Ein Blick auf einen Sandstrand am Fluss mit einem großen Baum und Felsen im Vordergrund, im Hintergrund Hügel.

Sonderreise nach Gabun

Naturbeobachtungen zwischen Regenwald und Meer

Teilen Dr. Ebba Käse 10.08.2025
Dr. Ebba Käse

Ich sitze am Frühstückstisch, schaue aufs Meer und habe die schwierigste Entscheidung des Morgens zu treffen: Pain au chocolat oder Croissant?
Wir haben eine dreitägige Verlängerung im Baie des Tortues Luth Hotel im Pongara Nationalpark gebucht und sind angenehm überrascht. Bei unserem Bushwalk direkt hinter der Lodge haben wir Schimpansen gehört und kamen 2 Waldelefanten ziemlich nah.

Ankunft in Libreville

Nach Visaformalitäten und Einreise haben wir am späten Abend noch etwas Zeit für ein Kennenlernen der Gruppe bei einem ersten "Regab", dem gabunesischen Bier. Am nächsten Morgen werden die Märkte erkundet und das Nationalmuseum besichtigt, bevor wir Mittags in einem Strandrestaurant chillen können. Nachmittags besuchen wir eine Schokoladenfabrik, eine Kirche mit landestypischen Holzschnitzereien und einige Galerien, bevor es zum Bahnhof geht. Dort sind Liegesitze in einem VIP-Waggon für uns reserviert. Der Zug fährt pünktlich ab. Die Klimaanlage ist gefühlt auf Minus 5° C eingestellt, aber wir waren vorgewarnt und hatten uns entsprechend warm angezogen. 
Mitten in der Nacht erreichen wir Lopé, schlafen noch ein paar Stunden im Hotel und erwachen mit einem paradiesischen Blick auf den Ogooue-Fluss. Es sieht alles noch genau so aus wie vor 19 Jahren, als wir schon einmal dort waren. 
Gabun, etwas kleiner als Deutschland hat nur 2,6 Mio. Einwohner und 10% der Fläche sind Nationalparks. Es ist das Land mit dem zweithöchsten pro-Kopf-Einkommen in Afrika, die Preise sind entsprechend. Luxus darf man dafür jedoch nicht erwarten!

Entspannung am Strand
Safou (Afrikanische Pflaume)
Zug nach Lopé
Bild 1: Entspannung am Strand Dr. Ebba Käse
Bild 2: Safou (Afrikanische Pflaume) Dr. Ebba Käse
Bild 3: Zug nach Lopé Dr. Ebba Käse

Auf der Suche nach Mandrills im Lopé-Nationalpark

In kleinen Gruppen zu 4 Personen begeben wir und auf die Suche nach den hier vorkommenden seltenen Mandrills. Einer der Affen trägt ein Sendehalsband, so dass es etwas leichter ist, die Gruppe aufzuspüren. Nach kurzem Weg durch die Savanne und kleine Galeriewälder haben unsere Guides sie entdeckt. Ich bin überrascht, wie viele es sind, sicherlich an die 100 Stück. Die Fotobedingungen sind schwierig aber nicht unmöglich. 
Über die Bwiti-Zeremonie, zu der wir am Abend eingeladen sind, kann ich nur von Erzählungen der Mitreisenden beichten, sie ging bis in die frühen Morgenstunden, dafür war ich zu müde! Es handelt sich dabei um ein animistisches Initiations-Ritual, bei dem die stimulierende Wurzel des Iboga-Baums genutzt wird. Es folgen lautstarke Gesänge, Trommeln und Tanz. Das Ritual wird auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.

Mandrills im Lopé-Nationalpark
Afrikanischer Waldbüffel
Schimpansenspur
Bild 1: Mandrills im Lopé-Nationalpark Dr. Ebba Käse
Bild 2: Afrikanischer Waldbüffel Dr. Ebba Käse
Bild 3: Schimpansenspur Dr. Ebba Käse

Auf den Spuren Albert Schweitzers

Weitere Safaris im Wagen und zu Fuß folgen, bevor wir uns in Richtung Lambaréné aufmachen. Wir sind im historischen Teil des Krankenhauses untergebracht. Meine Ehrfurcht vor den Leistungen des damaligen Teams wächst stetig auf der etwa zweistündigen Führung. 
Am Nachmittag folgt eine Bootsexkursion, wo wir die Gelegenheit haben, Vögel, Affen und Hippos zu beobachten. 
Der nächste Tag ist ein reiner Fahrt-Tag. Leider wurden die Geschwindigkeit und der Benzinverbrauch des Bootes grob unterschätzt, so dass wir kurz paddeln mussten, bevor wir ein Dorf erreichten, in dem wir etwas Benzin "leihen" konnten (die ganze Geschichte würde hier den Rahmen sprengen). Wir mussten den Reiseverlauf abändern, hatten eine Nacht weniger in der urigen Akaka-Lodge, dafür eine zusätzliche Nacht in der Ndola-Lodge, die etwas großzügigere Zelte und Internet hat.

Im historischen Krankenhaus
Auf Safari
Hippo im Fluss
Bild 1: Im historischen Krankenhaus Dr. Ebba Käse
Bild 2: Auf Safari Dr. Ebba Käse
Bild 3: Hippo im Fluss Dr. Ebba Käse

Gorilla-Tracking in den Akaka-Sümpfen

Gleich am nächsten Morgen geht es in einer kleinen Gruppe los zum Gorilla-Tracking. Die westlichen Flachlandgorillas sind etwas agiler als Berggorillas, so dass die Fotobedingungen entsprechend schwieriger sind. Wir mussten die Tiere zudem durch einen Sumpf verfolgen, wo wir gegenüber den Gorillas klar im Nachteil waren. 
Weniger anstrengend sind die Bootssafaris auf dem Akaka-Fluss, wir konnten in aller Ruhe Vögel, Elefanten, Hippos und Spitzmaulkrokodile beobachten. Ein Elefant stattete dem Camp einen Besuch ab, er fraß seine Lieblingsfrüchte, ohne sich an unserer Anwesenheit zu stören oder irgendeinen Schaden anzurichten.

Gorilla-Tracking in den Akaka-Sümpfen
Akaka-Lodge
Akaka-Lodge
Bild 1: Gorilla-Tracking in den Akaka-Sümpfen Dr. Ebba Käse
Bild 2: Akaka-Lodge Dr. Ebba Käse
Bild 3: Akaka-Lodge Dr. Ebba Käse

Von Loango zurück nach Libreville

Nach einer weiteren Safari in der Savanne des Loango-Nationalparks traten wir die Rückreise nach Libreville an. Nach kurzer Bootsfahrt stiegen wir in Geländewagen um und erreichten nach einigen Stunden Port Gentil, wo wir einen kurzen Flug nach Libreville nahmen. Hier verlief alles pünktlich. Für die, die keine Verlängerung gebucht hatten, ging es am nächsten Abend zurück nach Deutschland. Vorher hatten sie noch die Gelegenheit diverse Insektenstiche im Atlantik zu kühlen. Auch wenn in der Trockenzeit nicht so viele Mücken unterwegs waren, wurden wir dennoch von anderen Blutsaugern traktiert, am schlimmsten von den Bremsen. Zum Glück übertragen diese wohl keine Tropenkrankheiten. Es regnete auf dieser Reise nicht, aber der Himmel war meist bewölkt, was den Vorteil hatte, dass es nicht so heiß war. 
Wer sich auf Komfortverzicht zu hohen Preisen einlassen mag, wird auf dieser Reise reich belohnt mit Sichtungen seltener Tiere in einer der unberührtesten Landschaften Afrikas!

Im Loango-Nationalpark
Safari im Loango-Nationalpark
Zelt-Unterkunft in der Akaka-Lodge
Bild 1: Im Loango-Nationalpark Dr. Ebba Käse
Bild 2: Safari im Loango-Nationalpark Dr. Ebba Käse
Bild 3: Zelt-Unterkunft in der Akaka-Lodge Dr. Ebba Käse

Bereit für ein Abenteuer? Entdecke unsere Reise

Ein Gorilla sitzt entspannt im Regenwald von Gabun, umgeben von üppigem Grün.
GABSO1

Abenteuerreise für Afrika-Kenner in die Regenwälder Zentralafrikas

ab 11 990 EUR inkl. Flug
Dauer 13 Tage / 8 Teilnehmer
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