Kombireise Kirgistan und Usbekistan
Zwei unvergleichliche Juwelen der Seidenstraße
Abseits der orientalischen Städte Usbekistans tauchen wir bei dieser Reise tief in die atemberaubende Naturwelt des benachbarten Kirgistans ein. So kontrastvoll die beiden Länder auch seien - während der gesamten Reise begegnen wir nur freundlichen und weltoffenen Menschen.
Herr Kyrgys in Kirgistan
Die Reise für mich begann mit einem Flug nach Bischkek, die Hauptstadt Kirgistans, das früher Frunse hieß. Ohne lange in der Stadt zu verweilen, nutzte ich die wunderbare Ausflugsmöglichkeit in der Nähe der Hauptstadt, nur 40 km entfernt, in den Ala-Archa-Nationalpark. Der Park ist ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber. Wie überall in Kirgistan kann man auch hier Tages- oder halt längere Trekking-Touren unternehmen. Die Gegend eignet sich ebenso perfekt für die Akklimatisierung unserer DIAMIR Wander- und Trekkingreisen. Besonders beeindruckend war der Aufstieg zum Ak-Sai-Wasserfall, der mit einem spektakulären Blick auf die umliegende Landschaft belohnt. Wer sich es traut, kann auch hinauf zur Ratsek-Hütte – dem Basislager für Bergsteiger und Wanderer in der Nähe des Ak-Sai-Gletschers.
Von Bischkek nach Chon Kemin
Zurück in Bischkek treffe ich nun die DIAMIR-Reisegruppe. Nach dem klassischen Stadtprogramm ging es für uns am nächsten Tag ins malerische Chon Kemin Tal. Hier verbrachten wir den Tag in einem traditionellen kirgisischen Dorf, wo wir die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen erlebten. Wir unternahmen Reitausflüge durch die weiten, grünen Täler und genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit dieser Region.
Son-Kul-See
Unser nächstes Ziel war der Son-Kul-See, ein hochgelegener Bergsee auf über 3.000 Metern Höhe. Die Fahrt dorthin war abenteuerlich, aber die Aussicht auf den glitzernden See und die umliegenden Berge war jede Mühe wert. Wir übernachteten in traditionellen Jurten und erlebten die Nomadenkultur hautnah. Kurzum - ein absolutes Highlight dieser Tour!
Ak-Sai Canyons am Issyk-Kul-See
Nach dem Son-Kul-See fuhren wir weiter zum Issyk-Kul-See, einem der größten Gebirgsseen der Welt. Besonders beeindruckend waren die Ak-Sai Canyons, die sich durch ihre bizarren Felsformationen und die intensive Farbgebung auszeichneten. Jeder Schritt durch diese Canyons war wie eine Reise durch die Zeit, geformt von Wind und Wetter über Jahrtausende hinweg.
Da fragt man sich mit Bewunderung: „Bin ich tatsächlich noch auf Erde und nicht irgendwo im Mars??? Bitte knipst mich jemand!“. Dass die Erkundung der Canyons zu Fuß so spektakulär sein wird, hatte keiner geahnt…
Willkommen im Orient!
Unsere Reise führte uns weiter entlang der antiken Seidenstraße, wo wir die Karawanenstädte und Wüstenoasen erkundeten. Die Geschichten von Amir Timur, dem großen Eroberer, begleiteten uns auf Schritt und Tritt. In den Städten Samarkand, Buchara und Chiwa tauchten wir ein in die reiche Geschichte und die prächtige Architektur, die von einer glorreichen Vergangenheit zeugen.
Fergana, bekannt für seine fruchtbaren Böden und die Seidenproduktion, war unser erster Halt in Usbekistan. Wir besuchten eine traditionelle Seidenfabrik, wo wir den aufwendigen Prozess der Seidenherstellung von der Kokonernte bis zum fertigen Stoff beobachten konnten. Die Stadt selbst beeindruckte uns mit ihren grünen Parks und der lebhaften Atmosphäre.
Die Zugfahrt von Fergana nach Taschkent war ein besonderes Erlebnis. Die Bahn bot komfortable Sitze und große Fenster, durch die wir die abwechslungsreiche Landschaft Usbekistans bewundern konnten. Die Fahrt führte uns durch weite Ebenen, vorbei an kleinen Dörfern und endlosen Baumwollfeldern. Es war eine entspannte und angenehme Art, das Land zu erkunden.
In Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, erwartete uns eine faszinierende Mischung aus moderner Architektur und historischen Stätten. Wir besuchten das Kunstmuseum und durften mit dem Metro fahren. Die Metro ist nicht nur ein Transportmittel in Taschkent, sondern auch ein Ort, an dem man die künstlerische Vielfalt und das architektonische Erbe der Stadt erleben kann.
Weiterreise durch Kisilkum-Wüste und Fazit
Unsere nächste Station war Buchara, eine Stadt, die für ihre gut erhaltenen Bauwerke aus der Zeit der Karawanen bekannt ist. Die engen Gassen und die historischen Gebäude gaben uns das Gefühl, in eine andere Zeit versetzt worden zu sein.
In Chiwa, einer Stadt, die wie ein Freilichtmuseum wirkt, neigte sich unsere Reise langsam dem Ende zu. Die Altstadt Itchan-Kala gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist von einer beeindruckenden Stadtmauer umgeben. Die Atmosphäre der Stadt und die gut erhaltenen Bauwerke machten die Stadt zu einem unvergesslichen Abschluss unserer Reise.
Natürlich hatte während der gesamten Reise auch das kulinarische Erlebnis nicht gefehlt. Wir genossen zahlreiche landestypische Gerichte, wie Manti (gefüllte Teigtaschen) oder den Plow, das traditionelle Reisgericht, und viele andere leckere Speisen, die unsere Geschmacksknospen verwöhnten. Auch Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten. Die Aromen und Gewürze der Region hinterließen einen bleibenden Eindruck und machten jede Mahlzeit zu einem Fest. Wie man in Zentralasien so schön sagt: „Für den Gast soll der Tisch biegen“. Überall fühlten wir uns willkommen. Geprägt von freundlichen Begegnungen, kulturellen Erlebnissen und unvergesslichen Landschaften, verbindet diese Reise die wilde Schönheit Kirgistans mit dem kulturellen Reichtum Usbekistans und hinterlässt somit lebenslang bleibende Eindrücke. Eine perfekt gelungene Kombireise für alle, die Abenteuer und Geschichte gleichermaßen schätzen.