Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Erste DIAMIR-Fotoreise in Usbekistan

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Denkt man an Usbekistan, fallen den meisten sofort die Märchen aus 1001 Nacht oder die alte Seidenstraße ein. Der kulturelle und architektonischen Reichtum des Landes gründet in der Blütezeit des Handels an der Seidenstraße 115 Jahre vor unserer Zeitrechnung und währte bis ins 13. Jahrhundert.
Als dann die Neue Welt entdeckt wurde, die schnelleren Handelswege zur See genutzt wurden, war der Weg über Land, der durch Karawanen aus 500 und mehr Händlern und deren Kamelen genutzt wurde, nicht mehr erfolgreich.
Was damals erbaut wurde, ist noch heute in Buchara und Samarkand in seiner Prächtigkeit zu bestaunen.
Aus einem Grundelement, dem Quadrat, in vielfältiger Variation, durchdrungen von floralen und geometrischen Mustern, bevorzugt in Blau ausgeführt, der Farbe des Himmels, ist diese unsagbare Ornamentik gestaltet.
Paläste und Moscheen wirken überwältigend. Überall auf der Welt haben Kulturen Unsagbares gestaltet und erbaut. Diese Bauwerke sind einzigartig.
Nach langen Jahren sowjetischer Besatzung geht Usbekistan seinen eigenen Weg, von der Unterdrückung ins vermeintliche Paradies.
Überall fesselt man sich aber nach wie vor mit überbordender Kontrolle. Man kann nicht einmal den Bahnhof betreten, ohne so richtig kontrolliert zu werden. Planwirtschaftlich aufgestellt hat man in der Sowjetzeit auf Baumwolle gesetzt. Auch die maßlose Nutzung der Wasser des Uralsees für die Produktion der Baumwolle hat zur Austrocknung dieses ehemals riesigen Gewässers geführt. Heute setzt man bevorzugt auf den Anbau von Gemüse, einzig, weil man damit am Weltmarkt erfolgreicher ist. Wie lange die Wasservorräte noch reichen, wer weiß es. Früher hat man nur so viel angebaut und geerntet, wie es die Wassermengen aus den Gebirgen, durch Kanate geleitet, zugelassen haben.

So viele bewegenden Geschichten, wurden nur aus einem Anlass erfunden und erzählt, um nicht vom König umgebracht zu werden. Nachlesen.

Fotografisch habe ich versucht, die Pracht der alten Gebäude und die faszinierende Ornamentik in ihrer Gestaltgebung zu entschlüsseln und abzubilden. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als derart Teil der Gestaltung zu werden, Symmetrie, Proportionen zu akzeptieren. Dennoch habe ich frei interpretierend darüber hinaus an 1001 Nacht gedacht. Für diese freie Gestaltung nutze ich die von mir erfundene gestische Fotografie, schlicht gesagt, bewege ich die Kamera und erziele damit völlig neue Bilder. Auch habe ich mit Doppelbelichtungen gearbeitet, um das „Traumhafte“, das Märchenhafte zu inszenieren.

Anmerkungen:
Die Reise wurde von einem überragenden lokalen Reiseleiter geführt und begleitet. Wir haben uns so sehr wohlgefühlt in den einheimischen Gaststätten.

Ihr Heinz Teufel
DIAMIR-Fotoreiseleiter
www.heinzteufel.de

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