Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Ecuador – Land, Leute, Berge

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Rundreise vom 29.06. – 27.07.2013

Land, Leute, Berge – Amazonas – und Galapagos

Selbst Wochen nach der Rückkehr fällt es noch schwer die unglaublich vielen Eindrücke und Erlebnisse in Worte zu fassen.
Vier Wochen voller Spannung, Vorfreude, Grenzerfahrung, Extremen an den hohen Gletscherbergen…
Entspannung, Ruhe, Natur,Wildnis im Amazonas Dschungel…
hautnahen Tierbeobachtungen, dem Gefühl den Naturgewalten ganz nah zu sein, auf den Galapagos-Inseln liegen hinter uns.

Die ersten 21 Tage unserer Reise verbrachten wir im Andengebiet. Wir besuchten Schmetterlingsfarmen, sahen unzählige Orchideenarten im Nebelwald, badeten in heißen Vulkanquellen, erforschten die 60 km lange und lebendige Stadt Quito und machten viele positive Erfahrungen mit den uns freundlich und offen begegnenden Menschen. Auch konnten wir es nicht lassen die Spezialität des Landes – ein Cuy (Meerschwein) – zu probieren :-)
Mit Tageswanderungen auf die näheren Vulkanbergen um Quito bereiteten wir unsere roten Blutkörperchen auf die großen Berge vor. Auch hier erlebten wir schon unglaublich schöne Wetterstimmungen.
Die beiden höchsten Berge (Cotopaxi 5897 m und Chimborazo 6310 m) machten es uns dann alles andere als leicht. Ein Schneesturm mit 120 km/h und die Höhenkrankheit zwangen uns zwar letztendlich zum Umkehren, das Erlebnis bleibt jedoch unvergesslich. Wir kämpften gegen Wind, Kälte, mit unseren eigenen, letzten Kräften und waren stolz, was wir geschafft und auch gemeinsam erlebt hatten.
Wie in einer anderen Welt kamen wir uns am nächsten Tag nach einer halben Stunde Flug von Quito nach Coca – im Amazonas Gebiet – vor. Mit einem motorisierten Kanu, einem Fußmarsch und der Fahrt im Einbaumkanu gelangen wir zu unserer, an einem eigenen, einsamen See gelegenen Lodge. Ein Ort zum „Seele-baumeln-lassen“ und die Natur hautnah zu erfahren und zu erleben. Auf Kanutouren und den Trails, die wir vor allem am Morgen und Abend begangen, sahen wir viele verschiedene Affenarten, Insekten, Vögel, Schmetterlinge und Faultiere. Waren wir nicht gerade mit Gummistiefeln ausgerüstet auf einem der Trails unterwegs, so konnten wir tagsüber unser Glück mit Piranhas-Angeln versuchen und nachts in unserem Bett den Geräuschen des Dschungels lauschen.

Der letzte Abschnitt unserer Reise sollte auch noch einmal unglaubliche Tiererlebnisse für uns bereithalten. „Auf den Galapagos-Inseln muss man über die Tiere drübersteigen“ so sagte man uns. Das konnten wir uns kaum vorstellen, mussten aber feststellen, dass es der absoluten Wahrheit entspricht. Als Tourist musste man sich schmal machen, wenn man auf einer der Bänke sitzen wollte, die in erster Linie von den Seelöwen in Anspruch genommen wurden. Hinter jedem Felsen befanden sich außerdem Meerechsen und beim Schnorcheln konnten wir sogar direkt mit einer Meeresschildkröte schwimmen.
Auf dem Rückweg zum Flughafen wurde unser Boot von Delfinen begleitet….
…alles hört sich an wie in einem Film und ich muss wohl noch viele male meine Fotos ansehen um glauben zu können, dass wir all das wirklich erleben durften.

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