Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Wanderparadies im Indischen Ozean

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Da in diesem Jahr alle unsere größeren Reiseziele außerhalb Europas der Corona-Pandemie zum Opfer fielen, entschlossen wir uns im September, nochmals zu recherchieren, ob nicht doch noch ein interessantes Reiseziel jenseits von Europa realisierbar ist. Die für uns greifbaren Veranstalter etwas anspruchsvollerer Erlebnisreisen hatten jedoch das Reisen außerhalb Europas weitgehend gecancelt. Ein informatives Gespräch bei DIAMIR, dem Reiseveranstalter gleich um die Ecke machte uns die Entscheidung leicht: eine Trekkingtour durch die Bergwelt der zu Frankreich gehörenden Vulkaninsel im Indischen Ozean. Allerdings war sie nach steigenden Infektionszahlen im August/September auch als Corona-Risikogebiet vom Auswärtigen Amt gelistet. Der als Voraussetzung für die Reise erforderliche negative Covid-19-Test wurde erfolgreich durchgeführt und auch das kleine Problem der Flüge wurde letztendlich zufriedenstellend durch Frau Mach von DIAMIR gelöst, denn die betreffenden Airlines veränderten mehrfach kurzfristig Flüge und Flugzeiten. Über Paris ging es mittels ca. 11-stündigen Nonstop-Nachtflug direkt auf die Insel. Bereits am 2. Tag starteten wir zu unserer in Summe etwa 120 km-Tour durch die wunderbare Berglandschaft, die sehr zerklüftet ist, tief eingeschnittene Täler und schroffe Felsgipfel aufweist. Wir besuchten alle 3 Hochtäler (Mafate, Cilaos und Salazie), die hier Cirque genannt werden, bestiegen den höchsten Berg der Insel, einen nicht mehr aktiven Vulkan zum Sonnenaufgang (Piton des Neiges, 3071 m) und den noch aktiven Vulkan Piton de la Fournaise (2631 m), der gegenwärtig im Ruhezustand verharrt. Insbesondere die Vulkanlandschaft des letzteren ist in ihrer Gesamtheit beeindruckend und in dieser Dimension auf dem europäischen Festland nicht zu erleben. Während der gesamten Zeit hatten wir schönes bis sehr schönes warmes Wetter; selbst die für Reunion bekannten dichten Mittagswolken mit Nebel und feuchter Luft hielten sich in Grenzen. Oftmals wurde es zum späten Nachmittag wieder wolkenlos, so dass wir in der Regel einen fantastischen Sternhimmel bewundern konnten. Die Tagesetappen zwischen 12 und knapp 20 km waren bezüglich des Erlebniswertes aus unserer Sicht sehr gut ausgesucht, aber anspruchsvoll, da öfters größere Höhenunterschiede aufgrund der tief eingeschnittenen Täler bewältigt werden mussten und die Wanderwege teilweise bezüglich der Oberflächenbeschaffenheit größte Konzentration erforderte. Unterm Strich jedoch eine wunderbare Tour in einer faszinierenden Berglandschaft mit einer exotischen Pflanzenwelt, die wir so weder auf den Kanaren, noch auf Madeira oder anderen Inseln in der Karibik erlebten. Letztendlich wurde das Gesamterlebnis durch unsere sehr angenehme, junge einheimische Wanderführerin Julie und den genutzten Hotels und Berghütten einschließlich Verpflegung sehr positiv abgerundet.
Regine und Klaus Gärtner

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