Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Wundervolles Indonesien – Fünf Inseln, Orang-Utans und Komodowarane

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Wonderful Indonesia – dieses Versprechen haben die fünf Inseln, die wir auf unserer Rundreise mit Anschlussprogramm besucht haben, auf jeden Fall erfüllt. Wir sind begeistert und mit vielen unvergesslichen Erlebnissen aus unserem Urlaub zurückgekehrt. Ein Highlight der Reise stand ganz am Anfang: nach einer Nacht in Jakarta flogen wir nach Borneo, um dort auf ein Hausboot (Klotok) zu steigen, das für zwei Tage und Nächte auf den Flüssen im Tanjung-Puting-Nationalpark unser Zuhause war. Mit dem Klotok haben wir die roten Waldmenschen besucht – und tatsächlich viele Orang-Utans beobachten können, die keine Scheu vor uns zeigten. Das Alpha-Männchen Albert führte uns durch den Wald zur Futterstelle, wo neben Jungtieren und Orang-Utan-Müttern mit ihrem Nachwuchs auch ein Gibbon und Wildschweine sich an Bananen und Süßkartoffeln bedienten. Unsere Reisegruppe wurde auf dem Klotok mit toller Verpflegung im klimatisierten Speisesaal verwöhnt, wo wir auch nachts gemütlich schlafen konnten. Vor der Weiterreise pflanzten wir noch jeder einen Baum, um unseren Beitrag zur Rettung des Regenwaldes in Kalimantan zu leisten.

Den eindrucksvollen Naturerlebnissen folgte unsere Weiterreise nach Java, wo wir auch einen ersten Einblick in die indonesische Kultur erhielten, nämlich die interessanten buddhistischen (Borobudur) und hinduistischen (Prambanan) Tempelanlagen. Unser sehr engagierter Reiseleiter Yudi führte uns auch durch die Markthallen der quirligen Stadt Yogyakarta, um in den Alltag der Menschen „hineinzuschnuppern“, bevor wir uns über die Herstellung der javanischen Schattenfiguren und Batiken sowie die Herstellung des teuersten Kaffees der Welt (Kopi Luwak) informieren konnten und dann auf den Weg zum Mount Bromo machten. Nach unserer Ankunft am Rande der beeindruckenden Vulkanlandschaft wanderten wir gemeinsam dem Sonnenuntergang entgegen. Am nächsten Morgen stiegen wir bei Vollmond frühmorgens zu einem Aussichtspunkt, um zu beobachten, wie die aufgehende Sonne die Vulkankrater über dem Morgennebel anstrahlte. Anschließend erklommen wir den Kraterrand, von wo aus wir über Ganesha hinweg in den Schlund des dampfenden Vulkans schauen konnten.

Von Java aus erreichten wir mit der Fähre die „Insel der Götter“ Bali, wo zu jedem Haus ein eigener Tempel gehört. Hier haben uns die wegen ihrer jahrhundertealten Bewässerungstechnik von der UNESCO geschützten saftig-grünen Reisterrassen begeistert, aber auch die heilige Quelle Pura Tirta Empel, wo ein Bad Körper und Geist reinigen soll, und die Gebetsrituale der Gläubigen in Besakih.

Der nächste Progammpunkt war wieder ganz besonders: Auf Flores angekommen fuhren wir wieder mit einem Hausboot durch die Inselwelt des Komodo-Nationalparks, um uns erst auf Rinca, dann auf Komodo auf die Pirsch nach Komodowaranen (Dragons) zu machen. Schon an der Rangerhütte auf Rinca lag das erste Exemplar. Unsere Wanderung über die Insel führte uns an den Beutetieren – Affen, Hirschen und Wasserbüffeln – der Drachen vorbei zu einem von der stolzen Mutter bewachten Nest und zu weiteren Waranen, die sich satt und zufrieden in der Sonne ausruhten. Bevor auch wir uns auf dem (diesmal etwas weniger komfortablen) Hausboot zur Ruhe betteten, fuhren wir noch eine weitere kleine Insel an und erlebten ein Spektakel, als tausende Flughunde sich in der Dämmerung in den Himmel schraubten, um auf der Nachbarinsel nach süßem Obst zu „jagen“. Zum Sonnenaufgang hatte der Kapitän schon wieder die Anker gelichtet, so dass wir früh am Morgen die Insel Komodo erreichten, wo wir von einem Ranger begleitet zur nächsten Wanderung aufbrachen, um weitere Warane zu finden. Der scharfe Blick unseres Guides ermöglichte uns sogar, ein Waranbaby (das seine ersten drei Lebensjahre auf einem Baum verbringt) zu erspähen. Diese Wanderung war besonders erfolgreich, da unser Weg sich mit dem zweier riesiger Drachen kreuzte und uns diversen Komodowaranen nahebrachte. Mit den Urzeittieren Auge in Auge zu stehen, war ein sehr intensives Naturerlebnis, das durch unseren Besuch des Pink Beach zum Baden und Schnorcheln abgerundet wurde.

Unsere nette Reisegruppe löste sich am Ende der Rundreise auf. Einige flogen nach Hause, andere entschieden sich für eine Badeverlängerung. Wir dagegen hatten, um noch mehr Natur zu tanken die Verlängerung „Koboldmakis und Schopfaffen“ gebucht. Nach einer Zwischenübernachtung holte unser privater Guide Elvis uns mit unserem Fahrer ab, um das Schutzgebiet Tangkoko zu erreichen. Hier haben wir mit unserem Guide und in Begleitung eines Rangers die Tier- und Pflanzenwelt des Parks auf vier Wanderungen erkundet. Am ersten Abend machten wir uns mit Taschenlampen bewaffnet auf die Suche nach den nachtaktiven Koboldmakis, den kleinsten Primaten der Welt, die sich gegen 17.30 Uhr aus den verwunschenen Fikusbäumen, in denen sie versteckt die Tage verschlafen, aufmachen, um Insekten zu jagen. Ein erster Kobolmaki schaute uns schon vor der Dämmerung mit seinen riesigen Augen verschlafen an. Um ihn nicht zu stören, besuchten wir erst noch ein Nashornvogelnest, wo wir beobachten konnten, wie das emsige Männchen die gesammelten Beeren an das Weibchen und die Jungvögel verfütterte. Schon auf dem Rückweg kamen wir an einem durch Koboldmakis besiedelten Fikus vorbei, als die niedlichen Bewohner ihren allabendlichen Ausflug starteten. Am nächsten Morgen und Nachmittag und am übernächsten Morgen brachen wir auf, um die vom Aussterben bedrohten endemischen Schopfaffen zu finden. Zunächst erspähten wir mehrere Bären-Kuskusse (Masupilamis), dann standen wir mitten in der (bis zu 100 Tiere zählenden) Gruppe Schopfaffen. Auch verschiedene Eisvögel, Eichhörnchen, eine Tarantel und zahlreiche andere Tiere, vor allem auch noch einige Koboldmakis liefen und flogen uns vor die Kamera. Bei unserem letzten Ausflug vor der Rückreise erreichten wir noch den größten Fikusbaum des Parks, innen hohl und von einer Eule und Fledermäusen bewohnt. Alles in allem ein faszinierendes Abenteuer am anderen Ende der Welt, das wir nur weiterempfehlen können!

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