• Jerewan mit Ararat
  • Sonnenaufgang im Hochland bei Jermuk
  • Wanderung zum Kloster Noravank
  • Sergei Paradschanov
  • Heiße Quellen bei Jermuk
  • Schafherde im Armenischen Hochland
  • Petroglyphenfeld im Armenischen Hochland
  • Serpentinen im Süden
  • Freunde in Berg Karabach
  • Straßenstände in Areni
  • Bäuerin in Areni
  • Stadt Kapan
  • Höchster Pass Armeniens
  • Landschaft bei Jolfa
  • Bazar in Shiraz
  • St. Stephanos
  • St. Thaddhäus
  • Schäfer in Ostaserbaidschan
  • Mittagessen
  • Urumieh-See
  • El Goli Park in Tabriz
  • Blaue Moschee und Statue in Tabriz
  • Azadi Turm Teheran

Armenien – Iran

 

Eine Reise vom Okzident zum Orient

18 Tage Kultur- und Naturrundreise

    
Dauer 18 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 3850 EUR   drucken
Tourcode ARMIRA   zum Filter
Teilnehmer min. 8 – max. 12    
   
 
 
 
 

Vom Abendland ins Morgenland ist das Thema unserer preisgekrönten Natur- und Kulturreise. Eine Reise vom Urgestein des Christlichen Glaubens ins neu erwachte ehemalige Reich der Perser. Lange vor unserer Zeitrechnung waren große Gebiete im Dreiländereck Armenien, Iran und Türkei im Königreich Urartu vereint. Diese Länder haben in ihrem Einflussbereich viele kulturelle Relikte und Traditionen hinterlassen, welche über Jahrhunderte gepflegt, geduldet oder einfach nur dem Zahn der Zeit überlassen wurden. Sie erwarten facettenreiche Unternehmungen, bei denen überwiegend wenig besuchte Orte oder längst vergessene Zeugnisse geschichtlicher Metamorphosen das Besondere unserer länderübergreifenden Reise auszeichnen.
Die Tour empfiehlt sich für alle mit Pioniergeist, welche spezielle Ecken beider Länder abseits der Touristenpfade kennenlernen oder ihre persönliche Reiselandkarte komplettieren möchten. Ein Hauch von Entdeckertum schwingt während der Tour immerzu mit. Wer im Nachgang noch weitere Höhepunkte Irans erleben möchte, dem bieten sich Verlängerungsmöglichkeiten zu den Kulturschätzen im Süden an.

Höhepunkte

Höhepunkte

  • Brückenschlag zweier unterschiedlicher Kulturkreise

  • Wichtige Route der westlichen Seidenstraße

  • Zahlreiche UNESCO-Weltkulturerbestätten

  • Die wichtigsten Highlights von Jerewan bis Teheran

  • Die ungleichen Brüder Sewan- und Urumiyeh-See

  • Kulinarischer Zauber Transkaukasiens

  • Anschlussmöglichkeiten zu den Schätzen im Südiran

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise

Flug gegen Abend nach Jerewan.

2. Tag: Sonnenstadt Jerewan (F/A)

2. Tag: Sonnenstadt Jerewan (F/A) 1

Ankunft am zeitigen Morgen und Transfer ins Hotel. Nach einem späten Frühstück erster Stadtrundgang. Zunächst geht es zu einem Aussichtspunkt über der Stadt, den sogenannten Kaskaden, von wo man einen herrlichen Blick genießt. Kaffeepause beim Besuch des Meisters für das armenische Instrument Duduk aus Aprikosenholz. Höhepunkt des Tages ist die Führung in der Bibliothek von Matenadaran, wo eine der größten und wertvollsten Handschriftensammlung der Welt aufbewahrt ist. Ein wahrer Geheimtipp in Jerewan ist der Besuch des Museums des umstrittenen armenischen Ausnahmekünstlers und Kinoregisseurs Sergei „Kinorebell“ Paradschanov. Abends Begrüßungsessen in einem typisch armenischen Restaurant. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Die Hauptkirche Armeniens und Chor Virap (F/M)

3. Tag: Die Hauptkirche Armeniens und Chor Virap (F/M) 1

Fahrt nach Echmiadzin, der alten Hauptstadt Armeniens. Heute ist sie Sitz des Katholikos der Armenier, des geistlichen Oberhauptes der Armenisch Apostolischen Kirche. Mittagessen in einer Kunstschule. Nach dem Mittag Fahrt nach Chor Virap. Kein anderes Kloster Armeniens wird häufiger abgebildet. An keinem anderen Ort scheint der von Armenien immer noch unzugängliche Ararat so zum Greifen nah wie hier. Rückfahrt nach Jerewan. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 2-3h, 140 km).

4. Tag: Der Aragats – Thron der Armenier (F/M)

4. Tag: Der Aragats – Thron der Armenier (F/M) 1

Der Tag beginnt mit der Fahrt zum Berg Aragats, dem höchsten Berg Armeniens (4095 m). Besichtigung der einzigen gut erhaltenen Festung Armeniens, die Verteidigungsanlage von Amberd. Eine kleine Wanderung im Hochland rund um die Burgzitadelle ist eine willkommene Abwechslung zu den kulturellen Beiträgen. Vom Hochplateau bietet sich Ihnen ein überwältigender Blick gen Süden auf die beiden Gipfel des Ararat. Auf der Rückfahrt fahren Sie noch zur Genozid-Gedenkestätte Tsitsernakaberd. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 2-3h, 140 km, Gehzeit: ca 1-2h).

5. Tag: Tempel, Klöster und das Meer der Armenier (F/M)

5. Tag: Tempel, Klöster und das Meer der Armenier (F/M) 1

Fahrt zum Höhlenkloster von Geghard, dem beliebtesten Wallfahrtsort Armeniens. Zunächst aber Stopp am griech.-röm. Sonnentempel von Garni. Der Klosterkomplex Geghard liegt etwas weiter am Ende einer herrlichen Schlucht. Geghard und Garni gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mittagessen bei einer armenischen Familie. Nach dem Mittag Weiterfahrt zum Sewansee, dem Meer der Armenier. Entlang des Nordufers gelangen Sie zur Halbinsel und besuchen dort das Sewankloster. Übernachtung in Sewan im Hotel. (Fahrzeit ca. 2-3h, 140 km).

6. Tag: Vom Sewansee ins Tal des Arpa (F/M (LB)/A)

Am Morgen fahren Sie zunächst an das Südufer des Sewan und besuchen Noratus, ein Friedhof mit der größten Anzahl an Chatschkaren (Kreuzsteinen) in Armenien. Weiter geht die Fahrt hinauf Richtung Selim-Pass (2410 m). Unterhalb des Passes besichtigen Sie die Selim-Karawanserei aus dem 14. Jh. Das ehemalige Gästehaus zählt zu den am besten erhaltenen Karawansereien der Seidenstraße. Im Dörfchen Eghegis im Distrikt Wajadzor gehen Sie zu einem alten jüdischen Friedhof aus dem 12. Jahrhundert. Im nahen Jeghegnadzor kommen Sie in einer gemütlichen Privatunterkunft unter. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 2-3h, 130 km, Gehzeit: ca. 1h).

7. Tag: Aus dem Weintal zum Luftkurort Dschermuk (F/M/A)

Heute besteht zunächst die Möglichkeit ein kleines, privates Weingut in der Nachbarschaft des Gästehauses zu besuchen. Zweite Station ist das Kloster Noravank, welches am Ende einer engen Schlucht auf einem Felsen thront. Sie unternehmen eine einstündige Panorama-Wanderung bei der Sie die Anlage Noravank bereits im Blick haben. Mittagspause nahe Noravank. Weiter geht es in Richtung Südosten nach Dschermuk. Eine spektakuläre Fahrt entlang eines riesigen Canyons bringt Sie zum Luftkurort. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 2h, 90 km, Gehzeit: 1-1,5h).

8. Tag: Unterwegs im Armenischen Hochland (F/M (LB)/A)

8. Tag: Unterwegs im Armenischen Hochland (F/M (LB)/A) 1

Heute brechen Sie auf zu einer Off-Road-Exkursion ins armenische Hochland. Mit dem Geländewagen geht es ca. 2h hinauf auf über 3000 m in eine äußerst sehenswerte Vulkanlandschaft. Prähistorische Zeichnungen in einem mystischen Gesteinsfeld geben den Einheimischen seit langem große Rätsel auf. Mittags genießen Sie das Picknick auf den idyllisch gelegenen Hochalmen. Wenn überhaupt, begegnen Sie Hirten mit ihren Schafherden. Nachmittags fahren Sie zu einem nahe gelegenen Tal bei Dschermuk. Ziel dieses kleinen Ausflugs sind heiße Quellen. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 2h, 100 km, Gehzeit: 2h).

9. Tag: Himmel und Hölle im Süden (F/A)

9. Tag: Himmel und Hölle im Süden (F/A) 1

Abseits der Straße besichtigen Sie zunächst Karahunj, ein 6000 Jahre altes Observatorium. Das wichtigste Ziel des Tages ist jedoch das Kloster Tatev, welches Sie mittels einer Seilbahn erreichen. In über 320 m Höhe schwebt man über die diabolisch wirkende Schlucht des Worotan. Für den besten Blick auf das Kloster lohnt eine kleine Wanderung. Den Abschluss des Tages bildet eine Wanderung zu den Höhlen von Khndzoresk. Noch bis ins 20. Jh. lebten hier Familien inmitten von Höhlenwohnungen, Höhlenkirchen und in Fels geschlagenen Schulen. Kurze Fahrt nach Goris. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4h, 180 km, Gehzeit 2-3h).

10. Tag: Auf Wiedersehen in Armenien (F/M (LB)/A)

10. Tag: Auf Wiedersehen in Armenien (F/M (LB)/A) 1

Heute verlassen Sie Armenien und wechseln hinüber in den Iran. Eine wunderschöne Fahrt bringt Sie über Kapan zum höchsten Pass des Landes, den Meghri-Pass (2535 m). Innerhalb von 50 km fahren Sie hinab auf ein Niveau von nur noch 500 m. Mittagspicknick in Armenien. Wechsel des Begleitteams und kurze Grenzformalitäten. Sie fahren nach Jolfa entlang des Grenzflusses Araks. Von Jolfa sind es nur 15 km bis zur Klosteranlage St. Stephanos. Besichtigung und Rückfahrt. Begrüßungsabendessen. Übernachtung im Hotel in Jolfa. (Fahrzeit ca. 5-6h, 270 km).

11. Tag: Faszinierendes Dreiländereck (F/M (LB))

Auf Ihrer Reise befinden Sie sich momentan im faszinierenden Dreiländereck des Iran – der Enklave Nachitschewan und der Türkei. Ihr erstes Ziel ist die heute mehrheitlich von Kurden und Aserbaidschanern bewohnte Region im Nordwesten des Landes. Ziel der Fahrt ist die bekannteste armenische Kirche auf dem Territorium des Iran – Kloster St. Thaddäus, die sogenannte „Schwarze Kirche“. Mittagspicknick an der Kirche. Weiterfahrt durch beeindruckende Landschaft nach Urumieh. Noch vor Urumieh, etwas abseits der Straße, gibt es eine hervorragende Uferstelle. Skurrile Fels- und Salzformationen ragen aus dem See. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 6-7h, 420 km).

12. Tag: Urumieh-See, Kandovan und Tabriz (F)

12. Tag: Urumieh-See, Kandovan und Tabriz (F) 1

Von der Stadt Urumieh, die heute ein gutes Stück entfernt liegt vom gleichnamigen See, geht die Fahrt nach Tabriz. Über den Damm, der das West- mit dem Ostufer verbindet, kann man sehr schön die einstige Größe des Sees nachvollziehen. Hier haben Sie nochmals die Möglichkeit nah ans Ufer des Sees zu kommen. Weiterfahrt nach Kandovan, einem malerischen Dorf, in dem Tuffkegel und hinkelsteinförmige Häuser die Szenerie beherrschen. Eingebettet in die urwüchsige Landschaft einer Flussoase liegt das bezaubernde Dorf, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die bäuerliche Bevölkerung lebt von den regionalen Erzeugnissen, insbesondere von Schafzucht, Obstanbau und Ackerbau. Sie haben Gelegenheit, den Handwerkern über die Schulter zu schauen, sowie je nach Jahreszeit Aprikosen, Granatäpfel oder andere Früchte zu kaufen. Schließlich setzen Sie die Fahrt nach der Metropole des Nordens, nach Tabriz, fort. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit: 3-4h, 200 km).

13. Tag: Tabriz Stadbesichtigung (F)

13. Tag: Tabriz Stadbesichtigung (F) 1

Nach den langen Fahrtagen können Sie sich heute auf einen Ausflug größtenteils zu Fuß (mit kurzen Anfahrtswegen) freuen. Tabriz ist eine quirlige Universitätsstadt und berühmt für seine geknüpften Teppiche. Teppich-Liebhaber können auf dem lebendigen Basar (15. Jh.) wunderbare Modelle bestaunen. Das Areal des Basars mit seinen Backsteingewölben gehört zu den vielleicht schönsten des Iran. Die Masjed-e Kabud oder Blaue Moschee (15. Jh.) lohnt einen Besuch wegen der besonderen Farbkombination der Kacheln. Weiter geht es zur Ali- Shah-Festung an, bei der es sich um die Reste der gewaltigen Ali-Shah-Moschee handelt. Der Besuch des Ost-Aserbaidschan-Museums, mit einer umfangreichen ethnologischen Ausstellungen, ist der Höhepunkt des heutigen Stadtrundgangs. Es finden sich u.a. historische Figuren, Keramiken, Rollsiegel, Handwerk aus Bronze, Funde aus Hasanlu sowie Metallgefäße aus achämenidischer bzw. sassanidischer Zeit. Ein Spaziergang im El-Goli-Park gehört ebenso zum heutigen Programm. Übernachtung wie am Vortag.

14. Tag: Der Thron des Salomon (F/M (LB))

14. Tag: Der Thron des Salomon (F/M (LB)) 1

Die Reise geht weiter gen Süden. Besuch einer der wichtigsten historischen Anlagen des Landes, den Tacht-i Suleiman (Thron des Salomon). Es handelt sich um einen Gebäudekomplex, bestehend aus dem Palast, dem Feuertempel und Befestigungsanlagen aus der Zeit der Sassaniden. Die UNESCO-Weltkulturerbestätte ist malerisch an einem See auf fast 2000 m gelegen. Gleich in der Nähe erkunden Sie noch das Zedan-e Soleiman, Soleimans Gefängnis. Unterwegs Mittagspicknick. Anschließend Weiterfahrt nach Takab. Übernachtung im Hotel. (Fahrtzeit ca. 5h, 300 km).

15. Tag: Ali Sadr-Höhle und Hamedan (F/M (LB))

15. Tag: Ali Sadr-Höhle und Hamedan (F/M (LB)) 1

Auf Ihrem Weg nach Hamedan besuchen Sie die Höhle von Ali Sadr, die weltweit größte Wasserhöhle. Die Wände sind bis zu 40 m hoch. Bisher sind rund 12 km des Höhlensystems erschlossen. An Wänden finden sich alte Inschriften aus der Zeit von Darius I. Sie erkunden die Höhle zu Fuß und auch per Boot. Weiterfahrt nach Hamedan. Gegebenenfalls Bummel über den Basar am Abend. Übernachtung im Hotel. (Fahrtzeit ca. 4h, 250 km).

16. Tag: Von Hamedan nach Teheran (F)

16. Tag: Von Hamedan nach Teheran (F) 1

Zunächst fahren Sie durch das idyllische Ganj-Nameh-Tal. Hier legen Sie einen Stopp ein, um die berühmten Keilschrifttafeln der Großkönige Darius I. und Xerxes I. zu besichtigen. Hamedan bietet einige schöne Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Hegmataneh-Siedlungshügel. Die Stadt ist jedoch vor allem für das Mausoleum des Arztes, Philosophen und Mathematikers Abu Ali Sina (Avicenna) bekannt. Fahrt in die Hauptstadt Teheran. Übernachtung im Hotel. (Fahrtzeit ca. 4h, 330 km).

17. Tag: Teheran (F/A)

17. Tag: Teheran (F/A) 1

Nach einem gemütlichen Frühstück erleben Sie auf Ihrer Stadtrundfahrt die facettenreiche Metropole an den Hängen des Elburs-Gebirges. Ein Muss eines jeden Aufenthaltes in Teheran ist der Besuch des Nationalmuseums, welches in einem historischen Bau viele Exponate aus vorislamischer und islamischer Zeit beherbergt. Außerdem sehen Sie den Golestan-Palast (Empfangspalast und Marmorthron) und die moderne Naturbrücke. Abschiedsabendessen. Übernachtung im Hotel.

18. Tag: Abreise oder Anschlussprogramm

Transfer zum Flughafen und Heimflug. Gegebenenfalls Verlängerung.

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
23.08.2017 10.09.2017 4790 EUR
07.09.2017 24.09.2017 3850 EUR
12.10.2017 29.10.2017 3850 EUR Anfragen
Diese Reise ist auch als DIAMIR-Privatreise buchbar ab 4490 EUR pro Person. Jetzt Anfragen

Zusatzkosten

EZ-Zuschlag 550 EUR
Zubringerflug ab D/A/CH auf Anfrage
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutsch-englischsprachige Reiseleitung
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt mit Austrian Airlines oder Aeroflot in Economy Class inkl. Tax und inkl. Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • DIAMIR-Tourenleitung
  • Alle Fahrten in privaten Fahrzeugen (Minivan oder Reisebus je nach Gruppengröße)
  • Seilbahnfahrt in Tatev
  • Besuch und Weinprobe bei einer armenischen Familie
  • Alle Eintrittsgelder laut Programm
  • 1 Flasche Mineralwasser pro Person/Tag
  • Reiseliteratur
  • 15 Ü: Hotel im DZ
  • 1 Ü: Gästehaus im DZ
  • Mahlzeiten: 16×F, 4×M, 6×M (LB), 7×A

Nicht in den Leistungen enthalten

nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Visum für Iran ca. 80 €; Flughafengebühren im Reiseland; optionale Ausflüge; evtl. Foto- bzw. Videogenehmigungen; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.16; Trinkgelder; Persönliches; Visagebühren für deutsche Staatsangehörige: Iran ca. 50 € (zzgl. Versand- und ev. Bearbeitungsgebühren); Visagebühren für österreichische Staatsangehörige: Iran ca. 52 €, (zzgl. Versand- und ev. Bearbeitungsgebühren); Visagebühren für schweizer Staatsangehörige: Iran ca. 63 CHF (zzgl. Versand- und ev. Dossiergebühren)

Infos

Anforderungen

Für diese Tour sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich, Sie müssen sich aber auf heißes trockenes und an den Pässen und in den Bergen kühles trockenes Klima und lange Fahrtstrecken in Fahrzeugen einstellen. Flexibilität und zum Teil Komfortverzicht sind unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise! Für die kleinen Wandereinlagen sind keine Voraussetzungen notwendig. Einfache Outdoor- bzw. Wanderkleidung ist empfehlenswert. Gern können Sie beim Einkauf und der Zubereitung der Picknicks mit zur Hand gehen. Die Unterkünfte in den ländlichen Regionen (Jolfa, Takab) sind teilweise nicht unserem europäischen Mittelklassestandard gleichzusetzen, wenngleich sie sehr sauber und gepflegt sind.

Iran
Ihr Reisepass darf keinen israelischen Stempel enthalten, ein Stempel der USA ist jedoch kein Problem. Sollte Ihr Reisepass einen israelischen Stempel enthalten, besteht die Möglichkeit, einen zweiten Reisepass zu beantragen. Nähere Informationen hierzu finden Sie in dem jeweils für Sie zuständigen Bürgerbüro.

Hinweise

Iran:
Absolute Pflicht ist es, die islamischen Kleidungsvorschriften zu beachten. Für Frauen gilt: In der Öffentlichkeit, d.h. außerhalb des eigenen Hotelzimmers muss immer ein Kopftuch (bunt erlaubt!) getragen werden. Arme und Beine müssen bedeckt sein. Am Praktischsten ist die Kombination Leggings oder leichte Stoffhosen und darüber dann ein längeres Kleidungsstück (Strickjacke, Cardigan, längere Bluse, Tunika), welches zumindest den größten Teil der Oberschenkel (am besten bis zum Knie) bedeckt. Für Männer gilt es, keine kurzen Hosen zu tragen. Kurze Hemden sind aber erlaubt, auch in den Moscheen.

Verlängerungsmöglichkeit:
Entdecken Sie die Schätze im Südiran und verlängern mit der Tour: Glanzlichter des Orients (IRAHIG).

Zusatzinformationen

DIAMIR Privat

buchbar ab 4490 EUR, englischsprachig (armenischer Teil deutschsprachig)

Service

Iran

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Der Iran grenzt an sieben Staaten und zwei Meere: im Westen und Nordwesten an den Irak, die Türkei und Aserbaidschan, an Armenien und das Kaspische Meer (657 km); im Osten und Südosten an Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan sowie an dem Golf von Oman bzw. dem Persischen Golf.

Weiterhin gehören zum iranischen Staatsgebiet einige Inseln im Persischen Golf: Qeschm, Kisch, Khark, Farsi, Abu Musa sowie Groß- und Klein Tonb. Der Besitz der letzten drei ist allerdings zwischen Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten umstritten.

Der nördlichste Punkt des Iran liegt auf 39° 47' nördlicher Breite und befindet sich in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Palma de Mallorca (Spanien). Der südlichste Punkt des Iran liegt auf 25° nördlicher Breite und befindet sich in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Doha (Katar). Irans westlichster Punkt liegt auf 44° 02' östlicher Länge und damit in etwa auf einem Längengrad wie Bagdad (Irak). Der östlichste Punkt des Iran liegt auf 63° 20' östlicher Länge und damit ungefähr auf einem Längengrad wie Herat (Afghanistan). Iran ist ein ausgesprochenes Gebirgsland, was das Klima – von den Wüsten abgesehen – auch für Europäer recht erträglich macht. Geologisch wird das Land durch mehrere fast parallele, nach Südosten streichende Gebirgsketten gegliedert, die im Zagros- und Kuhrud-Gebirge mehrmals über 4000 m erreichen. Östlich davon liegen die großen Wüsten Dasht-e-Kavir und Dasht-e-Lut. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten und der vermutlich noch anhaltenden Gebirgsbildung treten im Iran häufig Erdbeben auf.

Der höchste Berg Irans ist der 5.671 m hohe Damavand im Elburs – ein erloschener, gletscherbedeckter Vulkan nordöstlich der Hauptstadt Tehran. Zum nur 60 km entfernten Kaspischen Meer hat er fast 6000 m Höhenunterschied.

Klima
Das Klima im Iran ist sehr vielfältig. Daher herrschen im Iran verschiedene Klimazonen. Es überwiegen aride Klimaverhältnisse, doch treten regional – insbesondere im Norden (Kaspisches Meer) und an einigen Gebirgswänden – jährliche Niederschläge bis über 2.000 mm auf. Am trockensten sind die Salzseen im Landesinnern, während es in den Küstengebieten an den südlichen Küsten nachts auch zur Bildung von Nebel kommen kann. Im Sommer ist es trocken und heiß und im Winter kalt. In der Region um Teheran haben wir ein kontinentales Klima. Zwischen den südlichen und nördlichen Regionen/Landesteilen gibt es zeitweise Temperaturunterschiede bis zu 35° Grad.

Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied zum Iran beträgt +2 Stunden und 30 Minuten. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es im Iran 14:30 Uhr. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Teheran daher um 2,5 Stunden.

 

Politik und Gesellschaft
Der Iran ist seit 1979 eine Islamische Republik. Die Verfassung ist von 1979. Seit 1989 stellt der 12-köpfige Verfassungsrat das Kontrollorgan für die Konformität von Gesetzen mit dem islamischen Recht dar. Das Parlament besteht aus 290 Abgeordneten.

Das politische System des Iran kann allerdings nicht als „frei“ bezeichnet werden und ist behaftet mit großen Mängeln in den Bereichen der politischen Rechte, der Bürgerrechte und der Pressefreiheit. Im Demokratieindex von 2010 wird es als „autoritäres Regime“ eingestuft. Im Korruptionswahrnehmungsindex belegte der Iran im Jahr 2009 Platz 168 von 180. Der gegenwärtige Verteidigungsminister Ahmad Vahidi wird von der argentinischen Justiz und von Interpol wegen Mordes gesucht, so wie der ehemalige Geheimdienstminister Ali Fallahian.

Seit der islamischen Revolution von 1979 und der Ablösung der Monarchie geht nach der herrschenden iranischen Staatsdoktrin die Staatsgewalt nicht vom Volk aus, sondern wird allein religiös legitimiert. Die oberste Staatsgewalt kommt dem Führer (persisch „Rahbar”) zu, der im deutschen Sprachgebrauch auch Revolutionsführer, geistlicher Führer oder oberster Rechtsgelehrter genannt wird. In dessen Abwesenheit vertritt ein Rat religiöser Amtsträger den Rahbar. Der Revolutionsführer, seit 1989 Seyyed Ali Chamene'i, hat uneingeschränkte Macht und ist auf Lebenszeit gewählt.

Der Regierungschef des Iran ist seit Sommer 2013 der Präsident Hassan Rohani. Er wird in allgemeinen Wahlen für eine vierjährige Amtszeit bestimmt. Die Macht von Präsident, Regierung und Parlament ist jedoch stark beschränkt, denn alle zu wählenden Kandidaten und alle Gesetze müssen vom Wächterrat bestätigt werden. Zudem hat in allen Fragen der oberste Rechtsgelehrte Ali Chamene’i das letzte Wort.

Religionen
Offiziell bekennen sich 98% der Bevölkerung zum Islam (89 % Schiiten und 9 % Sunniten). Der Islam ist auch die Staatsreligion. Die größte religiöse Minderheit stellen die im Iran entrechteten Bahai mit 300.000 Anhängern. Es ist jedoch zu beachten, dass im Iran de facto keine Religionsfreiheit herrscht und laut Gesetz der Abfall vom Islam mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Nach offiziellen Angaben gibt es noch etwa 280.000 Orientchristen. Zu 90 % sind diese Christen im Iran Anhänger der armenisch-apostolischen Kirche. Nach Schätzungen gibt es etwa 25.000 Juden, 30.000 Anhänger des Zoroastrismus und einige tausend Mandäer. Anhänger von Religionen wie dem Christentum, Bahai und dem Judentum gelten als Bürger zweiter Klasse und erfahren gesellschaftliche Benachteiligungen, vor allem in der Ausbildung und im Beruf. 

Ramadan
Ramadan ist der islamische Fastenmonat, dessen Daten von Jahr zu Jahr variieren. In dieser Zeit religiöser Besinnung gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen, Getränke, Rauchen sowie z.B. sinnliche Genüsse wie Parfüm) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten (wobei Ausnahmen für Schwangere, Kranke, kleine Kinder und Reisende bestehen), sollten auch Nichtmuslime dem Fasten der Muslime mit Respekt begegnen und darauf achten, keine religiösen Gefühle zu verletzen.

Während des Ramadan ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen.

Der Ramadan liegt 2016 zwischen dem 06. Juni und 04. Juli. Das Fest des Fastenbrechens findet vom 05. bis 07. Juli statt.

Sprache
Amtssprache des Iran ist Persisch, lokal Farsi genannt. Sie ist eine indogermanische Sprache und zugleich die wichtigste unter allen iranischen Sprachen. Persisch ist zwar die einzige Amtssprache im Iran und wird von mehr als der Hälfte der iranischen Bevölkerung als Muttersprache gesprochen, sie ist jedoch nicht die alleinige Landessprache. Türkisch und Kurdisch werden im Nordwesten und Arabisch im südwestlichen Khuzistan gesprochen. Englisch und Französisch werden von einigen Behörden und Geschäftsleuten gesprochen. Insgesamt spricht jedoch fast die gesamte Bevölkerung Irans Persisch entweder als Muttersprache oder Zweitsprache, da schon in den Kindergärten, bis zu den Schulen, Universitäten, Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen nur das Persische gelehrt bzw. gesprochen wird.

Insgesamt werden im Iran 77 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen. Das Persische, ist also trotz des im 7. Jh. einziehenden Islam nie ganz untergegangen. Ein deutlicher Ausdruck der eigenständigen kulturellen und nationalen Identität.

Sicherheit
Iran ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität vor allem in der Millionenmetropole Teheran. Hier kommt es gelegentlich zu Personenkontrollen durch vermeintliche Sicherheitsbeamte. Die Kontrolleure erweisen sich anschließend als Trickbetrüger, welche z.B. nach erfolgter "Kontrolle" die Geldbörse oder deren Inhalt einbehalten. Da Polizisten immer grüne Uniformen tragen und Touristen in der Regel nicht von Ihnen kontrolliert werden, sind die Betrüger leicht zu erkennen. Es wird geraten, darauf zu bestehen, entsprechende Kontrollen lediglich im Hotel oder der nächstgelegenen Polizeistation durchführen zu lassen. Die Zahl der Diebstähle von Pässen, Geld und Taschen in Geschäften und auf der Straße (auch durch Motorradfahrer) ist steigend. Besondere Umsicht ist hier geboten. Vorsicht ist auch bei von Fremden angebotenen Süßigkeiten/Keksen und (offenen) Getränken geboten, da sich Diebe k.o.-Tropfen bedienen, mit denen Touristen betäubt und komplett ausgeraubt werden.

Bei Individualreisen sollten Sie grundsätzlich vermeiden, allein nachts oder in einsamen Gebieten zu reisen.

Bei Reisen in den Osten der Provinz Kerman und Sistan-Belutschistan sowie in den Grenzgebieten Irans mit Pakistan und Afghanistan besteht ein erhebliches Entführungs- und Anschlagsrisiko. Von Reisen in dieses Gebiet wird daher dringend abgeraten. Dies betrifft insbesondere das Gebiet im Dreieck zwischen den Städten Zabol, Bam und Chabahar.

Von nicht notwendigen Individual- oder Trekkingreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans, insbesondere entlang der türkischen und irakischen Grenze, wird grundsätzlich abgeraten.

Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen bei sich hat. Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, wertvollen Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, kann man am besten zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Brustbeutel, Beintasche, Gürteltasche, Geldgürtel aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise in den Iran benötigen deutsche, österreichische und schweizer Staatsangehörige einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass (ab Einreisedatum), sowie ein Visum, welches vor Einreise beantragt werden muss. Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten: die direkte Beantragung bei der iranischen Botschaft oder die Zuhilfenahme eines Visadienstes, welches die sicherste und komfortabelste Möglichkeit ist. Wir empfehlen dazu den Visadienst Bonn GmbH, Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, Fax: (030) 31011659, E-Mail: info@visum.de). Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter www.visum.de/partner/diamir.

Bitte beantragen Sie das Visum unbedingt erst nach Erhalt der Visaunterlagen und aller zur Visabeantragung erforderlichen Informationen und/oder Visaformulare. Diese erhalten Sie ca. 6 Wochen vor Abreise durch DIAMIR, ggf. mit einer korrigierten Rechnung. 

Die Zeit zur Visabeantragung ist nach Erhalt dieser Infos stets absolut ausreichend - es besteht also kein Grund zu unnötiger Eile. Bitte beachten Sie, dass wir im Falle einer Absage der Reise durch uns keinerlei Kosten für unnötigerweise vorzeitig beantragte Visa übernehmen können.

Schweizer Staatsangehörige sind zusätzlich verpflichtet, Fingerabdrücke bei der zuständigen Kantonspolizei zu hinterlegen, sowie einen Krankenversicherungsnachweis zu erbringen.

Ihr Reisepass darf keinen israelischen Stempel enthalten, ein Stempel der USA ist jedoch kein Problem. 

Reisen nach Iran können sich gemäß Gesetzesbeschluss des US-Kongresses vom 18.12.2015 zur Änderung des Visa Waiver Programms auf spätere Einreisen in die USA auswirken. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/UsaVereinigteStaatenSicherheit.html.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund des Klimas unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob Sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten. 

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it!“ („Koch es, schäl es oder vergiss es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen. 

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist im Iran wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Die medizinische Versorgung ist in Teheran und anderen großen Städten ausreichend bis gut. In den zahlreichen Apotheken (daru-khane) sind die meisten auch in Europa gebräuchlichen Medikamente zu kaufen und nicht sehr teuer.

Für Teilnehmer der Damavand-Expedition: Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit

Durch die unterschiedlichen Landesregionen Irans und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird.

Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Höhenkrankheit, die sogenannte “Acute Mountain Sickness” oder kurz AMS genannt, kann in ihrer schwersten Form zum Tod führen. Ursache der Höhenkrankheit ist eine ungenügende Anpassung (Adaption) des Körpers an große Höhen, meist bedingt durch zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3000m. Am häufigsten und gefährlichsten ist ein Auftreten in Höhen zwischen 3000 und 5000m.

Der Körper stellt sich auf die entsprechende Höhe dadurch ein, dass er die Frequenz und die Intensität der Atmung steigert. Untersuchungen haben gezeigt, dass diejenigen, die sich schnell an die neue Höhe anpassen können, ihre Atemfrequenz und -stärke schnell den veränderten Umständen anpassen, wohingegen diejenigen, die relativ schnell von dieser Krankheit erfasst werden können, ihre Atemfrequenz langsamer anpassen. Der Grund der schnellen oder langsameren Anpassung ist nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse höchstwahrscheinlich genetisch bedingt. Weitere Symptome für eine gute Höhenanpassung sind eine gesteigerte Herzfrequenz und ein Anstieg der roten Blutkörperchen (Hämatokritwert). Innerhalb weniger Tage passt sich der gesunde Körper an eine neue (größere) Höhe an, so dass dann Höhenkrankheit normalerweise nicht mehr auftritt. Diese Anpassung des Körpers gibt aber keine Garantie dafür, dass im Falle eines weiteren Aufstiegs nicht doch noch eine Höhenkrankheit auftreten kann. Unsere Trekkingtouren sind normalerweise so ausgelegt, dass das Risiko, an einer Höhenkrankheit zu erkranken, möglichst gering ist. Langsamer Aufstieg, vernünftige Tagesetappen sowie schrittweise Erhöhung der Schlafhöhe sind die Kernpunkte einer Strategie zur Vermeidung von Höhenproblemen. Völlig ausgeschlossen kann das Risiko jedoch nie hundertprozentig werden.

Der niedrigere Luftdruck in der Höhe sowie das damit verbundene geringere Sauerstoffangebot führen bereits ohne körperliche Anstrengungen, also auch im Ruhezustand, zu einer Erhöhung von Herzfrequenz, Atemzeitvolumen sowie Herzzeitvolumen. Außerdem vergrößert sich durch die zusätzliche Bildung von roten Blutkörperchen die Blutdichte. Dies kann fatale Folgen haben, so dass eine der wichtigsten Regeln beim Aufstieg in die Höhe lautet, viel zu trinken! Um der Bluteindickung entgegenzuwirken und auch die gesamte körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unabdingbar. Dies bedeutet, täglich (!) mindestens 4-5 Liter zu trinken, bei großer körperlicher Anstrengung sogar noch mehr!

Erste Anzeichen der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen, Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen. Je nach Schwere und Symptomen unterscheidet man vier Formen der Höhenkrankheit:

Milde Höhenkrankheit („Mild Acute Mountain Sickness“ – MAMS) ist die leichteste Form, von der bis zu drei Viertel aller Bergsteiger, die den Aconcagua besteigen, betroffen sind. Meist klingen die Symptome nach Abstieg, Ruhepause oder reichlich Flüssigkeitszufuhr schnell wieder ab.

Akute Höhenkrankheit („Severe Acute Mountain Sickness“ – SAMS) ist die schwerere und unter Umständen lebensbedrohliche Form der Höhenkrankheit. Schnellstmöglicher Abstieg und bestenfalls umgehende medizinische Betreuung können lebenswichtig sein! Die physische und psychische Leistungsfähigkeit sind bereits deutlich reduziert und solcherart Erkrankte sollten auf keinen Fall mehr allein unterwegs sein bzw. allein gelassen werden!

Das Höhenlungenödem („High Altitude Pulmonary Edema” – HAPE) gehört bereits zu den akut lebensbedrohlichen Zuständen und wird gekennzeichnet durch die Ansammlung von Wasser bzw. Gewebsflüssigkeit in der Lunge. Die ersten Anzeichen sind Husten, erst trocken, dann mit pinkfarbenem und schaumigem Speichel. Rasselnde Atmung und blasig-schaumiger Auswurf sind deutliche Alarmzeichen, die nur eine Konsequenz haben dürfen: Der/die Betroffene muß unter allen Umständen so schnell wie möglich auf eine geringere Höhe gebracht werden!

Das Höhenhirnödem („High Altitude Cerebral Edema” – HACE) ist die schwerste und gefährlichste Form der Höhenkrankheit, die mit Flüssigkeitsansammlung im Gehirn einhergeht. Der/die Betroffene fühlt sich äußerst erschöpft und entwickelt ein starkes Ruhebedürfnis, bekommt zunehmend Gleichgewichtsprobleme, Schwindelgefühl, Übelkeit und allgemeine Mattigkeit zu spüren. Sicherstes und alarmierendes Alarmzeichen ist der Verlust des klaren Denkens, der sich bei Betroffenen in wirren und unsinnigen Antworten auf gestellte Fragen äußert. Letztendlich fällt der Kranke ins Koma und im Falle eines Nichtabstiegs auf geringere Höhen tritt der Tod ein. Einsofortiger Abstieg/Abtransport in tiefere Lagen kann deshalb bereits bei ersten Anzeichen lebensrettend sein!

Für alle vier Formen der Höhenkrankheit gilt, dass sie vollständig unabhängig von Alter und körperlicher Fitness sind! Und auch ein vorheriges (problemloses) Erreichen einer größeren Höhe auf einer früheren Tour gibt keine Garantie für die Reaktion des Körpers bei erneuter Beanspruchung.

Allgemeine Hinweise beim Auftreten von Höhenkrankheit:

Unsere nachfolgenden Ratschläge erteilen wir zunächst mit dem Ziel, dass niemand eine Höhenkrankheit erleiden wird (was sich leider nie 100%ig ausschließen lässt), vor allem aber mit dem Ziel, dass niemand daran sterben soll!

1. „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.“ Dies gilt um so mehr unter körperlicher Belastung, wie bei einer Trekkingtour und erst recht in großer Höhe! Trinken Sie täglich mindestens 4-5 Liter, in großer Höhe, bei starker Sonneneinstrahlung und unter Anstrengung bis zu 6-7 Liter!

2. Es ist wichtig, die Anzeichen einer Höhenkrankheit zu kennen und sie sich vor allem auch einzugestehen! Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen deuten auf Höhenkrankheit hin. Trekkingtouristen und Bergsteiger sind oft sehr zielorientiert und ehrgeizig und tendieren dazu, diese Anzeichen nicht wahrnehmen zu wollen.

3. Sollten Anzeichen auftreten und das geplante Nachtlager noch höher als der momentane Aufenthaltsort liegen, sollte man auf keinen Fall weiter aufsteigen. Beim Auftreten der ersten Symptome ist es nicht unbedingt notwendig, sofort auf niedrigere Höhen abzusteigen, aber sehr wichtig, zunächst einmal nicht weiter aufzusteigen! Mehr oder weniger alle schweren bis tödlichren Fälle von Höhenkrankheit passieren bei denen, die trotz der erwähnten Anzeichen unbeirrt weitergestiegen sind.

In manchen Fällen kann es notwendig sein, erst einen Aufstieg in Kauf zu nehmen, bevor ein Abstieg möglich ist. Vorrang sollte dann stets der sicherste und schnellste Weg in Richtung Tal haben.

4. Wenn die Symptome sich trotz Befolgung all dieser Regeln verschlechtern, ist ein sofortiger Abstieg oder Transport in niedrigere Lagen unabdinglich. Ein weiterer (auch längerer) Aufenthalt in der Höhe, in der die Höhenkrankheit verstärkt aufgetreten ist, wird nicht zu einer Verbesserung führen! Sie müssen sich deshalb unverzüglich unterhalb der Höhe begeben, in der die Symptome begannen. Ist ihnen die Höhe, in der die ersten Anzeichen aufgetreten sind, nicht bekannnt, müssen sie solange absteigen, bis eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes auftritt.

Sobald sie sich besser fühlen, können Sie sich unbedenklich auf dieser Höhe erholen und akklimatisieren.

5. Medikamentöse Behandlung kann niemals einen Abstieg oder zumindest eine Ruhepause auf der gleichen Höhe ersetzen! Nehmen Sie Medikamente im Zusammenhang mit der Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Beratung oder genauester persönlicher Sachkenntnis ein! Die prophylaktische Medikamenteneinnahme sowie Doping jeglicher Art sind keinesfalls ein sinnvolles Mittel zur besseren Höhenverträglichkeit und bergen nicht unerhebliche Gefahren und Risiken für Leib und Leben! Auf unseren Touren ist eine derartige Medikation ohne ausdrückliche Zustimmung von Arzt und Expeditionsleiter verboten und führt den sofortigen Ausschluss aus der Expeditionsmannschaft nach sich.

Während der Reise

Während der Reise

 

Essen und Trinken
Selbstverständlich werden Sie während der Tour verschiedene einheimische Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner lokaler Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen diversen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von umgerechnet ca. 3 bis 10 EUR rechnen. Die heutige persische Küche Irans ist eine orientalische Küche die in ihrer Konsistenz und Würzung einige Gemeinsamkeiten mit der indischen Küche aufweist, ohne jedoch deren Schärfe zu teilen. Sie ist gesund und vitaminreich. Besonders berühmt ist die iranische Küche für ihre phantasievollen und reichhaltigen Reisgerichte und basiert vor allem auf Brot, Reis, frischen Gemüsen, Kräutern, Fleisch (Lamm, Hammel, Schaf, Rind und Huhn, auch ein wenig Fisch). Es gibt zwei Besonderheiten: Im Iran isst man mit Löffel und Gabel, das Messer gehört nicht zum traditionellen Gedeck. Auch ist es in manchen Gegenden noch Sitte, das Essen auf dem Teppich sitzend einzunehmen. Dabei platziert man die Speisen auf einer großen Tischdecke (Sofreh).

Der wichtigste Bestandteil der persischen Küche ist persischer Duftreis bzw. Basmatireis – mit und auch ohne beigemengte Kräuter (wie Koriander und Bockshornklee), Gemüse-, Obstsorten oder Nüssen und Fleischsoßen oder auch gegrilltem Fleisch (Kebab). Einen süß-sauren Geschmack erzielt man durch das Beimengen von Limettensaft, manchmal auch von Orangen- oder Granatapfelsaft. Safran und Kurkuma bilden einen wichtigen Grundstock der Würze aller Speisen. Safran kann man relativ kostengünstig im Iran erwerben.

Getränke
Zu den Hauptgerichten werden meist Wasser und/oder selbstgemachte Obstsäfte getrunken. Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Das Wasser ist in den Bergregionen ist jedoch trinkbar und steht reichlich zur Verfügung. Zum Frühstück oder zu der in Europa üblichen Kaffee-Zeit, vor oder nach einem Essen wird Tee (Tschai) serviert. Zur heißen Sommerzeit trinkt man gerne Dugh, ein kühles Getränk aus Joghurt und Wasser mit Salz und Minze. Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee im Iran nicht sehr populär und der Iran ist daher kein Kaffeeland. Nehmen Sie sich evtl. etwas (löslichen) Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instantkaffee ist eher verbreitet.

Vegetarier/Veganer
Vegetarier müssen im Restaurant speziell und ausdrücklich auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an sehr gutem frischem Obst und Gemüse.

Fotografieren
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw.
Fotografieren öffentlicher Einrichtungen oder von Fahrzeugen ist verboten und kann als Straftatbestand der Spionage gewertet und mit entsprechend langen Freiheitsstrafen belegt werden. Das Fotografierverbot gilt auch für Botschafts-gebäude. Beim Fotografieren von Menschen ist größte Zurückhaltung erforderlich.

Foto & Film
Nur in den großen Städten kann man Filme und die gängigsten Speicherkarten kaufen. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Filmmaterial und/oder Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé oder mit dem Suchen von Fotoläden verbringen.

Gesundheit
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it!“ („Koch es, schäl es oder vergiss es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist im Iran wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut/Kopftuch und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Die medizinische Versorgung ist in Teheran und anderen großen Städten ausreichend bis gut. In den zahlreichen Apotheken (daru-khane) sind die meisten auch in Europa gebräuchlichen Medikamente zu kaufen und nicht sehr teuer.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Offizielles Zahlungsmittel im Iran ist der iranische Rial (IRR oder auch Rl). Barzahlungen sind üblich. Die letzten Münzen wurden zu 50, 100, 250 und 500 Rial geprägt. Der höchste Schein im Umlauf ist der 500.000-Rial-Schein. Da dieser Schein nur von geringem Wert ist (ca. 14 €) und bei üblichem Gebrauch sehr viele Scheine benötigt werden, benutzt man im Iran selten Geldbörsen. Reiseschecks, EC-Karten oder Kreditkarten werden nicht angenommen! Zur Mitnahme aus Deutschland sind US-Dollar und Euro zu empfehlen. Beim Tausch jeder anderen Währung ist mit horrenden Kursverlusten zu rechnen. Bitte führen Sie daher ausreichend Bargeld in unterschiedlicher Stückelung in US-Dollar und Euro mit. Umtauschen können Sie zu einem sehr guten Kurs in den Hotels. Es besteht in Iran leider keinerlei Möglichkeit, Geld abzuheben. Eine Zahlung mit Kreditkarte ist nur in sehr seltenen Fällen möglich.

Mitgeführte Bargeldbeträge mit einem Gegenwert größer als 5000 USD sind bei Ein- und Ausreise anzumelden. Ein Rücktausch von nicht benötigten Rialbeträgen ist in der Regel nicht möglich.

Es existiert noch eine zweite Währungseinheit im Iran - der sogenannte Tuman. 10 Rial entsprechen 1 Tuman. Bei Preisangaben sollten Sie daher vorab immer klären, ob Tuman oder Rial gemeint sind.

Für die 10-tägigen Expeditionsreisen zum Damavand raten wir, 100 EUR pro Person umzutauschen und für die 2-wöchigen Kulturreisen sollten zunächst 300 EUR pro Person getauscht werden.

Wechselkurse:
1 EUR ca. 34.000 IRR
1 CHF ca. 31.000 IRR
1 US$ ca. 30.000 IRR        (Stand: Oktober 2015)

Stromversorgung   
Im Iran erfolgt die Stromversorgung mit 220 V/50 Hz. Wechselstrom. Die Steckdosen unterscheiden sich in der Regel nicht von den Eurostechern.

Telefonieren/Kommunikation
Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Iran ist 0098, die Vorwahl vom Iran nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Auslandsgespräche kann man von Fernsprechämtern oder von Internet-Cafés aus führen. Für Telefonate innerhalb des Iran stehen auch öffentliche Münz- und Kartentelefone zur Verfügung. Mobilfunk: GSM 900. In abgelegenen Regionen vom Iran kann der Sendebereich und Empfangsbereich eingeschränkt sein. Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern im Iran von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

NOTRUFNUMMERN:
Polizei 115
Krankenwagennotruf 123
Verkehrspolizei 197
Feuerwehr 125

Internet:
In allen größeren Städten gibt es Internetcafés, ihre Zahl wächst ständig. Der Internetzugang unterliegt einer Zensur, ebenso ist die Zugangsgeschwindigkeit eingeschränkt worden.

Literatur über Iran

Literatur über Iran

Natürlich gibt es eine große Anzahl von Büchern über Iran. Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Jason Elliot (Autor), Barbara Heller (Übersetzer), Rudolf Hermstein (Übersetzer): Persien: Gottes vergessener Garten Meine Reisen durch den Iran

· Andrea Claudia Hoffmann: Die verschleierte Hochkultur

· Shirin Ebadi: Mein Iran: Ein Leben zwischen Revolution und Hoffnung

· Werner van Gent, Antonia Bertschinger: Iran ist anders - Hinter den Kulissen des Gottesstaates, Ropunktverlag

· Peter Kerber Iran: Islamischer Staat mit jahrtausendealter Kultur

· Mahmud Doulatabadi: Der Colonel (2010), Die Reise (1999)

· Marjane Satrapi: Persepolis

· Jasmin Tabatabai: Rosenjahre - Meine Familie zwischen Persien und Deutschland

· Mahmoud Rashad: DuMont Kunst Reiseführer Iran

· Mina Djamtorki: Persisch - Wort für Wort: Kauderwelsch, Persisch (Farsi) Wort für Wort

Besondere Vorschriften

Besondere Vorschriften

Besondere (strafrechtliche) Vorschriften:

· Alkoholgenuss ist untersagt.

· Frauen müssen die islamischen Bekleidungsvorschriften einhalten (Kopftuch, Mantel). Männer sollten keine kurzen Hosen tragen.

· An religiösen Orten (Moscheen etc.) sollte außerdem langärmelige Oberbekleidung getragen werden.

· Die für das Verhältnis zwischen Mann und Frau geltenden Gesetze und Regeln sind unbedingt zu beachten. Kontakte zwischen Nichtverheirateten können geahndet werden. Insbesondere bei Übernachtungen bei iranischen Einzelpersonen oder Familien, deren Anschriften nicht bei Visabeantragung oder Einreise angegeben wurden, muss mit Passentzug und Gerichtsverfahren, beim Umgang mit iranischen Frauen oder Männern in der Öffentlichkeit mit Polizeikontrollen gerechnet werden.

· Sexuelle Beziehungen sind nur in der Ehe erlaubt. Homosexuelle Handlungen sind strafbar. Nach iranischem Verständnis unzüchtiges Verhalten wird streng geahndet, teilweise ist es mit der Todesstrafe bedroht.

· Besonders für Individualreisende besteht das Risiko, durch auffälliges Verhalten oder Gebrauch von technisch höher entwickeltem Gerät, wie GPS-Geräten unter Spionageverdacht zu geraten. In diesem Zusammenhang wird bei Aufenthalten in der Nähe von Sicherheitsobjekten besondere Zurückhaltung empfohlen. Schon der bloße Aufenthalt in der Nähe von Militär- oder Atomanlagen kann bereits zu schwerwiegenden Missverständnissen bis hin zu Spionagevorwürfen führen. Aufenthalte in unmittelbarer Nähe von Standorten von Atomanlagen in Busher, Natanz, Qom sowie den entsprechenden Objekten in der Umgebung von Arak und Isfahan sind dementsprechend zu meiden.

· Rauschgiftdelikte werden streng bestraft.

· Handlungen, die nach westlichem Rechtsverständnis strafbar sind, werden auch in Iran gerichtlich geahndet. Die verhängten Strafen sind häufig sehr schwer und mit westlichem Rechtsverständnis oft nicht vereinbar.

Kleidungsvorschriften
In den Sommermonaten sollte man leichte Kleidung aus atmungsaktiven, gut waschbaren Materialien sowie Pullover und Jacken für kühle Abende mitnehmen. Im Winter braucht man warme Kleidung, wie sie auch in Mitteleuropa üblich ist sowie Regenbekleidung. In den Großstädten achtet man sehr auf korrekte Kleidung.

Ausländische Geschäftsreisende sollten daher bei Geschäftsbesuchen stets Jackett und Krawatte tragen. Alle ausländischen Gäste, insbesondere die Frauen müssen sich den islamischen Kleidervorschriften beugen, ansonsten kann die Einreise in den Iran verweigert werden.

Frauen sollten eine knielange langärmelige weite Bluse (Tunika) oder einen leichten Mantel sowie lange Beinbekleidung, ein Kopftuch (bunt erlaubt!) und feste Schuhe tragen. 

Alle weiblichen Reisenden (ab dem Altern von 9 Jahren) müssen sich in der Öffentlichkeit entsprechend der im Iran gültigen islamischen Regeln kleiden. Absolut vorgeschrieben ist die Verschleierung mit Kopftuch, schon bei der Einreise. Reist man mit einer iranischen Fluggesellschaft, gilt dies bereits schon bei Beginn der Flugreise. Dazu gehört körperferne, den Körper bedeckende Kleidung, z.B. ein langer, nicht taillierter Mantel in dezenter Farbgebung, darunter lange Hosen. Mit geschlossenen Schuhen ist eine reisende Frau am besten dran, auch wenn Sandalen akzeptiert werden. Make-up sollte nur dezent aufgetragen werden. Die Hände brauchen nicht bedeckt zu sein.

Kurzärmelige Hemden sind für Männer durchaus erlaubt. Männer dürfen in der Öffentlichkeit jedoch keine kurzen Hosen tragen. Zu beachten ist, dass die Bekleidungsvorschriften in kleineren Städten sowie ländlichen Gebieten besonders genau befolgt werden müssen.

Bei Bergbesteigungen und beim Trekking
Am Berg selbst werden die Kleidervorschriften nicht mehr so streng gesehen. Das Kopftuch kann zumeist ab dem 1. Lager abgelegt werden und auch Mäntel bzw. lange Blusen können gegen T-Shirts getauscht werden. Lange bzw. ¾ lange Hosen sind hingegen während der ganzen Besteigung zu tragen. Blusen und Kopftücher können in verschiedenen Läden in Teheran bzw. auf dem Bazar günstig erworben werden, bitte fragen Sie Ihren Guide oder Ihren Reiseleiter vor Ort, falls Sie sich dort erst ausstatten wollen.

Iran.de

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Länderinformationen und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Iran und Ihrer vielleicht sogar bevorstehenden Reise beantwortet zu haben. Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können.

Weitere noch ausführlichere Informationen finden Sie zudem auf dem Informationsportal Iran.de. Sie erfahren hier einige Details über die Regionen des Landes. Untermalt mit stimmungsvollen Bildern gibt die Website Iran.eu einen ausführlichen Ein- und Ausblick auf dieses wundervolle Land. Im Rahmen einer exklusiven Internet-Partnerschaft hat DIAMIR-Erlebnisreisen die inhaltlichen Punkte für das Portal ausgearbeitet und das Bildmaterial zusammengestellt.

Armenien

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Armenien liegt am Übergang zwischen Kleinasien und (dem aus europäischer Sicht so benannten) Transkaukasien, zwischen 38° 51' und 41° 16' nördlicher geografische Breite sowie 43° 29' und 46° 37' östlicher geografische Länge. Der heutige Staat umfasst ein Gebiet von 29.800 Quadratkilometern im Nordosten des Armenischen Hochlands und am Südrand des Kleinen Kaukasus.

Die Landesfläche Armeniens ist etwa so groß wie die des Bundeslandes Brandenburg. Es grenzt im Norden an Georgien, im Osten an Aserbaidschan, im Südosten an den Iran, im Süden an die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan und von Südwesten bis Westen an die Türkei. Die heutige Bevölkerungszahl liegt bei etwa 3,3 Millionen.

Armenien ist ein sehr ausgeprägtes Gebirgsland, denn 90 Prozent der Landesfläche liegen mehr als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel; die mittlere Höhe beträgt sogar 1.800 Meter. Von Norden her erstrecken sich die über 3.000 Meter hohen Ausläufer des Kleinen Kaukasus. Die höchste Erhebung ist der erloschene Vulkan Aragaz (4.090 Meter) (unweit des biblischen Ararat), der tiefste Punkt liegt rund 380 Meter hoch am Ufer des Aras an der Grenze zur Türkei. Das Gebiet liegt in einem Faltengebirge – es entstand und verändert sich nach wie vor durch den Zusammenstoß der Eurasischen Platte mit der Arabischen Platte – und ist dementsprechend stark erdbebengefährdet. Das Gestein ist oft vulkanischen Ursprungs. Unter den nachgewiesenen Bodenschätzen sind verschiedene Kupferoxide am wichtigsten, die als Nebenprodukt Molybdän, Eisen und Gold enthalten, außerdem Uran, verschiedene Halbmetalle, Schmucksteine und Gesteinsarten wie Tuff, Basalt, Marmor u. a. Hinzu kommen Mineralwasserquellen, deren Wasser für Heilzwecke und im Alltagsgebrauch Verwendung findet. Die längsten Flüsse Armeniens sind Aras, Worotan, Kasach, Hrasdan und Debed. 

Klima
Das Territorium der Republik Armenien liegt zwar in den Subtropen, doch ergeben sich durch die beträchtlichen Höhenunterschiede – der Aragaz (4.090 Meter) und das Tal des Aras (rund 380 Meter) liegen beispielsweise nur rund 80 Kilometer voneinander entfernt – und die kleinteilige Landschaft unterschiedliche lokale Klimata. Einerseits wirken die nahen Meere ausgleichend, andererseits begünstigen die Hochgebirge der Umgebung extreme Schwankungen. Die hohen Gipfel des Kaukasus wirken starken Kälteeinbrüchen von Norden her entgegen. In den Tälern und Niederungen ist das Klima kontinental, wobei die Mittagstemperaturen im Sommer meistens über 30 °C liegen, in den Bergen insgesamt etwas kühler und an der Grenze zum Iran subtropisch und sehr trocken.

Der größte See Armeniens ist der östlich von Jerewan etwa 1.900 Meter hoch gelegene Sewansee mit einer Fläche von derzeit ungefähr 940 Quadratkilometern. Durch Wasserentnahme ist seine Fläche stark zurückgegangen (1984: 1.262 Quadratkilometer).

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden.

Politik und Gesellschaft
Am 21. September 1991 erklärte sich Armenien von der sich in Auflösung befindlichen Sowjetunion für unabhängig. Das Parlament, die Nationalversammlung, wird alle vier Jahre gewählt. Es gibt nur eine Kammer. Die bedeutendsten Parteien sind die Republikanische Partei Armeniens (die mit Andranik Markarjan bis zu dessen Tod am 25. März 2007 den Premierminister stellte) und die Armenische Revolutionäre Föderation (gegründet 1890).

Armenien ist eines der wenigen Länder der so genannten Zweiten Welt, in dem (ex-) kommunistische Parteien nie an der Regierung beteiligt waren.

Am 6. Oktober 1991 wurde Lewon Ter-Petrosjan zum ersten Präsidenten der armenischen Republik gewählt. Am 22. September 1996 wurde er wiedergewählt. Seine Popularität sank jedoch zunehmend. Im Februar 1998 wurde er zum Rücktritt gezwungen, weil er im Krieg um die Region Bergkarabach zusätzliche Zugeständnisse an Aserbaidschan zur Lösung des Konflikts machte. Lewon Ter-Petrosjans Minister, angeführt von Premierminister und späterem Nachfolger im Präsidentenamt Robert Kotscharjan, lehnten einen Friedensplan ab, den internationale Vermittler im September 1997 vorgeschlagen hatten und den Lewon Ter-Petrosjan und Aserbaidschan befürworteten. Kotscharjan gewann 1998 die vorgezogenen Präsidentschaftswahlen. Seine Wiederwahl 2003 war von Unregelmäßigkeiten und Protesten von Demonstranten begleitet. Im Januar 2006 trat eine vom Europarat schon seit langem geforderte Verfassungsänderung in Kraft, die dem Parlament mehr Rechte einräumt. Der Präsident darf beispielsweise nach wie vor den Ministerpräsidenten ernennen, er muss nun aber vom Parlament bestätigt werden.

Das Gebäude des Außenministeriums am Platz der Republik in Jerewan.

Bei der Präsidentenwahl vom 19. Februar 2008 kam es zu Ausschreitungen mit laut offiziellen Angaben 8 Todesopfern und zahlreichen Verletzten. Anhänger der Opposition und ihres Kandidaten Lewon Ter-Petrosjan protestierten tagelang gegen angebliche Wahlfälschungen. Ihr Kandidat kam auf nur 21,5 % der Stimmen, während Amtsinhaber Sersch Sargsjan 49,9 % – und damit sehr knapp bereits im ersten Wahlgang eine Mehrheit – erreichte. Beobachter der OSZE stellten zwar Unregelmäßigkeiten fest, konnten jedoch keinen Wahlbetrug feststellen. Die Regierung verhängte einen vierwöchigen Ausnahmezustand und ging mit massiver Waffengewalt gegen die Demonstranten der Opposition vor. Zurzeit befinden sich trotz Protests der internationalen Gemeinschaft noch immer 79 Oppositionspolitiker in politischer Gefangenschaft. 2013 konnte der Amtsinhaber Sersch Sargsjan ein weiteres Mal die Wahl für sich entscheiden.

Wirtschaft
1988 wurde Armenien durch ein sehr starkes Erdbeben schwer getroffen, was einige Regionen noch immer belastet. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR geriet der junge Staat (ähnlich wie die meisten anderen ehemaligen Unionsrepubliken) in eine schwere Wirtschaftskrise. Neben den üblichen tiefgreifenden Problemen, die sich bei einer Umstellung von einer Zentralverwaltungswirtschaft auf eine liberale Marktwirtschaft ergeben, kam erschwerend der Konflikt um Bergkarabach mit Aserbaidschan hinzu.

Sicherheit
Armenien ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Sie können sich sicher durch die Städte bewegen. Lediglich als Frau sollten Sie abends nicht unbedingt allein auf der Straße sein, um Anpöbeleien zu vermeiden. In der Hauptstadt Jerewan sollten Sie bei größeren Menschenansammlungen besonders aufmerksam auf Ihre persönlichen Dinge achten. 

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

- Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden, vermeiden.

- Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

- Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

- Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Jerevan

Tscharenz Straße 29, 0025 Eriwan, Armenien Telefon: (++374 10) 52 32 79, 52 45 81) Fax: (++374 10) 52 47 81)

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern. 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Deutsche, Österreicher und Schweizer können visumfrei nach Armenien einreisen, solange die Aufenthaltsdauer nicht 180 Tage pro Kalenderjahr überschreitet. Es ist jedoch ein gültiger Reisepass notwendig – der Personalausweis allein ist nicht ausreichend.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren. 

Schwerwiegende Krankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten  normalerweise nicht zu befürchten. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären.

Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage in den Anden und der damit verbundenen geringen Sauerstoffgehaltes der Luft, sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht (ca. 20 °C), unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: http://www.rki.de/

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Abendessen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 10 bis 20 EUR rechnen. In Jerewan entsprechend teurer als in ländlichen Gebieten. Bei Ihrer Tour sind fast alle Mahlzeiten inkludiert, nur einige Mahlzeiten in der Hauptstadt überlassen wir Ihren Vorlieben.

Die Armenische Küche ist die Landesküche Armeniens. Sie ähnelt den Küchen der anderen Länder des Kaukasus, dennoch gibt es einige Unterschiede. Während in Georgien Mais das wichtigste Getreide ist und in Aserbaidschan Reis, ist es in Armenien das aus Weizen hergestellte Bulgur. Die daraus zubereiteten Gerichte werden plov genannt und ähneln einem Pilaw. Typisch ist die Verwendung von Mehlmischungen aus Weizen, Mais und Kartoffeln. Weitere wichtige Grundnahrungsmittel sind Lammfleisch, Auberginen, Joghurt und Brot.

Eine traditionelle Speise Armeniens, deren Zubereitung in früheren Zeiten bestimmten Zeremonien unterlag ist die aus Weizenkörnern und Hühnerfleisch bestehende Harissa. Sie wird auch heute noch zu Feierlichkeiten von Armeniern weltweit gekocht.

Khash ist ein aus Kuhfüßen hergestelltes traditionelles Gericht.

Das in Armenien meist verwendete und in der Herstellung sehr einfache Brot ist das Lawasch. Ursprünglich wurde es auf heißen Steinen des Lehmofens als Fladen gebacken.

Als Teigtaschen werden Boraki zubereitet, die zylinderförmig und mit gebratenem Hackfleisch gefüllt sind.

Ob das jetzt auch immer 100% auf Ihre Reise zutrifft, sei dahingestellt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Reiseleiter ab, wenn Sie den Grad an Authentizität erhöhen möchten.  

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strengen Kleiderordnungen, besonders nicht in Jerewan oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man Frauen, die Kopftücher oder lange schwarze Kleider tragen, doch das geschieht freiwillig ist keinesfalls eine Vorschrift oder hat irgendwas mit der Religion zu tun. Früher waren kurze Hosen bei Männern verpönt oder wurden belächelt – das hat sich aber in den letzten Jahren sehr verändert. Kurze, sommerliche Kleidung ist bei Männern und Frauen gleichermaßen akzeptiert.   

Bitte achten Sie auf eine angemessene Kleiderordnung in Kirchen, Klöstern oder anderen heiligen Plätzen.  

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld & Währung
Dram ist die Währung Armeniens. Er wird von der Zentralbank der Republik Armenien ausgegeben.

1 Dram ist unterteilt in 100 Luma, Luma-Münzen waren jedoch nur für kurze Zeit im Umlauf. Der Dram wurde 1993 eingeführt und löste den russischen Rubel ab. Damals wurden 200 Rubel gegen 1 Dram eingetauscht.

Es existieren folgende Banknoten: 500 / 1.000 / 5.000 / 10.000 / 20.000 / 50.000 Dram. Davon sind die Banknoten 500 / 20.000 / 50.000 Dram kaum im Umlauf vorhanden.

Es gibt folgende Münzen: 10 (zwei verschiedene Versionen aus Aluminium) / 20 + 50 (Kupfer) / 100 (Nickel) / 200 (Nordisches Gold) / 500 Dram (Nickel/Nordisches Gold).

Wechselkurs (Stand Oktober 2015):
1EUR = ca. 542AMD    1US$ = ca. 470AMD    1CHF = ca. 488AMD

US$-Noten neueren Datums und Euro können getauscht werden. Beim Rücktausch von Landeswährung in Euro sollten die Euro-Noten sorgfältig geprüft werden, da Fälschungen im Umlauf sein sollen. Hinweise zur Erkennung von gefälschten Euro-Noten finden Sie z.B. hier: www.bundesbank.de/bargeld/bargeld_falschgeld.php

Die Annahme ausländischer Währungen ist Geschäften und Dienstleistern offiziell nicht gestattet, so dass die Bezahlung in der armenischen Landeswährung „Dram“ (AMD) zu erfolgen hat. Manche Geschäfte, die hochwertige Waren anbieten, haben eigene Wechselstuben und akzeptieren Kreditkarten (i. d. R. Master-/Visa-Card).

In der Jerewaner Innenstadt gibt es zwar zahlreiche Geldautomaten, jedoch ist die  Geldversorgung (insbesondere mit EC/Maestro-Karte) hierüber derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Reisenden sei daher geraten, genügend Bargeld (Euro oder Dollar) oder Traveller Cheques mitzunehmen. An einigen ausgewählten Stellen kann noch mit Visa-Karte abgehoben werden; auch das sog. Cash-Advance-Verfahren wird stellenweise ermöglicht.

Außerhalb Jerewans ist die Bargeldversorgung über Geldautomaten nicht flächendeckend möglich. Es wird daher empfohlen, Reisen außerhalb der Hauptstadt nur mit ausreichenden Bargeldreserven anzutreten. Standorte von Geldautomaten des Visa- und des MasterCard/Maestro-Netzwerks können folgenden Webseiten entnommen werden:

www.mastercard.com/atmlocator/cobrand/index.jsp?lang=en&country=ARM&var=COBRAND

http://visa.via.infonow.net/locator/global/

Einige Restaurants, Geschäfte und Hotels für gehobene Ansprüche akzeptieren gängige Kreditkarten. Es kommt jedoch – besonders außerhalb der Hauptstadt – gelegentlich zu technischen Schwierigkeiten; in diesen Fällen ist nur Barzahlung möglich.

Preise werden gelegentlich noch in US$ angegeben, aber die Bezahlung sollte in der armenischen Landeswährung, dem Dram (AMD), erfolgen. Die Annahme ausländischer Währungen ist in Geschäften und bei Dienstleistern offiziell nicht gestattet. Manche Geschäfte, die hochwertige Waren anbieten, haben eigene Wechselstuben.

Stromversorgung   
Die Spannung in Armenien beträgt 220 Volt (50Hz). Um ein Gerät zu benutzen, das auf eine Spannung von 110/120 Volt ausgerichtet ist (z.B. aus den USA), brauchen Sie einen Spannungswandler. Die Stromstärke dieses Geräts bestimmt die Art des Spannungswandlers. Die europäischen Stecker sind zweipolig.

Telefonieren
Die Vorwahl für Armenien ist 00 374. Danach schließt sich die Vorwahl der jeweiligen Stadt an, für Jerewan ist das die 1. In Armenien ist in jedem Fall Handyempfang gegeben! 

Literatur über Armenien

Literatur über Armenien

Natürlich gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von Büchern über Armenien (Hayastan). Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Bertold Spuler (Hg.): Handbuch der Orientalistik; Teil 1: Wolfgang Schramm: Einleitung in die assyrischen Königsinschriften; Teil 2: Wolfgang Schramm: 934–722 v. Chr.. Brill, Leiden 1973

Tessa Hofmann: Annäherung an Armenien. Geschichte und Gegenwart. Beck, München 1997

Jakob Künzler: Im Lande des Blutes und der Tränen. Erlebnisse in Mesopotamien während des Weltkrieges (1914–1918). Reihe ZeitZeugnisse. Tempel-Verlag, Potsdam 1921; Nachdruck: Chronos, Zürich 1999

Adriano Alpago Novello: Die Armenier. Brücke zwischen Abendland und Orient. Belser, Stuttgart und Zürich 1986. ISBN 3-7630-2335-6

Huberta von Voss: Portrait einer Hoffnung: Die Armenier. Lebensbilder aus aller Welt.Schiler, Berlin 2004

Haig E. Asenbauer: Zum Selbstbestimmungsrecht des armenischen Volkes von Berg-Karabach. Ethnos 41. Braumüller, Wien 1993  

Artem Ohandjanian: Armenien, der verschwiegene Völkermord. Böhlau, Wien Köln Graz: 1989

Editha Wolf Crome (Hg.): Aufbruch nach Armenien. Reise- und Forschungsberichte aus dem Lande Urartu – Armenien. Reimer, Berlin 1985

Franz Werfel – Die vierzig Tage des Musa Dagh, Taschenbuch: 989 Seiten Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 17 (1. Mai 1990)

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben.

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

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Ihr Ansprechpartner 

Constanze Hauf

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Verkauf & Beratung Zentral- & Vorderasien, Russland

 
+49 (0)351 31 20 7 - 342

E-Mail:
c.hauf@diamir.de

Telefon:
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