Ein buddhistisches Kloster auf einem Berghang in einem Tal, umgeben von gewaltigen Bergen und Bäumen.

Ladakh: eine Reise für Kulturbegeisterte UND gleichzeitig ausdauernde Trekker

15 buddhistische Klöster in 14 Tagen

Teilen Gerti Strobl-Wildemann 20.11.2025
Gerti Strobl-Wildemann

Wir, drei jung Gebliebene hatten das Glück, die erste Gruppe zu sein, die diese Tour ausprobieren durfte. Da ich nur zwei weitere Freunde motivieren konnte, bot Diamir uns zu günstigen Konditionen eine Privattour an.
Das Programm ein richtiger Glücksfall für uns, da wir gerne ein wenig ambitionierter wandern und zugleich nicht genug kriegen können von buddhistischen Klöstern und alten Palästen.

Wettstreit mit dem Guide, wer beim Kulturprogramm länger durchhält

Unser in der buddhistischen Religion und Kultur sehr verwurzelter Guide war sehr angetan von unserem Interesse, bot uns, was nur irgendwie zeitlich möglich war und so hatten wir am Ende mindestens 15 – mehr als im Programm - Klöster in 14 Tagen mit Betonung auf ausgedehnt besichtigt, manchmal sogar Räume, in die wir auf früheren Besuchen nicht hineingekommen waren: Leh, Shey, Thiksey, Hemis mit Einsiedelei Gothsang, Stakna, Basgo, Saspol, Rizong, Alchi, Likir, Einsiedelei D(r)akmar, Tingmosgang, Wanla, Sumda Chenmo.
Manchmal fragte unser Guide auch ab, was er uns am Tag vorher äußerst umfassend erzählt hatte. Da musste wir allerdings gelegentlich passen.
So haben wir auch auf Fotos einen Schatz an Erinnerungen an die buddhistischen Darstellungen heimgebracht – soweit das Fotografieren nicht untersagt war.

Aussichtspunkt bei Yangthang
Landschaft bei Hemis Schukpachen
Chörten bei Hemis Schukpachen
Bild 1: Aussichtspunkt bei Yangthang Gerti Strobl-Wildemann
Bild 2: Landschaft bei Hemis Schukpachen Gerti Strobl-Wildemann
Bild 3: Chörten bei Hemis Schukpachen Gerti Strobl-Wildemann

Der erste Trek, ein bisschen staubig

Der erste Trek fand ein bisschen mehr auf der Straße statt, als uns lieb war, aber es gab nicht immer sinnvolle Umgehungen, so dass wir heiße und staubige Etappen einfach mittels Begleitfahrzeug ersetzten und dafür Ausflüge vom Tagesziel aus unternahmen. Und überall die großen leuchtenden Wildrosenbüsche, eine Beleidigung für alle bemühten deutschen Gärtner.
Eine Überraschung war die Übernachtung in Tingmosgang in einem zauberhaften, idyllischen kleinen Resort mit sehr leckerem Essen.

Kloster Likir am Beginn des Treks
einer der vielen Rosenbüsche
das leckere vegetarische Abendessen in dem entzückenden Hote
Bild 1: Kloster Likir am Beginn des Treks Gerti Strobl-Wildemann
Bild 2: einer der vielen Rosenbüsche Gerti Strobl-Wildemann
Bild 3: das leckere vegetarische Abendessen in dem entzückenden Hote Gerti Strobl-Wildemann

Zweiter Trek mit Klöstern, Landschaft und nochmal Landschaft

Weitere kulturelle und landschaftliche Höhepunkte waren die Petroglyphen von Dhomkar und Lamayuru mit moon valley, Kloster Wanla. Hinterm Hotel von Lamayuru konnte man abends bei wunderbarem Licht in das Tal hineinspazieren und fotografieren. Obwohl wir die ersten Tage unter der Hitze schon Anfang Juni ein wenig gelitten haben, gab´s auf unserem zweiten Trek zwei Regentage (bei der Ausrüstung an beides denken!). 
Der Anstieg vom letzten Lager auf 3900m auf den Konzke La mit 4900m klappte zügig, im Abstieg haben uns aber Regen und Kälte eingeholt, so dass wir uns sogar mal kurz in einem kleinen Stall gebückt unterstellten.
Wir waren ganz allein und recht abgelegen unterwegs, die Gehzeiten passten nicht immer mit dem Programm zusammen (Wanla bis Camp hinter Hinju 22km statt 14 km), aber dafür war´s ja die Pioniertour. Wir wurden mit kargen Landschaften mit besonderen Gesteinsformationen bei immer wechselndem Himmel und Licht belohnt. Sehr interessant fanden wir auch die inzwischen in Sumda Chenmo unter Dach gestellten Holzbuddhas, die Jahrhunderte im Freien ausgeharrt hatten.

Lamayuru
Petroglyphen in Dhomkar
Einsiedelei in Drakmar
Bild 1: Lamayuru Gerti Strobl-Wildemann
Bild 2: Petroglyphen in Dhomkar Gerti Strobl-Wildemann
Bild 3: Einsiedelei in Drakmar Gerti Strobl-Wildemann

Überflutungen und Erdrutsche ließen den Weg nicht immer da sein, wo er sollte

Der vierte Trekkingtag mit der Überquerung des Flusses vor dem Anstieg zum Dundunchen Basecamp hielt nochmals eine spannende Überraschung bereit: der Zugang zur Brücke war weggespült und so blieb nur eine kniffelige Querung an einer steilen und bröseligen Böschung. Aber auch hier halfen unsere ladakhischen Begleiter nach Kräften. 
Der weitere Anstieg zum Dundunchen La brachte uns eine Herde von Wildschafen und eine fantastische Sicht über unseren bisherigen Trek mit den eigenwilligen Gesteinsfaltungen und Farben sowie die Berge wie Stok Kangri und Kang Yaze. Am Abstieg vom Dundunchen La war im unteren Teil wiederum der normale Abstieg verschüttet, so dass wir in eine Schlucht mit zahlreichen Bachüberquerungen oder besser -überspringungen ausweichen mussten. Mit Hilfe unseres Guides ein machbares Unterfangen.

unwegsame Querung zur Brücke
vor dem Dundunchen Basecamp
Abstieg vom Dundunchen La
Bild 1: unwegsame Querung zur Brücke Gerti Strobl-Wildemann
Bild 2: vor dem Dundunchen Basecamp Gerti Strobl-Wildemann
Bild 3: Abstieg vom Dundunchen La Gerti Strobl-Wildemann

Das Finale in Leh und Delhi

Am Ende nochmals einen Tag in Leh, den wir im Königspalast, im Bücherladen, im Café beim Leutebeobachten und in leckeren Restaurants mit den - möglicherweise besten - Momos ever verbrachten. 

Für uns kein Thema, aber wir haben unterwegs fast ausschließlich und meist alternativlos gute vegetarische Küche genossen, was vorab nicht kommuniziert war. Dies könnte für Menschen, die nur zwischen Mittag- und Abendessen Vegetarier sind, unerwartet sein.
Beim erforderlichen Aufenthalt in Delhi flüchteten wir hitzebedingt – wir alle drei kannten die üblichen Sehenswürdigkeiten in Delhi von früheren Besuchen- in das National Museum und am zweiten Tag in die National Gallery of Modern Art und schwelgten inmitten der üppigen Exponate, die unter anderem unsere Lust auf den chinesischen Teil der Seidenstraße weckten.

Blick zurück zum Konzke La 4900m
kleine Prozession zu Buddhas Geburtstag
unglaublich hilfsbereite  Besitzer des Homestays in Hemis Sc
Bild 1: Blick zurück zum Konzke La 4900m Gerti Strobl-Wildemann
Bild 2: kleine Prozession zu Buddhas Geburtstag Gerti Strobl-Wildemann
Bild 3: unglaublich hilfsbereite Besitzer des Homestays in Hemis Sc Gerti Strobl-Wildemann

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Eine Person wandert in den Bergen von Ladakh, Indien, umgeben von beeindruckenden Himalaya-Landschaften.
INDLTR

Trekking mit Übernachtung bei Familien in Homestays und in Zelten im indischen Himalaya

ab 3340 EUR inkl. Flug
Dauer 18 Tage / 4–12 Teilnehmer oder individuell ab 2 Personen
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