Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Aktiv im Land der Silberrücken

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Nach einem Jahr intensiver Reisevorbereitung und Vorfreude auf meinen Uganda Urlaub – Aktiv im Land der Silberrücken-möchte ich gern einige Eindrücke übermitteln.
Unsere kleine Gruppe war ideal. Die Zusammensetzung hat auch super gepasst. Unser Fahrer-Guide Hamid war einfach spitze und unsere Aminah als deutscher Guide perfekt für uns. Die zwei haben sich so super um uns gekümmert, dass wir Land und Leute noch viel intensiver erleben durften.
Nachdem wir am Flughafen in Entebbe angekommen sind, sind wir von unserem Fahrer-Guide Hamid herzlich in Empfang genommen worden. Bei all dem Gewusel am Flughafen hat er uns Ruhe und Sicherheit gegeben und uns zur ersten Unterkunft gebracht. Dort waren wir schon überrascht von den Gegensätzen auf der Straße und dem herrlichen Anwesen unserer Unterkunft. Nach einer Einweisung am Nachmittag konnten wir erstmal in Ruhe ankommen und später unser erstes afrikanisches Abendessen genießen. Sehr lecker ;-). Am nächsten Tag sollte dann unser Afrika-Urlaub in die Vollen starten. Hamid hat unser Gepäck sorgfältig in unseren Safari-Jeep gepackt, was er dann auf jeder Tagesstation sehr routiniert gemacht hat.

Die Kraterseen-Wanderung war super schön. Dabei haben wir die Menschen nochmal ganz anders erleben dürfen. Nachdem die Straßenansichten doch sehr schmutzig sind, haben wir landeinwärts einen ganz anderen Blick auf die Menschen bekommen.

Die Ruwenzori-Wanderung war echt der Hammer. Nachdem wir unser Briefing am Morgen bekommen haben und uns unsere Porter zugeteilt wurden, ging es los. Unser Chef-Guide Joe hat uns sicher und humorvoll in die Ruwenzoris gebracht. Die 1000 Höhenmeter hatten es dann schon in sich. Die Eindrücke und Aussichten haben natürlich die Anstrengungen mehr als entschädigt. Die Nacht in der Berghütte hat unsere Reisegruppe nochmal enger zusammengebracht in einem Übernachtungsraum. Und um das Hüttenfeeling vollends zu machen, gab es in der Nacht ein mega Gewitter. Wow… Entschädigt hat am kommenden Morgen ein wunderschöner Sonnenaufgang und ein schier umwerfendes Morgenlicht.

Auf dem Weg zur nächsten Station, dem Queen Elizabeth NP sind wir dann recht spät zu unserer Unterkunft, zur Bush Lodge, gekommen. Das Ding war mega genial. Begrüßt wurden wir von einem Elefanten im Lager :-). Im Licht der Taschenlampe sahen wir zwischen Rezeption und Essenpavillon den Elefanten, dessen Stoßzähne im Licht weiß strahlten. Die Lodge-Mitarbeiter haben es dann tatsächlich geschafft, den Elefant mit etwas Lampenwinken zu verscheuchen. Spätestens seitdem haben wir verstanden, warum wir nachts nicht alleine auf dem Gelände unterwegs sein sollten. Wir fühlten uns sicher durch den super Begleitservice vom Personal, die uns immer von den Unterkünften abgeholt haben.

Die Wanderung im Bwindi-Wald war wieder ein Traum. Wir haben die lange 17 km Variante gewählt. Nachdem wir uns zu Beginn gefragt hatten, warum die 14 km 4 Stunden dauern und für 3 km mehr, 7 Stunden angesetzt sind, haben wir bei unserem Aufstieg zur nächsten Unterkunft dann die Antwort über die Höhenmeter bekommen. Nach einer traumhaften Wanderung durch den Regenwald sind wir zur nächsten Unterkunft gewandert. Hier wären sicher auch 3 Sterne Anforderung zu vergeben :-). Nachdem wir noch in einen super Gewitterguss kurz vor unserem Übernachtunsgziel gekommen sind, haben wir uns dann riesig über die tolle Unterkunft in der Nkuringo Gorila Lodge gefreut. Super freundlich, super Unterkünfte und mega Aussicht. Das Personal war sogar so freundlich, die kleinen Kaminöfen in den Unterkünften abends anzumachen und als Überraschung Wärmeflaschen in die Betten zu legen.

Unsere Wanderung von der Nkuringo Gorilla Lodge am nächsten Tag zur Unterkunft am Lake Mutanda hat uns noch enger mit dem Land und den tollen freundlichen Menschen verbunden. Die Unterkunft am See war wieder ein Traum. Es war schön, dass wir hier 2 Nächte verbrachten, um diese wundervolle Landschaft in chilliger Ruhe genießen zu können. Zum Abendessen hat uns unsere Aminah auf den nächsten Tag vorbereit – das Gorilla-Tracking -. Anders als geplant, sollte es nicht in den Bwindi NP gehen, sondern in den Mgahinga NP auf die Virunga-Vulkane, zumindest auf den 4100m hohen. So durften wir von dem tollen Anblick der Virungas von unserer See-Lodge am nächsten Tag sogar die andere Perspektive vom Vulkan erleben. Traumhaft.

Am Morgen ging es dann früh zum Mgahinga NP. Nachdem wir das Briefing hinter uns hatten, ging es in kleiner Gruppe von 7 Mann, also wir 5 und 2 andere, los. Mit jedem Meter aufwärts stieg die Spannung!!! Im Vergleich zum Bwindi ist der Mgahinga NP deutlich angenehmer von der Vegetation. Hier gibt es fast keine Dornen :-) Tja und was soll ich noch sagen – so ein Erlebnis ist der Wahnsinn! Als wir die Gorilla-Gruppe nach ca. 1 Std. gefunden hatten, ist der Adrenalinspiegel bei allen gestiegen. Das Fotografen-Gen hat bei einigen voll durchgeschlagen. Unseren vorgegeben Abstand von 7 m zu den Tieren haben wir nie geschafft. Die Ranger haben unsere Beobachtungsplätze super gewählt. Naja und dann war es irgendwie bei mir passiert, dass mein Platz dafür sorgen sollte, dass die Gorillafamilie fast durch mich durchgelaufen ist :-))). Es hatte wohl keiner, sowohl ich als auch die Ranger auf dem Schirm, dass sich neben den süßen Gorilla Babys, die Gorilla Mutti im Gebüsch dahinter mit dem Silberrücken im Gepäck auf den Weg machen, direkt an mir vorbei :-))). Herz in der Hose, Knie gezittert…ganz unbegründet. Die Riesen sind so sanft und friedlich. Sogar die Ranger waren mega verblüfft, hatten aber alles unter Kontrolle. Ja und mit der Erinnerung „He touched you“ werde ich mich immer an diesen wirklich gewordenen Traum erinnern!!!!!

Bis auf ein Wiedersehen mit DIAMIR in Afrika oder woanders.

Ihr
Thomas Topf

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