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Reisebericht: Norwegen – Auf der Suche nach Nordlichtern mit dem Segelschiff

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Mit dem Segelschiff auf der Suche nach Nordlichtern

Viele kennen die Reisen nach und innerhalb Norwegens mit dem Auto oder Wohnmobil, aber all jenen die etwas Spezielleres suchen, lege ich diese spannende Reise ans Herz. Eine Woche an Bord auf einem Segelschiff, umgeben von der unglaublich schönen Region rund um Tromsö, immer auf der Suche nach Nordlichtern.
Den ersten Tag ging es nordwärts Richtung Lyngen Alps, wo uns Weißschnauzendelfine ein Stück begleiteten. Immer wieder ein unglaublich bezaubernder Anblick dieser Tiere.
Schöne Strände und tolle Aussichten erwarteten uns tags darauf in Sommarøy, welche auch Sommerinsel genannt wird. Das kristallklare Wasser und die weißen Strände vermittelten fast das Gefühl auf einer karibischen Insel zu sein wäre da nicht der „kleine“ Temperaturunterschied gewesen. Nach einer schönen Wanderung auf einen höher gelegenen Berg, zeigte sich dann das schöne Städtchen in voller Größe.
Den darauffolgenden Tag fuhren wir hinaus auf die offene See, Windstärken 5 – 6 und ab und zu Windböen bis Stärke 7 ließen uns die Fahrt nicht langweilig werden. Nach einigen Stunden erreichten wir Mefjord Brygge. Auch hier brachen wir zu einer Wanderung auf und waren fasziniert von der Aussicht auf den Fjord.
Die nächste Segeletappe führte in den Fjord Senjahopen. Dort begegneten wir auf einer Zodiactour Robben. Die schnellen und lustigen Tierchen zauberten, dass eine und andere Lächeln in die Gesichter und forderte uns alles ab diese einmal fotografisch zu erwischen.
Unser Warten auf Nordlichter wurde an diesem Abend das erste Mal belohnt. An Schlaf war einfach nicht zu denken, immer wieder sind wir hinausgegangen um das Spektakel zu bewundern. Aber irgendwann gegen vier Uhr früh fielen dann doch noch dem einem nach dem anderen die Augen zu.
Nach ein paar Stunden Schlaf und vom leckeren Frühstück gestärkt, ging es dann wieder auf Fahrt. Ziel Fjordgard.
Bei unglaublich perfekten Winterwetter mit purem blauen Himmel ging es mit den Schneeschuhen auf einen 420 m hohen Berg. Diese Aussicht von da oben, einfach atemberaubend.
Als uns der Expeditionsleiter mitteilte, das diesen Abend eine sehr hohe Aktivität der Nordlichter zu erwarten sei, waren wir alle so voller Anspannung und Vorfreude, das keiner auch nur annähernd an irgendeine Form von Müdigkeit dachte. Das Abendessen war gerade vorbei, da hieß es über die Lautsprecher. „Es geht los“, „Alle nach draußen“! Nachdem alle am Pier ihren Platz gesucht und die meisten ihre Stative aufgebaut hatten, verging gefühlt nur noch eine Minute, bis der Himmel zu leuchten begann. Erst in Form wehender Gardinen mit einer grünlichen Farbe und einem Hauch Rosa an den Seiten. Nach gefühlten hunderten Ohs und Ahs bildeten sie sich zu einer Korona, einem Lichterkranz, der Grün, Violett, Weiß und Rosa in alle Richtungen über den Nachthimmel strahlte.
Der Himmel eine Leinwand, wie ein buntes Kunstwerk nie fertig und immer wieder neu.
Nach einer Woche mit einem grandiosen Team, neuen Freunden und tausend neuen Eindrücken ging es am nächsten Tag Richtung Tromsö – auch Venedig des Nordens genannt und natürlich auch Nordlichthotspot.
Am letzten Tag stand der Besuch des Polarmuseums auf dem Programm, welches ich sehr empfehlen kann. Abends fuhren wir mit der Seilbahn Fjellheisen auf den Hausberg Tromsö`s. Vom Aussichts-Plateau aus bot sich uns eine spektakuläre Panorama-Aussicht auf die nächtlich beleuchtete Stadt und das Ganze wurde wie zum Abschied umrahmt mit Nordlichtern.

Diese Reise – mein unvergessliches Erlebnis, eine Mischung aus Abenteuer, Komfort, Mitmachen, Magie und Genießen.

Ihre Sabine Walther, Verkauf & Beratung Arktis & Europa

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