Anreise
Flug von Frankurt nach Juba.
Juba
In Juba begrüßt Sie Ihr DIAMIR-Reiseleiter und hilft Ihnen bei der Erledigung letzter organisatorischer Belange (Passregistrierung ca. 25 EUR, Geldtausch usw.). Bis vor wenigen Jahren war Juba ein verschlafener Verwaltungsposten und glich eher einem Dorf. Heute ist der Ort die jüngste Hauptstadt Afrikas und eine chaotisch boomende Metropole. Abhängig von der Ankunftszeit können Sie den Konyo-Konyo-Markt oder das „historische“ Stadtzentrum Hai Jalaba erkunden. Am späten Nachmittag lohnt ein kaltes Getränk mit Panoramablick auf den Nil im Hotel Da Vinci oder Afex Camp. Übernachtung im Hotel.
Juba – Kapoeta | bei den Toposa
Am heutigen Morgen fliegen Sie von Juba nach Kapoeta, einer Stadt im Osten des Landes. Der Flug mit Kleinflugzeug folgt keinem Flugplan. Er dauert ca. 1,5 Stunden und in der Regel sind Sie gegen Mittag vor Ort. Die Savannen um Kapoeta sind die Heimat der Toposa, die sprachlich und kulturell eng mit den Turkana (Kenia), Karamojong (Uganda) und Nyangatom (Äthiopien) verwandt sind. Die Toposa sind vor allem transhumante Viehhirten, die ausgedehnte Weidegründe bewirtschaften, aber auch etwas Sorghum, Kürbis und Tabak anbauen. Am Nachmittag und Folgetag können Sie den Alltag in verschiedenen Toposa-Dörfern erkunden. Bewundern Sie den bestickten Lendenschurz, den Perlenschmuck und die Schmucknarben der Toposa-Frauen. Sehen Sie wie Getreidespeicher errichtet werden und die Älteren genüsslich ihre langen Pfeifen rauchen. 2 Übernachtungen im Zelt.
Kapoeta – Boya-Berge | bei den Larim
Nach dem Frühstück fahren Sie über Camp 15, einem kleinem Marktflecken und Militärposten, in die Boya-Berge. Die Boya-Berge und die Ebene bis zum Kidepo-Fluss sind die Heimat der Larim, die eine surmische Sprache sprechen und mit den südlichen Didinga und nördlichen Murle verwandt sind. Die Larim sind ausgezeichnete Baumeister und ihre kunstvoll verzierten Häuser und Gehöfte schmiegen sich an den Fuß der zerklüfteten Berge. Die Frauen pflanzen Sorghum, Mais und Bohnen während die jungen Männer in der Ebene das Vieh weiden. Ähnlich wie die Toposa und wahrscheinlich von ihnen inspiriert, setzen sich die jungen Larim-Frauen zahlreiche Schmucknarben. Im Unterschied zu den Toposa schmücken sie aber auch ihre Haare auf ganz besondere Weise und flechten sie zu regelrechten kleinen Kunstwerken. 2 Übernachtungen im Zelt. (Fahrzeit ca. 3-4h, 70 km).
Boya-Berge – Lotuko-Berge | bei den Lotuko
Von den Boya-Bergen geht es weiter gen Westen in die Lotuko-Berge, Heimat der gleichnamigen Lotuko. Die Dörfer der Lotuko sind eine Perle für Liebhaber der vernakulären afrikanischen Architektur. Sie gehören zu den schönsten der Region und sind im Gegensatz zu den Gehöften der Larim mitten im Hang angelegt. Nachdem Sie am Fuß der Berge Ihr Zeltcamp errichtet haben, führt Sie eine leichte, ca. 20-minütige Wanderung hinauf zum Dorf Ilieu oder Chalamini. Bestaunen Sie die urigen Einfriedungen, die Natursteinmauern und die Komposition von Einzelgehöften, die sich wohlüberlegt dem Bergterrain anpassen. Auf dem zentralen Dorfplatz finden Sie nicht nur die Generationspfähle und lernen mehr über das Altersklassensystem der Lotuko, sondern bekommen mitunter auch eine improvisierte Darbietung traditioneller Begrüßungstänze präsentiert. Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 3-4h, 70 km).
Lotuko-Berge – Torit – Juba
Nach dem Frühstück können Sie noch einmal zum Dorf hinaufsteigen und sich selbständig umschauen. Danach verabschieden Sie sich von den Lotuko und fahren über Torit, der Hauptstadt Ostäquatorias, zurück nach Juba. Je nach Ankunft in Juba können Sie die Erkundung der Hauptstadt fortsetzen und das John-Garang-Memorial (Keine Fotos erlaubt!), die Sonntagsmesse in der St.-Theresa-Kathedrale oder die kleine Galerie im trendige Café Baobab-House besuchen. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4h, 190 km).
Juba – Terekeka | im Weidelager der Mundari
Heute fahren Sie aus Juba gen Norden Richtung Terekeka, die Hauptstadt der Mundari. Die Mundari sind Viehhirten und ihr Leben dreht sich gänzlich um die Bedürfnisse ihrer prächtigen, langhornigen Ankole-Watussi-Rinder. Sie bauen permanente Dörfer, aber vor allem die jungen Mundari durchziehen mit den Schaf- und Rinderherden periodisch ein größeres Weideterritorium und leben dabei in zeitweilig errichteten Weidelagern. Die kommenden zwei Nächte werden Sie in unmittelbarer Nähe eines Weidelagers zelten, den Alltag der Mundari begleiten und ihre Traditionen hautnah erleben. Die Mundari lieben Ihre Rinder und leben in einer engen Symbiose mit Ihnen. Sie trinken ihre Milch und nutzen ihren Urin zum Waschen, Haare färben und als Antiseptikum, aber schlachten sie nur zu feierlichen Anlässen oder in Krisenzeiten. Rinder bedeuten Wohlstand und sind unabdingbar für die Heirat. Die Mundari hegen und pflegen sie, ritzen sich V-förmige Schmucknarben in die Stirn, die die imposanten Hörner symbolisieren, und scherzen nicht selten, dass nicht sie die Rinder, sondern die Rinder sie besitzen. 2 Übernachtungen im Zelt. (Fahrzeit ca. 2h, 70 km).
Terekeka – Juba
Den Morgen und gesamten Vormittag haben sie noch Gelegenheit die einmalige Stimmung im Weidelager der Mundari aufzusaugen. Danach geht es zurück nach Juba. Wenn die Zeit es erlaubt statten Sie John Garang Memorial einen Besuch ab. Hier liegt der Vater der Unabhängigkeit des Landes begraben, der kurz vor der Staatsgründung bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam. Übernachtung im Hotel.
Juba
Am Morgen unternehmen Sie eine Bootstour auf dem Nil, um den Fluss und seine Umgebung hautnah zu erleben. Sie gleiten flussabwärts und beobachten das geschäftige Treiben an den Ufern. Fischer arbeiten ihre Netze aus, Frauen waschen Wäsche im Fluss, und Holzboote kreuzen sich auf dem Wasser und transportieren Menschen und Waren. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel.
Noch mehr Lust auf Abenteuer? Dann empfehlen wir Ihnen unsere Bootsexkursion in den Sudd.
Ankunft
Am Morgen verabschiedet Sie Ihr Reiseleiter am Flughafen in Juba und Sie fliegen zurück nach Frankfurt. Ankunft in Deutschland.
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