Ein historisches Bauwerk mit Steingewölben und einem Minarett im Hintergrund, Blick auf hügelige Landschaften in der Ferne.

Ostanatolien - die etwas andere Türkei

10 Tage mit DIAMIR vom Vansee bis nach Gaziantep

Teilen Stefan Hilger 29.05.2024
Stefan Hilger

Ich habe lange auf diese Reise gewartet. Im letzten Jahr konnten wir nicht reisen, weil ein schreckliches Erdbeben diese Region heimgesucht hatte. Nun habe ich den erst möglichen Termin bei DIAMIR wahrgenommen und bin überglücklich. Ich hatte schon eine gewisse Erwartungshaltung, weil ich bereits andere Regionen in der Türkei kenne. Gespannt traten wir die Reise an und flogen zunächst nach Van.

Die Region Vansee

Die Reise startet in der Hauptstadt Ostanatoliens, in Van. Die Region um den gleichnamigen See wartet mit Superlativen. Allein der riesige Sodasee (1700 m) zählt den größten Gebirgsseen der Erde. Die Berge drumherum erreichen Höhen bis über 4000m. Der Mt. Süphan, der sehr prominent am Nordufer von überall zu sehen ist, zählt zu den drei Viertausendern, den die Türkei besitzt. Die Zitadelle in Van macht besonders am Abend Spaß, wenn die Sonne über dem Vansee untergeht. In Van selbst habe ich bereits erste Leckereien erstanden. In den Delikatessgeschäften gibt es unendlich viele Erzeugnisse von Mandel bis Pistazie - ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns später noch erwartet. Die Akdamar-Insel mit der Armenischen Kapelle ist ein Muss. Vormittags macht es mehr Sinn dorthin überzusetzen, denn dann ist es noch schön leer und man kann die wunderbaren Fresken besser genießen.

Abendstimmung auf der Van-Burg
Firedhof von Ahlat (UNESCO)
Akdamar-Insel mit Mt. Artos im Hintergrund
Bild 1: Abendstimmung auf der Van-Burg Stefan Hilger
Bild 2: Firedhof von Ahlat (UNESCO) Stefan Hilger
Bild 3: Akdamar-Insel mit Mt. Artos im Hintergrund Stefan Hilger

Der Nemrut-Krater

Wohlgemerkt - der Vulkan Nemrut nahe des Vansees! Die Götterfiguren am Berg Nemrut kommen später noch. Manchmal geht dieses Naturhighlight doch etwas unter - aber absolut zu Unrecht. Wenn man einmal in dieser Gegend ist, sollte man unbedingt diesen gewaltigen Vulkan anschauen und möglichst hineinfahren, was mittels einer Straße, die durch eine Bresche in den Krater hineinführt. Das allein ist schon Wahnsinn. Hier wird eine Wanderung unternommen. Wie lang die letztlich ausfällt kann innerhalb der Gruppe besprochen werden. Dieser Ausflug lohnt sich und stellt für mich das Naturhighlight dieser Reise.

Blick aus dem Flugzeug in den Nemrut-Krater
Am Kraterrand
Blick nach Tatvan vom Krater
Bild 1: Blick aus dem Flugzeug in den Nemrut-Krater Stefan Hilger
Bild 2: Am Kraterrand Stefan Hilger
Bild 3: Blick nach Tatvan vom Krater Stefan Hilger

Diyarbakir

Vom Vansee macht man einen gewaltigen Sprung und zwar nach Nordmesopotamien. Wir sind in Südostanatolien angekommen. Es ist spürbar heißer und die Landschaft völlig anders als noch in der Region Van. In Diayrbakir haben wir eine wunderbare Stadtrundführung erlebt. Am Tigris haben wir herrlichen Tee genossen und den Tag Revue passieren lassen. Die Stadt ist recht trubelig, aber unheimlich schön. Die Karawanserei mit den Cafés war für mich das Highlight.

Delikatessen überall
Die lichtdurchflutete Karawanserei
10-Augen-Brücke über den Tigris
Bild 1: Delikatessen überall Stefan Hilger
Bild 2: Die lichtdurchflutete Karawanserei Stefan Hilger
Bild 3: 10-Augen-Brücke über den Tigris Stefan Hilger

Hasankeyf, Midyat, Kloster-Mor Gabriel, Mardin

Die versunkene Stadt Hasankeyf liegt auf der Route nach Midyat. Diese Stadt wurde überflutet als ein Staudamm ca. 40km entfernt errichtet wurde. Teile der Stadt wurden mit großem Aufwand auf die andere Seite transportiert. Eine Bootsfahrt bringt das Geschehen in unmittelbare spürbare Nähe. Midyat - schade, dort hätten wir gern übernachtet. Der Ort ist toll und die Häuser haben herrlichste Verzierungen und einen ganz eigenen Baustil. Eigentlich ist dieser Ort ein Geheimtipp. Das Kloster Mor Gabriel war überraschend leer. Wir hatten einen guten Zeitpunkt erwünscht. Diese syrisch orthodoxe Klosteranlage ist unvergleichlich. Von dort geht eine ungeheure Magie aus. Es ist so dermaßen gut erhalten, was uns in Staunen versetzte. Eine herrliche Anlage mit vielen interessanten Geschichten. Volkan hat uns eine eigene Führung gegeben. Wir brauchten überhaupt kein lokales Personal. Beeindruckend! Gegen Abend erreichen wir Mardin, was sich spektakulär an einen Felsen schmiegt. Diese Stadtstruktur ist unvergleichlich. Mardin - einfach fantastisch.

Mardin
Mardin Stefan Hilger

Göbeklitepe kann man eigentlich nicht fotografieren, man muss es gesehen haben

Der archäologische Höhepunkt der Reise. Davon enorm beeindruckt tut ein Ruhetag in Şanlıurfa gut. Um Göbeklitepe vielleicht noch besser zu verstehen, sollte man unbedingt das archäologische Museum in Şanlıurfa besuchen, wo einiges nachgebaut wurde und noch tiefer erklärt wird. Es gibt einen Bereich, wo sie den Ausgrabungsgrund selbst betreten können und den Details extrem nahe kommen. Durch den Ruhetag war das gewährleistet - sehr gut durchdacht.

Göbeklitepe
Şanlıurfa
Ausgrabungsstätte
Bild 1: Göbeklitepe Stefan Hilger
Bild 2: Şanlıurfa Stefan Hilger
Bild 3: Ausgrabungsstätte Stefan Hilger

Auf den Berg der Götter

Unser Hotel in den Bergen war der ideale Ausgangspunkt für diese Exkursion. Mit großer Spannung wurde die von allen Teilnehmer erwartet. Und musste kommen, wie es kam - alle waren einfach platt von der Herrlichkeit und monumentalen Wucht dieser Anlage. Dieses Areal, diese Sehenswürdigkeit zählt zu den Top 5, die ein jeder in Türkiye gesehen haben sollte. Man kann dieser Magie nicht entkommen. Der Weg hinauf allein ist schon so aufregend, dass wir alle losrennen wollten, doch die Höhe von über 2000m machte das schnell zunichte. Und wir waren wieder fast allein da oben auf den beiden Terrassen. Ein Moment für die Ewigkeit. Die Sonne kommt am Firmament heraus und alles wird in einen rot-orangenen Kontrast getaucht. Dieser Ort ist "Special" und wurde bewusst so errichtet. Die Geschichten um den Bau erzeugten bei jedem von uns Gänsehaut. Ich möchte nicht zu viel verraten...

Prozessionsweg zum Nemrut-Gipfel
Figuren auf der Ost-Terrassen
Die Westterrasse
Bild 1: Prozessionsweg zum Nemrut-Gipfel Stefan Hilger
Bild 2: Figuren auf der Ost-Terrassen Stefan Hilger
Bild 3: Die Westterrasse Stefan Hilger

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Der Nemrut Berg in der Türkei mit antiken Statuen und felsiger Landschaft unter einem orangefarbenen Himmel.
TUROST

Monumentale Zeitreise nach Nordmesopotamien zu Götterthronen, versunkenen Städten und schwarzen Rosen

ab 3270 EUR inkl. Flug
Dauer 10 Tage / 6–12 Teilnehmer oder individuell ab 2 Personen
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