Reisebericht
Von der Masai Mara an den Indischen Ozean
Nach dem Nachtflug über Addis Abeba landete ich mittags in Nairobi. Schon beim ersten Blick auf andere Passagiere fragte ich mich: Sind das meine Mitreisenden? Am Flughafen wurden wir herzlich von Tracy und Dominic empfangen. Nach dem Kennenlernen der Gruppe fuhren wir im 4x4-Landcruiser durch die Stadt zum Giraffencenter, wo wir die seltenen Rothschild-Giraffen fütterten und viel über sie erfahren durften. Am Abend genossen wir ein gemeinsames Essen im Hotel. Ein kurzer Regenschauer sorgte für eine gemütliche Stimmung beim Ankommen.
Aufbruch zum Lake Nakuru Nach erholsamem Schlaf und einem Frühstück mit frischem Omelette starteten wir Richtung Lake Nakuru. Unterwegs beeindruckten uns tropisch grüne Landschaften, bunte Marktstände und – für mich ein emotionaler Moment – meine allerersten Zebras. Auf der ersten Pirschfahrt sahen wir Giraffen, Hyänen, Büffel, Gazellen – und zwei Nashörner direkt vor uns. Den Abend ließen wir entspannt am Pool und mit einem reichhaltigen Buffet ausklingen.
Sonnenlicht und Safari-Magie Morgens um sechs ging es erneut auf Pirschfahrt. Beim goldenen Sonnenlicht, das sich auf der Landschaft und den Tieren spiegelte, verstand ich, was unser Guide meinte, als er am ersten Tag sagte: „Afrika ist Licht.“ Nach dem Frühstück ging es weiter zur Masai Mara. Die Fahrt war lang, aber niemals langweilig.
Immer wieder veränderte sich die Landschaft, und wir hielten die Augen offen für Neues. Kurz vor dem Mara Big Five Camp besuchten wir ein traditionelles Massai-Dorf – ein eindrucksvoller Einblick in Kultur und Alltag der Massai. Am Abend erwartete uns ein traumhaftes Safari Camp mit 3-Gänge-Menü und Lagerfeuer.
Masai Mara: Tierparadies pur Frühmorgens ging es los in die Masai Mara – die aufgehende Sonne, die hügelige Savanne, der Mara River: pure Wildnis! Wir entdeckten große Elefantenherden, Hippos, Löwenrudel und eine faszinierende Jagdszene eines Geparden auf eine Gazelle. Leider wurde eine Mitreisende krank, weshalb wir kurz ins Camp zurückkehrten. Und dann geschah das Safari-Klischee schlechthin: Wir blieben mit dem Landcruiser in einem Wasserloch stecken! Erst nach einer Stunde, mit vereinten Kräften und viel Schlamm, konnten wir das Fahrzeug befreien. Ein Abenteuer, das keiner vergisst. Am Abend wurden wir mit einem Massai-Tanz überrascht – ein magischer Abschluss dieses intensiven Tages.
Lake Naivasha & Bootsafari Nach dem Frühstück ging es weiter zum Lake Naivasha. Unterwegs kauften wir Snacks bei lokalen Verkäuferinnen – „MacDonalds“ nannte unser Guide die kleinen Essensstände am Straßenrand. Mittags picknickten wir am See, danach folgte eine Bootstour: Flusspferde beim Spielen, Zebras und Giraffen am Ufer, unzählige Vogelarten – der Perspektivwechsel vom Wasser aus war faszinierend. Wir entkamen knapp einem lokalen Gewitter und ließen den Abend in der gemütlichen Kongoni Lodge ausklingen – als einzige Gäste hatten wir die volle Aufmerksamkeit des freundlichen Personals.
Richtung Amboseli: auf Kilimanjaros Spuren Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg in den Amboseli-Nationalpark. Die Landschaft veränderte sich zusehends – trockener, weiter, staubiger. Zwar blieb uns der erhoffte Blick auf den Kilimanjaro wegen der Wolken verwehrt, doch das neue Camp mit Pool und Blick in die Natur entschädigte sofort. Am Nachmittag erlebten wir eine Pirschfahrt im Elefantenparadies – mit Sichtung eines imposanten Tuskers bei Sonnenuntergang. Es war ein weiteres Safari-Highlight!
Ganztägige Safari in Amboseli Schon früh am Morgen starteten wir zur Ganztagspirsch im Amboseli Park. Zahlreiche Vogelarten, Meerkatzen, unzählige Elefanten und atemberaubende Landschaften begleiteten uns. Mittagessen gab es auf einem Aussichtspunkt mitten im Park. Der Kilimanjaro blieb leider weiter hinter Wolken verborgen, aber die besondere Atmosphäre machte das mehr als wett. Am Abend am Pool wurden wir nochmals von einem kurzen Regenguss überrascht – dann gab es Lagerfeuergespräche unter dem klaren Sternenhimmel.
Weiterfahrt nach Tsavo Ost Heute ging es in Richtung Tsavo Ost. Unterwegs sahen wir wieder viele „Straßen-MacDonalds“. Im Man Eaters Camp angekommen, wartete direkt ein kleines Spektakel: Ein Krokodil zeigte sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses – wild und faszinierend. Nachmittags erlebten wir eine stimmungsvolle Pirschfahrt in der roten Erde Tsavos. Ein Regenbogen spannte sich über die Landschaft – einfach märchenhaft. Wir sahen Netzgiraffen, Masai- und Rothschild-Giraffen, Zebras, Tukane und Elefanten mit rot gefärbter Haut – wie aus einer anderen Welt.
Letzte Safari in Tsavo Ost Ein ganzer Tag Safari – was für ein Abschluss! Schon früh waren wir einem Leoparden auf der Spur, leider erfolglos. Doch der Park zeigte sich in voller Pracht: Vogelgezwitscher, Affengeschrei, Elefanten und viele kleine Details der Natur. Am Abend bekamen wir eine Walking Tour über das Campgelände – mit Sichtungen von Eidechsen, Büffeln und sogar Hippospuren direkt vor unseren Zelten. Zum Tagesabschluss gab’s eine Runde Billard – dann fielen wir erschöpft, aber glücklich ins Bett.
Entspannen am Indischen Ozean Heute hieß es: Abschied von der Savanne, hallo Ozean! Unser Ziel: die Coconut Beach Lodge. Nach der langen Fahrt genossen wir die Zeit am Pool, beim Kartenspielen und im warmen Meer. Eine ganz neue Seite Kenias – entspannend, friedlich und tropisch.
Abschied von Kenia Mit vielen neuen Bildern im Kopf, tief berührt und voller Erzählungen trat ich den Rückflug an. In Frankfurt gelandet, konnte ich es kaum erwarten, alles zu berichten.
Kenia, ich komme wieder!