Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Im Dezember 2020 mit der Aranui durch die Südsee

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Hallo Herr Ulbrich,

anbei ein Bericht über meine Reise mit der Aranui, die ich sehr genossen habe.

Erstmals wurde ich 2009 auf die Aranui aufmerksam, da eine Reiseteilnehmerin mehrmals begeistert von ihrer Reise zu den Marquesas berichtete.

Obwohl ich gerne und viel reise, hat es doch noch geraume Zeit gedauert.

Eigentlich war für Weihnachten 2020 die Elfenbeinküste geplant – Afrika ist mein absoluter Lieblingskontinent. Sich so kurzfristig für die Aranui zu entscheiden, wäre in normalen Zeiten auch nicht möglich.

Die Anreise war ok, obwohl die Maschine wesentlich stärker ausgelastet war als erwartet.

Das Hotel Tahiti Nui ist ok und gut gelegen, hat aber schon bessere Zeiten gesehen und ist den Preis eigentlich nicht wert.

Die Leute an der Rezeption waren durchwegs sehr nett, aber bezüglich eines späteren Check-Outs nach der Kreuzfahrt blieben Sie bei einem Preis von 100 €.

Als Alternative wurde mir angeboten, den Nachmittag am Swimmingpool zu verbringen und dann die Dusche im angeschlossenen Spa zu benutzen und mich dort umzuziehen.

Perfekte Lösung.

Ich war vor zehn Jahren schon einmal in Papeete. Dieses Mal war wesentlich weniger los und ab 18 Uhr war die Stadt mit Ausnahme einiger Lokale so gut wie tot.

Dazu kam noch die nächtliche Ausgangssperre und man fürchtete überall Verschärfungen bzw., dass Hotels komplett schließen müssen.

Den Transfer vom Hotel zum Schiff, hätte ich mir, wie erwartet sparen können, da ich die Aranui vom Hotel aus sah und die Strecke auch mit Koffer in fünf Minuten geschafft hätte.

Einschiffung incl. Covid-Test war problemlos. Nur muss ich da schon aufgefallen sein – offensichtlich positiv – denn ich wurde noch zuvorkommender als die anderen Passagiere behandelt und vom Großteils des Personals immer mit Namen angesprochen.

Am 4. Tag gab es dann nochmals eine Covid-Test für alle und daneben hatte ich ja auch noch den Selbsttest, den man am Flughafen in die Hand gedrückt bekommt.

Neben den unzähligen Desinfektionsmittelspendern stand beim Eingang zum Restaurant ein Gerät zur Gesichtserkennung (ähnlich der automatischen Passkontrolle am Flughafen) und Temperaturmessen. Dieses Gerät gab jedoch drei Tage vor Ende der Reise den Geist auf. In der ersten Woche wurde auch noch vor jedem Landgang die Temperatur gemessen.

Ich bin nicht der Kreuzfahrttyp, aber bei den Schiffsreisen, die ich bis jetzt gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass ich immer eine der wenigen, wenn nicht die einzige Einzelreisende war.

Auch dieses Mal waren außer mir nur eine Frau und ein älterer Herr aus Frankreich alleine unterwegs.

Es waren insgesamt 130 Leute an Bord.

Da derzeit nur wenige reisen können und wollen, wurde die Reise auch lokal angeboten und so waren überwiegend Einheimische an Bord. Darunter sehr viele Familien mit insgesamt 25 Kindern.

Dazu kamen nur sieben Franzosen, zwei Deutsche und eben ich. Die Kinder waren ausgesprochen brav und haben überhaupt nicht gestört, zumindest mich nicht.

Das Essen für die Familien wurde in der Lounge serviert. Für alle anderen war im Restaurant gedeckt und die Mahlzeiten wurden immer eine halbe Stunde später als in der Lounge serviert.

Frühstück war für alle im Restaurant. Das Essen war sehr gut und abwechslungsreich.

Bedingt durch die Sprache teilte ich den Tisch mit dem Paar aus Deutschland.

Die Ausflüge waren wirklich gut organisiert und abwechslungsreich. Obwohl ich normalerweise eine andere Art zu Reisen bevorzuge, habe ich die Tage auf der Aranui inklusive der diversen Ausflüge sehr genossen. Die Atmosphäre an Bord war richtig gut und ich würde die Reise jederzeit wieder machen.

Bis zum Abflug hatte ich dann noch zwei Tage und Papeete ist nicht gerade die Stadt, in der man viel Zeit verbringen will.

Nach der Ausschiffung war ich ca. 8.45 im Hotel und um 9:10 Uhr saß ich bereits in einem Jeep für die Inselsafari, die von der Dame an der Rezeption für mich im Eiltempo arrangiert worden war.

Auch wenn es viel regnete, hatte ich einen tollen Tag auf Tahiti.

Liebe Grüße aus Salzburg

Gudrun Roider

P.S.: Ich habe noch vergessen anzuführen, dass zu meiner Reisezeit Regenzeit und somit Nebensaison war. Trotzdem war das Wetter perfekt und wir hatten nur ein einziges Mal ca. fünf Minuten Regen. Nur waren wir da gerade am Boot und ich habe nie so ruhiges und glattes Meer erlebt.

Man kann diese Reise nur empfehlen, egal zu welcher Jahreszeit.

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