Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Unsere Traumreise – Transsib und Baikalsee

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Ein Teil unserer Gruppe fuhr von Moskau nach Irkutsk mit der Transibirischen Eisenbahn. 5.185 km, ….. unvorstellbar. Wir bekamen eine Ahnung von der Weite Sibiriens. Die Landschaft veränderte sich ständig. Hügeliges Land, Ebenen, Wälder, große Flächen Grasland, Sümpfe, Seen, Flüsse. Dazwischen typische Siedlungen und einzelne Gehöfte. Auch die großen Flüsse wie Ob, Jenissej und Angara überquerten wir. Es waren natürlich viel mehr Flüsse. Als wir einmal unseren Zugbegleiter fragten, was das für ein Fluss ist, antwortete er „Russland hat so viel Flüsse, die kennen wir auch nicht alle.“ Er wollte sagen, Sibieren ist so groß, dass es unmöglich ist alle Flüsse mit Namen zu kennen. Es wurde klar, dass der Nationalbaum Sibiriens die Birke ist.

In Irkutsk angekommen, traf sich die gesamte Gruppe mit Julia. Wir spazierten zum Beispiel an der Angara entlang, besichtigten die prachtvollen Kirchen, das ewige Feuer und historische Viertel mit den Holzhäusern.

Am nächsten Tag ging es in Richtung Südspitze zum Baikalsee. Kurzer Stopp am Südufer, um schon mal Olmul und den Fettfisch zu probieren. Fettfisch …… na, ja.

Weiter ging es zu dem Luftkurort Arschan, der inmitten des Nationalparks „Tunkinskaja Dolina“ liegt. Die Anfahrt dauerte etwas länger, weil Kühe und Pferde stets Vorfahrt hatten.

Wir wanderten durch ein wildromantisches Tal zu den Wasserfällen, lernten etwas über die Schamanenkultur und besuchten ein Thermalbad.

Das nächste große Erlebnis war die Fahrt mit der ALTEN TRANSSIB von Sludjanka nach Port Baikal. 84 km immer am Baikal entlang. Dazwischen lange Aufenthalte (eine Stunde und mehr), sodass wir am Ufer entlang wandern konnten, einige badeten schon und wir sahen die ersten Robben.

Weiter ging es mit der Fähre noch LIstwjanka. Auch ein Kurort direkt am Baikal. Interessant war das Freilichtmuseum TALZY, wir standen an der „Quelle“ der Angara und dem Schamenenfelsen. Schamanenefelsen und -orte gibt es überall. Die nächste Etappe war die Insel Olchon, die größte Insel im Baikal. Wir verlebten dort unvergessliche Tage. Wir erkundeten den Ort, badeten im Baikal und fuhren auf abenteuerlichsten Pisten zum nördlichsten Cap. Steile Abfahrten und Anstiege, Schieflagen, nur Holperpisten ….. aber geil. Dazwischen Naturbeobachtungen, wieder Schamanenefelsen, baden ….. wunderschön.

Währenddessen bereiteten die Fahrer für uns eine schmackhafte Fischsuppe zu.

Das Highlight waren zwei Tage auf dem Schiff zu den Uschkanji-Inseln, auf denen sich die meisten Robben aufhalten. Wir legten an der Tonki-Insel an und gingen ganz leise zur Station. Die Mitarbeiter berichteten über ihre Arbeit und gaben uns Verhaltensregeln, die während der Beobachtung der Robben zu beachten sind. Wir gingen mucksmäuschenstill zur Beobachtungsstelle. Hinter einer Wand konnten wir die wunderbaren Tiere beobachten. Wir hatten Glück, der See war ruhig, die Sonne schien und die Robben sonnten sich auf den Felsen. Eine Teilnehmerin unserer Gruppe entdeckte sogar den „WÄCHTER“. Das war so ein tiefes Erlebnis für mich, dass ich lange Zeit nichts sagen konnte. Nicht nur ich, wir alle waren von den wunderbaren Tieren fasziniert.

Wieder auf dem Schiff, erreichten wir in den Abendstunden die Thermalquellen, 39°C und 44°C …..Unser weiterer Abend sah so aus: See – Quelle – See – Essen – Wässerchen (Wodka) – Schlafen ……

Am nächsten Tag sehr früh genossen wir noch einmal die Thermalquellen und das Bad im See, denn 7:00 Uhr lichtete der Kapitän den Anker zur Rückfahrt. Wir verlebten also noch einmal einen wunderbaren Tag bei traumhaftem Wetter auf dem See.

Nach diesen Eindrücken, kamen wir zu der Erkenntnis, dass der Baikalsee kein See, sondern ein Meer und wirklich einmalig schön ist.

Unsere Reise war nun fast zu Ende. Wir verlebten noch einen Tag in Irkutsk und verabschiedeten uns dann von dem wunderbaren Land.

Eine wunderbare Reise mit wunderbaren Menschen.

Sigrun Henze

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