Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Peru – Mit DIAMIR durch den Süden Perus

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20 Tage Kultur- und Naturrundreise vom 06.06. – 26.06.2013

„Hasta luego (bis Bald) liebe Gäste und grüßt die Heimat!“
Ich verlasse den Flughafen mit gemischten Gefühlen. Kommt es mir doch vor, als wäre die Ankunft der 14 Reisegäste erst gestern gewesen – so schnell sind die drei Wochen verflogen. Doch wenn ich versuche, die Route zu rekonstruieren, erscheint es mir, als wären Jahre vergangen. So vielfältig waren die besuchten Orte und archäologischen Stätten, die kulinarischen Genüsse, die Landschaftsformen, die Reisecharaktere, die Trachten, Feste und Tänze,…

Die ersten 1000 km von Lima Richtung Süden schlängelten sich gemächlich an beeindruckenden Steilküsten und der ständig wechselnden Küstenwüste mit ihren fruchtbaren grünen Flussoasen entlang. Ein Highlight war sicherlich der Besuch der Islas Ballestas mit der Beobachtung antarktische Tierwelt inmitten der Wüstenküste! Und auch der Nachmittag blieb unvergesslich mit Dünenbuggyfahrt, Sonnenuntergang und Baden im Hotelpool in der Oase Huacachina.

Am nächsten Morgen folgte eine sagenumwogene Tour durch das Gebiet der ehemaligen Nazca- Kultur mit Flug über die rätselhaften Scharrbilder und Besuch einer der uralten Begräbnisstätten. Erst durch ein erfrischendes Bad im kalten Pazifikmeer und schmackhaften Fischgerichten wurde der Kopf wieder leicht.

Auf dem Weg nach Arequipa grüßten uns schon bald Hausvulkan Misti, Chachani und Pichu Picchu mit ihrer erhabenen Erscheinung, die uns auch weiterhin bei unseren Stadtspaziergängen durch die liebevoll bearbeiteten Gassen des UNESCO- Weltkulturerbes beobachteten.

Die folgenden Tage überraschte uns eine kontrastreiche grüne Terassenlandschaft mit heißen Thermalquellen, aufwendig bestickten Trachten sowie einem der tiefsten Schluchten der Welt, dem Colca- Canyon. Zudem zeigten sich seine berühmten Bewohner, die mächtigen Condore, mit einer atemberaubenden Flugschau von ihrer besten Seite. Von dort ging es weiter nach Puno und zum angeblich höchst gelegenen und schiffbaren Gewässer, dem Titicacasee. Neben den einmaligen Grabtürmen von Sillustani ging es hinaus auf den See zu den schwimmenden Inseln der Uros, stets begleitet von atemberaubende Naturkulissen und strahlendem Sonnenschein.

Die letzte längere Fahretappe führte durch Lama und Alpakaherden, malerische Andendörfer und vorbei an schneebedeckten Gipfeln bis hin nach Cusco, dem „Nabel der Welt“, ursprünglich Zentrum des Inkaimperiums und heute – durch die Vermischung von Inka-Monumentalarchitektur und spanischem Kolonialstil – wohl eine der schönsten Städte Amerikas.

Die restlichen Reisetage verbrachten wir im sagenumwobenen heiligen Tal der Inkas. Die beeindruckende Baukunst wurde immer deutlicher durch den Besuch von uralten noch funktionierenden Wasserwerken, monumentalen Terrassenbauten, aufwändig gestalteten religiösen Stätten, Observatorien und Festungen. Zudem durften wir am 21. Juni (Wintersonnenwende) selbst Zeuge des spirituellen und astronomischen Wissens werden, als sich beim Sonnenaufgang in der Ruinenstätte Ollantaytambo exakt bemessene Schattenwürfe deutlich erkennbar abzeichneten. Doch nicht nur der 21. Juni war ein besonderes Ereignis – drei Tage später wurde das wichtigste Fest der Region aufgeführt, das Inti Raymi (Sonnenfest). Ein buntes Fest, mit Tanz, Musik, Gesang und der symbolischen Lamaopferung als abschließendem Höhepunkt.

Zu allem Reiseglück präsentierte sich Machu Picchu dann auch noch von seiner schönsten Seite: Zunächst mit seiner in Nebelschwaden hängenden mythischen Erscheinung und später in der wärmenden Sonne liegend.
Für mich steht zu 99% fest, ich werde wieder zurückkehren!

Eure Sophie Streck

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