• Kameltrekking
  • Blick auf Tiflis
  • Davit Garedscha
  • Mönch in Etschmiadsin
  • Armenien - Unterwegs auf der alten Route der Seidenstraße
  • Azadi Turm Teheran
  • Junge Iranerinnen
  • Merw
  • Brennender Krater von Darwaza
  • Pilger am Stummelminarett in Chiwa
  • Gruppe alter Usbeken
  • Miri-Arab-Medresse Buchara
  • Mädchen mit Kopftuch
  • Detail einer verzierten Kuppel
  • Tash Rabat
  • Kinder mit Esel am Son-Kul
  • Am Son-Kul
  • Jurtenlager
  • Südkasachstan - Moschee von Turkistan (3D-Ansicht)
  • Gedeckte Tafel
  • Südkasachstan - Ruinen von Sauran 2
  • Almaty – Staatliches Museum

Große Seidenstraße – 7 Länder

 

Georgien • Armenien • Iran • Turkmenistan • Usbekistan • Kirgistan • Kasachstan

44 Tage Kultur-, Abenteuer-, Erlebnis- und Naturrundreise

    
Dauer 44 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 6990 EUR   drucken
Tourcode SEISTR   zum Filter
Teilnehmer min. 6 – max. 12    
   
 
 
 
 

Eine Reise entlang der Großen Seidenstraße… Brechen Sie auf zu einer Tour zwischen Kaukasus und Tienschan, in der Gewissheit, dass vor Jahrhunderten schwer beladene Karawanen mit kostbaren Waren vor Ihnen hier unterwegs waren! Eine Reise entlang der Routen der berühmtesten Handelsstraße der Welt entführt Sie zu großartigen Kulturschätzen, in malerische Oasen und über von Wind umtoste Gebirgspässe. Entlang der Seidenstraße entstanden seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. Städte und Zivilisationen, die ihre Blütezeit hatten und zum Teil für immer zerfielen. Erleben Sie auch heute noch auf den Basaren das Rascheln der Seide, den Duft der Gewürze, die Intensität der Farben, den Glanz von Gold, Silber und Edelsteinen, die Geräusche fremder Vögel und Tiere und den Geschmack der vielfältigen exotischen Speisen.
Die Große Seidenstraße ist die älteste Verbindung hinweg über den Eurasischen Kontinent vom äußersten Osten bis in den tiefen Westen und sie war Bereicherung für beide Himmelsrichtungen. Und doch ist sie im strengen Sinne nicht eine feste Straße – es gab und gibt noch heute verschiedene Routen der Kaufleute, Gelehrten und Armeen, die zusammen ein Netz bilden, in welchem Religionen, Weltanschauungen, Kunst und Wissenschaft zu Hause sind und ihre Verbreitung finden.
Reisen Sie mit uns auf der Achse der Kulturen in die Länder Ihrer Wahl und kombinieren Sie nach Herzenslust Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan und Kasachstan – sehen Sie den noch heute regen Handel und interkulturellen Austausch über Grenzen hinweg!

Die gesamte Reise zählt 44 aufregende und abwechslungsreiche Tage! Da aber nicht alle Reisegäste so viel Zeit zur Verfügung haben, haben wir kreative Spielräume je nach Zeitbudget vorgegeben und so kann ein jeder einzelne Etappen bereisen: Es gibt 6 verschiedene Varianten durch die 7 genannten Länder. Diese dauern 14, 16, 18, 28, 30 oder 44 Tage. Man kann so z.B. in einem Jahr ein Teilstück bereisen und im nächsten oder später einen anderen Teil.

Zum Teil 1 der Seidenstraße geht es hier.

Zum Teil 2 der Seidenstraße geht es hier.

Zum Teil 3 der Seidenstraße geht es hier.

Höhepunkte

Höhepunkte

  • Preisgekrönte Reise mit einmaligem Konzept: 14, 16, 18, 30 oder ganze 44 Tage unterwegs!

  • Etwa 10.000 Kilometer durch 7 Länder

  • Kaukasische, persische und zentralasiatische Kultur

  • Georgien und Armenien – Kirchen im Kaukasus

  • Mosaiken, Moscheen und Menschen im Iran

  • Partherstadt Merv (UNESCO) und Feuerkrater Darvaza in Turkmenistan

  • 1001 Nacht in Usbekistan (UNESCO)

  • Nomadenleben in Kirgistan und Gold der Skythen in Kasachstan

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise und Ankunft in Tiflis

1. Tag: Anreise und Ankunft in Tiflis 1

Individuelle Anreise und selbständige Fahrt zum Hotel. Flughafentransfer möglich, Preis auf Anfrage. Zeit zum Ausruhen. Nun kann Ihr großes Abenteuer Seidenstraße beginnen! Am Abend oder am nächsten Morgen Tourbesprechung mit dem Reiseleiter. Übernachtung im Hotel.

2. Tag: Die georgische Hauptstadt (F/A)

2. Tag: Die georgische Hauptstadt (F/A) 1

Stadtbesichtigung von Tiflis. Sie besuchen zunächst die berühmte Metechi-Kirche, weiter geht es ins Bäderviertel mit den überkuppelten Schwefelbädern. Besuchen Sie die Festung Narikala, die Sioni-Kathedrale, die Anchiskhati-Basilika und das Nationalmuseum. Anschließend fahren Sie zur neuen, imposanten Sameba-Kathedrale. Am Abend schlendern Sie entlang des David-Agmashenebeli-Prospekes mit seinen wunderschönen Bauwerken. Willkommensessen in einem traditionellen Restaurant. Übernachtung wie am Vortag.

3. Tag: Klostergeist und Weinkultur (F/A)

3. Tag: Klostergeist und Weinkultur (F/A) 1

Fahrt nach Kachetien – ins bekannteste Weinanbaugebiet Georgiens. Zunächst aber ein Abstecher zum ältesten Höhlenkloster Davit Garedscha in der Halbwüste. Weiterfahrt entlang der Weinberge sowie Besuch eines rustikalen Weinkellers und danach in die malerische Stadt Signagi. Besuch der Klöster Ikhalto und Alawerdi im wunderschönen Alasanital. Ziel des Tages ist Telawi, von wo sich ein herrlicher Blick zum Kaukasus öffnet. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrstrecke ca. 4-5h, 280 km).

4. Tag: Entlang der Klösterstraße nach Jerewan / Armenien (F)

4. Tag: Entlang der Klösterstraße nach Jerewan / Armenien (F) 1

Nach den Zoll- und Passformalitäten sowie dem Wechsel der Begleitmannschaften an der Grenze in Sadakhlo erfolgt die Weiterreise auf der Klösterstraße in Armenien. Auf der Fahrt nach Jerewan Besichtigung der Klosterkomplexe Haghpat und Sanahin (beide UNESCO-Weltkulturerbe). Weiter geht es nach Gyumri, der zweitgrößten Stadt Armeniens und dem Dorf Aruch. Besuch einer alten Karawanserei. Schließlich erreichen Sie Jerewan. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 7h, 360 km).

5. Tag: Von der Haupstadt zum Meer der Armenier (F)

5. Tag: Von der Haupstadt zum Meer der Armenier (F) 1

Stadtrundfahrt am Vormittag. Sie sehen das Opernhaus, den Platz der Republik und steigen zur Kaskade hinauf, von wo Sie einen fantastischen Blick auf die Stadt und den biblischen Berg Ararat haben. Danach besuchen Sie das historische Museum. Später verlassen Sie Jerewan und machen sich auf den Weg zum Sewansee, der blauen Perle Armeniens. Besuch des Sevanavank-Klosters. Übernachtung in einem schönen, am See gelegenen Hotel. (Fahrstrecke ca. 5h, 290 km).

6. Tag: Zeitreise ins 6000 Jahre alte Karahunj (F/M)

6. Tag: Zeitreise ins 6000 Jahre alte Karahunj (F/M) 1

Vom Seeufer reisen Sie heute weiter entlang der Seidenstraße über den Selimpass (2410 m) zur berühmten Selim-Karawanserei. Vorher besichtigen Sie am Seeufer den Noratus-Friedhof, auf dem fast 900 Kreuzsteine stehen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen verkosten Sie in Areni armenische Weine. Es folgt die Fahrt zum spektakulär in einer Schlucht gelegenen Kloster Noravank. Weiterfahrt nach Goris. Unterwegs besichtigen Sie Karahunj, ein uraltes Observatorium. Konstruiert vor mehr als 6000 Jahren ist es in seiner Art eines der ältesten erhaltenen Beweise urzeitlicher Zivilisation. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 5h, 290 km).

7. Tag: Auf Tatev's Flügeln über die Schlucht von Vorotan (F)

7. Tag: Auf Tatev's Flügeln über die Schlucht von Vorotan (F) 1

Am Vormittag Spaziergang durch die Stadt und eine Fahrt in die Umgebung. Mittels einer Seilbahn erreichen Sie das Kloster Tatev. Die Kabinenbahnkonstruktion, die sogenannten Flügel von Tatev, zählen mit 6km zu den längsten Luftseilbahnen der Welt. In über 320 m Höhe schwebt man über die diabolisch wirkende Schlucht des Vorotan. Weiterfahrt zur Höhlensiedlung von Chndzoresk. Rückfahrt nach Goris. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrstrecke ca. 2h, 100 km).

8. Tag: Über den Meghri-Pass (2535m) nach Tabriz / Iran (F/A)

8. Tag: Über den Meghri-Pass (2535m) nach Tabriz / Iran (F/A) 1

Heute verlassen Sie Armenien und wechseln hinüber in den Iran. Eine wunderschöne Fahrt bringt Sie über Kapan zum höchsten Pass des Landes, den Meghri-Pass (2535 m). An der armenisch-iranischen Grenze bei Meghri wechseln Sie wieder die Begleitmannschaften und weiter geht es auf iranischem Staatsgebiet. Willkommen im Iran, in Persien, im Land der Mosaiken und der Poesie! Zunächst fahren Sie durch das idyllische Arastal nach Jolfa und weiter zum St.-Stephanos-Kloster (UNESCO-Weltkulturerbe). Am Abend erreichen Sie die Stadt Tabriz zu Füßen des Sahand-Gebirges. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 8h, 400 km).

9. Tag: Tabriz – die Messestadt Irans (F)

9. Tag: Tabriz – die Messestadt Irans (F) 1

Am Vormittag besichtigen Sie die Blaue Moschee aus dem 15. Jh., deren meisterhafte Dekorarbeiten den Besucher in seinen Bann ziehen. Anschließend geht es in das Aserbaidschan-Museum und zu dem in einem Park gelegenen Dichterfriedhof. Im El-Goli-Park im Südosten der Stadt verbringen Sie Ihre Mittagspause. Am Nachmittag besuchen Sie den historischen Basar (UNESCO-Weltkulturerbe) mit seinen Gewölbegängen, Geschäften, Hofanlagen und Moscheen. Übernachtung im Hotel.

10. Tag: Via Ardebil ans Kaspische Meer (F)

10. Tag: Via Ardebil ans Kaspische Meer (F) 1

Von Tabriz brechen Sie heute auf ans Kaspische Meer. Doch zunächst legen Sie auf Ihrer Reiseroute einen Stopp in Ardebil ein, um das Sheikh-Safi-Heiligtum (UNESCO-Weltkulturerbe) zu besichtigen. Anschließend fahren Sie über das Hochland und durchqueren die Weidegebiete der Talesh-Hirten sowie den Nebelwald bei Asalem. Sie erreichen Bandar Anzali, die bedeutendste iranische Hafenstadt am größten Binnensee der Erde. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca.6 h, ca. 320 km).

11. Tag: Von der Sommerfrische in den Großstadtdschungel (F)

11. Tag: Von der Sommerfrische in den Großstadtdschungel (F) 1

Am Morgen besuchen Sie den Fischmarkt. Nach diesem kurzen Abstecher in die Schwemmlandebene durchfahren Sie heute wieder die rauere Landschaft des Elburs-Gebirges. Durch ein idyllisches Flusstal gelangen Sie in das kleine Dorf Masuleh. Inmitten dichter Wälder gelegen, schmiegen sich hier die mit hellem Lehm verputzten Häuser terrassenförmig an den Berghang. Am Abend erreichen Sie die mehr als sieben Millionen Einwohner zählende Hauptstadt Teheran. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca.9h, ca. 390 km).

12. Tag: Moderne Weltstadt Teheran (F/M)

12. Tag: Moderne Weltstadt Teheran (F/M) 1

Das Nationalmuseum und der Golestan-Palast (UNESCO-Weltkulturerbe) stehen heute auf dem Programm. Im nahe gelegenen Stadtpark stärken Sie sich bei einem Picknick. Am Nachmittag erhaschen Sie einen Blick in die „Schatztruhe Persiens“ bei einem Besuch der Juwelensammlung von Weltklasse im Gebäude der Zentralbank. Zum Abschluss des Tages statten Sie dem Teheraner Basar einen Besuch ab. Übernachtung im Hotel.

13. Tag: Am Rande der Wüste Dasht-e Kavir (F)

13. Tag: Am Rande der Wüste Dasht-e Kavir (F) 1

Heute folgen Sie dem Verlauf der alten Seidenstraße und gelangen zunächst nach Semnan. Hier besichtigen Sie das Stadttor Darvazeh-e Arg aus der qadjarischen Zeit. Schon von weitem grüßt Sie das hoch aufragende Minarett der Masdjed-e Chehel Sotun („Moschee der 40 Säulen“) von Damgan. Hier betreten Sie den ältesten, noch erhaltenen muslimischen Sakralbau des Irans. Sie bestaunen die Ziegelornamente des Grabturms Pir-e Alamdar sowie dessen meisterhaftes Kufi-Schriftband im Innern der Kuppel – ein besonderes Exemplar der arabischen Kalligrafie. Nach Besichtigung der Ausgrabungsstätte Tepe Hissar vor den Toren der Stadt Damghan fahren Sie noch bis nach Bastam. Übernachtung in einem einfachen Hotel. (Fahrstrecke ca. 6h, 420 km).

14. Tag: Der Obstgarten Irans – durch die Provinz Khorasan (F)

14. Tag: Der Obstgarten Irans – durch die Provinz Khorasan (F) 1

Am Vormittag besichtigen Sie das Mausoleum von Sheikh Bayazid Bastami. Auf Ihrem Weg nach Sabzevar legen Sie noch einen Stopp in dem Dorf Miyandasht ein. Hier befindet sich eine beeindruckende Karawanserei aus safawidischer Zeit. Übernachtung im einfachen Hotel. (Fahrstrecke ca. 3h, ca. 260 km).

15. Tag: Mashhad – wichtigste Pilgerstadt Irans (F)

15. Tag: Mashhad – wichtigste Pilgerstadt Irans (F) 1

Auf dem Weg ins alte Mashhad halten Sie in Nishabur und besichtigen die Mausoleen berühmter Dichter. Später erreichen Sie Mashhad, die zweitgrößte Stadt Irans. Das Mausoleum des Imam Reza und der daran angeschlossene heilige Bezirk ist Jahr für Jahr Anziehungspunkt für Tausende von Pilgern. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 3h, ca. 250 km).

16. Tag: Die Wüste ruft – Fahrt nach Mary / Turkmenistan (F)

16. Tag: Die Wüste ruft – Fahrt nach Mary / Turkmenistan (F) 1

Sie verlassen die Pilgerstadt Mashhad gen Osten. Auf Ihrem Weg zur Grenze unternehmen Sie noch einen Abstecher zur Karawanserei Robat-e Sharaf, bekannt für sein recht gut erhaltenes filigranes Ziegeldekor. Gegen Mittag erreichen Sie die iranisch-turkmenische Grenze in Sarakhs. Nach den Zoll- und Passformalitäten, dem Wechsel der Begleitmannschaften reisen Sie weiter nach Mary. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 6h, 380 km).

17. Tag: Die Ruinen von Merw (F)

17. Tag: Die Ruinen von Merw (F) 1

Der heutige Tag ist der historischen Stadt Merw (UNESCO-Weltkulturerbe) gewidmet. Zunächst passieren Sie das imposante überkuppelte Mausoleum von Sultan Sanjar und Ibn Zaid sowie die mittelalterliche Burg Keshk. Am Nachmittag bestaunen Sie die Talkhatan-Baba- und die Ahun-Baba-Medrese. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 2,5h, 120 km).

18. Tag: Flug in die turkmenische Hauptstadt (F)

18. Tag: Flug in die turkmenische Hauptstadt (F) 1

Heute fliegen Sie nach Ashgabat. Nach Ankunft Check-in ins Hotel. Ashgabat – die Stadt in der Wüste gehört heute zu den modernsten in Zentralasien mit viel Marmor, Gold und unzähligen Denkmalen in breiten Alleen. Sie sehen die Ertogrul-Ghazi-Moschee, die im Zentrum der Stadt liegt und die größte Moschee der Stadt ist, sowie das Lenin-Monument. Übernachtung im Hotel.

19. Tag: Ashgabat – das Las Vegas Zentralasiens (F)

19. Tag: Ashgabat – das Las Vegas Zentralasiens (F) 1

Nach dem Frühstück begeben Sie sich auf eine weitere Stadtrundfahrt und besuchen das berühmte Teppichmuseum. „Seele des Volkes“ – wird der Teppich bei den Turkmenen genannt. Anschließend reisen Sie weiter in die alte Stadt Nisa ca. 12 km vor den Toren der Hauptstadt und besichtigen die Überreste der Parther-Festungen (UNESCO). Ein Besuch am berühmten Neutralitätsbogen von Ashgabat rundet den Tag ab! Übernachtung im Hotel.

20. Tag: Flammendes Inferno in der Wüste Karakum (F/A)

20. Tag: Flammendes Inferno in der Wüste Karakum (F/A) 1

Heute besuchen Sie in der Stadt die Moschee und das Mausoleum Turkmenbaschis und natürlich auch den quirligen Altyn Asyr Gundogar-Bazar. Am Nachmittag Fahrt nach Darwaza. Unterwegs Besuch des Dorfes Erbent, welches weithin für seine Filzprodukte bekannt ist. Nach Ankunft am Feuerkrater werden Sie die Nacht in Zelten verbringen. Stimmungsvolles Abendessen am Rande des immer heller leuchtenden Feuerkraters. Übernachtung im Zelt. (Fahrstrecke ca. 3h, 240 km).

21. Tag: Oasenromantik in Chiwa / Usbekistan (F)

21. Tag: Oasenromantik in Chiwa / Usbekistan (F) 1

Weiter geht die Reise an die turkmenisch-usbekische Grenze in Schavat. Unterwegs besichtigen Sie die historischen Denkmäler in Kunja-Urgentsch (UNESCO-Weltkulturerbe): das Turabek-Khanum-Mausoleum, das Minarett Kutlug Timur, Kyrk Molla, das Mausoleum des Sultan Tekesch, das Mausoleum von Arslan II., das Mausoleum von Nadschmeddin Kubra und Sultan Ali. Nach den Zoll- und Passformalitäten sowie dem Wechsel der Begleitmannschaften an der Grenze erfolgt der Transfer in die wundervolle, gut erhaltene Oase von Chiwa. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 6h, 350 km).

22. Tag: Minarette, Moscheen und Medresen (F)

22. Tag: Minarette, Moscheen und Medresen (F) 1

In der Altstadt „Itschan-Kala“ (UNESCO-Weltkulturerbe) finden Sie ausschließlich historische Gebäude: Besonders dominant ist das bunte und nur 28 m hohe „Stummelminarett“. Sie besichtigen weiterhin die Residenz des Khans Kunja-Ark, das Minarett Kok-Minor, die Medrese Muchammad Rachim-Khan, das Minarett und die Moschee Dshuma, das Mausoleum Pachlavan-Machmud, die Medrese und das Minarett Islam-Khodsa, eine Karawanserei, das Stadttor Palvan-Darvosa, die Medrese Kutlymurad-Inak und die Residenz des Khans Tasch-Hauli. Übernachtung wie am Vortag.

23. Tag: Durch die Wüste Kizilkum nach Buchara (F/M)

23. Tag: Durch die Wüste Kizilkum nach Buchara (F/M) 1

Sie nutzen die kühlen Morgenstunden für die lange, aber sehr interessante Fahrt durch die Wüste Kysylkum nach Buchara. Sie überqueren den berühmten Amurdarja und legen ausreichend Fotostopps ein. Picknick unterwegs. Gegen Abend erreichen Sie die einstige Metropole Buchara. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 7-8h, 450 km).

24. Tag: Architekturschätze, Kunsthandwerk und Folklore (F)

24. Tag: Architekturschätze, Kunsthandwerk und Folklore (F) 1

Stadtführung durch die mehr als 2300 Jahre alte Stadt (UNESCO-Weltkulturerbe). Sie besichtigen den architektonischen Komplex Poi-Kaljan mit dem Minarett und der Moschee Kaljan und der Medrese Miri-Arab, die Festung Ark, die Moschee Bolo-Hauz, das Mausoleum Tschaschma-Ajub, das alte Samaniden-Mausoleum. Am Nachmittag durchstreifen Sie die überkuppelten Gewölbe und Handelsgassen der Goldschmiede Toki-Sargaron, den Baukomplex der Kosch-Medrese, den Basar der Seidenstoffe Tim Abdulla-Khan und die überkuppelten Gewölbe der Mützenmacher Toki Telpak-Furuschon und die der Geldwechsler Toki-Sarrafon. Am Abend sind Sie zu Gast bei einer Folkloreveranstaltung im kühlen Innenhof der Medrese Nadir Divan-begi. Übernachtung wie am Vortag.

25. Tag: Samarkand – die legendäre Stadt an der Seidenstraße (F/A)

25. Tag: Samarkand – die legendäre Stadt an der Seidenstraße (F/A) 1

Sie reisen weiter ins sagenumwobene Samarkand. Unterwegs Besichtigung der Ruinen der Karawanserei Rabati-Malik aus dem 12. Jh. und des Wasserspeichers von Sardoba. Nach der Ankunft in Samarkand Unterbringung im Hotel. Noch am Nachmittag begeben Sie sich zum weltberühmten Registan-Platz mit den Medresen Ulugbek, Tilla-Kori und Scher-Dor. Ihr Abendessen wird in einem typisch usbekischen Restaurant diesen spannenden Tag krönen. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 5h, 300 km).

26. Tag: Weltkulturerbe satt: Meisterwerke islamischer Architektur (F)

26. Tag: Weltkulturerbe satt: Meisterwerke islamischer Architektur (F) 1

Sie besichtigen heute die Sehenswürdigkeiten der über 2700 Jahre alten Stadt (UNESCO-Weltkulturerbe): die Moschee Bibi-Khanym, den alten Basar, den beeindruckenden Mausoleenkomplex Schachi-Sinda und nach der Mittagspause die Sternwarte von Ulugbek und das Mausoleum von Gur-Emir. Übernachtung wie am Vortag.

27. Tag: Von der Wüste ins grüne und wasserreiche Taschkent (F)

27. Tag: Von der Wüste ins grüne und wasserreiche Taschkent (F) 1

Nach dem Frühstück Abfahrt nach Taschkent. Nach Ankunft Check-in im Hotel und am Nachmittag Besuch des Theaterplatzes, der Medrese Barak-Khan, des Mausoleums Kaffal-Schaschi und der Medrese Abdul-Kassym, in deren Räumen sich heute Handwerker traditioneller Gewerbe niedergelassen haben. Zum Abschluss besuchen Sie den alten Basar, der zum Teil in einer wunderschönen Halle im Art-déco-Stil untergebracht ist. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 5h, 360 km).

28. Tag: Vom Ferganatal ins Gebirgsland / Kirgistan (F/A)

28. Tag: Vom Ferganatal ins Gebirgsland / Kirgistan (F/A) 1

Nach dem Frühstück fahren Sie über den Kamtschik-Pass (2520 m) in Richtung Ferganatal und weiter zur Grenzstelle Dustlik an der usbekisch-kirgisischen Grenze. Willkommen im Land der Nomaden! Weiterfahrt nach Osch, dort Check-in ins Hotel. Zur Begrüßung in Osch werden Sie an diesem Abend bei einer usbekischen Familie zu Gast sein. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke bis zur Grenze ca. 7-8h, 450 km).

29. Tag: Osch – die „zweite Hauptstadt“ Kirgistans (F)

29. Tag: Osch – die „zweite Hauptstadt“ Kirgistans (F) 1

Sie erklimmen den Suleiman Too (UNESCO-Weltkulturerbe) – einen fast monolithisch aus der Ebene der alten Handelsstadt aufragenden Berg. Sie besichtigen die Babur-Moschee, das Suleiman Too-Museum, das Seidenstraßenmuseum, den zentralen Platz der Stadt mit einem der wenigen verbliebenen Lenin-Monumente und natürlich den Basar. Übernachtung wie am Vortag.

30. Tag: Panoramafahrt über die Ferganakette (3000m) (F/A)

30. Tag: Panoramafahrt über die Ferganakette (3000m) (F/A) 1

Genießen Sie heute die wundervollen Ausblicke, Landschaften, schneebedecken Spitzen der Berge! Richten Sie sich auf einen sehr langen, aber auch sehr interessanten Fahrtag ein, der von vielen Fotopausen unterbrochen wird. In dem kleinen Städtchen Uzgen legen Sie einen Stopp ein, um Bauwerke der Karakhaniden zu besichtigen. Über den Kaldama-Ashuu-Pass (3062 m) geht es hinunter ins Dorf Kazarman. Übernachtung bei einer kirgisischen Gastfamilie in einer Privatunterkunft. (Fahrstrecke ca. 5h, 250 km).

31. Tag: Tasch Rabat-Karawanserei und Jurtenübernachtung (F/M/A)

31. Tag: Tasch Rabat-Karawanserei und Jurtenübernachtung (F/M/A) 1

Auf gut ausgebauten Straßen fahren Sie über Naryn zur wunderbar in einem weiten Tal gelegenen Karawanserei von Tasch Rabat. Lassen Sie sich von der Geschichte und vor allem auch von der Lage der Unterkunft der früheren Reisenden auf dem Weg nach China ins sagenumwobene Kashi/Kashgar überraschen. Übernachtung im Jurtencamp. (Fahrstrecke ca. 5h, 300 km).

32. Tag: Zu den Sommerweiden der Nomaden am Song Kul (F/M/A)

32. Tag: Zu den Sommerweiden der Nomaden am Song Kul (F/M/A) 1

Heute geht die Fahrt zum herrlichen Bergsee Song Kul. Auf dem Weg dorthin passieren Sie die Stadt Naryn, wo Sie sich den Hauptplatz der Stadt, das Denkmal der Unabhängigkeit, die Blaue Moschee und, so geöffnet, eine Kunstgalerie ansehen. Über den Kurtkal-Pass (3660 m), auch Moldo Aschuu genannt, geht es schließlich hinauf zum See (3013 m). Hier haben die kirgisischen Hirten ihre Jailoos, die Sommerweiden. Übernachtung in Jurten. (Fahrstrecke ca. 6h, 280 km).

33. Tag: Entschleunigung in malerischer Naturkulisse (F/M/A)

33. Tag: Entschleunigung in malerischer Naturkulisse (F/M/A) 1

Genießen Sie den Tag am See! Unternehmen Sie eine leichte Wanderung zu den Petroglyphen und machen Sie sich beim Besichtigen der Jurten noch besser mit dem Leben der Nomaden vertraut. Wer möchte, kann optional einen Reitausflug unternehmen. Gemeinsam bauen Sie eine Jurte auf! Das völlige Fehlen von Fremdlicht macht die sternenklare Nacht zu einem Höhepunkt mit einem unfassbar schönen Sternenzelt. Übernachtung wie am Vortag.

34. Tag: Auf zum großen Bruder – dem Issyk Kul (F)

34. Tag: Auf zum großen Bruder – dem Issyk Kul (F) 1

Sie verlassen den Song Kul und fahren entlang des gewaltigen Issyk Kul in Richtung Osten. Die „Perle Zentralasiens“ ist der zweittiefste Binnensee der Erde. Unterwegs in Kotschkor besuchen Sie ein kleines Museum, in dem die traditionellen, farbenfrohen Shyrdaks hergestellt werden. Weiter geht es entlang der Südküste des Sees bis in die Kleinstadt Karakol am Ostende des gewaltigen Sees. Übernachtung in einem Gästehaus. (Fahrstrecke ca. 8-9h, 380 km).

35. Tag: Karakol – Stadt der Wasserbauer (F/A)

35. Tag: Karakol – Stadt der Wasserbauer (F/A) 1

Der Tag beginnt mit einer kurzen Stadtbesichtigung in Karakol. Eine Besonderheit der Stadt ist die chinesische Moschee, welche ganz aus Holz und ohne einen einzigen Nagel erbaut wurde. Ebenfalls ganz aus Holz ist die russisch-orthodoxe Dreifaltigkeitskirche, welche 1896 in einem Rosengarten erbaut wurde. Sie wurde erst in den 90er Jahren restauriert. Danach fahren Sie in die bekannte Schlucht von Jety Öguz und werden die roten Felsformationen der „Sieben-Bullen“ und das „gebrochene Herz“ bei einer leichten kurzen Wanderung sehen. (Fahrstrecke ca. 1h, 40 km). Später gemeinsamer Kochabend bei einer uighurischen Familie. Übernachtung wie am Vortag.

36. Tag: Der russische Forschungsreisende Prshewalskij (F)

36. Tag: Der russische Forschungsreisende Prshewalskij (F) 1

Heute brechen Sie nach dem Frühstück auf, um sich auf den Weg nach Cholpon Ata zu machen. Unterwegs besuchen Sie das Przewalski-Museum und erfahren dort einiges über den berühmten russischen Zentralasienforscher, der leider während seiner fünften Reise in Karakol 1888 verstarb. Weiterhin sehen Sie einen der vielen Grabhügel und Petroglyphen – in Stein gearbeitete Felsbilder aus prähistorischer Zeit. Ein Erlebnis der kuriosen Art erwartet Sie im Kulturzentrum Ruch Ordo. Die ca. 4,5 Hektar große Parkanlage ist voller Figuren berühmter Menschen der Zeitgeschichte – man könnte sagen das Madam Tussauds‘ Kirgistans. Zwischen Wissenschaftlern, Dichtern und Denkern, Politikern sowie Religionsstiftern finden Sie hier zum Beispiel Tschingis Aitmatow oder Sayakbai Karalaev. Übernachtung im Hotel in Cholpon Ata. (Fahrstrecke ca. 4h, 150 km).

37. Tag: Bootsfahrt auf dem zweitgrößten Hochgebirgssee der Welt (F)

37. Tag: Bootsfahrt auf dem zweitgrößten Hochgebirgssee der Welt (F) 1

Von Cholpon Ata ausgehend unternehmen Sie heute eine ca. einstündige Bootsfahrt, bei der Sie noch einmal den großen See in aller Stille auf sich wirken lassen können! Danach begeben Sie sich auf den Rückweg nach Bischkek. Ca. 60 km östlich von Bischkek erreichen Sie den Burana-Turm mit den Bal-Bals (Steinfiguren) und Ruinen der vergangenen Stadt von Balasagun. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 6h, 280 km).

38. Tag: Bischkek – den Charme der Sowjetzeit erleben (F)

38. Tag: Bischkek – den Charme der Sowjetzeit erleben (F) 1

Die Stadt selbst präsentiert sich als eher fast etwas verschlafen wirkende Hauptstadt mit breiten Straßen, schönen grünen Parks und schattigen Platanenalleen. Neben dem zentralen Platz der Unabhängigkeit besteht die Möglichkeit zum Besuch eines Museums (Nationalmuseum momentan im Umbau), Sie sehen das Parlament, das „Weiße Haus“, die große Statue von Lenin, mit etwas Glück die Wachablösung auf dem Ala-Too-Platz und die ewige Flamme auf dem Platz des Sieges. Abschiedsabendessen in Kirgistan. Übernachtung im Hotel.

39. Tag: Willkommen im Land der neuen Seide / Kasachstan (F/M/A)

39. Tag: Willkommen im Land der neuen Seide / Kasachstan (F/M/A) 1

Nach den Zoll- und Passformalitäten (ca. 1h) und der Verabschiedung sowie Begrüßung der Begleitmannschaften an der Grenze zwischen Kirgistan und Kasachstan bei Chaldybar erfolgt die Weiterreise nach Taraz. Herzlich Willkommen in Ihrem letzten Reiseland dieser langen Reise auf der Seidenstraße! Willkommen im Land des Skytengoldes und der neuen „Seide“ – dem Öl und Gas! Ihr heutiges Etappenziel Taraz war eines der bedeutenden Zentren an der Seidenstraße und erlebte seine Blüte im Zeitraum 10.-12. Jh. als Hauptstadt der Karluken. Sehenswert sind die Mausoleen Karachan und Tekturmas, das Heimatkundemuseum sowie der Marktplatz. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 5h, 280 km).

40. Tag: Vom Schamanenkult zur islamischen Moschee (F/M/A)

40. Tag: Vom Schamanenkult zur islamischen Moschee (F/M/A) 1

Heute brechen Sie bereits früh am Morgen auf. Nur wenige Kilometer nach Taraz erreichen Sie das Mausoleum von Aischa Bibi – ein beliebter Wallfahrtsort für Liebende. Mystisch wird es anschließend in der beeindruckenden Höhle Ak Metschet (Weiße Moschee) – einem heiligen Ort der Schamanen. Auf Ihrem Weg nach Turkistan legen Sie noch jeweils einen Stopp in Otrar und an der Grabmoschee von Aristan Bab ein. Schließlich erreichen Sie Turkistan. Hier besuchen Sie die Grabmoschee des islamischen Propheten, Poeten und Mystikers Hodzha Achmed Jassawi (UNESCO-Weltkulturerbe). Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 5h, 340 km).

41. Tag: Mittelalterliches Festungserbe Sauran (F/M/A)

41. Tag: Mittelalterliches Festungserbe Sauran (F/M/A) 1

Nach weiteren Besichtigungen am Vormittag in Turkistan, setzen Sie Ihren Weg entlang der Route der alten Seidenstraße in Kasachstan fort. Sie besuchen die Ausgrabungen von Sauran – das am besten erhaltene mittelalterliche Festungserbe Kasachstans. Am Rande der Wüste Kyzylkum führt die Straße parallel zur Bahnstrecke und dem Fluss Syrdaja bis nach Kyzylorda. Sie besichtigen u.a. das schmucke Bahnhofsgebäude sowie das Denkmal zu Ehren Khorkhyt Atas, großer Philosoph und Musiker des 9. Jh., am Fluss Syrdaja. Sehenswert sind weiterhin die russisch-orthodoxe Kirche der Ikone der Gottesmutter und der Basar. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 4h, 300 km).

42. Tag: Flug in die ehemalige Hauptstadt Almaty (F/M/A)

42. Tag: Flug in die ehemalige Hauptstadt Almaty (F/M/A) 1

Am Vormittag fliegen Sie in die ehemalige Hauptstadt Kasachstans – nach Almaty. Üppige Grünanlagen und moderne Architektur erwarten Sie in der quirligen Millionenmetropole zu Füßen des Alatau-Gebirges. Tauchen Sie ein in die belebten Straßen und Höfe der Stadt, spazieren Sie durch den schönen Panfilov-Park. In der Mitte des Parks befindet sich die Heilige Himmelfahrtskathedrale. Weiterhin werden Sie das in einem wunderschönen Holzhaus untergebrachte Musikinstrumentenmuseum besuchen. Der Hochzeitspalast und die zentrale Moschee sind ebenfalls sehenswert. Am Abend geht es auf den Stadtberg Köktöbe und Sie genießen hier Ihr Abendessen mit wunderbarem Panoramablick auf die Stadt. Übernachtung im Hotel.

43. Tag: Almaty – Vater der Äpfel (F/M/A)

43. Tag: Almaty – Vater der Äpfel (F/M/A) 1

Heute nehmen Sie sich ausgiebig Zeit für den Besuch der Sonderausstellung „Archäologisches Gold Kasachstans“ im Zentralen Staatlichen Museum. Hier befindet sich eine Kopie des weltberühmten „Goldenen Mannes von Issyk". Schließlich besuchen Sie noch das Medeo, das Eisschnelllaufstadion von 1951 auf ca. 1700 m. Es bleibt noch etwas Freizeit für eigene Entdeckungen am Nachmittag. Übernachtung im Hotel.

44. Tag: Abreise

Transfer zum Flughafen. Rückreise.

Termine und Preise

  von bis Bemerkungen   Preis p.P.    
28.04.2017 10.06.2017 Buchungsstopp 28.01.2017. Erste Anmeldungen liegen vor. Halbes Doppelzimmer (Frau/Frau) verfügbar. 6990 EUR Anfragen
04.08.2017 16.09.2017 Buchungsstopp 04.05.2017. Erste Anmeldungen liegen vor. 6990 EUR Anfragen
27.04.2018 09.06.2018 6990 EUR Anfragen
17.08.2018 29.09.2018 6990 EUR Anfragen
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Diese Reise ist auch als DIAMIR-Privatreise buchbar ab 9990 EUR pro Person zzgl. Flug. Jetzt Anfragen

Zusatzkosten

EZ-Zuschlag 1130 EUR
Zuschlag Einzeljurte am Song Kul pro Person 40 EUR
Internationale Flüge je nach Airline, Verbindung und Verfügbarkeit zwischen 750 € und 1250 € auf Anfrage
Flughafentransfers auf Anfrage
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen ab Tiflis/an Almaty

  • Wechselnde deutschsprachige Tourenleitung
  • Alle Fahrten in privaten Fahrzeugen (Minivan oder Reisebus je nach Gruppengröße) bzw. Jeeps (Wüstendurchquerung Turkmenistan und Bergwelt Kirgistan)
  • Alle Eintrittsgelder laut Programm
  • Visabefürwortung/-unterstützung für Iran und Turkmenistan
  • Inlandsflug Mary – Ashgabat in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • Inlandsflug Kyzylorda– Almaty in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • Bootsfahrt auf dem Issyk Kul (wetterabhängig)
  • Weinverkostung in Areni
  • Komplette Campingausrüstung für die Übernachtung in Darwaza
  • Gemeinsamer Jurtenaufbau am Song-Kul-See
  • Demonstration der traditionellen Filzteppichherstellung in Kochkor
  • Gemeinsamer Kochabend mit einer uighurischen Familie in Karakol
  • Reiseliteratur
  • 35 Ü: Hotel im DZ
  • 1 Ü: Zelt
  • 1 Ü: Privatunterkunft im MBZ
  • 3 Ü: Gästehaus im DZ
  • 3 Ü: Jurte
  • Mahlzeiten: 42×F, 11×M, 16×A

Nicht in den Leistungen enthalten

An-/Abreise; Flughafentransfers; Turkmenische Einreisegebühren 14 US$ zu zahlen am Flughafen in Ashgabat; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; optionale Ausflüge; evtl. Foto- bzw. Videogenehmigungen; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.16; Trinkgelder; Persönliches; Visagebühren für deutsche Staatsangehörige: Iran ca. 50 €, Turkmenistan ca. 35 €, Usbekistan ca. 70 € (bis 15 Tage), zzgl. Versand- und ev. Bearbeitungsgebühren, abweichend für Österreicher und Schweizer

Infos

Anforderungen

Für diese Tour sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich, Sie müssen sich aber auf heißes, trockenes und an den Pässen und in den Bergen kühles, trockenes Klima und lange Fahrtstrecken in Fahrzeugen einstellen. Flexibilität, Teamgeist und zum Teil Komfortverzicht sind unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise!

Einreise Iran
Ihr Reisepass darf keinen israelischen Stempel enthalten, ein Stempel der USA ist jedoch kein Problem. Sollte Ihr Reisepass einen israelischen Stempel enthalten, besteht die Möglichkeit, einen zweiten Reisepass zu beantragen. Nähere Informationen hierzu finden Sie in dem jeweils für Sie zuständigen Bürgerbüro.

Reisen nach Iran können sich gemäß Gesetzesbeschluss des US-Kongresses vom 18.12.2015 zur Änderung des Visa Waiver Programms auf spätere Einreisen in die USA auswirken. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/UsaVereinigteStaatenSicherheit.html.

Hinweise

Iran
Absolute Pflicht ist es, die islamischen Kleidungsvorschriften zu beachten. Für Frauen gilt: In der Öffentlichkeit, d.h. außerhalb des eigenen Hotelzimmers muss immer ein Kopftuch (bunt erlaubt!) getragen werden. Arme und Beine dürfen nicht unbedeckt sein. Am praktischsten ist die Kombination Leggings oder leichte Stoffhosen und darüber dann ein längeres Kleidungsstück (Strickjacke, Cardigan, längere Bluse, Tunika), welches zumindest den größten Teil der Oberschenkel (am besten bis zum Knie) bedeckt. Für Männer gilt es, keine kurzen Hosen zu tragen – kurze Hemden sind aber erlaubt, auch in den Moscheen. Bitte denken Sie daran, dass sich die Damen bei der Anreise in den Iran bereits im Flugzeug nach iranischen Vorschriften kleiden müssen, d.h. Kopftuch und Mantel oder ähnliches griffbereit haben!

Die Unterkünfte
Die meiste Zeit übernachten Sie in Hotels und Pensionen internationalen Standards. Ab und an sind allerdings auch sehr einfache Unterkünfte dabei, die nur teilweise über Bad/WC verfügen. Das wären zum einen die Zeltübernachtung in Darawaza und zum anderen die Jurtenübernachtungen in Kirgistan.

Zeltübernachtung in Darwaza / Turkmenistan
Die Nacht in Darwaza verbringen Sie in Campingzelten. Die benötigte Ausrüstung inkl. Schlafsack und Isomatte wird gestellt. Toilettenzelt und Waschgelegenheit sind vorhanden.

Jurtenübernachtung / Kirgistan
In den Jurten (4-6 Personen) gibt es Generatorstrom, Trinkwasser wird aus sauberen Bächen/Quellen geholt und es gibt keine Duschen. Die Toiletten und Waschbecken sind außerhalb der Jurten. Nachts werden die Jurten am Song Kul-See und in Tasch Rabat geheizt. Einzelbelegung während der Übernachtungen in Jurten nur am Song Kul-See möglich.

Aufgrund der Visabestimmungen können Buchungen nur bis 2,5 Monate vor Abreise entgegengenommen werden!

Service

Georgien

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Georgien erstreckt sich auf einer Landbrücke, die im Osten und im Westen von zwei Binnenmeeren – dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer – begrenzt wird. Zu dieser Landbrücke gehören außerdem Aserbaidschan und Armenien. In seiner Ausdehnung misst Georgien 70.000 km², von denen mehr als die Hälfte von Bergen bedeckt sind, die an einigen Stellen über 5000 m ansteigen. Gebirge bestimmen das Landschaftsbild Georgiens – über die Hälfte des Landes liegt höher als 1000 m. Der Große Kaukasus mit dem Kasbek (5047 m) bedeckt die nördlichen Landesteile, während der Kleine Kaukasus mit Höhen bis 3300 m im Süden eine natürliche Grenze bildet. Die sich von Nordwest nach Südost erstreckenden zwei Gebirgszüge sind durch das Surami-Gebirge miteinander verbunden. Diese knapp 2000 m erreichende Gebirgsschwelle formt eine Wasser- und Klimascheide zwischen den westlichen Flachlandgebieten und den stärker gegliederten Senkungszonen der östlichen Landesteile.

Klima
Die Schwarzmeerküste und die sich anschließende Kolchis (Kolchische Niederung) weisen subtropisches Klima auf. Hier werden atlantisch-mediterrane Luftmassen wirksam, die für milde Winter, mäßig warme Sommer, reiche Niederschläge (bis zu 2.500 mm!) und eine üppige Vegetation sorgen. Östlich des Surami-Gebirges nimmt das Klima kontinentale Züge an. Die Winter sind deutlich kälter, die Sommer trocken-heiß, die Niederschlagsmenge sinkt bis auf 200-300 mm. Die Region nimmt den Charakter eines von Trockenwäldern durchsetzten Steppenlandes an. In den Gebirgszonen herrscht alpines Klima. Die Durchschnittstemperaturen für ganz Georgien schwanken im Januar zwischen minus 2 und plus 3 Grad Celsius und im August zwischen 23 und 26 Grad Celsius. So kann man den Tag über in den Hochgebirgsregionen über Gletscher wandern und die Abende am warmen Meer verbringen – oder umgekehrt. In Bakuriani und Gudauri währt die Wintersportsaison von November bis April, die Badesaison am Schwarzen Meer dauert von April bis Oktober/November. Zwischen April/Mai und September/Oktober ist das Reisen angenehm. In einigen östlichen Landesteilen kann es von etwa Mitte Juni bis Mitte August recht heiß werden.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden. Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) +2 Stunden.

Politik und Gesellschaft
Eigenbezeichnung: Sakartvelo. Georgien erlebte im Mittelalter seine Blütezeit. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts stand das Land unter der Kuratel Russlands, erlebte später wenige Jahre der Unabhängigkeit, wurde dann Unionsrepublik der UdSSR. 1991 Proklamation der Unabhängigkeit. 1992 wurde der frühere sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse georgisches Staatsoberhaupt. Militärische Konflikte zwischen 1989 und 1993 mit der Autonomen Republik Abchasien und dem Autonomen Gebiet Südossetien, die sich von Georgien lossagten und Russland annäherten, verlangten auf beiden Seiten einen hohen Blutzoll, richteten enormen materiellen Schaden an, lösten Flüchtlingsströme aus, warfen das Land in seiner Entwicklung dramatisch zurück. Etwas anders lag der Konflikt mit der Autonomen Republik Adscharien, die jahrelang von einer „quasimafiosen Familiendynastie“ regiert wurde, ohne freilich den Austritt aus dem georgischen Staat zu erklären.

Die Nach-Schewardnadse-Ära sieht sich vor gewaltigen Aufgaben, hat sie sich doch zum Ziel gesetzt, die territoriale Einheit des Landes wiederherzustellen. Im Falle der Provinz Adscharien ist schon ein erster Erfolg zu verzeichnen, nachdem Adscharien unter die Herrschaft der Zentralregierung zurückkehrte. Ungleich schwieriger gestaltet sich das Ringen um die beiden anderen abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien auch deshalb, weil Moskau die Hände im Spiel hat und nach Kräften die georgischen Konfliktszenarien schürt, um seine Interessen in der Schwarzmeer- und Kaukasusregion zu unterstreichen. 

Das aktuelle Staatsoberhaupt des Landes ist seit November 2013 Georgij Margwelaschwili. Die Politik kontrolliert allerdings der milliardenschwere Großunternehmer und Premierminister Bidsina Iwanischwili mit seiner Partei „Georgischer Traum“. Damit wurde der Ära Saakaschwili und seiner spannungsgeladenen Beziehung zu Russland ein Ende gesetzt. Man erhofft sich nun für die Zukunft eine Politik der „guten Nachbarschaft“ und die Fortsetzung des westlich orientierten Kurses in Politik und Wirtschaft.

Bevölkerung

Die georgische Bevölkerung teilt sich in vier größere georgische Kulturgruppen:
Ein Zusammenschluss verschiedener autochthoner Kaukasusstämme, die Karvelebi, bildet die größte Kulturgruppe, der etwa 71 % der Gesamtbevölkerung von 4,5 Mio. (Stand Januar 2012) angehören. Die christlichen Mingrelier sind im Nordwesten, in Odischi und Gurien sowie in der Region Mingrelien zu finden. Anhänger des sunnitischen Islam sind die Lasen, welche sich an der südöstlichen Schwarzmeerküste in Teilen der Provinzen Artvin und Rize angesiedelt haben. Die letzte größere Kulturgruppe wird von den Svans/Swanen gebildet.

Obwohl jede Kulturgruppe ihre eigene Sprache spricht, vermitteln sich Literatur und Bildung über die gemeinsame Sprache und das Alphabet „des Georgischen“. Seine Ursprünge hat es im 5. Jahrhundert und ist seit der Staatsgründung offizielle Amtssprache.

Religion

65 % der Einwohner des Landes sind Mitglieder der Georgischen Orthodoxen Kirche, 10 % bezeichnen sich als Anhänger der Russischen Orthodoxen Kirche, 8 % gehören zur Armenischen Apostolischen Kirche. 11 % der georgischen Bevölkerung sind Muslime: Die Aserbaidschaner hängen mehrheitlich der schiitischen Glaubensrichtung an, die Adscharen der sunnitischen, auch die Abchasen sind überwiegend sunnitische Muslime, zu einem geringen Teil orthodoxe Christen.

Sprache/Schrift

Die georgische und die adscharische Sprache gehören zum südwestlichen Zweig der Kaukasussprachen (Kartveli-Sprachgruppe), dagegen zählt Abchasisch wie auch das verwandte Tscherkessisch zur nordwestkaukasischen Sprachgruppe. Das Idiom der ossetischen Minderheit gehört zur nordöstlichen Gruppe der iranischen Sprachen. Andere wichtige Minderheitensprachen sind Russisch, Armenisch und Aserbaidschanisch.

Georgisch ist Amtssprache, Russisch (mit rasch abnehmender Bedeutung) gilt als „interethnische Kommunikationssprache“. Nach der Überlieferung wurde die georgische Schrift im 3. Jh. eingeführt, Schriftzeugnisse existieren seit dem 5. Jh. Als Schrift dient das seit dem 5. Jh. gebräuchliche Mchedruli-Alphabet. Neben dem Armenischen ist Georgisch die einzige Sprache des Kaukasus mit einer alten Literatur. Abchasen und Osseten benutzen das kyrillische Alphabet.

Wirtschaft

Seit dem Zerfall der Sowjet-Union liegen die mit den einstigen Sowjetrepubliken verzahnten Industriesektoren brach, doch einige Branchen beginnen sich zu regenerieren. Auch die seinerzeit florierende, exportorientierte Landwirtschaft, das zweite Standbein, verlor an Bedeutung, vermag aber heute das Land weitgehend selbst zu versorgen. Der Strukturwandel im Lande war mithin enorm. Allein der Dienstleistungssektor (hier: Handel, Transport, Kommunikation) zeigt eine konstante Aufwärtsbewegung. Auf dem Weltmarkt hat Georgien wegen der geringen Qualität und hoher Produktionskosten seiner Erzeugnisse einen schweren Stand. Etwas optimistischer wird eine verstärkte Entwicklung des Tourismussektors eingeschätzt und groß sind die Hoffnungen, die man auf ausländische Investoren setzt: hier geht es zum einen um die Ausbeutung der reichen Vorkommen georgischer Bodenschätze, vor allem aber um die international stark geförderten Infrastrukturprojekte Erdöl- und Erdgaspipelines, die Georgien als internationalen Transportkorridor zwischen den Lagerstätten am Kaspischen Meer (Baku, Aserbaidschan) und Schwarzmeer- bzw. Levantehäfen (Supsa in Georgien und Ceyhan sowie Erzurum in der Türkei) nutzen werden oder schon zur Weiterbeförderung auf europäische Märkte nutzen.

Tourismus

Fremdenverkehr in großem Maßstab ist bis auf weiteres nicht zu erwarten. Nach dem Wegfall der besonders unter Russen beliebten abchasischen Küste („Sowjet-Riviera“) mit den Badeorten Suchumi, Pizunda und Gagra, bemüht man sich verstärkt um die touristische Entwicklung von Batumi und anderer alternativer Küstenbäder. Auch die Erschließung der Bergwelt des Kaukasus für den Wander- und Skitourismus sowie die Verbesserung der touristischen Infrastruktur von Tiflis und diversen Kurbädern stehen auf dem Programm.

Sicherheit

Georgien ist außerhalb der Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität, angefangen von kleineren Taschendiebstählen über organisierte Banden auf Märkten und in Fußgängerzonen bis hin zu bewaffneten Überfällen nachts in dunklen Seitenstraßen oder fragwürdigen Vierteln. 

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise zu den Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden, vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind!

· Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Georgien
z.Zt. Sheraton Metechi Palace Hotel, Telawi Str. 20, 0103 Tiflis
Tel.: +995 - 32 - 44 73 00, Fax: +995 - 32 - 44 73 64

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Verantwortung
Bitte bedenken Sie immer, dass Sie Gast in diesem wunderschönen Land sind und dass dessen Einwohner Sie immer gebührend und respektvoll behandeln werden. Insofern ist es eines Jeden Pflicht, diesen Respekt auch gegenüber den Einheimischen zu erwidern.

 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für einen Aufenthalt in Georgien ist für Deutsche, Österreicher und Schweizer kein Visum notwendig! Deutsche und Schweizer Staatsbürger dürfen sich bis zu 90 Tage visumfrei in Georgien aufhalten. Als Reisedokument benötigen Sie einen Reisepass, der vom Zeitpunkt der Einreise bis zum Zeitpunkt der Ausreise gültig sein muss.
Österreichische Staatsbürger dürfen sich bis zu 90 Tage visumfrei in Georgien aufhalten. Als Reisedokument benötigen sie einen Reisepass, der über das Ausreisedatum hinaus noch 3 Monate gültig sein muss.

Bitte achten Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Nach georgischem Recht muss jeder Tourist seinen Reisepass ständig mit sich führen. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Schwerwiegende Krankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten normalerweise nicht zu befürchten. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. In den letzten Jahren traten zunehmend Fälle von TBC und Hepatitis C auf. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

· CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

· Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

· Liste der Gelbfieberimpfstellen: www.fit-for-travel.de/index.jsp

· Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Gefrühstückt wird kräftig mit Eierspeisen, Brot, Käse und verschiedenen Gemüsebeilagen. Auch Honig und andere Fruchtmarmeladen erfreuen sich großer Beliebtheit. Über die Mittagszeit werden gern Suppen mit Brot oder Fleischspeisen (Schaschlik) gegessen – je nachdem wie viel Zeit man hat. Wodka wird stets in Verbindung mit kleinen Häppchen (Brot, Speck, Wurst, Eingesalzenem, sauren Gurken) getrunken. Auch so sind die Georgier wahre Helden, wenn es um Eingekochtes/Eingelegtes geht. Im Sommer ist die Aubergine eine der dominierenden Gemüsesorten, die in allen Varianten verarbeitet wird. Und auch abends wird gekochtes Fleisch zu Tische gebracht, nicht selten mit verschiedenen Breien aus Hirse, Grieß oder Reise (russ. Kascha), Eierkuchen oder gebratenen Eiern, gebratenen Würstchen oder Buletten, dazu gebackene Kartoffeln, Gemüse und Brot.

Ob das jetzt auch immer 100% auf Ihre Reise zutrifft, sei dahingestellt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Reiseleiter ab, wenn Sie den Grad an Authentizität erhöhen möchten.  

Alkoholika

Alkoholische Getränke sind in Georgien  nicht verboten. Aus sowjetischer Zeit erfreut sich der Wodka ausgesprochener Beliebtheit und in jeder Hotelbar ist eine breite Palette alkoholischer Getränke erhältlich. Das Trinken hat eine lange Tradition und ist mit vielen Ritualen verbunden. Jeder sollte mindesten einmal auf dieser Reise einen einheimischen Wodka probiert haben. Der einheimische Wodka ist qualitativ und geschmacklich um ein vielfaches besser als die uns bekannten Produkte à la „Wodka Gorbatschow“! Der einheimische Obstler heißt Tscha-Tscha und wird ebenso zu Speisen gereicht. Auch die Biere sind sehr schmackhaft und gekühlt bei hochsommerlichen Temperaturen ein großartiges Erfrischungserlebnis. Unbedingt sollten Sie den vollmundigen Wein Georgiens probieren. Die Weinherstellung hat hierzulande große Tradition und während der Reise werden Sie öfter, vor allem mit roten Tropfen, anstoßen. Auch Cognac erfreut sich bei Georgiern immer größerer Beliebtheit. Die besten Tropfen werden aus der früheren Sowjetrepublik Armenien (Jerewan) importiert.

Trinkwasser

Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Bei Tee und angebotenen Getränken können Sie bedenkenlos zugreifen.

Vegetarier

Vegetarier müssen im Restaurant speziell auf ihren Wunsch hinweisen. Das Angebot an Gemüse und Obst ist vielfältig. Vor allem Käseliebhaber kommen in Georgien voll auf ihre Kosten. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an frischem Obst und Gemüse. Bitte sagen Sie uns schon vor der Reise, wenn Sie spezielle Mahlzeiten wünschen – wir können uns so im Vorfeld darauf einstellen.

Kaffee

Der deutsche Bohnenkaffee ist so nicht bekannt. Was es gibt, sind der typische „Türkische“ oder eine Nachahmung des Espresso.

Achtung! Cafés sind nicht mit unseren Tee- oder Kaffeestuben gleichzusetzen, denn in Georgien sind diese kleinen Restaurants oder Imbissstuben mit einer Auswahl an herzhaften Speisen (Schaschlik) oder Gebäck ausgestattet.

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Bequeme und robuste Kleidung bietet sich für solch eine Reise am ehesten an. Man wird zwar als Tourist auffallen, weil die Kleiderordnung der Einheimischen doch etwas anders ist als in Mitteleuropa – doch ist es kein Problem – auch das Tragen von kurzen Hosen bei Männern ist längst nicht verpönt, wie es oft beschrieben wurde. Georgier legen selbst in ihrer Freizeit auf korrekt sitzende und saubere Kleidung viel Wert. Wanderschuhe, Sandalen und lockere Bekleidung sieht man selten auf der Straße. Zur speziellen Ausrüstung siehe bitte die Mitnahmeempfehlung.

Gesundheit
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or leave it“

(„Koch es, schäl es oder lass es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Gästehäusern einer Rundreise können Sie jedoch Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Die Standards in den Krankenhäusern entsprechen oftmals nicht mitteleuropäischen Standards, die Fachkenntnisse der Ärzte und Schwestern sind jedoch in der Regel sehr gut. In den letzten Jahren sind mit internationaler Hilfe neue Kliniken eröffnet worden, um die medizinische Versorgung im Land zu verbessern. Die Verständigung ist nahezu überall in Englisch und teilweise sogar in Deutsch möglich. Besonders empfehlenswert ist das für Notfälle uneingeschränkt nutzbare Militärkrankenhaus in Gori.

ACHTUNG: Eine Verpflegung während eines Krankenhausaufenthaltes gibt es in Georgien nicht! Dies ist die Aufgabe der Angehörigen. Als Ausländer kann man dann nur Vereinbarungen mit Restaurants treffen.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die Landeswährung ist der Lari (GEL). Ein Lari sind 100 Tetri. Die gängigsten Währungen sind US-Dollar und die EURO, die man problemlos umtauschen kann. Andere Währungen werden nur von den Banken akzeptiert. Für die Fahrten ins Landesinnere, besonders in die Bergregionen, sollte man ausreichend Lari mitnehmen, weil dort die anderen Währungen nicht gefragt sind. 

Wir empfehlen, lieber in einer Bank als in der Wechselstube zu tauschen. Wenn Sie doch eine Wechselstube benutzen, tauschen Sie nur bis zu Beträgen von maximal 200 € auf einmal. Tragen Sie Geld und Wertsachen gut verteilt und geschützt am Körper.

Geld- und Kreditkarten werden bisher in den großen Hotels akzeptiert und teilweise gibt es in Tiflis auch schon Automaten in der Stadt. Am beliebtesten sind VISA und Mastercard, Traveller Schecks sind nicht mehr empfehlenswert. Einige Banken sind seit kurzem an das internationale Geldkartensystem angeschlossen und verfügen über Bankautomaten; unter ihnen die Absolutbank, die Intellectbank, die Tbilcredditbank und die Tbilcombank. Geldüberweisungen sind über Western Union und einige Banken möglich.

Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Geldkarten zusammenstellen. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Außerdem sollte man eine gewisse Geldreserve einplanen. 

Der aktuelle Wechselkurs liegt derzeit bei:

1 EUR  = ca. 2,30 GEL
1 CHF  = ca. 2,19 GEL
1 US$  = ca. 2,03 GEL (Stand Februar 2015)

Stromversorgung
Die Spannung in den einzelnen Gebieten in Georgien beträgt 220 Volt (Wechselspannung) wie in Europa. Um ein Gerät zu benutzen, das auf eine Spannung von 110/120 Volt ausgerichtet ist (z.B. aus den USA), brauchen Sie einen Spannungswandler.

Stromausfälle und Spannungsschwankungen sind in ländlichen Gebieten (Swanetien) keine Seltenheit. Die Stecker sind zweipolig, meistens ohne Schutzkontakt, ohne einheitliches Format. Es empfiehlt sich ein Adapter. Trotzdem passen deutsche Stecker fast immer in georgische Steckdosen.

Telefonieren
Die Vorwahl aus dem Ausland nach Georgien ist 00995. Die Vorwahl für Tiflis ist 32. Münz-/Kartensprecher gibt es vorwiegend in den Großstädten. Man geht gewöhnlich auf  die Post oder telefoniert im Hotel. Unsere Handys (beispielsweise mit D2-Vertrag) funktionieren problemlos. In den Bergregionen ist der Empfang phasenweise stark eingeschränkt.

Internet
Preiswerte Internetcafés sind in fast allen größeren Orten zu finden. Viele Hotels in der Hauptstadt bieten ihren Gästen kostenfreies WLAN.

Literatur über Georgien

Literatur über Georgien

Natürlich gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von Büchern über Georgien (Grusinien). Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Thea Kvastiani, Vadim Spolanski, Andreas Sternfeld: Georgien entdecken. Unterwegs zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer. Trescher

· Gumppenberg, Marie-Carin von. Steinbach, Udo (Hrsg.): Der Kaukasus. Geschichte-Kultur-Politik. Verlag C.H. Beck

· Bock, Ulrich: Georgien und Armenien. DuMont Reise

· Fähnrich, Heinz: Kulturland Georgien. Kurzführer für Touristen. Reichert

· Hoffmann, Tessa. Woskanjan, Margarita: Armenien und Georgien. Zwischen Ararat und Kaukasus. Ein EXpress Reisehandbuch. Mundo

· Laub, Joachim (Hrsg.): Georgien. Geschichte, Geographie, Politik, Kultur, Alltag, Reiserouten, Küche, praktische Tips. Geschichtsverlag Silke Brück

· Gink, Károly. Tompos, Erzsébet: Georgien. Werner Dausien

· Reisser, Ilma: Georgien. Herder

· Metreveli, Roin: Georgien. Ein Überblick. Tbilisis Univ. Gamomcemloba, Tbilisi 1996.

· Reissner, Ilma: Georgien: Goldenes Vlies und Weinrebenkreuz. Verlagsbuchhandlung "Der Christliche Osten"

· Rohrbacher, Heinrich: Materialien zur georgischen Bibliographie. Deutsches Schrifttum. Habelt

· Rosen, Roger. Foxx, Jeffrey Jay: Georgia. Sovereign Country of the Caucasus (Odyssey Georgia). Odyssey Publications

· Nasmyth, Peter: Georgia. In the Mountains of Poetry. Cruzon Press

· Natrochvili, Nathalie. Meliava, Vakhtang: Le Guide de la Géorgie. Nouvelles Editions de l'Université

· Wagner, Horst-Günter: Erdöl und Erdgas in der Kaukasus-Kaspi-Region. in: Geographische Rundschau. Westermann-Verlag, Braunschweig Bd 49.1997

· Mühlfried, Florian: Postsowjetische Feiern. Das Georgische Bankett im Wandel. Mit einem Vorwort von Kevin Tuite. Ibidem-Verlag

· Kriegenherdt, Marlies: Georgien. Handbuch für individuelles Entdecken. 1. Auflage. Reise Know-How Verlag

· Fritz Pleitgen: Durch den wilden Kaukasus (Taschenbuch): Der Kaukasus - eine der geheimnisvollsten, und abenteuerlichsten Regionen der Welt. Fritz Pleitgens Buch ist ein literarischpolitischer Reisebericht über den Kaukasus und sein Geschichte, über seine grandiosen Landschaften und Kulturen, über Kriegsgebiete und Handelsstraßen, über faszinierende Menschen und ihre uralten Traditionen, über grenzenlose Gast-freundschaft, aber auch über unausrottbare Blutrache und Völkerfeindschaft.

Sprachführer

· Kauderwelsch Georgisch: Verlag: Reise Know-How Verlag

· Kauderwelsch Russisch: Verlag: Reise Know-How Verlag

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Armenien

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Armenien liegt am Übergang zwischen Kleinasien und (dem aus europäischer Sicht so benannten) Transkaukasien, zwischen 38° 51' und 41° 16' nördlicher geografische Breite sowie 43° 29' und 46° 37' östlicher geografische Länge. Der heutige Staat umfasst ein Gebiet von 29.800 Quadratkilometern im Nordosten des Armenischen Hochlands und am Südrand des Kleinen Kaukasus.

Die Landesfläche Armeniens ist etwa so groß wie die des Bundeslandes Brandenburg. Es grenzt im Norden an Georgien, im Osten an Aserbaidschan, im Südosten an den Iran, im Süden an die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan und von Südwesten bis Westen an die Türkei. Die heutige Bevölkerungszahl liegt bei etwa 3,3 Millionen.

Armenien ist ein sehr ausgeprägtes Gebirgsland, denn 90 Prozent der Landesfläche liegen mehr als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel; die mittlere Höhe beträgt sogar 1.800 Meter. Von Norden her erstrecken sich die über 3.000 Meter hohen Ausläufer des Kleinen Kaukasus. Die höchste Erhebung ist der erloschene Vulkan Aragaz (4.090 Meter) (unweit des biblischen Ararat), der tiefste Punkt liegt rund 380 Meter hoch am Ufer des Aras an der Grenze zur Türkei. Das Gebiet liegt in einem Faltengebirge – es entstand und verändert sich nach wie vor durch den Zusammenstoß der Eurasischen Platte mit der Arabischen Platte – und ist dementsprechend stark erdbebengefährdet. Das Gestein ist oft vulkanischen Ursprungs. Unter den nachgewiesenen Bodenschätzen sind verschiedene Kupferoxide am wichtigsten, die als Nebenprodukt Molybdän, Eisen und Gold enthalten, außerdem Uran, verschiedene Halbmetalle, Schmucksteine und Gesteinsarten wie Tuff, Basalt, Marmor u. a. Hinzu kommen Mineralwasserquellen, deren Wasser für Heilzwecke und im Alltagsgebrauch Verwendung findet. Die längsten Flüsse Armeniens sind Aras, Worotan, Kasach, Hrasdan und Debed. 

Klima
Das Territorium der Republik Armenien liegt zwar in den Subtropen, doch ergeben sich durch die beträchtlichen Höhenunterschiede – der Aragaz (4.090 Meter) und das Tal des Aras (rund 380 Meter) liegen beispielsweise nur rund 80 Kilometer voneinander entfernt – und die kleinteilige Landschaft unterschiedliche lokale Klimata. Einerseits wirken die nahen Meere ausgleichend, andererseits begünstigen die Hochgebirge der Umgebung extreme Schwankungen. Die hohen Gipfel des Kaukasus wirken starken Kälteeinbrüchen von Norden her entgegen. In den Tälern und Niederungen ist das Klima kontinental, wobei die Mittagstemperaturen im Sommer meistens über 30 °C liegen, in den Bergen insgesamt etwas kühler und an der Grenze zum Iran subtropisch und sehr trocken.

Der größte See Armeniens ist der östlich von Jerewan etwa 1.900 Meter hoch gelegene Sewansee mit einer Fläche von derzeit ungefähr 940 Quadratkilometern. Durch Wasserentnahme ist seine Fläche stark zurückgegangen (1984: 1.262 Quadratkilometer).

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden.

Politik und Gesellschaft
Am 21. September 1991 erklärte sich Armenien von der sich in Auflösung befindlichen Sowjetunion für unabhängig. Das Parlament, die Nationalversammlung, wird alle vier Jahre gewählt. Es gibt nur eine Kammer. Die bedeutendsten Parteien sind die Republikanische Partei Armeniens (die mit Andranik Markarjan bis zu dessen Tod am 25. März 2007 den Premierminister stellte) und die Armenische Revolutionäre Föderation (gegründet 1890).

Armenien ist eines der wenigen Länder der so genannten Zweiten Welt, in dem (ex-) kommunistische Parteien nie an der Regierung beteiligt waren.

Am 6. Oktober 1991 wurde Lewon Ter-Petrosjan zum ersten Präsidenten der armenischen Republik gewählt. Am 22. September 1996 wurde er wiedergewählt. Seine Popularität sank jedoch zunehmend. Im Februar 1998 wurde er zum Rücktritt gezwungen, weil er im Krieg um die Region Bergkarabach zusätzliche Zugeständnisse an Aserbaidschan zur Lösung des Konflikts machte. Lewon Ter-Petrosjans Minister, angeführt von Premierminister und späterem Nachfolger im Präsidentenamt Robert Kotscharjan, lehnten einen Friedensplan ab, den internationale Vermittler im September 1997 vorgeschlagen hatten und den Lewon Ter-Petrosjan und Aserbaidschan befürworteten. Kotscharjan gewann 1998 die vorgezogenen Präsidentschaftswahlen. Seine Wiederwahl 2003 war von Unregelmäßigkeiten und Protesten von Demonstranten begleitet. Im Januar 2006 trat eine vom Europarat schon seit langem geforderte Verfassungsänderung in Kraft, die dem Parlament mehr Rechte einräumt. Der Präsident darf beispielsweise nach wie vor den Ministerpräsidenten ernennen, er muss nun aber vom Parlament bestätigt werden.

Das Gebäude des Außenministeriums am Platz der Republik in Jerewan.

Bei der Präsidentenwahl vom 19. Februar 2008 kam es zu Ausschreitungen mit laut offiziellen Angaben 8 Todesopfern und zahlreichen Verletzten. Anhänger der Opposition und ihres Kandidaten Lewon Ter-Petrosjan protestierten tagelang gegen angebliche Wahlfälschungen. Ihr Kandidat kam auf nur 21,5 % der Stimmen, während Amtsinhaber Sersch Sargsjan 49,9 % – und damit sehr knapp bereits im ersten Wahlgang eine Mehrheit – erreichte. Beobachter der OSZE stellten zwar Unregelmäßigkeiten fest, konnten jedoch keinen Wahlbetrug feststellen. Die Regierung verhängte einen vierwöchigen Ausnahmezustand und ging mit massiver Waffengewalt gegen die Demonstranten der Opposition vor. Zurzeit befinden sich trotz Protests der internationalen Gemeinschaft noch immer 79 Oppositionspolitiker in politischer Gefangenschaft. 2013 konnte der Amtsinhaber Sersch Sargsjan ein weiteres Mal die Wahl für sich entscheiden.

Wirtschaft
1988 wurde Armenien durch ein sehr starkes Erdbeben schwer getroffen, was einige Regionen noch immer belastet. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR geriet der junge Staat (ähnlich wie die meisten anderen ehemaligen Unionsrepubliken) in eine schwere Wirtschaftskrise. Neben den üblichen tiefgreifenden Problemen, die sich bei einer Umstellung von einer Zentralverwaltungswirtschaft auf eine liberale Marktwirtschaft ergeben, kam erschwerend der Konflikt um Bergkarabach mit Aserbaidschan hinzu.

Sicherheit
Armenien ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Sie können sich sicher durch die Städte bewegen. Lediglich als Frau sollten Sie abends nicht unbedingt allein auf der Straße sein, um Anpöbeleien zu vermeiden. In der Hauptstadt Jerewan sollten Sie bei größeren Menschenansammlungen besonders aufmerksam auf Ihre persönlichen Dinge achten. 

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

- Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden, vermeiden.

- Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

- Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

- Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Jerevan

Tscharenz Straße 29, 0025 Eriwan, Armenien Telefon: (++374 10) 52 32 79, 52 45 81) Fax: (++374 10) 52 47 81)

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern. 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Deutsche, Österreicher und Schweizer können visumfrei nach Armenien einreisen, solange die Aufenthaltsdauer nicht 180 Tage pro Kalenderjahr überschreitet. Es ist jedoch ein gültiger Reisepass notwendig – der Personalausweis allein ist nicht ausreichend.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren. 

Schwerwiegende Krankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten  normalerweise nicht zu befürchten. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären.

Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage in den Anden und der damit verbundenen geringen Sauerstoffgehaltes der Luft, sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht (ca. 20 °C), unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: http://www.rki.de/

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Abendessen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 10 bis 20 EUR rechnen. In Jerewan entsprechend teurer als in ländlichen Gebieten. Bei Ihrer Tour sind fast alle Mahlzeiten inkludiert, nur einige Mahlzeiten in der Hauptstadt überlassen wir Ihren Vorlieben.

Die Armenische Küche ist die Landesküche Armeniens. Sie ähnelt den Küchen der anderen Länder des Kaukasus, dennoch gibt es einige Unterschiede. Während in Georgien Mais das wichtigste Getreide ist und in Aserbaidschan Reis, ist es in Armenien das aus Weizen hergestellte Bulgur. Die daraus zubereiteten Gerichte werden plov genannt und ähneln einem Pilaw. Typisch ist die Verwendung von Mehlmischungen aus Weizen, Mais und Kartoffeln. Weitere wichtige Grundnahrungsmittel sind Lammfleisch, Auberginen, Joghurt und Brot.

Eine traditionelle Speise Armeniens, deren Zubereitung in früheren Zeiten bestimmten Zeremonien unterlag ist die aus Weizenkörnern und Hühnerfleisch bestehende Harissa. Sie wird auch heute noch zu Feierlichkeiten von Armeniern weltweit gekocht.

Khash ist ein aus Kuhfüßen hergestelltes traditionelles Gericht.

Das in Armenien meist verwendete und in der Herstellung sehr einfache Brot ist das Lawasch. Ursprünglich wurde es auf heißen Steinen des Lehmofens als Fladen gebacken.

Als Teigtaschen werden Boraki zubereitet, die zylinderförmig und mit gebratenem Hackfleisch gefüllt sind.

Ob das jetzt auch immer 100% auf Ihre Reise zutrifft, sei dahingestellt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Reiseleiter ab, wenn Sie den Grad an Authentizität erhöhen möchten.  

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strengen Kleiderordnungen, besonders nicht in Jerewan oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man Frauen, die Kopftücher oder lange schwarze Kleider tragen, doch das geschieht freiwillig ist keinesfalls eine Vorschrift oder hat irgendwas mit der Religion zu tun. Früher waren kurze Hosen bei Männern verpönt oder wurden belächelt – das hat sich aber in den letzten Jahren sehr verändert. Kurze, sommerliche Kleidung ist bei Männern und Frauen gleichermaßen akzeptiert.   

Bitte achten Sie auf eine angemessene Kleiderordnung in Kirchen, Klöstern oder anderen heiligen Plätzen.  

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld & Währung
Dram ist die Währung Armeniens. Er wird von der Zentralbank der Republik Armenien ausgegeben.

1 Dram ist unterteilt in 100 Luma, Luma-Münzen waren jedoch nur für kurze Zeit im Umlauf. Der Dram wurde 1993 eingeführt und löste den russischen Rubel ab. Damals wurden 200 Rubel gegen 1 Dram eingetauscht.

Es existieren folgende Banknoten: 500 / 1.000 / 5.000 / 10.000 / 20.000 / 50.000 Dram. Davon sind die Banknoten 500 / 20.000 / 50.000 Dram kaum im Umlauf vorhanden.

Es gibt folgende Münzen: 10 (zwei verschiedene Versionen aus Aluminium) / 20 + 50 (Kupfer) / 100 (Nickel) / 200 (Nordisches Gold) / 500 Dram (Nickel/Nordisches Gold).

Wechselkurs (Stand Oktober 2015):
1EUR = ca. 542AMD    1US$ = ca. 470AMD    1CHF = ca. 488AMD

US$-Noten neueren Datums und Euro können getauscht werden. Beim Rücktausch von Landeswährung in Euro sollten die Euro-Noten sorgfältig geprüft werden, da Fälschungen im Umlauf sein sollen. Hinweise zur Erkennung von gefälschten Euro-Noten finden Sie z.B. hier: www.bundesbank.de/bargeld/bargeld_falschgeld.php

Die Annahme ausländischer Währungen ist Geschäften und Dienstleistern offiziell nicht gestattet, so dass die Bezahlung in der armenischen Landeswährung „Dram“ (AMD) zu erfolgen hat. Manche Geschäfte, die hochwertige Waren anbieten, haben eigene Wechselstuben und akzeptieren Kreditkarten (i. d. R. Master-/Visa-Card).

In der Jerewaner Innenstadt gibt es zwar zahlreiche Geldautomaten, jedoch ist die  Geldversorgung (insbesondere mit EC/Maestro-Karte) hierüber derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Reisenden sei daher geraten, genügend Bargeld (Euro oder Dollar) oder Traveller Cheques mitzunehmen. An einigen ausgewählten Stellen kann noch mit Visa-Karte abgehoben werden; auch das sog. Cash-Advance-Verfahren wird stellenweise ermöglicht.

Außerhalb Jerewans ist die Bargeldversorgung über Geldautomaten nicht flächendeckend möglich. Es wird daher empfohlen, Reisen außerhalb der Hauptstadt nur mit ausreichenden Bargeldreserven anzutreten. Standorte von Geldautomaten des Visa- und des MasterCard/Maestro-Netzwerks können folgenden Webseiten entnommen werden:

www.mastercard.com/atmlocator/cobrand/index.jsp?lang=en&country=ARM&var=COBRAND

http://visa.via.infonow.net/locator/global/

Einige Restaurants, Geschäfte und Hotels für gehobene Ansprüche akzeptieren gängige Kreditkarten. Es kommt jedoch – besonders außerhalb der Hauptstadt – gelegentlich zu technischen Schwierigkeiten; in diesen Fällen ist nur Barzahlung möglich.

Preise werden gelegentlich noch in US$ angegeben, aber die Bezahlung sollte in der armenischen Landeswährung, dem Dram (AMD), erfolgen. Die Annahme ausländischer Währungen ist in Geschäften und bei Dienstleistern offiziell nicht gestattet. Manche Geschäfte, die hochwertige Waren anbieten, haben eigene Wechselstuben.

Stromversorgung   
Die Spannung in Armenien beträgt 220 Volt (50Hz). Um ein Gerät zu benutzen, das auf eine Spannung von 110/120 Volt ausgerichtet ist (z.B. aus den USA), brauchen Sie einen Spannungswandler. Die Stromstärke dieses Geräts bestimmt die Art des Spannungswandlers. Die europäischen Stecker sind zweipolig.

Telefonieren
Die Vorwahl für Armenien ist 00 374. Danach schließt sich die Vorwahl der jeweiligen Stadt an, für Jerewan ist das die 1. In Armenien ist in jedem Fall Handyempfang gegeben! 

Literatur über Armenien

Literatur über Armenien

Natürlich gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von Büchern über Armenien (Hayastan). Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Bertold Spuler (Hg.): Handbuch der Orientalistik; Teil 1: Wolfgang Schramm: Einleitung in die assyrischen Königsinschriften; Teil 2: Wolfgang Schramm: 934–722 v. Chr.. Brill, Leiden 1973

Tessa Hofmann: Annäherung an Armenien. Geschichte und Gegenwart. Beck, München 1997

Jakob Künzler: Im Lande des Blutes und der Tränen. Erlebnisse in Mesopotamien während des Weltkrieges (1914–1918). Reihe ZeitZeugnisse. Tempel-Verlag, Potsdam 1921; Nachdruck: Chronos, Zürich 1999

Adriano Alpago Novello: Die Armenier. Brücke zwischen Abendland und Orient. Belser, Stuttgart und Zürich 1986. ISBN 3-7630-2335-6

Huberta von Voss: Portrait einer Hoffnung: Die Armenier. Lebensbilder aus aller Welt.Schiler, Berlin 2004

Haig E. Asenbauer: Zum Selbstbestimmungsrecht des armenischen Volkes von Berg-Karabach. Ethnos 41. Braumüller, Wien 1993  

Artem Ohandjanian: Armenien, der verschwiegene Völkermord. Böhlau, Wien Köln Graz: 1989

Editha Wolf Crome (Hg.): Aufbruch nach Armenien. Reise- und Forschungsberichte aus dem Lande Urartu – Armenien. Reimer, Berlin 1985

Franz Werfel – Die vierzig Tage des Musa Dagh, Taschenbuch: 989 Seiten Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 17 (1. Mai 1990)

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben.

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Iran

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Der Iran grenzt an sieben Staaten und zwei Meere: im Westen und Nordwesten an den Irak, die Türkei und Aserbaidschan, an Armenien und das Kaspische Meer (657 km); im Osten und Südosten an Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan sowie an dem Golf von Oman bzw. dem Persischen Golf.

Weiterhin gehören zum iranischen Staatsgebiet einige Inseln im Persischen Golf: Qeschm, Kisch, Khark, Farsi, Abu Musa sowie Groß- und Klein Tonb. Der Besitz der letzten drei ist allerdings zwischen Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten umstritten.

Der nördlichste Punkt des Iran liegt auf 39° 47' nördlicher Breite und befindet sich in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Palma de Mallorca (Spanien). Der südlichste Punkt des Iran liegt auf 25° nördlicher Breite und befindet sich in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Doha (Katar). Irans westlichster Punkt liegt auf 44° 02' östlicher Länge und damit in etwa auf einem Längengrad wie Bagdad (Irak). Der östlichste Punkt des Iran liegt auf 63° 20' östlicher Länge und damit ungefähr auf einem Längengrad wie Herat (Afghanistan). Iran ist ein ausgesprochenes Gebirgsland, was das Klima – von den Wüsten abgesehen – auch für Europäer recht erträglich macht. Geologisch wird das Land durch mehrere fast parallele, nach Südosten streichende Gebirgsketten gegliedert, die im Zagros- und Kuhrud-Gebirge mehrmals über 4000 m erreichen. Östlich davon liegen die großen Wüsten Dasht-e-Kavir und Dasht-e-Lut. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten und der vermutlich noch anhaltenden Gebirgsbildung treten im Iran häufig Erdbeben auf.

Der höchste Berg Irans ist der 5.671 m hohe Damavand im Elburs – ein erloschener, gletscherbedeckter Vulkan nordöstlich der Hauptstadt Tehran. Zum nur 60 km entfernten Kaspischen Meer hat er fast 6000 m Höhenunterschied.

Klima
Das Klima im Iran ist sehr vielfältig. Daher herrschen im Iran verschiedene Klimazonen. Es überwiegen aride Klimaverhältnisse, doch treten regional – insbesondere im Norden (Kaspisches Meer) und an einigen Gebirgswänden – jährliche Niederschläge bis über 2.000 mm auf. Am trockensten sind die Salzseen im Landesinnern, während es in den Küstengebieten an den südlichen Küsten nachts auch zur Bildung von Nebel kommen kann. Im Sommer ist es trocken und heiß und im Winter kalt. In der Region um Teheran haben wir ein kontinentales Klima. Zwischen den südlichen und nördlichen Regionen/Landesteilen gibt es zeitweise Temperaturunterschiede bis zu 35° Grad.

Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied zum Iran beträgt +2 Stunden und 30 Minuten. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es im Iran 14:30 Uhr. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Teheran daher um 2,5 Stunden.

 

Politik und Gesellschaft
Der Iran ist seit 1979 eine Islamische Republik. Die Verfassung ist von 1979. Seit 1989 stellt der 12-köpfige Verfassungsrat das Kontrollorgan für die Konformität von Gesetzen mit dem islamischen Recht dar. Das Parlament besteht aus 290 Abgeordneten.

Das politische System des Iran kann allerdings nicht als „frei“ bezeichnet werden und ist behaftet mit großen Mängeln in den Bereichen der politischen Rechte, der Bürgerrechte und der Pressefreiheit. Im Demokratieindex von 2010 wird es als „autoritäres Regime“ eingestuft. Im Korruptionswahrnehmungsindex belegte der Iran im Jahr 2009 Platz 168 von 180. Der gegenwärtige Verteidigungsminister Ahmad Vahidi wird von der argentinischen Justiz und von Interpol wegen Mordes gesucht, so wie der ehemalige Geheimdienstminister Ali Fallahian.

Seit der islamischen Revolution von 1979 und der Ablösung der Monarchie geht nach der herrschenden iranischen Staatsdoktrin die Staatsgewalt nicht vom Volk aus, sondern wird allein religiös legitimiert. Die oberste Staatsgewalt kommt dem Führer (persisch „Rahbar”) zu, der im deutschen Sprachgebrauch auch Revolutionsführer, geistlicher Führer oder oberster Rechtsgelehrter genannt wird. In dessen Abwesenheit vertritt ein Rat religiöser Amtsträger den Rahbar. Der Revolutionsführer, seit 1989 Seyyed Ali Chamene'i, hat uneingeschränkte Macht und ist auf Lebenszeit gewählt.

Der Regierungschef des Iran ist seit Sommer 2013 der Präsident Hassan Rohani. Er wird in allgemeinen Wahlen für eine vierjährige Amtszeit bestimmt. Die Macht von Präsident, Regierung und Parlament ist jedoch stark beschränkt, denn alle zu wählenden Kandidaten und alle Gesetze müssen vom Wächterrat bestätigt werden. Zudem hat in allen Fragen der oberste Rechtsgelehrte Ali Chamene’i das letzte Wort.

Religionen
Offiziell bekennen sich 98% der Bevölkerung zum Islam (89 % Schiiten und 9 % Sunniten). Der Islam ist auch die Staatsreligion. Die größte religiöse Minderheit stellen die im Iran entrechteten Bahai mit 300.000 Anhängern. Es ist jedoch zu beachten, dass im Iran de facto keine Religionsfreiheit herrscht und laut Gesetz der Abfall vom Islam mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Nach offiziellen Angaben gibt es noch etwa 280.000 Orientchristen. Zu 90 % sind diese Christen im Iran Anhänger der armenisch-apostolischen Kirche. Nach Schätzungen gibt es etwa 25.000 Juden, 30.000 Anhänger des Zoroastrismus und einige tausend Mandäer. Anhänger von Religionen wie dem Christentum, Bahai und dem Judentum gelten als Bürger zweiter Klasse und erfahren gesellschaftliche Benachteiligungen, vor allem in der Ausbildung und im Beruf. 

Ramadan
Ramadan ist der islamische Fastenmonat, dessen Daten von Jahr zu Jahr variieren. In dieser Zeit religiöser Besinnung gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen, Getränke, Rauchen sowie z.B. sinnliche Genüsse wie Parfüm) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten (wobei Ausnahmen für Schwangere, Kranke, kleine Kinder und Reisende bestehen), sollten auch Nichtmuslime dem Fasten der Muslime mit Respekt begegnen und darauf achten, keine religiösen Gefühle zu verletzen.

Während des Ramadan ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen.

Der Ramadan liegt 2016 zwischen dem 06. Juni und 04. Juli. Das Fest des Fastenbrechens findet vom 05. bis 07. Juli statt.

Sprache
Amtssprache des Iran ist Persisch, lokal Farsi genannt. Sie ist eine indogermanische Sprache und zugleich die wichtigste unter allen iranischen Sprachen. Persisch ist zwar die einzige Amtssprache im Iran und wird von mehr als der Hälfte der iranischen Bevölkerung als Muttersprache gesprochen, sie ist jedoch nicht die alleinige Landessprache. Türkisch und Kurdisch werden im Nordwesten und Arabisch im südwestlichen Khuzistan gesprochen. Englisch und Französisch werden von einigen Behörden und Geschäftsleuten gesprochen. Insgesamt spricht jedoch fast die gesamte Bevölkerung Irans Persisch entweder als Muttersprache oder Zweitsprache, da schon in den Kindergärten, bis zu den Schulen, Universitäten, Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen nur das Persische gelehrt bzw. gesprochen wird.

Insgesamt werden im Iran 77 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen. Das Persische, ist also trotz des im 7. Jh. einziehenden Islam nie ganz untergegangen. Ein deutlicher Ausdruck der eigenständigen kulturellen und nationalen Identität.

Sicherheit
Iran ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität vor allem in der Millionenmetropole Teheran. Hier kommt es gelegentlich zu Personenkontrollen durch vermeintliche Sicherheitsbeamte. Die Kontrolleure erweisen sich anschließend als Trickbetrüger, welche z.B. nach erfolgter "Kontrolle" die Geldbörse oder deren Inhalt einbehalten. Da Polizisten immer grüne Uniformen tragen und Touristen in der Regel nicht von Ihnen kontrolliert werden, sind die Betrüger leicht zu erkennen. Es wird geraten, darauf zu bestehen, entsprechende Kontrollen lediglich im Hotel oder der nächstgelegenen Polizeistation durchführen zu lassen. Die Zahl der Diebstähle von Pässen, Geld und Taschen in Geschäften und auf der Straße (auch durch Motorradfahrer) ist steigend. Besondere Umsicht ist hier geboten. Vorsicht ist auch bei von Fremden angebotenen Süßigkeiten/Keksen und (offenen) Getränken geboten, da sich Diebe k.o.-Tropfen bedienen, mit denen Touristen betäubt und komplett ausgeraubt werden.

Bei Individualreisen sollten Sie grundsätzlich vermeiden, allein nachts oder in einsamen Gebieten zu reisen.

Bei Reisen in den Osten der Provinz Kerman und Sistan-Belutschistan sowie in den Grenzgebieten Irans mit Pakistan und Afghanistan besteht ein erhebliches Entführungs- und Anschlagsrisiko. Von Reisen in dieses Gebiet wird daher dringend abgeraten. Dies betrifft insbesondere das Gebiet im Dreieck zwischen den Städten Zabol, Bam und Chabahar.

Von nicht notwendigen Individual- oder Trekkingreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans, insbesondere entlang der türkischen und irakischen Grenze, wird grundsätzlich abgeraten.

Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen bei sich hat. Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, wertvollen Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, kann man am besten zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Brustbeutel, Beintasche, Gürteltasche, Geldgürtel aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise in den Iran benötigen deutsche, österreichische und schweizer Staatsangehörige einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass (ab Einreisedatum), sowie ein Visum, welches vor Einreise beantragt werden muss. Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten: die direkte Beantragung bei der iranischen Botschaft oder die Zuhilfenahme eines Visadienstes, welches die sicherste und komfortabelste Möglichkeit ist. Wir empfehlen dazu den Visadienst Bonn GmbH, Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, Fax: (030) 31011659, E-Mail: info@visum.de). Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter www.visum.de/partner/diamir.

Bitte beantragen Sie das Visum unbedingt erst nach Erhalt der Visaunterlagen und aller zur Visabeantragung erforderlichen Informationen und/oder Visaformulare. Diese erhalten Sie ca. 6 Wochen vor Abreise durch DIAMIR, ggf. mit einer korrigierten Rechnung. 

Die Zeit zur Visabeantragung ist nach Erhalt dieser Infos stets absolut ausreichend - es besteht also kein Grund zu unnötiger Eile. Bitte beachten Sie, dass wir im Falle einer Absage der Reise durch uns keinerlei Kosten für unnötigerweise vorzeitig beantragte Visa übernehmen können.

Schweizer Staatsangehörige sind zusätzlich verpflichtet, Fingerabdrücke bei der zuständigen Kantonspolizei zu hinterlegen, sowie einen Krankenversicherungsnachweis zu erbringen.

Ihr Reisepass darf keinen israelischen Stempel enthalten, ein Stempel der USA ist jedoch kein Problem. 

Reisen nach Iran können sich gemäß Gesetzesbeschluss des US-Kongresses vom 18.12.2015 zur Änderung des Visa Waiver Programms auf spätere Einreisen in die USA auswirken. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/UsaVereinigteStaatenSicherheit.html.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund des Klimas unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob Sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten. 

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it!“ („Koch es, schäl es oder vergiss es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen. 

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist im Iran wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Die medizinische Versorgung ist in Teheran und anderen großen Städten ausreichend bis gut. In den zahlreichen Apotheken (daru-khane) sind die meisten auch in Europa gebräuchlichen Medikamente zu kaufen und nicht sehr teuer.

Für Teilnehmer der Damavand-Expedition: Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit

Durch die unterschiedlichen Landesregionen Irans und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird.

Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Höhenkrankheit, die sogenannte “Acute Mountain Sickness” oder kurz AMS genannt, kann in ihrer schwersten Form zum Tod führen. Ursache der Höhenkrankheit ist eine ungenügende Anpassung (Adaption) des Körpers an große Höhen, meist bedingt durch zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3000m. Am häufigsten und gefährlichsten ist ein Auftreten in Höhen zwischen 3000 und 5000m.

Der Körper stellt sich auf die entsprechende Höhe dadurch ein, dass er die Frequenz und die Intensität der Atmung steigert. Untersuchungen haben gezeigt, dass diejenigen, die sich schnell an die neue Höhe anpassen können, ihre Atemfrequenz und -stärke schnell den veränderten Umständen anpassen, wohingegen diejenigen, die relativ schnell von dieser Krankheit erfasst werden können, ihre Atemfrequenz langsamer anpassen. Der Grund der schnellen oder langsameren Anpassung ist nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse höchstwahrscheinlich genetisch bedingt. Weitere Symptome für eine gute Höhenanpassung sind eine gesteigerte Herzfrequenz und ein Anstieg der roten Blutkörperchen (Hämatokritwert). Innerhalb weniger Tage passt sich der gesunde Körper an eine neue (größere) Höhe an, so dass dann Höhenkrankheit normalerweise nicht mehr auftritt. Diese Anpassung des Körpers gibt aber keine Garantie dafür, dass im Falle eines weiteren Aufstiegs nicht doch noch eine Höhenkrankheit auftreten kann. Unsere Trekkingtouren sind normalerweise so ausgelegt, dass das Risiko, an einer Höhenkrankheit zu erkranken, möglichst gering ist. Langsamer Aufstieg, vernünftige Tagesetappen sowie schrittweise Erhöhung der Schlafhöhe sind die Kernpunkte einer Strategie zur Vermeidung von Höhenproblemen. Völlig ausgeschlossen kann das Risiko jedoch nie hundertprozentig werden.

Der niedrigere Luftdruck in der Höhe sowie das damit verbundene geringere Sauerstoffangebot führen bereits ohne körperliche Anstrengungen, also auch im Ruhezustand, zu einer Erhöhung von Herzfrequenz, Atemzeitvolumen sowie Herzzeitvolumen. Außerdem vergrößert sich durch die zusätzliche Bildung von roten Blutkörperchen die Blutdichte. Dies kann fatale Folgen haben, so dass eine der wichtigsten Regeln beim Aufstieg in die Höhe lautet, viel zu trinken! Um der Bluteindickung entgegenzuwirken und auch die gesamte körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unabdingbar. Dies bedeutet, täglich (!) mindestens 4-5 Liter zu trinken, bei großer körperlicher Anstrengung sogar noch mehr!

Erste Anzeichen der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen, Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen. Je nach Schwere und Symptomen unterscheidet man vier Formen der Höhenkrankheit:

Milde Höhenkrankheit („Mild Acute Mountain Sickness“ – MAMS) ist die leichteste Form, von der bis zu drei Viertel aller Bergsteiger, die den Aconcagua besteigen, betroffen sind. Meist klingen die Symptome nach Abstieg, Ruhepause oder reichlich Flüssigkeitszufuhr schnell wieder ab.

Akute Höhenkrankheit („Severe Acute Mountain Sickness“ – SAMS) ist die schwerere und unter Umständen lebensbedrohliche Form der Höhenkrankheit. Schnellstmöglicher Abstieg und bestenfalls umgehende medizinische Betreuung können lebenswichtig sein! Die physische und psychische Leistungsfähigkeit sind bereits deutlich reduziert und solcherart Erkrankte sollten auf keinen Fall mehr allein unterwegs sein bzw. allein gelassen werden!

Das Höhenlungenödem („High Altitude Pulmonary Edema” – HAPE) gehört bereits zu den akut lebensbedrohlichen Zuständen und wird gekennzeichnet durch die Ansammlung von Wasser bzw. Gewebsflüssigkeit in der Lunge. Die ersten Anzeichen sind Husten, erst trocken, dann mit pinkfarbenem und schaumigem Speichel. Rasselnde Atmung und blasig-schaumiger Auswurf sind deutliche Alarmzeichen, die nur eine Konsequenz haben dürfen: Der/die Betroffene muß unter allen Umständen so schnell wie möglich auf eine geringere Höhe gebracht werden!

Das Höhenhirnödem („High Altitude Cerebral Edema” – HACE) ist die schwerste und gefährlichste Form der Höhenkrankheit, die mit Flüssigkeitsansammlung im Gehirn einhergeht. Der/die Betroffene fühlt sich äußerst erschöpft und entwickelt ein starkes Ruhebedürfnis, bekommt zunehmend Gleichgewichtsprobleme, Schwindelgefühl, Übelkeit und allgemeine Mattigkeit zu spüren. Sicherstes und alarmierendes Alarmzeichen ist der Verlust des klaren Denkens, der sich bei Betroffenen in wirren und unsinnigen Antworten auf gestellte Fragen äußert. Letztendlich fällt der Kranke ins Koma und im Falle eines Nichtabstiegs auf geringere Höhen tritt der Tod ein. Einsofortiger Abstieg/Abtransport in tiefere Lagen kann deshalb bereits bei ersten Anzeichen lebensrettend sein!

Für alle vier Formen der Höhenkrankheit gilt, dass sie vollständig unabhängig von Alter und körperlicher Fitness sind! Und auch ein vorheriges (problemloses) Erreichen einer größeren Höhe auf einer früheren Tour gibt keine Garantie für die Reaktion des Körpers bei erneuter Beanspruchung.

Allgemeine Hinweise beim Auftreten von Höhenkrankheit:

Unsere nachfolgenden Ratschläge erteilen wir zunächst mit dem Ziel, dass niemand eine Höhenkrankheit erleiden wird (was sich leider nie 100%ig ausschließen lässt), vor allem aber mit dem Ziel, dass niemand daran sterben soll!

1. „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.“ Dies gilt um so mehr unter körperlicher Belastung, wie bei einer Trekkingtour und erst recht in großer Höhe! Trinken Sie täglich mindestens 4-5 Liter, in großer Höhe, bei starker Sonneneinstrahlung und unter Anstrengung bis zu 6-7 Liter!

2. Es ist wichtig, die Anzeichen einer Höhenkrankheit zu kennen und sie sich vor allem auch einzugestehen! Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen deuten auf Höhenkrankheit hin. Trekkingtouristen und Bergsteiger sind oft sehr zielorientiert und ehrgeizig und tendieren dazu, diese Anzeichen nicht wahrnehmen zu wollen.

3. Sollten Anzeichen auftreten und das geplante Nachtlager noch höher als der momentane Aufenthaltsort liegen, sollte man auf keinen Fall weiter aufsteigen. Beim Auftreten der ersten Symptome ist es nicht unbedingt notwendig, sofort auf niedrigere Höhen abzusteigen, aber sehr wichtig, zunächst einmal nicht weiter aufzusteigen! Mehr oder weniger alle schweren bis tödlichren Fälle von Höhenkrankheit passieren bei denen, die trotz der erwähnten Anzeichen unbeirrt weitergestiegen sind.

In manchen Fällen kann es notwendig sein, erst einen Aufstieg in Kauf zu nehmen, bevor ein Abstieg möglich ist. Vorrang sollte dann stets der sicherste und schnellste Weg in Richtung Tal haben.

4. Wenn die Symptome sich trotz Befolgung all dieser Regeln verschlechtern, ist ein sofortiger Abstieg oder Transport in niedrigere Lagen unabdinglich. Ein weiterer (auch längerer) Aufenthalt in der Höhe, in der die Höhenkrankheit verstärkt aufgetreten ist, wird nicht zu einer Verbesserung führen! Sie müssen sich deshalb unverzüglich unterhalb der Höhe begeben, in der die Symptome begannen. Ist ihnen die Höhe, in der die ersten Anzeichen aufgetreten sind, nicht bekannnt, müssen sie solange absteigen, bis eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes auftritt.

Sobald sie sich besser fühlen, können Sie sich unbedenklich auf dieser Höhe erholen und akklimatisieren.

5. Medikamentöse Behandlung kann niemals einen Abstieg oder zumindest eine Ruhepause auf der gleichen Höhe ersetzen! Nehmen Sie Medikamente im Zusammenhang mit der Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Beratung oder genauester persönlicher Sachkenntnis ein! Die prophylaktische Medikamenteneinnahme sowie Doping jeglicher Art sind keinesfalls ein sinnvolles Mittel zur besseren Höhenverträglichkeit und bergen nicht unerhebliche Gefahren und Risiken für Leib und Leben! Auf unseren Touren ist eine derartige Medikation ohne ausdrückliche Zustimmung von Arzt und Expeditionsleiter verboten und führt den sofortigen Ausschluss aus der Expeditionsmannschaft nach sich.

Während der Reise

Während der Reise

 

Essen und Trinken
Selbstverständlich werden Sie während der Tour verschiedene einheimische Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner lokaler Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen diversen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von umgerechnet ca. 3 bis 10 EUR rechnen. Die heutige persische Küche Irans ist eine orientalische Küche die in ihrer Konsistenz und Würzung einige Gemeinsamkeiten mit der indischen Küche aufweist, ohne jedoch deren Schärfe zu teilen. Sie ist gesund und vitaminreich. Besonders berühmt ist die iranische Küche für ihre phantasievollen und reichhaltigen Reisgerichte und basiert vor allem auf Brot, Reis, frischen Gemüsen, Kräutern, Fleisch (Lamm, Hammel, Schaf, Rind und Huhn, auch ein wenig Fisch). Es gibt zwei Besonderheiten: Im Iran isst man mit Löffel und Gabel, das Messer gehört nicht zum traditionellen Gedeck. Auch ist es in manchen Gegenden noch Sitte, das Essen auf dem Teppich sitzend einzunehmen. Dabei platziert man die Speisen auf einer großen Tischdecke (Sofreh).

Der wichtigste Bestandteil der persischen Küche ist persischer Duftreis bzw. Basmatireis – mit und auch ohne beigemengte Kräuter (wie Koriander und Bockshornklee), Gemüse-, Obstsorten oder Nüssen und Fleischsoßen oder auch gegrilltem Fleisch (Kebab). Einen süß-sauren Geschmack erzielt man durch das Beimengen von Limettensaft, manchmal auch von Orangen- oder Granatapfelsaft. Safran und Kurkuma bilden einen wichtigen Grundstock der Würze aller Speisen. Safran kann man relativ kostengünstig im Iran erwerben.

Getränke
Zu den Hauptgerichten werden meist Wasser und/oder selbstgemachte Obstsäfte getrunken. Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Das Wasser ist in den Bergregionen ist jedoch trinkbar und steht reichlich zur Verfügung. Zum Frühstück oder zu der in Europa üblichen Kaffee-Zeit, vor oder nach einem Essen wird Tee (Tschai) serviert. Zur heißen Sommerzeit trinkt man gerne Dugh, ein kühles Getränk aus Joghurt und Wasser mit Salz und Minze. Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee im Iran nicht sehr populär und der Iran ist daher kein Kaffeeland. Nehmen Sie sich evtl. etwas (löslichen) Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instantkaffee ist eher verbreitet.

Vegetarier/Veganer
Vegetarier müssen im Restaurant speziell und ausdrücklich auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an sehr gutem frischem Obst und Gemüse.

Fotografieren
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw.
Fotografieren öffentlicher Einrichtungen oder von Fahrzeugen ist verboten und kann als Straftatbestand der Spionage gewertet und mit entsprechend langen Freiheitsstrafen belegt werden. Das Fotografierverbot gilt auch für Botschafts-gebäude. Beim Fotografieren von Menschen ist größte Zurückhaltung erforderlich.

Foto & Film
Nur in den großen Städten kann man Filme und die gängigsten Speicherkarten kaufen. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Filmmaterial und/oder Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé oder mit dem Suchen von Fotoläden verbringen.

Gesundheit
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it!“ („Koch es, schäl es oder vergiss es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist im Iran wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut/Kopftuch und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Die medizinische Versorgung ist in Teheran und anderen großen Städten ausreichend bis gut. In den zahlreichen Apotheken (daru-khane) sind die meisten auch in Europa gebräuchlichen Medikamente zu kaufen und nicht sehr teuer.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Offizielles Zahlungsmittel im Iran ist der iranische Rial (IRR oder auch Rl). Barzahlungen sind üblich. Die letzten Münzen wurden zu 50, 100, 250 und 500 Rial geprägt. Der höchste Schein im Umlauf ist der 500.000-Rial-Schein. Da dieser Schein nur von geringem Wert ist (ca. 14 €) und bei üblichem Gebrauch sehr viele Scheine benötigt werden, benutzt man im Iran selten Geldbörsen. Reiseschecks, EC-Karten oder Kreditkarten werden nicht angenommen! Zur Mitnahme aus Deutschland sind US-Dollar und Euro zu empfehlen. Beim Tausch jeder anderen Währung ist mit horrenden Kursverlusten zu rechnen. Bitte führen Sie daher ausreichend Bargeld in unterschiedlicher Stückelung in US-Dollar und Euro mit. Umtauschen können Sie zu einem sehr guten Kurs in den Hotels. Es besteht in Iran leider keinerlei Möglichkeit, Geld abzuheben. Eine Zahlung mit Kreditkarte ist nur in sehr seltenen Fällen möglich.

Mitgeführte Bargeldbeträge mit einem Gegenwert größer als 5000 USD sind bei Ein- und Ausreise anzumelden. Ein Rücktausch von nicht benötigten Rialbeträgen ist in der Regel nicht möglich.

Es existiert noch eine zweite Währungseinheit im Iran - der sogenannte Tuman. 10 Rial entsprechen 1 Tuman. Bei Preisangaben sollten Sie daher vorab immer klären, ob Tuman oder Rial gemeint sind.

Für die 10-tägigen Expeditionsreisen zum Damavand raten wir, 100 EUR pro Person umzutauschen und für die 2-wöchigen Kulturreisen sollten zunächst 300 EUR pro Person getauscht werden.

Wechselkurse:
1 EUR ca. 34.000 IRR
1 CHF ca. 31.000 IRR
1 US$ ca. 30.000 IRR        (Stand: Oktober 2015)

Stromversorgung   
Im Iran erfolgt die Stromversorgung mit 220 V/50 Hz. Wechselstrom. Die Steckdosen unterscheiden sich in der Regel nicht von den Eurostechern.

Telefonieren/Kommunikation
Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Iran ist 0098, die Vorwahl vom Iran nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Auslandsgespräche kann man von Fernsprechämtern oder von Internet-Cafés aus führen. Für Telefonate innerhalb des Iran stehen auch öffentliche Münz- und Kartentelefone zur Verfügung. Mobilfunk: GSM 900. In abgelegenen Regionen vom Iran kann der Sendebereich und Empfangsbereich eingeschränkt sein. Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern im Iran von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

NOTRUFNUMMERN:
Polizei 115
Krankenwagennotruf 123
Verkehrspolizei 197
Feuerwehr 125

Internet:
In allen größeren Städten gibt es Internetcafés, ihre Zahl wächst ständig. Der Internetzugang unterliegt einer Zensur, ebenso ist die Zugangsgeschwindigkeit eingeschränkt worden.

Literatur über Iran

Literatur über Iran

Natürlich gibt es eine große Anzahl von Büchern über Iran. Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Jason Elliot (Autor), Barbara Heller (Übersetzer), Rudolf Hermstein (Übersetzer): Persien: Gottes vergessener Garten Meine Reisen durch den Iran

· Andrea Claudia Hoffmann: Die verschleierte Hochkultur

· Shirin Ebadi: Mein Iran: Ein Leben zwischen Revolution und Hoffnung

· Werner van Gent, Antonia Bertschinger: Iran ist anders - Hinter den Kulissen des Gottesstaates, Ropunktverlag

· Peter Kerber Iran: Islamischer Staat mit jahrtausendealter Kultur

· Mahmud Doulatabadi: Der Colonel (2010), Die Reise (1999)

· Marjane Satrapi: Persepolis

· Jasmin Tabatabai: Rosenjahre - Meine Familie zwischen Persien und Deutschland

· Mahmoud Rashad: DuMont Kunst Reiseführer Iran

· Mina Djamtorki: Persisch - Wort für Wort: Kauderwelsch, Persisch (Farsi) Wort für Wort

Besondere Vorschriften

Besondere Vorschriften

Besondere (strafrechtliche) Vorschriften:

· Alkoholgenuss ist untersagt.

· Frauen müssen die islamischen Bekleidungsvorschriften einhalten (Kopftuch, Mantel). Männer sollten keine kurzen Hosen tragen.

· An religiösen Orten (Moscheen etc.) sollte außerdem langärmelige Oberbekleidung getragen werden.

· Die für das Verhältnis zwischen Mann und Frau geltenden Gesetze und Regeln sind unbedingt zu beachten. Kontakte zwischen Nichtverheirateten können geahndet werden. Insbesondere bei Übernachtungen bei iranischen Einzelpersonen oder Familien, deren Anschriften nicht bei Visabeantragung oder Einreise angegeben wurden, muss mit Passentzug und Gerichtsverfahren, beim Umgang mit iranischen Frauen oder Männern in der Öffentlichkeit mit Polizeikontrollen gerechnet werden.

· Sexuelle Beziehungen sind nur in der Ehe erlaubt. Homosexuelle Handlungen sind strafbar. Nach iranischem Verständnis unzüchtiges Verhalten wird streng geahndet, teilweise ist es mit der Todesstrafe bedroht.

· Besonders für Individualreisende besteht das Risiko, durch auffälliges Verhalten oder Gebrauch von technisch höher entwickeltem Gerät, wie GPS-Geräten unter Spionageverdacht zu geraten. In diesem Zusammenhang wird bei Aufenthalten in der Nähe von Sicherheitsobjekten besondere Zurückhaltung empfohlen. Schon der bloße Aufenthalt in der Nähe von Militär- oder Atomanlagen kann bereits zu schwerwiegenden Missverständnissen bis hin zu Spionagevorwürfen führen. Aufenthalte in unmittelbarer Nähe von Standorten von Atomanlagen in Busher, Natanz, Qom sowie den entsprechenden Objekten in der Umgebung von Arak und Isfahan sind dementsprechend zu meiden.

· Rauschgiftdelikte werden streng bestraft.

· Handlungen, die nach westlichem Rechtsverständnis strafbar sind, werden auch in Iran gerichtlich geahndet. Die verhängten Strafen sind häufig sehr schwer und mit westlichem Rechtsverständnis oft nicht vereinbar.

Kleidungsvorschriften
In den Sommermonaten sollte man leichte Kleidung aus atmungsaktiven, gut waschbaren Materialien sowie Pullover und Jacken für kühle Abende mitnehmen. Im Winter braucht man warme Kleidung, wie sie auch in Mitteleuropa üblich ist sowie Regenbekleidung. In den Großstädten achtet man sehr auf korrekte Kleidung.

Ausländische Geschäftsreisende sollten daher bei Geschäftsbesuchen stets Jackett und Krawatte tragen. Alle ausländischen Gäste, insbesondere die Frauen müssen sich den islamischen Kleidervorschriften beugen, ansonsten kann die Einreise in den Iran verweigert werden.

Frauen sollten eine knielange langärmelige weite Bluse (Tunika) oder einen leichten Mantel sowie lange Beinbekleidung, ein Kopftuch (bunt erlaubt!) und feste Schuhe tragen. 

Alle weiblichen Reisenden (ab dem Altern von 9 Jahren) müssen sich in der Öffentlichkeit entsprechend der im Iran gültigen islamischen Regeln kleiden. Absolut vorgeschrieben ist die Verschleierung mit Kopftuch, schon bei der Einreise. Reist man mit einer iranischen Fluggesellschaft, gilt dies bereits schon bei Beginn der Flugreise. Dazu gehört körperferne, den Körper bedeckende Kleidung, z.B. ein langer, nicht taillierter Mantel in dezenter Farbgebung, darunter lange Hosen. Mit geschlossenen Schuhen ist eine reisende Frau am besten dran, auch wenn Sandalen akzeptiert werden. Make-up sollte nur dezent aufgetragen werden. Die Hände brauchen nicht bedeckt zu sein.

Kurzärmelige Hemden sind für Männer durchaus erlaubt. Männer dürfen in der Öffentlichkeit jedoch keine kurzen Hosen tragen. Zu beachten ist, dass die Bekleidungsvorschriften in kleineren Städten sowie ländlichen Gebieten besonders genau befolgt werden müssen.

Bei Bergbesteigungen und beim Trekking
Am Berg selbst werden die Kleidervorschriften nicht mehr so streng gesehen. Das Kopftuch kann zumeist ab dem 1. Lager abgelegt werden und auch Mäntel bzw. lange Blusen können gegen T-Shirts getauscht werden. Lange bzw. ¾ lange Hosen sind hingegen während der ganzen Besteigung zu tragen. Blusen und Kopftücher können in verschiedenen Läden in Teheran bzw. auf dem Bazar günstig erworben werden, bitte fragen Sie Ihren Guide oder Ihren Reiseleiter vor Ort, falls Sie sich dort erst ausstatten wollen.

Turkmenistan

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Turkmenistan grenzt im Uhrzeigersinn und im Norden beginnend an Kasachstan, Usbekistan, Afghanistan, den Iran und das Kaspische Meer. Turkmenistan hat keinen Zugang zum offenen Meer, die Küste am Kaspischen Meer ist jedoch 1.768 Kilometer lang. Nahezu 95% der Landfläche werden von der Wüste Karakum eingenommen, die sowohl aus Sand- als auch Geröllwüste besteht. Im Westen erstrecken sich die Hochebene von Türkmenbasy und der Große Balkan mit Höhen bis zu 1.880 m ü. NN. Der Große Balkan fällt in Richtung Süden zum Karakumkanal, dem turkmenischen Hauptkanal ab und geht auf der anderer Seite des Kanals ins Kopet-Dag-Gebirge über, welches sich größtenteils im Iran befindet. Der höchste Berg des Landes, der Ayrybaba mit 3.139 Metern befindet sich an der östlichen Grenze zu Usbekistan. Im Land herrscht überall kontinentales Klima mit extrem heißen und trockenen Sommern und kalten Wintern.

Natur
Turkmenistan wird in weiten Teilen von Trockengebieten dominiert und beherbergt immer noch zahlreiche größere Tierarten, die für Steppengebiete charakteristisch sind. Dazu zählen Halbesel und Kropfgazellen, vorwiegend die bergigen Regionen im Süden werden auch von Urials (Steppenschafe) und Wildziegen, sowie von größeren Raubtieren, wie dem Leoparden bewohnt. Ein bedeutendes Schutzgebiet in Turkmenistan ist das Badkhyz-Naturreservat im Süden des Landes, das einst die letzte Zuflucht des Turkmenischen Halbesels war und zugleich eines der bedeutendsten Refugien für die Kropfgazelle in Turkmenistan darstellt.

Politik und Gesellschaft
Den Hauptteil der Bevölkerung bilden die Turkmenen mit rund 77%. Die größten Minderheiten sind Usbeken (9%), Russen (7%), Kasachen (2%), Tataren (1,1%), Aserbaidschaner (0,8%), Belutschen (0,8%), Armenier (0,8%) und Ukrainer (0,5%). Daneben siedeln in Turkmenistan auch Koreaner und Tadschiken.

Die höchsten Besiedlungsdichten weisen die Oasen im Vorland des Gebirges Kopet-Dag, die Regionen am Unterlauf der Flüsse Tedschen und Murgab, das Tal des Amudarja und die am Karakumkanal gelegenen Gebiete auf. 46% der Bewohner leben in Städten. Die größten Städte sind (Stand 2011): A?gabat (950.000 Einwohner), Türkmenabat (234.828 Einwohner), Da?oguz (285.360 Einwohner), Mary (126.150 Einwohner), Serdar (93.692 Einwohner) und Baýramaly (91.713 Einwohner).

Religionen
Etwa 90% der Bevölkerung sind Muslime (meist Sunniten und nur ca. 120.000 Schiiten). 9% der Bevölkerung gehören der russisch-orthodoxen Kirche an. Als weitere bedeutende religiöse Minderheiten sind folgende Gemeinschaften vertreten: Juden, Anhänger der römisch-katholischen Kirche, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten, Neuapostolische Kirche und Bahai.

Die jüdische Religion ist in Turkmenistan als solche nicht anerkannt. Die Ausübung der Religion wird allerdings toleriert. Es gibt jedoch keine Synagogen. Etwa 1000 Juden leben in Turkmenistan. Die meisten von ihnen hatten sich während des Zweiten Weltkriegs hier niedergelassen. Sie waren Flüchtlinge aus der Ukraine. Eine andere Gruppe sind die alteingesessenen bucharischen Juden. Viele turkmenische Juden sind in den letzten Jahren nach Deutschland und Israel ausgewandert.

Regierung
Laut Verfassung handelt es sich bei Turkmenistan um eine demokratische Präsidialrepublik. Es ist aber nur eine Partei registriert, welche 100% der Plätze im National- und Regionalparlament besetzt. Der Inhaber des Präsidentenamtes ist zugleich Staats- sowie Regierungschef und ist mit weitreichenden, nahezu diktatorischen Vollmachten ausgestattet. Laut Verfassung wird er auf fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Er bestimmt die Richtlinien der Politik, verfügt über ein uneingeschränktes Verordnungsrecht und ernennt die Mitglieder der Regierung. Ferner ist das Amt eines stellvertretenden Ministerpräsidenten vorgesehen. Der Präsident des Landes ist kraft seines Amtes auch Vorsitzender beider Parlamentskammern, jedoch wird für jede Parlamentskammer ein Vizepräsident bestimmt, der die Funktion des Vorsitzenden faktisch ausübt. Diese Ämter, ebenso der Posten des Vize-Ministerpräsidenten bis 2001, erlebten in den Jahren vor Nyýazows Tod einen häufigen Personalwechsel. Der gegenwärtige Präsident ist Gurbanguly Berdimuhamedow, der im Dezember 2006 nach dem Tod Nyýazows die Macht übernahm. Er wurde am 12. Februar 2012 wiedergewählt.

Außenpolitik
Turkmenistan ist Mitglied der UNO, der GUS (nur Assoziierung, keine Mitgliedschaft), der ECO, der OIC und des OATCT sowie der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa). Es hat sich außenpolitisch für neutral erklärt. Unter anderem bedingt durch seine Regierungsform befindet sich Turkmenistan politisch in einer relativen internationalen Isolation. Als besonders gut gelten die Beziehungen zur Volksrepublik China, zu Russland, zum Iran und zur Türkei. Konfliktfelder gibt es allerdings auch mit den Nachbarstaaten. Als einer von nur sechs Staaten weltweit hat das Land keinen Antrag auf Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation gestellt.

Sicherheit
Turkmenistan gehört weltweit zu den sichersten Reiseländern. Die Kriminalitätsrate ist ausgesprochen niedrig und Verbrechen jeder Art sind auch aufgrund der verbreiteten Polizeipräsenz nahezu unbekannt. Auch nachts sind die Straßen und Parkanlagen von Ashgabat sicher. Trotz allem sollten die in der Heimat üblichen Vorsichtsmaßnahmen jederzeit beachtet und Wertgegenstände, größere Bargeldsummen, Schmuck oder teures technisches Gerät nicht zu offensichtlich präsentiert werden.

 

Nach 23 Uhr werden auf den Straßen der Hauptstadt vermehrt Polizeikontrollen durchgeführt. Bleiben Sie in jedem Fall ruhig und sachlich, vermeiden Sie Verhaltensweisen, die von den Kontrolleuren als Bedrohung aufgefasst werden können und bestehen Sie bei Verständigungsproblemen auf einen Anruf bei einer Person, die der turkmenischen oder russischen Sprache mächtig ist. 

 

Es kommt immer wieder vor, dass von Reisenden berichtet wird, das für Ausländer vorgesehene Hotelzimmer mit Abhörgeräten, teils auch Kameras ausgestattet sein sollen. Wir möchten Sie daher bitten, diese Möglichkeit bei Gesprächen innerhalb der Hotelzimmer zu berücksichtigen.

 

Klima
Das ausgeprägte Kontinentalklima in Turkmenistan weist hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und auch von Jahreszeit zu Jahreszeit auf. Als südlichste Region der ehemaligen Sowjetunion hat Turkmenistan die mit Abstand höchsten Temperaturen in Zentralasien, doch da es selbst im Sommer eine niedrige Luftfeuchte hat, ist es noch erträglich. Im Süden ist das Klima etwas weniger kontinental als im Norden, und die Temperaturen fallen selten unter -5°C. Die nördlichen Bereiche an der usbekischen Grenze können im Winter extrem kalt werden, mit Temperaturen bis zu minus 20°C. Die besten Reisemonate mit gemäßigten Temperaturen sind April und Mai, wenn die Wüste und Berge erblühen. September und Oktober sind ebenfalls hervorragend geeignet, da es hier durch die Erntezeit eine Überfülle an frischem Obst und Gemüse gibt.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +5 Stunden, keine Sommerzeit. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Turkmenistan 17 Uhr am Abend. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Turkmenistan daher um 5 Stunden vorstellen.

Verantwortung
Bitte bedenken Sie immer, dass Sie Gast in diesem wunderschönen Land sind und dass dessen Einwohner Sie immer gebührend und respektvoll behandeln werden. Insofern ist es eines Jeden Pflicht, diesen Respekt auch gegenüber den Einheimischen zu erwidern. 

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Turkmenistan benötigen deutsche Staatsangehörige einen bei Ausreise noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, sowie ein Visum, welches vor Einreise bei der zuständigen Botschaft oder mit Hilfe eines Visadienstes beantragt werden muss. Die für die Einreise nach Turkmenistan nötige Visumerteilung erfolgt durch die Botschaft von Turkmenistan in Berlin oder in Verbindung mit dem beauftragten Visadienst, wenn von einer privaten oder offiziellen Stelle in Turkmenistan eine Einladung vorliegt. Die erforderlichen Einladungen bzw. Voucher aus Turkmenistan erhalten Sie rechtzeitig von DIAMIR Erlebnisreisen.

Wir empfehlen den Visadienst Bonn GmbH - Außenstelle Berlin (Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, Fax: (030) 31011659, E-Mail: info@visum.de). Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter www.visum.de/partner/diamir. Sollte die Erteilung der Visa aus irgendwelchen Gründen verweigert werden oder Sie Probleme damit haben, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

Bitte geben Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass acht, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel deponieren und nur die Kopie mit sich führen. 

Einfuhrverbot
Bitte beachten Sie, dass die Einfuhr des Schmerzmittels TRAMADOL bzw. von Medikamenten, die Tramadol beinhalten, strengstens verboten ist. TRAMADOL wird in Turkmenistan als Droge eingestuft. Um unangenehme Situationen bei der Einreise zu vermeiden, sollten Sie Ihre Reiseapotheke daraufhin kontrollieren und gegebenenfalls auf dieses Schmerzmittel verzichten.

Ausfuhrverbot
Die Ausfuhr turkmenischer Teppiche ohne entsprechende Genehmigung ist verboten.

 

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch verschiedene einheimische Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 5 bis 12 EUR rechnen. Die turkmenische Küche ist kräftig und beginnt meist mit einer Süßspeise und Tee, gefolgt von einer Suppe. Beliebt sind Gerichte aus Schaf- oder Hammelfleisch. Typische Gerichte sind Hammelfleisch mit Reis, Schaschlik, gekochtes Hammelfleisch mit dünnen Teigfladen und gedämpfte Teigtaschen mit Fleisch und/oder Gemüse. Manty sind kleine Teigtaschen gefüllt mit Fleisch und Gemüse, Samsa sind scharf gewürzte Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse. Allgegenwärtig ist der Plov, ein Gericht aus gebratenem Reis mit Hammelstückchen und Steckrüben.

Je nach Region wird der Plov auch mit Hühner- oder Rindfleisch zubereitet. Das wichtigste Getränk ist Tee, gefolgt von Kefir. In den Restaurants der Hauptstadt findet man Bier, Wein, Wodka, russischen Sekt und verschiedene Erfrischungsgetränke. 

Trinkwasser
Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen.

Vegetarier/Veganer
Vegetarier müssen im Restaurant speziell und ausdrücklich auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an sehr gutem frischem Obst und Gemüse.

Kaffee
Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee in Turkmenistan nicht sehr populär und Turkmenistan ist daher kein Kaffeeland. Hier bestimmt der grüne und auch schwarze Tee die Getränkekarte. Nehmen Sie sich evtl. etwas (löslichen) Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen. An manchen Orten gibt es gar keinen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instantkaffee ist eher verbreitet.

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, Grenzanlagen, usw. 

Foto & Film
Nehmen Sie genügend Speicherkarten/Filme mit. In Turkmenistan bekommen Sie selten welche. Wichtig sind auch Reservebatterien, ein Blitzgerät, Skylightfilter und Linsenpapier (Staub!). Dieses Material ist nur schwer oder gar nicht zu bekommen. Bis auf ganz wenige Shops in Großstädten, kann man Ausrüstung für Foto und Film nicht kaufen.

Bekleidung
Leichte Baumwollkleidung ist für Reisen in den Sommermonaten empfehlenswert. Lange Hosen und langärmelige Hemden und Pullover verhindern Sonnenbrand und respektieren die moslemische Weltanschauung. Allerdings wird in Turkmenistan noch nicht so streng auf die richtige Kleidung geachtet. An religiösen Orten müssen jedoch Schultern und Beine bedeckt sein, Miniröcke und schulterfreie Tops sind unpassend. Sinnvoll um einen Sonnenbrand zu vermeiden ist es, einen Hut oder eine Kappe zu tragen. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung sehr intensiv - eine Sonnenbrille ist unbedingt angeraten. Festes Schuhwerk kommt mit Hitze, Staub und Unebenheiten besser klar als leichte Schuhe. In Moscheen und vielen privaten Restaurants müssen die Schuhe ausgezogen werden - das bedeutet, dass man saubere Füße und/oder heile Socken haben muss. Im Winter oder in den kälteren Monaten ab Ende Oktober gehören warme Stiefel und Wollpullover zur Grundausstattung, ebenso wie eine wetterfeste Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe. Bei Wüstenübernachtungen sollte man mit einem nächtlichen Temperatursturz rechnen. Generell gilt auch in Turkmenistan, dass man als Reisender eher zweckmäßig als aufsehenerregend angezogen sein sollte. Teueren Schmuck sollte man zu Hause lassen, da die Hotels nur selten über einen Safe verfügen und es wenig Gelegenheit gibt, ihn effektvoll in Szene zu setzen.

Gesundheit
Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie bei Sonnenschein immer Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Obwohl die hygienische Situation in Turkmenistan auch in den ländlichen Siedlungen deutlich besser als in einigen Nachbarstaaten ist, sind Durchfallerkrankungen nicht immer zu vermeiden. Bitte achten Sie auf die Mitnahme der entsprechenden Medikamente in Ihrer Reiseapotheke. Auch regelmäßig benötigte Medikamente sollten Sie ausreichend mitnehmen, da eine Versorgung mit Nachschub nicht immer möglich ist. 

Sollten Sie doch einmal medizinische Hilfe benötigen, drängen Sie darauf, dass Sie in der sogenannten Türkischen Klinik in Ashgabat behandelt werden.

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die einheimische Währung ist der neue turkmenische Manat (seit 1. Januar 2009). 1 Manat = 100 Tenge, das Währungskürzel ist TMT. Banknoten gibt es in den Werten von 500, 100, 50, 10, 5 und 1 Manat. Münzen sind in den Nennbeträgen von 50, 20, 10, 5 und 1 Tenge im Umlauf.

Der Währungsumtausch ist nur in zugelassenen Banken oder Wechselstuben erlaubt. Barzahlung ist üblich, es werden nur US-Dollar akzeptiert. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst makellose Dollarnoten (Druckdatum ab 1996) von der Bank einfordern, da die älteren Scheine oder auch beschädigte oder verfärbte Scheine ausnahmslos abgelehnt werden.

Alle Rechnungen müssen in Devisen bezahlt werden, bei Pauschalreisen erfolgt die Bezahlung bereits im Voraus. 

Standorte funktionierende Geldautomaten sind bisher nicht bekannt. Kreditkarten (Mastercard oder Visacard) werden nur in einigen wenigen 5-Sterne-Hotels angenommen und in zwei Banken in Ashgabat.

Reiseschecks werden nur von einer Bank angenommen, die ein Abkommen mit der Turkmenischen Nationalbank hat. 

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nur turkmenischen Staatsbürgern erlaubt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt. Es besteht allerdings Deklarationspflicht. Die Ausfuhr kann nur in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages erfolgen. Der Rücktausch von Manat in Dollar ist nur mit einer Umtauschquittung möglich. Heben Sie Ihre Umtauschquittungen deshalb unbedingt auf, es kann auch sein, dass sie bei der Ausreise danach gefragt werden. 

Stromversorgung   
Wie in allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion erfolgt die Stromversorgung in Turkmenistan mit 220 V/50 Hz. Wechselstrom. Allerdings unterscheiden sich die Steckdosen von den deutschen und sind auch innerhalb Turkmenistans nicht einheitlich, deswegen sollte ein Weltadapter im Gepäck sein und für alle batteriebetriebenen Geräte genügend Batterien.

In Kontakt bleiben
Festnetz
Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Turkmenistan ist 00993, von Turkmenistan nach Deutschland wählt man 81049, nach Österreich 81043 und in die Schweiz 81041. Selbstwählferndienst ist innerhalb Turkmenistans möglich. Ferngespräche ins Ausland werden vom Fernamt vermittelt oder können vom Hauptpostamt geführt werden. Größere Hotels bieten Gästen einen Telefaxservice. NOTRUFNUMMERN: Notarzt 02, Polizei 03, Feuerwehr 01.

Mobiltelefon
In Turkmenistan liegt der gesamte Mobilfunkbereich in der Hand von nur zwei Anbietern: TM Cell (Altyn Asyr, turkmenisch) und MTS (MTC, russisch). Wenn Ihr Anbieter ein Abkommen mit MTS hat (trifft auf die großen deutschen Betreiber zu), funktioniert Ihr Handy in Turkmenistan.

Internet
In Ashgabad gibt es einige Internetcafés (Abgabe des Reisepasses erforderlich). Ihnen sollte jedoch beim Surfen und Verfassen von Nachrichten stets bewusst sein, dass das Internet genau überwacht wird. Der gesamte Datenverkehr wird über den einzigen - staatlichen - Provider abgewickelt und mit dem Namen des Nutzers verknüpft gespeichert. Kritik am Präsidenten kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist sehr langsam. Viele Seiten sind vollständig gesperrt. Der wiederholte Versuch, gesperrte Seiten aufzurufen oder das Übermitteln von regierungskritischen Inhalten (und solchen Inhalten, die entsprechend ausgelegt werden könnten) kann zu erheblichen Probleme führen und wird je nach Inhalt als Straftat gewertet. Entsprechend ist auch hier Zurückhaltung angebracht.

Literatur über Turkmenistan

Hierfür gibt es leider keine große Auswahl.

· Beate Luckow: Turkmenistan: Versunkene Wüstenstädte an der Seidenstraße. Trescher Verlag

· GEO Special 6/2007: Die Seidenstraße

·  Klaus Pander: DuMont Kunst Reiseführer Zentralasien. Usbekistan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Kasachstan

·  Rob Johnson: Pulverfass am Hindukusch: Dschihad, Erdöl und die Großmächte in Zentralasien

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Usbekistan

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Usbekistan hat eine Fläche von 447.400 km² und liegt im mittleren Zentralasien. Usbekistan und Liechtenstein sind die einzigen Binnenstaaten der Erde, die ihrerseits nur von Binnenstaaten umgeben sind. Man muss also zwei Staatsgrenzen überqueren, um in einen Staat mit Zugang zum offenen Meer zu gelangen.

Usbekistan erstreckt sich von den Wüsten am Aralsee im Westen über ca. 1.200 km bis zum fruchtbaren Ferganatal im Osten. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Anbauflächen befinden sich in den großen Oasen um Samarkand, Buchara und Taschkent sowie im Ferganatal.

Im Osten Usbekistans liegen die Turkestankette und die vorgebirgige Landschaft des Tienschan. Der höchste Berg Usbekistans liegt im Hissargebirge und erreicht eine Höhe von 4.643 Metern. Dieser trug einst den Namen Berg des 22. Kongresses der Kommunistischen Partei,  trägt aber heute den Namen Hazrat Sulton. Die tiefste Stelle im Land liegt 12 m unter dem Meeresspiegel im Kysylkum.

Durch Usbekistan fließen die zwei ehemals wichtigsten Zuflüsse des Aralsees und größten Ströme Zentralasiens, der Amudarja (usbek. Amudaryo, in der Antike Oxus genannt), welcher 2.743 Kilometer lang ist, aber als Amudarja nur 1.414 Kilometer fließt und der Syrdarja (usbek. Sirdaryo) welcher 2.212 km lang ist. Beide Flüsse liegen jedoch nur mit einem Teil ihres Laufes in Usbekistan. Ihre Quellflüsse entspringen außerhalb Usbekistans im zu Tadschikistan und Afghanistan gehörenden Pamir (für den Amudarja) bzw. im zu Kirgisistan gehörenden Tienschan (für den Syrdarja). Der Syrdarja durchquert in seinem Mittellauf den zu Usbekistan gehörenden Teil des Ferganatals, fließt dann über das Territorium Tadschikistans, südwestlich von Taschkent erneut eine kurze Strecke durch Usbekistan, während sein Unterlauf zu Kasachstan gehört. Der Amudarja bildet in seinem Mittellauf zunächst die usbekisch-afghanische Grenze und verläuft sodann parallel zur Grenze Usbekistans zu Turkmenistan, die jedoch nur in einem Teilstück dem Fluss direkt folgt.

Der von vollständiger Austrocknung bedrohte Aralsee ist mittlerweile in mehrere Teile zerfallen. Dieser seit etwa 1960 zunehmende Prozess stellt weltweit eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen dar. Mit ursprünglich rund 68.000 Quadratkilometern Ausdehnung war der Aralsee früher der viertgrößte Binnensee der Erde. Die Verlandung und Versalzung stellen eine irreversible Umweltverschmutzung dar. Südwestlich des Sees befindet sich das flachwellige, wüstenhafte Ustjurt-Plateau, dessen Westhälfte zu Kasachstan gehört und ein großes Naturreservat bildet.

Der größte Teil der Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen. Südöstlich des Aralsees im Tiefland von Turan erstreckt sich die Kysylkum (usbek. Qizilqum), die vier Zehntel der Staatsfläche Usbekistans umfasst und sich auf dem angrenzenden Territorium Kasachstans fortsetzt. Sie wird nur durch einige Restmassive unterbrochen, die im Gora Aktau 920 m Höhe erreichen.

Weitere wichtige Flüsse sind der Surchundarja (usbek. Surxondaryo), der Kaschkadarja (usbek. Qashqadaryo), der die Oase von Qarshi erreicht und der Zarafshon, der die Oasen von Samarkand und Buchara bewässert und schließlich in der Wüste südwestlich von Buchara endet, ohne den Amudarja erreicht zu haben.

Politik und Gesellschaft
Usbekistan ist eine Republik. Usbekisch ist die offizielle Amtsprache, jedoch ist Russisch weit verbreitet. Etwa 80% der Bevölkerung bekennt sich zum Islam. Ansonsten sind Glaubensrichtungen wie russisch-orthodox, christlich und auch eine Minderheit an jüdisch Gläubigen vertreten. Die Präsidialrepublik wurde am 1. September 1991 gegründet. Nach der Proklamation der Unabhängigkeit Usbekistans wurden in einer kurzen Zeit die Rechtsgrundlagen des neuen Staates geschaffen, die auf eine umfassende Entwicklung der Demokratie ausgerichtet sind und den Übergang zur Marktwirtschaft sowie die Rechtstaatlichkeit und die Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative sichern sollen.

Politische Beziehungen

Usbekistan sieht in Deutschland einen wichtigen Partner in Westeuropa. Es bezeichnet das deutsche politische und wirtschaftliche System als Vorbild, betrachtet Deutschland als einen bevorzugten Partner und erklärt, in Menschenrechtsfragen und bezüglich der Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen dialogbereit zu sein. Usbekistan sieht sich – auch nach den Ereignissen von Andijan im Mai 2005 – als Teil der weltweiten Anti-Terror-Koalition. Dies wird u.a. durch die weitere Kooperation bei der Nutzung des Lufttransportstützpunktes Termes durch ein Einsatzgeschwader der Bundeswehr deutlich. Durch die dortige Stationierung von ca. 300 Bundeswehrsoldaten zur logistischen Unterstützung der ISAF-Kontingente in Afghanistan hat die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan eine wahrnehmbare sicherheitspolitische Komponente erhalten.

Im Rahmen eines hochrangigen bilateralen Besuchsaustauschs und kritischen Dialogs werden von deutscher Seite die Fortsetzung demokratischer Reformen und die Verbesserung der Menschenrechtslage gefordert.

Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist nach Russland, China, Südkorea und den USA fünftwichtigstes Lieferland Usbekistans. Das Handelsvo­lumen hat sich seit 1999 jedoch halbiert. Nach dem Tiefstand von 214 Mio. Euro 2001 ist es wieder stetig gestiegen und nach 270 Mio. Euro im Jahr 2005 nochmals um 10% in den ersten sechs Monaten 2006 gewach­sen. Die Zunahme ist vor allem auf die Lieferung von Maschinen und Ersatzteilen in der Textilbranche und der Landwirtschaft zurückzuführen. Zudem nutzen deutsche Unternehmen verstärkt den Weg über Russland und China auf den usbekischen Markt.

In der zentralen Frage der Währungskonvertibilität hat Usbekistan einen wichtigen Schritt nach vorn unternommen. Seit dem 15. Oktober 2003 gilt volle Konvertibilität. Ob sich damit der Devisenzugang für Importeure entspannt, kann erst die längerfristige Praxis zeigen. Gleichzeitig versucht die Regierung Usbekistans, makroökonomische Stabilität über eine stark reglementierte Geldpolitik zu erreichen. Mit der außergewöhnlich starken Kontingentierung der Bargeldmenge sollen Wirtschaft und Handel kontrolliert und Währung und Inflation stabil gehalten werden. Dies behindert das Wirtschaftsleben. Allerdings sind 2005 ein Wachstum von 7%, ein solider Haushalt und ein positives Außenhandelssaldo erreicht worden. Doch makroökonomische Stabilität bringt noch kein wirkliches Wachstum im Handel und Privatsektor sowie Wohlstand mit sich.

Es gibt ca. 55 deutsche Firmenvertretungen in Usbekistan (ca. 15 mit entsandten Deutschen), darunter Siemens und drei deutsche Banken, die sowohl Baumwollhandel als auch Liefergeschäfte mit Usbekistan finanzieren.

Sicherheit
Usbekistan ist ein sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Auf Grund der leider weit verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles ist vor allem Diebstahl bedauerlicherweise an der Tagesordnung. Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Grossteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich, egal ob dies nach unseren Maßstäben tatsächlich der Fall ist oder nicht. Daher gilt die weitverbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geübten und geschickten Taschendieben welche den Diebstahl, besonders von Touristen, zu Ihrer Erwerbsgrundlage gemacht haben oder welchen auf Grund Ihrer persönlichen Situation nichts anderes übrig bleibt. Oft arbeiten diese in Gruppen zusammen und gehen dabei mit äußerster Geschicklichkeit vor. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z.B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die große Gefahr einiger Dinge entledigt zu werden. Um eine solche Situation möglichst zu vermeiden wird sich Ihr Tourenleiter am ersten Tag der Reise mit ihnen zusammensetzen und dieses Problem besprechen. In Ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie, die dabei gegebenen Hinweise zu beachten.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir werden Ihre Fragen gern beantworten. Unterwegs wird Ihnen Ihr Tourenleiter darüber hinaus mit vielen Tipps und Tricks zu diesen Problemen zur Seite stehen.

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Reise bedeuten kann.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Klima
In Usbekistan überwiegt ein kontinentales Halbwüstenklima mit kurzen Wintern und starken Frösten in den Gebirgen sowie langen und heißen Sommern. Niederschläge fallen meist nur im Osten des Landes. Der Jahresniederschlag beträgt - je nach Region - nur 50–200 mm, steigt jedoch in den Gebirgen teilweise auf 1.000 mm jährlich an. Die Temperaturen schwanken sowohl jahres- als auch tageszeitlich stark. Die Sommer sind meist heiß und wolkenlos, die Winter unbeständig und kalt.

Zeitverschiebung
Es gilt mitteleuropäische Zeit (MEZ) plus vier Stunden. Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied plus drei Stunden.

 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Usbekistan benötigen deutsche, österreichische und schweizer Staatsangehörige einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, sowie ein Visum, welches vor Einreise bei der zuständigen Botschaft oder durch einen Visumdienst beantragt werden muss.

Wir empfehlen zur den Visadienst Bonn GmbH - Außenstelle Berlin (Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, Fax: (030) 31011659, E-Mail: info@visum.de). Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter www.visum.de/partner/diamir. Sollte die Erteilung der Visa aus irgendwelchen Gründen verweigert werden oder Sie Probleme damit haben, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

Für ein Touristenvisum benötigen Sie Ihren Pass, eine Passkopie (alle Seiten!!!), ein ausgefülltes Antragsformular (online auszufüllen) und zwei Passbilder.

Bitte geben Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass acht, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel deponieren und nur die Kopie mit sich führen. Eine solche Vorgehensweise wird auch von der  Touristenpolizei empfohlen. 

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt. Etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das Letzte ist, was man sich wünscht. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Während der Reise

Gesundheit
Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ („Koch es, schäl es oder vergiss es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder vollständig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis, Eis in Getränken, frisch gepresste Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Gästehäusern einer Reise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer sehr ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch verschiedene einheimische Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Speisen wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 5 bis 12 EUR rechnen.

Die Herkunft usbekischer Rezepte lässt sich teilweise über hunderte von Jahren zurückverfolgen. Traditionelle Rituale beim Zubereiten der Speisen sind nach wie vor üblich. Grundnahrungsmittel ist das usbekische Brot, das früher als heilig galt und um das sich zahlreiche Legenden ranken. Es wird immer noch traditionell an den Innenwänden eines großen Tonofens gebacken, ist sehr knusprig, duftet angenehm und schmeckt hervorragend. Dazu trinkt man grünen oder schwarzen Tee oder Fruchtsaft - eine komplette Mahlzeit.

Daneben wird viel Reis gegessen. Das Nationalgericht, Plow, wird aus Reis zubereitet, und man isst es zu allen Gelegenheiten - in der einfachen Hütte ebenso wie beim prunkvollsten Fest. Plow schmeckt durch verschiedene Zutaten immer wieder anders. Das machen die Beigaben von Hammelfleisch oder Fisch, von vielerlei Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch, natürlich auch von den unterschiedlichen Gewürzen oder aber von Obst (vor allem Quitten oder Rosinen). Was in solcher Vielfalt auf den Tisch kommt verrät die ganze gastronomische Phantasie der Usbeken. (Keineswegs nur der Usbekinnen! Denn die besten Plows werden - so jedenfalls behaupten die Usbeken selbst - von Männern zubereitet.)

Zum Nachtisch gibt es Obst (die Melonen aus Usbekistan sind legendär!) oder getrocknete Früchte - und vor allem Halwa. Dies besteht aus Nüssen, Mehl und viel, viel Zucker.

Alkoholika

Alkoholische Getränke und Speisen sind in Usbekistan weder verboten noch geächtet. Noch aus der sowjetischen Ära erfreut sich der Wodka ausgesprochener Beliebtheit und in jeder Hotelbar ist eine breite Palette alkoholischer Getränke erhältlich.

Trinkwasser

Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Während unserer Touren wird abgepacktes Wasser während der langen Fahrten zwischen den Städten unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Vegetarier/Veganer

Vegetarier und Veganer müssen im Restaurant speziell auf ihre Wünsche hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es jedoch ein reichhaltiges Angebot an frischem Obst und Gemüse.

Kaffee

Usbekistan ist kein Kaffeeland. Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee in Usbekistan nicht sehr populär. An manchen Orten gibt es gar keinen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instant-Kaffee ist eher verbreitet. Hier bestimmen der grüne und schwarze Tee die Getränkekarte. Nehmen Sie sich evtl. etwas Kaffeepulver oder auch löslichen Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen.

Brot

In Usbekistan ist das traditionelle Fladenbrot sehr verbreitet. Dieses wird auf traditionelle Weise im Lehmofen gebacken und häufig auf der Straße verkauft. Dieses Brot ist immer frisch, meist sogar noch warm und Usbeken, die außerhalb ihres Landes leben vermissen dieses Lebensmittel am meisten!

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw.

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strenge Kleiderordnung, besonders nicht in Taschkent oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man auf Frauen, die Kopftücher tragen, doch das geschieht freiwillig ist keinesfalls eine Vorschrift. 

Trotzdem gibt es ländliche Provinzen, wie etwa das Ferganatal, wo man das Tragen von Shorts besser unterlassen sollte. Dasselbe gilt für den Besuch von religiösen Stätten wie Moscheen oder Mausoleen. An diesen Orten sollten Frauen ihre Schultern und den Ausschnitt bedeckt halten und am besten einen Hut oder ein Kopftuch tragen. Letzteres ist gerade im Sommer sehr leicht zu befolgen, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel brennt…

 

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die offizielle usbekische Währung ist der Som (UZS). Es gibt Banknoten zu 50, 100, 200, 500 und 1.000 Som. Obwohl es Münzen gibt, werden diese selten benutzt, so zum Beispiel  zum Bus- und Metrofahren.

Getauscht werden kann recht unkompliziert in Banken und Hotels. Bei beiden gibt es keinen schlechteren Kurs als bei Geldtauschern auf der Straße, also gehen Sie gar nicht erst das Risiko ein. Geldautomaten gibt es recht selten, auch nicht ganz so oft in Taschkent. Der Gebrauch von Kreditkarten ist somit bei weitem nicht normal. Verlassen Sie sich also bitte nicht auf Karten als Zahlungsmittel. Als Reserve ist eine Kreditkarte allerdings zu empfehlen. Reiseschecks sind nicht zu empfehlen. Daher empfiehlt es sich EURO, CHF oder US$ in bar mitzunehmen.

Rücktausch von Som in EUR ist auch mit der letzten Umtauschquittung problematisch. Kalkulieren Sie gegen Ende der Reise lieber genau. Heben Sie Ihre Umtauschquittungen auf. Es kann sein, dass Sie bei der Ausreise danach gefragt werden. Nur in großen Hotels und Geschäften werden Master Card und Visa Card akzeptiert. Ihr Tourenleiter wird Ihnen beim Geldwechsel selbstverständlich behilflich sein. Außerdem sollte man eine gewisse Geldreserve einplanen.

Die Einfuhr von Devisen nach Usbekistan ist in unbeschränkter Höhe möglich. Über die Deviseneinfuhr muss bei der Einreise eine Zollerklärung in zweifacher Ausfertigung ausgefüllt werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, in der Zollerklärung die mitgeführten Devisen anzugeben. Eine Überschreitung der Summe der seinerzeit eingeführten ausländischen Devisen ist nur unter Vorlage einer Bestätigung der Zentralbank der Republik Usbekistan oder einer bevollmächtigten Bank möglich. Falsche Angaben werden in der Regel mit Geldstrafe geahndet. Bei Unstimmigkeiten kann es in Einzelfällen zu einer Verzögerung der Ausreise auch um mehrere Tage kommen.

Wechselkurse
1 EUR ca. 2.760 UZS
1 CHF ca. 2.632 UZS
1 USD ca. 2.440 UZS        (Stand Februar 2015)

Stromversorgung   
Die Spannung in Usbekistan beträgt 220 Volt. Die Stecker sind zweipolig, meistens ohne Schutzkontakt. Trotzdem passen deutsche Stecker fast immer in usbekische Steckdosen. 

Telefonieren
Die Vorwahl für Usbekistan ist + 998. Danach schließt sich die Vorwahl der jeweiligen Stadt an, für Taschkent ist das die 71. Ist die Nummer des Teilnehmers dann sechsstellig (alte Telefonnummern), müssen Sie noch eine 2 vor der sechsstelligen Nummer des Teilnehmers wählen. Bei den modernen, siebenstelligen Nummern entfällt diese 2. Dann können Sie nach der Stadtvorwahl sofort die Nummer des Teilnehmers wählen. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Usbekistan von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

 

 

Literatur über Usbekistan

Literatur über Usbekistan

Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Egon Erwin Kisch: Zaren, Popen, Bolschewiken. Asien gründlich verändert. China geheim. 1932

· Hans Werner Richter: Karl Marx in Samarkand. Luchterhand, 1967.

· Bernhard Chiari und Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte: Usbekistan. Paderborn, 2009.

· James Critchlow: Nationalism in Uzbekistan: A Soviet republic’s road to sovereignty. Westview Press, 1991.

· Julia M. Eckert: Das unabhängige Usbekistan auf dem Weg von Marx zu Timur. Politische Strategien der Konfliktregelung in einem Vielvölkerstaat. Berliner Studien zur Internationalen Politik. Münster, 1996.

· Jürgen Nowak: Die ethnopolitische Situation Usbekistans. Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien. Köln, 1995.

· Resul Yalcin: The rebirth of Uzbekistan: Politics, economy and society in the post-Soviet era., 2002.

· Judith Peltz: Usbekistan entdecken. Entlang der Seidenstraße nach Samarkand, Buchara und Chiwa. Berlin, 2005.

· Britta Wollenweber, Peter Franke: Usbekistan – Land zwischen Orient und Okzident. Der Reiseführer für den Hintergrund. Wostok Verlag, Juli 2007.

 

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Kirgistan

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Kirgistan liegt im Hochgebirge des Tienshan; die höchsten Erhebungen erreichen über 7000 Meter. Die Grenze zu China verläuft auch über den 7439 Meter über NN hohen Pik Pobedy, den höchsten Berg des Landes und zweithöchsten Gipfel der ehemaligen UdSSR. Im Süden von Kirgistan erheben sich Alai- und Transalaigebirge sowie Ausläufer des Pamir. Insgesamt liegen mehr als 50 Prozent der Staatsfläche höher als 2500 Meter. Gletscher und ewiger Schnee bedecken über drei Prozent der Landesfläche.

Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem im Tschüital im Norden und dem Ferganatal im Süden sowie um den großen See Issyk Kul. Den südlichen Abschluss des Landes bildet die Gebirgskette des Alai. Zu den bedeutendsten Flüssen des Landes gehören der Naryn, der Tschüi und der Talas.

Bis in eine Höhe von 1500 m besteht das Land aus Steppe, die allerdings durch weitläufige Bewässerungssysteme urbar gemacht worden ist. Ab 1500 m herrschen alpine Wiesen und Weiden vor, die bis an die Schneefelder und Gletscher heranreichen. Die Wälder befinden sich in Höhenlagen von 1500 bis 4000 m ü. NN und beherbergen etwa 120 Baum- und Straucharten. Mit nur vier Prozent Waldfläche ist Kirgistan eines der waldärmsten Länder Asiens.

Über die Hälfte des Landes wird vom Naryn und anderen Nebenflüssen des Syrdarja entwässert. Zahlreiche kleinere und mittlere Flüsse entspringen im Norden des Landes, versickern aber in den Wüsten und Halbwüsten des südlichen Kasachstan. Größter See der Republik ist der Issyk Kul, er liegt auf einer Höhe von etwa 1600 Metern über dem Meeresspiegel. Im Allgemeinen herrschen in Kirgistan Steppen und alpine Vegetation vor. Es gibt viele seltene Tierarten, darunter Tienshan-Braunbär, Rotwolf und Schneeleopard. 

Klima
Das Klima Kirgistans ist von trockenen und kontinentalen heißen Sommern und von kalten Wintern geprägt. Die täglichen Temperaturschwankungen sind erheblich.

Im Süden des Landes werden im Sommer Temperaturen von 45°C gemessen, während im Winter die Temperaturen auf minus 18°C fallen können.

Typisch ist das sonnige Wetter (247 Sonnentage pro Jahr!). Die Niederschlagsmenge variiert zwischen 100 ml und 1000 ml. Starke Schneefälle gibt es besonders im Januar, der Februar jedoch ist schon wieder milder.

 

Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied zu Kirgistan beträgt +6 Stunden. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Kirgistan 18 Uhr am Abend. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Bishkek daher um 6 Stunden vorstellen. Eine spezielle Sommerzeit wie in Europa gibt es in Kirgistan nicht.

Politik und Gesellschaft
Die Kirgisen (65% der Bevölkerung) werden aufgrund ihrer Sprache den Turkvölkern zugerechnet und bekennen sich überwiegend zum sunnitischen Islam. Außerdem leben Usbeken (14%), Russen (12%), Dunganen (chinesische Muslime, 1%), Uiguren (1%), Ukrainer (1%), Tadschiken (1%), Tataren (1%), Kasachen (1%) und Angehörige weiterer Ethnien wie etwa 57.000 Mescheten im Lande. Anfang der 1990er Jahre lebten noch ca. 100.000 Deutsche (Kirgistandeutsche), meist Baptisten oder Mennoniten dort; sie sind inzwischen mehrheitlich nach Deutschland ausgewandert, aber es gibt noch kleine deutsche Gemeinden in Dörfern wie Luxemburg und Rot-Front. 1999 gab es nur noch etwa 20.000 Deutsche (Bevölkerungsanteil 0,4 %) in Kirgistan. Im Jahre 2007 wurde ihre Zahl auf ca. 12.000 geschätzt. Die Staatssprache ist Kirgisisch und seit Mai 2000 auch Russisch.

Religion

Die Kirgisische Republik ist seit ihrer Unabhängigkeit 1991 ein säkularer Staat. Das Land ist seit der Islamisierung im 10. bis 12. Jahrhundert vorwiegend muslimisch geprägt. 75% der Einwohner sind heute sunnitische Muslime. Kirgistan sieht sich in letzter Zeit zunehmend mit dem Wirken von muslimischen Fundamentalisten konfrontiert. Zweitstärkste Gruppe ist das Christentum, 20 Prozent der Bevölkerung sind russisch-orthodox. Daneben existieren auch evangelische und katholische Christen im Land.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Kirgistan wurde im 8. Jahrhundert von turkstämmigen Kirgisen bevölkert. Den nächsten Eckpunkt der Geschichte markiert das Jahr 1219, als das Land von Dschingis Khan erobert wurde. Mit dem Zerfall der Mongolenreiche im 14. Jh. bildete sich in der Region das Khanat Mongolistan, später zum Reich Kaschgarien gehörend. Das Gebiet blieb mongolisch, bis es im 18. Jahrhundert von den Chinesen unterworfen wurde. Ein gutes Jahrhundert später, zwischen 1865 und 1875, eroberte Russland schrittweise das Land und gliederte es ins Zarenreich ein. 1917 gab die Alasch-Orda-Bewegung ein kurzes Gastspiel in Kirgistan, das allerdings 1919 wieder zu Ende ging. Nach 1919 wurde das Land schrittweise in die Sowjetunion eingegliedert (als Kirgisische SSR) und errang erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 seine Unabhängigkeit.

Politik

Der Nationalfeiertag ist der 31. August, der Tag der Unabhängigkeit am 31.08.1991. Es gibt eine Präsidialdemokratie. Die Verfassung von 1993 war an westlichen Vorbildern orientiert und sah ein gewaltenteilendes Regierungssystem mit einer starken Stellung des Staatspräsidenten sowie einer weiten Palette an Grundrechten vor. Nach den Parlamentswahlen 2005, die nach Angaben von OSZE-Beobachtern nicht demokratischen Standards entsprachen, kam es zu Unruhen, die zur so genannten Tulpenrevolution führten. Präsident Akajew und seine Regierung traten unter dem Druck der Demonstrationen am 23. März 2005 zurück. Oppositionsführer Kurmanbek Bakijew wurde zum Übergangspräsidenten bestimmt und bei den Präsidentschaftswahlen am 10. Juli im Amt bestätigt. Sein Partner Felix Kulow wurde Regierungschef. Am 27. Juni 2010 stimmte die Bevölkerung Kirgistans über eine neue Verfassung ab. Das von der Übergangsregierung ausgearbeitete Grund-gesetz sieht eine Parlamentarische Republik nach deutschem Vorbild vor. Almasbek Scharschenowitsch Atambajew ist seit dem 30. Juni 1999 der Vorsitzende der Sozial-demokratischen Partei Kirgistans und ist seit dem 17. Dezember 2010 Regierungschef seines Landes.

Wirtschaft

Das 1991 unabhängig gewordene Land übernahm eine vollkommen auf den Markt der Sowjetunion ausgerichtete Wirtschaftsstruktur. Die Restrukturierung derselben und die Privatisierung der Betriebe wurden zwar in Angriff genommen, auch mit Hilfe internationaler Organisationen wie des IWF und der Weltbank, gerieten aber immer wieder wegen Korruption, politischer Opposition und mangelndem Investoreninteresse ins Stocken. Dennoch bekam die Regierung ein ökonomisches Grundproblem postsowjetischer Staaten, hohe öffentliche Ausgaben bei gleichzeitigem Einbruch der Staatseinnahmen, relativ gut in den Griff. Das Haushaltsdefizit nahm im Laufe der 1990er Jahre stetig ab, sodass 2001 sogar ein kleiner Überschuss vermeldet werden konnte. Die Haushaltsplanung aber blieb problematisch. Naturkatastrophen in den darauffolgenden Jahren erhöhten die öffentlichen Ausgaben und sorgten für ein Haushaltsdefizit 2002 und 2003. Ein großer Schwarzmarkt (geschätzte 40–50% des Bruttoinlandsproduktes), korrupte und inkonsequente Steuerein-treibung und niedrige Steuersätze sorgen für sehr beschränkte Haushaltsmittel; Maßnahmen wie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 20% im Jahre 2004 wurden ergriffen.

Eine strenge Währungspolitik konnte die Inflation von über 700% (1993) und 200% (1994) auf Werte um vier Prozent im Jahre 2006 drücken. Dennoch ist die Armut nicht zurück-gegangen. Laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen leben 41% der Bevöl-kerung unter der Armutsgrenze. Im Jahr 2008 ist die Inflation wieder auf 25% gestiegen.

Ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor sind auch die im Ausland – vor allem in Russland, aber auch in Kasachstan – arbeitenden Kirgisen. Laut Schätzungen haben (vor der globalen Wirtschaftskrise ab 2008) zwischen 500.000 und 800.000 Gastarbeiter Zahlungen nach Kirgistan überwiesen, die rund 25% des BIP ausmachten.

Sicherheit
Kirgistan ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität, angefangen von kleineren Taschendiebstählen über organisierte Banden auf Märkten und in Fußgängerzonen bis hin zu bewaffneten Überfällen nachts in dunklen Seitenstraßen oder fragwürdigen Vierteln. Reisenden wird empfohlen, auf Spaziergänge bei Dunkelheit grundsätzlich zu verzichten, sowie in der Nähe von Hotels, Restaurants, Bars und an anderen typischerweise von Ausländern frequentierten Orten besonders vorsichtig zu sein. Achtung auch vor Taschen- und Trickdiebstählen, zum Beispiel auf den zahlreichen Basaren. Bei Überfällen wird von Widerstand abgeraten, da die Gewaltschwelle sehr niedrig liegt.

Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich. Daher gilt die weit verbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geschickten Taschendieben, die oft in Gruppen arbeiten. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen sowie während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die Gefahr, einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt besonders in den Touristenzentren.

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Reise bedeuten kann. 

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.


Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Deutsche, Österreicher und Schweizer können visumfrei nach Kirgistan einreisen, solange die Aufenthaltsdauer nicht 60 Tage pro Kalenderjahr überschreitet. Es ist jedoch ein gültiger Reisepass notwendig – der Personalausweis allein ist nicht ausreichend.

Für die Weiterreise nach oder durch Usbekistan ist stets ein gültiges usbekisches Einreisevisum erforderlich. Gleichfalls benötigen Reisende ein gültiges kasachisches Visum (auch Transitvisum), wenn sie über Kasachstan nach Kirgistan ein- oder von Kirgistan über Kasachstan ausreisen wollen.


Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage im Tienshan und des damit verbundenen geringen Sauerstoffgehaltes der Luft, sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht (ca. 20 °C), unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob Sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: http://www.rki.de 

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit

Durch die unterschiedlichen Landesregionen Kirgistans und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird. Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Höhenkrankheit, die sogenannte “Acute Mountain Sickness” oder kurz AMS genannt, kann in ihrer schwersten Form zum Tod führen. Ursache der Höhenkrankheit ist eine ungenügende Anpassung (Adaption) des Körpers an große Höhen, meist bedingt durch zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3000m. Am häufigsten und gefährlichsten ist ein Auftreten in Höhen zwischen 3000 und 5000m.

Der Körper stellt sich auf die entsprechende Höhe dadurch ein, dass er die Frequenz und die Intensität der Atmung steigert. Untersuchungen haben gezeigt, dass diejenigen, die sich schnell an die neue Höhe anpassen können, ihre Atemfrequenz und -stärke schnell den veränderten Umständen anpassen, wohingegen diejenigen, die relativ schnell von dieser Krankheit erfasst werden können, ihre Atemfrequenz langsamer anpassen.

Der Grund der schnellen oder langsameren Anpassung ist nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse höchstwahrscheinlich genetisch bedingt. Weitere Symptome für eine gute Höhenanpassung sind eine gesteigerte Herzfrequenz und ein Anstieg der roten Blutkörperchen (Hämatokritwert). Innerhalb weniger Tage passt sich der gesunde Körper an eine neue (größere) Höhe an, so dass dann Höhenkrankheit normalerweise nicht mehr auftritt. Diese Anpassung des Körpers gibt aber keine Garantie dafür, dass im Falle eines weiteren Aufstiegs nicht doch noch eine Höhenkrankheit auftreten kann.

Unsere Trekkingtouren sind normalerweise so ausgelegt, dass das Risiko, an einer Höhenkrankheit zu erkranken, möglichst gering ist. Langsamer Aufstieg, vernünftige Tagesetappen sowie schrittweise Erhöhung der Schlafhöhe sind die Kernpunkte einer Strategie zur Vermeidung von Höhenproblemen. Völlig ausgeschlossen kann das Risiko jedoch nie hundertprozentig werden.

Der niedrigere Luftdruck in der Höhe sowie das damit verbundene geringere Sauerstoffangebot führen bereits ohne körperliche Anstrengungen, also auch im Ruhezustand, zu einer Erhöhung von Herzfrequenz, Atemzeitvolumen sowie Herzzeitvolumen. Außerdem vergrößert sich durch die zusätzliche Bildung von roten Blutkörperchen die Blutdichte. Dies kann fatale Folgen haben, so dass eine der wichtigsten Regeln beim Aufstieg in die Höhe lautet, viel zu trinken! Um der Bluteindickung entgegenzuwirken und auch die gesamte körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unabdingbar. Dies bedeutet, täglich (!) mindestens 4-5 Liter zu trinken, bei großer körperlicher Anstrengung sogar noch mehr!

Erste Anzeichen der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen, Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen. Je nach Schwere und Symptomen unterscheidet man vier Formen der Höhenkrankheit:

Milde Höhenkrankheit („Mild Acute Mountain Sickness“ – MAMS) ist die leichteste Form, von der bis zu drei Viertel aller Bergsteiger betroffen sind. Meist klingen die Symptome nach Abstieg, Ruhepause oder reichlich Flüssigkeitszufuhr schnell wieder ab.

Akute Höhenkrankheit („Severe Acute Mountain Sickness“ – SAMS) ist die schwerere und unter Umständen lebensbedrohliche Form der Höhenkrankheit. Schnellstmöglicher Abstieg und bestenfalls umgehende medizinische Betreuung können lebenswichtig sein! Die physische und psychische Leistungsfähigkeit sind bereits deutlich reduziert und solcherart Erkrankte sollten auf keinen Fall mehr allein unterwegs sein bzw. allein gelassen werden!

Das Höhenlungenödem („High Altitude Pulmonary Edema” – HAPE) gehört bereits zu den akut lebensbedrohlichen Zuständen und wird gekennzeichnet durch die Ansammlung von Wasser bzw. Gewebsflüssigkeit in der Lunge. Die ersten Anzeichen sind Husten, erst trocken, dann mit pinkfarbenem und schaumigem Speichel. Rasselnde Atmung und blasig-schaumiger Auswurf sind deutliche Alarmzeichen, die nur eine Konsequenz haben dürfen: Der/die Betroffene muß unter allen Umständen so schnell wie möglich auf eine geringere Höhe gebracht werden!

Das Höhenhirnödem („High Altitude Cerebral Edema” – HACE) ist die schwerste und gefährlichste Form der Höhenkrankheit, die mit Flüssigkeitsansammlung im Gehirn einhergeht. Der/die Betroffene fühlt sich äußerst erschöpft und entwickelt ein starkes Ruhebedürfnis, bekommt zunehmend Gleichgewichtsprobleme, Schwindelgefühl, Übelkeit und allgemeine Mattigkeit zu spüren. Sicherstes und alarmierendes Alarmzeichen ist der

Verlust des klaren Denkens, der sich bei Betroffenen in wirren und unsinnigen Antworten auf gestellte Fragen äußert. Letztendlich fällt der Kranke ins Koma und im Falle eines Nichtabstiegs auf geringere Höhen tritt der Tod ein. Einsofortiger Abstieg/Abtransport in tiefere Lagen kann deshalb bereits bei ersten Anzeichen lebensrettend sein!

Für alle vier Formen der Höhenkrankheit gilt, dass sie vollständig unabhängig von Alter und körperlicher Fitness sind! Und auch ein vorheriges (problemloses) Erreichen einer größeren Höhe auf einer früheren Tour gibt keine Garantie für die Reaktion des Körpers bei erneuter Beanspruchung.

Allgemeine Hinweise beim Auftreten von Höhenkrankheit:

Unsere nachfolgenden Ratschläge erteilen wir zunächst mit dem Ziel, dass niemand eine Höhenkrankheit erleiden wird (was sich leider nie 100%ig ausschließen lässt), vor allem aber mit dem Ziel, dass niemand daran sterben soll!

1. „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.“ Dies gilt um so mehr unter körperlicher Belastung, wie bei einer Trekkingtour und erst recht in großer Höhe! Trinken Sie täglich mindestens 4-5 Liter, in großer Höhe, bei starker Sonneneinstrahlung und unter Anstrengung bis zu 6-7 Liter!

2. Es ist wichtig, die Anzeichen einer Höhenkrankheit zu kennen und sie sich vor allem auch einzugestehen! Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen deuten auf Höhenkrankheit hin. Trekkingtouristen und Bergsteiger sind oft sehr zielorientiert und ehrgeizig und tendieren dazu, diese Anzeichen nicht wahrnehmen zu wollen.

3. Sollten Anzeichen auftreten und das geplante Nachtlager noch höher als der momentane Aufenthaltsort liegen, sollte man auf keinen Fall weiter aufsteigen. Beim Auftreten der ersten Symptome ist es nicht unbedingt notwendig, sofort auf niedrigere Höhen abzusteigen, aber sehr wichtig, zunächst einmal nicht weiter aufzusteigen! Mehr oder weniger alle schweren bis tödlichren Fälle von Höhenkrankheit passieren bei denen, die trotz der erwähnten Anzeichen unbeirrt weitergestiegen sind.

In manchen Fällen kann es notwendig sein, erst einen Aufstieg in Kauf zu nehmen, bevor ein Abstieg möglich ist. Vorrang sollte dann stets der sicherste und schnellste Weg in Richtung Tal haben.

4. Wenn die Symptome sich trotz Befolgung all dieser Regeln verschlechtern, ist ein sofortiger Abstieg oder Transport in niedrigere Lagen unabdinglich. Ein weiterer (auch längerer) Aufenthalt in der Höhe, in der die Höhenkrankheit verstärkt aufgetreten ist, wird nicht zu einer Verbesserung führen! Sie müssen sich deshalb unverzüglich unterhalb der Höhe begeben, in der die Symptome begannen.

Ist ihnen die Höhe, in der die ersten Anzeichen aufgetreten sind, nicht bekannnt, müssen sie solange absteigen, bis eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes auftritt.

Sobald sie sich besser fühlen, können Sie sich unbedenklich auf dieser Höhe erholen und akklimatisieren.

5. Medikamentöse Behandlung kann niemals einen Abstieg oder zumindest eine Ruhepause auf der gleichen Höhe ersetzen! Nehmen Sie Medikamente im Zusammenhang mit der Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Beratung oder genauester persönlicher Sachkenntnis ein! Die prophylaktische Medikamenteneinnahme sowie Doping jeglicher Art sind keinesfalls

ein sinnvolles Mittel zur besseren Höhenverträglichkeit und bergen nicht unerhebliche Gefahren und Risiken für Leib und Leben! Auf unseren Touren ist eine derartige Medikation ohne ausdrückliche Zustimmung von Arzt und Expeditionsleiter verboten und führt den sofortigen Ausschluss aus der Expeditionsmannschaft nach sich.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 5 bis 10 EUR rechnen.

Die kirgisische Küche ist kräftig und fett. Es wird viel mit Fleisch, Knoblauch und Zwiebeln gekocht. Ein Essen beginnt meist mit einer Suppe: Laghman ist Nudelsuppe mit Hammelfleisch und Gemüse, Beschbarmak ist klare Brühe mit Nudeln und gekochten Fleischstückchen, Schorpo ist Fleischsuppe mit Kartoffeln und Gemüse. Beliebt sind Gerichte aus Schaf- oder Hammelfleisch. Typische Gerichte sind Hammelfleisch mit Reis, Schaschlik, gekochtes Hammelfleisch mit dünnen Teigfladen und gedämpfte Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse.

Zu jeder Mahlzeit gibt es normalerweise sehr gutes frisches Brot und Rahm. Manty sind kleine Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse, Samsa sind scharf gewürzte Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse. Allgegenwärtig ist der Plov, ein Gericht aus gebratenem Reis mit Hammelstückchen und Steckrüben. Je nach Region wird der Plov auch mit Hühner- oder Rindfleisch zubereitet.

Getränke

Die einheimischen trinken gerne schwarzen oder grünen Tee, gegorene Stutenmilch (Koumis), Dsharma (aus gegorenem Gerstenmehl) und Boso (Getränk aus gegorener Hirse, das ein wenig wie Bier schmeckt).

Trinkwasser

Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Während unserer Touren wird abgepacktes Wasser während der langen Fahrten zwischen den Städten unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Kaffee

Kirgistan ist kein Kaffeeland. Hier bestimmen der grüne und schwarze Tee die Getränkekarte. An manchen Orten gibt es gar keinen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instant-Kaffee ist eher verbreitet. Nehmen Sie sich evtl. etwas Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen.

Alkoholika

Alkoholische Getränke und Speisen sind in Kirgistan weder verboten noch geächtet. Aus sowjetischer Zeit erfreut sich der Wodka ausgesprochener Beliebtheit und in jeder Hotelbar ist eine breite Palette alkoholischer Getränke erhältlich.

Vegetarier/Veganer

Vegetarier müssen im Restaurant speziell auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an sehr gutem frischem Obst und Gemüse und tollen Salaten bei den koreanischen Händlern auf den Basaren.

Brot

In Kirgistan ist das traditionelle Fladenbrot sehr verbreitet. Dieses wird auf traditionelle Weise im Lehmofen gebacken und häufig auf der Straße verkauft. Dieses Brot ist immer frisch, manchmal noch warm…

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw.

Foto & Film
In allen größeren Städten kann man mittlerweile die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strengen Kleiderordnungen, besonders nicht in Bishkek oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man Frauen, die Kopftücher tragen, doch das geschieht freiwillig und ist keinesfalls eine Vorschrift. Trotzdem gibt es einige ländliche Provinzen, wo man das Tragen von Shorts besser vermeiden sollte. Dasselbe gilt für den Besuch von religiösen Stätten wie Moscheen oder Mausoleen. An diesen Orten sollten Frauen ihre Schultern und den Ausschnitt bedeckt halten und am besten einen Hut oder ein Kopftuch tragen. Letzteres ist gerade im Sommer sehr leicht zu befolgen, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel sticht…

Gesundheit
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen.

Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or leave it“ (koch es, schäl es oder lass es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne- putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

 

 

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Der Som ist die Währung Kirgistans. Die Währung wurde 1993 eingeführt und löste den Rubel aus der Sowjetzeit ab. Kirgistan war damit das erste Land Zentralasiens, das sich aus der Rubelzone löste.

1 Som ist in 100 Tyjyn unterteilt. Anfänglich war der Tyjyn in kleinformatigen Banknoten zu 1, 10 und 50 Tyjyn in Umlauf. Aufgrund des Kursverfalls des Som in den ersten Jahren nach dessen Einführung ist diese kleinere Einheit jedoch heute nur noch selten in Gebrauch, so dass die Unterteilung in der Praxis keine Rolle spielt. Kleinste Einheit ist in der Praxis die Banknote zu 1 Som. Münzen sind in Kirgistan erst seit 2008 im Umlauf. Es gibt Werte zu 1, 10 und 50 Tyjyn sowie 1, 3, 5 und 10 Som.

Der SOM ist frei konvertierbar. Wechselstuben und Banken sind im Innenstadtbereich von Bischkek und Osch vorhanden.

Zur Mitnahme aus Deutschland empfehlen wir sowohl Euro als auch US-Dollar. Darüber hinaus setzt sich in den größeren Städten immer mehr die Nutzung von Geldautomaten durch, an welchen mit jeder Geldkarte des Maestro-Verbundes (praktisch alle deutschen Bankarten) Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet.

Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Bank- oder Kreditkarten!

Die Reisekasse sollte sich aus einer vernünftigen Mischung aus Bargeld und Karten zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 20% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Bargeld wird dann vor Ort in die Landeswährung umgetauscht. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sein. Außerdem sollte man eine gewisse, nicht gar zu knapp bemessene, Geldreserve einplanen. Als Reserve ist eine Bank-/Kreditkarte zu empfehlen.

Wechselkurse:
1 EUR ca. 69 KGS Som
1 CHF ca. 66 KGS Som
1 US$ ca. 61 KGS Som        (Stand Februar 2015)

Stromversorgung
Die Spannung in Kirgistan beträgt 220 Volt. Die Stecker sind zweipolig, meistens ohne Schutzkontakt. Trotzdem passen deutsche Stecker fast immer in einheimische Steckdosen.

Telefonieren
Vorwahl nach Deutschland: 0049. Die Vorwahl für Kirgistan ist 00 996. Unsere Mobiltelefone funktionieren in aller Regel ebenfalls, decken aber nur die nördlichen Gebiete ab. Falls Sie viel oder regelmäßig telefonieren, sollten Sie eine einheimische SIM-Karte kaufen.

Notrufnummern: Feuerwehr: 101, Polizei: 102, Ärztlicher Notdienst: 103

Literatur über Kirgistan

Literatur über Kirgistan

Natürlich gibt es eine große Anzahl von Büchern über Kirgistan. Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reiseberichte bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Judith Beyer, Roman Knee: Kirgistan: Ein ethnografischer Bildband über Talas / Kirgistan: A photoethnography of Talas. Hirmer-Verlag, München 2007.

· Wassilios Klein: Das nestorianische Christentum an den Handelswegen durch Kyrgyzstan bis zum 14. Jh. Brepols, Turnhout 2000 (Silk Road Studies, 3).

· Thomas Scholl: Kirgistan entdecken, Trescher Verlag

Tschingis Aitmatow

Der kirgisische Schriftsteller ist im Jahr 2008 verstorben. Seine Erzählungen und Romane sind poetische Plädoyers für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur: Kirgistan hat 2008 zum Tschingis-Aitmatow-Jahr ausgerufen.

Zweimal in seinem Leben ist Tschingis Aitmatow Aug in Aug einem Wolf gegenüber gestanden. In „Kindheit in Kirgisien“ (1998) erinnert er sich an diese Begegnungen, die wohl für sein literarisches Schaffen große Bedeutung hatten. In dem Roman „Die Richtstatt“ (1987) beispielsweise beschreibt er das Leben der Wölfin Akbari und ihres Lebenspartners Taschtschainar. Ja, Lebenspartner; bei Aitmatow haben Tiere menschliche Wesenszüge. In der Steppe haben sie ihr Zuhause, ein Zuhause, das von Menschen bedroht wird.

Bedroht ist auch das Leben des Schneeleoparden Dschaa-Bars, dessen Dasein in Aitmatows jüngstem Roman „Der Schneeleopard“ (2006) erstaunliche Parallelen zu dem eines Journalisten aufweist. Fast ausnahmslos spielen Aitmatows Geschichten in den Landschaften seiner Heimat, in den kirgisischen und chinesischen Bergen, in der kasachischen Steppe, in den kleinen Dörfern rund um seinen Geburtsort Scheker oder in Frunse, heute Bischkek genannt und Hauptstadt der Republik Kirgisien.

Mit Dschamilija zu Weltruhm: Um international als Autor erfolgreich zu werden, musste Aitmatow seine Heimat jedoch zwischenzeitlich verlassen. Nachdem er bereits im Alter von 14 Jahren Aufgaben in der Verwaltung seines Dorfes übernommen hatte, begann Aitmatow vier Jahre darauf eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich. Mit Unterbrechungen arbeitete er bis 1959 als Tierzüchter auf einer kirgisischen Versuchsfarm. Schon damals zog es ihn, stark beeinflusst von den größtenteils mündlich überlieferten Mythen und Epen seines Volkes, zur Literatur hin. Als Abschlussarbeit eines zweijährigen Autorenkurses am Moskauer Gorki-Institut legte er 1958 die Erzählung „Dschamilja“ vor. Die darin geschilderte Beziehung zwischen Dschamilja, einer jung verheirateten Frau, deren ungeliebter Mann an der Front kämpft und Danijar, einem Kriegsversehrten, gilt vielen als eine der schönsten Liebesgeschichten der zeitgenössischen Prosa.

Aitmatows schriftstellerischen Vorbilder waren allesamt Russen: Anton Tschechow, Fjodor Dostojewski und Lew Tolstoi. Ihre Schreib-Traditionen machte Aitmatow sich zu Eigen und reicherte sie mit kirgisischem Nationalkolorit an. Die beim kirgisischen Nomadenvolk seit Jahrhunderten tradierten Märchen und Erzählungen flossen ein in seine Werke.

Aitmatows Kunst bestand darin, diese in allgemein-menschliche Zusammenhänge einzubetten und eroberte sich so ein Millionenpublikum. Außerhalb der UdSSR wurden seine Bücher erstmals in der DDR und danach in Westdeutschland übersetzt. Vielleicht deshalb sind die Deutschen noch heute seine treuesten Leser.

Erzählungen und Novellen

Dshamilja (auch: Djamila, 1958)

Aug in Auge (1958)

Das Kamelauge (1961)

Der Weg des Schnitters/Goldspur der Garben (1963)

Abschied von Gülsary/Wirf die Fesseln ab, Gülsary (1967)

Der weiße Dampfer (1970)

Du meine Pappel im roten Kopftuch (1970)

Frühe Kraniche (1975)

Die Klage des Zugvogels, Erzählungen (1990)

Die weiße Wolke des Tschingis Khan (1990)

Die Träume der Wölfin (1996)

Romane

Der erste Lehrer (1966)

Der Junge und das Meer (auch: Scheckiger Hund, der am Meer entlangläuft,1977)

Ein Tag länger als das Leben (1981, in der DDR 1982 unter dem Titel „Der Tag zieht den Jahrhundertweg“ erschienen. Erst später wurde der Roman um ein Kapitel erweitert und unter „Ein Tag länger als ein Leben herausgegeben“.)

Der Richtplatz (auch: Die Richtstatt, 1986)

Das Kassandramal (1994)

Der Schneeleopard (auch: Die ewige Braut, 2006) 

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 


Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Kasachstan

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Kasachstan ist mit seinen 2.717.300 km² das neuntgrößte Land der Erde und ist außerdem der größte aller Binnenstaaten. Es zieht sich von der Ebene der Wolga im Westen bis zum Altai im Osten. Die südliche Begrenzung bilden der Tianshan-Gebirgszug, der Aralsee und die Kysylkum-Wüste. Nach Norden reicht Kasachstan ohne natürliche Begrenzung in das Westsibirische Tiefland hinein. Der größte Teil des Landes besteht aus Ebenen (Steppe und Wüste), im Nordwesten befindet sich das Mugodschar-Gebirge, im Zentrum die Kasachische Schwelle, während sich im Südosten Berge des Tianshan bis zu 7.010 m erheben.

Klima
Das Klima Kasachstans ist kontinental geprägt, d.h. nach kalten Wintern folgen direkt heiße lange Sommer. Wüsten sind die größte Naturzone Kasachstans – sie bedecken ca. 44 % seiner Fläche. Es sind in der Regel Sandwüsten und Kieswüsten. Dort herrschen extreme Klimabedingungen. Die Temperatur des Sandes geht bis an die Marke von +70 °C! In der Wüste erreicht die Julitemperatur normalerweise um die 32 °C und fällt nachts auf ca. 15 °C. Durch die niedrige Luftfeuchtigkeit wirken die Temperaturen nicht zu unangenehm. Im Winter erreichen die Temperaturen tagsüber etwa -9 °C und fallen nachts auf -15 ° C.

Beste Reisezeit: Bei den heißen Sommern und bitterkalten Wintern sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober) die besten Jahreszeiten für einen Besuch in Kasachstan. Im April blüht die Wüste kurzzeitig und die monotone Landschaft explodiert in Rot, Orange und Gelb. Der Herbst ist Erntezeit, in dieser Zeit findet man auf den Märkten frisch geerntete Früchte.

Zeitverschiebung
Kasachstan erstreckt sich über zwei Zeitzonen: West-Kasachstan (MEZ)+4 Stunden und Ost-Kasachstan (also Almaty) (MEZ)+5 Stunden. Da auch in Kasachstan die Sommerzeit gilt, bleiben die Zeitabstände immer unverändert.

Politik und Gesellschaft

Bevölkerung

In Kasachstan kam es nach 1991 zunächst zu einem massiven Bevölkerungsrückgang. In den Jahren 1992 bis 2002 sank die Bevölkerungszahl um zehn Prozent auf unter 15 Mio. Menschen. Gründe dafür waren die Emigration vornehmlich der russischen und deutschen Bevölkerung. Seit 2003 wächst die Bevölkerung. Nach Stand 2014 hat Kasachstan 17, 5 Mio. Einwohner.

Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte in Kasachstan beträgt 6,01 Einwohner pro Quadratkilometer und ist damit eine der niedrigsten der Welt. 

Heute leben in Kasachstan Angehörige von mehr als ca. 120 Nationalitäten. Die größte Ethnie bilden mit 64 Prozent die Kasachen. Die größte Minderheit bilden mit rund 23 % Russen. Zu den turksprachigen Minderheiten gehören Usbeken, Uiguren, Tataren sowie Gruppen von Aserbaidschanern, Turkmenen, Kirgisen, Karakalpaken, Krimtataren und Balkan-Türken. Die meisten Angehörigen der Minderheiten wurden zur Stalinzeit unter Zwang nach Kasachstan deportiert. Trotz der Bemühungen um ein gutes Verhältnis der verschiedenen Bevölkerungsgruppen breiten sich in Zentralasien Tendenzen zur Verdrängung der Fremden aus.

Sprachen

Die vorherrschende Sprache in Kasachstan ist Russisch, das von 84,8 Prozent der Einwohner in Wort und Schrift beherrscht wird, obwohl die Rolle des Kasachischen, das 62 Prozent der Einwohner beherrschen, seit der Unabhängigkeit wächst. Staatssprache ist Kasachisch und Russisch ist daneben offizielle Amtssprache und Pflichtfach in allen Schulen. Die Rate der Analphabeten beträgt etwa 2,5%.

Religionen

Heute ist Kasachstan ein anschauliches Beispiel dafür, wie Vertreter von mehr als 40 Konfessionen in Friede und Eintracht leben können. Die religiösen Vereinigungen haben 3129 Kultstätten zur Verfügung – davon 2229 Moscheen, 258 orthodoxe und 93 katholische Kirchen, sechs Synagogen und mehr als 500 protestantische Kirchen und Gebetshäuser. Vorherrschende Religionen sind der Islam (ca. 70%) und das Christentum (russisch-orthodox ca. 25 %). Daneben gibt es in den Städten kleine Gemeinden der Juden. 

Sicherheit
Kasachstan ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität, angefangen von kleineren Taschendiebstählen über organisierte Banden auf Märkten und in Fußgängerzonen bis hin zu bewaffneten Überfällen nachts in dunklen Seitenstraßen oder fragwürdigen Vierteln.

Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich. Daher gilt die weit verbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geschickten Taschendieben, die oft in Gruppen arbeiten. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen sowie während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die Gefahr, einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt besonders in den Touristenzentren.

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden, vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Rundreise bedeuten kann.

Kriminalität
Von Überlandreisen nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten, ganz besonders im Süden Kasachstans. Im Grenzgebiet zwischen Kasachstan und Usbekistan (nähe Grenzübergang Saryagash) soll es zu bewaffneten Überfällen auf Reisende gekommen sein.

Reisende, die nicht über kasachische oder russische Sprachkenntnisse verfügen, wird beim Besuch entlegener Gegenden aus Sicherheitsgründen eine sprach- und ortskundige Begleitung empfohlen. Bergwanderungen in entlegene Gebiete sollten nur in Begleitung von Bergführern und/oder Sicherheitskräften unternommen werden.

Ausweise sollten möglichst gesondert mitgeführt werden, allerdings möglichst nicht im Geldbeutel - einer Kontrolle könnte sonst Bargeld ins Blickfeld geraten. Bei Überfällen wird von Widerstand abgeraten, da die Gewaltschwelle sehr niedrig liegt.

Nach Auskunft des kasachischen Außenministeriums sind Ausländer verpflichtet, ihren Originalreisepass mit gültigem Visum (Österreicher und Schweizer) und Registrierung (weiße Migrationskarte) mit sich zu führen. Die kasachische Polizei hat jederzeit das Recht, Ausländer auf der Straße anzuhalten und sie um Vorlage ihres Reisepasses und ihrer Aufenthaltsgenehmigung zu bitten.

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Deutsche, Schweizer und Österreichische Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Kasachstan mit Wirkung vom 01.01.2017 kein Visum mehr, wenn sie sich bis zu 30 Tage im Land aufhalten. Voraussetzung sind ein mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültiger nationaler Reisepass, der Nachweis der erforderlichen Rück- oder Weiterreisepapiere sowie gegebenenfalls ausreichender Geldmittel für den Aufenthalt in Kasachstan.

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage in den Anden und der damit verbundenen geringen Sauerstoffgehaltes der Luft, sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht (ca. 20 °C), unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz- Kreislaufproblemen oder Asthma empfehlen wir dringend, diese Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob Sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Wichtiges zum Thema Höhenprobleme und Höhenkrankheit für die Kombinationsreise Kasachstan-Kirgistan:

Durch die unterschiedlichen Landesregionen und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird.

Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox etc. ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Höhenkrankheit, die sogenannte “Acute Mountain Sickness” oder kurz AMS genannt, kann in ihrer schwersten Form zum Tod führen. Ursache der Höhenkrankheit ist eine ungenügende Anpassung (Adaption) des Körpers an große Höhen, meist bedingt durch zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3000m. Am häufigsten und gefährlichsten ist ein Auftreten in Höhen zwischen 3000 und 5000m.

Der Körper stellt sich auf die entsprechende Höhe dadurch ein, dass er die Frequenz und die Intensität der Atmung steigert. Untersuchungen haben gezeigt, dass diejenigen, die sich schnell an die neue Höhe anpassen können, ihre Atemfrequenz und -stärke schnell den veränderten Umständen anpassen, wohingegen diejenigen, die relativ schnell von dieser Krankheit erfasst werden können, ihre Atemfrequenz langsamer anpassen. Der Grund der schnellen oder langsameren Anpassung ist nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse höchstwahrscheinlich genetisch bedingt. Weitere Symptome für eine gute Höhenanpassung sind eine gesteigerte Herzfrequenz und ein Anstieg der roten Blutkörperchen (Hämatokritwert). Innerhalb weniger Tage passt sich der gesunde Körper an eine neue (größere) Höhe an, so dass dann Höhenkrankheit normalerweise nicht mehr auftritt. Diese Anpassung des Körpers gibt aber keine Garantie dafür, dass im Falle eines weiteren Aufstiegs nicht doch noch eine Höhenkrankheit auftreten kann.

Unsere Trekkingtouren sind normalerweise so ausgelegt, dass das Risiko, an einer Höhenkrankheit zu erkranken, möglichst gering ist. Langsamer Aufstieg, vernünftige Tagesetappen sowie schrittweise Erhöhung der Schlafhöhe sind die Kernpunkte einer Strategie zur Vermeidung von Höhenproblemen. Völlig ausgeschlossen kann das Risiko jedoch nie hundertprozentig werden.

Der niedrigere Luftdruck in der Höhe sowie das damit verbundene geringere Sauerstoffangebot führen bereits ohne körperliche Anstrengungen, also auch im Ruhezustand, zu einer Erhöhung von Herzfrequenz, Atemzeitvolumen sowie Herzzeitvolumen. Außerdem vergrößert sich durch die zusätzliche Bildung von roten Blutkörperchen die Blutdichte. Dies kann fatale Folgen haben, so dass eine der wichtigsten Regeln beim Aufstieg in die Höhe lautet, viel zu trinken! Um der Bluteindickung entgegenzuwirken und auch die gesamte körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unabdingbar. Dies bedeutet, täglich (!) mindestens 4-5 Liter zu trinken, bei großer körperlicher Anstrengung sogar noch mehr!

Erste Anzeichen der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen, Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen. Je nach Schwere und Symptomen unterscheidet man vier Formen der Höhenkrankheit:

Milde Höhenkrankheit („Mild Acute Mountain Sickness“ – MAMS) ist die leichteste Form, von der bis zu drei Viertel aller Bergsteiger, die den Aconcagua besteigen, betroffen sind. Meist klingen die Symptome nach Abstieg, Ruhepause oder reichlich Flüssigkeitszufuhr schnell wieder ab.

Akute Höhenkrankheit („Severe Acute Mountain Sickness“ – SAMS) ist die schwerere und unter Umständen lebensbedrohliche Form der Höhenkrankheit. Schnellstmöglicher Abstieg und bestenfalls umgehende medizinische Betreuung können lebenswichtig sein!

Die physische und psychische Leistungsfähigkeit sind bereits deutlich reduziert und solcherart Erkrankte sollten auf keinen Fall mehr allein unterwegs sein bzw. allein gelassen werden!

Das Höhenlungenödem („High Altitude Pulmonary Edema” – HAPE) gehört bereits zu den akut lebensbedrohlichen Zuständen und wird gekennzeichnet durch die Ansammlung von Wasser bzw. Gewebsflüssigkeit in der Lunge. Die ersten Anzeichen sind Husten, erst trocken, dann mit pinkfarbenem und schaumigem Speichel. Rasselnde Atmung und blasig-schaumiger Auswurf sind deutliche Alarmzeichen, die nur eine Konsequenz haben dürfen: Der/die Betroffene muss unter allen Umständen so schnell wie möglich auf eine geringere Höhe gebracht werden!

Das Höhenhirnödem („High Altitude Cerebral Edema” – HACE) ist die schwerste und gefährlichste Form der Höhenkrankheit, die mit Flüssigkeitsansammlung im Gehirn einhergeht. Der/die Betroffene fühlt sich äußerst erschöpft und entwickelt ein starkes Ruhebedürfnis, bekommt zunehmend Gleichgewichtsprobleme, Schwindelgefühl, Übelkeit und allgemeine Mattigkeit zu spüren.

Sicherstes und alarmierendes Alarmzeichen ist der Verlust des klaren Denkens, der sich bei Betroffenen in wirren und unsinnigen Antworten auf gestellte Fragen äußert. Letztendlich fällt der Kranke ins Koma und im Falle eines Nichtabstiegs auf geringere Höhen tritt der Tod ein. Einsofortiger Abstieg/Abtransport in tiefere Lagen kann deshalb bereits bei ersten Anzeichen lebensrettend sein!

Für alle vier Formen der Höhenkrankheit gilt, dass sie vollständig unabhängig von Alter und körperlicher Fitness sind! Und auch ein vorheriges (problemloses) Erreichen einer größeren Höhe auf einer früheren Tour gibt keine Garantie für die Reaktion des Körpers bei erneuter Beanspruchung.

Allgemeine Hinweise beim Auftreten von Höhenkrankheit:

Unsere nachfolgenden Ratschläge erteilen wir zunächst mit dem Ziel, dass niemand eine Höhenkrankheit erleiden wird (was sich leider nie 100%ig ausschließen lässt), vor allem aber mit dem Ziel, dass niemand daran sterben soll!

1. „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.“ Dies gilt umso mehr unter körperlicher Belastung, wie bei einer Trekkingtour und erst recht in großer Höhe! Trinken Sie täglich mindestens 4-5 Liter, in großer Höhe, bei starker Sonneneinstrahlung und unter Anstrengung bis zu 6-7 Liter!

2. Es ist wichtig, die Anzeichen einer Höhenkrankheit zu kennen und sie sich vor allem auch einzugestehen! Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen deuten auf Höhenkrankheit hin. Trekkingtouristen und Bergsteiger sind oft sehr zielorientiert und ehrgeizig und tendieren dazu, diese Anzeichen nicht wahrnehmen zu wollen.

3. Sollten Anzeichen auftreten und das geplante Nachtlager noch höher als der momentane Aufenthaltsort liegen, sollte man auf keinen Fall weiter aufsteigen. Beim Auftreten der ersten Symptome ist es nicht unbedingt notwendig, sofort auf niedrigere Höhen abzusteigen, aber sehr wichtig, zunächst einmal nicht weiter aufzusteigen! Mehr oder weniger alle schweren bis tödlichren Fälle von Höhenkrankheit passieren bei denen, die trotz der erwähnten Anzeichen unbeirrt weitergestiegen sind.

In manchen Fällen kann es notwendig sein, erst einen Aufstieg in Kauf zu nehmen, bevor ein Abstieg möglich ist. Vorrang sollte dann stets der sicherste und schnellste Weg in Richtung Tal haben.

4. Wenn die Symptome sich trotz Befolgung all dieser Regeln verschlechtern, ist ein sofortiger Abstieg oder Transport in niedrigere Lagen unabdinglich. Ein weiterer (auch längerer) Aufenthalt in der Höhe, in der die Höhenkrankheit verstärkt aufgetreten ist, wird nicht zu einer Verbesserung führen! Sie müssen sich deshalb unverzüglich unterhalb der Höhe begeben, in der die Symptome begannen. Ist Ihnen die Höhe, in der die ersten Anzeichen aufgetreten sind, nicht bekannt, müssen sie solange absteigen, bis eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes auftritt. Sobald sie sich besser fühlen, können Sie sich unbedenklich auf dieser Höhe erholen und akklimatisieren.

5. Medikamentöse Behandlung kann niemals einen Abstieg oder zumindest eine Ruhepause auf der gleichen Höhe ersetzen! Nehmen Sie Medikamente im Zusammenhang mit der Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Beratung oder genauester persönlicher Sachkenntnis ein! Die prophylaktische Medikamenteneinnahme sowie Doping jeglicher Art sind keinesfalls ein sinnvolles Mittel zur besseren Höhenverträglichkeit und bergen nicht unerhebliche Gefahren und Risiken für Leib und Leben! Auf unseren Touren ist eine derartige Medikation ohne ausdrückliche Zustimmung von Arzt und Expeditionsleiter verboten und führt den sofortigen Ausschluss aus der Expeditionsmannschaft nach sich.

Während der Reise

Während der Reise

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennen lernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 5 bis 10 EUR rechnen.

Das in allen zentralasiatischen Ländern beliebteste Gericht ist Plov, das in einem speziellen Ofen über offenem Feuer aus Reis, Steckrüben, Schafs- bzw. Lammfleisch, Rosinen und weiteren Zutaten mehrere Stunden liebevoll gegart wird. Weitere typisch kasachische Gerichte sind z.B. Kasi, Tschschuk, Suret und Beschbarmak, die mit Schafs-/Lammfleisch oder Pferdefleisch zubereitet werden.

Getränke

Die beliebtesten nichtalkoholischen Getränke sind Tee (Tschai) und Kumys (gegorene Stutenmilch). Traditionell wird ein Essen mit einem Tee und einem anschließenden Dankgebet beendet.

Alkoholika

Alkoholische Getränke sind in Kasachstan weder verboten noch geächtet. Aus sowjetischer Zeit erfreut sich der Wodka ausgesprochener Beliebtheit und in jeder Hotelbar ist eine breite Palette alkoholischer Getränke erhältlich.

Trinkwasser

Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Während unserer Touren steht abgepacktes Wasser während der langen Fahrten zwischen den Städten unentgeltlich zur Verfügung.

Kaffee

Kasachstan ist kein Kaffeeland. Hier bestimmen der grüne und schwarze Tee die Getränkekarte. Nehmen Sie sich evtl. etwas Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen. An manchen Orten gibt es gar keinen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instant-Kaffee ist eher verbreitet.

Vegetarier/Veganer

Vegetarier müssen im Restaurant speziell auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an frischem Obst und Gemüse.

Brot

In Kasachstan ist das althergebrachte klassische Fladenbrot "Lepeschka" aus ungesäuertem Teig sehr verbreitet. Dieses wird auf traditionelle Weise im Lehmofen gebacken und häufig auf der Straße verkauft. Dieses Brot ist immer frisch, manchmal noch warm…

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw. 

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strengen Kleiderordnungen, besonders nicht in Astana, Almaty oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man Frauen, die Kopftücher tragen, doch das geschieht freiwillig ist keinesfalls eine Vorschrift. Trotzdem gibt es einige ländliche Provinzen, wo man das Tragen von Shorts besser meiden sollte. Dasselbe gilt für den Besuch von religiösen Stätten wie Moscheen oder Mausoleen. An diesen Orten sollten Frauen ihre Schultern und den Ausschnitt bedeckt halten und am besten einen Hut oder ein Kopftuch tragen. Letzteres ist gerade im Sommer sehr leicht zu befolgen, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel sticht.

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Der Tenge ist die Währung Kasachstans. 1 Tenge ist unterteilt in 100 Tiyn. Die Währung wurde 1993 eingeführt. Sie löste den russischen Rubel ab und ist frei konvertierbar. Das heißt, Dollar und Euro lassen sich problemlos überall tauschen. Heute gibt es nur noch Münzen und Banknoten in Tenge. Münzen und Banknoten des Tiyn wurden aus dem Verkehr gezogen.

Zur Mitnahme aus Deutschland sind sowohl Euro als auch US-Dollar zu empfehlen. Darüber hinaus setzt sich in den größeren Städten immer mehr die Nutzung von Geldautomaten durch, an welchen mit jeder Geldkarte des Maestro-Verbundes (praktisch alle deutschen Bankarten) Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass Technik nicht immer und überall perfekt funktioniert und es daher sein kann, dass Sie trotz allem kein Geld aus den Automaten erhalten oder sogar Ihre Karte in diesem für immer verschwindet. Planen Sie also mit mehreren Geldquellen und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Bank- oder Kreditkarten! Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Karten zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 20% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Bargeld wird dann vor Ort in die Landeswährung umgetauscht. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Außerdem sollte man eine gewisse, nicht gar zu knapp bemessene, Geldreserve einplanen. Als Reserve ist eine Bank-/Kreditkarte zu empfehlen.

Wechselkurse:
1 EUR ca. 206 KZT
1 CHF ca. 197 KZT
1 US$ ca. 183 KZT        (Stand Februar 2015)

Stromversorgung
Die Spannung in Kasachstan beträgt 220 Volt. Die Stecker sind zweipolig, meistens ohne Schutzkontakt. Trotzdem passen deutsche Stecker fast immer in einheimische Steckdosen.

Telefonieren
Ländervorwahl nach Kasachstan ist 007. Von Kasachstan nach Deutschland wählt man 81049, nach Österreich 81043, in die Schweiz 81041. NOTRUFNUMMERN: Polizei 02, Unfallrettung 03, Feuerwehr 01. Mobilfunk Netztechnik entspricht GSM 900 und derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Kasachstan von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

Internet
Das Internet ist inzwischen weit verbreitet und Internetcafés nicht mehr nur in den Großstädten zu finden. Vor allem die Hotels internationalen Standards verfügen über W-LAN.

Literatur über Kasachstan

Literatur über Kasachstan

· Gundula Bahro: Durch die Atomindustrie verseuchte Gebiete in Kasachstan. In: Ernst Giese, Gundula Bahro

· Dirk Betke: Umweltzerstörungen in Trockengebieten Zentralasiens (West- und Ost-Turkestan). Ursachen, Auswirkungen, Maßnahmen. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 1998, S. 33ff

· Valerija Ibraeva: Die Kunst Kasachstans als politisches Projekt. In: Zurück aus der Zukunft. Osteuropäische Kulturen im Zeitalter des Postkommunismus. Hg. von Boris Groys u.a. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2006, S. 407–471. (Sehr gute Einführung in die kasachische Kulturgeschichte als Basis für das Verständnis aktuellen Kunstschaffens inklusive Film/Video, mit den Abschnitten „Der sozialistische Realismus auf Nomadenboden“, „Liberalisierung und Nationalismus. 1985–1995“, „Hightech-Feudalismus (1996–2003)“, „Kritizismus“, „Ethnofuturismus“, „Heutige Nomaden“, „Wirtschaft und Kunstpolitik in Kasachstan“.)

· Boris Shiryayev: Großmächte auf dem Weg zur neuen Konfrontation?. Das „Great Game“ am Kaspischen Meer: eine Untersuchung der neuen Konfliktlage am Beispiel Kasachstan. Verlag Dr. Kovac

Ein letztes Wort

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Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

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