• Gipfel Parinacota
  • Sajama
  • Sajama-Besteigung
  • Sajama-Besteigung
  • Vicuñas an einer Lagune
  • Trekking in Bolivien
  • Zwillingsvulkane Parinacota und Pomerape mit Ort Sajama
  • Sajama
  • Lamaherde
  • sprudelnde Geysire bei Sajama
  • Acotango
  • Bergpanorama im Lauca-Nationalpark
  • Bolivianische Frau
  • Plaza Murillo in La Paz

Chile • Bolivien

 

Acotango (6052 m), Parinacota (6342 m) und Sajama (6542 m)

21 Tage Expeditionsreise

    
Dauer 21 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 3890 EUR   drucken
Tourcode EXPAPS   zum Filter
Teilnehmer min. 8 – max. 12    
 
 
 
 

Den besonderen Reiz dieser Bergexpedition in der Grenzregion von Nordchile und Bolivien machen die gut erreichbaren und technisch unkomplizierten Gipfelziele rings um den kleinen Ort Sajama aus. Wohl nirgendwo sonst hat man auch als Durchschnittsbergsteiger so gute Chancen, gleich drei 6000er in sein Tourenbuch zu schreiben! Die vielfältige Landschaft des nordchilenischen Altiplano mit seinen tiefblauen Lagunen, an denen Vicuñas und unzählige Flamingos leben, den schier endlosen weißen Salzwüsten und dem immer blauen Himmel eignet sich bestens zur Höhenanpassung und wird Sie begeistern. Vom Gipfel des „Königs der Berge“ Boliviens, dem markanten Sajama, breitet sich vor Ihnen ein fantastisches Bergpanorama aus und nach erfolgreicher Besteigung können Sie ein entspanntes Bad in den heißen Quellen mit Rückblick auf Ihre Gipfelziele genießen. In La Paz lassen Sie Ihre Bergreise in geselliger Runde ausklingen.

Höhepunkte

Höhepunkte

  • 3 technisch unkomplizierte 6000er über Normalrouten

  • Akklimatisationstouren und -gipfel im Norden von Chile

  • Faszinierende Salzwüsten und Lagunen im Altiplano

  • DIAMIR-Expeditionsleiter und lokales Begleitteam

  • Komplette Zeltausrüstung inkl. Vollverpflegung

  • Gepäcktransport zum Sajama-Basislager mit Lastentieren

  • Optional: Verlängerung am Titicacasee

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise

Flug nach Chile.

2. Tag: Arica – Putre (3500 m)

Ankunft in Santiago de Chile und Weiterflug nach Arica im Norden von Chile. Hier erwartet Sie bereits Ihr Expeditionsleiter. Nach dem Verladen Ihres Gepäcks auf die Allradfahrzeuge fahren Sie gleich weiter nach Putre. Die Stadt liegt bereits auf 3500 m, sodass die wichtige Akklimatisationsphase schnell beginnt und Ihr Körper sich anpassen kann. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 2-3h, Schlafhöhe ca. 3500 m).

3. Tag: Cerro Surunche (3878 m) (F)

Heute starten Sie direkt vom Hotel aus eine Wanderung zum Cerro Surunche (3878 m). Durch eine tiefe Schlucht und urtümliche Halbwüstenlandschaften mit Kakteen geht es gemächlich bergan. Vom Gipfel aus haben Sie einen guten Blick auf die Nevados de Putre. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 4h, 400 m↑↓).

4. Tag: Lago Chungara (4600 m) (F)

Bei der heutigen Wanderung am Lago Chungara (4600 m), einem der höchstgelegenen Seen der Welt, haben Sie bei gutem Wetter einen fantastischen Blick auf die schneebedeckten Vulkanriesen der Region, die sich im tiefblauen See spiegeln: Parinacota, Guallatire, Acotango, Umurata, Capurata und selbst der Sajama im nicht allzu fernen Bolivien. Mit etwas Glück sehen Sie auch Flamingos, Lamas oder Vicuñas am Ufer. Am Abend fahren Sie wieder zurück ins ca. 1000 m tiefer gelegene Putre. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 3h, 200 m↑↓).

5. Tag: Jurasi-Thermen (F)

Zur besseren Höhenanpassung wandern Sie heute durch eine abwechslungsreiche Schlucht mit interessanten Gesteinsformationen. Von den Jurasi-Thermen führt der Weg auf zwei ca. 4800 m hohe, namenlose Felsgipfel. Zum Abschluss der Wanderung wartet ein entspanntes Bad in den heißen Thermen auf Sie, bevor Sie zurück nach Putre fahren. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 5h, 1000 m↑↓).

6. Tag: Cerro Guane Guane (5050 m) (F)

Ihr heutiges Tagesziel, der Cerro Guane Guane (5050 m) direkt an der Grenze zu Bolivien, bietet unbeschreibliche Ausblicke auf die nahegelegenen 6000er Pomerape, Parinacota, Acotango, Capurata, Umurata und Guallatire. Nach dem Aufstieg auf dem problemlos zu begehenden Pfad besuchen Sie das Dorf Parinacota, dessen Kirche aufgrund ihrer Fresken aus dem 18. Jh. weit über die Grenzen Chiles hinaus bekannt ist. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 4-5h, 800 m↑↓).

7. Tag: Salar de Surire (4250 m) (F/M/A)

Heute erwartet Sie eine spektakuläre Nacht in skurriler Salzlandschaft unter einem fantastischem Sternenhimmel! Von Putre fahren Sie mit den Allradfahrzeugen über eine staubige Piste am Dorf Guallatire vorbei zum weiß glänzenden Salar de Surire. Mit etwas Glück erspähen Sie unterwegs die seltenen Nandus. Am Ufer des Salzsees beziehen Sie die Hütte nd bestaunen den atemberaubenden Sonnenuntergang. Übernachtung in einfacher Hütte. (Fahrzeit ca. 2h, Gehzeit ca. 1h, Schlafhöhe ca. 4250 m).

8. Tag: Vulkanberg am Salar de Surire (5400 m) (F/M)

Gleich neben dem Salar de Surire ragt ein ca. 5400 m hoher namenloser Vulkan auf, den Sie auf der heutigen Tagestour besteigen werden. Der Aufstieg über steiles Geröll und Blockwerk zum aussichtsreichen Gipfelgrat belohnt Sie mit traumhaften Blicken über den Salzsee und die Landschaft des Altiplano. Nach dem Abstieg fahren Sie zurück nach Putre. Übernachtung im Hotel. (Gehzeit ca. 6-8h, 1300 m↑↓).

9. Tag: Lauca-Nationalpark (UNESCO) – Dorf Sajama (4300 m) (F/A)

Auf der landschaftlich großartigen Strecke durch den Lauca-Nationalpark (UNESCO-Biosphären-Reservat) verlassen Sie heute Chile und passieren die Grenze zu Bolivien. Der Grenzübertritt kann sich etwas hinziehen, aber wenig später erreichen Sie bereits das kleine Dorf Sajama zu Füßen Ihrer nächsten Gipfelziele. Übernachtung einer rustikalen Hütte. (Fahrzeit ca. 2-3h zzgl. Grenzübertritt, Schlafhöhe ca. 4300 m).

10. Tag: Akklimatisationswanderung zu Geysiren (F/A)

Zur besseren Höhenanpassung unternehmen Sie heute eine Wanderung zu den nahe gelegenen Geysiren. Aus unzähligen Löchern sprudelt das heiße Wasser und Sie spüren förmlich die geologische Aktivität dieser Region. Sie steigen noch weiter bis auf eine Höhe von ca. 4900 m bis zur grünen Grenze zwischen Chile und Bolivien auf, die mit einem alten Eisenschild markiert ist. Auf dem Abstieg haben Sie immer den mächtigen Kegel des Sajama vor Augen. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 4-5h, 600 m↑↓).

11. Tag: Gipfeltag Acotango (6052 m) (F/M/A)

Heute steht mit dem Acotango (6052 m) der erste 6000er Ihrer Reise auf dem Programm. Noch im Dunkeln fahren Sie mit dem Allradfahrzeugen bis auf ca. 5000 m, wo Sie im Schein Ihrer Stirnlampen den Aufstieg beginnen. Das letzte Stück am Grat ist oft vereist, jedoch nicht sehr steil, sodass der aussichtsreiche Gipfel bald erreicht ist. Das fantastische Gipfelpanorama mit Sajama, Parinacota und dem dampfenden Kegel des Guallatiri ist die Mühen des Anstiegs wert! Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 6-8h, 1050 m↑↓).

12. Tag: Ruhetag – Thermalquellen (F/M/A)

Den heutigen Ruhetag können Sie nutzen, um sich in den nahe gelegenen Thermalquellen zu entspannen und Kraft für die nächsten Gipfeletappen zu sammeln. Sogar aus dem heißen Wasser haben Sie einen herrlichen Blick auf den höchsten Berg Boliviens, den Sajama. Übernachtung wie am Vortag.

13. Tag: Gipfeltag Parinacota (6342 m) (F/A)

Die Besteigung des Parinacota steht bevor, den höheren der beiden Zwillingsvulkane Parinacota (6342 m) und Pomerape (6282 m). Noch in der Dunkelheit nehmen Sie ein stärkendes Frühstück zu sich bevor Sie die Allradfahrzeuge je nach Zustand der Fahrpiste bis auf ca. 5000 m bringen. Im Licht der Stirnlampen geht es über feinen Vulkansand, Gesteinsbrocken und je nach Jahreszeit manchmal auch unangenehme „Penitentes“ (Büßereis oder -schnee) bis zum Kraterrand und höchsten Punkt des Parinacota. Der Blick aus 6342 m Höhe über die bizarre Landschaft mit den umliegenden Vulkanen und in den gewaltigen Krater ist der wohlverdiente Lohn für den anstrengenden Aufstieg. Der Abstieg zurück zu den Fahrzeugen geht schnell. Rückfahrt zu Ihrer Unterkunft in Sajama. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 12h, 1350 m↑ 1350 m↓, Fahrzeit ca. 3-4h).

14. Tag: Ruhetag (F/M/A)

Am heutigen erneuten Ruhetag können Sie noch einmal Kraft tanken, um auch Ihr letztes Gipfelziel erfolgreich zu bezwingen. Ein Besuch der heißen Quellen ist übrigens auch beim zweiten Mal ein Erlebnis! Übernachtung wie am Vortag.

15. Tag: Basislager Sajama (4800 m) (F/M/A)

Vom Ort Sajama steigen Sie heute ins Basislager auf ca. 4800 m am Fuß des gleichnamigen Berges und höchsten Gipfel Boliviens auf. Ihr Gepäck mit der Ausrüstung wird dabei von Mulis transportiert, sodass Sie mit leichtem Rucksack trotz meist sengender Hitze immer wieder herrliche Blicke auf Ihr Gipfelziel direkt vor Ihnen erhaschen können. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 3-4h, 500 m↑, Schlafhöhe ca. 4800 m).

16. Tag: Hochlager Sajama (5600 m) (F/M/A)

Über steile Schutt- und je nach Verhältnissen auch Schneefelder steigen Sie mit grandiosem Ausblick auf die gegenüberliegenden Zwillingsvulkane Parinacota und Pomerape auf einem gut erkennbaren Pfad weiter ins Hochlager auf, das exponiert in einem kleinen Sattel neben einem markanten Felsen liegt. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 4-5 h, 800 m↑, Schlafhöhe ca. 5600 m).

17. Tag: Gipfeltag Sajama (6542 m) (F/M/A)

Gipfeltag am Sajama! Nach einem zeitigen Start geht es zunächst recht steil über loses Geröll und leichte Felsstufen bergan, bis Sie bereits kurz nach dem Hochlager eine steile Eisrinne von etwa 50° Neigung erreichen, die den Einsatz von Steigeisen und Eispickel erfordert und je nach Verhältnissen mit einem Fixseil gesichert wird. Der weitere Aufstieg über den gestuften und meist mit Büßereis verzierten Gletscher erfordert lediglich leichtere Kletterei und erlaubt ein schnelleres Vorankommen. Kurz unterhalb des Gipfels trennen Sie von Ihrem Ziel nur noch einige Gletscherspalten, die aber leicht umgangen werden können, bevor Sie auf dem höchsten Punkt Boliviens stehen. Von dem riesigen Gipfelplateau können Sie einen überwältigenden Rundumblick genießen! Abstieg noch am gleichen Tag bis ins Basislager. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 10-12h, 950 m↑, 1750 m↓).

18. Tag: Reservetag (F/M)

Reservetag für die Besteigung des Sajama. Wenn bereits alles nach Plan gelaufen ist, steigen Sie heute wieder ab zum Dorf. Bei einem letzten Besuch der nahe gelegenen heißen Quellen können Sie sich vom Staub und Schweiß der Gipfelbesteigung befreien. Was gibt es Schöneres, als im heißen Wasser zu entspannen und zum schneebedeckten Gipfel des Sajama hinaufzuschauen, auf dem man am Vortag noch selbst gestanden hat? Am Nachmittag fahren Sie ausgeruht weiter in die lebendige Metropole La Paz. Übernachtung im Hotel. (Gehzeit ca. 2-3h, 500 m↓, Fahrzeit ca. 4-5h).

19. Tag: Stadtführung La Paz (F)

Heute erkunden Sie La Paz. Bei einer Stadtführung besuchen Sie den Plaza Murillo mit dem Regierungspalast, das Convento San Francisco sowie das weltweit einzige Coca-Museum. Auch die Prachtstraße des Prado sowie die berühmte Calle Linares, eine beschauliche Gasse, die praktisch ein einziger Marktplatz ist, stehen auf dem Programm. Am Abend können Sie dem bunten Treiben in den Gassen zuschauen und Ihre Gipfelerfolge feiern. Übernachtung im Hotel.

20. Tag: Heimreise (F)

Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

21. Tag: Ankunft

Ankunft in Deutschland.

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
01.10.2017 21.10.2017 3890 EUR Anfragen
08.07.2018 28.07.2018 3990 EUR Vormerken
30.09.2018 20.10.2018 3990 EUR Vormerken

Zusatzkosten

EZ-Zuschlag (nur Hotels) 190 EUR
2-Tage-Verlängerung Titicacasee, ab 4 Personen 300 EUR
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (weitere Abflughäfen auf Anfrage) mit LAN oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • DIAMIR-Expeditionsleitung
  • Lokale englisch-/spanischsprachige Bergführer und Kochteam
  • Inlandsflüge laut Programm in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • Alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Komplette Zeltausrüstung
  • Gepäcktransport zum Sajama-Basislager mit Lastentieren (max. 15 kg/Person)
  • Alle Eintrittsgelder und Gebühren laut Programm
  • Trekkingsack
  • 8 Ü: Hotel im DZ
  • 3 Ü: Zelt
  • 6 Ü: Hütte im DZ
  • 1 Ü: Hütte im MBZ (Gemeinschaftsbad)
  • Mahlzeiten: 18×F, 9×M, 10×A

Nicht in den Leistungen enthalten

Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; optionale Ausflüge; persönliche Bergsteigerausrüstung; Unterwegsverpflegung für die Bergetappen (z.B. Schokolade oder Energieriegel); evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.16; Trinkgelder; Persönliches

Infos

Anforderungen

Komfortverzicht; Teamfähigkeit; Kondition für bis zu 12-stündige Tagesetappen; gute Kenntnisse der Hochlagerlogistik (Materialtransport bis zu 15 kg, Zeltaufbau); Trittsicherheit in Geröll, Schnee und Eis bis zu 50° Steilheit; gute und anwendungsbereite Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Steigeisen; gute Kenntnisse alpiner Seil- und Sicherungstechniken (persönlicher Tourenbericht erforderlich); Ausrüstung laut Ausrüstungsliste

Hinweise

Das Erreichen der Gipfel kann durch ungünstige klimatische Bedingungen (starker Wind, Nebel, Dauerregen, Schneefall) und andere widrige Umstände sowohl erheblich erschwert werden, als auch im Extremfall unmöglich sein. Der verantwortliche Reiseleiter/Bergführer ist in dem Fall berechtigt, die weitere Besteigung zum Schutz von Gesundheit und Leben aller Beteiligten abzubrechen. Etwaige Regressansprüche bestehen in solch einem Fall nicht.

Zusatzinformationen

Gut isolierte, steigeisenfeste und wasserfeste (Schalen-) Bergstiefel der Kategorie D erforderlich.

Service

Chile

Allgemeines

„Bienvenido“ – herzlich willkommen! Chile ist ein Staat im Südwesten Südamerikas. Aufgrund der langen Nord-Süd-Ausdehnung über mehr als 39 Breitengrade, aber auch der beträchtlichen Höhenunterschiede in West-Ost-Richtung weist Chile eine große Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen auf. Am dichtesten besiedelt ist der Großraum um die Hauptstadt Santiago de Chile, wo etwa ein Drittel der chilenischen Einwohner lebt. Nach Norden und Süden verringert sich die Bevölkerungsdichte immer stärker. Die Herkunft des Landesnamens ist nicht eindeutig nachgewiesen. Die verbreitetste Erklärung ist, dass sich das Wort aus der Sprache der Aymara herleitet. Dort bedeutet das Wort chilli „Land, wo die Welt zu Ende ist“.

Fakten

Hauptstadt:                            Santiago de Chile
Einwohner:                             17,4 Millionen
 
Bevölkerungsdichte:              23 Einwohner pro km2
Sprachen:                              Spanisch
Währung:                               Chilenischer Peso (CLP)
Unabhängigkeit:                     18.09.1810 (1818 von Spanien anerkannt)

Geografie

Chile grenzt im Westen und Süden an den Pazifischen Ozean, im Norden an Peru, im Nordosten an Bolivien und im Osten an Argentinien sowie an den Atlantischen Ozean. Daneben zählen zum Staatsgebiet die im Pazifik gelegene Osterinsel (Rapa Nui), die Insel Salas y Gomez, die Juan-Fernandez-Inseln (einschließlich der Robinson-Crusoe-Insel), die Desventuradas-Inseln sowie im Süden die Ildefonso-Inseln und die Diego-Ramirez-Inseln. Ferner beansprucht Chile einen Teil der Antarktis. Aufgrund der besonderen Struktur des Landes gibt es in Chile keine längeren Flüsse. Der längste Fluss ist der Rio Loa mit 443 Kilometern. Im Norden des Landes verhindert zusätzlich die extreme Trockenheit der Atacama-Wüste das Aufkommen größerer Wasserläufe. Hier befinden sich viele Salzseen, deren größter und bekanntester der Salar de Atacama (3000 Quadratkilometer) ist. Die chilenischen Anden bilden einen der höchsten Gebirgszüge der Welt und weisen eine Vielzahl von Gipfeln über 6000 m auf. Unter ihnen befindet sich der höchste Berg Chiles, der Ojos del Salado (6893 m), welcher gleichzeitig der höchste Vulkan der Welt ist. Etwa 160 Kilometer vor der chilenisch-peruanischen Küste im Pazifik liegt der Atacama-Graben (Chilegraben) mit maximal 8065 Metern Tiefe, der die Grenze zweier großer Erdplatten ist. Vor fast der gesamten chilenischen Küste liegt die Nazca-Platte. Diese tektonische Platte ist die Ursache vieler schwerer Erdbeben und Tsunamis in Chile. Sie faltet die Anden auf. Das letzte schwere Erdbeben (8,4 auf der Richterskala) ereignete sich nördlich von Santiago de Chile im Jahr 2015.

Politik und Gesellschaft

Chile ist eine Republik und Präsidialdemokratie mit Zweikammerparlament. Der chilenische Staatspräsident hat eine vierjährige Amtszeit, nach der er nicht sofort wieder kandidieren darf. Chile hatte – wie auch Argentinien – in den letzten Jahren einen schweren Übergang von einer Militärdiktatur zu der jetzigen Demokratie. In Chile leben ca. 17 Mio. Menschen (Stand Juli 2014), wovon ca. ein Drittel den Großraum Santiago bevölkert. Ein Großteil der chilenischen Bevölkerung sind Mestizen mit europäischen Vorfahren. Knapp 5% der Chilenen gehören der indigenen Bevölkerung an, davon sind mehr als 90% Mapuche.

Klima

Aufgrund der immensen Nord-Süd-Ausdehnung sowie der unterschiedlichen Höhenlagen weißt Chile eine Fülle von Klimata auf. Dabei nehmen die Temperaturen von Norden nach Süden ab. Chile lässt sich im Groben in drei Klimazonen einteilen. Der Norden wird durch ein tropisch-subtropisches Wüstenklima geprägt, Mittelchile hat ein warm gemäßigtes Winterregenklima und der Süden ist dagegen kühl und niederschlagsreich.

Zeitverschiebung

Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) zwischen Ende März und Ende Oktober beträgt der Zeitunterschied zu Chile -6 Stunden. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Chile erst 6 Uhr am Morgen. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Chile daher um 6 Stunden zurückstellen. Während der Winterzeit (MEZ) zwischen Ende Oktober und Ende März beträgt die Zeitverschiebung nur -4 Stunden.

Sicherheit

Chile ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie fast überall auf der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Auf Grund der doch hier und da verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles, wie wir es in Deutschland nicht kennen, ist vor allem Diebstahl bedauerlicherweise an der Tagesordnung. Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich. Daher gilt die weit verbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zugunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geschickten Taschendieben, die oft in Gruppen arbeiten. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen sowie während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die Gefahr, einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt besonders in den Touristenzentren. Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Chile benötigen deutsche Staatsangehörige einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Ein Visum ist für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Bei der Ankunft muss lediglich eine Touristenkarte vorgelegt werden, welche in der Regel schon im Flugzeug ausgehändigt wird. Die Durchschrift dieser Karte muss während des gesamten Aufenthaltes mitgeführt und bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Bitte achten Sie während der Reise stets auf Ihren Reisepass, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Nach chilenischem Recht muss jeder Tourist seinen Reisepass ständig mit sich führen. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel lassen und nur die Kopie mit sich führen.

Ein striktes Einfuhrverbot besteht für frische Nahrungsmittel (Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren) sowie Pflanzen, Waffen, Drogen und pornographisches Material. Schokolade, Müsliriegel oder ähnliches stellen dagegen kein Problem dar. Verstöße (auch der versehentlich nicht deklarierte Apfel im Handgepäck) werden mit Bußgeldern und in schwerwiegenden Fällen auch mit Inhaftierung geahndet.

Sollten Sie irgendwelche Esswaren mit sich führen empfehlen wir Ihnen, auf der Zollerklärung „Si“ (Ja) anzukreuzen und den Beamten alles zu zeigen, was Sie dabei haben. Dagegen dürfen zollfrei bis zu 3 Liter Alkohol, 500 g Tabak oder 500 Stück Zigaretten und 100 Zigarren eingeführt werden.

Wichtige Hinweise zur Einreise nach Chile

Bei der Einreise nach Chile muss eine Zollerklärung ausgefüllt werden, die versichert, dass man keine (frischen) Lebensmittel (Obst, Gemüse, Fleisch, Honig, Nüsse, Wurst- und Milchprodukte etc.) einführt. Wichtig: Auch Studentenfutter u.ä. zählt darunter. Schokolade oder Riegel sind in der Regel kein Problem, müssen aber deklariert werden.

DESHALB: Sollten Sie Esswaren jedweder Art dabeihaben, empfehlen wir Ihnen, auf der entsprechenden Zoll-Erklärung in jeden Fall „Si“ (Ja) anzukreuzen und den Beamten einfach alles zu zeigen, was Sie dabei haben.

Missachtung wird mit empfindlichen Strafen geahndet (z.B. 200 USD für einen „geschmuggelten“ Apfel oder Studentenfutter). Dafür kann man 3 l alkoholische Getränke, 500 g Tabak, 500 Zigaretten und 100 Zigarren zollfrei einführen.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Das chilenische Gesundheitssystem entspricht im Großen und Ganzen dem europäischen Standard. Zwar gibt es in ländlichen Gegenden oftmals kaum bzw. schlechte medizinische Versorgung, dafür gibt es in den Großstädten eine große Ärztedichte, darunter auch deutsch­sprachige Allgemeinmediziner.

Bitte stellen Sie vor Ihrer Reise sicher, dass Sie sich ausführlich mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen, damit Sie Ihre Reise auch in vollen Zügen genießen können. Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Problemen und Risiken während der Reise beruhen auf der langjährigen Erfahrung unserer Reisespezialisten und sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser ist in der Lage, Sie umfassend und kompetent zu beraten.

Vor der Reise sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

Gang zum Hausarzt:

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage in den Anden und des damit verbundenen geringen Sauerstoffgehaltes der Luft sowie eines sehr großen Temperatur­gefälles zwischen Tag und Nacht (ca. 20°C) unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz-Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Zahngesundheit:

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das Letzte ist, was Sie sich wünschen würden. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Impfungen:

Bitte überprüfen Sie, ob Sie die üblichen, in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Tollwut, Hepatitis A, Typhus und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Des Weiteren werden derzeit Impfungen gegen Gelbfieber bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet auf die Osterinseln gefordert.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

Malaria

Chile ist malariafrei.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber wird derzeit nur auf der Osterinsel durch tagaktive Mücken übertragen. Da es keine Impfung gegen Dengue-Fieber gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung von Mückenstichen.

Hantavirus

Diese seltene Erkrankung kann in ländlichen Gebieten nach Aufnahme von mit Hantaviren kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Kanal zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen führen. Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht. Es empfiehlt sich, besonders in abgelegenen Gegenden, Essplätze und Hotelzimmer vor der Benutzung zu reinigen bzw. zu lüften und das Essen sicher zu verwahren. Weitere Informationen erhalten Sie neben dem Hausarzt auch beim Tropeninstitut.

Während der Reise

Während der Reise

Während der Reise sind folgende Aspekte zu beachten:

Magen-Darm-Infektion:

Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Globetrotterregel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen. Schließlich sind dies ja die Köstlichkeiten des Landes.

Das Leitungswasser hat zwar Trinkwasserqualität, ist aber stark gechlort. Am besten Leitungswasser und Eiswürfel vermeiden.

Sonnenbrand:

Die Sonneneinstrahlung ist am Äquator wesentlich höher als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit

Durch die unterschiedlichen Landesregionen Chiles und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können, vor allem im Altiplano, im Norden Chiles. Dabei spielt Alter oder Fitness der betroffenen Person eine eher unwesentliche Rolle. Lediglich Kinder und Sportler weisen jedoch die Tendenz auf, anfälliger für die Höhenkrankheit zu sein, da sie ggf. ihr Tempo zu schnell wählen, bzw. sich ruckartig bewegen. Die Ursache der Höhenkrankheit ist der abnehmende Luftdruck bei zunehmender Höhe. Somit gelangt weniger Sauerstoff in die Organe und vor allem die Lunge des Menschen und es kommt zur Sauerstoff­unterversorgung (Hypoxie). Um der Höhenkrankheit vorzubeugen, empfehlen wir eine entsprechende Akklimatisierung an die Höhe. Das heißt, dass die Reiseroute so gewählt werden sollte, dass Sie langsam und kontinuierlich sich der Höhe nähern. Dabei ist es wichtig, es in den ersten Tagen ruhig angehen zu lassen, körperliche Anstrengungen zu vermeiden, auf Alkohol und Rauchen zu verzichten, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und leichte Speisen zu wählen. Selbst den Einheimischen kann die Höhe Probleme bereiten. Als Wundermittel hat sich seit jeher das Kokablattkauen bzw. der Kokatee erwiesen. Dieser wird in allen Hotels und Restaurants gereicht. Bitte beachten Sie auch, dass der Konsum von Kokablättern absolut ungefährlich und in Chile völlig legal ist. Die Einfuhr der Blätter nach Deutschland ist allerdings verboten.

Es spricht nichts dagegen, bei leichten Kopfschmerzen Aspirin einzunehmen sowie ein leichtes Mittel bei Übelkeit. Andere Präparate, die angeblich gegen die Höhenkrankheit helfen sollen, sehen wir als nicht erforderlich an und raten daher davon ab.

Ihr Tourenleiter wird diese Probleme zu Beginn Ihrer Reise noch einmal mit Ihnen besprechen und Ihnen während der gesamten Tour behilflich sein.

Essen & Trinken

Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Essen sollte man mit Kosten von ca. 10 bis 40 USD rechnen.

Fotografie

Wir möchten Sie bitten, Menschen nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.

In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. Eine moderne Variante, Fotos sicher und einfach abzulegen, sind Online-Speicher wie zum Beispiel die Dropbox, bei der Sie sich kostenlos registrieren können.

Bekleidung

Bei Besuchen in Kirchen bzw. Klosteranlagen sollte dezente Kleidung getragen werden. Kurze Hosen oder Röcke sowie schulterfreie Oberbekleidung sollten im Gepäck bleiben. Dies gilt natürlich nicht für Sport- oder Strandaktivitäten etc.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die chilenische Landeswährung ist der Chilenische Peso (CLP).

Zur Mitnahme aus Deutschland sind sowohl Euro also auch US-Dollar zu empfehlen. Darüber hinaus setzt sich in den größeren Städten immer mehr die Nutzung von Geldautomaten durch, an welchen mit jeder Geldkarte des Maestro-Verbundes (praktisch alle deutschen Bankarten) Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet. Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Bank- oder Kreditkarten! Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Karten zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 20% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Bargeld wird dann vor Ort in die Landeswährung umgetauscht. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Außerdem sollte man eine gewisse, nicht gar zu knapp bemessene, Geldreserve einplanen. Als Reserve ist eine Bank-/Kreditkarte zu empfehlen. Bitte beachten Sie, dass zerrissene oder schmutzige Geldscheine in der Regel nicht akzeptiert werden.

Trinkgeld

Das Zahlen von Trinkgeldern ist in Lateinamerika sehr viel weiter verbreitet als in Deutschland und wird von den meisten Dienstleistern, wie z.B. Kellnern, Busfahrern oder lokalen Guides oft erwartet. In Restaurants sollte man immer 10-15 % des Rechnungs­betrages Trinkgeld zahlen, da die Kellner ihr Gehalt hauptsächlich durch Trinkgeld generieren und ansonsten oft kaum oder gar nicht bezahlt werden. Guides und Busfahrer erhalten zwar ein marktübliches Gehalt, sind aber selbstverständlich auch über eine kleine „Sonderzuwendung“ durch die Reisenden nicht traurig. Die Höhe des Trinkgeldes sollte selbstverständlich von der Qualität der erbrachten Leistung abhängen. Eine besonders freundliche und hilfsbereite Arbeitsauffassung sollte in jedem Fall auch stärker honoriert werden, als ein eher mittelmäßiges Auftreten. Andererseits sollte man die Zahlungen auch nicht auf ein astronomisches Niveau treiben und so womöglich die örtlichen Preise und Gepflogenheiten nachhaltig verändern. Ihr Tourenleiter ist Ihnen unterwegs gerne mit Tipps zur richtigen Höhe von Trinkgeldern behilflich.

Um immer mal wieder aufkommenden Missverständnissen vorzubeugen, möchten wir Sie an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle einheimischen Fahrer, Guides, Träger usw. welche für uns während der Reise tätig sind, nach örtlichen Maßstäben und Gepflogenheiten fair bezahlt werden. Trinkgeldzahlungen sind lediglich als kleines Extra zu verstehen und auf keinen Fall als fester Bestandteil des Lohnes, auch wenn so mancher Fahrer/Träger Ihnen das vielleicht weiszumachen versucht.

Stromversorgung

Die Spannung in Chile beträgt 220 Volt und es wird ein Adapter für amerikanische Flachkontakte benötigt. Deutsche Gerätestecker wie sie an den meisten Rasierern oder Ladegeräten etc. zu finden sind, passen meistens auch ohne Adapter.

Telefonieren

Chile verfügt über ein relativ modernes Telefonnetz, man kann von allen öffentlichen Telefonzellen problemlos nach Hause telefonieren. In jeder größeren Ortschaft gibt es mind. eine dieser Telefonzellen. Zu deren Nutzung benötigt man eine Telefonkarte, welche meist an Zeitungs- und Tabakkiosken verkauft werden.

Das  Mobilfunknetz Chiles arbeitet mehr und mehr mit dem GSM-Netz, so dass Sie mittlerweile nicht nur in den Ballungszentren Ihr heimisches Handy problemlos nutzen können. Für die Nutzung Ihres Handys müssen Sie ein Triband-Handy besitzen und Ihr Mobilfunkanbieter muss in Chile Roaming anbieten. Die Kosten sind allerdings recht hoch, da nicht nur aus-, sondern auch eingehende Anrufe und SMS zu hohen Roaming-Tarifen bezahlt werden müssen. Im Torres del Paine Nationalpark und auf der Isla Navarino ist kein Netz vorhanden!

Literatur über Chile

Literatur über Chile

Natürlich gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von Büchern über Chile. Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften und Bildbänden. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung unserer Reisespezialisten.

Romane

Das Geisterhaus – Isabel Allende (ISBN 978-3-518-46385-7)
Mein erfundenes Land – Isabel Allende (ISBN 978-3-518-45943-0 )

Memoiren

Ich bekenne, ich habe gelebt – Pablo Neruda (ISBN 9783630620411)
Die Allendes: Mit brennender Geduld für eine bessere Welt – Günther Wessel (ISBN 978-3593367750)

Reiseberichte

Chile & Antarktis & Osterinsel – Dirk Heckmann (ISBN 978-3930487585)
In Patagonien: Reise in ein fernes Land
– Bruce Chatwin (ISBN 978-3499128363)
Feuerland und Patagonien – Klaus Bednarz (ISBN 3871345369)

Reise- und Sprachführer

Chile und die Osterinsel – Malte Sieber (Reise Know-How Verlag)
Kauderwelsch, Spanisch für Chile Wort für Wort – Enno Witfeld (Reise Know-How Verlag)

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise nach Chile beantwortet zu haben.

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Chile.de

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Länderinformationen und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Chile und Ihrer vielleicht sogar bevorstehenden Reise beantwortet zu haben. Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können.

Weitere noch ausführlichere Informationen finden Sie zudem auf dem Informationsportal Chile.de. Sie erfahren hier einige Details über die Regionen des Landes. Untermalt mit stimmungsvollen Bildern gibt die Website Chile.eu einen ausführlichen Ein- und Ausblick auf dieses wundervolle Land. Im Rahmen einer exklusiven Internet-Partnerschaft hat DIAMIR-Erlebnisreisen die inhaltlichen Punkte für das Portal ausgearbeitet und das Bildmaterial zusammengestellt.

Bolivien

Allgemeines

Allgemeines

„Bienvenido“ – herzlich willkommen! Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika, benannt nach dem südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfer und Nationalhelden Simon Bolivar. Die verfassungsmäßige Hauptstadt Boliviens ist Sucre, Regierungssitz und damit heimliche Hauptstadt ist allerdings La Paz, welches damit den falschen Titel der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt tapfer verteidigt. Mit einer Höhe von 3200 bis 4100 m ist die Stadt der höchstgelegene Regierungssitz der Erde. Das Klima in Bolivien ist, bedingt durch die enormen Höhenunterschiede, sehr vielfältig. Etwas über 55% der Bevölkerung Boliviens gehören den indigenen Völkern an.

Fakten

Hauptstadt:                             Sucre
Einwohner:                             10,6 Millionen
Bevölkerungsdichte:                10 Einwohner pro km2
Sprachen:                                Spanisch
Währung:                                Boliviano (BOB)
Unabhängigkeit:                      6. August 1825

Geografie

Bolivien grenzt im Norden und Osten an Brasilien, im Süden an Paraguay sowie Argentinien und im Westen an Chile und Peru. Der Staat wird von zwei großen und weit auseinander liegenden Ketten der Anden durchzogen, deren Höhe bis über 6500 m reicht. Die höchsten Berge sind der Sajama (6542 m) und der Hausberg von La Paz – der Illimani (6439 m). Dazwischen liegt das zentrale Hochland, das 3000 m bis 4000 m hohe Altiplano. Dieses bis weit in das Nachbarland Peru reichende und im Süden den Nordwesten von Argentinien einschließende Gebiet ist das eigentliche Kernland, in dem rund 80% aller Bolivianer leben, obwohl es nur etwa ein Drittel der Fläche Boliviens ausmacht. Inmitten des Altiplano liegt der Titicacasee – der größte See des Landes und auch zweitgrößter See Südamerikas, durch dessen Mitte die Grenze zum Nachbarland Peru verläuft. Mit einer Länge von 233 km und einer Breite von 97 km ist der Titicacasee zudem der höchste schiffbare See der Welt. Der Salar de Uyuni ist mit einer Fläche von 12.000 km² der weltweit größte Salzsee. Zwischen dem Ostabhang der Anden und dem ostbolivianischen Bergland erstrecken sich die Yungas in einer Höhe zwischen 1200 m und 1800 m. Der flächenmäßig größte Teil Boliviens sind die Llanos, die sich vom ostbolivianischen Bergland bis an die Grenzen nach Brasilien und Paraguay erstrecken. Dieses nur äußerst dünn besiedelte tropisch-heiße Tiefland untergliedert sich in die trockenen Savannen des Gran Chaco und die tropischen Regenwaldgebiete Amazoniens.

Zeitverschiebung

Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) zwischen Ende März und Ende Oktober beträgt der Zeitunterschied zu Bolivien -6 Stunden. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Bolivien erst 6 Uhr am Morgen. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Bolivien daher um 6 Stunden zurückstellen. Während der Winterzeit (MEZ) zwischen Ende Oktober und Ende März beträgt die Zeitverschiebung nur -5 Stunden.

Klima

Bolivien hat allgemein ein tropisches Klima mit einer kurzen Regenzeit im Sommer von Dezember bis März und einer langen Trockenzeit in den Monaten April bis November. Durch die Höhenlage haben das Altiplano und die Andenkordilleren ein gemäßigtes, trockenes und recht kaltes Klima. Die feuchten Tiefebenen weisen ein tropisches Savannenklima mit trockenen Wintern auf und in den trockenen Tiefebenen des Chaco sowie in Teilen von Santa Cruz herrscht warmes Steppenklima mit trockenen Wintern. Der Temperatur­durchschnitt in der Tiefebene beträgt ca. 25°C, auf dem Altiplano 10°C und in den Tälern 18°C. Die warmen Luftmassen des Amazonasbeckens und besonders die kalten Luftmassen aus dem Süden im Herbst und Winter beeinflussen das Altiplano. Am Salar de Uyuni sind Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht von bis zu 40°C keine Seltenheit. Die nächtlichen Temperaturen können bis auf -20°C absinken. Die Niederschläge nehmen von Nord nach Süd ab.

Politik und Gesellschaft

Bolivien hat eine Präsidialdemokratie mit Zweikammerparlamenten. Der bolivianische Präsident wird auf fünf Jahre gewählt. Das Land hatte in den letzten Jahren einen schweren Übergang von einer Militärdiktatur zur jetzigen Demokratie. Seit 2006 hat zum ersten Mal mit Evo Morales ein aus der indigenen Bevölkerung stammender sozialistisch orientierter Vertreter dieses Amt inne. Die Amtssprache ist Spanisch, zusätzlich sind die indigenen Sprachen Ayamara und Quechua offiziell anerkannt.

Sicherheit

Bolivien ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Aufgrund der leider weit verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles ist vor allem Diebstahl bedauerlicherweise an der Tagesordnung. Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich, egal ob dies nach unseren Maßstäben tatsächlich der Fall ist oder nicht. Daher gilt die weit verbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zugunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geübten und geschickten Taschendieben, die oft in Gruppen arbeiten. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z. B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die Gefahr, einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt naturgemäß besonders in den Touristenzentren.

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Bolivien benötigen deutsche Staatsangehörige einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Ein Visum ist für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Bei der Ankunft muss lediglich eine Touristenkarte vorgelegt werden, welche in der Regel schon im Flugzeug ausgehändigt wird. Die Durchschrift dieser Karte muss während des gesamten Aufenthaltes mitgeführt, und bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Bitte achten Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Nach bolivianischen Recht muss jeder Tourist seinen Reisepass ständig mit sich führen. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel lassen und nur die Kopie mit sich führen.

Alle Reisende, die älter als 12 Monate sind und vorhaben, in Gelbfieber gefährdete Gebiete Boliviens zu reisen, müssen auf Verlangen bei Einreise ein Gelbfieber-Impfzertifikat vorweisen können. Es ist empfehlenswert, stets ein Impfzertifikat mitzuführen, auch wenn keine Gelbfieber gefährdete Gebiete besucht werden, da die Rechtslage und die Verwaltungspraxis nicht immer übereinstimmen. Die Impfung muss spätestens 10 Tage vor der Einreise erfolgen.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Eine Reise nach Bolivien ist definitiv ein einmaliges Erlebnis. Bitte stellen Sie jedoch vor Ihrer Reise sicher, dass Sie sich ausführlich mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen, damit Sie Ihre Reise auch in vollen Zügen genießen können. Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Problemen und Risiken während der Reise beruhen auf der langjährigen Erfahrung unserer Reisespezialisten, sind jedoch nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser ist in der Lage, Sie umfassend und kompetent zu beraten.

Vor der Reise sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

Gang zum Hausarzt:

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage in den Anden unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz-Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Zahngesundheit:

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das Letzte ist, was Sie sich wünschen würden. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Impfungen:

Bitte überprüfen Sie, ob Sie die üblichen, in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Tollwut, Hepatitis A, Typhus und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Bei Reisen in das Amazonasgebiet ist ebenfalls eine Gelbfieberimpfung zu empfehlen. Für die Weiterreise in ein Risikoland oder die Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Bolivien) kann die Impfung vorgeschrieben sein. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist, bis die Immunisierung ihre volle Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Malaria:

Ein hohes Risiko besteht im Norden an der Grenze zu Brasilien, in den Departements Pando und Beni, insbesondere im Gebiet von Guayaramerin, Riberalta und Puerto Rico sowie in den tieferen Lagen von Tarija, Cochabamba und La Paz. Bitte lassen Sie sich von einem Tropenarzt ausführlich über die verschiedenen Medikamente (Prophylaxe oder Stand-by-Therapie) beraten. Nur der Arzt kann Ihnen sagen, welche Medikamente für Sie geeignet sind.

Doch nicht nur Malaria, auch Dengue, Chikungunya und der derzeit in der Presse stehende Zika-Virus können durch Mückenstiche übertragen werden. Tragen Sie zum Schutz lange, helle Kleidung und nutzen Sie Mückenspray! Für die Tropen gibt es spezielle Repellents, überwiegend mit dem Wirkstoff Deet. 

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen.

Während der Reise

Während der Reise

Während der Reise sind folgende Aspekte zu beachten:

Magen-Darm-Infektion:

Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Globetrotterregel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen. Schließlich sind dies ja die Köstlichkeiten des Landes.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähneputzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis. Aufgrund der Höhe von 3000 m kocht Wasser bereits bei ca. 90 Grad, was bedeutet, dass Bakterien nicht zu 100% abgetötet werden.

Sonnenbrand:

Die Sonneneinstrahlung ist in Äquatornähe wesentlich höher als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Höhenkrankheit:

Durch die unterschiedlichen Landesregionen Boliviens und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht ein gewisses Risiko, dass ab ca. 2500 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit (sog. „Soroche“) auftreten können. Dabei spielt Alter oder Fitness der betroffenen Person eine eher unwesentliche Rolle. Lediglich Kinder und Sportler weisen jedoch die Tendenz auf, anfälliger für die Höhenkrankheit zu sein, da sie ggf. ihr Tempo zu schnell wählen, bzw. sich ruckartig bewegen. Die Ursache der Höhenkrankheit ist der abnehmende Luftdruck bei zunehmender Höhe. Somit gelangt weniger Sauerstoff in die Organe und vor allem die Lunge des Menschen und es kommt zur Sauerstoff­unterversorgung (Hypoxie). Um der Höhenkrankheit vorzubeugen, empfehlen wir eine entsprechende Akklimatisierung an die Höhe. Das heißt, dass die Reiseroute so gewählt werden sollte, dass Sie langsam und kontinuierlich sich der Höhe nähern. Dabei ist es wichtig, es in den ersten Tagen ruhig angehen zu lassen, körperliche Anstrengungen zu vermeiden, auf Alkohol und Rauchen zu verzichten, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und leichte Speisen zu wählen. Selbst den Einheimischen kann die Höhe Probleme bereiten.

In Bolivien ist die Anwendung von Kokablättern gegen leichte Höhenprobleme sehr weit verbreitet. Das Trinken von Kokatee bzw. das Kokablattkauen hilft bei Kopfschmerzen und Unwohlsein. Bitte beachten Sie, dass der Konsum von Kokablättern absolut ungefährlich und in Bolivien legal ist. Die Einfuhr der Blätter nach Deutschland ist allerdings verboten.

Es spricht nichts dagegen, bei leichten Kopfschmerzen Aspirin einzunehmen sowie ein leichtes Mittel bei Übelkeit. Andere Präparate, die angeblich gegen die Höhenkrankheit helfen sollen, sehen wir als nicht erforderlich an und raten daher davon ab.

Essen & Trinken

Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennen lernen. Dazu bietet sich eine Vielzahl einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen verschiedenen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollten Sie mit ca. 5-10 USD rechnen.

Zollvorschriften

Für die Rückreise aus Bolivien nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Kokatee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und die versuchte Einfuhr einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz darstellt.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls (www.zoll.de) einsehen oder telefonisch erfragen. 

Fotografie

Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen gar nicht fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren in Kirchen und militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.

In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. Eine moderne Variante, Fotos sicher und einfach abzulegen, sind Online-Speicher wie zum Beispiel die Dropbox, bei der Sie sich kostenlos registrieren können.

Bekleidung

Bei Besuchen in Kirchen bzw. Klosteranlagen sollte dezente Kleidung getragen werden. Kurze Hosen oder Röcke sowie schulterfreie Oberbekleidung sollten im Gepäck bleiben. Dies gilt natürlich nicht für Sport- oder Strandaktivitäten etc.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld

Die bolivianische Währung ist der Boliviano (1 Boliviano entspricht 100 Centavos). 1 € = ca. 8 BOB (Stand Oktober 2015).

Zur Mitnahme aus Deutschland sind sowohl Euro als auch US-Dollar zu empfehlen. Euro werden nur in den Großstädten gewechselt. Darüber hinaus setzt sich in den größeren Städten immer mehr die Nutzung von Geldautomaten durch, an welchen mit jeder Geldkarte des Maestro-Verbundes (praktisch alle deutschen Bankarten) Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Bitte vergessen Sie nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet. Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich bitte nicht ausschließlich auf Bank- oder Kreditkarten! Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Karten zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 20% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Bargeld wird dann vor Ort in die Landeswährung umgetauscht. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Außerdem sollte man eine gewisse, nicht gar zu knapp bemessene, Geldreserve einplanen. Als Reserve ist eine Bank- oder Kreditkarte sehr zu empfehlen.

Trinkgeld

Das Zahlen von Trinkgeldern ist in Lateinamerika sehr viel weiter verbreitet als in Deutschland und wird von den meisten Dienstleistern, wie z.B. Kellnern, Busfahrern oder lokalen Guides oft erwartet. In Restaurants sollte man immer 10-15 % des Rechnungs­betrages Trinkgeld zahlen, da die Kellner ihr Gehalt hauptsächlich durch Trinkgeld generieren und ansonsten oft kaum oder gar nicht bezahlt werden. Guides und Busfahrer erhalten zwar ein marktübliches Gehalt, sind aber selbstverständlich auch über eine kleine „Sonderzuwendung“ durch die Reisenden nicht traurig. Die Höhe des Trinkgeldes sollte selbstverständlich von der Qualität der erbrachten Leistung abhängen. Eine besonders freundliche und hilfsbereite Arbeitsauffassung sollte in jedem Fall auch stärker honoriert werden, als ein eher mittelmäßiges Auftreten. Andererseits sollte man die Zahlungen auch nicht auf ein astronomisches Niveau treiben und so womöglich die örtlichen Preise und Gepflogenheiten nachhaltig verändern. Ihr Tourenleiter ist Ihnen unterwegs gerne mit Tipps zur richtigen Höhe von Trinkgeldern behilflich.

Stromversorgung   

Die Stromversorgung in Bolivien ist unterschiedlich. Die Spannung kann je nach Region 220 V, 50 Hz oder 110 V, 50 Hz betragen. Daher ist es ratsam, einen ein Adapter für amerikanische Flachkontakte mitzuführen.

Telefonieren

Verschiedene Telefongesellschaften bieten unterschiedlich gestaffelte Tarife an. Gewählt wird die dreistellige Nummer der Telefongesellschaft und dann die Landesvorwahl (Deutschland 0049). In den Städten gibt es Münz- und Kartentelefone sowie Telefonzentren (mit ruhigen Kabinen). Eine weitere günstige Alternative stellen Prepaid-Telefonkarten dar. Mit diesen Karten kann man von jedem Handy oder Telefon aus für einen festen Tarif ins Ausland telefonieren. Karten können an Kiosken und vielen weiteren Verkaufsstellen erworben werden. Ihr Tourenleiter ist Ihnen beim Kauf gerne behilflich.

Sie können auch Ihr eigenes Handy (mit mind. Triband-Technologie) nutzen. Die Flächendeckung ist weitestgehend im ganzen Land gesichert. Diese Variante ist allerdings sehr teuer, da nicht nur aus-, sondern auch eingehende Anrufe und SMS zu hohen Roaming-Tarifen bezahlt werden müssen.

Literatur über Bolivien

Literatur über Bolivien

Natürlich gibt es eine große Anzahl von Büchern über Bolivien. Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu Sprachführern. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung unserer Reisespezialisten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Reiseberichte und Zeitgenössisches

Von bitterer Politik und würziger Küche:  Nahrung und Kultur in Bolivien, mit zahlreichen Rezepten  – Daniel Haller (ISBN 978-3859900400)
Nescafé & Nirwana – Alfred Globisch (ISBN 978-3833407970)
Die Kumpel vom Tío: Geschichten aus den Gruben Boliviens – René Poppe (ISBN 978-3901928185)
Das weiße Gold der Zukunft – Bolivien und das Lithium – Benjamin Beutler (ISBN 978-3867891264)

Reiseführer

Bolivien Handbuch für individuelles Reisen – Reise Know-How Verlag (ISBN 978-3896625908)
Kunst Reiseführer Peru und Bolivien – Rolf Seeler, DuMont Reiseverlag (ISBN 978-3770147861)

Sprachführer

Spanisch für Bolivien – Wort für Wort. Kauderwelsch – Britta Horstmann & Zacarias Garcia, Reise Know-How Verlag (ISBN 978-3894163662)

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise nach Bolivien beantwortet zu haben.

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

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