Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Nepal – Am Fuß des heiligen Machhapuchare

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16 Tage Trekkingtour im Dezember 2016

Überall steht es geschrieben, die Trekkingsaison in Nepal ist Ende November vorbei. Doch für mich ist der Dezember seit Jahren der ideale Zeitraum, in den Himalaya zu reisen. Diesmal stand auf dem Urlaubsplan die Erkundung von selten begangenen Pfaden im Annapurna-Gebiet.

Und auch diesmal zeigte sich der Dezember wieder von seiner besten Seite! Auf dem Weg zum Mohare- und Mardi-Trek begleiteten uns zwei Wochen lang traumhafte Bergsichten und bestes Wanderwetter. Bereits ab dem ersten Tag faszinierte der freie Blick auf den Schneekoloss Dhaulagiri (8167 m). Ab dem Mohare-Aussichtsberg gesellten sich die weisen Riesen der Annapurna-Kette bis hin zum Manaslu (8163 m) und Langtanggebirge hinzu. Richtung Süden erstreckten sich die sanfte Hügelwelt des Mittelgebirges, die Seen von Pokhara glänzten im Abendlicht und das Wolkenmeer lag genau unter uns. Üppige Rhododendronwälder, Wasserfälle sowie die urigen Bauernhöfe der Gurung und Magar mit freiem Blick auf Annapurna Süd, Hiunchuli und Machhapuchare bildeten die malerischen Kulissen der nächsten Tage. Der letzte Wanderabschnitt führte wieder hinauf auf einen spektakulären Bergkamm, der genau zu Füßen des Machhapuchare – dem heiligsten Berg von Nepal – gelegen war. Und trotz unschlagbarer Naturschönheit waren wir tatsächlich sehr einsam unterwegs!

Doch was bedeutet eigentlich Wintertrekking in Nepal? Tiefschnee? Eisige Kälte? Schlechte Sicht? Von wegen… im Mittelgebirge sehnten wir uns bei den Aufstiegen nach kühlen Lüftchen und selbst in Höhenlagen über 3500 m genossen wir die Wärme der Höhensonne und die trockene, klare Luft. Am Abend sorgten gut angeheizte Öfen und heiße Speisen für glühende Gesichter. Und die Aussicht war stets glasklar und unvergesslich.

Auch die Jahre zuvor schwärmte ich auf meinen Dezembertouren über das wunderbare Wanderwetter und den fehlenden Trekkertrubel. 2012 auf der Annapurna Runde, 2013 von Jiri nach Lukla und 2014 auf dem Kalinchok – und dem Chepang-Hill-Trek.

Auch das Fazit zur neuen Route war einstimmig positiv – absolut empfehlenswert für Nepalneulinge, die erste Höhenluft schnuppern wollen (höchster Punkt ca. 4.000 m) und für Nepalkenner die neue und noch wenig begangenen Pfade in einem der beliebtesten Trekkingregionen Nepals begehen wollen. Zudem ideal für Reisende mit nur zwei Urlaubswochen und ein absoluter Geheimtipp zum Saisonende mit farbenprächtiger Mandarinenreife und rot blühenden Weihnachsternen.

Eure Sophie Streck

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