Nebel über bewaldeten Berghängen mit sichtbaren Bäumen in Region unbekannt.

Drei Wochen China - Zwischen Naturwundern und jahrtausendealter Kultur

Auf den Spuren von Goldstumpfnasen, Pandas & Co.

Teilen Gabriele+Torsten Westphal 02.05.2026
Gabriele+Torsten Westphal

Jeder Tag bot neue Eindrücke und abwechslungsreiche Erlebnisse. Neben intensiven Tierbeobachtungen erhielten wir auch Einblicke in die spirituelle und kulturelle Seite Chinas beim Besuch jahrhundertealter Tempelanlagen. Ein besonderes Highlight war die Beobachtung der seltenen Goldstumpfnasen. Aber auch Begegnungen mit Roten Pandas, Takinen und der vielfältigen Vogelwelt bereicherten unsere Reise.

Chengdu

Bereits die Anreise nach China begann mit einem spektakulären Sonnenaufgang. Der Himmel färbte sich in beeindruckenden Orange- und Rosatönen. Dieser Moment war ein stimmungsvoller Auftakt unserer Reise und verstärkte die Vorfreude auf die bevorstehenden Erlebnisse.

Die Hauptstadt der Provinz Sichuan, Chengdu, beeindruckte uns trotz ihrer Größe mit einer überraschend entspannten und gut organisierten Atmosphäre. Auffällig waren für uns die Sauberkeit im öffentlichen Raum und die weit verbreitete Elektromobilität. Elektroroller, Elektroautos und Busse prägten das Stadtbild und trugen zu einer für eine Millionenmetropole bemerkenswert ruhigen Umgebung bei.

Wir besuchten in Chengdu mehrere historische Pagoden und kunstvoll gestaltete Klosteranlagen. Sie bildeten einen spannenden Kontrast zur modernen Skyline und zeitgenössischen Architektur der Stadt. Zwischen dem urbanen Leben außerhalb und der ruhigen Atmosphäre in den Tempelanlagen wurden für uns die Verbindung von Tradition und Moderne sehr deutlich.
Besonders intensiv erlebten wir die Lebendigkeit Chengdus in den Abendstunden. Rund um die Anshun Brücke prägten Straßenstände, Teehäuser und Restaurants das Stadtbild und gaben Einblicke in das lokale Nachtleben. Entlang des Wassers und in den belebten Vierteln wurde für uns die gesellige und zugleich entspannte Seite der Stadt spürbar.

Sonnenaufgang über den Wolken
Kontraste zwischen Vergangenheit und Moderne
Quirliges Chengdu bei Nacht
Bild 1: Sonnenaufgang über den Wolken Gabriele+Torsten Westphal
Bild 2: Kontraste zwischen Vergangenheit und Moderne Gabriele+Torsten Westphal
Bild 3: Quirliges Chengdu bei Nacht Gabriele+Torsten Westphal

Wolong Shenshuping Panda Base

Rund um Chengdu konnten wir einen guten Einblick in die Bedeutung des Panda-Schutzes in dieser Region gewinnen. Der Giant Panda National Park verbindet weitläufige Berglandschaften zu einem wichtigen Schutzgebiet für den Großen Panda. Auf unseren Ausflügen wurde deutlich, wie eng hier Natur, Forschung und Artenschutz miteinander verknüpft sind.

Ein besonderer Höhepunkt unserer Reise war der Besuch der Wolong Shenshuping Panda Base. Dort konnten wir Große Pandas in naturnah gestalteten Gehegen aus nächster Nähe beobachten und fotografieren. Gleichzeitig erhielten wir Einblicke in die Bedeutung der Einrichtung als wissenschaftliches Zentrum, in dem Aufzucht, Pflege und der Schutz dieser seltenen Tiere eine zentrale Rolle spielen.

Am bewegendsten war für uns die Fütterung zweier Panda-Jungen. Als der Pfleger sie aus dem Tierhaus getragen hat, waren wir einfach überwältigt! Wir konnten ihre tapsige Neugier, verspielte Unbeholfenheit und friedliche Ausstrahlung aus nächster Nähe beobachten. Was für eine Freude!

Hm Möhre, lecker! (Großer Panda in der Wolong Panda Base)
Wo sollen wir denn jetzt schon wieder hin? (Panda-Junge)
Einfach mal Abhängen! (Panda-Junges)
Bild 1: Hm Möhre, lecker! (Großer Panda in der Wolong Panda Base) Gabriele+Torsten Westphal
Bild 2: Wo sollen wir denn jetzt schon wieder hin? (Panda-Junge) Gabriele+Torsten Westphal
Bild 3: Einfach mal Abhängen! (Panda-Junges) Gabriele+Torsten Westphal

Begegnungen in der Natur

Wir verbrachten viel Zeit im Giant Panda National Park. Er dient aber nicht nur dem Schutz der Großen Pandas in ihrem natürlichen Habitat, sondern umfasst ein weitreichendes Schutzkonzept ganzer Ökosysteme. Dazu zählen Bergwälder, Bambusgebiete und alpine Landschaften. Ziel ist es, die zuvor getrennte Schutzgebiete miteinander zu vernetzen, die biologische Vielfalt zu erhalten und stabile Lebensräume für verschiedene bedrohte Tierarten zu schaffen.

Auch ohne Sichtung des Großen Panda in freier Wildbahn waren die Tierbeobachtungen im Nationalpark für uns sehr eindrucksvoll. Besonders hervorzuheben sind unsere Beobachtungen von Goldstumpfnasenaffen, Roten Pandas und Takinen. Diese seltenen Arten in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen gab uns einen guten Einblick in die Vielfalt der dortigen Tierwelt.

Auch die Vogelwelt des Parks war für uns sehr interessant zu beobachten. In den Bambus- und Bergwaldgebieten begegneten wir unter anderem Grauhaubenmeisen, Rotschnabelkittas sowie verschiedenen Sonnenvögeln. An diesen kleineren und oft weniger beachteten Arten konnten wir die hohe Biodiversität dieses Ökosystems gut erkennen.

Kuscheln gegen die Kälte (Goldstumpfnasen)
Der Punk unter den Meisen (Grauhaubenmeise)
Kleiner Akrobat beim Frühstück (Roter Panda)
Bild 1: Kuscheln gegen die Kälte (Goldstumpfnasen) Gabriele+Torsten Westphal
Bild 2: Der Punk unter den Meisen (Grauhaubenmeise) Gabriele+Torsten Westphal
Bild 3: Kleiner Akrobat beim Frühstück (Roter Panda) Gabriele+Torsten Westphal

Buddhismus

Während der Reise wurde deutlich, dass sich buddhistische Einflüsse nicht nur in religiösen Praktiken, sondern auch in Philosophie, Kunst und Alltagskultur widerspiegeln. Die Tempelanlagen dienten nicht ausschließlich religiösen Zwecken, sondern waren zugleich öffentliche Räume, die von Einheimischen und Reisenden gemeinsam genutzt wurden. Elemente wie Räucherwerk, Gebetsfahnen und regelmäßig erklingende Glocken vermittelten einen Eindruck davon, wie Tradition und Gegenwart miteinander verbunden sind.

Goldene Stille im Tempel
Eingangstor des Muya-Klosters
Ewiges Gebet
Bild 1: Goldene Stille im Tempel Gabriele+Torsten Westphal
Bild 2: Eingangstor des Muya-Klosters Gabriele+Torsten Westphal
Bild 3: Ewiges Gebet Gabriele+Torsten Westphal

Touristische Highlights

Neben den Sehenswürdigkeiten in der Natur besuchten wir auch bekannte touristische Ziele wie z.B. die Schilfrohrflötenhöhle. Die Höhle besteht aus Karstformationen, die über Millionen von Jahren durch Wassererosion entstanden sind. Sie zeigen sich in Form von Tropfsteinen wie Säulen, Vorhängen und wasserfallartigen Strukturen. Durch gezielte Beleuchtung werden diese Formationen in sehr intensiven Farben kunstvoll hervorgehoben.

Die Kalkterrassen im Huanglong Scenic Area erscheinen wie kaskadenartig angeordnete Becken entlang des Berghangs. Diese Becken zeigen je nach Lichteinfall und Mineralgehalt unterschiedliche, spektakuläre Farbnuancen, darunter Türkis-, Gold- und Grüntöne. Diese waren auch zu unserer Überraschung bei den niedrigen Temperaturen im Winter gut sichtbar.

Besonders freuten wir uns auf den Besuch bei den Kormoranfischern am Li-Fluss. Allerdings setzte kurz vorher starker Regen ein, der zum Glück schnell wieder nachließ. Für einen kurzen Moment kam die Sonne durch die Wolkendecke und hüllte die Landschaft in ein gedämpftes, leicht goldenes Licht.

Licht trifft uralten Stein trifft (Schilfrohrflötenhöhle)
Wintermorgen im Huanglong-Tal, Sichuan
Kormoran-Fischer bei Sonnenuntergang am Li-Fluss
Bild 1: Licht trifft uralten Stein trifft (Schilfrohrflötenhöhle) Gabriele+Torsten Westphal
Bild 2: Wintermorgen im Huanglong-Tal, Sichuan Gabriele+Torsten Westphal
Bild 3: Kormoran-Fischer bei Sonnenuntergang am Li-Fluss Gabriele+Torsten Westphal

Bereit für ein Abenteuer? Entdecke unsere Reise

Ein Fischer mit Kormoranen steht auf einem Bambusfloß auf einem Fluss vor Karstbergen in China.
CHNNAT

Naturrundreise China – Kamera bereit für Große Pandas, Goldstumpfnasenaffen und Kormoranfischer

ab 5640 EUR inkl. Flug
Dauer 20 Tage / 6–12 Teilnehmer
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