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Turkmenistan • Usbekistan

 

Große Seidenstraße Teil 2

14 Tage Turkmenistan und Usbekistan

    
Dauer 14 Tage  
Schwierigkeit  
Kosten p.P. ab 1890 EUR   drucken
Tourcode TKMUSB   zum Filter
Teilnehmer min. 6 – max. 12    
 
 
 
 

Eine Reise entlang der Großen Seidenstraße… Brechen Sie auf zu einer Tour zwischen Kaukasus und Tienschan, in der Gewissheit, dass vor Jahrhunderten schwer beladene Karawanen mit kostbaren Waren vor Ihnen hier unterwegs waren!
Eine Reise entlang der Routen der berühmtesten Handelsstraße der Welt entführt Sie zu großartigen Kulturschätzen, in malerische Oasen und über umtoste Gebirgspässe. Entlang der Seidenstraße entstanden seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. Städte und Zivilisationen, die ihre Blütezeit hatten und zum Teil für immer zerfielen.
Die Seide machte diese Länder unermesslich reich, denn deren Qualität wurde schon bei den Römern hoch geschätzt. Auch heute noch erleben Sie auf den Basaren das Rascheln der Seide, den Duft der Gewürze, die Intensität der Farben, den Glanz von Gold, Silber und Edelsteinen, die Geräusche fremder Vögel und Tiere und den Geschmack der vielfältigen exotischen Speisen.
Die Große Seidenstraße ist die älteste Verbindung hinweg über den Eurasischen Kontinent vom äußersten Osten bis in den tiefen Westen und sie war Bereicherung für beide Himmelsrichtungen. Und doch ist sie im strengen Sinne nicht eine feste Straße – es gab und gibt noch heute verschiedene Routen der Kaufleute, Gelehrten und Armeen, die zusammen ein Netz bilden, in welchem Religionen, Weltanschauungen, Kunst und Wissenschaft zu Hause sind und ihre Verbreitung finden.
Reisen Sie mit uns auf der Achse der Kulturen in die Länder Ihrer Wahl und kombinieren Sie nach Herzenslust Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan und Kasachstan – sehen Sie den noch heute regen Handel und interkulturellen Austausch über Grenzen hinweg!

Die gesamte Reise zählt 44 aufregende und abwechslungsreiche Tage! Da aber nicht alle Reisegäste so viel Zeit zur Verfügung haben, haben wir kreative Spielräume je nach Zeitbudget vorgegeben und so kann ein jeder einzelne Etappen bereisen: Es gibt 6 verschiedene Varianten durch die 7 genannten Länder. Diese dauern 14, 16, 18, 28, 30 oder 44 Tage. Man kann so z.B. in einem Jahr ein Teilstück bereisen und im nächsten oder später einen anderen Teil.

Dies ist Teil 2 der Großen Seidenstraßenreise.

Zum Teil 1 der Großen Seidenstraßenreise geht es hier.

Zum Teil 3 der Großen Seidenstraßenreise geht es hier.

Zur 44-tägigen Gesamtreise geht es hier.

Höhepunkte

Höhepunkte

  • Jahrhunderte alte Zivilisationen der Partherstädte von Nisa und Merv (UNESCO)

  • Stimmungsvolles Picknick am Feuerkrater von Darvaza

  • 2500 Jahre alte Städte: Chiwa, Buchara, Samarkand und Taschkent (UNESCO)

  • 1001 Nacht in Medresen, Basaren und Karawansereien

Tourenverlauf

1. Tag: Abflug in Deutschland

Individueller Flug von Deutschland nach Turkmenistan.

2. Tag: Ankunft in Ashgabat und Flug nach Mary (F)

Ankunft in Ashgabat. Hier werden Sie vom Flughafen abgeholt und erstmal ins Hotel gebracht. Zeit zum Ausruhen. Gemeinsam mit einer Begleitperson fliegen Sie dann am Nachmittag weiter nach Mary. Transfer vom Flughafen ins Hotel. Hier treffen Sie auf die anderen Teilnehmer der großen Seidenstraßenreise, die heute von der iranischen Grenze nach Mary gekommen sind. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Mary - Merw - Mary (F)

Der heutige Tag ist der historischen Stadt Merw (UNESCO-Weltkulturerbe) gewidmet. Zunächst passieren Sie das imposante überkuppelte Mausoleum von Sultan Sanjar (gest. 1157) und Ibn Zaid sowie die mittelalterliche Burg Keshk. Am Nachmittag bestaunen Sie die Talkhatan-Baba- und die Ahun-Baba-Medrese. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 2,5h, 120 km). 

4. Tag: Mary - Ashgabat (F)

Heute fliegen Sie nach Ashgabat. Nach Ankunft Check-in ins Hotel. Ashgabat - die Stadt in der Wüste gehört heute zu den modernsten in Zentralasien mit viel Marmor, Gold und unzähligen Denkmalen in breiten Alleen. Sie sehen die Ertogrul-Ghazi-Moschee (1990-98), die im Zentrum der Stadt liegt und die größte Moschee der Stadt ist, sowie das Lenin-Monument. Übernachtung im Hotel.

5. Tag: Ashgabat (F)

Nach dem Frühstück begeben Sie sich auf eine weitere Stadtrundfahrt und besuchen das berühmte Teppichmuseum. „Seele des Volkes“ – wird der Teppich bei den Turkmenen genannt. Anschließend reisen Sie weiter in die alte Stadt Nisa ca. 12 km vor den Toren der Hauptstadt und besichtigen die Überreste der Parther-Festungen (UNESCO). Ein Besuch am berühmten Neutralitätsbogen von Ashgabat rundet den Tag ab! Übernachtung im Hotel.

6. Tag: Ashgabat - Darwaza (F/A)

Heute besuchen Sie in der Stadt die Moschee und  das Mausoleum Turkmenbaschis und natürlich auch den quirligen Altyn Asyr Gundogar-Bazar. Am Nachmittag Fahrt nach Darwaza. Unterwegs Besuch des Dorfes Erbent, welches weithin für seine Filzprodukte bekannt ist. Nach Ankunft am Feuerkrater werden Sie die Nacht in Zelten verbringen. Stimmungsvolles Abendessen am Rande des immer heller leuchtenden Feuerkraters. Übernachtung im Zelt. (Fahrstrecke ca. 3h, 240 km).

7. Tag: Darwaza - Kunja-Urgentsch - Grenzstelle Schavat - Chiwa (F)

Weiter geht die Reise an die turkmenisch-usbekische Grenze in Schavat. Unterwegs besichtigen Sie die historischen Denkmäler in Kunja-Urgentsch: das Turabek-Khanum-Mausoleum, das Minarett Kutlug Timur, Kyrk Molla, das Mausoleum des Sultan Tekesch, das Mausoleum von Arslan II., das Mausoleum von Nadschmeddin Kubra und Sultan Ali. Nach den Zoll- und Passformalitäten sowie dem Wechsel der Begleitmannschaften an der Grenze erfolgt der Transfer in die wundervolle, gut erhaltene Oase von Chiwa. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 6h, 350 km).

8. Tag: Chiwa (F)

In der Altstadt „Itschan-Kala“ (UNESCO-Weltkulturerbe) finden Sie ausschließlich historische Gebäude: Besonders dominant ist das bunte und nur 28 m hohe „Stummelminarett“. Sie besichtigen weiterhin die Residenz des Khans Kunja-Ark, das Minarett Kok-Minor, die Medrese Muchammad Rachim-Khan, das Minarett und die Moschee Dshuma, das Mausoleum Pachlavan-Machmud, die Medrese und das Minarett Islam-Khodsa, eine Karawanserei, das Stadttor Palvan-Darvosa, die Medrese Kutlymurad-Inak und die Residenz des Khans Tasch-Hauli. Übernachtung wie am Vortag.

9. Tag: Chiwa – Buchara (F/M)

Sie nutzen die kühlen Morgenstunden und für die lange, aber sehr interessante Fahrt durch die Wüste Kysylkum nach Buchara. Sie überqueren den berühmten Amurdarja und legen ausreichend Fotostopps ein. Picknick unterwegs. Gegen Abend erreichen Sie die einstige Metropole Buchara. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 7-8h, 450 km).

10. Tag: Buchara (F)

Stadtführung durch die mehr als 2300 Jahre alte Stadt (UNESCO-Weltkulturerbe). Sie besichtigen den architektonischen Komplex Poi-Kaljan mit dem Minarett und der Moschee Kaljan und der Medrese Miri-Arab, die Festung Ark, die Moschee Bolo-Hauz, das Mausoleum Tschaschma-Ajub, das alte Samaniden-Mausoleum. Am Nachmittag durchstreifen Sie die überkuppelten Gewölbe und Handelsgassen der Goldschmiede Toki-Sargaron, den Baukomplex der Kosch-Medrese, den Basar der Seidenstoffe Tim Abdulla-Khan und die überkuppelten Gewölbe der Mützenmacher Toki Telpak-Furuschon und die der Geldwechsler Toki-Sarrafon. Am Abend sind Sie zu Gast bei einer Folkloreveranstaltung im kühlen Innenhof der Medrese Nadir Divan-begi. Übernachtung wie am Vortag.

11. Tag: Buchara - Samarkand (F/A)

Sie reisen weiter ins sagenumwobene Samarkand. Unterwegs Besichtigung der Ruinen der Karawanserei Rabati-Malik aus dem 12. Jh. und des Wasserspeichers von Sardoba. Nach der Ankunft in Samarkand Unterbringung im Hotel. Noch am Nachmittag begeben Sie sich zum weltberühmten Registan-Platz mit den Medresen Ulugbek, Tilla-Kori und Scher-Dor. Ihr Abendessen wird in einem typisch usbekischen Restaurant diesen spannenden Tag krönen. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 5h, 300 km).

12. Tag: Samarkand (F)

Sie besichtigen heute die Sehenswürdigkeiten der über 2700 Jahre alten Stadt (UNESCO-Weltkulturerbe): die Moschee Bibi-Khanym, den alten Basar, den beeindruckenden Mausoleenkomplex Schachi-Sinda und nach der Mittagspause die Sternwarte von Ulugbek und das Mausoleum von Gur-Emir. Übernachtung wie am Vortag.

13. Tag: Samarkand - Taschkent (F)

Nach dem Frühstück Abfahrt nach Taschkent. Nach Ankunft Check-in im Hotel und am Nachmittag Besuch des Theaterplatzes, der Medrese Barak-Khan, des Mausoleums Kaffal-Schaschi und der Medrese Abdul-Kassym, in deren Räumen sich heute Handwerker traditioneller Gewerbe niedergelassen haben. Zum Abschluss besuchen Sie den alten Basar, der zum Teil in einer wunderschönen Halle im Art-déco-Stil untergebracht ist. Übernachtung im Hotel. (Fahrstrecke ca. 5h, 360 km).

14. Tag: Heimreise ab Taschkent

Selbständige Fahrt vom Hotel zum Flughafen und individuelle Heimreise von Taschkent nach Deutschland. Gern organisieren wir Ihnen auch einen persönlichen Flughafentransfer. Preis auf Anfrage.

Termine und Preise

  Anreise Abreise Bemerkungen   Preis p.P.    
15.09.2016 28.09.2016 2090 EUR
29.09.2016 12.10.2016 2090 EUR
13.10.2016 26.10.2016 2090 EUR
12.05.2017 25.05.2017 1890 EUR Anfragen
18.08.2017 31.08.2017 1890 EUR Anfragen
tt.mm.jjjj tt.mm.jjjj Ihr individueller Gruppentermin Termin vorschlagen

Zusatzkosten

EZ-Zuschlag 280 EUR
Internationale Flüge je nach Airline, Verbindung und Verfügbarkeit zwischen 750 € und 1250 € auf Anfrage
Flughafentransfer Taschkent auf Anfrage
freie Plätze
Restplätze: Bitte beachten Sie, daß bei Anfragen von Restplatzreisen das Kontingent bereits ausgebucht sein kann, während wir Ihre Anfrage bearbeiten!
ausgebuchte Reise: Bitte beachten Sie, daß Sie ausgebuchte Reisen nur angefragt werden können. Sollten kurzfristig noch Plätze frei werden, erfahren Sie es somit als erstes!
deutschsprachige Reiseleitung

Leistungen

Enthaltene Leistungen ab Ashgabat/an Taschkent

  • Wechselnde deutschsprachige Tourenleitung
  • 2 Inlandsflüge Ashgabat - Mary, Mary - Ashgabat) in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.15)
  • Flughafentransfers in Ashgabat
  • Visabefürwortung/-unterstützung für Turkmenistan
  • Komplette Campingausrüstung
  • Alle Fahrten in privaten Fahrzeugen (Minivan oder Reisebus je nach Gruppengröße) bzw. Jeeps (Wüstendurchquerung Turkmenistan)
  • Alle Eintrittsgelder laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 12 Ü: Hotel im DZ
  • 1 Ü: Zelt
  • Mahlzeiten: 12×F, 1×M, 2×A

Nicht in den Leistungen enthalten

An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Flughafengebühren im Reiseland; Turkmenische Einreisegebühren 14 US$ zu zahlen am Flughafen in Ashgabat; optionale Ausflüge; evtl. Foto- bzw. Videogenehmigungen; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.15; Trinkgelder; Persönliches; Visagebühren für deutsche Staatsangehörige: Turkmenistan ca. 35 €, Usbekistan ca. 70 € bis 15 Tage (zzgl. Versand- und ev. Bearbeitungsgebühren), abweichend für Österreicher und Schweizer

Infos

Anforderungen

Für diese Tour sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich, Sie müssen sich aber auf heißes trockenes und an den Pässen und in den Bergen kühles trockenes Klima und lange Fahrtstrecken in Fahrzeugen einstellen. Flexibilität, Teamgeist und zum Teil Komfortverzicht sind unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise!

Hinweise

Die Unterkünfte
Die meiste Zeit übernachten Sie in Hotels und Pensionen internationalen Standards. Einzige Ausnahme ist die Zeltübernachtung in Darwaza.

Zeltübernachtung in Darwaza / Turkmenistan
Die Nacht in Darwaza verbringen Sie in Campingzelten. Die benötigte Ausrüstung inkl. Schlafsack und Isomatte wird gestellt. Toilettenzelt und Waschgelegenheit sind vorhanden.

Service

Usbekistan

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Usbekistan hat eine Fläche von 447.400 km² und liegt im mittleren Zentralasien. Usbekistan und Liechtenstein sind die einzigen Binnenstaaten der Erde, die ihrerseits nur von Binnenstaaten umgeben sind. Man muss also zwei Staatsgrenzen überqueren, um in einen Staat mit Zugang zum offenen Meer zu gelangen.

Usbekistan erstreckt sich von den Wüsten am Aralsee im Westen über ca. 1.200 km bis zum fruchtbaren Ferganatal im Osten. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Anbauflächen befinden sich in den großen Oasen um Samarkand, Buchara und Taschkent sowie im Ferganatal.

Im Osten Usbekistans liegen die Turkestankette und die vorgebirgige Landschaft des Tienschan. Der höchste Berg Usbekistans liegt im Hissargebirge und erreicht eine Höhe von 4.643 Metern. Dieser trug einst den Namen Berg des 22. Kongresses der Kommunistischen Partei,  trägt aber heute den Namen Hazrat Sulton. Die tiefste Stelle im Land liegt 12 m unter dem Meeresspiegel im Kysylkum.

Durch Usbekistan fließen die zwei ehemals wichtigsten Zuflüsse des Aralsees und größten Ströme Zentralasiens, der Amudarja (usbek. Amudaryo, in der Antike Oxus genannt), welcher 2.743 Kilometer lang ist, aber als Amudarja nur 1.414 Kilometer fließt und der Syrdarja (usbek. Sirdaryo) welcher 2.212 km lang ist. Beide Flüsse liegen jedoch nur mit einem Teil ihres Laufes in Usbekistan. Ihre Quellflüsse entspringen außerhalb Usbekistans im zu Tadschikistan und Afghanistan gehörenden Pamir (für den Amudarja) bzw. im zu Kirgisistan gehörenden Tienschan (für den Syrdarja). Der Syrdarja durchquert in seinem Mittellauf den zu Usbekistan gehörenden Teil des Ferganatals, fließt dann über das Territorium Tadschikistans, südwestlich von Taschkent erneut eine kurze Strecke durch Usbekistan, während sein Unterlauf zu Kasachstan gehört. Der Amudarja bildet in seinem Mittellauf zunächst die usbekisch-afghanische Grenze und verläuft sodann parallel zur Grenze Usbekistans zu Turkmenistan, die jedoch nur in einem Teilstück dem Fluss direkt folgt.

Der von vollständiger Austrocknung bedrohte Aralsee ist mittlerweile in mehrere Teile zerfallen. Dieser seit etwa 1960 zunehmende Prozess stellt weltweit eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen dar. Mit ursprünglich rund 68.000 Quadratkilometern Ausdehnung war der Aralsee früher der viertgrößte Binnensee der Erde. Die Verlandung und Versalzung stellen eine irreversible Umweltverschmutzung dar. Südwestlich des Sees befindet sich das flachwellige, wüstenhafte Ustjurt-Plateau, dessen Westhälfte zu Kasachstan gehört und ein großes Naturreservat bildet.

Der größte Teil der Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen. Südöstlich des Aralsees im Tiefland von Turan erstreckt sich die Kysylkum (usbek. Qizilqum), die vier Zehntel der Staatsfläche Usbekistans umfasst und sich auf dem angrenzenden Territorium Kasachstans fortsetzt. Sie wird nur durch einige Restmassive unterbrochen, die im Gora Aktau 920 m Höhe erreichen.

Weitere wichtige Flüsse sind der Surchundarja (usbek. Surxondaryo), der Kaschkadarja (usbek. Qashqadaryo), der die Oase von Qarshi erreicht und der Zarafshon, der die Oasen von Samarkand und Buchara bewässert und schließlich in der Wüste südwestlich von Buchara endet, ohne den Amudarja erreicht zu haben.

Politik und Gesellschaft
Usbekistan ist eine Republik. Usbekisch ist die offizielle Amtsprache, jedoch ist Russisch weit verbreitet. Etwa 80% der Bevölkerung bekennt sich zum Islam. Ansonsten sind Glaubensrichtungen wie russisch-orthodox, christlich und auch eine Minderheit an jüdisch Gläubigen vertreten. Die Präsidialrepublik wurde am 1. September 1991 gegründet. Nach der Proklamation der Unabhängigkeit Usbekistans wurden in einer kurzen Zeit die Rechtsgrundlagen des neuen Staates geschaffen, die auf eine umfassende Entwicklung der Demokratie ausgerichtet sind und den Übergang zur Marktwirtschaft sowie die Rechtstaatlichkeit und die Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative sichern sollen.

Politische Beziehungen

Usbekistan sieht in Deutschland einen wichtigen Partner in Westeuropa. Es bezeichnet das deutsche politische und wirtschaftliche System als Vorbild, betrachtet Deutschland als einen bevorzugten Partner und erklärt, in Menschenrechtsfragen und bezüglich der Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen dialogbereit zu sein. Usbekistan sieht sich – auch nach den Ereignissen von Andijan im Mai 2005 – als Teil der weltweiten Anti-Terror-Koalition. Dies wird u.a. durch die weitere Kooperation bei der Nutzung des Lufttransportstützpunktes Termes durch ein Einsatzgeschwader der Bundeswehr deutlich. Durch die dortige Stationierung von ca. 300 Bundeswehrsoldaten zur logistischen Unterstützung der ISAF-Kontingente in Afghanistan hat die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan eine wahrnehmbare sicherheitspolitische Komponente erhalten.

Im Rahmen eines hochrangigen bilateralen Besuchsaustauschs und kritischen Dialogs werden von deutscher Seite die Fortsetzung demokratischer Reformen und die Verbesserung der Menschenrechtslage gefordert.

Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist nach Russland, China, Südkorea und den USA fünftwichtigstes Lieferland Usbekistans. Das Handelsvo­lumen hat sich seit 1999 jedoch halbiert. Nach dem Tiefstand von 214 Mio. Euro 2001 ist es wieder stetig gestiegen und nach 270 Mio. Euro im Jahr 2005 nochmals um 10% in den ersten sechs Monaten 2006 gewach­sen. Die Zunahme ist vor allem auf die Lieferung von Maschinen und Ersatzteilen in der Textilbranche und der Landwirtschaft zurückzuführen. Zudem nutzen deutsche Unternehmen verstärkt den Weg über Russland und China auf den usbekischen Markt.

In der zentralen Frage der Währungskonvertibilität hat Usbekistan einen wichtigen Schritt nach vorn unternommen. Seit dem 15. Oktober 2003 gilt volle Konvertibilität. Ob sich damit der Devisenzugang für Importeure entspannt, kann erst die längerfristige Praxis zeigen. Gleichzeitig versucht die Regierung Usbekistans, makroökonomische Stabilität über eine stark reglementierte Geldpolitik zu erreichen. Mit der außergewöhnlich starken Kontingentierung der Bargeldmenge sollen Wirtschaft und Handel kontrolliert und Währung und Inflation stabil gehalten werden. Dies behindert das Wirtschaftsleben. Allerdings sind 2005 ein Wachstum von 7%, ein solider Haushalt und ein positives Außenhandelssaldo erreicht worden. Doch makroökonomische Stabilität bringt noch kein wirkliches Wachstum im Handel und Privatsektor sowie Wohlstand mit sich.

Es gibt ca. 55 deutsche Firmenvertretungen in Usbekistan (ca. 15 mit entsandten Deutschen), darunter Siemens und drei deutsche Banken, die sowohl Baumwollhandel als auch Liefergeschäfte mit Usbekistan finanzieren.

Sicherheit
Usbekistan ist ein sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Auf Grund der leider weit verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles ist vor allem Diebstahl bedauerlicherweise an der Tagesordnung. Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Grossteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich, egal ob dies nach unseren Maßstäben tatsächlich der Fall ist oder nicht. Daher gilt die weitverbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geübten und geschickten Taschendieben welche den Diebstahl, besonders von Touristen, zu Ihrer Erwerbsgrundlage gemacht haben oder welchen auf Grund Ihrer persönlichen Situation nichts anderes übrig bleibt. Oft arbeiten diese in Gruppen zusammen und gehen dabei mit äußerster Geschicklichkeit vor. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z.B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die große Gefahr einiger Dinge entledigt zu werden. Um eine solche Situation möglichst zu vermeiden wird sich Ihr Tourenleiter am ersten Tag der Reise mit ihnen zusammensetzen und dieses Problem besprechen. In Ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie, die dabei gegebenen Hinweise zu beachten.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir werden Ihre Fragen gern beantworten. Unterwegs wird Ihnen Ihr Tourenleiter darüber hinaus mit vielen Tipps und Tricks zu diesen Problemen zur Seite stehen.

Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten. Im Vorfeld hier einige bewährte Tipps und Tricks, wie man Diebstähle vermeidet:

· Nächtliche Stadtrundgänge, vor allem in dunklen Seitenstraßen und fragwürdigen Gegenden vermeiden.

· Niemals offen zeigen, was man an Wertsachen dabei hat: Geldscheine einzeln und in kleinen Mengen in der Hosentasche o.ä. mitführen, die Brieftasche gemeinsam mit dem restlichen Geld im Hotelsafe lassen.

· Teure Uhren, Schmuck und ähnliche Wertgegenstände, welche für die Reise nicht unbedingt von Nöten sind, zu Hause lassen.

· Während Fahrten, auf denen Dokumente und Geld nicht im Safe des Hotels hinterlassen werden können, diese möglichst am Körper unter der Kleidung tragen (z.B. Gürteltasche aus dem Ausrüstungsladen). Bitte denken Sie stets daran, dass Flugticket und Reisepass Ihre wichtigsten Reiseunterlagen sind! Deren Verlust ist mit einer langwierigen und teuren Wiederbeschaffungsaktion verbunden, welche unter Umständen das vorzeitige Ende Ihrer Reise bedeuten kann.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

Klima
In Usbekistan überwiegt ein kontinentales Halbwüstenklima mit kurzen Wintern und starken Frösten in den Gebirgen sowie langen und heißen Sommern. Niederschläge fallen meist nur im Osten des Landes. Der Jahresniederschlag beträgt - je nach Region - nur 50–200 mm, steigt jedoch in den Gebirgen teilweise auf 1.000 mm jährlich an. Die Temperaturen schwanken sowohl jahres- als auch tageszeitlich stark. Die Sommer sind meist heiß und wolkenlos, die Winter unbeständig und kalt.

Zeitverschiebung
Es gilt mitteleuropäische Zeit (MEZ) plus vier Stunden. Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied plus drei Stunden.

 

Vor der Reise

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Usbekistan benötigen deutsche, österreichische und schweizer Staatsangehörige einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, sowie ein Visum, welches vor Einreise bei der zuständigen Botschaft oder durch einen Visumdienst beantragt werden muss.

Wir empfehlen zur den Visadienst Bonn GmbH - Außenstelle Berlin (Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, Fax: (030) 31011659, E-Mail: info@visum.de). Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter www.visum.de/partner/diamir. Sollte die Erteilung der Visa aus irgendwelchen Gründen verweigert werden oder Sie Probleme damit haben, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

Für ein Touristenvisum benötigen Sie Ihren Pass, eine Passkopie (alle Seiten!!!), ein ausgefülltes Antragsformular (online auszufüllen) und zwei Passbilder.

Bitte geben Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass acht, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel deponieren und nur die Kopie mit sich führen. Eine solche Vorgehensweise wird auch von der  Touristenpolizei empfohlen. 

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt. Etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das Letzte ist, was man sich wünscht. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Während der Reise

Gesundheit
Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ („Koch es, schäl es oder vergiss es!“) merken. Essen Sie nur gekochte oder vollständig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis, Eis in Getränken, frisch gepresste Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Gästehäusern einer Reise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer sehr ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch verschiedene einheimische Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Speisen wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 5 bis 12 EUR rechnen.

Die Herkunft usbekischer Rezepte lässt sich teilweise über hunderte von Jahren zurückverfolgen. Traditionelle Rituale beim Zubereiten der Speisen sind nach wie vor üblich. Grundnahrungsmittel ist das usbekische Brot, das früher als heilig galt und um das sich zahlreiche Legenden ranken. Es wird immer noch traditionell an den Innenwänden eines großen Tonofens gebacken, ist sehr knusprig, duftet angenehm und schmeckt hervorragend. Dazu trinkt man grünen oder schwarzen Tee oder Fruchtsaft - eine komplette Mahlzeit.

Daneben wird viel Reis gegessen. Das Nationalgericht, Plow, wird aus Reis zubereitet, und man isst es zu allen Gelegenheiten - in der einfachen Hütte ebenso wie beim prunkvollsten Fest. Plow schmeckt durch verschiedene Zutaten immer wieder anders. Das machen die Beigaben von Hammelfleisch oder Fisch, von vielerlei Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch, natürlich auch von den unterschiedlichen Gewürzen oder aber von Obst (vor allem Quitten oder Rosinen). Was in solcher Vielfalt auf den Tisch kommt verrät die ganze gastronomische Phantasie der Usbeken. (Keineswegs nur der Usbekinnen! Denn die besten Plows werden - so jedenfalls behaupten die Usbeken selbst - von Männern zubereitet.)

Zum Nachtisch gibt es Obst (die Melonen aus Usbekistan sind legendär!) oder getrocknete Früchte - und vor allem Halwa. Dies besteht aus Nüssen, Mehl und viel, viel Zucker.

Alkoholika

Alkoholische Getränke und Speisen sind in Usbekistan weder verboten noch geächtet. Noch aus der sowjetischen Ära erfreut sich der Wodka ausgesprochener Beliebtheit und in jeder Hotelbar ist eine breite Palette alkoholischer Getränke erhältlich.

Trinkwasser

Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen. Während unserer Touren wird abgepacktes Wasser während der langen Fahrten zwischen den Städten unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Vegetarier/Veganer

Vegetarier und Veganer müssen im Restaurant speziell auf ihre Wünsche hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es jedoch ein reichhaltiges Angebot an frischem Obst und Gemüse.

Kaffee

Usbekistan ist kein Kaffeeland. Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee in Usbekistan nicht sehr populär. An manchen Orten gibt es gar keinen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instant-Kaffee ist eher verbreitet. Hier bestimmen der grüne und schwarze Tee die Getränkekarte. Nehmen Sie sich evtl. etwas Kaffeepulver oder auch löslichen Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen.

Brot

In Usbekistan ist das traditionelle Fladenbrot sehr verbreitet. Dieses wird auf traditionelle Weise im Lehmofen gebacken und häufig auf der Straße verkauft. Dieses Brot ist immer frisch, meist sogar noch warm und Usbeken, die außerhalb ihres Landes leben vermissen dieses Lebensmittel am meisten!

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw.

Foto & Film
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.

Bekleidung
Im Allgemeinen gibt es keine strenge Kleiderordnung, besonders nicht in Taschkent oder anderen großen Städten, wo gerade junge Leute alle Kleidungsfreiheiten genießen. Oft trifft man auf Frauen, die Kopftücher tragen, doch das geschieht freiwillig ist keinesfalls eine Vorschrift. 

Trotzdem gibt es ländliche Provinzen, wie etwa das Ferganatal, wo man das Tragen von Shorts besser unterlassen sollte. Dasselbe gilt für den Besuch von religiösen Stätten wie Moscheen oder Mausoleen. An diesen Orten sollten Frauen ihre Schultern und den Ausschnitt bedeckt halten und am besten einen Hut oder ein Kopftuch tragen. Letzteres ist gerade im Sommer sehr leicht zu befolgen, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel brennt…

 

Geld, Strom, Telefon

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die offizielle usbekische Währung ist der Som (UZS). Es gibt Banknoten zu 50, 100, 200, 500 und 1.000 Som. Obwohl es Münzen gibt, werden diese selten benutzt, so zum Beispiel  zum Bus- und Metrofahren.

Getauscht werden kann recht unkompliziert in Banken und Hotels. Bei beiden gibt es keinen schlechteren Kurs als bei Geldtauschern auf der Straße, also gehen Sie gar nicht erst das Risiko ein. Geldautomaten gibt es recht selten, auch nicht ganz so oft in Taschkent. Der Gebrauch von Kreditkarten ist somit bei weitem nicht normal. Verlassen Sie sich also bitte nicht auf Karten als Zahlungsmittel. Als Reserve ist eine Kreditkarte allerdings zu empfehlen. Reiseschecks sind nicht zu empfehlen. Daher empfiehlt es sich EURO, CHF oder US$ in bar mitzunehmen.

Rücktausch von Som in EUR ist auch mit der letzten Umtauschquittung problematisch. Kalkulieren Sie gegen Ende der Reise lieber genau. Heben Sie Ihre Umtauschquittungen auf. Es kann sein, dass Sie bei der Ausreise danach gefragt werden. Nur in großen Hotels und Geschäften werden Master Card und Visa Card akzeptiert. Ihr Tourenleiter wird Ihnen beim Geldwechsel selbstverständlich behilflich sein. Außerdem sollte man eine gewisse Geldreserve einplanen.

Die Einfuhr von Devisen nach Usbekistan ist in unbeschränkter Höhe möglich. Über die Deviseneinfuhr muss bei der Einreise eine Zollerklärung in zweifacher Ausfertigung ausgefüllt werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, in der Zollerklärung die mitgeführten Devisen anzugeben. Eine Überschreitung der Summe der seinerzeit eingeführten ausländischen Devisen ist nur unter Vorlage einer Bestätigung der Zentralbank der Republik Usbekistan oder einer bevollmächtigten Bank möglich. Falsche Angaben werden in der Regel mit Geldstrafe geahndet. Bei Unstimmigkeiten kann es in Einzelfällen zu einer Verzögerung der Ausreise auch um mehrere Tage kommen.

Wechselkurse
1 EUR ca. 2.760 UZS
1 CHF ca. 2.632 UZS
1 USD ca. 2.440 UZS        (Stand Februar 2015)

Stromversorgung   
Die Spannung in Usbekistan beträgt 220 Volt. Die Stecker sind zweipolig, meistens ohne Schutzkontakt. Trotzdem passen deutsche Stecker fast immer in usbekische Steckdosen. 

Telefonieren
Die Vorwahl für Usbekistan ist + 998. Danach schließt sich die Vorwahl der jeweiligen Stadt an, für Taschkent ist das die 71. Ist die Nummer des Teilnehmers dann sechsstellig (alte Telefonnummern), müssen Sie noch eine 2 vor der sechsstelligen Nummer des Teilnehmers wählen. Bei den modernen, siebenstelligen Nummern entfällt diese 2. Dann können Sie nach der Stadtvorwahl sofort die Nummer des Teilnehmers wählen. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Usbekistan von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

 

 

Literatur über Usbekistan

Literatur über Usbekistan

Die Bandbreite des Angebots erstreckt sich von Romanen über Reisebeschreibungen bis hin zu historischen Schriften. Da Literatur natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, versteht sich die folgende Liste lediglich als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

· Egon Erwin Kisch: Zaren, Popen, Bolschewiken. Asien gründlich verändert. China geheim. 1932

· Hans Werner Richter: Karl Marx in Samarkand. Luchterhand, 1967.

· Bernhard Chiari und Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte: Usbekistan. Paderborn, 2009.

· James Critchlow: Nationalism in Uzbekistan: A Soviet republic’s road to sovereignty. Westview Press, 1991.

· Julia M. Eckert: Das unabhängige Usbekistan auf dem Weg von Marx zu Timur. Politische Strategien der Konfliktregelung in einem Vielvölkerstaat. Berliner Studien zur Internationalen Politik. Münster, 1996.

· Jürgen Nowak: Die ethnopolitische Situation Usbekistans. Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien. Köln, 1995.

· Resul Yalcin: The rebirth of Uzbekistan: Politics, economy and society in the post-Soviet era., 2002.

· Judith Peltz: Usbekistan entdecken. Entlang der Seidenstraße nach Samarkand, Buchara und Chiwa. Berlin, 2005.

· Britta Wollenweber, Peter Franke: Usbekistan – Land zwischen Orient und Okzident. Der Reiseführer für den Hintergrund. Wostok Verlag, Juli 2007.

 

Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Turkmenistan

Allgemeines

Allgemeines

Geografie
Turkmenistan grenzt im Uhrzeigersinn und im Norden beginnend an Kasachstan, Usbekistan, Afghanistan, den Iran und das Kaspische Meer. Turkmenistan hat keinen Zugang zum offenen Meer, die Küste am Kaspischen Meer ist jedoch 1.768 Kilometer lang. Nahezu 95% der Landfläche werden von der Wüste Karakum eingenommen, die sowohl aus Sand- als auch Geröllwüste besteht. Im Westen erstrecken sich die Hochebene von Türkmenbasy und der Große Balkan mit Höhen bis zu 1.880 m ü. NN. Der Große Balkan fällt in Richtung Süden zum Karakumkanal, dem turkmenischen Hauptkanal ab und geht auf der anderer Seite des Kanals ins Kopet-Dag-Gebirge über, welches sich größtenteils im Iran befindet. Der höchste Berg des Landes, der Ayrybaba mit 3.139 Metern befindet sich an der östlichen Grenze zu Usbekistan. Im Land herrscht überall kontinentales Klima mit extrem heißen und trockenen Sommern und kalten Wintern.

Natur
Turkmenistan wird in weiten Teilen von Trockengebieten dominiert und beherbergt immer noch zahlreiche größere Tierarten, die für Steppengebiete charakteristisch sind. Dazu zählen Halbesel und Kropfgazellen, vorwiegend die bergigen Regionen im Süden werden auch von Urials (Steppenschafe) und Wildziegen, sowie von größeren Raubtieren, wie dem Leoparden bewohnt. Ein bedeutendes Schutzgebiet in Turkmenistan ist das Badkhyz-Naturreservat im Süden des Landes, das einst die letzte Zuflucht des Turkmenischen Halbesels war und zugleich eines der bedeutendsten Refugien für die Kropfgazelle in Turkmenistan darstellt.

Politik und Gesellschaft
Den Hauptteil der Bevölkerung bilden die Turkmenen mit rund 77%. Die größten Minderheiten sind Usbeken (9%), Russen (7%), Kasachen (2%), Tataren (1,1%), Aserbaidschaner (0,8%), Belutschen (0,8%), Armenier (0,8%) und Ukrainer (0,5%). Daneben siedeln in Turkmenistan auch Koreaner und Tadschiken.

Die höchsten Besiedlungsdichten weisen die Oasen im Vorland des Gebirges Kopet-Dag, die Regionen am Unterlauf der Flüsse Tedschen und Murgab, das Tal des Amudarja und die am Karakumkanal gelegenen Gebiete auf. 46% der Bewohner leben in Städten. Die größten Städte sind (Stand 2011): A?gabat (950.000 Einwohner), Türkmenabat (234.828 Einwohner), Da?oguz (285.360 Einwohner), Mary (126.150 Einwohner), Serdar (93.692 Einwohner) und Baýramaly (91.713 Einwohner).

Religionen
Etwa 90% der Bevölkerung sind Muslime (meist Sunniten und nur ca. 120.000 Schiiten). 9% der Bevölkerung gehören der russisch-orthodoxen Kirche an. Als weitere bedeutende religiöse Minderheiten sind folgende Gemeinschaften vertreten: Juden, Anhänger der römisch-katholischen Kirche, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten, Neuapostolische Kirche und Bahai.

Die jüdische Religion ist in Turkmenistan als solche nicht anerkannt. Die Ausübung der Religion wird allerdings toleriert. Es gibt jedoch keine Synagogen. Etwa 1000 Juden leben in Turkmenistan. Die meisten von ihnen hatten sich während des Zweiten Weltkriegs hier niedergelassen. Sie waren Flüchtlinge aus der Ukraine. Eine andere Gruppe sind die alteingesessenen bucharischen Juden. Viele turkmenische Juden sind in den letzten Jahren nach Deutschland und Israel ausgewandert.

Regierung
Laut Verfassung handelt es sich bei Turkmenistan um eine demokratische Präsidialrepublik. Es ist aber nur eine Partei registriert, welche 100% der Plätze im National- und Regionalparlament besetzt. Der Inhaber des Präsidentenamtes ist zugleich Staats- sowie Regierungschef und ist mit weitreichenden, nahezu diktatorischen Vollmachten ausgestattet. Laut Verfassung wird er auf fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Er bestimmt die Richtlinien der Politik, verfügt über ein uneingeschränktes Verordnungsrecht und ernennt die Mitglieder der Regierung. Ferner ist das Amt eines stellvertretenden Ministerpräsidenten vorgesehen. Der Präsident des Landes ist kraft seines Amtes auch Vorsitzender beider Parlamentskammern, jedoch wird für jede Parlamentskammer ein Vizepräsident bestimmt, der die Funktion des Vorsitzenden faktisch ausübt. Diese Ämter, ebenso der Posten des Vize-Ministerpräsidenten bis 2001, erlebten in den Jahren vor Nyýazows Tod einen häufigen Personalwechsel. Der gegenwärtige Präsident ist Gurbanguly Berdimuhamedow, der im Dezember 2006 nach dem Tod Nyýazows die Macht übernahm. Er wurde am 12. Februar 2012 wiedergewählt.

Außenpolitik
Turkmenistan ist Mitglied der UNO, der GUS (nur Assoziierung, keine Mitgliedschaft), der ECO, der OIC und des OATCT sowie der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa). Es hat sich außenpolitisch für neutral erklärt. Unter anderem bedingt durch seine Regierungsform befindet sich Turkmenistan politisch in einer relativen internationalen Isolation. Als besonders gut gelten die Beziehungen zur Volksrepublik China, zu Russland, zum Iran und zur Türkei. Konfliktfelder gibt es allerdings auch mit den Nachbarstaaten. Als einer von nur sechs Staaten weltweit hat das Land keinen Antrag auf Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation gestellt.

Sicherheit
Turkmenistan gehört weltweit zu den sichersten Reiseländern. Die Kriminalitätsrate ist ausgesprochen niedrig und Verbrechen jeder Art sind auch aufgrund der verbreiteten Polizeipräsenz nahezu unbekannt. Auch nachts sind die Straßen und Parkanlagen von Ashgabat sicher. Trotz allem sollten die in der Heimat üblichen Vorsichtsmaßnahmen jederzeit beachtet und Wertgegenstände, größere Bargeldsummen, Schmuck oder teures technisches Gerät nicht zu offensichtlich präsentiert werden.

 

Nach 23 Uhr werden auf den Straßen der Hauptstadt vermehrt Polizeikontrollen durchgeführt. Bleiben Sie in jedem Fall ruhig und sachlich, vermeiden Sie Verhaltensweisen, die von den Kontrolleuren als Bedrohung aufgefasst werden können und bestehen Sie bei Verständigungsproblemen auf einen Anruf bei einer Person, die der turkmenischen oder russischen Sprache mächtig ist. 

 

Es kommt immer wieder vor, dass von Reisenden berichtet wird, das für Ausländer vorgesehene Hotelzimmer mit Abhörgeräten, teils auch Kameras ausgestattet sein sollen. Wir möchten Sie daher bitten, diese Möglichkeit bei Gesprächen innerhalb der Hotelzimmer zu berücksichtigen.

 

Klima
Das ausgeprägte Kontinentalklima in Turkmenistan weist hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und auch von Jahreszeit zu Jahreszeit auf. Als südlichste Region der ehemaligen Sowjetunion hat Turkmenistan die mit Abstand höchsten Temperaturen in Zentralasien, doch da es selbst im Sommer eine niedrige Luftfeuchte hat, ist es noch erträglich. Im Süden ist das Klima etwas weniger kontinental als im Norden, und die Temperaturen fallen selten unter -5°C. Die nördlichen Bereiche an der usbekischen Grenze können im Winter extrem kalt werden, mit Temperaturen bis zu minus 20°C. Die besten Reisemonate mit gemäßigten Temperaturen sind April und Mai, wenn die Wüste und Berge erblühen. September und Oktober sind ebenfalls hervorragend geeignet, da es hier durch die Erntezeit eine Überfülle an frischem Obst und Gemüse gibt.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +5 Stunden, keine Sommerzeit. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Turkmenistan 17 Uhr am Abend. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach Turkmenistan daher um 5 Stunden vorstellen.

Verantwortung
Bitte bedenken Sie immer, dass Sie Gast in diesem wunderschönen Land sind und dass dessen Einwohner Sie immer gebührend und respektvoll behandeln werden. Insofern ist es eines Jeden Pflicht, diesen Respekt auch gegenüber den Einheimischen zu erwidern. 

Vor der Reise

Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Turkmenistan benötigen deutsche Staatsangehörige einen bei Ausreise noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, sowie ein Visum, welches vor Einreise bei der zuständigen Botschaft oder mit Hilfe eines Visadienstes beantragt werden muss. Die für die Einreise nach Turkmenistan nötige Visumerteilung erfolgt durch die Botschaft von Turkmenistan in Berlin oder in Verbindung mit dem beauftragten Visadienst, wenn von einer privaten oder offiziellen Stelle in Turkmenistan eine Einladung vorliegt. Die erforderlichen Einladungen bzw. Voucher aus Turkmenistan erhalten Sie rechtzeitig von DIAMIR Erlebnisreisen.

Wir empfehlen den Visadienst Bonn GmbH - Außenstelle Berlin (Agricolastraße 24, 10555 Berlin, Tel.: (030) 3101160, Fax: (030) 31011659, E-Mail: info@visum.de). Weitere Informationen zu Ihrer Visumbeantragung finden Sie auch unter www.visum.de/partner/diamir. Sollte die Erteilung der Visa aus irgendwelchen Gründen verweigert werden oder Sie Probleme damit haben, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

Bitte geben Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass acht, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotel deponieren und nur die Kopie mit sich führen. 

Einfuhrverbot
Bitte beachten Sie, dass die Einfuhr des Schmerzmittels TRAMADOL bzw. von Medikamenten, die Tramadol beinhalten, strengstens verboten ist. TRAMADOL wird in Turkmenistan als Droge eingestuft. Um unangenehme Situationen bei der Einreise zu vermeiden, sollten Sie Ihre Reiseapotheke daraufhin kontrollieren und gegebenenfalls auf dieses Schmerzmittel verzichten.

Ausfuhrverbot
Die Ausfuhr turkmenischer Teppiche ohne entsprechende Genehmigung ist verboten.

 

Reiseversicherung
Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Gern beraten wir Sie.

Wir empfehlen den Versicherungsschutz der HanseMerkur Reiseversicherung AG. Ihre Versicherung können Sie bequem online abschließen unter www.urlaubsschutz24.de

Gesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

- CRM Centrum für Reisemedizin: www.crm.de

- Weltgesundheitsorganisation: www.who.int/countries/en (auf Englisch)

- Liste der Gelbfieberimpfstellen: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

- Robert Koch Institut: www.rki.de

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

Während der Reise

Essen & Trinken
Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch verschiedene einheimische Gerichte kennenlernen. Dazu bieten sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 5 bis 12 EUR rechnen. Die turkmenische Küche ist kräftig und beginnt meist mit einer Süßspeise und Tee, gefolgt von einer Suppe. Beliebt sind Gerichte aus Schaf- oder Hammelfleisch. Typische Gerichte sind Hammelfleisch mit Reis, Schaschlik, gekochtes Hammelfleisch mit dünnen Teigfladen und gedämpfte Teigtaschen mit Fleisch und/oder Gemüse. Manty sind kleine Teigtaschen gefüllt mit Fleisch und Gemüse, Samsa sind scharf gewürzte Teigtaschen mit Fleisch und Gemüse. Allgegenwärtig ist der Plov, ein Gericht aus gebratenem Reis mit Hammelstückchen und Steckrüben.

Je nach Region wird der Plov auch mit Hühner- oder Rindfleisch zubereitet. Das wichtigste Getränk ist Tee, gefolgt von Kefir. In den Restaurants der Hauptstadt findet man Bier, Wein, Wodka, russischen Sekt und verschiedene Erfrischungsgetränke. 

Trinkwasser
Unabgekochtes Leitungswasser zu trinken ist nicht empfehlenswert. Wasser in Plastikflaschen gibt es fast überall zu kaufen.

Vegetarier/Veganer
Vegetarier müssen im Restaurant speziell und ausdrücklich auf ihren Wunsch hinweisen, da es außer ein paar Beilagen gewöhnlich kein vegetarisches Essen gibt. Auf den Märkten gibt es ein reichhaltiges Angebot an sehr gutem frischem Obst und Gemüse.

Kaffee
Im Gegensatz zu Tee ist Kaffee in Turkmenistan nicht sehr populär und Turkmenistan ist daher kein Kaffeeland. Hier bestimmt der grüne und auch schwarze Tee die Getränkekarte. Nehmen Sie sich evtl. etwas (löslichen) Kaffee mit, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen. An manchen Orten gibt es gar keinen. Echter Bohnenkaffe ist selten, Instantkaffee ist eher verbreitet.

Fotografie
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, Grenzanlagen, usw. 

Foto & Film
Nehmen Sie genügend Speicherkarten/Filme mit. In Turkmenistan bekommen Sie selten welche. Wichtig sind auch Reservebatterien, ein Blitzgerät, Skylightfilter und Linsenpapier (Staub!). Dieses Material ist nur schwer oder gar nicht zu bekommen. Bis auf ganz wenige Shops in Großstädten, kann man Ausrüstung für Foto und Film nicht kaufen.

Bekleidung
Leichte Baumwollkleidung ist für Reisen in den Sommermonaten empfehlenswert. Lange Hosen und langärmelige Hemden und Pullover verhindern Sonnenbrand und respektieren die moslemische Weltanschauung. Allerdings wird in Turkmenistan noch nicht so streng auf die richtige Kleidung geachtet. An religiösen Orten müssen jedoch Schultern und Beine bedeckt sein, Miniröcke und schulterfreie Tops sind unpassend. Sinnvoll um einen Sonnenbrand zu vermeiden ist es, einen Hut oder eine Kappe zu tragen. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung sehr intensiv - eine Sonnenbrille ist unbedingt angeraten. Festes Schuhwerk kommt mit Hitze, Staub und Unebenheiten besser klar als leichte Schuhe. In Moscheen und vielen privaten Restaurants müssen die Schuhe ausgezogen werden - das bedeutet, dass man saubere Füße und/oder heile Socken haben muss. Im Winter oder in den kälteren Monaten ab Ende Oktober gehören warme Stiefel und Wollpullover zur Grundausstattung, ebenso wie eine wetterfeste Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe. Bei Wüstenübernachtungen sollte man mit einem nächtlichen Temperatursturz rechnen. Generell gilt auch in Turkmenistan, dass man als Reisender eher zweckmäßig als aufsehenerregend angezogen sein sollte. Teueren Schmuck sollte man zu Hause lassen, da die Hotels nur selten über einen Safe verfügen und es wenig Gelegenheit gibt, ihn effektvoll in Szene zu setzen.

Gesundheit
Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Mittelasien wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie bei Sonnenschein immer Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr.

Obwohl die hygienische Situation in Turkmenistan auch in den ländlichen Siedlungen deutlich besser als in einigen Nachbarstaaten ist, sind Durchfallerkrankungen nicht immer zu vermeiden. Bitte achten Sie auf die Mitnahme der entsprechenden Medikamente in Ihrer Reiseapotheke. Auch regelmäßig benötigte Medikamente sollten Sie ausreichend mitnehmen, da eine Versorgung mit Nachschub nicht immer möglich ist. 

Sollten Sie doch einmal medizinische Hilfe benötigen, drängen Sie darauf, dass Sie in der sogenannten Türkischen Klinik in Ashgabat behandelt werden.

Geld, Strom, Telefon

Geld
Die einheimische Währung ist der neue turkmenische Manat (seit 1. Januar 2009). 1 Manat = 100 Tenge, das Währungskürzel ist TMT. Banknoten gibt es in den Werten von 500, 100, 50, 10, 5 und 1 Manat. Münzen sind in den Nennbeträgen von 50, 20, 10, 5 und 1 Tenge im Umlauf.

Der Währungsumtausch ist nur in zugelassenen Banken oder Wechselstuben erlaubt. Barzahlung ist üblich, es werden nur US-Dollar akzeptiert. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst makellose Dollarnoten (Druckdatum ab 1996) von der Bank einfordern, da die älteren Scheine oder auch beschädigte oder verfärbte Scheine ausnahmslos abgelehnt werden.

Alle Rechnungen müssen in Devisen bezahlt werden, bei Pauschalreisen erfolgt die Bezahlung bereits im Voraus. 

Standorte funktionierende Geldautomaten sind bisher nicht bekannt. Kreditkarten (Mastercard oder Visacard) werden nur in einigen wenigen 5-Sterne-Hotels angenommen und in zwei Banken in Ashgabat.

Reiseschecks werden nur von einer Bank angenommen, die ein Abkommen mit der Turkmenischen Nationalbank hat. 

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nur turkmenischen Staatsbürgern erlaubt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt. Es besteht allerdings Deklarationspflicht. Die Ausfuhr kann nur in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages erfolgen. Der Rücktausch von Manat in Dollar ist nur mit einer Umtauschquittung möglich. Heben Sie Ihre Umtauschquittungen deshalb unbedingt auf, es kann auch sein, dass sie bei der Ausreise danach gefragt werden. 

Stromversorgung   
Wie in allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion erfolgt die Stromversorgung in Turkmenistan mit 220 V/50 Hz. Wechselstrom. Allerdings unterscheiden sich die Steckdosen von den deutschen und sind auch innerhalb Turkmenistans nicht einheitlich, deswegen sollte ein Weltadapter im Gepäck sein und für alle batteriebetriebenen Geräte genügend Batterien.

In Kontakt bleiben
Festnetz
Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Turkmenistan ist 00993, von Turkmenistan nach Deutschland wählt man 81049, nach Österreich 81043 und in die Schweiz 81041. Selbstwählferndienst ist innerhalb Turkmenistans möglich. Ferngespräche ins Ausland werden vom Fernamt vermittelt oder können vom Hauptpostamt geführt werden. Größere Hotels bieten Gästen einen Telefaxservice. NOTRUFNUMMERN: Notarzt 02, Polizei 03, Feuerwehr 01.

Mobiltelefon
In Turkmenistan liegt der gesamte Mobilfunkbereich in der Hand von nur zwei Anbietern: TM Cell (Altyn Asyr, turkmenisch) und MTS (MTC, russisch). Wenn Ihr Anbieter ein Abkommen mit MTS hat (trifft auf die großen deutschen Betreiber zu), funktioniert Ihr Handy in Turkmenistan.

Internet
In Ashgabad gibt es einige Internetcafés (Abgabe des Reisepasses erforderlich). Ihnen sollte jedoch beim Surfen und Verfassen von Nachrichten stets bewusst sein, dass das Internet genau überwacht wird. Der gesamte Datenverkehr wird über den einzigen - staatlichen - Provider abgewickelt und mit dem Namen des Nutzers verknüpft gespeichert. Kritik am Präsidenten kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist sehr langsam. Viele Seiten sind vollständig gesperrt. Der wiederholte Versuch, gesperrte Seiten aufzurufen oder das Übermitteln von regierungskritischen Inhalten (und solchen Inhalten, die entsprechend ausgelegt werden könnten) kann zu erheblichen Probleme führen und wird je nach Inhalt als Straftat gewertet. Entsprechend ist auch hier Zurückhaltung angebracht.

Literatur über Turkmenistan

Hierfür gibt es leider keine große Auswahl.

· Beate Luckow: Turkmenistan: Versunkene Wüstenstädte an der Seidenstraße. Trescher Verlag

· GEO Special 6/2007: Die Seidenstraße

·  Klaus Pander: DuMont Kunst Reiseführer Zentralasien. Usbekistan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Kasachstan

·  Rob Johnson: Pulverfass am Hindukusch: Dschihad, Erdöl und die Großmächte in Zentralasien

Ein letztes Wort

Wir hoffen, Ihnen mit den vorstehenden Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Fragen zu Ihrer Reise beantwortet zu haben. 

Bitte beachten Sie, dass bei Buchung einer Individualreise teilweise Abweichungen zu erwähnten Sachverhalten zutreffen können. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen während unserer Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

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