Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Wüste, Felsmalereien und Victoriafälle

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Reisebericht zur 21-tägigen Tour
„Wüste, Felsmalereien und Victoriafälle“

Ankunft

Nach Start am Vorabend des 9. September und einem zweieinhalbstündigen Aufenthalt mit Flugzeugwechsel in Addis Abeba kamen wir pünktlich um 12:15 in Simbabwe auf dem Flughafen Victoria Falls an. Beide Teilflüge mit den Ethiopian Airlines waren angenehm verlaufen, auch wenn das körperliche Wohlbefinden nach einer fast schlaflosen Nacht in der Holzklasse suboptimal war. Dies wurde auch nicht besser, als wir über eine Stunde lang am Einreiseschalter in der Schlange standen, bis wir endlich unser KAZA-Visum für die Einreise nach Simbabwe und Sambia und ein paar Stempel in den Reisepass erhalten hatten. Danach wurden wir vom Flughafen abgeholt und nach Livingstone in die Waterfront Lodge gebracht, wo wir die restlichen Teilnehmer unserer zehnköpfigen Reisegruppe sowie unseren Reiseleiter und Fahrer trafen. Der Abenteuer-Urlaub konnte nun beginnen!

Später am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Besichtigung der Victoriafälle an der Grenze von Sambia und Simbabwe. Auf der Hauptstraße von unserer Lodge zu den Wasserfällen hatten wir eine erste Begegnung mit einer Gruppe von 30 Elefanten, die gerade die Straße querten, so dass wir sie aus nächster Nähe beobachten und fotografieren konnten. Von einem kleinen Pfad durch den Regenwald war an mehreren Stellen ein guter Ausblick auf die spektakulären Wasserfälle des UNESCO-Weltnaturerbes möglich. Zu diesem Zeitpunkt zwei Monate vor dem Ende der Trockenzeit führte der Sambesi zwar noch genügend viel Wasser, um uns nachhaltig zu beeindrucken, andererseits aber auch nicht zu viel, so dass wir trotz der gewaltigen Gischt trocken blieben.

Erste Ausflüge

Der nächste Tag diente, bis auf den spätnachmittäglichen Programmpunkt „Sambesi Sundowner Cruise“, zu unserer Akklimatisation und freien Gestaltung. Zur Anregung unserer Phantasie hatten wir am Vortag ein Video des sambischen Tourismusbüros anschauen dürfen, in dem verschiedene Aktivitäten gezeigt wurden. Es standen zur Auswahl: Bungee Jumping, Wildwasser- oder Kanufahrt, Rundflug mit Helikopter oder Ultraleichtflugzeug, Elefanten-Ausritt, Gorge-Swing, Abseiling (heißt tatsächlich so), Wildkatzen-Streichelzoo etc. Ich hatte mich dafür nicht begeistern können, aber einen sog. Game Walk durch die nahe Buschsavanne gebucht.

Wir wurden um halb sieben mit einem offenen Jeep von einem lokalen Pirschleiter abgeholt, der noch weitere Gäste von anderen Lodges einsammelte, bis der Neunsitzer voll war. Dann durchquerten wir Livingstone, um ein paar Kilometer westlich am Sambesi einen bewaffneten Ranger zu treffen, der uns auf der Pirsch begleiten sollte. Die Fahrt am frühen Morgen im offenen Jeep war kein Vergnügen, obwohl wir nicht sehr schnell fuhren: es war noch bitterkalt.

Bei einem ersten Stopp am Sambesi konnten wir auf der gegenüberliegenden simbabwischen Seite ein paar Flusspferde sichten, die kurz nach Sonnenaufgang ihr morgendliches Bad nahmen. Bei unserer anschließenden Wanderung durch den Wildtierpark zeigte uns unser Guide zunächst ein kleines, optimal getarntes Tier, an dem wir alle achtlos vorbeigetrampelt wären: eine ockerfarbene Stabschrecke. Nach weiteren Kleintieren wie dem Gelben Stiefmütterchen Schmetterling, einigen bunten Vögeln – vor allem die sehr bunte Gabelracke hat mich optisch begeistert – und einer gut getarnten Spinnenhöhle in einem Haufen vertrockneter Blätter erhielten wir eine kleine Einführung in die Welt der Spuren und Losungen von Elefant, Rhinozeros, Zebra, Giraffe, und Antilope.

Aber wir bekamen auch große Tiere vor die Linse. Zuerst sichteten wir eine Herde Impalas mit vielen Jungtieren. In der Nähe erspähten wir einige Zebras, genauer: Steppenzebras, die sich uns sehr fotogen im Streifenlook zeigten. Den tierischen Höhepunkt der Pirsch fand unser Guide unter einer kleinen Baumgruppe, nämlich eine friedlich grasende Breitmaulnashornmama mit ihrem im Gras dösenden Nachwuchs. Auf der Rückfahrt sahen wir noch in einiger Entfernung eine äsende Giraffe, ein Warzenschwein und einen Buschbock.

Um 16 Uhr starteten wir zum Sundowner Cruise auf dem Sambesi direkt von der Lodge. Das kleine Boot hatte Sitz- und Stehplätze für ca. 30 Leute und war mit einer Bar am Bug ausgestattet, die wenig Wünsche offenließ. Im Unterdeck war eine Küche untergebracht, von der wir zuerst mit leckeren Begrüßungshäppchen und später mit einem ausgewachsenen Buffet beglückt wurden. Zu allen Leckereien, den kulinarischen und den optischen (Flora und Fauna), gab uns der Chef des Boots auf unterhaltsame Art profunde Informationen.

Wir hatten kaum abgelegt, als wir an einer flachen Uferstelle ein Krokodil sichteten, das in der nachmittäglichen Sonne döste und dabei das eindrucksvolle Maul aufsperrte. Vor allem der bunte Weißstirnbienenfresser kam hier massenhaft vor, da er in der steilen Uferböschung in Nistkolonien lebt, die aus Tunneln in sandigen Hängen bestehen. Weitere Vögel, die sich am Ufer des Sambesi aufhielten, waren ein Silberreiher, ein Rosapelikan, ein Mohrenklaffschnabel, ein Stelzenläufer und ein Jacana bzw. Blatthühnchen.

Wir hatten auf unserer kleinen Rundfahrt über den Sambesi schon den Rückweg angetreten, als die Sonne sehr fotogen knapp über dem Horizont errötete, das Wasser orange verfärbte und mit einem gelben Schein hinter den Bäumen am Flussufer verschwand. Wie in diesen Breitengraden üblich, dauerte es nicht lange, bis es endgültig dunkel wurde. In der letzten schwindenden Helligkeit, als sich die Sonne von den Reisegästen verabschiedete, konnten wir noch zwei Elefanten erspähen, die durch den Sambesi schwammen, dabei ihren Rüssel als Schnorchel hochreckten und in der Nähe unserer Lodge an Land stapften.

Von Sambia nach Namibia

Obwohl die erste längere Strecke unserer Rundreise nur 300 Kilometer betrug, brachen wir bereits um kurz vor sieben Uhr auf, da die vor allem in Sambia extrem schlechte Wegstrecke keine schnelle Fahrt zulassen würde. Die Sonne war eine halbe Stunde vorher aufgegangen, aber es war noch empfindlich kalt. Die Grenze nach Namibia überquerten wir am späten Morgen bei Sesheke (Sambia) bzw. Katima Mulilo (Namibia), nachdem wir die einstündige Ausreise- und Einreiseprozedur mit Ausfüllen diverser Ab- und Anmeldezettel hinter uns gebracht hatten und unser Reisepass oft genug abgestempelt worden war.

Hinter Kongola verließen wir die Trans-Caprivi-Fernstraße und erreichten Camp Kwando am gleichnamigen Fluss an der botswanischen Grenze. Eine Stunde später starteten wir zu einer Bootsfahrt über den ruhigen und mit viel Schilf bestandenen Kwando. Dabei konnten wir wieder eine große Vielfalt an Tieren, vor allem Vögel bestaunen: Gabelracke, Elsterwürger, Purpurreiher, Graufischer, Kuhreiher, Bienenfresser und Stelzenläufer. Außerdem hielt sich in Ufernähe eine Horde Paviane auf, eine Herde Büffel, mehrere Springböcke, vier Flusspferde und ein kleineres Krokodil. Vor den im Wasser liegenden Hippos hatte unser Kapitän großen Respekt. Er fuhr in deutlichem Abstand und mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbei. An der nächsten Flussbiegung drehte er seinen Hochgeschwindigkeitskahn und fuhr langsam ins Flusspferd-nahe Schilf hinein, um uns Gelegenheit zum verdeckten Fotografieren zu geben.

Wieder zurück in der einsam gelegenen Lodge mussten wir die Zeit bis zum Dreigänge-Abendessen ohne Internet verbringen, so weit war die Zivilisation noch nicht vorgedrungen. Dafür wurden wir durch mehrere Konzerte entlohnt: Grillen, Vögel und Küchenpersonal. Letzteres fand sich vor und nach den Kochtätigkeiten an unseren Tischen zu einem folkloristischen Gesangskonzert ein, bei dem uns mehrere traditionelle Lieder in der Eingeborenensprache dargebracht wurden. Auch wenn wir nichts von den Texten verstanden, war es ein schönes Erlebnis.

Im Caprivi-Streifen

Wir starteten um halb neun, um den mittleren Teil des Caprivi-Streifens zu durchqueren. Ziel war das Ngepi Camp am Cubango- bzw. Okavango-Fluss 10 Kilometer östlich von Divundu. Der 5.000-Einwohnerort ist ein guter Ausgangspunkt für Safaris in den nahen Bwabwata-Nationalpark und zu den Popa-Wasserfällen. Der Nationalpark zwischen der nördlichen und südlichen Landesgrenze erstreckt sich vom Okavango im Westen bis zum Kwando im Osten und ist eine wichtige Durchgangsroute für Elefanten von Angola nach Botswana.

Nachdem wir unsere zwischen Bäumen verstreut liegenden Hütten bezogen und uns ein wenig von der Fahrt erholt hatten, sammelten wir uns wieder, um zu einem Game Drive in den nahen Mahango-Wildtierpark kurz vor der botswanischen Grenze aufzubrechen. Dieser ist Teil des 6.000 km² großen Bwabwata-Nationalparks, in dem heute wieder 5.000 Elefanten, Büffel, Flusspferde, Löwen, Leoparden und verschiedene Antilopenarten leben. Einige der letzten Wildhunde Namibias sollen dort ebenfalls anzutreffen sein. Wir konnten etliche Dutzend Springböcke, verschiedene Antilopen, mehrere Giraffen, Büffel, Elefanten, ein Warzenschwein, einige Strauße und einen Schreiseeadler beobachten. Außerdem fanden sich im Park einige Baobabs, von denen wir eines der eindrucksvollsten Exemplare aus nächster Nähe betrachten konnten. Er soll über 1.500 Jahre alt sein.

Die Fahrt durch den westlichen Teil des Caprivi-Streifens, durch die Region Kavango-Ost, von Divundu nach Rundu zeigten uns noch einmal die harten Lebensbedingungen der Einheimischen: weder Strom noch fließendes Wasser und in extrem karger und trockener Umgebung, in der kaum etwas freiwillig wächst. Schon sehr kleine Kinder müssen ihren Beitrag zum Überleben leisten, man sieht sie oft barfuß Brennholz sammeln und nach Hause schleppen oder beim Vieh Hüten.

In der N‘Kwazi Lodge am Okavango 15 Kilometer nordöstlich von Rundu fehlte es uns wiederum an nichts, wenn man mal davon absah, dass elektrischer Strom nur zwischen 6 und 8 sowie 17 und 22 Uhr verfügbar war. Wir hatten riesige Hütten zur Verfügung, dazwischen standen schattenspendende Bäume, einige trugen bereits frisches Grün und farbliche Auflockerungen wurden durch eine prächtige lila-blühende Bougainvillea spectabilis und ein rosa Strauch beigesteuert, der an einem Baum emporrankte.

Am Nachmittag schlossen wir uns einem Village-Spaziergang an, den uns ein „Secretary“ anbot. Dieser wird vom Chief oder Häuptling des Krals ernannt und kümmert sich um die lokalen Belange der Menschen. Zunächst besuchten wir einen „grünen“ Grenzübergang von Namibia nach Angola, wo die auf beiden Seiten lebenden und miteinander verwandten Kavangos mittels Mekoro (Mehrzahl von Mokoro) einen kleinen Handel betrieben. Danach besuchten wir einen Kral und durften einige der äußerst ärmlichen Hütten besichtigen. Hier erfuhren wir auch, dass die Kinder morgens um fünf Uhr aufstehen müssen, um sich auf den sechs bis sieben Kilometer langen Schulweg zu begeben, damit sie rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn um sieben Uhr eintreffen. Frühstück oder Schulbrot gibt es dafür nicht, gegessen wird nur ein einziges Mal am Tag.

Lange Fahrt

Da wir an diesem Tag eine Etappe von 620 Kilometer zurückzulegen hatten, starteten wir bereits kurz nach Sonnenaufgang. Der längste Teil bis Otavi (ca. 350 Kilometer) verlief über die asphaltierte, kerzengerade und kaum befahrene B8 durch eine einsame, vertrocknete Buschsavannengegend mit einzelnen Palmen an hunderte Kilometer langen Weidezäunen und vielen zwei bis drei Meter hohen, spitzen Termitenhügeln vorbei, die wie Obelisken in der Landschaft standen.

Im 5.000-Einwohnerstädtchen Otavi verließen wir die B8 und fuhren in westlicher Richtung auf der C39 weiter. Damit begannen wir die mehrere Tage anhaltende „African Massage“, wie unser Fahrer freudestrahlend ankündigte. Auf C-, D- und noch einfacheren Strecken empfiehlt es sich, so schnell zu fahren, dass man die einzelnen Bodenwellen der wellblechartigen Pisten nur noch als sanfte Dauervibration zur Entspannung von Rücken, Gesäß, Hüftgold und Füßen wahrnimmt, aber langsam genug, um nicht in einer Kurve oder bei einem plötzlichen Ausweichmanöver von der Fahrbahn zu schwimmen.

Ab Outjo fuhren wir über die teils ziemlich gut ausgebaute C38 nach Norden und erreichten am späten Nachmittag unsere Tarentaal Guest Farm, von der es noch knapp 40 Kilometer bis zum südlichen Eingang des Etosha-NP am Andersson Gate bei Ombika waren. Unsere Lodge lag etwas abseits der Hauptstraße an der D2695 und beeindruckte uns durch ihre Gepflegtheit, den wunderschön begrünten Garten mit vielen Blumen und einem kleinen Swimmingpool, die Kakteenallee an der Einfahrt und einen netten, verschmusten Hund, der mit jedem Besucher sofort Freundschaft schloss.

Etosha-Nationalpark

Der Erkundung des Nationalparks und seiner Tierwelt widmeten wir volle zwei Tage. Der Park hat eine Fläche von 22.270 km², der bekannteste Teil ist die 5.000 km² große Etosha-Pfanne (ungefähr doppelt so groß wie Luxemburg), die durch die allmähliche Austrocknung eines gewaltigen Binnensees vor einigen Millionen Jahren entstanden ist. In der Regenzeit von November bis April füllt sich die Pfanne teilweise mit Wasser, das die vielen Wasserlöcher am Südrand speist.

Beeindruckt waren wir bei unseren Rundfahrten durch den Nationalpark von der Menge der Tiere, die sich in der Nähe der Wasserlöcher aufhielten. Vielfach konnten wir beobachten, wie verschiedene Tierarten, von denen einige im mehrfachen Dutzend auftraten, mit der Enge an den 100 bis 500 m² großen Wasserlöchern klarkamen und sich in Geduld und Toleranz übten. Unter einem großen Baum direkt an einer der Pisten lagen zwei Löwinnen, die anscheinend gesättigt und mit ihrer Verdauung beschäftigt waren. Sie störte es überhaupt nicht, dass wir mit unserem Fahrzeug in wenigen Metern Entfernung anhielten, um Fotos schießen zu können.

Weitere Tiere, die sich entweder in der Nähe der Wasserlöcher oder zwischen lichten Büschen aufhielten, waren Kudus, Streifengnus und Kuhantilopen, alle samt Antilopenarten, ein scheuer Karakal, mehrere Schabrackenschakale, Erdhörnchen bzw. Kap-Borstenhörnchen. Sehr beeindruckend und auffällig sind die gewaltigen Gemeinschaftsnester der kleinen Siedelweber (Sociable Weaver), die sich vorzugsweise in Kameldorn- und Köcherbäumen und auch an Telefonmasten finden.

Einer der schönsten Vögel ist, so finde ich, der Rotschulter-Glanzstar bzw. Rotschulterstärling. Deutlich größer, wie ihr Name bereits nahelegt, ist die Riesentrappe, die größte der 24 bekannten Trappenarten. Auch der scheue Sekretär bzw. Sekretärsvogel ist eigentlich nicht zu übersehen, sogar ein Hingucker, wenn er gemessenen Schrittes im gleichmäßigen Gang mit hoch getragenem Kopf vornehm durch die offene Savanne kilometerweit dahinschreitet und nach seiner Hauptnahrung, Großinsekten und kleine Säugetiere, Ausschau hält.

Weitere gesichtete Vögel waren u.a. Grau- bzw. Weißschopftokos, Ovambosperber, Weißflügeltrappen, Kronenkiebitze, Perlhühner, Schildraben, Mahaliweber, Nilgänse, ein Gleitaar und Weißbürzel-Singhabichte. Die Vielfalt an Vögel, die man bei aufmerksamer Fahrt durch den Etosha-Nationalpark sehen kann, ist absolut einzigartig.

Zum zweiten Tag im Etosha-NP starteten wir sehr früh noch vor Sonnenaufgang. Nach Durchfahrt durchs Andersson Gate bogen wir von der Hauptstrecke ab und entdeckten schon bald gegen die aufgehende, noch rote Sonne eine Kolonne von 300 Zebras durch die Savanne zu einem Wasserloch ziehen. Im Okaukuejo-Camp hatten wir am dortigen Wasserloch einen einmaligen Anblick, als ca. 25 Zebras ihr Frühstückswasser tranken, wobei knapp 10 Tiere parallel und dicht nebeneinander in identischer Körperhaltung am Wasser standen und dabei gleichzeitig ihren Kopf zum Trinken senkten.

Am Wasserloch des Halali-Camps konnten wir zur Mittagszeit den Einzug von 30 Elefanten im „Gänsemarsch“ beobachten. Zuerst tranken, dann badeten sie, wobei die 10 Jungtiere einen riesigen Spaß hatten. Wir ebenso, das war ganz großes Kino!

Durchs Damaraland

Auf der Weiterfahrt zum Brandberg legten wir zwei Zwischenstopps ein. Zuerst besichtigten wir den Petrified Forest, wo vor 280 Mio. Jahren nach der großen Eisschmelze von Gondwana Koniferen-Treibholz angeschwemmt worden war, das zuerst durch Sedimente luftdicht abgedeckt bzw. eingeschlossen wurde und in das anschließend Kieselsäure eindrang. Dadurch wurde insbesondere die Feinstruktur des Holzes erhalten und man kann sogar die Jahresringe noch erkennen. Die größten, in unzählige kleine Stücke zerbrochenen Stämme sind etwa 30 Meter lang und haben bis zu 6 Meter Umfang.

Vom Versteinerten Wald fuhren wir in südlicher Richtung nach Twyfelfontein. Es ist seit 1952 ein National Monument und seit 2007 als das erste namibische UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Der Grund dafür sind die über 2.500 Zeichnungen und Ritzungen auf 200 Felsplatten, die man hier gefunden hat und die aus der Mittel- und Jungsteinzeit stammen. Manche von ihnen sind über 25.000 Jahre alt. Sehr bekannt sind die sog. Löwenplatte und der bizarre Löwenmaul-Fels.

Auf der Weiterfahrt besuchten wir an der Grenze der Region Kunene nach Erongo, die durch den Ugab-Rivier markiert ist, einen Kunsthandwerksmarkt von Herero-Frauen. Gegen Abend erreichten wir die Brandberg White Lady Lodge, wo uns nach dem Abendessen das Servicepersonal ein Ständchen mit namibischen Liedern darbrachte.

Brandberg, Skelettküste und Swakopmund

Auch im Brandberg-Massiv gibt es viele Felszeichnungen, wovon wir uns am nächsten Morgen überzeugen konnten. Der noch heute genutzte offizielle Name Brandberg stammt von der glühenden Farbe, in der der Berg erscheint, wenn die Sonne von Westen auf ihn scheint. Die bekannteste Felszeichnung ist die „White Lady“, die Darstellung eines Kriegers oder Schamanen, dessen Körper aus rituellen Gründen weiß bemalt ist.

Danach fuhren wir weiter nach Südwesten, wo wir an der Skelettküste bei Cape Cross eine riesige Robbenkolonie besuchten. Hier liegen bis zu 250.000 Tiere, die im Oktober und November ihre Jungen gebären. Nahrungsgrundlage für die Robben sind die Fischschwärme aufgrund des Sauerstoff- und Zooplanktonreichtums des Atlantiks, verursacht durch den kalten Benguela-Strom. Dessen marines Ökosystem steht seit Ende Oktober 2016 auf der Tentativliste Namibias zur Ernennung als namibisches Welterbe.

Gegen 15 Uhr erreichten wir unser Tagesziel Swakopmund und unternahmen eine kleine Rundfahrt durch Namibias viertgrößte Stadt. Von den 45.000 Einwohnern sollen 5-10% deutscher Abstimmung sein. Die Spuren der deutschen Vergangenheit findet man überall im Stadtbild in Form von Gebäuden, Fassaden und Beschriftungen, auch sprechen noch viele Swakopmunder Deutsch.

Das Abendessen nahmen wir im In-Restaurant Kücki’s Pub zu uns, das seine Gäste mit dem Versprechen „Hot Beer – Lousy Food – Bad Service“ anlockt, was es aber glücklicherweise nicht halten kann. Empfehlenswert sind das sehr zarte Oryx- und das Springbock-Steak, zu dem das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraute Windhoek-Lager hervorragend mundet.

Die Wüste lebt

Am nächsten Morgen starteten wir bei leichtem Nebel und kühlen Temperaturen zur Suche nach den Little Five. Dazu fuhren wir mit zwei Jeeps in die nahen Sanddünen, wo unsere kundige Führerin uns einige, gut verborgene Tiere zeigte. Zuerst grub sie einen Wüstengecko aus, dann spürte sie ein Namaqua-Chamäleon in einem Dollarbusch auf, das sie mit Würmern fütterte, und schließlich fand sie in einer anderen Düne eine Eidechse (s. Fotos). Auch eine Gehörnte Puffotter und eine Blindschleiche spürte sie auf, die beide gut getarnt unter einem Busch bzw. im Sand waren. Ohne sie hätten wir kein einziges Tier gesehen.

Den Nachmittag nutzten wir dazu, das Museum von Swakopmund zu besuchen. Es zeigt Exponate zur Archäologie, Mineralogie, Botanik, Ur- und Frühgeschichte und deutschen Kolonialgeschichte. Es war 1951 von Alfons Weber gegründet worden, einem zwanzig Jahre zuvor aus München ausgewandertem Zahnarzt. Die naturwissenschaftliche Sammlung stellt den Gegensatz zwischen der Namib und dem Meer hervorragend heraus. Sehenswert ist auch die Mineraliensammlung sowie die historische und die völkerkundliche Ausstellung.

In der Namib-Wüste

Auf der Weiterfahrt in die Namib-Wüste am nächsten Morgen legten wir in Walvis Bay, 40 km südlich von Swakopmund, einen Zwischenstopp ein, wo wir eine riesige Flamingo-Kolonie in der Lagune besuchten. Sie ist das bedeutendste Feuchtgebiet im südlichen Afrika. Hunderttausende Seevögel haben sie zu ihrem Brut- und Futterplatz auserkoren und im europäischen Winter wird ihre Zahl durch Tausende Zugvögel noch einmal nahezu verdoppelt.

Dann kamen wir zum Kuiseb-Pass und stoppten an der „Gramadulla-Aussicht“, von der man auf Teile des Kuiseb-Canyons blicken kann. Dieser war einst durch die erodierende Kraft des 500 Kilometer langen Kuiseb gegraben worden, als der Fluss noch viel Wasser führte. In der Nähe befand sich im Kuiseb-Canyon eines der Verstecke von Hermann Korn und Henno Martin, auch bekannt als „Henno Martin Shelter“ oder „Karpfenkliff“. Davon berichtete der Geologe Henno Martin in seiner Erzählung „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“, in der er sehr spannend seine Flucht mit seinem Geologenkollegen Hermann Korn vor dem Zweiten Weltkrieg für die Nachwelt festgehalten hat.

Auf der Weiterfahrt zum Sesriem Desert Camp legten wir noch zwei weitere Stopps ein. Zuerst am südlichen Wendekreis, was mich als Steinbock sehr erfreute, danach in der Kleinstsiedlung Solitaire. Letzteres ist attraktiv aufgrund seines Cafés, das leckeren Apfelkuchen anbietet, und der vielen Wracks amerikanischer Autos aus den 1950er Jahren.

Am nächsten Morgen starteten wir um halb acht zur „Düne 45“, die wir besteigen wollten, bevor es zu heiß wurde. Sie besteht aus fünf Millionen Jahre altem Sand und ist eine der großen Attraktionen im Sossusvlei-Tal. Anschließend fuhren wir ans Ende des Tals, wo wir das Deadvlei besuchten. In dieser weißen Tonpfanne stehen bizarre „Skelette“ von Kameldornakazien, die vor 600-700 Jahren abgestorben sind.

Windhoek

An den Naukluft-Bergen vorbei, einem Wanderparadies für Liebhaber von Einsamkeit, fuhren wir über Rehoboth nach Windhoek. An der Christuskirche in der Fidel Castro Street nahmen wir unseren Lunch im Stehen ein und hatten anschließend Zeit, Namibias Hauptstadt zu erkunden. Unter anderem besuchten wir das Unabhängigkeits-Gedenkmuseum, vor dem eine riesige Statue des Staatsgründers Sam Nujoma steht, den Meteoritenbrunnen, den Uhrenturm, das Kudu-Denkmal und die St.-Marien-Kathedrale, dem Dom des Erzbischofs von Windhoek. Danach begaben wir uns zu unserem Gästehaus in Klein-Windhoek.

Das Abendessen genossen wir in Joe’s Beerhouse in der Nelson Mandela Avenue, der absoluten In-Kneipe von Windhoek. Schon vor dem Eingang wird zweifelsfrei klargestellt: „Our House Wine is Jägermeister“. Entsprechend sind in dem Etablissement mindestens eintausend leergetrunkene Jägermeisterflaschen dekorativ an den Wänden drapiert. Spezialitäten des Hauses sind Wildgerichte mit Fleisch von Zebra, Kudu, Oryxantilope, Vogel Strauß, Krokodil, Elanantilope und Springbock. Zur Verdauung kann ich einen Teufelskrallenschnaps empfehlen, ein hochprozentiger, leckerer Magenbitter.

Durch die Kalahari

Das nächste Ziel war Ghanzi in Botswana, die heimliche Hauptstadt der Kalahari. Windhoek liegt am Westrand der Kalahari, eine Dornstrauchsavanne, teilweise auch Trockensavanne, die aber gelegentlich wegen des vorherrschenden Sandes als Wüste bezeichnet wird. Sie hat eine Ausdehnung von 1 Mio. km² und umfasst die östliche Hälfte Namibias, 90% von Botswana, einen großen Bereich im Norden Südafrikas sowie kleinere Regionen im Süden Angolas und Sambias und im Westen Simbabwes. Einzige ganzjährig wasserführende Flüsse sind der Okavango, der im Okavango-Delta im Herzen der Kalahari versickert, und das Linyanti-Chobe-Flusssystem im Norden Botswanas.

Unsere Lodge lag 25 Kilometer nordöstlich von Ghanzi mitten in der Buschsavanne und ist von einem großen Wildpark umgeben. Sie wird von San geleitet, die uns am nächsten Morgen auf einer kleinen Wanderung durch die Savanne Wissenswertes über den Alltag in dieser rauen Region, über traditionelle Jagdtechniken, Sitten, Bräuche, Nahrungsformen und Heilmittel zeigten und erklärten. Danach fuhren wir weiter nach Maun, dem Tor zum Okavango-Delta. Dort unternahmen wir am Nachmittag einen Rundflug mit einem Propellerflugzeug. Wir flogen in 300 bis 400 Meter Höhe, an manchen Stellen ging die Pilotin auf 100 Meter herunter. Dadurch hatten wir nicht nur einen repräsentativen Überblick über einen kleinen Teil des mit vielen Tümpeln und Wasserläufen durchzogenen Okavango-Gebiets, sondern konnten auch etliche Tiere (Elefanten, Büffel, Zebras, Antilopen und Giraffen) gut erkennen.

Im Okavango-Delta

Von Maun aus fuhren wir mit Mekoro ins Okavango-Delta hinein, wo wir für zwei Tage in einem Zelt-Camp auf einer kleinen Insel wohnten. Die Einbaum-Boote sind vier bis fünf Meter lang und werden heutzutage zum Schutz der Leberwurstbäume meistens aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (Fiberglas) gefertigt. Sie werden vom Poler mit einer langen Gelbholzstange („pole“) vom Flussbett langsam abgestoßen und so fortbewegt. In einem Boot nahmen immer zwei von uns auf dem Boden sitzend Platz, um in dem wackligen Fahrzeug für einen tiefen Schwerpunkt zu sorgen, während der Poler hinten auf dem Boot stehend uns durchs Wasser stakte. Um ein Mokoro nicht zum Kentern zu bringen, muss man möglichst ruhig sitzen oder liegen und darf sich während der Fahrt nur langsam bewegen.

Die anderthalbstündige Fahrt mit den Mekoro zum Zelt-Camp war eine Erlebnisreise für die Sinne. Wenn man genügend Sonnen- und Mückenschutz dabeihat, kann man bei der ruhigen Fahrt durchs Schilf die Seele baumeln lassen und die Natur von ihrer ruhigsten Seite genießen. Außer einem leichten Gluckern beim Staken und durch die Wasserbewegungen im Schilf, dem sanften Rauschen der Gräser, dem meist durchgängigen Zirpen diverser Grillenarten und dem Schreien und Gezwitscher exotischer Vögel hört man nichts, so dass man automatisch zu flüstern beginnt oder einfach still bleibt. Man kann in Ruhe Insekten, Käfer und Libellen zuschauen, die übers Wasser tanzen, und die auf dem Wasser schwimmenden Blätter und Wasserpflanzenblüten bestaunen.

Am Nachmittag unseres Ankunftstags unternahmen wir mit unseren Betreuern bis zum Sonnenuntergang einen Spaziergang auf unserer kleinen Insel. Dabei entdeckten wir viele Tierspuren, Losungen, badende Hippos, Vögel (u.a. einen Schreiseeadler), Siedelwebernester und weitere Tiere. Und wir hatten die Gelegenheit, Termitenhügel aus nächster Nähe zu betrachten. Diese eindrucksvollen Bauwerke können bis zu sechs Meter hoch werden, haben eine zementharte Oberfläche, die hell, manchmal entsprechend der Umgebung rotbraun ist, und werden bis zu 60 Jahre alt.

Am ersten Dschungel-Abend konnten wir am Anlegeplatz der Mekoro in unmittelbarer Nähe unserer Zelte einen feuerroten Vollmond sehen, der sich nach Einbruch der Dunkelheit langsam über den Horizont schob. Begleitet wurde der Anblick von einigen Dutzend kräftig leuchtenden Glühwürmchen, die über und zwischen den Schilfstängeln tanzten. Danach saßen wir noch bis 22 Uhr am Lagerfeuer und lauschten den tropischen Umgebungsgeräuschen.

Am zweiten Tag starteten wir nach dem Frühstück um halb sieben zu einer einstündigen Mokoro-Tour, die uns tiefer ins Delta hineinführte. Wir gingen an einer größeren Insel an Land und unternahmen eine mehrstündige Wanderung, auf der wir wieder viele Tiere sahen. Vor allem die Anzahl der verschiedenen Vogelarten war beeindruckend. Das weit verzweigte Labyrinth des Okavango ist eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Seit 2014 gehört das weltgrößte Binnendelta zum UNESCO-Welterbe.

Nach unserer Rückkehr und dem Mittagessen hielten wir bis 17 Uhr wie am Vortag Siesta. Wir verbrachten die Zeit mit Lesen, Dösen und Schwitzen. Danach begaben wir uns wieder in die Mekoro zum Sunset Mokoro Cruise. Nach dem Dinner sammelten wir Trinkgeld für die Insel-Crew ein und übergaben es dem Chief Poler, der es an seine Mitarbeiter verteilte. Zum Dank sangen sie uns einige traditionelle botswanische Lieder.

Afrikas größtes Salzpfannengebiet

Während der Eiszeit hatten die Tropen und Subtropen eine Periode starker Niederschläge erlebt. Dadurch hatte sich das Kalahari-Becken zu einem gigantischen See von 60.000 bis 80.000 km² Ausdehnung aufgefüllt. Dieser Makgadikgadi-See wurde durch riesige Flüsse gespeist und hatte vor 25.000 Jahren zum letzten Mal seine größte Ausdehnung. Danach wurde das Klima kühler und trockener und der See schrumpfte, bis er schließlich austrocknete. Zurück blieb ein Sandbecken, an dessen tiefsten Punkten sich salz-verkrustete Pfannen bildeten. Heute haben die größeren und kleineren Salzpfannen des Makgadikgadi-Gebiets eine Ausdehnung von über 8.400 km² und sind das drittgrößte Salzpfannengebiet der Erde. Im Nordteil der Sowa-Pfanne existieren ganzjährig noch große wasserführende Bereiche, die viele Vögel anziehen, darunter Pelikane, Flamingos, Reiher und Störche. Nördlich davon liegt das Dorf Nata und in dessen Nähe die Nata Lodge, unser Tagesziel.

Neben den vielen Vögeln in der Sowa-Pfanne, die sich dort zum Fischen und Brüten niederlassen, sind die bizarren Lichtstimmungen in der surreal anmutenden, gespenstig weißen Landschaft die eigentliche Attraktion. Diese sind besonders eindrucksvoll am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang. Daher nutzten wir die Zeit nach unserer Ankunft für einen Ausflug in die Sowa-Salzpfanne, wo mir neben Pelikanen, Flamingos und Strauße auch viele Zebras und Gnus sehen konnten und den Sonnenuntergang erlebten.

Chobe-Nationalpark

Am nächsten Tag fuhren wir 300 km nach Norden nach Kasane, wo wir um die Mittagszeit eine Wildtier-Safari durch den Chobe-Nationalpark unternahmen. Dieser ist bekannt für seine riesigen Elefantenherden. Auf unserer zweistündigen Rundfahrt sahen wir aber auch viele Paviane, Kudus, Impalas, Wasserböcke, Büffel, Zebras, Fluss-pferde, Warzenschweine, Giraffen, Pukus (eine Wasserbockart), Löffler, Nilgänse, Ibisse, Hammerköpfe, Geier, Schreiseeadler, Marabus, Gabelracken, Kuhreiher und Nimmersattstörche.

Wir konnten einer Elefanten-Mama zusehen, wie sie ihrem Nachwuchs das Schlammbaden beibrachte: Zuerst kniete sie sich hinein, wälzte sich und verließ das Schlammloch, um ihrem Kleinen Platz zu machen, der ihr dann folgte und sich voller Lust im Schlamm wälzte, wobei er seinen Kopf und den Rüssel fast vollständig hineinsteckte.

Am späten Nachmittag gab es mit einem weiteren Sundowner Cruise, diesmal auf dem Chobe, den letzten Höhepunkt des Tages. In der Nähe der Lodge starteten wir zu einer zweistündigen Wassersafari mit einem kleinen Boot. Auch bei dieser Fahrt konnten wir wieder unglaublich viele Tiere beobachten, u.a. Büffel, Paviane, Krokodile und einen Nilwaran. Unter einem Baum fanden wir einen sattgefressenen Löwen, der gerade Siesta hielt.

Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen in der Thebe River Lodge sammelten wir das Trinkgeld für unseren Reiseleiter und Fahrer ein, das wir am folgenden Morgen übergaben. Bei der Überfahrt über den Sambesi per Fähre bei Kazungula von Botswana nach Sambia verabschiedeten wir uns von den beiden. Anschließend wurden wir von einem neuen Fahrer nach Livingstone gebracht, die meisten zum Flughafen für den direkten Rückflug, mich und zwei andere zu zwei Lodges, da wir noch einen Tag länger blieben.

Am frühen Nachmittag kam ich auf der Maramba River Lodge südlich Livingstone an und hatte noch einen halben Tag zur freien Verfügung. Diesen nutzte ich u.a. zum Besuch einer Reptilien-Farm, in der ca. 25 Krokodile und 15 Schlangen gehalten wurden. Die Farm war eine Art Seniorenresidenz für große Echsen, die in ihrem bisherigen Lebensraum nicht mehr akzeptiert wurden oder die durch Revierkämpfe schwere Verletzungen erlitten hatten, so dass sie hier ihren ungefährdeten Altersruhesitz genießen konnten. Die restliche Zeit genoss ich in der Lodge mit der Beobachtung mehrerer Krokodile und Flusspferde, die im Maramba lagen.

Am folgenden Tag wurde ich pünktlich von der Lodge abgeholt und wieder zum Victoria Falls Airport in Simbabwe gebracht, von wo ich über Gaborone und Addis Abeba nach Frankfurt zurückflog. Damit war eine meiner wunderbarsten Reisen leider zu Ende gegangen. Ich hatte keine merkwürdigen Krankheiten bekommen und war insgesamt, trotz laxer Vorsichtsmaßnahmen (aber mit Malarie-Prophylaxe), nur dreimal von Moskitos heimgesucht worden. Dafür brachte ich ein vollgeschriebenes Notizbuch und 3.400 Digitalbilder mit nach Hause. Und natürlich viele schöne Erinnerungen an eine sehr abwechslungsreiche Rundreise (Danke an Diamir!) mit vielen Erlebnissen und tollen Mitreisenden.

Meine Notizen habe ich dazu verwendet, einen ausführlichen Reisebericht mit vielen Hintergrundinformationen und persönlichen Erlebnissen zu schreiben, der bei Tredition veröffentlicht ist: „Peters Reisebericht Nr. 7, Namibia/Botswana – eine einzigartige Rundreise durch eine phantastische Landschaft“. Er ist überall im traditionellen und online-Buchhandlung erhältlich.

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