Expedition Mexiko

Perfekte Kombination aus Bergsteigen und Kultur in Mexiko

Teilen Maximilian Delang 21.03.2023
Maximilian Delang

Die imposante Anlage auf 2000 m Höhe versetzt uns in Staunen und lässt uns den enormen Aufwand, der vor ca. 2000 Jahren für den Bau solch monumentaler Gebäude notwendig war, nur erahnen.

Bienvenidos a Mexico

Mexiko fesselt und begeistert ab dem ersten Moment, an dem man das Flugzeug verlässt und in knallbunten Lettern „Bienvenidos a México“ – Willkommen in Mexiko – liest. Bereits zum zweiten mal begebe ich mich mit einer wunderbaren Gruppe Bergsteiger auf eine vielfältige Rundreise in unterschiedlichste Regionen des Landes, die allesamt eine ganz eigene Magie haben. Gemeinsam mit unseren immer gut aufgelegten lokalen Begleitern wollen wir die kulturellen Höhenpunkte entdecken und die schönsten Gipfel des Landes besteigen.

Stadtzentrum von Mexiko-Stadt
Stadtzentrum von Mexiko-Stadt Maximilian Delang

Mexikanische Kultur und Tradition hautnah

Los geht‘s in Mexiko-Stadt. Die Mega-Metropole ist Heimat für 20% der mexikanischen Bevölkerung – ganzen 9.21 Millionen Menschen! Dementsprechend bunt und hektisch ist das Treiben auf den Straßen. Nach dem langen Flug lassen wir das erstmal beiseite und beziehen unser ruhiges Hotel im Stadtzentrum unweit der Hauptachse durch Mexiko-Stadt, dem Paseo de la Reforma. Den nächsten Tag beginnen wir ganz entspannt bei einer Bootsfahrt durch die schwimmenden Gärten von Xochimilco. Wie in Venedig werden hier die bunten Boote mittels einer Stange durch die Kanäle manövriert. Fliegende Händler bieten alle möglichen Waren wie Webarbeiten, lokale Speisen und Kaltgetränke im vorbeifahren an und unzählige Mariachi-Kappellen spielen auf Wunsch die schönsten Lieder der mexikanischen Folklore.

Ein ganz besonderer Höhepunkt sind die Übernachtungen in der Hacienda Santa Barbara aus dem 17. Jahrhundert. Die familiengeführte Unterkunft an den Hängen des Malinche ist mit ihren liebevoll ausgestatteten Zimmern und ursprünglich belassenen Anlagen ein idealer Ort, um in die interessante Geschichte Mexikos einzutauchen. In der hauseigenen Temazcal – einer Art Sauna aus der Zeit der Azteken – werden spirituelle Reinigungs-Zeremonien angeboten. Nicht nur die angenehme Wärme des Wasserdampfes geht dabei unter die Haut.

Koloniale Architektur in der Casa de los Azulejos in Mexiko-Stadt
Mexiko-Stadt aus der Vogelperspektive
Blick von der Hacienda Santa Barbara zum Malinche
Bild 1: Koloniale Architektur in der Casa de los Azulejos in Mexiko-Stadt Maximilian Delang
Bild 2: Mexiko-Stadt aus der Vogelperspektive Maximilian Delang
Bild 3: Blick von der Hacienda Santa Barbara zum Malinche Maximilian Delang

Berge und Natur

Aber auch die Bergwelt Mexikos hat für jeden Bergfreund und Naturliebhaber einiges auf Lager! Ganze drei spektakuläre Gipfelziele stehen auf dem Programm. Den Anfang macht der Malinche, an dessen Hängen wir den Aufstieg noch in dichten Pinien- und Kiefernwald beginnen. Sobald wir die Vegetationsgrenze erreicht haben, öffnet sich ein fantastischer Ausblick zu unseren nächsten Gipfelzielen, Iztaccihuatl und Pico de Orizaba. Auch der Nachbarvulkan des „Izta“, der Popocatepetl, ist gut auszumachen und aktuell besonders aktiv. Des Öfteren steigt eine hohe Aschewolke aus dem Krater empor und sorgt besonders beim Aufstieg am Iztaccihuatl für einzigartige Fotomotive.

Aufstieg am Malinche mit Blick auf Popcatepetl und Iztaccihuatl
Einstieg in den Gletscher mit Blick zum Gipfel des Itzacchihuatl
Aufstieg am Iztaccihuatl im ersten Sonnenlicht über den Wolken
Bild 1: Aufstieg am Malinche mit Blick auf Popcatepetl und Iztaccihuatl Maximilian Delang
Bild 2: Einstieg in den Gletscher mit Blick zum Gipfel des Itzacchihuatl Maximilian Delang
Bild 3: Aufstieg am Iztaccihuatl im ersten Sonnenlicht über den Wolken Maximilian Delang
Kurz vor dem Gipfel des Iztacchihualt – Ausbruch des berühmten Nachbarvulkans Popocatepetl
Kurz vor dem Gipfel des Iztacchihualt – Ausbruch des berühmten Nachbarvulkans Popocatepetl Maximilian Delang

Zwischen Gipfelziel und Erholung

Vor unserem letzten Gipfelziel der Tour finden wir Abwechslung und Erholung in Oaxaca. Die bunten Gassen mit vielen Kunstgalerien, Restaurants und Bars laden zum schlendern im angenehm warmen Klima ein. Wir unternehmen interessante Ausflüge in die Umgebung, verkosten die lokale Schnaps-Spezialität Mezcal, erfahren viel über die Kunst der Weberei und besichtigen den größten Baum der Welt im kleinen Ort Tule. Natürlich darf auch ein Besuch der Zapoteken-Hauptstadt Monte Alban nicht fehlen. Die imposante Anlage auf 2000 m Höhe versetzt uns in Staunen und lässt uns den enormen Aufwand, der vor ca. 2000 Jahren für den Bau solch monumentaler Gebäude notwendig war, nur erahnen.

Bestens gestärkt geht es also weiter zum bergsteigerischen Höhepunkt der Tour, den mit 5640 Metern höchsten Gipfel des Landes, höchsten Vulkan Nordamerikas und dritthöchsten Gipfel ganz Nordamerikas überhaupt – dem Pico de Orizaba. In Mexiko wird der Berg von den Einheimischen auch Citlaltepetl genannt, was übersetzt so viel bedeutet wie „Berg der Sterne“. Wer einmal da war weiß: das ist keine Übertreibung. Der Sternenhimmel ist tatsächlich umwerfend! Unser Lager in der Berghütte verlassen wir bereits um Mitternacht. Uns steht ein langer Aufstieg erst durch das Wirrwarr des Felsenlabyrinths, später über die eisigen Flanken des Jampa-Gletscher bevor. Trotz Sturm erreicht ein Großteil der Gruppe überglücklich den Gipfel und bestaunt den Blick in den gewaltigen Krater und die spektakuläre Aussicht. Ein unbeschreibliches Gefühl!

Kloster Santo Domingo in Oaxaca
Größter Baum der Welt im kleinen Ort Tule
Mezcal-Verkostung
Bild 1: Kloster Santo Domingo in Oaxaca Maximilian Delang
Bild 2: Größter Baum der Welt im kleinen Ort Tule Maximilian Delang
Bild 3: Mezcal-Verkostung Maximilian Delang
Das Ziel in Sicht – der Pico de Orizaba
Blick über die impossante Anlage von Monte Alban
Bild 1: Das Ziel in Sicht – der Pico de Orizaba Maximilian Delang
Bild 2: Blick über die impossante Anlage von Monte Alban Maximilian Delang

Geschichte der Tlaxcalteken

Schon am gleichen Abend erreichen wir nach dem Abstieg vom Berg und einer wohltuenden Stärkung unterwegs wieder die Zivilisation und können eine heiße Dusche im Hotel in Tlaxcala genießen. Die anschauliche Stadt ist touristisch nicht überlaufen und lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Bei einer Stadtführung erfahren wir viel über die Geschichte der Tlaxcalteken, die hier angesiedelt waren, besichtigen die schönsten Sehenswürdigkeiten und tauchen in das bunte Treiben im lokalen Mark ein. Natürlich darf auch eine Kostprobe des berühmten Pulque nicht fehlen – auch als „Trank der Götter“ bezeichneter, fermentierter Agavensaft.

Obstvielfalt auf dem lokalen Markt in Tlaxcala
Obstvielfalt auf dem lokalen Markt in Tlaxcala Maximilian Delang

Abschluss der Reise

Auf dem Weg zurück nach Mexiko-Stadt wartet noch ein must do für jeden Mexikoreisenden auf uns – die gigantische Tempelanlage von Teotihuacan. Wir durchstreifen das riesige Areal, das wie eine Stadt in verschieden Stadteile untergliedert ist. Besonders bemerkenswert sind die gewaltigen Tempel zu Ehren von Sonne, Mond sowie den wichtigsten Göttern der Azteken: dem Wasser- und Regengott Tlaloc und dem allgegenwärtigen Schöpfergott der aztekischen Mythologie Quetzalcoatl. Wir fühlen uns in eine Zeit voller Mythen und Magie zurückversetzt.

Mit einem letzten Stadtbummel in Mexiko-Stadt und einer zünftigen Gipfelfeier in der angesagtesten Mariachi-Bar der Stadt neigt sich unser Abenteuer dem Ende zu. Was bleibt, sind einmalige Eindrücke und Erlebnisse, an die wir uns noch lange erinnern werden. Danke an unser grandioses Team vor Ort und an unsere geile Reisegruppe, ihr habt die Tour zu etwas ganz Besonderen gemacht und ich hoffe, man sieht sich mal wieder in den Bergen der Welt.

Euer Maximilian Delang

Erkundung der Pyramide von Cholula
Erkundung der Pyramide von Cholula Maximilian Delang
Beste Laune kurz vor dem Gipfel des Pico de Orizaba
EXPMEX

Mexiko

Malinche (4461 m), Iztaccíhuatl (5286 m) und Pico de Orizaba (5640 m)

Der höchste Vulkan Nordamerikas mit kulturellen Höhepunkten im Land der Azteken

ab 3550 EUR zzgl. Flug
Dauer 14 Tage / 4–12 Teilnehmer oder individuell ab 2 Personen
Zur Reise