Detailansicht der wunderschön verzierten Kuppel der Nekropole Shakhi-Zinda in Usbekistan über dem historischen Ort Samarkand.

Stippvisite in Usbekistan

Sowjet-Schick am Plattenbau und die blauen Kuppeln der Seidenstraße

Teilen Michél Pretzsch 22.10.2019
Michél Pretzsch

Für mich als „alten“ Südostasien-Reisenden war meine erste Reise nach Zentralasien wie die grobe fette Salami auf der Schlachtplatte. Ich war den feinen Geschmack der Edelsalami gewohnt und wähnte mich bei deren Genuss immer in einem bekannten, angenehmen Gefühl. Doch jetzt erwischte ich aus Versehen einmal die „Grobe“. Mir fiel sofort der ehrliche, intensive Geschmack auf und ich wunderte mich, weshalb ich mich nicht eher zu probieren getraut hatte. 

Samarkand Registan blaue Kuppel
Samarkand Registan
Bild 1: Samarkand Registan blaue Kuppel Michél Pretzsch
Bild 2: Samarkand Registan Michél Pretzsch

Usbekistan, die grobe Salami?

Ja, so lässt sich mein erster Besuch in Zentralasien am besten beschreiben: etwas rauer, etwas gröber aber eben unheimlich ehrlich, intensiv und verdammt interessant. Die blauen Kuppeln der Seidenstraße waren es nun, die mich letztlich lockten und „zur Groben“ greifen ließen. Usbekistan, der Wüstenstaat im Herzen des asiatischen Kontinents, wurde mein Einfallstor in diese neue Welt. Ein schöner Einstieg, wie sich schnell herausstellen sollte.

Samarkand Straßenszene
Essen Gastfreundschaft
Samarkand Basar Teppichhändler
Bild 1: Samarkand Straßenszene Michél Pretzsch
Bild 2: Essen Gastfreundschaft Michél Pretzsch
Bild 3: Samarkand Basar Teppichhändler Michél Pretzsch

Taschkent: Reise mit Nostalgienote

Die ehemalige Sowjetrepublik präsentiert sich in der Hauptstadt Taschkent entspannt großstädtisch – ein wenig wie unsere DIAMIR-Heimatstadt Dresden – und bezaubert mit einzigartigen Relikten sozialistischer Architektur. Allein der gewaltige, mit feiner Stahlbetonornamentik verzierte 17-Geschosser des Hotel Uzbekistan im Stadtinneren lässt erahnen, in welchen Dimensionen die UdSSR einst dachte. Noch heute hallt hier der Ruf einer längst vergangenen Zeit durch die Zimmer, auch weil das Warmwasser ab Etage 10 schon als rares Gut bezeichnet werden kann.

Taschkent Hotel Uzbekistan
Taschkent Museum
Taschkent Chorsu Basar
Bild 1: Taschkent Hotel Uzbekistan Michél Pretzsch
Bild 2: Taschkent Museum Michél Pretzsch
Bild 3: Taschkent Chorsu Basar Michél Pretzsch
Taschkent Chorsu Basar
Taschkent Chorsu Basar
Bild 1: Taschkent Chorsu Basar Michél Pretzsch
Bild 2: Taschkent Chorsu Basar Michél Pretzsch

Usbekistan: Geschäftiges Treiben in allen Gassen

Auf den Straßen flitzen flott überladene Ladas herum und die Metrostationen Taschkents verzaubern mit imposanten Sowjetmosaiken, während der Bahnverkehr im Land bereits im 21. Jahrhundert angekommen ist. Mit bis zu 220 Stundenkilometern verbindet der Afrosiab-Schnellzug die Hauptstadt mit der Wüstenmetropole Samarkand. Im Herzen der Stadt weicht hier der Plattenbau filigranen Reliefs an Medresen, Mausoleen und Nekropolen. Die zahlreich verzierten Bauwerke entlang der alten Seidenstraße wurden teils aufwendig rekonstruiert und beim Streifzug über den Registan-Platz oder durch die Gänge Schah-I-Zindas lässt sich die Bedeutung dieses einzigartigen Handelsweges zwischen Ost- und West nur erahnen.

Samarkand Registan Innenhof
Samarkand Nekropole Totenstadt Shakhi-Zinda
Samarkand Frauen am Registan
Bild 1: Samarkand Registan Innenhof Michél Pretzsch
Bild 2: Samarkand Nekropole Totenstadt Shakhi-Zinda Michél Pretzsch
Bild 3: Samarkand Frauen am Registan Michél Pretzsch

Ein Tag in Usbekistan endet meist mit dem Nationalgericht Plov, schmackhaftem Schaschlik und gern auch mit einem Wodka in der Sauna und in Hotelzimmern, die von orientalischer Kulisse bis hin zu golden-rosa DDR-Romantik ebenfalls eine große Spanne abdecken. Zentralasien ich bin bereit für das nächste –ISTAN …

Straßenszene Lada
Taschkent Metro
Taschkent Metro
Bild 1: Straßenszene Lada Michél Pretzsch
Bild 2: Taschkent Metro Michél Pretzsch
Bild 3: Taschkent Metro Michél Pretzsch
Ein Mensch fotografiert die reich verzierten Kacheln eines historischen Gebäudes in Samarkand, Usbekistan, im Detail.
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Rundreise-Klassiker zu den Oasenstädten entlang der Seidenstraße – Kultur kombiniert mit Wüste und Ferganatal

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Dauer 15 Tage / 4–12 Teilnehmer oder individuell ab 2 Personen
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