Namibia: Ein „noch“ Geheimtipp für Mountainbiker
Entlang des Kunene Fluss durch den wilden Nordwesten
„Unterwegs im Sattel eines Fatbikes (…) lassen sich die unendlichen Weiten des Landes perfekt erkunden.“
„(…) weit weg von Coronazahlen und Impfdebakel.“
Im Februar buchte ich mir kurzerhand einen Flug nach Namibia. Trotz, dass Namibia offiziell als Corona-Risikogebiet geführt wird, sind die Fallzahlen sehr gering und das Land entspannt zu bereisen. Noch nie habe ich mich dort so frei gefühlt wie bei meiner Reise Mitte Februar. In Windhoek mietete ich mir mit drei Freunden Fatbikes – robuste Spaßräder mit voluminösen Reifen –, und los ging es damit bis an die Grenze zu Angola: über staubige Pisten, durch ausgetrocknete Flussbetten, vorbei an Antilopen, Giraffen und Elefanten. Es war Abenteuer pur. Den ganzen Tag an der frischen Luft, abends am Feuer, weit weg von Coronazahlen und Impfdebakel.
Namibia: Paradies für Aktivurlauber
Namibia, als Safariparadies in Deutschland bekannt, ist auf dem Sprung, auch für aktive und sportlich orientierte Naturliebhaber eine Trenddestination zu werden. Für Mountainbiker wie mich bietet sich eine spannende neue Erfahrung: Unterwegs im Sattel eines Fatbikes – benannt nach deren extradicken Reifen, die mit sehr wenig Luft gefahren werden, lassen sich die unendlichen Weiten des Landes perfekt erkunden.
Ursprünglich wurden diese Räder in Alaska und Kanada entwickelt, um im Schnee zu fahren. Nun haben sie den idealen Einsatzort im Geröll und Sand der Dünen, in den ausgetrockneten Flussbetten und auf den Passstraßen Namibias gefunden. Ein neues sportliches Abenteuer und ideal, um den kalten Wintermonaten in Europa zu entkommen. Seht selbst, welche tollen Motive wir in den trockenen Flussbetten, beim wilden Campen, auf Safari und über rustikale Passstraßen sammeln konnten.
„Fatbike Trips haben meiner Meinung nach immer etwas Expeditionsfaktor“
… so Geschäftsführer und Inhaber von NatureFriend Safaris Leander Borg. Leander ist selbst begeisterter Mountainbiker und war maßgeblich an der Durchführung meiner Tour beteiligt. Ganz nebenbei lässt sich das sportliche Erlebnis mit einer Safari verbinden. Mit etwas Glück lassen sich vom Sattel aus Elefanten, Giraffen, Nashörner und Löwen beobachten. Begleitfahrzeuge, ein Guide, ein Mechaniker und eine Menge Wasser sind auf solch einer Tour natürlich immer mit dabei. Auf Wunsch können die Touren auch mit E-Fatbikes durchgeführt werden:
Tourvorschlag 1
Gestartet wird am Sesfontein Guesthouse und von dort geht es durch das Trockenflussbett des Huanib (mit wildem Camping). Weiter geht es durch die Dünen und entlang am Atlantik bis zur Shipwrecklodge und anschließend über die Berge oder entlang im Flussbett des Hoarusib bis nach Purros (mit wildem Camping oder Okahirongo Elephant Lodge). Zuletzt geht es zurück zum Sesfontein Guesthouse. Diese Tour hat eine Gesamtlänge von ca. 380 km.
Tourvorschlag 2
Vom Sesfontein Guesthouse geht es bis zur Okahirongo Elephant Lodge. Anschließend geht es durch das Trockenflussbett des Huanib, über die Berge bis zum Trockenflussbett des Khumib und weiter bis zur Marbles Campsite. Zuletzt führt diese Tour über die Pässe, inklusive einer 10 km langen, traumhaften Abfahrt über eine Sandfläche, bis zum Marienflusstal zum Okahirongo River Camp am Kunene. Diese Tour hat eine Gesamtlänge von ca. 320 km.
Also, auf geht's zur Aktivreise nach Namibia!