Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Von Spitzbergen nach Ostgrönland

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Zwei arktische Ziele miteinander zu verbinden, ist besonders reizvoll – mit ein bisschen Glück bekommt man das Beste aus zwei Welten: Das Eisbärland Spitzbergen ist für seinen Tierreichtum bekannt, die ostgrönländischen Fjordsysteme mit ihren steilen Felsen, riesigen Gletschern und wolkenkratzergroßen Eisbergen setzen die landschaftlichen Ausrufezeichen.

Wir hatten auf unserer Reise mit der „Plancius“ 2015 Gelegenheit, an der Nordwestecke Spitzbergens Walrosse und Eisbären zu beobachten, ehe wir uns auf den Weg nach Ostgrönland machten. Das Eis vor der grönländischen Küste erwies sich als ebenso fotogen wie hartnäckig, aber das Erlebnis Drifteis – mit fantastischem Sonnenuntergang und mystisch-nebligem Morgen – bleibt sicher jedem im Gedächtnis. Schließlich hatte sich die „Plancius“ durch das Eis gearbeitet, und uns erwarteten im Fjordinneren fantastische Anlandungen, zum Beispiel in der Blomsterbugt.

Zwar lässt sich die grandiose Landschaft und die bunte Bilderbuch-Geologie auch von Meereshöhe aus bestens bestaunen, aber ein kleiner Aufstieg verhilft zu grandiosen Ausblicken. Der Kong-Oscar-Fjord überraschte uns mit einem Wintereinbruch und Schnee, ehe uns im Scoresbysund die satten Herbstfarben der Tundra ein ums andere Mal begeisterten. Allerbestes Ostgrönlandwetter begleitete uns tiefer in das Fjordsystem hinein, aber pünktlich zur Eisberg-Cruise im Rødefjord zog der Himmel wieder zu – perfektes Licht, um die Farbnuancen im Eis zur Geltung zu bringen.

Frühaufsteher kamen in den Genuss magischer Morgenstimmungen, und diejenigen, die abends aufblieben, konnten schließlich die Eisberge des Scoresbysundes als dunkle, fantasievoll geformte Silhouetten vor einem intensiv orangefarbenen Abendhimmel immer kleiner werden sehen …

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