Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Große Überraschung auf meiner Fotoreise zu den großen Katzen – Der Schwarze Panther

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Schon in Frankfurt am Flughafen traf ich unseren Reisleiter Bernd Nill und später beim Zwischenstopp in Doha lernte ich weitere Teilnehmer kennen. Insgesamt waren wir mit unserem Reiseleiter 10 Fotografen.

In Nagpur angekommen, muss man wissen, dass der indische Bürokratiekram Zeit braucht und alles genau kontrolliert wird. Passkontrollen bei jeder Nationalpark-Einfahrt begleiten uns.

Vor dem Flughafengebäude warteten wir kurz auf unsere Transfer-Autos. In dieser Zeit wurden meine roten Haare bestaunt, welche Anlass für Fotos ergaben. Kurzerhand gab ich einer Mutter ein Zeichen, das die Kids zu mir kommen können und ließ mich mit ihnen fotografieren.

Nach einem kurzen Aufenthalt zum Frischmachen im nahegelegenen Stadthotel in Nagpur und einem Frühstück ging es im Konvoi mit 5 PKWs Richtung Pench- Nationalpark. Ich fotografierte meine ersten Bilder aus dem Auto heraus. Übervolle Straßen, ganze Familien auf Mopeds sitzend, nebst Tieren, Autos und LKWs, die sich hupend durch den Verkehr schlängeln – ein Wahnsinn, wie das funktioniert.

Nach der Ankunft gab uns unser Reiseleiter eine Einführung für die kommenden Tage. Nach dem Check-in ging es auch schon los zur ersten Safari mit dem Geländewagen. Wir hörten und sichteten unseren ersten Tiger, der ganz entspannt und müde an einem kleinen See lag. Über uns saßen die Affen in den Bäumen und beobachteten uns neugierig. Beim Abendessen saßen wir gemütlich zusammen und tauschten uns über das Erlebte und die Fotos aus. Wir unternahmen insgesamt vier Fahrten im Pench-Nationalpark und sichteten noch ein zweites Mal einen Tiger sowie viele Affenfamilien mit Jungtieren, Sambar- Hirsche und vieles mehr. Das Gebrüll des Tigers ist mir noch heute im Ohr.

Am 4. Tag nach unserer letzten Morgensafari fuhren wir mit den PKW´s weiter zum Tadoba-Nationalpark. Auch hier beziehen wir sehr gut ausgestattete Häuser mit gemütlichen Terrassen im Irai Safari Retreat. Die Unterkünfte sind komfortabel und ich fühle mich sofort wohl. Auch das Essen ist für mich nicht zu scharf und eine neue Erfahrung in Sachen Geschmackserlebnis. Nachdem üblichen Prozedere mit den Pässen, geht es in den wesentlich grüneren Park mit viel Bambus. Auch hier auf den Safaris haben wir Erfolg und sichten mehrfach Tiger, zwar nicht immer im perfekten Licht, aber das ist eben die Natur.

Mein größtes Highlight der Reise ist aber die Begegnung mit dem Schwarzen Panther. Wer hätte gedacht, dass er ausgerechnet uns vor die Linse springt, obwohl nur insgesamt zwei dieser Exemplare hier leben. Wir hörten im Busch etwas und die Ranger entschieden, abzuwarten. Das Konzept ging voll auf – da stand er und war auch kurz darauf wieder verschwunden. Also Nerven behalten und Fotos machen. Diese leuchtenden grün-gelben Augen, die uns anschauten, werde ich nie vergessen.

Wir treffen noch auf viele verschiede bunte Vogelarten, Rehe mit Jungtieren, Affen mit Neugeborenen zum Anfassen nahe, Rothunde, Gaur und zum krönenden Abschluss sehen wir sogar noch den Lippenbär, der sich eigentlich erst ab März zeigt.

Bei der Fotoreise über den Reiseveranstalter DIAMIR saßen zwei Fotografen gemütlich jeweils auf einer Bank im Auto und so konnte auch die Ausrüstung griffbereit gelagert werden. Das war ein großer Vorteil gegenüber den Touristenfahrten mit sehr vollen PKW´s im Park. Während im ersten Park die Absprachen unter den Rangern sehr freundlich funktionierten, bemerkte man im 2. Park schon eher die Alleinfahrten der jeweiligen Ranger. Unsere Fahrer und Ranger waren jedoch stets bemüht, Tiere ausfindig zu machen.

Der Transfer zurück nach Nagpur war einwandfrei organisiert, obwohl unser Fahrzeug eine Panne erlitt. Ein Ersatzwagen war schon geordert. Unsere Gruppe entschied sich zum gelungenen Abschluss der Reise für ein gemütliches Beisammensein mit Buffet. Um Mitternacht ging es zum Flughafen.

Für mich war Indien mit dem Hauptaugenmerk auf die Sichtung von Tigern ein riesiger Erfolg und mit der Sichtung des Schwarzen Leoparden ein einzigartiges Erlebnis. Unterwegs traf ich auf Einheimische, welche sich fotografieren ließen und sehr freundlich waren. Kinder, die am Straßenrand spielten, winkten uns sehr oft zu. Und auch wenn wir auf ärmlichere Verhältnisse trafen, wirkten die Menschen irgendwie zufrieden. Ich konnte neue großartige Fotografen kennenlernen und interessante Gespräche führen. Nun ist meine Wunschliste an Reisezielen jedenfalls noch länger.

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