzliche Grüße, Ihre Huong-Giang Ngyen
Verkauf & Beratung Südostasien
0351-31207374

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