Nahaufnahme eines Chamäleons auf einem Ast, mit buntem Körper und ausgeprägtem Kopf. Tropische Umgebung.

Reise nach Madagaskar

Faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, spektakuläre Landschaften

Teilen Claire und Thomas K. 18.12.2024
Claire und Thomas K.

Unsere zweite Reise auf diese exotische Insel führte uns zunächst in den Osten zum Pangalanes-Kanal und anschließend in den Norden, wo es spektakuläre Landschaften mit entsprechend exotischen Tieren und Pflanzen zu entdecken gibt.

Im Osten bis zum Pangalanes-Kanal

Von Antananarivo sind wir zunächst auf der RN2 nach Osten gefahren. Das erste Highlight war der Besuch der Reptilienfarm bei Marozevo mit den vielen verschiedenen Chamäleon-Arten, Fröschen, Schlangen und Schmetterlingen. Im Andasibe-Mantadia Nationalpark konnten wir während einer 4-stündigen Wanderung Lemuren in ihrer natürlichen Umgebung entdecken, wir sahen u.a. Bambuslemuren, Braune Lemuren, Diadem-Sifakas und auch Indri-Indris, die grösste Lemurenart, die meisten davon hatten Jungtiere! 

Dann begann „Neuland“ für uns, es ging zum Pangalanes-Kanal, der längsten Wasserstrasse der Welt. Ankanin’ny Nofy, das „Nest der Träume“ liegt am Ampitabe-See und entsprechend kurzweilig war die Anreise. Die Palmarium Beach Lodge liegt mit ihren Bungalows direkt am Strand und bietet tolle Ausflugsmöglichkeiten: Lemuren im benachbarten Palmarium-Park, die Insel mit den Aye-Ayes, den sog. Fingertieren, die wir bei Dunkelheit beobachten konnten, das Fischerdorf, das zwischen dem Kanal und dem Ozean liegt.

Grauer Bambuslemur
Diadem-Sifakas
Aye-Aye
Bild 1: Grauer Bambuslemur Claire und Thomas K.
Bild 2: Diadem-Sifakas Claire und Thomas K.
Bild 3: Aye-Aye Claire und Thomas K.

Der Norden mit spektakulären Landschaften: Bucht von Diego-Suarez

Ein Inlandflug brachte uns frühmorgens von Tana nach Antsiranana (ehemals Diego-Suarez), das an der zweitgrößten natürlichen Bucht der Welt liegt. Unsere Route führte zum Montagne d’Ambre Nationalpark, wo wir in der superschönen und toll gelegenen Nature Lodge bei Joffreville unterkamen. Im Bergregenwald des Nationalparks haben wir Wasserfälle, Kraterseen, Vögel und dank unseres Guides auch die kleinste Chamäleon-Art der Welt gesehen! Anschließend verbrachten wir zwei Tage an der Bucht von Diego-Suarez, wo wir in Ramena Beach Station machten und auch die Gelegenheit nutzten, entlang der Drei Buchten am indischen Ozean zu wandern und zu schwimmen! Toll war auch der Sonnenuntergang an der Montagne des Français!

Nature Lodge, Joffreville
Baie des pigeons
Baobab am Montagne des Français
Bild 1: Nature Lodge, Joffreville Claire und Thomas K.
Bild 2: Baie des pigeons Claire und Thomas K.
Bild 3: Baobab am Montagne des Français Claire und Thomas K.

Tsingy Rouges und Tsingy d'Ankarana

Landschaftlich wurde es sehr kontrastreich, wir fuhren nach Ankarana, wo wir unterwegs die Tsingy Rouges besichtigten. Das sind Felsformationen aus rotem Sandstein, mit einem sehr schön angelegten Weg. Hunderte oder gar Tausende Spitzen von roter Laterit-Erde, die so typisch für Madagaskar ist, sind hier zu sehen, entstanden sind sie durch Wind- und Wassererosion. 

Der Ankarana-Nationalpark ist berühmt für seine Tsingy d’Ankarana, diese sind hier aus Kalkstein, grau und viel schroffer als die aus Sandstein. Um sie zu sehen ging’s durch einen Trockenwald, in dem wir u.a. nachtaktive Lemuren sahen, die sich in den Bäumen ausruhten. Auch Kronenlemuren und Vögel wie der blaue Vanga oder der Tulukuckuck leben hier. Am Rande des Waldes erstreckt sich dann diese mondähnliche graue und grandiose Landschaft! Wir wanderten bis zu einer Hängebrücke und wieder zurück.

Tsingy Rouges
Tsingy d' Ankarana
nachtaktiver Lemur
Bild 1: Tsingy Rouges Claire und Thomas K.
Bild 2: Tsingy d' Ankarana Claire und Thomas K.
Bild 3: nachtaktiver Lemur Claire und Thomas K.

Strandaufenthalt auf Nosy Bé

Der nächste Tag war wieder ein „Reisetag“, etwa 120 km in Richtung der Insel Nosy Bé, unterwegs ist noch ein Besuch einer Kakaoplantage geplant. Sehr interessante Führung u.a. auch mit der Demonstration der Bestäubung der Vanillepflanze, die auf Madagaskar ausnahmslos per Hand durchgeführt wird! Der Transfer vom Festland auf die Insel Nosy Bé und von da aus nochmal auf die kleinere Sakatia Island klappte perfekt, zuerst mit dem Auto zum Hafen, dann mit dem Schnellboot nach Hell-Ville auf Nosy Bé, weiter mit dem Auto und zuletzt noch ein Bootstransfer, bei dem wegen der herrschenden Ebbe eine lange Strecke gewatet wurde!

Wir besichtigten am nächsten Tag noch das Lokobe-Reservat auf der anderen Seite von Nosy Bé, wieder Boot, Auto, dann Fahrt mit einem Einbaum, alles funktionierte bestens. Wir sahen mehrere Boas, nachtaktive Lemuren und Mohrenmakis. Direkt vor der Sakatia-Lodge gibt es auch Meeres-Schildkröten zu sehen, wir hatten 2 mal das große Glück und waren beeindruckt!


 

Sakatia Lodge
im Einbaum zum Lokobe-Reservat
Mohrenmaki
Bild 1: Sakatia Lodge Claire und Thomas K.
Bild 2: im Einbaum zum Lokobe-Reservat Claire und Thomas K.
Bild 3: Mohrenmaki Claire und Thomas K.

Fazit

Wir haben natürlich noch viel mehr gesehen, Vögel und Pflanzen, die es nur auf Madagaskar gibt, bunte afrikanische Märkte mit exotischen Früchten und Gemüsen, von denen wir natürlich auch gekostet haben. Die Mangos waren gerade reif und schmeckten hervorragend! Bleibt noch zu erwähnen, dass wir unzählige Begegnungen hatten mit sehr freundlichen und aufgeschlossenen Menschen, die sich als Guides, Fahrer, Hotelpersonal, Restaurantangestellte, etc., immer sehr aufmerksam um uns gekümmert haben. Es war eine großartige Reise, an die wir uns noch lange erinnern werden und wir sagen Diamir für die perfekte Organisation ein herzliches Dankeschön!

Mangos, Corossols, Jackfruits
Vanille-Blüte
Bild 1: Mangos, Corossols, Jackfruits Claire und Thomas K.
Bild 2: Vanille-Blüte Claire und Thomas K.
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