Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Armenien – Mein Garten Eden am Berg Noah

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Viele können mit der kleinen Republik Armenien wahrscheinlich nichts anfangen, wissen vielleicht gar nicht, wo danach auf der Karte zu suchen ist. Das ist schade, denn dieser kleine Kaukasus-Staat zwischen Asien und Europa ist ein wahres Juwel und hat mich vom ersten Moment an überzeugt.

Vor 12 Jahren bin ich mehr oder weniger durch Zufall in den kleinen Kaukasusstaat geraten und das auf abenteuerlichem Weg. Auf einer meiner bisher schönsten Reise durchquerte ich zusammen mit meiner Frau die Türkei und erlebte eine herrliche Zeit. Während dieser Tour zog mich ein Buch von Franz Werfel über die Ereignisse von 1915 und der Vertreibung der Armenier in seinen Bann. Im Laufe der Jahrhunderte ist Armenien in seiner historischen Größe geschrumpft. Ich war neugierig und wollte mehr wissen über die Armenier. Dass die Türkei und Armenien keine innigen Freunde sind, war mir bewusst, aber dass es ein enorm komplexes Thema ist, war mir nicht unbedingt klar. Noch heute und nach vielen Besuchen in der Region kommen immer wieder neue Puzzlestücke in meinem historischen Gesamtverständnis hinzu.

Damals, noch während unserer Reise, rief mich Armen aus Armenien an – ihn kannte ich lediglich von einer Messe. Er lud uns auf einen Abstecher nach Armenien ein. Da wir noch genügend Zeit hat, fuhren wir über Georgien in die ehemalige Sowjetrepublik. Ich weiß nicht woran es lag, aber von Anbeginn war ich fasziniert. Vielleicht war es auch der erste positive Eindruck, den wir mittels Armen gewannen. Tatsache ist, dass mich irgendetwas derart fesselte und bis heute nicht mehr loslässt. Ich könnte immer nach Armenien fahren, habe nach wie vor viele Fragen und längst nicht alles gesehen und das, obwohl das Land gerade mal die Größe vom Bundesland Brandburg hat. Während meiner Armenienbesuche treffe ich vertraute alte Bekannte wieder, die mir ans Herz gewachsen sind und ich beobachte mit Staunen den stetigen Wandel, den dieses Land durchmacht. Am Ende überzeugt mich vor allem der tiefe Stolz und der Kampfeswille dieses leidplagten Volkes, das uns Touristen, trotz der territorial schwierigen Gegebenheiten, mit großer Herzlichkeit und Freude begegnet.

Als einer der „Pioniere“ von DIAMIR zieht es mich nach über 15 Dienstjahren wieder in „meinen“ Kaukasus. Noch einmal will ich das kleine Land zwischen Kasbek und Ararat unter die Lupe nehmen. Am besten macht sich das mit Wanderschuhen, denn dann sind die sprichwörtlichen Begegnungen mit Einheimischen vorprogrammiert. Ich freue mich schon, wenn ich wieder heiligen Boden betreten darf.

Begleiten Sie mich in dieses großartige Land mit seinen herzlichen Menschen und vielleicht spüren Sie danach die gleiche Verbundenheit wie ich seitdem.

Stefan Hilger

DIAMIR – Produktmanager mit Herzblut

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