Reisebericht
Komoreninsel Mayotte und Madagaskar – zu den Bergregenwäldern der weißen Engel vom 07.11.16 – 29.11.16
Carsten und Petra Zückert
Am 7.11.16 ging unsere Reise los. Spannend und abenteuerlich sollte sie sein, wie all unsere Reisen.
Unser Flug ging über Johannesburg nach Madagaskar. Wir mussten notlanden im Kruger Mpumalanga International Airport wegen Getriebeschaden. Nach 2 Stunden ging es weiter.
Durch die Verspätung kamen wir erst gegen 20.00Uhr in Antananarivo/Madagaskar an. Unser Gepäck kam natürlich auch nicht mit. Wie heißt es so schön, mit wenig Gepäck reist es sich leichter. Nächsten Tag flogen wir weiter auf die Insel Mayotte für 3 Tage. Am Fährhafen nahmen wir unser Mietwagen in Empfang. Erstmal ins Hotel und dann noch schnell Wechselwäsche, Kosmetik usw. Einkaufen. Diese Komoreninsel wurde 2011 zum französischen Departement erklärt. Im Herzen sind aber die Einheimischen Afrikaner. Die Menschen sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Im Indischen Ozean schwammen wir mit den Meeresschildkröten.
Da wir leidenschaftliche Wanderer und Kletterer sind, darf auch eine Bergbesteigung nicht fehlen. Wir entschieden uns für dem „ Mount Choungui“ – 594 m hoch ohne Guide. Am Anfang war es ein normaler Wanderweg durch den Regenwald aber dann mussten wir uns zum Teil von Baumwurzel zu Baumwurzel hoch ziehen. Man hatte aber auch immer guten Stand. Auf dem Gipfel wurden wir belohnt mit einem 360°C Rundblick.
Natürlich gibt es auf der Insel noch viele Wanderungen durch den tropischen Regenwald aber leider war unsere Zeit zu knapp.
Am 12.11.16 ging es zurück nach Madagaskar. Unser Gepäck war mittlerweile in der Hauptstadt angekommen. Zwischendurch hatten wir auch Kontakt mit der Reiseagentur Diamir in Dresden aufgenommen. Ein Dankeschön an Frau Mach. Sie bemühte sich ganz sehr, dass wir unser Gepäck zwar mit Verspätung aber doch noch rechtzeitig für die Trekkingtour in Empfang nehmen konnten.
Am Flughafen lernten wir unseren Guide Lova kennen. Lova war ein toller Guide, der uns sein Land unwahrscheinlich nahe brachte. Sein deutsch war perfekt.
Die Armut in der Hauptstadt Antananarivo hat uns schon sehr berührt und diese ist hier sehr hoch.
Bei unserer Stadttour besuchten wir auch Ambohigmanga – Der blaue Hügel. War einst ein Herrschersitz des Königs.
Vom 15.11 – 17.11.16 waren wir im Masoala NP. Wir wohnten in der Ecolodge Chez Arol. Bei dieser Tour hatten wir eine Begleitmannschaft mit Trägern, 2 Guides (Lova und ein lokal Guide),ein Superkoch. Wir hatten auch großes Glück und konnten den Roten Vari, Bambuslemuren, Paradiesschnäpper, Tenreks beobachten. Der Regenwald war schon einzigartig, wie auch in all den anderen NP. Auch die Geräuschkulisse ist immer wieder beeindruckend. Wir besuchten eine Schule und ein Dorf. Dort gewährte man uns Einblick in das Dorfleben. Es wurde Nelken, Pfeffer, Zimt und viele andere Gewürze angebaut.
Ein kurzer Abstecher auf die Insel Nosy Mangabe stand mit auf dem Programm. Hier entdeckten wir das kleinste Chamäleon auf der Welt, den Mangabe Frosch, Lemuren und Blattschwanzgeckos. Ohne unsere Guides hätten wir die Tiere nie entdeckt.
Vom 18.11. – 19.11.16 fuhren wir mit dem Boot nach Farinkaraina. Dieser Regenwald liegt direkt am Indischen Ozean. Nachts hatten wir den Aye Aye sichten können.
Vom 19.11. – 22.11.16 ging unsere Trekkingtour mit dem Zelt los.
Unsere Begleitmannschaft besteht nun aus 13 Mann mit unserem Koch. Es ist schon erstaunlich wir er unter einfachen Bedingungen uns jeden Tag ein 3 Gänge Menü zauberte.
Wir wanderten durch viele Dörfer. Man fühlte sich zurück versetzt in eine andere Zeit. Es gab kein Strom und auch kein fließendes Wasser. Der Fluss war die einzige Waschgelegenheit für alle Dinge des Lebens. Manche hatten Solarplatten aufgestellt. Die Menschen waren sehr freundlich. Viele neugierige Kinder riefen „Salut Vasa“ – Hallo Weisser. Unterwegs begegneten uns Schlangen, Lemuren, kleine Frösche und Chamäleons. Wir überquerten viele Flüsse und kamen an Reisfeldern vorbei.
In den Dörfern kam uns der Duft von Nelken und Zimt entgegen.
Vom 23.11. – 25.11.16 waren wir Marojejy NP unterwegs. Dieser NP besteht aus 3 Camps in verschiedenen Höhen. Wir stiegen auf bis zu den 2. Camp 775m. Die Übernachtungen waren einfache Hütten mitten in der Natur bzw. Regenwald. Auch hier kamen wir wieder auf unsere Kosten. Wir konnten die Seidensifaka, Chamäleons, Spinnen, Schlangen, Mausmaki, Frösche und Schmetterlingszikaden beobachten.
Am 25.11.16 ging es zurück nach Sambava. Hier besuchten wir nächsten Tag eine Vanille – und Kakaoplantage.
Am 27.11.16 flogen wir zurück in die Hauptstadt und am 28.11.16 ging es zurück nach Deutschland.
Diese Reise war ein tolles Erlebnis. Dadurch da im Osten des Landes wenig touristische Infrastruktur gibt, konnten wir das Land in der Ursprünglichkeit erleben. Lova und die Lokal Guides konnten uns viel erzählen über die Tier- und Pflanzenwelt und über die Menschen. Auch unsere Begleitmannschaft stand uns immer hilfreich zur Seite. Diese Tour ist schon anspruchsvoll, da wir manche Tage 22 km gewandert sind und dazu kam das Klima noch. Aber wer das Wandern und das Abenteuer liebt, ist dies die perfekte Tour.
Vielen Dank an ALLE.