Eine Ansicht der Stadt Santiago de Chile mit einer historischen Kirche und modernen Gebäuden im Hintergrund.
Mondlandschaft in der Atacama
Eine einsame Straße führt durch die Wüste bei San Pedro de Atacama, Chile, mit Bergen im Hintergrund.
Ein Straßenschild mit der Aufschrift 'República de Chile' vor einer kahlen Landschaft in Chile, Südamerika.

Reisebericht

Chile und Argentinien: Abenteuer und Faszination mit dem Mietwagen

Andrea und Olaf, 16.05.2024

Am 29.10.2023 beginnt unsere wahrscheinlich spannendste und abenteuerlichste Reise, die wir bisher erlebt haben. Wir kommen in Santiago de Chile an, unternehmen direkt eine Stadtrundfahrt durch die 8-Millionen-Stadt. Weitere Stationen unserer Reise werden die faszinierende Atacama-Wüste, die idyllische Seenregion, das Gletscherparadies Patagonien und die rauschenden Iguazu-Wasserfälle sein.

Abenteuerliche Atacama-Wüste

Unsere Reise in die Atacama-Wüste beginnt mit einem Flug nach Calama, gefolgt von einer Fahrt nach San Pedro de Atacama entlang der beeindruckenden Route 23. Wir erleben die unendlichen Weiten und die faszinierende Landschaft der Wüste. In der Ckoi Atacama Lodge finden wir eine gemütliche Unterkunft und genießen die Ruhe am Pool. Der Ort selbst liegt auf 2.450 m Höhe und so erklärt sich auch unser Druck auf den Ohren. Beim Frühstück am nächsten Tag ist es noch etwas kühl, 13 °C, doch bei typisch südamerikanischer Musik, in urigem Ambiente, geht es uns richtig gut. Wir brechen zu einer Tagestour auf. Die Landschaft ändert sich ständig. Und plötzlich sehen wir eine ganze Menge Vikunja – wunderschön. Es ist ein Bild wie auf einer Postkarte. An der Lagune Miñiques beobachten wir außerdem Flamingos, wir staunen am Geysir von El Tatio und treffen Alpakas. Hier - übrigens - haben wir unseren nur halbvollen Tank und die mangelnden Tankstellen im Hinterkopf und sehen von einer 4 km langen Wanderung ab. Die Sorge um den knappen Treibstoff war warnend aber umsonst und so erreichen wir am Abend schließlich wieder San Pedro ohne "Zwischenfälle". Daraus lernen wir aber für unsere Reise, an jeder verfügbaren Tankstelle den Tank aufzufüllen. Fazit: 2 Tage in der Wüste Südamerikas, wahnsinnig beeindruckend, unvergesslich, mit Worten nicht zu beschreiben, mit Fotos nicht wiederzugeben. Danke, dass wir das erleben durften.

Malerische Seenregion

Von Temuco aus erreichen wir Curacautin, eine Landschaft, die an Deutschland erinnert, mit weidenden Tieren und blühendem Raps. Die Fahrt führt uns zum schneebedeckten Vulkan Llaima. Wanderungen sind wegen Schneefalls nicht möglich, doch die Canon del Blanco Therme bietet eine willkommene Alternative: Die Hot Springs sind ein entspannendes Erlebnis inmitten der schönen Natur. Am nächsten Tag fahren wir über Lonquimay und Icalma zum Nationalpark Conguillio. Dank der gastfreundlichen Einheimischen gelangen wir in den Park, obwohl wir auch hier kein Online-Ticket parat hatten. Eine Wanderung zum Mirador los Condores belohnt uns mit einem spektakulären Blick auf den Park und die Sierra Nevada. Unsere Unterkunft, die Llaimadomo-Lodge, bietet uns eine einzigartige Übernachtung: In diesem Kugelzelt haben wir vom Bett aus einen direkten Blick auf den Vulkan – vor allem am Morgen ist dieser wolkenfrei zu bestaunen. Weiter geht es nach Pucon und Puerto Varas durch malerische Landschaften, vorbei an Seen und durch Zauberwälder. Unser Ausflug durch den Nationalpark Villarica ist leider geprägt von Regen und geschlossenen Wanderwegen, doch der Wasserfall Ojos del Caburgua und der schwarze Vulkanstrand des Lago Villarica bieten unvergessliche Anblicke. Schließlich kommen wir in Puerto Varas an, genießen die Aussicht auf den Vulkan Osorno und machen einen kleinen Stadtbummel auf der Suche nach Souvenirs. Den Abend lassen wir bei einem Abendessen mit Blick auf den See ausklingen.

Berühmtes Gletschergebiet Patagonien

Wir fliegen nach Punta Arenas. Entlang der Magellanstraße führt es uns zuerst nach Fuerte Bulnes - dem südlichsten Punkt unserer Reise. Die verlassene Landschaft ist faszinierend: wir begegnen Tieren, aber so gut wie keinen Menschen, keinen geöffneten Shops oder Cafés. Durch die patagonische Steppe geht es weiter, vorbei an Nandus und Guanakos, bis nach Puerto Natales. Der Nationalpark Torres del Paine ist ein Highlight unserer Reise: Mit seinen türkisblauen Seen und schneebedeckten Bergen bietet er atemberaubende Ausblicke. Eine Wanderung zum Lago Grey und Mirador Cuernos enthüllt die raue Schönheit des Parks. Trotz des überraschenden Wetters mit ganz viel Sonne, aber auch Regen, Sturmböen und Schneeschauern ist der Aufenthalt hier ein unvergessliches Erlebnis. Über die Ruta Nacional 40 geht es durch die unberührte Natur der Pampa Argentiniens bis nach El Chalten. Wir bestaunen die Weite der Landschaft, die sich ständig in ihren Farben wandelt. Am nächsten Tag wandern wir im Nationalpark Los Glaciares, vorbei am Gletscher Piedras Blancas, bis zur Laguna de los Tres am Fuße des berühmten Fitz Roy und werden mit einem atemberaubenden Blick belohnt. Unsere Reise endet mit dem Besuch des Gletschers Perito Moreno, einem Naturwunder von gigantischem Ausmaß. Wir verabschieden uns von Argentinien mit einem Abendessen mit patagonischem Lagerbier, einer Grillplatte und südamerikanischer Musik – ein perfekter Abschluss unseres Aufenthaltes hier.

Iguazu-Wasserfälle

Die Iguazu-Wasserfälle sind der krönende Abschluss unserer Reise. Das Donnern des Wassers und die immensen Wassermassen, die über die Kanten stürzen, bieten ein Naturschauspiel, das in seiner Pracht kaum zu übertreffen ist. Wir spüren die Gischt auf unserer Haut und die Energie des Wassers, die durch den Dschungel hallt. Zuerst besuchen wir die argentinische Seite der Fälle, auch per Boot. Beim Ausflug auf die brasilianische Seite der Fälle am Folgetag unternehmen wir spontan einen Helikopterflug, um den Teufelsschlund sehen zu können - der Blick von oben darauf ist spektakulär. 10 Minuten später landen wir wieder, total happy, dass wir das gemacht haben, ein mega Knüller gleich am Morgen. Auch die brasilianische Seite der Wasserfälle gehört zu den 7 Weltwundern der Erde, und das wollen wir uns am Nachmittag zu Fuß anschauen. Hier bekommen wir sogar einen Stempel vom Nationalpark in unseren Reisepass, eine tolle Erinnerung. Als wir fast am Ende des Spazierweges sind, geht es über eine Brücke direkt vor den Wasserfall. Die Kameras müssen wir jetzt wegpacken, denn hier sind wir in wenigen Minuten wieder nass bis auf die Haut. Schließlich genießen wir noch einmal einen tollen Blick von ganz oben und müssen uns damit von den Wasserfällen verabschieden.

Diese Reise durch Südamerika war eine der beeindruckendsten und abenteuerlichsten Erfahrungen unseres Lebens. Jede Region bot ihre eigenen einzigartigen Schätze und Herausforderungen, die unsere Sicht auf die Welt und ihre Wunder erweiterten. Wir sind dankbar für die zahlreichen Erlebnisse und die unglaubliche Gastfreundschaft, die wir auf unserem Weg erfahren durften. Es war eine Reise der Superlative, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Danke für einen einzigartigen, traumhaft schönen, abenteuerlichen und unvergesslichen Urlaub. Danke an das Diamir-Team und Sie, liebe Frau Heß, für die tolle Organisation.

 

Ein Blick auf den Vulkan Vllilarica in Chile, umgeben von einem klaren See und grünen Wäldern. Menschen entspannen am Ufer.
Blick in den Krater des Vulkans Villarrica in Chile mit rauchenden Mineralien. Im Hintergrund sind Berge und Seen sichtbar.
Ein Boot fährt am Perito-Moreno-Gletscher in Patagonien, Argentinien vorbei, der im Hintergrund sichtbar ist.
Panoramablick auf den Nationalpark Torres del Paine in Chile mit Bergen und einem blauen See.
Die majestätischen Mirador Las Torres in Patagonien, Chile, umgeben von Schnee und Wolken. Im Vordergrund sind alpine Felsen und zerklüftete Landschaft zu sehen.
Die Iguazu-Wasserfälle in Argentinien zeigen mächtige Wasserströme, umgeben von üppiger Natur und bewölktem Himmel.