Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Von Namibia nach Simbabwe – einige Stationen unserer Fotoreise

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Namib-Wüste

Nur kurze Zeit nach Verlassen der Hauptstadt Windhoek tauchen wir ein in eine der typischen Erfahrungen, die Namibia Reisenden bietet: halbwüstenartige Steinlandschaften, die auf den ersten Blick erstaunlich karg erscheinen, bei genauerem Hinsehen jedoch unglaubliche Vielfalt in ihren Formen und Farben sowie Fauna und Flora offenbaren. Unser Ziel an diesem Tag ist eine kleine, sehr gemütliche Lodge in der Nähe von Sossusvlei, wohin wir am nächsten Morgen sehr früh aufbrechen. Das warme Sonnenlicht lässt dort die hohen Sanddünen in den schönsten Rottönen strahlen, ein wunderbarer Kontrast zu ihren noch im Schatten liegenden zur Sonne abgewandten Seiten. Im Deadvlei erkunden wir zu Fuß einige der Dünen, je nach Wahl Big Mama oder Big Daddy, und staunen in den hellen Salzpfannen über die abgestorbenen schwarzen Kameldornbäume. Doch auch hier in der Namib Wüste selbst lässt sich beim Blick auf den Boden immer wieder neues Leben in Form von kleinen Pflänzchen entdecken.

Etosha-Nationalpark

Unser erster Tag im Etosha-Nationalpark: tieforange ist der Morgenhimmel, als wir uns dem Gate des Parks nähern, erst pünktlich zum Sonnenaufgang werden hier die Schranken hochgezogen. Schnell geht es hinein und direkt zur ersten Wasserstelle, denn dort ist die Chance für interessante Tierbegegnungen besonders hoch. Ein Nashorn hat gerade getrunken und läuft nun wieder ins Buschland hinein – schade, da waren wir etwas zu spät. Doch es wird heute ein Tag mit zahlreichen und beglückenden Tierbegegnungen: schon wenig später treffen wir auf einen Dachs (was zur Tageshelligkeit eher selten ist), ein Steppenadler sitzt aufmerksam auf einem alten Baumstamm, eine Peitschenschlange will gerade die Straße überqueren und an einer weiteren Wasserstelle werden wir Zeuge, wie sich langsam aber zielgerichtet ein Gepard nähert, um hier trinken zu können. Einige große Gruppe Sträuße sowie zahlreiche Springböcke weichen ängstlich zurück, der Staub der Ebene wirbelt auf und wird vom Wind davon getragen.

Am Nachmittag besuchen wir den Rand der großen Salzpfanne, über 100 km lang erstreckt sich von hier die weite weisse Fläche. Nur Oryx Antilopen und Sträuße sind in der Lage sie zu überqueren und beide Arten finden sich auch am Ufer. Eine Giraffe sucht an einer kleinen Wasserstelle etwas zu trinken und hat sichtbar große Scheu, sich schutzlos hinunter zu beugen.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang müssen wir den Park wieder verlassen, kurz zuvor sehen wir noch den Monteiro Toko (Nashornvogel) mit seinem tiefroten Schnabel, der endemisch nur hier in der Etosha vorkommt. Ein Glück, dass wir morgen noch einen weiteren Tag in diesem schönen Schutzgebiet verbringen können.

Caprivi Zipfel …

In der zweiten Woche unserer Reise durchqueren wir den rund 500 Kilometer langen und wenig besuchten Caprivi Streifen, der Namibia mit Botswana und Zimbabwe verbindet. Die Landschaft hat sich inzwischen spürbar verändert, durch mehr verfügbares Wasser ist es grüner hier, dadurch auch fruchtbarer. In kleinen Siedlungen, die architektonisch mehr an die zentralafrikanischen Rundbauten aus Stroh erinnern, leben die Menschen vorwiegend von der Landwirtschaft. Mehrere große Gebiete sind jedoch als Nationalpark ausgewiesen: wir erleben das Mahango-Wildreservat, den Bwabwata Nationalpark und im Nkasa-Rupara (früher Mamili) Nationalpark können wir neben einer Pirschfahrt auch eine Bootstour auf dem Linyanti Fluss unternehmen, wir sehen zahlreiche Vögel am und Hippos im Wasser.

… und zum Abschluss

Unsere Reise endet nach einem kurzen Besuch im Norden Botswanas im Chobe-Nationalpark, weltberühmt für seine dichte Elefantenpopulation, beim „donnernden Rauch“, den Victoriafällen. Sie sind sowohl die größten Wasserfälle Afrikas als auch Weltnaturerbe der UNESCO, eindrucksvoll für jeden Besucher. 2 Wochen mit den vielfältigsten Eindrücken liegen nun hinter uns: weite Wüstenlandschaften, Salzpfannen und Buschland, fruchtbares Land um die Wasserläufe herum, Geparde, Löwen, Nashörner, Elefanten ebenso wie Giraffen, Büffel, Gnus, Warzenschweine und eine reiche Vogelwelt. Unsere Speicherkarten sind prall gefüllt und noch mehr unsere Sinnesorgane mit all den Lauten in der Nacht, den Gerüchen, den intensiven Tierbeobachtungen.

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