Venezuela – Eine Reise ins Land der Anmut
So soll Christoph Kolumbus das Land bezeichnet haben, als er es bei seiner dritten Reise nach Amerika entdeckte. Und tatsächlich liegt es anmutig da – zwischen malerischen Karibikstränden im Norden, durchzogen vom gewaltigen Orinoco und den mystischen Tafelbergen im Süden. „Land in Sicht... Und was für eines...” muss sich wohl auch Alexander von Humboldt gedacht haben, als er 1799 nach 41 Tagen auf dem Atlantik endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Ob es Ihnen auch so gehen wird? Venezuela – ein Land voller Naturschönheiten.
Vamos a la playa...
Der musikalische Hit aus dem Jahr 1983 wird Ihnen wohl durch den Kopf gehen, wenn Sie an einem der unzähligen Traumstrände an der Karibikküste spazieren, sonnenbaden oder einen Cocktail schlürfen. Da wären die Strände von Mochima, Choroni oder der Paria-Halbinsel, die einen Abstecher absolut wert sind. Und da wären aber natürlich auch die filmreifen Küstenstreifen der Inseln von Los Roques oder der Isla Margarita. Ein Venezuela Urlaub ohne Baden!? Möglich, aber sinnlos – um es mit Loriot zu halten.
Das Wandern ist des Müllers Lust...
Und die der Schusters, Meiers und Schulzes. Und auch Ihre? Dann schnüren Sie die Wanderstiefel und machen Sie sich auf, um die faszinierende Bergwelt Venezuelas zu erkunden. Da wären im Canaima-Nationalpark ein paar prächtige Tafelberge, die der Wanderlust keinen Abbruch tun. So bietet der Roraima Tepui dem geneigten Wanderfreund eine natürliche Rampe, um die steil abfallenden Flanken zu überwinden. Und wer ein richtiger Bergfex ist, der wird wohl in der Sierra Nevada de Merida fündig, denn dort gilt es die Gipfel zweier herausragender Namensgeber zu bezwingen: Pico Humboldt (4942 m) und Pico Bolivar (4978 m). Gediegen wandern geht in Venezuela aber auch. Zum Beispiel im Henri-Pittier-Nationalpark. Abwechslungsreiche Wanderrouten führen Genusswanderer durch den Regenwald, vorbei an Riesenbambusstauden hin zu palmenbewachsenen Sandstränden am blauen Karibikmeer. Sind Sie bereit, auf Schusters Rappen zu reisen? Prima, dann steht einer Reise nach Venezuela nichts mehr im Wege.
Alles im Fluss...
Wasser bedeutet Leben. Und so auch hier. In Abhängigkeit vom gewaltigen Orinoco hat sich die Natur der Llanos, einer weitläufigen Steppenregion, abwechslungsreich aufgestellt. Schildkröten, Kaimane, Wasserschweine und Anacondas nennen das Gebiet ihr Zuhause. Und auch jede Menge bunter Vögel, über 350 Arten sollen es sein, leben hier. Dank dieser Vielfalt dürfen sich Tierliebhaber auf prall gefüllte Speicherkarten am Ende des Tages freuen. Wenn der Orinoco anschließend weiter in Richtung Osten mäandert und in ein weitverzweigtes Labyrinth aus Wasserstraßen auffächert, erreichen Freunde der Regenwälder ihren Bestimmungsort. Neben vorlauten Brüllaffen und krächzenden Papageien haben auch die Indigenen der Warao diesen netten Landstrich zu ihrem Zuhause auserkoren. Weniger gediegen geht es dagegen aber im Canaima-Nationalpark zu. Zahlreiche Male stürzen Flussläufe abrupt in die Tiefe, erzeugen Dunst und lautes Getöse. Und der größte von ihnen? Der berühmte Salto Angel – benannt nach dem waghalsigen Buschpiloten Jimmy Angel – stürzt vom Auyan Tepui 979 Mter in die Tiefe. Weltrekord.